Ein kommunistisches Medium

| | Kommentare (0) | TrackBacks (0)

Vilim Vasata, langjährige BBDO-Führungskraft und nun Unternehmensberater in Sachen Marke, nutzt das Fachblatt Horizont, um der Werbewirtschaft ins Gewissen zu reden. Erst mit einer Anzeige, Ende 2004 geschaltet und nur aus einer Reihe knapper Sätze in großen, fetten Lettern bestehend. Nun mit einem Interview (6/2005). "Unser Wirtschaften arrangiert sich doch vollkommen neu", meint Vasata. Kommunikation müsse sich auf die daraus resultierende existenzielle Verunsicherung einstellen. Nachlassende Markenkraft und mangelnde Werbewirkung haben für den Werber Vasata auch mit dem Einfluss des Internet zu tun.

"Werte wie Einzigartigkeit und Prestige erodieren - nicht zuletzt durch das Internet. Wenn du genau hinsiehst, ist das Internet ja praktisch ein kommunistisches Medium. Das macht aus Konsumenten Marketingexperten und sogar Händler und bietet eben eine vorher unbekannte Vergleichbarkeit von Produkten und Dienstleistungen. Aber wenn die Alleinstellung einer Marke dem Vergleich ausgesetzt wird, dann ist sie nahezu bereits austauschbar. Ihre Einzigartigkeit ist perdu."

Herrschaften! (Um einmal mit Vasata zu sprechen.) Da hat der große alte Mann - Jahrgang 1930 - nicht ganz Unrecht.

0 TrackBacks

Folgende Einträge anderer Blogs beziehen sich auf den Eintrag Ein kommunistisches Medium

TrackBack-URL dieses Eintrags: http://blog.sinnerschrader.de/cgi-bin/mt-tb.cgi/105

Jetzt kommentieren


Geben Sie die Zeichen ein, die Sie im obigen Bild sehen.

Digitaler Frischfisch

Der interaktive Konsument revolutioniert das Marketing. Ein Blog von SinnerSchrader.

TwitterCounter for @fischmarkt
Fischmarkt on Facebook