Google Drive, Amazon S3 - wann kommt Ebay Storage?

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Das Google Drive ist bestenfalls Alpha, da kommt Amazon schon mit einem ähnlich gelagerten Angebot auf den Markt: Amazon S3 - Simple Storage Service definiert den Webspace neu. Fast ohne Grenzen: Dort gespeicherte Datenobjekte können bis zu 5 Gigabyte groß sein. Kein Grundpreis, kein Einrichtungspreis. 15 US-Cent pro gespeichertes GB und Monat, 20 US-Cent pro GB Datentransfer.

aws.pngAmazon S3 richtet sich an Entwickler, nicht an Endkunden. Vermutlich werden wir in Bälde Speicherdienste sehen, die auf der Amazon-Plattform aufsetzen und das entsprechende Preisniveau an den Endkunden weitergeben. Man vergleiche zum Beispiel mit box.net: Dort gibt es 1 GB Speicherplatz inkl. Traffic kostenlos, 5 GB kosten 4,99 Dollar im Monat. Das gleiche Volumen würde bei Amazon S3 mit 75 US-Cent berechnet und könnte für die übrigen 4,24 Dollar gut 21 Mal herauf- oder heruntergeladen werden.

Für Michael Arrington von Techcrunch würde ein Traum wahr: Better and Cheaper Online File Storage war im letzten Jahr die Nummer Eins auf seiner Wunschliste Companies I’d like to Profile (but don’t exist). Sein Urteil:

S3 changes the game entirely.
Netzspeicherplatz ist definitiv eines der nächsten heißen Themen für die AEG-Troika. Bleibt nur die Frage, wann Ebay mit einem vergleichbaren Angebot auf den Markt kommt - dann wahrscheinlich für Endkunden und Powerseller.


Nachtrag: John Battelle kommentiert:

Anyone who thinks Bezos and Google are not on a collision course is just not paying attention.
Und Pete Cashmore meint:
Amazon’s S3 is a real game changer. [...] The revolutionary element here is that the cost of starting a web-based company is continuing to plummet.

3 Kommentare

Meines Erachtens werden derartig große Datenmengen nur für Bilder sinnvoll gebraucht. Dafür gibt es mit Flickr.com bereits eine ausgereifte Lösung. Ansonsten werden diese virtuellen Abstellkammern vermutlich ein Hort von Raubkopien wie Software, Musik und MP3 werden.

Wüsste auch nicht, welche wirklich wichtigen Daten ich einem derartigen Angebot anvertrauen würde. Datenschutz ginge mir da immer vor Speicherplatz. Selbst Michael Arrington dürfte wohl sensible Daten in der eigenen Firma sichern, und nicht bei AEG oder Box.net...

Immerhin ein Geschäftsfeld, in dem man mit großen Zahlen Werbung machen und sich gegenseitig überbieten kann - wie schon beim Speicherplatz für Mail-Accounts. Wohl kaum ein Kunde dürfte da an die 2 GB (GMail) heran kommen, aber jeder freut sich darüber, keine "Sie haben die maximale Größe ihres Postfachs erreicht"-Meldung befürchten zu müssen.


@stefan: Sorry! Aber ich finde die 2 GB von GMail schon jetzt verdammt knapp bemessen.

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