Der Mann, der Bartholomäus Schmidt war

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FTD-Autor Horst von Buttlar mit falscher Identität bei OpenBC. Köstlich.

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10 Kommentare

Netter Einfall.
Der Artikel erinnert mich an die Aussage von David Weinberger letztes Jahr auf der Reboot7, dass die Grenze zwischen Daten und Metadaten verwischt. JP Rangaswami sagte dort dieses Jahr ähnlich, dass die Identität weniger durch das Ich (das was man über sich selber schreibt) als die Gruppenzugehörigkeit (mit wem man verbunden ist) definiert wird.
Da kommt dann z.B. zum tragen was wir unter Bekannten vor einiger Zeit diskutierten, dass Leute mit mehr als X Kontakten in openBC unseriös wirken. Wenn also 60% die Kontaktanfragen eines völlig Unbekannten akzeptieren, dann sind die entweder einsam oder/und unseriös.
Letztendlich ist die Aussagekraft eines Kontaktes umgekehrt proportional zur Menge der Kontakte des Gegenübers: Mit jemandem verbunden zu sein, mit dem jeder verbunden ist, ist "wertlos".
Ich habe genau dieses Prinzip auch für ein Ruby-Skript genutzt, um Leute mit gleichen Interessen über meine del.icio.us Bookmarks zu finden.

Mir hat die Story ebenfalls sehr gut gefallen, weil sie gut geschrieben ist. Aber im realen Leben dürfte es ebenfalls schwer sein, echte von falschen Angaben zu unterscheiden. Schließlich kann jeder sich mit etwas krimineller (?) Energie eine völlig andere Identität zulegen. OpenBC unterscheidet sich gerade von anderen Social Networks dadurch, dass es strikt Fakes rauswirft. Das ist unter anderem auch mit Stromberg passiert:
http://blogs.seasons-software.de/inga/PermaLink,guid,62061b42-32d4-46ea-be91-8043f50d764c.aspx

Ein klasse Artikel, der aufzeigt wie fragil Vertrauen und Identität im virtuellen Raum sind - und dass "Heiratsschwindler-Prinzipien" auf fruchtbarem (Internet)Boden munter und ungehemmt gedeihen.

Das Vorgehen ist nicht neu. Lediglich das Medium hat sich verändert.

Welche Möglichkeiten seht Ihr, etwas dagegen zu tun? (Nicht gegen investigative Journalisten, sondern gegen echte Schwindler.)

Wenn nur alle Aufrechten nicht jeden Hinz und Kunz als Kontakt bestätigen, dürfte das schlimmste zu verhindern sein.

Rauswerfen ist keine Lösung, da sie nur in "walled gardens" funktioniert, die in den nächsten Jahren sicher einer Open Source Networking Infrastruktur weichen müssen (können vielleicht als add-on features weiterleben). Wie Daniela schon andeutet, wird es wohl auf die Medienkompetenz der Nutzer ankommen. Das kann natürlich durch Konzepte wie "tag a person" unterstützt werden.

Gegenfrage: Was sind "unechte" Schwindler?

Wenn man etwas dagegen tun möchte, dann fängt es bereits damit an, dass jeder individuell für sich selbst festlegt wo Flunkern anfängt und Schwindeln aufhört.

Die Story ist gut geschrieben, aber keine Aufregung wert ... bei mehr als 1.000.000 OpenBC-Profilen.

Niemand sollte die OpenBC-Kontaktliste mit einer Empfehlungsliste verwechseln. Ein bestätigter Kontakt allein sagt noch nichts über die Qualität des Kontaktes aus. Für die Anfrage nach Referenzen rate ich, zum Telefonhörer zu greifen ...

Für mich ist ein OpenBC-Kontakt der Beginn eines Dialoges und nicht das Ende ... bis zum Beweis des Gegenteils und sofern keine offensichtlichen Gründe dagegen sprechen, unterstelle ich jedem ehrliche Absichten, der mich zu meinen Interessen-Gebieten kontaktiert. Warum also sollte ich eine Kontaktanfrage - sprich ein Angebot zum Dialog - von vornherein ablehnen???

Und wenn das nun ein "Fake" ist? - der wird sich über kurz oder lang selbst entlarven ... und wieder gelöscht ... und gut ist.

Daniela, "echte Schwindler" ist natürlich ein Pleonasmus. :)

Seht Ihr da Handlungsbedarf oder ist schon alles Nötige und Mögliche getan?

Wir [openBC] sehen hier definitiv Handlungsbedarf und arbeiten bereits an diversen Lösungen.

@Jürgen, mit "tag a person" sagst du ja was...Innerhalb der nächsten Tage wird sich auf openBC etwas in diese Richtung tun.

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