Ebay 2.0

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Etsy Etsy is Ebay 2.0, meint Michael Arrington. Oder auch: P2P-Commerce with Tagging. Schade, dass P2P-Commerce dem an deutsche Sprache gewöhnten Ohr etwas seltsam klingt. Sonst hätte der Begriff die Chance, im nächsten Jahr Karriere zu machen.

Etsy ist bis jetzt eine Plattform für Handgemachtes, agiert also in einem Nischenmarkt. Aber denken wir uns diese Einschränkung einmal kurz weg, dann ist Etsy tatsächlich so etwas wie Ebay meets Web 2.0.

Tagging löst elegant das Problem der bei Ebay an allen Ecken knarzenden Ontologie. Natürlich gibt es trotzdem die gewohnten Kategorien und Powerseller-Shops. Sehr nett, wenn auch nur begrenzt nützlich ist die Zeitmaschine - sie zeigt an, was gerade aktuell eingestellt wurde.

E-Commerce 2006 wird viel mit Design und User Experience zu tun haben. Oder wie Robert Basic es formuliert

Was Flickr.com gestern war, wird Etsy.com morgen sein.

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Sozialer Kommerz von Fischmarkt zu 9.05.06 11:56

Noch zwei Tage.Gestern habe ich mich fast den ganzen Nachmittag durch Tausende von Mails gewühlt, um allerlei Ummeldungen ("statt Herrn X kommt jetzt Frau Y") und dergleichen sauber in eine Tabelle zu übertragen. Als ich damit fertig war, habe ich... Mehr

4 Kommentare

bist Du der Meinung, daß sich solche Modelle auch auf dem deutschen E-Commerce Markt (Shops...) gut machen würden oder ist das too bleeding edge?

Aus Dienstleistersicht muss man wahrscheinlich sagen: Dafür fehlt potentiellen Auftraggebern der Mut.

Machbar wäre es. Wie Etsy sich auf die Nische des Handgemachten konzentriert (und später sicherlich expandiert), könnte ein Pendant zunächst auf dem deutschen Markt starten und anschließend ins Ausland gehen.

Das geht. Siehe openBC.

gerade zum letzten Punkt, der Expansion ins Ausland, gibt es heute schon auch kleinere Anbieter, die bereits in ihrer Frühphase und nicht unbedingt in der Größenordnung eines OpenBCs ins Ausland gehen. Ich kann jetzt schlecht beurteilen, ob das ein Trend ist oder ich zufällig nur solche Machertypen kenne, die nicht lange fackeln.

Etsy wäre mE zwar ein gewagtes Experiment in Deutschland, eventuell mit etwas weniger Zutaten (wie zB die Timeline), aber letztlich hinsichtlich Bedienbarkeit und Auffindbarkeit der gewünschten Ware allemal auf der Word to Mouth Skala recht weit oben angesiedelt bei den Usern. Hängt letzlich einerseits vom Warenkorb und dem Mut des Inhaber ab.

Dafür haben Deutsche überhaupt nicht die Eier. Und wenn so was in Deutschland auch nur ansatzweise gedacht würde, würde es es nicht bis auf den Beamer in einen Konfi schaffen. Und falls es dann doch umgesetzt würde, würde es nicht so aussehen.

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