"Schwindelversuche sind öfters geworden"

| | Kommentare (6) | TrackBacks (0)

Postbank_phishing_2Endlich hatte auch ich einmal eine Phishing-Mail in meiner Mailbox. Cases D. Syllabifying warnt mich im Namen der Postbank davor, daß die "Betrügereien mit den Bankkonten von unseren Kunden häufig geworden sind". Nach dem Klick auf den Link "Form ausfüllen" gelangt man auf die Website banking.pastbank.net (die nur wenige Stunden nach dem Versand der E-Mail aktiv war), der man neben PINs und TANs auch gleich die "Geheimfrage" und die "Antwort auf die Geheimfrage" mitteilen soll. Erklärend heißt es dort:

"Heutzutage sind die Schwindelversuche, die Gelder von den Bankkonten zu stehlen, öfters geworden. Die Verwendung des TAN - Aufstellungssystems hat sich nicht besonders gut bewährt. Die Missetäter haben verstanden, wie sie diese Schutzart aufmachen können."

Solange die Attacken sprachlich in dieser Form brillieren, erscheint mir das Problem für den Kunden zumindest händelbar. Wer allerdings glaubt, diese Seite sei wirklich von der Bank seines Vertrauens und er müsse ihr tatsächlich seine letzten Kontogeheimnisse anvertrauen, kann keine gute Meinung von seinem Geldinstitut haben. Vielleicht sollte man dort das Problem einmal von der kommunikativen Seite behandeln?

0 TrackBacks

Folgende Einträge anderer Blogs beziehen sich auf den Eintrag "Schwindelversuche sind öfters geworden"

TrackBack-URL dieses Eintrags: http://blog.sinnerschrader.de/cgi-bin/mt-tb.cgi/175

6 Kommentare

Sprachlich sechs. Aber ich denke, nicht jeder macht sich tatsächlich die Mühe und liest das. Email von der Bank = wird schon stimmen. Das ist (leider) eine relativ weit verbreitete Erwartungshaltung. Hinterher ist man dann schlauer ;-)

... womit wir bei der Frage sind: gelten im Internet denn nicht die Regeln gesunden Menschenverstandes? Befreit mich etwas, nur weil es schriftlich ist und amtlich wirkt, vom Denken?

> Befreit mich etwas, nur weil es schriftlich ist und amtlich wirkt, vom Denken?

Überhaupt nicht. Der gesunde Menschenverstand sollte uns sagen: Vorsicht.

Aber ich sehe immer, daß gerade unerfahrene Internetnutzer vom Medium so stark überfordert sind, daß sie daran, ob eine Bankseite nun echt oder falsch ist, keinen Gedanken mehr verschwenden.

Überhaupt scheint der Gedanke, daß eine Postbank-Seite "gefälscht" sein könnte, sehr fern zu liegen. Postbank steht drauf? Da muß wohl Postbank drin sein. Wie einfach eine HTML-Seite zu fälschen ist, ist vielen Nutzern leider nicht bewußt.

Auch ich bin ein Freund der Technik mit schneller Verbindung am besten von überall auf der Welt...Solche Meldungen schocken mich jedoch immer wieder; sind derartigen Betrügern durch das Internet Tür und Tor geöffnet?? Kann das sein, dass wir bereits dermaßen transparent sind und wir es selbst nicht einmal mehr merken? Es ist wichtig auch die Kehrseite zu betrachten. Man gibt immer mehr von sich preis. Dies kann jedoch eben auch missbraucht werden. Ich denke, jeder sollte sich das mal vor Augen führen, denn ich bin der festen Überzeugung, dass wir das einfach nicht mehr merken.

Mehr zu dem Thema auch bei:
www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1068598

heute bekam ich zwei die zu poslbamk.de zeigten. da hat wohl jemand beim typografie-unterricht aufgepasst

Jetzt kommentieren


Geben Sie die Zeichen ein, die Sie im obigen Bild sehen.

Digitaler Frischfisch

Der interaktive Konsument revolutioniert das Marketing. Ein Blog von SinnerSchrader.

TwitterCounter for @fischmarkt
Fischmarkt on Facebook