Kongressmarketing gehörte ja bis jetzt nicht zu unseren traditionellen Stärken. Deshalb sind wir mit einer Reihe von Annahmen und mehr oder weniger begründeten Vermutungen in das Abenteuer Next 10 Years gestartet - die sich erstaunlich gut bestätigt haben.
congresssales.png
Das Schaubild zeigt die täglichen Umsatzzahlen seit dem Start der Anmeldung Anfang April. Erwartungsgemäß erzeugten die ersten Aussendungen eine erste große Anmeldungswelle. Mitte April schlug das Osterloch voll zu Buche. Und erst in dieser Woche kam die zweite Welle - last minute - ins Rollen.

Wir hatten von Anfang an einen Frühbuchertarif bis zum 30. April eingeplant, um damit einen Anreiz für rechtzeitige Anmeldung zu schaffen. Das scheint funktioniert zu haben.

Das zweite Ziel war, die Last-Minute-Buchungen ab dem 1. Mai etwas zu begrenzen, aber auch Spätentschlossenen noch die Möglichkeit zur Buchung zu geben. Ob das auch funktioniert oder ob uns in der nächsten Woche immer noch die Bude eingerannt wird, werden wir sehen.

Mit Stand von heute könnten wir die Anmeldung auch schließen - die geplante Teilnehmerzahl ist erreicht, die Kapazitäten unserer Bahrenfelder Werkshalle sind so gut wie erschöpft. Vielen Dank an alle, die dazu ihren Teil beigetragen haben! Die Welle der Begeisterung für den Kongress hat uns fast überrollt und alle Erwartungen übertroffen.

qypeteam.png
Spiegel Online hat sich ja mit seiner Berichterstattung über Blogs und andere Phänomene des sozialen Webs nicht nur mit Ruhm bekleckert. Heute jedoch schwingt das Pendel in die andere Richtung. Christian Stöcker schreibt eine wahre Hymne über soziale Software - am Beispiel von openBC und Qype.
In Deutschland wächst die nächste Generation des Web-Business heran. Ein Startup aus Hamburg etwa will aus dem neuen Gemeinschaftssinn des Netzes Kapital schlagen: Mit lokaler Suche plus persönlicher Empfehlung will man Web.de und den Gelben Seiten das Geschäft verderben.
Was ist Qype? Eine der (für Eingeweihte) besten Kurzdefinitionen ist die von ix:
qype ist eine art gelbe seiten mit kommentar- und taggingfunktion.

Seit gestern ist Qype live und hat auch gleich die für Deutschland ebenfalls neuen Google Maps eingebaut. "Echtes Web 2.0 aus deutschen Landen", so das Prädikat der Computerwoche.

Noch ein paar Lesehinweise zum Thema:

Foto von Spiegel Online

The plane got back to SFO, and a tired Michael Arrington disembarked. Cheap airfare was a real enablr for Arrington's business. He could go and hang out with startups, and meet some really nice chicks in the Airset.

He got in to the car and flickred the radio on and tuned it to the last.fm station on the dial. It was ideal radiotime. Sometimes the music really can fluctu8 too much, but this wasn't the usual grat.uito.us crap you find on FM radio which pushes people to buy and iPod and turn it upto11.

As he was driving, he pulled over to the McDonalds drive-thru and decided to order a cheese burger. He pulled up and winded his window down.

"Simpy, Chuquet blurb rrove! Get me a wobblog you qype!"

The voice hesitated and then responded.

"I'm sorry, sir, we are out of that."

"I'll have McNuggets instead. And bring it here fastr than last time, or I'll beat your ookles in you dimewise sxip!"

Back on the road, he tucked in. "These are del.icio.us!" he thought to himself. Usually they're foul, but something must have kept his ikarma levels up. He'd stuck to the 9rules he'd learnt from Mozes.

At the end of the day, even if he spends all of his time climbing the blogladder and hanging out with people with lifetypes, at the end of the day he sits back and enjoys a crazyegg, a quick beer and a hackoff to pics of Lulu. He's only human after all. --Tom Morris

Was man so alles findet, wenn man mal nach Qype sucht.

qype.png
Der zweite Name, der mir seinerzeit einfiel, war übrigens Qype. Seit heute live. Herzlichen Glückwunsch!

derby.png
Spreadshirt gehörte neulich zu den vier Namen, die mir zum Thema Web 2.0 in Deutschland spontan einfielen. Das war an dem Tag, als mir Andreas Milles ein paar Screens vom jüngsten Spross des Hauses zeigte. Er nennt sich schlicht The Derby und ist jetzt live, wie der Chef gestern vermeldete.

The Derby ist ein Designwettbewerb für T-Shirts (was sonst?). Designer reichen ihre Entwürfe ein, bewerten und kommentieren die Entwürfe anderer, bis in jeder Woche ein Sieger ausgerufen und mit 500 Euro belohnt wird, dessen Shirt in einer begrenzten Auflage gedruckt und verkauft wird.

Wie Lukasz kokett anmerkt, ist das Konzept von Threadless entliehen und findet sich ähnlich auch bei La Fraise in Frankreich. In Deutschland sieht er Cyroline als einen early player auf diesem Feld.

So how spreadshirt will be different as a late mover?

One thing is a differnt regional focus which will be on europe.

One other is, that we think we can execute well (see the threadless founders opinion about copycats at a recent entry at exciting commerce).

And last but most important the derby concept will have some interesting aspects that can not be found with the already existing players. This is not too visble yet at the first basic version of the derby, but stay tuned...

Viel Spaß beim Derby! (Ach ja, Blog ist natürlich Pflicht. Nur den RSS-Feed habe ich noch nicht gefunden.)

murdoch.png
Scott Karp schreibt in Publishing 2.0 unablässig spannende Dinge über The Business of Publishing in the Digital Age (so die Unterzeile). So jüngst eine konzise Abhandlung über die Frage, wie profitabel Media 2.0 tatsächlich ist. Scott macht die Rechnung am Beispiel von MySpace auf, das mit 28 Mrd. Seitenabrufen im März 2006 (was 366 Mrd. auf Jahresbasis ergeben würde) nach Schätzungen auf gerade mal 200 Millionen Dollar Jahresumsatz kommt:

Do the math — that’s a CPM of $0.06 $0.55!
Nun versucht zwar MySpace auf allerlei mehr oder weniger innovative Art, zusätzlichen Werbeplatz zu verkaufen - doch wozu brauchen große Marken eigentlich Werbung auf MySpace, wenn sie genauso gut oder eher noch besser die MySpace-Community nützen können, ohne dort selbst präsent zu sein? Dann nämlich, wenn ihr Branded Entertainment (siehe Pirellifilm, auch wenn das sicher kein übermäßig brilliantes Beispiel ist) seinen Zweck erfüllt und auf MySpace von den Nutzern selbst verbreitet wird?

Es könnte also sein, meint Scott, dass die Effizienzgewinne des Marketing 2.0 zum größten Teil direkt an die Werbungtreibenden gehen - und nicht an die Medien:
I’m speculating that in a 2.0 future, total spending on marketing and advertising will shrink as marketing 2.0 proves to be far more cost efficient than marketing 1.0 — and big advertisers start pocketing that half of their advertising costs that were previously wasted.
Schlechte Nachrichten für Rupert Murdoch und Georg von Holtzbrinck?

Ein halber Nachmittag Gebastel, aber es hat sich gelohnt. Jetzt mit allen Panels, Referenten und genauen Uhrzeiten: Next 10 Years in E-Business.

Übrigens: Der Frühbuchertarif gilt noch bis zum 30. April - wer also mit dem Gedanken spielt, sich anzumelden, sollte nicht mehr lange zögern.

germanblogs.png
Da braucht es doch glatt den gedruckten kress und einen aufmerksamen Kollegen, um mich (und vermutlich auch Heiko Hebig) auf germanblogs aufmerksam zu machen. Robert hatte die Plattform schon im März entdeckt und ein erstes Urteil abgegeben, das sich aufs Schönste mit meinem ersten Eindruck von heute trifft:

Ist mir insgesamt zu künstlich, kaum Faces, wenig bis gar keine Bloglinks (keine via-Links, was bei mir ziemlich sauer aufstößt), die Stories sind mE auch zu sehr auf bloggisch gemacht, schauts nach einem Versuch aus, Mainstream-Themen in Blogmagazin Form einzukapseln, mit dem Ziel, sich über Werbung finanzieren zu wollen. Die Ladezeiten sind urig langsam.
Die News vom Freitag ist: Hinter Germanblogs verbirgt sich Holtzbrinck. Und auch das hätte man schon am 14. April bei Oliver Gassner lesen können, der dort - für Geld - u.a. den blogwatch betreut. Die Bezahlung ist "regionalpresseüblich"  (Oliver) oder auch "ganz kleines Geld" (kress), aber das wird niemanden überraschen, der schon einmal gegen Zeilenhonorar Texte bei Verlagen abgeliefert hat.

Die Technik kommt von 21Publish (Stefan Wiskemann), und Boogie Medien ist ebenfalls dabei.

glaeser.png
Die Internet World bereitet freundlicherweise das Terrain für unseren kleinen Kongress und spricht mit Volker Glaeser, Director Media & Search bei Yahoo Deutschland und einer der Referenten von Next 10 Years.

Wagen Sie doch einmal einen Blick in die Zukunft: Wie sieht E-Marketing und E-Commerce in fünf Jahren aus? Wird die soziale Komponente des Web das Marketing und den Vertrieb komplett revolutionieren?

Glaeser: Revolutionieren vielleicht nicht, aber es wird viel einfacher sein, E-Commerce und E-Marketing zu betreiben. Web 2.0 bildet die Grundlage für eine Kommunikation unter Massen. User, die bereit sind, Daten von sich preiszugeben und passende Marketing-Botschaften zu empfangen, sind für Marketing-Maßnahmen leichter zugänglich. Darüber hinaus wird der Konsument transparenter, weil er es selber möchte.

Google is Yahoo 2.0: "I have to agree with Mike Torres, 2006 is really 1998 in disguise. With the release of Google Page Creator, Google Finance, Google Calendar and the upcoming GDrive (aka Yahoo! GeoCities, Yahoo! Finance, Yahoo! Calendar and Yahoo! Briefcase knockoffs) it is now clear to me that Google's master plan is to become Yahoo! 2.0." — Dare Obasanjo
Gefunden bei Bubble 2.0 ("Please, God, just one more bubble!")

sevenload.png
Seit Anfang April ist sevenload online (selbstverständlich beta). Dirk Olbertz macht sich Sorgen, wer wohl dahinter steckt:

Sollte es der Springer-Verlag sein, bin ich ganz schnell dabei, meine bisher dort eingestellten Photos rauszunehmen...
Mich erinnern Name und Design eher an ProSieben, vor allem deren Vermarktungstochter. Aber Spaß beiseite. Die Profile von Geschäftsführer Ibrahim Evsan und Chief Software Architect Thomas Bachem lassen keine Hinweise auf Medienkonzerne erkennen, einmal vom Standort Köln abgesehen...

Robert Basic hat natürlich sevenload längst getestet und für gut befunden. Und in den Kommentaren hat sich auch gleich Thomas Bachem zu Wort gemeldet:
Derzeit kommt jeden Tag ein neues Feature und eine neue Verbesserung hinzu, sodass sich sevenload auf einem sehr stabilen Weg hin zur offiziellen Veröffentlichung befindet. Wir rechnen hier mit 2-3 Wochen.
Inzwischen hat sevenload auch ein Blog. Mehr demnächst bei Robert Basic, der ein Interview mit dem Geschäftsführer angekündigt hat.

AndreasWEIGEND4small.jpgSo ist das mit Web 2.0 - irgendwie ist alles beta, selbst die Konferenzen. Jetzt ist es uns gelungen, Andreas Weigend als Keynote-Speaker für Next 10 Years in E-Business zu verpflichten. Weigend war Chief Scientist von Amazon.com und lebt heute als Berater in San Francisco und Shanghai. Aus der Pressemitteilung:

Weigend wird in seiner Keynote darstellen, wie Amazon, aber auch die neuen Web-2.0-Startups den Wunsch der Nutzer nach Partizipation und Beteiligung kanalisieren und kapitalisieren können.

Andreas Weigend ist einer der weltweit führenden Vordenker für die Umsetzung von Kundenbedürfnissen in internetfähige Dienste. Sein Credo "Wir wissen nichts, aber wir können es messen" hat er in seinen Jahren bei Amazon.com zur Vollendung gebracht. Unter seiner Ägide entstanden viele der Such-, Auswahl- und Kaufhilfen des größten Online-Versandhändlers, die das "System Amazon" bis heute einzigartig machen.
Mit dem prominenten Neuzugang wäre jetzt höchstens noch ein Slot in Track II zu besetzen. Vorschläge nehmen wir gern entgegen.

Wer braucht noch TV?

| | Kommentare (3) | TrackBacks (0)
„Im Februar dieses Jahres waren weltweit knapp drei Millionen Nutzer mit dem Up- oder Download einer Fernsehproduktion beschäftigt - und zwar in jeder Sekunde.“

Unbedingt lesen. Quelle: FAZ.net

ucd.png
Das erklärt jetzt eine schicke Broschüre [PDF] von SinnerSchrader Neue Informatik, die sich diesem Thema verschrieben hat. User Centric Design ist keine Raketenphysik, um es mit den Worten von Dr. Stefan Kunze zu sagen, seines Zeichens Diplom-Physiker und Geschäftsführer. So heißt es in der Broschüre:

Viele der angewandten Methoden sind in der Literatur beschrieben und könnten im Prinzip von jedermann erlernt und angewendet werden. Es zeigt sich jedoch in der Praxis, dass dies nur in wenigen Fällen wirklich gelingt. Die erfolgreiche Anwendung von User Centric Design ist untrennbar verbunden mit Interdisziplinarität, Kundenorientierung und Konzentration auf die Bedürfnisse des Nutzers - kulturelle Werte, die nicht einfach in jeder Organisation zu etablieren sind.
Wohl wahr. Und natürlich läuft längst nicht jedes Projekt nach der reinen Lehre des User Centric Design. Aber besser wär's.

Hätte die Computerwoche noch ihr legendäres, frei zugängliches Online-Archiv mit allen Ausgaben seit 1974 (!) im Volltext, dann würde ich jetzt auf eine lesenswerte Story von Alexander Freimark hinweisen. Unter der Überschrift "Neustart der Web-Agenturen" schreibt er dort:

Das Internet ist wieder en vogue, der Zusammenbruch der New Economy endgültig abgehakt. Die Branche der Web-Agenturen verspürt starken Aufwind.
Starring (in der Reihenfolge des Auftritts): Oliver Sinner, Matthias Schrader, ein anonymer Web-Spezialist, Marco Seiler, Michael Riese und ein ebenfalls namenloser Vorstand.

manufactum.png
Manufactum ist mit über 100 Millionen Euro Umsatz zwar keiner der ganz großen Versender, aber sicher eine veritable Erfolgsgeschichte - wohl auch im E-Commerce. Schon im Jahr 2003 kamen 20 Prozent des Versandumsatzes über den damals noch recht bescheidenen Online-Shop herein.

Warum erwähne ich das? Gestern kam der Sommerkatalog 2006 ins Haus. Und mit ihm die Hausnachrichten aus der Feder von Thomas Hoof. Darin wiederum ein Abschnitt unter der schönen Überschrift "Arbeit und Interaktion (Habermas revisited)", den ich hier zitieren möchte.

Die soziologisch Interessierten unter Ihnen werden sich der brennenden Sorge erinnern, mit der Jürgen Habermas und die Seinen in den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts die Gefahr beschworen, daß die Sphäre der Arbeit (oder des instrumentellen Handelns) die Sphäre der Interaktion (oder der zwanglosen Kommunikation) demnächst - ratzfatz - verschlingen und vertilgen werde.

Das erschien schon damals als eine seltsame Verwechselung von Jäger und Beute, und richtig: Ein paar Dekaden später weiß man vor lauter Interaktion schier nicht mehr ein noch aus und muß sich allergrößte Sorgen um die Arbeit machen ...:

Der Klempner wird des Leitungslecks nicht Herr, weil seine rechte Hand vom dauerklingelnden Mobiltelefon belegt ist und deshalb die Rohrzange nicht zu fassen kriegt; ein vollvernetzter Büromensch darf den Tag am Abend loben, wenn er es vermocht hat, seine E-Mails a) alle zu lesen, b) zum Teil zu beantworten und c) irgendwie so zu verstauen, daß er sie im Bedarfsfalle wiederfindet.

Die infolge dauernder Interaktion liegengebliebene Arbeit zeitigt ihrerseits notwendig eine Reihe nachteiliger Folgen, die mit vermehrter Interaktion in "Meetings" und "Jours fixes" bewältigt werden sollen, wobei alle Beratschlagungen unisono zum Ergebnis kommen, das Problem habe in mangelnder Kommunikation seine Ursache. Völlig verloren ist eine Institution, die sich daraufhin von Beratern eine "Collaborative Culture" verpassen läßt: Dann werden die letzten Standhaften, die bisher still (oder gar stillvergnügt) und mit intelligenten Meetingvermeidungstaktiken eigenverantwortlich und zielstrebig vor sich hin gearbeitet haben, als die wahrhaft Schuldigen entlarvt und einer Umerziehung zwecks Erhöhung ihrer "Sozialkompetenz" zugeführt.

Seit der Wirtschaft vorgerechnet wurde, daß fast die Hälfte der Arbeitszeit in den Verwaltungen in weitgehend folgenloser "Kommunikation" verrinnt, kratzt sie sich bedenklich am Kopf, während in Politik und Gesellschaft die Flut noch steigt und überall "Runde Tische" und anderes Sitzungsmobiliar anspült. Die Warnungen vor der "Collaborative Culture" als Ideologie kamen schön zugespitzt von dem klugen Fredmund Malik, dessen Wirkungskreis, die Hochschule St. Gallen in der Schweiz, mittlerweile als einer der letzten Horte der praktischen Vernunft in Wirtschaftsdingen gelten muß.

Mehr Lesenswertes unter: www.mom.ch

...kommt ausgerechnet aus der Medienmetropole Hannover. Meint jedenfalls Exciting Commerce. Im Schatten von Madsack, ffn und Heise blüht das Kleinanzeigen-Imperium der heisse draht.

dhd24.png
Und startet nächste Woche eine neue Online-Plattform (hier die Beta) mit Blogs, Fotos, Videos, allerlei Community-Funktionen und dergleichen mehr. Musik, bekanntlich eine wesentliche Triebkraft von MySpace, soll im Mai folgen.

Schaun mer mal.

Nachtrag: Mehr bei Robert Basic

Relevantes aus den Feiertagen:

next10blogs.png

Fischmarkt proudly presents: das Next10Years-Affiliate-Programm (nicht nur) für Blogs. Damit keiner draußen bleiben muss. Wie funktioniert es?

  1. Einen Link auf next10years.com setzen und als Parameter einen frei wählbaren, eindeutigen Begriff anhängen. Beispiel:
    <a href="http://next10years.com/?code=fischmarkt">
  2. Eine Mail an presse@sinnerschrader.de senden und uns den gewählten Parameter nennen.
  3. Eine Bestätigung von uns abwarten, dass die Affiliate-Partnerschaft eingerichtet ist.
  4. Einen Tag warten. (Das Tracking braucht die Zeit.)

Was gibt es dafür?

  1. Sobald sich der erste Kongressteilnehmer über diesen Weg anmeldet, schicken wir umgehend eine Einladung zur kostenlosen Kongressteilnahme (inkl. Party) raus.
  2. Ab der dritten Anmeldung zahlen wir 15 Prozent Provision auf den gesamten erzielten Umsatz aus. (In diesem Fall benötigen wir Anschrift, Kontonummer und eine Ansage zum Thema Umsatzsteuer.)

Falls jemand Werbemittel braucht - der Skyscraper zur Rechten steht zur Verfügung. Weitere würden wir eventuell auf Nachfrage produzieren. Das Banner oben scheint mir hingegen kein geeignetes Werbemittel zu sein, aber wer weiß. ;)

Wer uns heute bis Mittag noch eine Mail schreibt, kann damit rechnen, dass wir die Partnerschaft heute noch einrichten können. Danach schlägt unweigerlich die Osterpause zu - am Dienstag geht es weiter.

gibsdoch.png
Starcar (Agentur: Bruderhartung) kontert die Gibsnisch-Kampagne von Sixt (Agentur: Singvogel + Muchovsky alias JvM). Mit erheblich geringerem Werbedruck (bislang 1 Website und 18.000 Mails, TV-Spots und Zeitungsanzeigen sollen folgen), aber dafür mehr PR (heute in der FTD).

Matthias Schrader hätte vorhin fast in den Tisch gebissen, denn die Idee hätte er auch haben können. Hatte er aber nicht.

Die Liste zum Kongress: Web-2.0-Projekte in Deutschland von A wie Audioclipping bis Y wie Yigg bei alarm:clock euro, gesammelt von Klaas Bollhoefer. Noch mehr Projekte bei Sven Eppert. Und kritische Bemerkungen im CIO Weblog:

Allerdings fällt auch auf, dass viele der deutschen Web 2.0-Lösungen mehr oder minder gelungene Clones von entsprechenden Projekten aus den USA sind. Wo bleibt da der berühmte deutsche Erfindergeist?

search-marketing-standard.png
Jetzt bekommen sie schon ihre eigene Fachpresse: Die Suchmaschinenmarketer können ab Mai ihre Nasen ins Search Marketing Standard Magazine stecken. Das Blatt richtet sich vor allem an kleinere Unternehmen, Unternehmer und Professionals. Es kommt vierteljährlich und kostet 20 US-Dollar für Abonnenten außerhalb der USA. Und natürlich gibt es ein Blog.

Screenshot von Google Blogoscoped

sims2.png
Computerspiele werden immer realistischer. Die jüngste Erweiterung für Sims 2 bringt nun auch die Arbeitswelt auf den Schirm - oder das, was sich davon in digitale Unterhaltung übersetzen lässt. Herausgefordert wird der Unternehmergeist des Spielers, der ein Geschäft eröffnen oder sein eigenes Wohnzimmerunternehmen starten kann.

Das eingebaute Finanz-Cockpit könnte jeder Unternehmer gut gebrauchen - es berechnet Umsatz, Kosten und Profit in Echtzeit. Total unrealistisch wird das Spiel indes an einem nicht ganz nebensächlichen Punkt: Steuern, egal welcher Art, werden nicht erhoben. [via Inc.com]

Letzte Woche fand in Wiesbaden der Internationale E-Commerce-Kongress statt. Einige der Vorträge gibt es bereits im Web, darunter diejenigen von Forrester-Analystin Hellen K. Omwando und von Geoffrey Ramsey, dem Co-Founder und CEO von eMarketer.

letsbuyit.png
So meldet es das e-commerce-blog. Aber seit wann? Und warum überhaupt? Die Website trägt die Unterzeile "Copyright © LetsBuyIt 2001-2005" und schweigt sich zu solchen Fragen vornehm aus. Über Letsbuyit.com steht dort nur das Offensichtliche:
Das größte Marktplatz der Welt hat wieder geöffnet. Die Hauptvorteile bei LetsBuyIt sind die gleichen wie immer: großartige Produkte und großartige Preise.
Na gut. Aber etwas mehr hätte ich schon gern gewusst. War LetsBuyIt.com überhaupt weg? Oder nur aus dem Fokus der Öffentlichkeit verschwunden?

Rückblende: Im Herbst 2002 hatte die börsennotierte LetsBuyIt.com N.V. das verlustbringende operative Geschäft in eine LBI Holdings Ltd. ausgegliedert und anschließend Namen und Geschäftsmodell gewechselt. Seitdem hatte LetsBuyIt.com offensichtlich die Unternehmenskommunikation eingestellt - jedenfalls finden sich keine Spuren davon im Netz.

Bei heise.de endet die Coverage mit dem Jahr 2002 (plus einem Nachspiel mit Kimble Schmitz im Jahr darauf). Es gibt noch eine Investoren-Website, die auf dem Stand von Ende 2002 stehengeblieben ist. Tages- und Fachpresse berichten seitdem nur noch über den ehemaligen Börsenmantel - das operative Geschäft hat offensichtlich jegliche Relevanz verloren.

Kleine Randnotiz: Heiko Hebig hat sich neulich Gedanken darüber gemacht, wie LetsBuyIt 2.0 wohl aussehen würde.

web_21_beta.pngZum Wochenende (und weil es gerade so schön zum Kongress passt):

To some extent Web 2.0 is a buzzword, incorporating whatever is newly popular on the Web (such as tags and podcasts), and its meaning is still in flux.

We have found some major flaws with the current infostructure. To rectify we are releasing the Web2.1 beta free for download

It fixes some known problems with integrating corporate speech in the mecklenberg routines, allowing for cross-enhanced performace converging with Garzia 1.0
[designlaw.org via downloadsquad via MoMB]

Klingt ein wenig wie "Hund beißt Mann". Und es ist zwar schade, aber diese Nachricht muss jetzt trotzdem unsere Kongressankündigung von der Pole Position verdrängen: Björn Harste, besser bekannt als Der Shopblogger, eröffnet eine virtuelle Filiale mit ausgewählten Produkten aus seinem Bremer Supermarkt, darunter die legendäre Zotter-Schokolade. Der Shop verwendet das freie Softwaresystem osCommerce.

shopbloggershop.png
Das Thema Versandkosten hat Björn elegant gelöst: Unter 30 Euro sind moderate 4,50 Euro erträgliche 6,90 Euro fällig, darüber liefert er versandkostenfrei. Im Gegenzug verlangt er Vorkasse, was das Ausfallrisiko minimiert. Stammkunden können ab der dritten Bestellung per Rechnung zahlen.

Und in der Fußzeile verkündet der Shop: 26098 Zugriffe seit Donnerstag, 30. März 2006. Nicht schlecht für den Anfang.

Nachtrag: Mehr dazu bei Gastgewerbe Gedankensplitter

Zweiter Nachtrag: Und Robert Basic hat den passenden Spruch auf den Lippen:

Shopbloggers Blog bloggt frische Shops, frische Shops bloggt Shopbloggers Blog

n10y.gif

Unter dem Motto: "Next 10 Years in E-Business - die Chancen von Web 2.0" veranstaltet SinnerSchrader den ersten Web-2.0-Kongress, der sich mit der Frage beschäftigt, wie die Geschäftsmodelle hinter dem Trend zum "Writable Web" aussehen.

Die Themen:

  • Wer gewinnt das Spiel um die Macht des Konsumenten - innovative Startups, heimische E-Commerce-Player? Oder wächst die Dominanz von Google, Ebay und Amazon weiter?
  • Wie sehen funktionierende Geschäftsmodelle für Web 2.0 aus?
  • Gibt es eine neue deutsche Gründerszene?
  • Wie können Unternehmen die neue Lust am Internet in sinnvolle Anwendungen übersetzen?

Die Referenten:

  • Stefan Kellner, Gründer plazes.com.
  • Stephan Uhrenbacher, Gründer und Geschäftsführer qype.com
  • Thomas Madsen-Mygdal, Gründer und CEO, 23
  • Peter Praschl, Amica u.a., Journalist
  • Volker Gläser, Yahoo
  • Anette Scholz, Hochschule für Kunst und Design Halle
  • Malte Blumenthal, SinnerSchrader Studios
  • Lars Hinrichs, GF Open BC
  • Dr. Gottfried Neuhaus, Geschäftsführender Gesellschafter TechnoNord
  • Lukasz Gadowski, Gründer von Spreadshirt
  • Tim von Törne, General Manager Skype Europe
  • Arndt Groth, Geschäftsführer ePages
  • Dr. Thilo Horstmann, Geschäftsführer SinnerSchrader Neue Informatik
  • Nico Lumma, Geschäftsführer mabber.com / interdings GmbH
  • Ulrich Eitler, Development Platform & Strategy Group Microsoft Deutschland GmbH

Erwartet werden rund 300 professionelle Teilnehmer aus Handel, Automobil, Tourismus, Werbung, Medien und Internet. Im Anschluss findet eine Branchenparty mit rund 1.000 Gästen statt.

Alle Infos unter www.next10years.com 

Mit einer bemerkenswerten Präsentation [Film auf YouTube via Heiko Hebig] auf der mix06 hat die Agentur Fluid aus San Francisco auf sich aufmerksam gemacht. Schon 1990 gegründet, zeigt Fluid, wie E-Commerce heute auch aussehen kann.

Von Fluid stammt Concept Retail, eine Art Baukastensystem für die etwas andere Produktpräsentation im Internet. Farbänderungen, Zoom, Hotspots mit Zusatztext - Features wie diese lassen sich mit einem laut Fluid einfach und intuitiv zu bedienenden Entwicklungswerkzeug bauen.

Eine der Flaggschiff-Fallstudien ist The North Face, ein Premiumhersteller für Outdoor-Ausrüstung. Mit Rotation, Hotspot und Vergrößerungsfunktion präsentierte Produkte verkauften sich zum Teil um mehr als 40 Prozent besser als Produkte mit statischen Bildern.

Den Hinweis auf fluid.com verdanke ich André Schuster aus der Neuen Informatik.
Was ist Web 2.0 (außer einem genialen, die Phantasie anregenden und den Hype anheizenden Buzzword)? Auf dem O'Reilly Radar erscheint Doc Searls, neben David Weinberger einer der Autoren des Cluetrain Manifesto, und gibt eine moralphilosophische Deutung des Phänomens. Er unterscheidet drei Moralsysteme:
  • Morality of self-interest. This gives us "owning", "domination", etc. The Old School. Industrial Age shit. Still prevails in many business plans that are just for killing other companies.
  • Morality of accounting. We balance everything. "Paying debts", "owing favors". This is our system of justice, by the way. It's all about accounting. (Note the scales of justice symbol.)
  • Morality of generosity. We give. We are open. We love without expectation of reward, or even accounting. (In fact, when you bring in accounting, you compromise it.) Think about how we give to our spouses, our children, without strings. It pays off, too. But that's fundamentally not what it's about.
doc_searls.png
Web 2.0 (und natürlich distanziert sich Doc Searls von diesem Begriff) fällt seiner Ansicht nach zum Teil in die dritte Kategorie. Sein Beispiel ist Flickr - eben kein Datensilo, sondern eine völlig offene Plattform:
Most of all, however, it is a "good citizen". It is generous where it counts. Nurturing. People love Flickr because Flickr loves people. The good guys finish first. In this case, anyway.
Jetzt aber wird es spannend. Denn Doc Searls bezieht die drei Typen von Moral auf ein Marktmodell, das aus drei Elementen besteht:
  • Relationship
  • Conversation
  • Transaction
Und der Rest ist so schön, dass ich ihn in voller Länge zitieren muss:

We need transaction, but can't reduce everything to it. Although there are whole B schools that have been doing that for 100 years.

We need conversation as well. Which is why we wrote Cluetrain.

But relationship is what actually makes markets. I'm talking about real markets here: places where we do business and make culture. Relationship takes the passions we put into creating businesses and makes them work in the social context we call a market. (Did anybody ever go into business because they were looking for a way to please stockholders?)

You have to be generous in relationships.

Die Debatte bei O'Reilly Radar ist höchst interessant zu lesen.

Peter Turi eröffnet sein (schon nebenan gewürdigtes) Branchendienstblog turi2 mit einem Abgesang auf die Printbranche. Etwas Ähnliches hatten wir erst neulich bei Martin Röll. Dort ging es um die klassische Werbung, mithin den wirtschaftlichen Antrieb der klassischen Medien, hier um die melancholischen Aussichten für das Verlagsgeschäft.

print.jpg
Zum Glück für ihn und die allgemeine Debattierlust formuliert Turi seine Thesen hinreichend interpretationsoffen. Am Beispiel der ersten These:

Das etablierte Printgeschäft wird den Zeitschriften- und Zeitungs-Verlagen in den nächsten zehn Jahren um die Ohren fliegen.
Was heißt das genau? Es wird schrumpfen? Es wird explodieren? Soviel steht fest: Es wird sich verändern. Und zwar dramatisch. Ungefähr so, wie sich das Buchgeschäft durch die Erfindung der Tageszeitung verändert hat, die Tageszeitung durch das Radio und das Radio durch das Fernsehen. Wird es verschwinden? Nein. Das wäre ein absolutes Novum.

Aber weiter im Text:
Wer jetzt nicht den Einstiegs in die digitalen Media-Communities schafft, verspielt seine Zukunft.
Was heißt das jetzt wieder? Was sind digitale Media-Communities? Und was haben Verlage damit zu schaffen? Muss ich mir das ungefähr so vorstellen wie die Dominanz der Verlagshäuser über das private Radio in Deutschland - das vor allem deshalb so schlecht ist, weil es die Verlage als cash cow bar jeglichen publizistischen Anspruchs missbrauchen und so ihre gedruckten Pfründe verteidigen?

Oder These 3:
Die nachwachsende Generation, die erste, die mit dem Internet aufwächst, hat sich längst von Zeitungen und Zeitschriften verabschiedet.
Die ma 2005 Radio II kommt zu einem anderen Ergebnis: Demnach sagen 52 Prozent der 14- bis 19-Jährigen, sie läsen mehrmals in der Woche Zeitung, und 29 Prozent bekennen sich zur Zeitschriftenlektüre. Das ist zwar signifikant weniger als in den älteren Zielgruppen - aber vom Abschied zu reden, ist doch etwas verfrüht.

Die Tageszeitungen verlieren schon seit 1980 kontinuierlich an Tagesreichweite (laut ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation), aber das dürfte ebenso auf das Konto der gestiegenen Reichweite von TV und Hörfunk gehen wie auf das seit 2000 an Relevanz zunehmende Internet.

Das muss man sich auch mal auf der Zunge zergehen lassen, bevor Untergangsszenarien für das gute, alte Fernsehen an die Wand gepinselt werden: Von 2000 bis 2005 ist die Tagesreichweite des Fernsehens von 73 auf 74 Prozent gestiegen, die Sehdauer von 190 auf 211 Minuten und die Verweildauer von 259 auf 283 Minuten (laut AGF/GfK Fernsehforschung). Sehdauer und Verweildauer sind auch bei den 14- bis 29-Jährigen gestiegen, nur die Tagesreichweite sank um einen Prozentpunkt.

Also bitte nicht von den Nutzungsgewohnheiten einiger, weniger Geeks auf die Gesamtbevölkerung schließen - das kann nur schiefgehen.

Digitaler Frischfisch

Der interaktive Konsument revolutioniert das Marketing. Ein Blog von SinnerSchrader.

NEXT Berlin - I'M BLOGGING!

Werbung

Fischmarkt on Facebook