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Das wird auch Qype interessieren: Bei Google Local können Werbekunden in den USA, Kanada und UK jetzt auch Anzeigen direkt im Kartenmaterial buchen. [Screenshot von Google Blogoscoped]

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Halb drei am Vortag des 1. April 2006 - was hatten wir bis jetzt?

Nachträge vom 31. März:

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Deshalb ruht morgen für einen Tag der gesamte E-Commerce in Deutschland. Der Grund:

Der deutsche Internethandel soll ein einheitliches Shopping- und Bezahlsystem bekommen.
Doch lest selbst.

Interactive-Agenturen: Gebt jetzt Gas!

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Bernd Michael, der nach seinem Ausscheiden aus allen Grey-Ämtern sichtbar entspannter pointiert, schrieb auf dem gestrigen New Media Award den Interactive-Agenturen einen knackigen Drei-Punkte-Schlachtplan ins Stammbuch:

  1. Macht Euch zum Freund der Marketing-Controller! Ihr habt richtig gehört: Effizient und Media werden die Kommunikation künftig stärker prägen als je zuvor. Und mit dem Thema Messbarkeit habt ihr den heiligen Gral in der Hand.
  2. Arbeitet an der Verständlichkeit Eurer Sprache! Wenn Ihr Vorstände überzeugen wollt, sprecht klares, einfaches Deutsch -- kein Buzz.
  3. Sagt den jungen Kreativen in den Werbeagenturen, dass sie sich in der Tür geirrt haben. Kreativität entsteht heute aus dem Online-Kanal, nicht aus dem 30-Sekünder.

Wenn er selbst noch mal 25 wäre, würde er heute in eine Interactive-Agentur gehen. Procter & Gamble schickt erst jetzt hunderte von Mitarbeiten in die New-Media-Abteilungen. Sie haben sich das Thema jahrelang sehr intensiv angeschaut: es funktioniert. Und was Procter macht, werde der Rest der Industrie kopieren. Das Spiel beginnt nun wirklich.

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Der tausendste Eintrag im Museum of Modern Betas. Jeder fängt mal klein an.

reinhardspringer.pngAuf einer ganzen Doppelseite in der Horizont erklärt Reinhard Springer die Welt des Marketings. Köstlich. Muss ich erklären, wer Reinhard Springer ist? Sein legendäres Interview in der w&v sagt alles. Das hängt ihm bis heute nach, wie er jetzt bekennt:

Dank einer Schlagzeile, in der es hieß, dass ich die Abschaffung der Marketingabteilungen fordere, mussten mich diese Leute fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Mein Statement wurde nicht als konstruktive Provokation angesehen, sondern hat Angst geschürt. Daran sehen Sie, wie dünnhäutig das Marketing heutzutage ist.
Seinen Rückzug aus der Markenberatung reinhards erklärt er mit fehlender Energie:
Wir erleben gerade eine Eiszeit der Innovation. Um dieses Eis zu schmelzen, brauchst du jede Menge jugendliche Hitze. Die habe ich aber nicht mehr.
Springer hat den Innovationsantrieb lokalisiert: Die Inspiration der Zukunft wird aus dem Online-Business kommen, sagt er. Und:
Klassische Werbeagenturen werden aussterben wie die Postkutschen. Darum finde ich die Symbiose von S&J und E7 auch so wichtig. Ansonsten sehe ich zwei Kategorien von Dienstleistern: Zum einen die echten Partner in der Markenführung, die mit Fachwissen, Erfahrung und Überzeugung für den Erfolg einer Marke kämpfen. Zum anderen die Helfer, die von der Regalnase über Events bis hin zu Direct-Mails an der Umsetzung des Markenauftritts mitarbeiten.

Mehr als 300 Web-2.0-Sites in 38 Kategorien, 21 Interviews mit den Gründern der Preisträger - die Web 2.0 Awards bieten eine Menge Futter für alle Web-2.0-Enthusiasten (und für Kritiker gleichermaßen, sofern sie wissen wollen, wovon sie reden).

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Irgendwie bezeichnend: In der Kategorie Marketing gibt es keine Preisträger, sondern nur lobende Erwähnungen für Opinity, Root und Your Elevator Pitch. Bei Retail gewann Etsy vor threadless und wists. Dazu ein Interview mit Robert Kalin von Etsy:

We want to create new ways to shop that are only possible using the Web as a medium. The industrial revolution and consolidation of corporations are making it hard for independent artisans to distribute their goods. We want to change this.
Der E-Commerce residiert in einer Sammelkategorie mit Business und Money (Gewinner: LinkedIn, Basecamp und Sidejobtrack). Lobend erwähnt wird hier Shopify, deren Blog ich auch den Hinweis auf die Awards verdanke.

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Harald Schmidt hat jetzt einen RSS-Feed. Wurde aber auch Zeit.

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Pete Cashmore wirft einen erfrischenden Blick auf MySpace (das, wie wir letzte Woche gelernt haben, mit gerade mal 150 Servern auskommt) als Web-2.0-Phänomen.

Despite being a centralized site, it’s showing many characteristics of the decentralized web.
MySpace, so seine These, war eine wesentliche Ursache für das exponentielle Wachstum von YouTube - obwohl MySpace seinen eigenen (weniger überzeugenden) Video-Service bietet und zeitweilig sogar YouTube blockiert hatte.

Diese Beobachtung führt in den Kommentaren zu einem interessanten Gedanken, ausgesprochen von Lawrence Coburn:
Given YouTube’s success in using the MySpace community for distribution, the question for every other social web entrepreneur should be: “How else can we feed the MySpace beast?”
Lawrence Coburn ist übrigens Head Geek von RateItAll, einer Meinungs- und Bewertungsplattform, die schon seit 1999 existiert (und wahrscheinlich deshalb auf den ersten Blick wie Web 1.0 aussieht).

Seit geraumer Zeit schon testet Microsoft eine Werbeplattform, die gegen Google AdWords und Yahoo Search Marketing (vormals Overture) antreten soll. Aus dem, was bis jetzt bekannt ist, ergibt sich noch kein klares Bild.
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Ein adCenter Pilot läuft bei MSN Advertising - Registrierung erforderlich, nur ausgewählte Teilnehmer. Das adCenter Blog hält die Pilotwerbekunden auf dem Laufenden. Deren Anzeigen sind bei Windows Live Search und bei MSN Search zu sehen. Microsoft ist gerade dabei, den Anteil der bislang von Yahoo vermarkteten Keyword-Werbung zu verringern.

Als Alleinstellungsmerkmal betont Microsoft insbesondere das demographische Targeting:

For some advertisers, exposure is not the only thing they are looking for. Some are looking for exposure to the right audience. For instance, if you sell running shoes, you want an audience who is interested in running shoes to see your ad and take action, which may result in the audience clicking on your search ad, visiting your web site, and buying a pair of running shoes. [...]

While most existing search engine services count the number of clicks your ad receives, it is important to also know as many demographics of those individuals clicking on your search ads. The in-depth reports revealing specific details about the audiences behind the clicks have either been unavailable or cost thousands of dollars to purchase from a third party source. MSN believes audience data is essential to planning and maintaining successful search marketing.
Unklar ist, wie Microsoft dieses Versprechen einzulösen gedenkt. Ein paar Hinweise dazu gab es vor zwei Wochen in einem Reuters-Artikel:

Microsoft officials said adCenter provides advertisers with demographic data to better target customers with projections about the search user's age, sex and location. Eventually, the company wants to integrate projections about the user's wealth, preferences and online behavior patterns.

"Woher kennt Microsoft Geschlecht und Alter seiner Nutzer?", fragte finanso.de schon im Herbst - und hatte die nun bei Reuters zu lesende Antwort schon geahnt:

Backed by registration information obtained from 230 million e-mail accounts and 205 million instant messaging users, Microsoft said that database allows it to provide more accurate projections than Google or Yahoo.

"Ich bin gespannt, wie die Öffentlichkeit darauf reagieren wird", schrieb finanso.de seinerzeit. Dem schließe ich mich an.

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Auf einer Pressekonferenz hat arena heute einige Details zum Bundesliga-TV ab Sommer annonciert.

Ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren, daß große Unternehmen ihr Heil in noch mehr Größe sehen. Mir fehlt bei all den Visionen der Internetvisionäre das Wesentlich(st)e: Semantik oder auch: Relevanz.

Seit dem vergangenen Jahr ist der 62 Jahre alte Mathematiker Vinton Cerf als „Chief Internet Evangelist” bei der Suchmaschine Google für die Visionen zuständig. Seine Lieblingsvision ist die totale Vernetzung, die weit über Internetrechner hinausgeht. „Geräte aller Art werden künftig zusammenarbeiten. Ein Beispiel: Wenn ich in einem Auto sitze, kann die Antwort auf die Frage, wo die nächste Tankstelle ist, nur im Zusammenspiel vieler technischer Geräte erfolgen: Mein Handy verfügt über ein Spracherkennungssystem und ist mit dem Internet verbunden. Mein Auto ist mit einem Satellitennavigationssystem ausgestattet und besitzt eine Internetadresse, so daß mein Aufenthaltsort bestimmbar ist. Dieser Ort wird an einen Internetrechner übermittelt, der als Antwort eine Landkarte mit dem Weg zur nächsten Tankstelle zum Auto sendet”, beschreibt Cerf die Zukunft des Internet. Doch damit ist noch nicht Schluß. Auch Gegenstände aller Art, die mit Funketiketten (RFID) ausgestattet sind, können schon bald zum Internet gehören.
Quelle: FAZ

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Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich von Singvogel + Muchovsky bis jetzt nichts gehört habe. Aber was sie heute für Sixt (bekanntlich Kunde bei Jung von Matt) auf die Füße gestellt haben, ist beachtlich: Ganzseitige Tageszeitungsanzeigen für den neuen Autovermieter gibsnisch ("Noch günstiger als Sixt"). Und eine geniale Website. Ganz großes Tennis.

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Today I learned from a trusted source that Apple is poised to make history next Saturday when it unveils the worlds first advertisement that can be seen from space. [boakes.org]
Na klar. Schon mal auf den Kalender geschaut? Sonnabend, 1. April 2006.

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Am 15. und 16. Mai findet in Toronto, Kanada, die Web-2.0-Konferenz mesh statt. Unter den Sprechern sind Om Malik (gigaOM.com), Steve Rubel (Micro Persuasion) und Stowe Boyd. Zur Zielgruppe gehören Marketing-, PR- und Medienleute, Unternehmer, Investoren und Softwareentwickler, Akademiker, Politiker und sonstwie politisch Aktive.

Ein Kongressprogramm gibt es noch nicht, aber eine eindrucksvolle Sponsorenliste und natürlich ein Blog. Schön auch dies:

why is it happening?

mesh is happening because five people with an enthusiasm for the Web and all the next-generation things happening around us decided an event like this one had to take place in Toronto. Events connecting Web ideas and leaders of the future are going on everyday around the world - Geneva has LIFT, Paris has Les Blogs, New York has BlogOn – and now Toronto has mesh so we can be part of the Web 2.0 conversation.

Let's connect, share and inspire... let's mesh.

Und wer nicht nach Kanada reisen möchte, der kann sich schon mal den 11. Mai in Hamburg vormerken. Mehr dazu in den nächsten Tagen auf dem Fischmarkt.

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Matthias Schrader und André Jonske sprechen auf der Fachtagung Online Marketing Trends über On-Demand-Marketing.

Die Themen:

  • Online Marketing Trends 2006
  • Wichtige Daten ermitteln und sinnvoll nutzen
  • Bringt mehr Technik bessere Ergebnisse?
  • Echtzeit- vs. Langzeitoptmierung
Die Termine:
  • 28.03.2006 in Hamburg
  • 30.03.2006 in München
  • 03.04.2006 in Frankfurt am Main

Zu den Umständen, die Fluggäste am meisten hassen, gehört das Schlangestehen an Flughäfen. Da vergeht wertvolle Reisezeit und verlängert sich die letztlich entscheidende Zeit von Tür zu Tür - und wozu? Damit eine freundliche Servicekraft eine Bordkarte ausdruckt und dem Fluggast in die Hand drückt.

Das kann der doch auch selbst. Immer mehr Fluggesellschaften führen deshalb den Check-In per Internet ein. So auch die Billigflieger. easyjet annonciert heute:

Die Einführung von Internet Check-in ist an den drei deutschsprachigen Basen Berlin, Dortmund und Basel erfolgreich abgeschlossen. Seit diesem Monat können alle Passagiere, die nur mit Handgepäck reisen, ihre Bordkarte bequem am Computer ausdrucken und müssen sich nur noch 15 Minuten vor Abflug am Gate einfinden. Fluggäste müssen sich auch nicht wie bei anderen Fluggesellschaften kurz vor Abflug noch ein zweites Mal im System anmelden, sondern erhalten ihre Bordkarte bereits während der Buchung.
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Anfang März hatte Hapag-Lloyd Express (HLX) als erste deutsche Low-Cost-Airline den Internet-Check-In angekündigt. Start ist am 1. April. Zuvor hatte easyjet mit der Einführung begonnen (und das ebenfalls angekündigt). Ryanair war wiederum Anfang des Jahres mit einer Ankündigung für Mitte März an die Öffentlichkeit gegangen. Die Pioniere des Internet-Check-In waren jedoch große Full-Service-Carrier.

Dass das Thema nicht ganz ohne ist, zeigt übrigens dieser Erfahrungsbericht.

Martin Röll prägt einen bösen, aber irgendwie treffenden Begriff: Primitivinternet.

Manche glauben, dass Menschen vor allem durch Neugierde und Macht- bzw. dem daraus resultierenden Selbstdarstellungstrieb angetrieben sind. Sie möchten Neues, Interessantes finden und sich selbst darstellen. Sie wollen das Vertrauen und die Anerkennung der anderen und sichtbare Symbole, die ihren Status repräsentieren.

Sie werden deshalb Teil einer "Community", das ist hier: eine technische Plattform im Internet, in der sie das finden und in der es ein System des Aufstiegs im "Trust", das ist das technisch ausgedrückte Vertrauen der anderen in einen, gibt. [...]

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Das ist das Primitivinternet. Es gibt das schon lange, aber jetzt ist mir das richtig klar.

Es gibt die: die, die auf den Plattformen leben, die Reputation-Points sammeln, die gierig die von den Viral-Marketers geseedeten Clips replizieren und weiterschicken (hurra! Wirtstiere!), die jede noch so dumme Frage auf COSMiQ beantworten, um Punkte, Reputation, Trust oder wasauchimmer zu sammeln oder auch einfach nur die Zeit totzuschlagen. Es gibt sie.

In der Tat. Aber sind sie die bevorzugte Zielgruppe für das Marketing? Wohl kaum (oder jedenfalls nicht generell), meint wohl auch Martin. Doch da gibt es auch noch ein anderes Internet, das völlig andere Züge trägt. Welche Leute findet man dort?

Die, die nur wenig Zeit am Netz verbringen, ganz gezielt, wenn sie was suchen oder kommunizieren wollen. Die im wesentlichen woanders, vielleicht offline, leben, ein richtiges Leben [tm] haben und nicht Mitglied auf einer, sondern auf vielen Plattformen sind. Für die "Community" nicht Software und Plattform bedeutet, sondern menschliche Gemeinschaft. Die Reputation an menschlichen Äußerungen spüren und nicht als Trustpoints messen. Manche von denen haben vielleicht ein Weblog, in dem sie mal schreiben, mal behaupten, mal fragen, mal Information weitergeben, über das sie Leute kennenlernen, Kontakte pflegen, sich selbst "darstellen", naja: Sie leben halt da und dabei stellt man sich fast automatisch dar.

Manche lassen sich durch Bonbons und Trust-Punkte motivieren. Manche sind komplexer.

Nun gut. Das ist jetzt eine übersichtliche Dichotomie zur Veranschaulichung der komplexen Realität. Aber warum nicht? Es sind übrigens Resultate der gestrigen Diskussion in der Labrador Lounge. Erste Bilder bei Lummaland, Behindertenparkplatz und Ringfahndung. Das Foto oben ist von Nico Lumma.

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Der Pirellifilm ist da. Und siehe da: Es kommen auch Reifen drin vor.

arena goes E-Commerce

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Ab 11. August rollt der Bundesligafußball statt bei Premiere bei arena. Bevor es soweit ist, hat der neue Eigner der Pay-TV-Rechte jedoch noch eine Aufgabe zu lösen: Er muss erst einmal Kunden gewinnen, und zwar nicht zu knapp. Dafür setzt die Muttergesellschaft Unity Media auf das Web. Siehe die druckfrische Pressemitteilung der dafür gewonnenen Leadagentur SinnerSchrader Studios:

„Unser Ziel ist klar: Wir wollen in kurzer Zeit sehr viele Kunden über das Web gewinnen“, beschreibt Nakul Dewan, Vice President Marketing Strategy & Communication von Unity Media, die Ausgangslage. „Für diese anspruchsvolle und zeitkritische Aufgabe haben wir uns den Top-Spezialisten in Deutschland ausgesucht.“
Mit dieser web-orientierten Marketingstrategie wird sich arena auch deutlich vom bisherigen Rechteinhaber absetzen, der vor allem auf klassisches Marketing setzt - und von Anfang an mit den resultierenden Kosten zu kämpfen hatte. Im Unterschied dazu gibt arena den Kostenvorteil der Onlinebestellung laut FTD an seine Kunden weiter:
Kunden, die per Web buchen, sollten ein besseres Angebot erhalten, heißt es.
Mehr über die Details werden wir am Montag wissen, wenn arena zur Pressekonferenz lädt. Seit gestern ist bekannt, dass TBWA die klassische Kommunikation betreut.

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Auf drei vollen Seiten plus Titel berichtet unser Leib- und Magenblatt Internet World über Social Commerce. Sehr schöne Geschichte. Vom Cluetrain Manifesto über Jochen Krisch bis zu den üblichen Bedenkenträgern aus deutschen Landen ist wirklich alles dabei:

"Ich würde sagen, das ist Feuilleton-Commerce", bringt es Matthias Ehrlich, Vorstandsvorsitzender des Web.de-Vermarkters United Internet Media, auf den Punkt. "Die Internet-Branche hat schon mal Schiffbruch erlitten, indem sie jede Laboridee als machbar, sinnvoll und den letzten Schrei bewertet hat." Seiner Meinung nach würden sich beispielsweise Weblogs als Verkaufsplattform nur bedingt eignen, da Verkaufen unter fremden Menschen der Sicherheit durch Formalisierung und Branding bedarf. Auch Datenschutzthemen seien extrem wichtig. "Wir brauchen Shopping-Plattformen, die eine Führung haben und hinter der eine Marke steht, und das ist der große Vorteil von Web.de", betont er.
Klingt schon ein wenig wie eine ungesunde Mischung aus Ignoranz und Pfeifen im Walde. Zitieren wir zum Vergleich den Geschäftsbericht [PDF] der Web.de AG (heute Combots AG) für das Jahr 2004:
Der Bereich E-Commerce beinhaltet Transaktionserlöse im Rahmen von Direktmarketingaktivitäten, bei denen WEB.DE als Intermediär an den Umsatzerlösen der vermittelten E-Commerce-Umsätze partizipiert. Die Umsatzerlöse im Bereich E-Commerce lagen im Geschäftsjahr 2004 bei 4,3 Millionen Euro (nach 6,3 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2003 und 3,8 Millionen Euro in 2002). Das E-Commerce-Geschäft von WEB.DE erwies sich damit in 2004 wiederum als sehr volatil.
Ich mag mich irren, aber nach einem Riesengeschäft sieht das in meinen Augen nicht aus. Eher nach - immerhin - 10 Prozent Umsatzanteil (Gesamtumsatz von Web.de im Jahr 2004: genau 43 Millionen Euro). Zum Vergleich mag Spreadshirt dienen, das inzwischen 225 Mitarbeiter beschäftigt (und damit vermutlich etwas mehr als 4,3 Millionen Umsatz macht - nämlich rund 8,7 Millionen Euro im Jahr 2005).

Aber weiter im Text:
Christoph Röck, Geschäftsführer des Shopping-Portal-Herstellers Pangora, einer Tochter von Lycos, ist ähnlich skeptisch, was den Erfolg solch dezentraler Shop-Systeme in Deutschland betrifft. "Der amerikanische Markt funktioniert anders als der deutsche, allein schon aufgrund der schieren Masse an gleichsprachigen Internet-Nutzern", ist er überzeugt. Das bedeutet im Klartext, dass auf einen Weblog mehr Leser kommen und damit auch mehr potenzielle Käufer.
Alles richtig - aber trotzdem falsch gedacht. Deutschland ist Ebay-Land No. 2 (nach den USA). Dass dem so ist, hat viel mit dem kollektiven Dauerwinterschlaf zu tun, aus dem die hiesige E-Commerce-Branche gerade erst erwacht ist.
Auch von der Idee, auf privaten Homepages Freunden und Bekannten die eigenen Lieblingsprodukte zu verkaufen, hält der E-Commerce-Profi gar nichts: "Wie oft gehen Sie auf die Seiten Ihrer Freunde, um sich über Neuigkeiten zu informieren?", fragt er.
"Schonmal Spreadshirt angesehen?", frage ich zurück.

google_desktop3_01.pngGerade Google Desktop für Unternehmen Version 3 in der nagelneuen deutschen Version installiert. Nach dem Reboot (ich bin ja lernfähig) sieht die Sidebar ziemlich kaputt aus. Und in der Taskleiste lässt sich gar nichts eingeben. Ich starte den Rechner gleich nochmal und berichte weiter.

Microsoft Desktop Search ist übrigens immer noch nicht mit dem Index fertig.

Nachtrag: Mehrere Reboots, eine De- und eine Neuinstallation später ist alles fein. Der neue Desktop macht, was er soll. Zunächst mal indiziert er alles neu. Aber der alte Index steht derweil auch noch zur Verfügung.

Malte Blumenthal live aus Vegas vom zweiten Tag der mix06:

Früh am Morgen zeigt uns Joe Belfiore den neuen Mix. Mit der totalen Vernetzung und seinem Präsentationstalent zieht Belfiore uns alle in seinen Bann.

Nachdem in den letzten Monaten bekannt wurde, dass die Xbox 360 und Windows (MCE) sich gut verstehen werden, wird aus dem Mediaplayer das Microsoft-Media-Herz. Der Mediaplayer spielt auf dem PC oder im Mediacenter sämtliche Medien ab, vernetzt sich mit der Xbox und synchronisiert sich natürlich auch mit mobilen Endgeräten, sehr gerne z.B. mit Windows Mobile 5.

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Um all diesen Mediendaten Herr zu werden, wird es State-of-the-Art-Sortier- und Suchfunktionen geben. DVD-Wechsler werden nun auch unterstützt. Sehr gut hat mir die neue Musiksortierung nach 70's, 80's, 90's gefallen. Ich persönlich begrüße es, dass Microsoft nun endlich auch die eifrigen Broadband-Sammler & -Jäger unterstützt, die doch heute nicht mehr wissen, was sie gestern runtergeladen haben. Inwieweit da das neue DRM-System einen Strich durch die Rechnung macht, werden wir sehen.

Eins ist aber klar: 2006 - das Jahr, in dem das Mediacenter kam. Das Mediacenter wird aus seinem Dornröschenschlaf erwachen, integriert in zwei von fünf Vista-Versionen, kombiniert mit der neuen Xbox. Wir können in den Wohnzimmern schonmal Platz machen und darüber nachdenken, wie hier die zukünftigen Webanwendungen aussehen werden...

Was bisher geschah:

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Was ist das? Es ist kein Shop, aber man kann trotzdem verkaufen. Es ist kein Portal, aber man findet sich trotzdem zurecht. Es ist eine ernsthafte Shoppingplattform, aber der Spaß kommt trotzdem nicht zu kurz.

"So Zeug: selbstgemacht" ist eines der faszinierendsten Konzepte überhaupt. Angesiedelt irgendwo zwischen Anzeigen-Börse und Etsy-Basar.

Vorschusslorbeeren von Jochen Krisch. Jetzt online, meldet das zugehörige Blog.

Bevor sich unser Sonderkorrespondent in Vegas dem wohlverdienten Nachtschlaf hingab, übermittelte er uns noch einige erste Eindrücke, "schnell & dreckig aber frisch!"

Ich verstehe immer noch nicht, wie es Microsoft schafft, so viele Menschen mit Zukunftsthemen zu beschäftigen, die keinen Cent Umsatz machen, und trotzdem wirtschaftlich so erfolgreich zu sein. Dafür bewundere ich den Laden zutiefst.

Bill Gates ist ein schlechter Sprecher. Bill Gates ist ein sympathischer, irgendwie rein und jung wirkender Mensch.

Las Vegas ist einfach nur crazy (diplomatisch ausgedrückt). Bis jetzt hatte ich nicht eine Stunde Zeit, neben der Konferenz, dem Versuch zu arbeiten, dem Kampf mit 12 Stunden Zeitverschiebung (wenn ich wach sein muss, bin ich müde - wenn ich schlafen soll, bin ich hellwach) Las Vegas zu bewundern.

Mit der Adaption des Vernetzungs-Gedankens in die neuen Microsoft-Technologien ergeben sich in den nächsten Jahren sehr, sehr spannende Möglichkeiten. Auf einer reichweitenstarken Basis, weil halt Microsoft. Die gezeigten Beispiele sind hier sehr technisch geprägt ("schau mal, das funktioniert"). Aus Business-Sicht noch nicht so sehr überzeugend.

Myspace ist auch hier. Unglaublich, die haben eine Server-Farm von "nur" 150 Stück und sind die reichweitenzweitstärkste Seite im Internet. Besonders im Bereich Personalisierung entwickeln sie zur Zeit mit Atlas & Ajax. Hier geht es um Drag & Drop für personalisierten Content. Sehr überzeugend.

Microsoft baut an einem Ad-Center, was wohl eine Full-Service-Plattform für Werbung (noch online) werden soll. Theoretisch sehr spannend, praktisch wird es wohl noch dauern, bis es so einfach ist wie Aktien kaufen: mal eben Zielgruppe auswählen, Preislimits fürs SEM einstellen, etc. und fertig ;-)

Wichtige Stichworte sind: Beyond the Browser, Vernetzung von Applikationen und Services, Ajax & Atlas, sehr viel Mobile!

Einige Einblicke in Smartclients für Endkunden konnte ich z.B. von BBC und North Face sehen. Ich bin auf weitere sehr gespannt.

Schnell sitzt man in einer Session, in der über APIs und Workflows philosophiert wird... ;-) Wenn es dann eigentlich 5 Uhr AM in Old Europe ist, werden die Augenlider sehr, sehr schwer.

Malte Blumenthal, Geschäftsführer der SinnerSchrader Studios, weilt derzeit in Vegas und berichtet für den Fischmarkt von der großen Microsoft-ShowKonferenz mix06. Hier sein erster Bericht:

Passend zum noch immer noch neuen Jahrtausend und zum erneuten Webboom lädt Microsoft ein: zu 72 Stunden Austausch rund um die Zukunft des Internets, rund um alles, was wir und inzwischen auch Microsoft Web 2.0 nennen.

Die erste Erkenntnis ist ernüchternd: Das Grundversorgungsproblem des Überall-Internets wurde noch immer nicht gelöst. Wo eigentlich dynamische, vorwährtsstrebende junge Menschen durch die pompösen Gänge des Venetian eilen sollten, kauern eben diese verzweifelt am Boden und buhlen um die wenigen Netzsteckdosen des 275-Millionen-Dollar-Paradieses. Ist das die Zukunft? Schlaue Venture-Capitalisten werden in Zukunft sicherlich häufiger auf Brennstoffzellen-Messen zu treffen sein.

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Zurück zur Zukunft. Vernetzen ist das Schlagwort, und über Konvergenz darf man auch wieder sprechen: Konvergenz von Plattformen, Devices, Netzen etc. Mit den neuen Versionen von Windows (Vista) und Office (12) wird dem Internet (Webservices) massentauglich die Tür aller Windows-PCs geöffnet. Der Siegeszug des Internets schreitet voran, nun auch bis in die Moleküle unseres Betriebsystems. Wo früher noch ein Browser notwendig war, bedienen sich morgen unsere Anwendungen selbständig aus dem Internet.

Und da der PC darauf drängt, vom Schreibtisch ins Wohnzimmer zu kommen, um dort vernetzt alle wichtigen Kommunikations- und Medienbelange des Lebens zu übernehmen, scheint dies eine rosige Zukunft für die gesamte ITK-Branche zu werden. Besonders für Microsoft.

Fragt die Welt am Sonntag von gestern und gibt eine plakative Erklärung:

Der bisherige Internet-Nutzer klickt sich abends für ein, zwei Stunden durch das Netz, besucht seine Favoritenseiten und konsumiert eher passiv die Inhalte. Der Nutzer des neuen Web 2.0 dagegen ist aktiv, verändert die Inhalte und stellt eigene in das Netz.
Wie sie das machen, erläutert die WamS anhand einiger bekannter und weniger bekannter Web-2.0-Anwendungen. Die genannten Beispiele in der Reihenfolge des Auftritts:

Letzte Woche bekam der Fischmarkt Post von Tchibo:

From: Tchibo Newsletter [mailto:Newsletter@tchibo.de]
Sent: Thursday, March 16, 2006 12:41 PM
To: info
Subject: Nur noch bis Montag versandkostenfrei bestellen!

Liebe Frau [...],
 
verpassen Sie nicht unsere Schnupperwochen bei Tchibo.de: Nur noch bis Montag, den 20. März 2006, liefern wir Ihnen Ihre erste Bestellung versandkostenfrei!* Sie sparen 3,95 Euro! [...]

* Nur für Ihre erste Bestellung bei Tchibo direct. Pro Haushalt nur eine versandkostenfreie Lieferung. Der Gutschein ist nur gültig bei einer Bestellung im Internet und gilt nicht für Bestellungen aus dem Tchibo Blumen-Shop.
Warum Tchibo diese Aktion fährt, sollte klar sein. Doch warum kassiert Tchibo überhaupt Versandkosten, wenn auch in eher symbolischer Höhe?

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Die Höhe oder die schiere Existenz von Versandkosten gehört bekanntlich zu den häufigsten Gründen für den Bestellabbruch. Ein echter Warenkorbkiller ist es, den Kunden erst auf dem Weg zur Kasse die Versandkosten mitzuteilen, nachdem er schon seine vollständigen Adressdaten eingegeben hat. Falls die Versandkosten von der Postleitzahl abhängig sind, dann muss die PLZ zuerst abgefragt werden, damit der Kunde den Endpreis kennt.

Dass es auch ohne Versandkosten geht, beweist Amazon seit Jahren. Nach Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Luxemburg und in die Schweiz wird kostenlos geliefert - ab einem Bestellwert von 20 Euro. Nur so kann die Kalkulation aufgehen. Das ist die erste und wichtigste Funktion der Versandkosten: Sie sorgen für eine akzeptable Mindestbongröße, indem sie Kleinstbestellungen mit einem spürbaren Preisaufschlag belegen.

Diese Aufgabe kann bei Waren, die sich preiswert versenden lassen, auch ein Mindestbestellwert erfüllen. Alle anderen Waren liefert auch Amazon nicht kostenfrei:
Ausgenommen sind einige Produkte aus den Bereichen Elektronik & Foto sowie Küche, Haus & Garten und Spielwaren, die wir auf Grund der Beschaffenheit des Produktes und eines damit verbundenen Aufwands nicht kostenfrei liefern können.
Amazons kostenlosen Buchversand ab 0 Euro haben wir der Buchpreisbindung zu verdanken. Dadurch ist die Marge im Buchhandel so groß, dass Amazon davon locker die Versandkosten decken kann. Die Unterdeckung bei Kleinstbestellungen - Bücher für 3 Euro oder weniger - dürfte kaum ins Gewicht fallen.

Wenn die Wettbewerbssituation sich ändert, könnte auch Amazon wieder Versandkosten für Kleinbestellungen einführen. Es gab sie schon einmal, bis Amazon sie zunächst befristet und schließlich dauerhaft wieder abgeschafft hat. Wir werden sehen.

fast.png37signals hat eine harte Obergrenze für die Dauer ihrer Produktentwicklung: dreieinhalb Monate.

Create a simple product as fast as you can, then get feedback from customers and make it better.
So fasst die BusinessWeek in ihrer neuesten Ausgabe die Lektion der schlauen Jungs von 37signals für die Softwarebranche zusammen. Und nicht nur für Softwareentwicklung, sondern für webbezogene Produktentwicklung insgesamt: So gut wie alle erfolgreichen Projekte in der bald zehnjährigen Unternehmensgeschichte von SinnerSchrader waren nach spätestens dreieinhalb Monaten online und wurden dann kontinuierlich weiterentwickelt.
The way to get really good software is to make the simplest thing you can as fast as you can and get reaction, then see where it goes from there.
Meint Paul Graham, aus dessen Feder On Lisp (1993), ANSI Common Lisp (1995) und Hackers & Painters (2004) stammen und der heute einer der Partner der VC-Firma Y Combinator ist.

37signals.png

Ein kurzer Zwischenbericht: Gestern hat die frisch installierte Microsoft Desktop Search erst einmal meinen Rechner lahmgelegt. In meiner notorischen Abneigung gegen Reboots hatte ich nach der Installation auf einen solchen verzichtet. Das war offensichtlich ein Teil des Problems, denn heute früh - mit frisch gestartetem Rechner - läuft alles bestens, obwohl der Index noch nicht fertig ist.

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Die Desktop-Suche macht ein kleines Suchfensterchen in der Taskleiste auf, direkt neben dem direkten Wettbewerber. Eine Sidebar gibt es nicht (oder habe ich sie nur noch nicht gefunden?). Die Ergebnisse erscheinen - wie bei Google - zunächst in einem Popup.

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Und dann gibt es natürlich ein ausführliches Ergebnisfenster mit Vorschauansicht und weiteren Auswahlmöglichkeiten. So lassen sich die Ergebnisse sehr elegant nach Typ filtern - zum Beispiel "nur Termine" oder "nur Attachments".

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Mir fehlt bislang nur die von Yahoo Desktop Search und Lookout gewohnte Möglichkeit, die Suchergebnisse weiter filtern zu können, zum Beispiel nach Absender, Empfänger oder Betreff. Aber da Lookout ja längst in der Microsoft Desktop Search untergegangen ist, sollte ich die Hoffnung vielleicht noch nicht aufgeben.

Mehr Web 2.0 war nie: die Liste. [via Jason Calacanis]

Nachtrag: Bob Stumpel hat die Liste inzwischen aufgeteilt.

Eine knappe Ad-hoc-Mitteilung von gestern, 19.37 Uhr:

ad pepper media teilt mit, dass die Falk eSolutions AG, Moers mit der DoubleClick Inc. in Verkaufsverhandlungen steht. Ziel von DoubleClick Inc. ist, die Falk eSolutions AG vollständig zu übernehmen.
Und warum teilt ad pepper so etwas mit?
ad pepper media hält derzeit eine Beteiligung von 25,1 Prozent an der Falk eSolutions AG.
doublefalk.png
Gefunden bei Dirk Olbertz, der auch gleich eine Interpretation bereit hält:
DoubleClick wird die Falk wohl schließen. Spätestens wenn die letzten Verträge der Falk-Kunden ausgelaufen sind. Und in Deutschland ist wieder Platz für einen zweiten/dritten großen Anbieter von AdServer-Technologie. Die Online-Vermarkter in Deutschland werden sich jetzt gut umschauen müssen, um bei den nächsten Veträgen noch so gute Preise wie jetzt zu bekommen.
Aus der Sicht des Mediaplaners hingegen sieht die Sache etwas anders aus. André Jonske, Leiter von SinnerSchrader Media, hält den Deal für erfreulich, weil er die Standardisierung im Onlinemediageschäft vorantreiben würde. Falk eSolutions sei ein ernstzunehmender Konkurrent für DoubleClick dank einer besseren Technologie, die DoubleClick sich wahrscheinlich ins Haus holen würde. Der Marktvorteil von DoubleClick ist hingegen die hohe Verbreitung auf Publisher-Seite.

Nachtrag: Jetzt meldet auch Golem.

Zweiter Nachtrag: Und jetzt ist es amtlich:
Die Marke "Falk" und die Ad-Management-Plattform "AdSolution" werden nach der Übernahme voraussichtlich sukzessive auf die DoubleClick DART-Lösungen migriert. Dabei soll "das Beste aus AdSolution in die künftigen Generationen der DART-Plattform einfließen", so DoubleClick. Letztendlich soll DART die alleinige Ad-Management-Plattform des gemeinsamen Unternehmens werden.

Was Jochen Krisch schon seit Tagen schreibt, weiß nun auch die Financial Times Deutschland [nur für Abonnenten]. Google Base wird eine Plattform für Einzelhändler.

Googles Europachef Nikesh Arora sagte der Financial Times [Artikel im Volltext], Google wolle, dass Einzelhandelsunternehmen ihre internen Datenbanken mit Produkten und Preisen zur Verfügung stellen. Google würde diese Daten indizieren und die Informationen in Form einer benutzerfreundlichen Suchmaschine zur Verfügung stellen. Den Endkunden würde somit ein virtueller Supermarkt mit verschiedenen Marken angeboten. Auch andere Branchen wie der Immobiliensektor, sind im Gespräch, sagte Arora: „Google Base wird eine enorme Auswirkung auf Einzelhändler haben.“
ftd.pngDie FTD referiert bekannte Basisinformationen zum Thema E-Commerce (große Einzelhändler haben Millionen in eigenen Internetauftritt investiert; Online-Einzelhandel wächst stark; trotzdem verkaufen einige Händler überhaupt nicht über das Internet) und die interessante Einschätzung eines ungenannten großen Einzelhändlers ohne eigene Internetpräsenz: Das Projekt sei interessant, sofern Google auch den Vertrieb arrangieren könne. Der Bericht schließt mit folgender Lagebeschreibung:
Bei Befragungen von 20 der größten europäischen Einzelhändler hat Google ein hohes Maß an Unzufriedenheit mit dem bisherigen Onlineauftritt festgestellt. Mehr als 60 Prozent waren nicht glücklich mit der Entwicklung ihrer Internetgeschäfte. Die Hälfte geht dennoch davon aus, innerhalb der nächsten zwei Jahre den Großteil ihres Umsatzes online zu erzielen.

snarf.pngEigentlich eine nette Idee. Aber leider umgesetzt, wie ich es von Microsoft gewohnt bin: holpriges Interface, ressourcenhungrig und langsam. Die Rede ist von Snarf, dem Social Network and Relationship Finder von Microsoft Research. Anfang Dezember hatte ich das gute Stück installiert. Sein Leistungsversprechen:

SNARF, a complement to e-mail programs such as Outlook, filters and sorts e-mail based on the type of message and the user’s history with an e-mail correspondent. The result: a collection of alternative views of your e-mail that can help you make sense of the deluge.

When launched for the first time, SNARF indexes your e-mail. When indexing is complete, a window with three panes is displayed. The top pane includes a list of people who have sent recent, unread e-mail addressed or cc’d to you. The middle pane includes people who have sent recent, unread e-mail addressed to anyone. And the bottom pane includes all people mentioned in any e-mail you have received in the past week.
An sich ein interessanter Ansatz. Und wäre Snarf besser implementiert, dann würde es sicher ein Hit. Aber in der Praxis verstellen etliche Hindernisse den Weg zum joy of use:
  • Snarf ist langsam. Bei jedem Neustart zeigt es ein hässliches Fensterchen, das die Zahl der Mails hochzählt. Das dauert, kostet Prozessorleistung und RAM.
snarf_status.jpg
  • Snarf indiziert alle Unterordner gleich mit. Wer seine Mail in hierarchischen Ordnern organisiert und bestimmte Ordner (Spam) nicht indizieren möchte, muss diese Ordnung umbauen.
  • Snarf erkennt Automatenmail nicht als solche. Dabei ist Mail, die mir das CMS geschickt hat, unter sozialen Aspekten nicht so richtig relevant.
  • Snarf erkennt auch nicht, dass die gleichen Menschen verschiedene Mailadressen nutzen.
  • Das Interface ist nicht besonders lecker. Es erinnert mich an Windows 3.11. Das muss ich nicht haben.
Der große Vorteil ist nur: Es kommt mit einer Access-Datenbank aus, die gerade mal 269 MB groß ist. Für eine sechsstellige Zahl von Mails geht das in Ordnung.

Trotzdem ist jetzt Schluss mit dem Test. Snarf fliegt gleich von der Platte und macht Platz für Windows Desktop Search Beta. Demnächst auf diesem Sendeplatz: die Desktop-Suche von Google, Yahoo und Microsoft im großen Fischmarkt-Vergleichstest. Soviel kann ich schon verraten: Yahoo ist besser als Google.

Pirelli tritt in die Fußstapfen von BMW. Am 23. März startet ein Internet-Kurzfilm ("The Call") mit John Malkovich und Naomi Campbell in den Hauptrollen. Das Projekt stammt von Leo Burnett Italy und spielt das alte, ewig neue Thema vom Kampf zwischen Gut und Böse. Ort der Handlung ist der Vatikan, Protagonisten sind ein päpstlicher Exorzist (Malkovich) und das personifizierte Böse (Campbell). Ein Trailer ist auf der Website bereits zu sehen.

thecall.png
Pirelli will damit eine neue Generation von Internet-Kurzfilmen starten, die mit den gleichen Mitteln produziert werden wie die großen Hollywood-Filme - anders als die BMW-Filmreihe:

Pirelli says its project, developed by the Leo Burnett advertising agency, goes several steps further. For one, the branding will be unusually subtle, with more Christian crosses than Pirelli P's in the frame. The other automakers' films have featured lingering, loving shots of cars.

"The Call" will be the centerpiece of Pirelli's marketing for several years; and advertising in other media, including print and television, will be built around the Internet film. Pirelli said "The Call" and its associated advertising would account for 60 percent of the company's marketing budget -- a Hollywood-style gamble on one production.

"We're talking about a very important project, not just an 'Internet' project," said Nicola Novellone, chief operating officer at Leo Burnett Italy, a subsidiary of Publicis Groupe. [E-Commerce Times]

Production.com zitiert AdAge mit weiteren Details. Demnach plant Pirelli einen Film pro Jahr.

Das Google Drive ist bestenfalls Alpha, da kommt Amazon schon mit einem ähnlich gelagerten Angebot auf den Markt: Amazon S3 - Simple Storage Service definiert den Webspace neu. Fast ohne Grenzen: Dort gespeicherte Datenobjekte können bis zu 5 Gigabyte groß sein. Kein Grundpreis, kein Einrichtungspreis. 15 US-Cent pro gespeichertes GB und Monat, 20 US-Cent pro GB Datentransfer.

aws.pngAmazon S3 richtet sich an Entwickler, nicht an Endkunden. Vermutlich werden wir in Bälde Speicherdienste sehen, die auf der Amazon-Plattform aufsetzen und das entsprechende Preisniveau an den Endkunden weitergeben. Man vergleiche zum Beispiel mit box.net: Dort gibt es 1 GB Speicherplatz inkl. Traffic kostenlos, 5 GB kosten 4,99 Dollar im Monat. Das gleiche Volumen würde bei Amazon S3 mit 75 US-Cent berechnet und könnte für die übrigen 4,24 Dollar gut 21 Mal herauf- oder heruntergeladen werden.

Für Michael Arrington von Techcrunch würde ein Traum wahr: Better and Cheaper Online File Storage war im letzten Jahr die Nummer Eins auf seiner Wunschliste Companies I’d like to Profile (but don’t exist). Sein Urteil:

S3 changes the game entirely.
Netzspeicherplatz ist definitiv eines der nächsten heißen Themen für die AEG-Troika. Bleibt nur die Frage, wann Ebay mit einem vergleichbaren Angebot auf den Markt kommt - dann wahrscheinlich für Endkunden und Powerseller.


Nachtrag: John Battelle kommentiert:

Anyone who thinks Bezos and Google are not on a collision course is just not paying attention.
Und Pete Cashmore meint:
Amazon’s S3 is a real game changer. [...] The revolutionary element here is that the cost of starting a web-based company is continuing to plummet.

Werbung generiert keine Wirklichkeit - das Internet generiert die Wirklichkeit.
Ein Satz, vermutlich von Gerd Gerken, der gestern seinen 663. Geburtstag feierte. Der einstige Star-Zukunftsberater und -Trendforscher ist offensichtlich unter die Esoteriker gegangen. Auf noesa.com verkauft er Produkte der Alchemie samt der zugehörigen Philosophie. Fulfilness.com ist laut Selbstbeschreibung "eine neue Art der Prävention, ganz ohne Medizin und Arznei". Und Noeterik ist "die Lehre von der Verbesserung des Lebens durch die Nutzung desjenigen Geistes, der das Werden verursacht".


gerken.png

Bis Anfang des Jahrtausends befasste sich Gerken noch mit vergleichsweise handfesten Themen. 2001 erschienen die drei Bände Cyber-Branding, Cyber-Selling und Cyber-Manipulation. Der Metropolitan-Verlag hat seinen früheren Autor inzwischen von der Website entfernt.

Multimedia programmiert das Gehirn der Menschen entscheidend um. Bisher herrscht das Primat der aktuellsten Information. Multimedia tötet Information durch zu viele Information. Es entsteht ein Multiversum, dessen einzige Sprache Magie ist. Wer also in den elektronischen Datenräumen mitreden will, muß Exformation, definiert als "gesagtes Geheimnis", anbieten - und das ist, Magie pur. Dazu braucht man ein völlig anderes Instrumentarium - das der angewandten Spiritualität. Das bedeutet: Wer in den Netzen kommunizieren will, darf keine logischen Botschaften anbieten - keine Information - , sonst redet man an der Realität von Multimedia vorbei.
Gerd Gerken [Telepolis]

Der Fischmarkt hat ein kleines Schwesterlein bekommen: Auf dem Themenblog - jetzt im neuen Look & Feel - behandelt der geschätzte Kollege Mark Pohlmann die kommunikative Seite des Web 2.0. Also weder big fonts and rounded corners noch Ajax oder Warenkörbe, sondern Unternehmen, die zuhören.

themenblog.png
Sein Credo formuliert der bekennende Barista und FAZ-Abonnent in altertümlicher Rechtschreibung:

Wer seinen Kunden auf ihren Märkten nicht zuhört, wird von ihnen nicht wahrgenommen. An der Fähigkeit der Unternehmen zum Zuhören und ihrer Kultur, Kunden in einen aktiven Dialog hineinziehen, bemißt sich das Maß der Identifikation ihrer Kunden und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Der Markt für Web-Analytics-Werkzeuge ist nach wie vor sehr fragmentiert. Das macht die Auswahlentscheidung nicht eben leichter. Etwas Licht ins Dunkel bringt eine aktuelle Untersuchung der Berliner Beratungsagentur Ideal Observer, die insgesamt 73 Lösungen genauestens unter die Lupe genommen und ein Ranking erstellt hat.
ideal_observer.png
Auf Platz 1 kam zur Überraschung mancher Branchenkenner SAS Web Analytics.

Das Interface ist oft nicht so elegant wie das der Mitbewerber, ist aber immer gut bedienbar und frei konfigurierbar. Die Flexibilität des Datenimportes und die Analysemöglichkeiten werden von den anderen Lösungen deutlich nicht erreicht.
Auf den Silber- und Bronzerängen folgen Coremetrics Online Analytics und WebSideStory HBX Analytics.
Diese beiden Lösungen sind, bleibt man bei Anbietern, die sich allein auf Web Analytics konzentrieren, deutlich die besten. Beide haben in den letzten zwei Jahren enorme Fortschritte in der Anpassung an die Bedürfnisse der Nutzer der Systeme einerseits und der Integration wichtiger Bereiche andererseits gemacht.
Der Autor der Studie, Frank Reese, hat den Markt in drei Segmente aufgeteilt: 16 Produkte aus dem High-Level-Bereich (monatliche Kosten höher als 1.000 Euro), 35 Lösungen für mittlere Budgets (monatlich zwischen 100 und 1.000 Euro) und 22 Low-Cost-Tools.

Google Analytics? Platz 26.

Siehe auch: Marketing treibt Web Analytics

Man stelle sich einen Supermarkt vor, in dem die Hälfte aller Kunden ihren gefüllten Einkaufswagen einfach irgendwo abstellen und den Laden verlassen. Shopblogger Björn Harste müsste wahrscheinlich neue Packer einstellen, die den ganzen Kram zurück in die Regale schaffen.

Im E-Commerce scheint das ganz normal zu sein. Neben zu hohen Versandkosten und enttäuschten Preiserwartungen ist die Kassentechnik im Netz einer der Hauptgründe für Bestellabbrüche. Je länger der Prozess, desto höher die Ausstiegswahrscheinlichkeit.

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Der Klassiker unter den Web-Kassen ist immer noch eine Folge von HTML-Formularen, die mit den richtigen Daten gefüllt werden müssen. Falsche Eingaben werden erst erkannt, wenn der Kunde das Formular bereits abgeschickt hat. Die Folge sind Fehlermeldungen, Eingabewiederholungen und noch höhere Abbruchwahrscheinlichkeit.

Dem abzuhelfen schickt sich Allurent mit einer Anwendung an, die den gesamten Checkout-Prozess in einer kompakten Flash-Lösung abbildet. Der Kunde bekommt unmittelbar Rückmeldung auf seine Eingaben, ohne dass jeweils der Server angesprochen oder Seiten neugeladen werden müssen.

Der Spaß ist nicht ganz günstig: Laut multichannel merchant kostet Allurent Buy ab 150.000 Dollar plus Implementierung. Dafür gibt es jedoch eine um bis zu 50 Prozent bessere Konversionsrate, gemessen über die Dauer des Checkout-Vorgangs. Das könnte sich lohnen.

Aber warum überhaupt Flash? Liegt nicht Ajax sehr viel näher? Ein Ajax-Warenkorb könnte vermutlich Ähnliches leisten und wäre wohl erheblich günstiger zu implementieren. Das erste ernstzunehmende Beispiel für Ajax im Bereich E-Commerce ist GAP. Dort allerdings endet die schöne Ajax-Welt vor der Kasse: Der Checkout-Prozess selbst ist offensichtlich konventionell.

Siehe auch: Der ewige Warenkorb

Das Radio hat sich eigentlich nur deshalb bis heute halten können, weil es einen großen Vorteil gegenüber anderen Medien hat: die drahtlose Übertragung. Küchenradios, Werkstatt- , Büro- und Autoradios gäbe es wohl kaum, wenn sie an irgendein Kabelnetz angeschlossen werden müssten.

Neben der klassischen analogen Lang-, Mittel-, Kurz- und Ultrakurzwelle konnten sich die digitalen Verwandten DSR, DAB und DRM allesamt noch nicht richtig oder gar nicht durchsetzen. Jetzt kommt WLAN und damit IP-Radio. Und siehe da: Es gibt längst Geräte dafür. Eines davon, das Noxon iRadio, ist gerade auf der CeBIT zu sehen. Es spielt Internetradio und MP3 vom lokalen Server. Das Schwestergerät Noxon 2 radio kann auch UKW.
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Ein anderes, die Squeezebox, hat das Zeug zum modernen Klassiker. Die Quetschkommode kommt mit eingebautem Pandora-Anschluss und kann seit Herbst auch RSS-Feeds empfangen. So eine Kiste im Badezimmer spielt also morgens beim Rasieren nicht nur die Lieblingsmusik, sondern zeigt auch noch die aktuellen Schlagzeilen von Spiegel Online, Heise und Fischmarkt.

Web 2.0 ist also nicht nur big fonts and rounded corners, sondern auch coole Endgeräte. Und demnächst geht das auch andersherum: Die Bundesnetzagentur hat just in dieser Woche den UKW-Bereich für "drahtlose Audio-Funkanwendungen" freigegeben. Damit werden zum Beispiel MP3-Spieler mit eingebautem UKW-Sender möglich, der das Autoradio bespielt. Oder das Küchenradio.

Was für ein Tag! Seit Stunden schneit es wie sonst nur in Bayern. Auf den Zufahrten zum Elbtunnel geht gar nichts. Drei Stunden zur Arbeit - das ist neuer Rekord. Nur zwei Stunden Lieferzeit verspricht LicketyShip, ein neuer E-Commerce-Service, der sich - was sonst? - gerade im Betatest befindet. Wie machen die das? Ganz einfach: Sie lassen die Ware per Kurier im lokalen Einzelhandel abholen und direkt zustellen.
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Techcrunch - übrigens gerade mal wieder ziemlich down - zitiert LicketyShip-Gründer Robert Pazornik mit der Behauptung, dass 30 Prozent aller Amazon-Einkäufe (vermutlich in den USA) per Overnight-Shipping zugestellt werden, was in vielen Fällen teurer ist als die Ware selbst. Zielgruppe ist die must-have-now crowd, der es einfach nicht schnell genug gehen kann.

Das Gründerteam von LickeyShip hat im letzten Jahr die Notre Dame McCloskey Business Plan Competition gewonnen und bei der Jungle Business Plan Competition den zweiten Platz belegt. Das Startinvestment betrug rund 500.000 Dollar. Radu Olievschi:

“Most of that money actually goes into customer acquisition, because everything else is ready. We’ve got the partnerships, we’ve got the software, we’ve got the couriers lined up.”

Ajax ist bekanntlich ganz toll und ganz wichtig für Web 2.0. Aber was ist Ajax für den mobilen Nutzer, der zwar gern always on wäre, es aber aus vielerlei Gründen oft genug nicht ist? Die meisten Ajax-Anwendungen verlieren heute Daten, wenn die Verbindung zum Server abreißt - ein No Go, wie Robert schreiben würde.

Carsten Bormann (Viele Köche verfärben das Ei) hat da eine Idee - den PANIC-Mode. Das Akronym steht für:

 P ersistency for
A JAX in
N etworks with
I ntermittent
C onnectivity.
Der PANIC-Ansatz basiert darauf, Updates im Browser persistent zu spreichern, bis der Server bestätigt, dass sie erfolgreich gespeichert worden sind. Carsten referiert heute dazu auf der O'Reilly Emerging Technology Conference in San Diego. Kongress-Coverage von Heiko Hebig, Nicole Simon und bei Technorati.

"For Web-mogul wannabes"

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Das paßt ganz gut zu untenstehendem Chart: Das Wall Street Journal (wir bekommen derzeit täglich ZWEI Expemplare, ohne daß ich weiß, wer sie bestellt hat) gibt Start-ups wichtige Tipps zur Eintscheidung, ob eine Idee gut ist oder nicht.

1. Is what your are doing really a company or just a feature that will end up as part of some existing product?
2. Do you do something 10 Times better than Google and MySpace do?
3. If you´re developing for the web, what is to stop spammers from ruining everything you are trying to do?
4. From where, precisely, did you get that dorky company name?

Loïc Le Meur stellt die Preisfrage:

90% of these Web 2.0 bands will have disappeared in three years. You know what ? I love this creativity and entrepreneurship we have around web 2.0 these days. Taking risks and creating is the way to go.

Quizz: on this picture what are the brands that will be still alive in three years ?
bubble20.jpg[Web 2.0 image via Bubble 2.0 via Loïc Le Meur via Jason Calacanis]

Schon wieder Google. Aber was hilft's? Techcrunch - erstaunlicherweise mit sich selbst uneinig, ob es nicht doch TechCrunch heißt - berichtet über Pläne für ein Google Drive, auf dem Nutzer alle (und zwar wirklich alle) ihre Daten speichern können. Diese Pläne wurden in der letzten Woche auf einer Analystenkonferenz bekannt und vermutlich nur deshalb übersehen, weil Google-Finanzchef George Reyes kurz zuvor mit unvorsichtigen Worten über verlangsamtes Wachstum für Aufregung gesorgt hatte.

google_drive.jpg
In den Notizen der besagten Präsentation stand angeblich u.a.:

Store 100% of User Data

With infinite storage, we can house all user files, including: emails, web history, pictures, bookmarks, etc and make it accessible from anywhere (any device, any platform, etc). [...]

As we move toward the “Store 100%” reality, the online copy of your data will become your Golden Copy and your local-machine copy serves more like a cache. An important implication of this theme is that we can make your online copy more secure than it would be on your own machine.

Another important implication of this theme is that storing 100% of a user’s data makes each piece of data more valuable because it can be access across applications. For example: a user’s Orkut profile has more value when it’s accessible from Gmail (as addressbook), Lighthouse (as access list), etc.

Die Präsentation war öffentlich zugänglich - bis Greg Linden über das Thema berichtete. Google ersetzte die Folien umgehend durch eine entschärfte Version, doch der ursprüngliche Text erschien prompt in den Kommentarspalten. (Wenn auch Zweifel bleiben, ob es diesen Text tatsächlich gegeben hat und ob die dort veröffentlichte Fassung tatsächlich das Original ist.)

Epic 2015, anyone?

Nachtrag: Der Text ist offenbar echt. So jedenfalls Reuters:

When asked to confirm plans for a GDrive, a Google spokeswoman declined to comment on any specific service but confirmed that presentation containing the notes had been mistakenly released on the Web.


"We deleted the slide notes because they were not intended for publication," Google spokeswoman Lynn Fox said.

Zweiter Nachtrag: Einige Angaben in der Präsentation waren falsch. Sagt Google in einer Mitteilung an die Börsenaufsicht.

Die WiWo erscheint ab heute montags. Eine Botschaft, die mit massivem Werbedruck in den letzten Wochen über alle Kanäle verbreitet wurde. Und damit sie auch im Web nicht überhört wird, bringen die Baronessen und Barone heute zum Start ein netzaffines Schmankerl: den Masterplan von Google. Hier ist er.

google_masterplan_mini.jpg
Gleichzeitig fällt mir auf, dass der Zugriff auf das PDF, für Abonnenten bislang im Preis inbegriffen, jetzt extra kostet: 36 Euro für 52 Wochen. Für berufliche Nutzung ist das zwar nicht übermäßig viel Geld. Trotzdem zögere ich, unsere Kostenstelle mit zusätzlichen Fixkosten zu belasten, deren dauerhafter Nutzen nicht gerade zwingend ist. Denn wozu gibt es GBI und Genios?

Der Jubel über die jüngsten Umsatzzahlen der Onlinewerbung war groß, auch auf dem Fischmarkt. Auftritt Werner Knopf, geschäftsführender Gesellschafter der Hamburger Kreativagentur KNSK. Im Manager-Magazin liest er der Branche die Leviten:

Was im lauten Hurrageschrei untergeht ist die Tatsache, dass das Gros der Onlinewerbung einfach schlecht ist. Die meisten Pop-ups und Banner sind so attraktiv wie das morgendliche Autofrostfreikratzen. Nur scheint das bei all den Jubelmeldungen niemandem wirklich aufzufallen. Auch Markenartikler und Werbeprofis, von einigen Ausnahmen abgesehen, stehen nicht gerade in der Pole Position, wenn es um Know-how, Qualität und vor allem Kreativität von Onlinewerbung geht.

Warum ist das so? Und warum haben die Markenklassiker in den USA 37 Prozent Anteil an der Onlinewerbung und hier zu Lande nur magere 3 Prozent? Die Antwort ist ganz einfach: Die besten Texter und Art Directors dieser Republik haben immer noch Berührungsängste mit dem Medium Internet. Klar, es gibt sie zwar, die wie Pilze aus dem Boden schießenden neuen Agenturen, die sich auf Onlinekommunikation spezialisiert haben.

Aber Onlineverständnis und einige witzige Ideen reichen mittelfristig nicht aus. Nicht in einem professionellen Milliarden-Euro-Werbemarkt, in dem Etats von 30 und mehr Millionen für Kampagnen vergeben werden. Denn die wollen sehr gut investiert sein.

renault-baguette.jpgKnopf analysiert kühl die Lage, macht ein bisschen Eigen-PR für KNSK und schlägt schließlich vor, mehr Awards für gelungene Onlinewerbung zu vergeben.
Ein hervorragendes Beispiel für das, was aus Onlinewerbung entstehen kann, ist der Baguette-Spot für Renault, der zurzeit im Fernsehen läuft. Eine tolle Idee, die zuerst Online lief und nun die Fernseher erobert. Ich bin gespannt, wie viele Preise die Agentur Nordpol damit einheimsen wird.
Hmm. Ich dachte bisher, das sei zuerst ein Kinospot gewesen.

Es gibt kleine, aber feine Veranstaltungen, die finden ein umfassendes Echo. Und dann gibt es größere, auch ganz feine Tagungen, die bleiben recht unerhört. Jedenfalls bis dato. Gestern fand der 1. Deutsche Mediatag statt, vom Fachblatt media & marketing aus der Taufe gehoben. Und so ganz langweilig kann es dort nicht gewesen sein, glauben wir einmal der Pressemitteilung von gestern, 16.58 Uhr ("1. Deutscher Mediatag provoziert Werbemarkt / Kongress für Medien- und Werbestrategen gibt neue Impulse für die Vermarktung"). Ein Auszug:

So entwarf Uli Bellieno ein neues Marktkonzept für das Mediageschäft: Bisher finanzieren Mediaagenturen ihre Leistungen teilweise aus intransparenten Rückvergütungen der Medien - so genannten Kickbacks -, da Kundenhonorare durchschnittlich kaum die Hälfte der tatsächlichen Unkosten der Agenturen decken. Der Nachteil für die Kunden: Die Planungsempfehlungen der Agenturen werden davon beeinflusst, welches Medium ihnen die besten Kickbacks offeriert.
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Diese Praxis in der Grauzone möchte Bellieno durch eine einheitliche Honorierung der Agenturleistung mit drei Prozent des Buchungsvolumens durch die Medien ersetzen, die in etwa die Kosten der Agenturen deckt. Hinzu kommt eine flexible, leistungsorientierte Prämie der Werbekunden. So soll der Fokus wieder auf die Qualität der Strategie und der Planung gelenkt werden - unabhängig vom Renditedenken der Agenturen. "Die Agenturen hätten so endlich eine kalkulierbare Refinanzierungsgrundlage. Sie könnten unbeeinflusst von Einkaufs-Faktoren strategiegerecht planen", erklärt Bellieno. Für Kunden werde sich damit in finanzieller Hinsicht nichts, in qualitativer Hinsicht jedoch vieles verändern.
Schade nur, dass ich bis jetzt über die Veranstaltung so rein gar nichts im Web lesen kann. Kleiner Tipp an die schlauen Jungs vom Europa-Fachpresse-Verlag: Beim nächsten Mal ein paar einschlägige Blogger einladen, dann rollt der Zug von ganz alleine.

Ein zweites Beispiel aus dieser Kategorie könnte der Internationale E-Commerce-Kongress 2006 werden, eine hochkarätig besetzte und hochpreisige Veranstaltung Anfang April in Wiesbaden.
E-Commerce und E-Business vernetzen unsere Welt immer stärker. E-Commerce wird damit zu einer der wichtigsten „Driver“ der Globalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft. Es entsteht ein gigantischer globaler Marktplatz, auf dem Unternehmen fast alles kaufen und verkaufen können.

Für das Jahr 2006 prognostizieren aktuelle Studien Online-Umsätze von fast 1,4 Billionen US$, wobei über 400 Mrd. US$ davon über grenzüberschreitende Marktplätze generiert werden. Laut einer aktuellen Studie von Forrester nimmt Deutschland innerhalb der europäischen Gruppe mit einem Anteil von 144 Mrd. US$ eine führende Rolle ein.
e-commerce-kongress.jpg
  • Wie können deutsche Unternehmen zukünftig noch stärker an diesem globalen Trend partizipieren?
  • Welche Geschäftsmodelle, Anwendungen und Technologien funktionieren wirklich?
  • Welche Chancen ergeben sich daraus speziell für Handels- und Versandhandelsunternehmen, aber auch für die gesamte Konsumgüterwirtschaft?
Sicher eine spannende Tagung. Kann natürlich sein, dass die Medienpartner Wert auf Exklusivität legen und das gemeine Bloggervolk deshalb draußen bleiben muss...

05_yahoogle.jpg Die Interfaces von Google und Yahoo seit den neunziger Jahren. Faszinierend. [via vowe]

Destatis So langsam werde ich ein immer größerer Fan des Statistischen Bundesamtes. Ja, richtig gehört - wer Quelltext liest, steht auch auf Statistik. Aus der bundesamtlichen PR-Arbeit können jedenfalls auch die PR-Leute unter uns noch etwas lernen. Wie schafft es das Amt bloß, dauernd in den Nachrichten vorzukommen? Wie zum Beispiel heute morgen um 9 Uhr im Deutschlandfunk:

Deutscher Einzelhandel setzte im Januar deutlich mehr um

Der Einzelhandel in Deutschland hat zum Jahresauftakt ein deutliches Umsatzplus erzielt.
Die Branche habe im Januar preisbereinigt 1,7 Prozent mehr verkauft als im Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Dies sei der beste Januar-Umsatz seit der Einführung des Euro Anfang 2002 gewesen. Hohe Zuwächse gab es vor allem bei Textilien.
Einfache Sache: Die amtlichen Pressemitteilungen kommen immer zur gleichen Zeit. Nachrichtenredakteure wissen Verlässlichkeit zu schätzen. Und dann gibt es da einen amtlichen Majordomo, der jedermann umstandslos per Mail mit Pressemitteilungen zu 72 verschiedenen Themen versorgt. Vom Presseportal mal ganz zu schweigen - auch dort gibt es den Stoff aus Wiesbaden.

Aber zurück zum Thema: Was nicht den Sprung in die Nachrichten geschafft hat, ist der massive Umsatzeinbruch im Versandhandel. Sage und schreibe 8,6 Prozent (real; nominal sogar 9,9 Prozent) verlor der Versandhandel im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat. So heftig hat es keine andere Branche erwischt. Noch im Weihnachtsgeschäft konnte der Versandhandel - gegen den allgemeinen Trend - massiv zulegen; jetzt kommt der Einbruch. Vor einem Jahr war das noch nicht so.

Was ist Web 2.0? Auf jeden Fall ein genialer Marketingschachzug von Tim O'Reilly. Eine (wie er selbst zugibt) zynische Definition von Eric G. Myers lautet:

Stuff that allows users to create content or share content with a pastel palette, big fonts and rounded corners. It's more than that of course, but it seems like some ideas that are flying the Web 2.0 banner are little more than the definition above. When the revolution comes, they will be the first against the wall.
Jochen Krisch und der OnlineShopBerater untersuchen die Angst der Shopbetreiber vor der Revolution:
Für die kleinen Shopbetreiber, die einen engen Markt und ein eigenständiges Profil haben, ist es vergleichsweise unerheblich, ob sie sich heute auf das Web 2.0 einstellen oder in zwei Jahren. Sie können jederzeit starten und jederzeit davon profitieren (siehe unten).

Panik schieben sollten die großen Gemischtwarenhändler (Quelle, Neckermann, Otto, etc.), die vor allem von ihrer bekannten Marke zehren, die aber sortimentsseitig kein besonderes Profil aufweisen und auch sonst wenig Zusatznutzen bieten können.
Und Kent Newsome lässt gleich reihenweise Web-2.0-Anwendungen gegeneinander zu den Web 2.0 Wars antreten. [via jkOnTheRun, dort Links auf sechs Runden Krieg bei Kent]

Als ich vor einem Jahr die Mission dieses Blogs beschrieb, lag schon des Namens Fischmarkt wegen der Bezug zum Cluetrain Manifesto nahe. Dieser Zug hielt gestern in Hamburg. Einer der Autoren des schon 1999 veröffentlichten Manifests war da, um vor einem Publikum aus PR-Profis und Bloggern zu referieren: David Weinberger. Und was er sagte, war im Grunde nicht mehr als die konkrete Anwendung der 95 Thesen von damals auf das Phänomen Blogosphere.
cluetrain.jpg
Für mich die wichtigste Erkenntnis des Abends: Bei allem Hype 2.0 um Web 2.0 und Bubble 2.0 gibt es eine Menge, was damals (Hype, Web und Bubble 1.0) richtig war und heute immer noch richtig ist. These 94:

To traditional corporations, networked conversations may appear confused, may sound confusing. But we are organizing faster than they are. We have better tools, more new ideas, no rules to slow us down.
Etwas von dieser Konfusion lag auch gestern bei Edelman, Gastgeber dieses Bloggertreffens, in der Luft und machte zum guten Teil den Reiz des Abends aus. Djure Meinen fragt:
Mich würde interessieren wie die Nicht-Blogger - immerhin doch die Mehrheit im Auditorium - den Abend fanden. Wie die sich einbringen können, hat Weinberger ja noch mal kurz erklärt: Just leave a comment.
Nachtrag: Zweiter Nachtrag:

Digitaler Frischfisch

Der interaktive Konsument revolutioniert das Marketing. Ein Blog von SinnerSchrader.

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