
Das Thema des Wochenendes ist die anstehende Umbenennung von openBC in Xing. Dass eine solche bevorstand, hatte Lars Hinrichs schon vor geraumer Zeit in der Wirtschaftswoche angekündigt.
Der Kommunikationsfahrplan von openBC war ein anderer. Für Montag sind einige Blogger nach Hamburg geladen, und die große Glocke sollte erst zur Mitte der Woche geläutet werden. Doch nun gewann das Thema eine gewisse Eigendynamik, als Remo Uherek in seinem Blog mit dem unaussprechlichen Namen den Schleier lüftete.
Ganz ähnlich war es vor geraumer Zeit dem Scobleizer ergangen, als er seinen Posten bei Microsoft aufgab. Auch er hatte einen PR-Plan, wollte er doch die Story dem Wall Street Journal exklusiv verkaufen. Doch richtig groß wurde die Geschichte genau andersherum: Blogger griffen sie vorzeitig auf, bis die klassischen Medien nicht mehr an ihr vorbeikamen.
Ja, mach nur einen Plan
Sei nur ein großes Licht!
Und mach dann noch 'nen zweiten Plan
Geh' n tun sie beide nicht.
Auch wenn der weitere Verlauf der Change Communication noch nicht absehbar ist - bis hierhin ist alles bestens gelaufen, wenn auch offenbar anders als geplant. Herzlichen Glückwunsch!
Nachtrag: Was aus markentechnischer Sicht gegen Xing spricht, hat Hannes Offenbacher zusammengetragen.
dieser vorgang ist ein schönes beispiel dafür, daß eine marke nicht dem unternehmen, sondern seinen kunden gehört. und nun haben die kunden das gekapert, was ihnen sowieso zusteht ;-)
abgesehen davon hat es am wo-ende seitens openbc einige bemühungen gegeben, die kommunikation wieder selbst anzuführen. ich beispielsweise wurde von openbc direkt angemailt. ich finde das verhalten ob der kürze der zeit vorbildlich. und ob samstag oder montag die blogger wieder alles wissen, ist schon in vierzehn tagen auch wumpe.