Google meint es ernst

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Automobile "Zur URL automobile.de wurden keine Informationen gefunden", meldet Google auf Fischmarkt-Anfrage. Wer ist automobile.de? Keiner der großen Automärkte im Internet. Sondern eine Website, die schon in der Browserkopfzeile mit aufgereihten Schlüsselbegriffen grüßt.

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Mit Brückenseiten, die nichts als Keywordkolonnen enthalten (ein Beispiel bei Matt Cutts), hat sich automobile.de jetzt aus dem per Google erreichbaren Teil des Universums katapultiert, meldet E-Market. "Gute Zeiten für mehr Informationsqualität im Netz, schlechte Zeiten für SEO-Spammer", kommentiert PR-Blogger Klaus Eck.

Wenn ich bei dieser Gelegenheit einen Wünsch äußern dürfte: Buchrezensionen im Web warten schon lange darauf, per Google gefunden zu werden. Was ich indes finde, sind seitenweise Listen der diversen Buchversender. Gäbe es nicht den Perlentaucher, die SZ-Mediathek oder Technorati, dann sähe es ganz düster aus.

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Die Automobilbranche ist für Werber so etwas wie die Königsdisziplin für Sportler. Kein Wunder also, dass höchste Aufmerksamkeit auch auf dem liegt, was Autohersteller und -händler im Web treiben. Jetzt hat es BMW erwischt. Die weiß-blaue Websit... Mehr

4 Kommentare

Der neutrale Beobachter fragt sich nun, was die im Beitrag aufgeführte SZ-Mediathek mit der Website von Perlentaucher gemeinsam hat...

Oder anders herum gefragt, was hat die SZ-Mediathek nicht mit diversen Buchversendern gemeinsam.

Die Antwort sollte eigentlich ein Blick auf die Kundenliste von Sinner & Schrader geben. Dort findet man, dass die SZ-Mediathek (deren Website, die im übrigen v.a. bei Google gefunden wird) einen Shop zum versenden von Büchern hat.

Gut beobachtet! Was die SZ-Mediathek von anderen Buchversendern unterscheidet, ist der Zugriff auf die Rezensionen des SZ-Feuilletons. Mehr noch: Bei der Suche erscheinen Bücher, die von der SZ rezensiert wurden, als relevante Ergebnisse. Zum Beispiel hier: http://sz-mediathek.sueddeutsche.de/mediathek/shop/search/SimpleSearchRH.do?searchTerm=merkel

Ich kenne keinen anderen Medienversender mit ähnlichen Möglichkeiten. Und der Perlentaucher fasst die Rezensionen ja auch nur kursorisch zusammen.

So viel zur Werbung in eigener Sache. Aber irgendwie muss sich der Blog ja auch langfristig rechenen ;-)

Danke für die Aufklärung und Entschuldigung, dass ich das nicht direkt erkannt habe.

Ach ja die Zeit macht das ohne Verlinkung zum eigenen Shop und lässt dem Nutzer die freie Wahl, wo und ob er das Buch kaufen möchte.

Sind damit die Zeit Rezensionen eventuellen neutraler? Will die SZ mich mit Ihren (nicht mehr neutralen) Rezensionen zum Kauf verführen. Will die SZ mich zum Baummörder ungelesener Bücher konvertieren?

Spass bei Seite... die SZ-Mediathek ist ganz nett, auch wenn vielleicht nicht ganz so einzigartig wie proklamiert.

Also, eine Entschuldigung hätte ich jetzt nicht gleich erwartet. ;) Der ganze Fischmarkt ist Werbung in eigener Sache. Ich bin nicht neutral.

Mir geht es in diesem Fall um innovative E-Commerce-Konzepte. Die FAZ hat neben ihren Rezensionen auch Links zu ihrem Shop (einem Libri-Klon), aber eben keine Rezensionen im Shop selbst - dort ist der Nutzer dann wieder allein bei der Suche. Siehe http://faz.libri.de/ (ist gerade mal ausgefallen).

Amazon produziert eigene Rezensionen und lässt produzieren, aber dort gibt es (natürlich?) keine Rezensionen der großen Tiere im Zeitungsgeschäft.

Aus Nutzersicht ideal wäre natürlich ein Buchshop mit allen relevanten Rezensionen, aber ich fürchte, die großen Zeitungsverlage werden Amazon keine brauchbaren Preise für eine solche Zweitverwertung anbieten oder um ihre Qualitätsmarken fürchten.

Digitaler Frischfisch

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