So, wie versprochen noch ein paar Links für alle, die Nürnberg verpasst haben oder etwas effizienter nachbereiten wollen ;)

* Die "Berichte"-Seite im Wiki
* Nicole Simons Replik (Re: "Wo sind die Frauen?") auf einen Seitenhieb von mir im Telepolisartikel zu Barcamps allgemein und Nürnberg im Besonderen.
* Barcamp-Berichte im SoSo-Blog
* Noch viel mehr 'barcampnuernberg' bei Technorati
* The faces of Barcamp Nürnberg @ Flickr jede/r war aufgefordert, sich in einer 'Photobooth' abzulichten.
* Barcamp-Podcast beim Werbeblogger
* Die Datei des Second-Life-Podcasts hat offenbar Nicole. Also beobachten ;)
Mehr? Bitte in die Kommentare ;)

Von einer Pressemitteilung wie der folgenden träume ich jedenfalls...
"SinnerSchrader Analyse und das Team DreamingOfDakar.com haben heute die ihre Partnerschaft bekannt gegeben. Das Branding auf den Rennwagen wird entsprechend umgestellt.

Jörg Tschauder, Leiter der SinnerSchrader Analyse, sagt dazu: „Die Dakar ist eine unserer wichtigsten Marketingmaßnahmen im Sport mit einer globalen Wirkung. Durch unsere Partnerschaft mit dem Team DreamingOfDakar.com sind wir auf wichtigen Wachstumsmärkten präsent, was unser Markenimage und die Markenbekanntheit weiter fördern wird.“ Auf dem neuen Rennwagen Bowlers (R)evolution – The Nemesis ist das SinnerSchrader Analyse-Logo auf der fahrerseitigen A-Säule angebracht und so für alle TV-Kameras gut sichtbar.

Daniel Botz, Co-Founder und Fahrer von DreamingOfDakar.com, sagte: „Wir freuen uns, dass ein so wichtiger Partner wie SinnerSchrader Analyse seine Partnerschaft mit dem Team eingeht. Wir haben ein aufregende und harte Vorbereitung vor uns, bei der uns SinnerSchrader Analyse durch das Commitment helfen wird, unser Ziel zu erreichen; nämlich das Rennen zu gewinnen.“


In erster Linie eine ist das eine witzige Micro-Sponsoring Idee, der ich mich gerne anschließe, weil Marketing neben Analyse auch mit Träumen zu tun hat. Ich wünsche den Jungs jedenfalls viel Erfolg!

Die Internet World, man muss es an dieser Stelle einfach mal sagen, ist nach gut einem Jahr im neuen Format ungefähr das geworden, was seinerzeit Klaus Madzia mit Net-Business seligen Angedenkens werden wollte - das Zentralorgan der hiesigen Webwirtschaft. Mit Blick auf den nahen Jahreswechsel hat das Blatt auch Matthias Schrader gefragt, wie er zurück- und vorausblickt. Hier die Fragen und Antworten.

Welche Unternehmen sind denn für Sie jeweils die Auf- und Absteiger des Jahres und warum?

Aufsteiger sind alle Unternehmen, denen es gelingt, Marke und Vertrieb durch innovative digitale Plattformen zusammenzubringen. Leuchtturm 2006 war in diesem Sinne sicherlich Apple mit nikeplus.com. Aber auch von vielen Startups haben wir tolle Ideen gesehen.

Absteiger sind für mich die, die a) auf die nächste Blase warten und b) selbst helfen, diese Blase entstehen zu lassen. Es gibt und gab zu viele Quick-Flips (übersetzt etwa: gründen, um schnell zu verkaufen) in diesem Jahr.

Was waren in diesem Jahr die speziellen Herausforderungen für Ihre Branche allgemein? Welche Hauptentwicklungen sahen Sie in diesem Jahr?

Das Wort des Jahres war Web 2.0. Jetzt gilt es, aus einem Schlagwort für unsere Kunden sinnvolle Lösungen zu entwickeln, die sich nicht zuletzt auch rechnen lassen.

Was waren in diesem Jahr die speziellen Herausforderungen für Ihr Unternehmen?

Wie in jedem Jahr: die besten Talente für SinnerSchrader zu gewinnen.

Welche Erwartungen haben Sie für das Jahr 2007?

Dass die Themen, über die wir 2006 geredet haben, 2007 umgesetzt werden.

Wie stressbefreit könnte doch die Weihnachtszeit für meine Kinder sein, wenn sie wissen würden, ob es den Weihnachtsmann gibt und ob er Geschenke mitbringt. Und wenn ja welche, wie viele, wie wertvoll...? Befragung ist immer ein probates Mittel, das wenden sie auch an - andauernd, jedoch ohne Ergebnis. Der Gesamtetat für Geschenke, die Bereitwilligkeit der Anderen zum Schenken, die eigene Risikobereitschaft etc. wären sicherlich entscheidende Determinanten in einem Prognosemodell, das ihnen weiterhelfen könnte. Aber schließlich wollen sie kein Modell. Sie wollen ja Geschenke, mit denen sie persönlich etwas anfangen können.

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Wer noch keine Geschenkidee hat und trotzdem den Budgeteinsatz optimieren will, kann dies mit einem Expertenrat-basierten Entscheidungsbaum lösen.

Der Weihnachtsmann nutzt Google Analytics. Meine Kinder erwarten jedoch ein Echtzeit-Reaktion auf geänderte Wünsche. Ob da der Discount eines Web-Analyse Tool-Anbierters aus UK noch rechtzeitig kommt?

Na ja, Socken sind vielleicht auch nicht schlecht.

Ein herzliches Dankeschön

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An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal recht herzlich bei der SinnerSchrader AG und speziell Mark Pohlmann, Martin Recke und Matthias Schrader für die großzügige Unterstützung in Form eines Stipendiums bedanken. Wie Martin bereits angekündigt hat, werde ich von nun an von verschiedenen Konferenzen berichten, auf denen ich einen Vortrag halte. Zunächst wird das die Hawaii International Conference on System Sciences im Januar sein, weitere werden folgen.

Zunächst aber noch ein paar Worte über mich und mein Dissertationsthema: Mein Name ist Oliver Hinz und ich habe Wirtschaftsinformatik an der TU Darmstadt studiert, bevor ich dann bei der Dresdner Bank am Frontend für den Private Banking Bereich gearbeitet habe. Nach 3 ½ Jahren dort habe ich mich aber entschlossen, noch einmal an die Uni zurückzugehen. Seit 2004 bin ich daher wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Electronic Commerce an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und beschäftige mich mit interaktiven Preismechanismen.

Neben Auktionen ist das vor allem Reverse Pricing (auch Name-Your-Own-Price genannt), bei dem der herkömmliche Preismechanismus umgekehrt wird. Beim Reverse Pricing bietet der Käufer gegen eine unsichtbare Preisschwelle, die der Verkäufer festgelegt hat. Ist das Gebot höher als die geheime Preisschwelle, so erhält der Käufer den Zuschlag und muss den Preis in Höhe seines Gebots bezahlen. Andernfalls wird das Gebot abgelehnt und in Abhängigkeit der Ausgestaltung des Reverse Pricing kann der Käufer evtl. erneut ein Gebot abgegeben.

Wie bei Auktionen gibt es auch beim Reverse Pricing viele Ausgestaltungsmöglichkeiten, die den Erfolg des Verkaufs erheblich beeinflussen. Neben der Höhe der Preisschwelle kann der Verkäufer z.B. die Anzahl der möglichen Gebote, Wartezeit zwischen Geboten, Kosten für weitere Gebote und die Form der Gebotswahl festlegen (siehe Bild). Diese Designvariablen haben einen erheblichen Einfluss auf das Gebotsverhalten der Käufer und letztendlich daher auch auf den Gewinn des Verkäufers.

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Reverse Pricing wird z.B. von Priceline.com zum Verkauf von Flugtickets, Hotelzimmern und Mietwagen eingesetzt. Unser Projektteam führte bereits Aktionen u. a. mit GermanWings und Sulake und ihrem Habbo Hotel durch und konnte dadurch sowohl für Praxispartner als auch für unsere wissenschaftliche Arbeit interessante Erkenntnisse gewinnen.

Da die Käufer beim Reverse Pricing nicht in Konkurrenz zueinander stehen, ist ein wichtiges Teilziel meiner Dissertation zu erforschen, inwieweit sich die eigentlich geheime Preisschwelle über die Zeit herumspricht. Die Struktur des sozialen Netzwerks zwischen den Käufern ist dabei eine wichtige Determinante. Andersherum kann man aus den Geboten über die Zeit auf das soziale Netzwerk zurück schließen. Eine wertvolle Information für den Verkäufer. Mehr zu diesem Thema gibt es in naher Zukunft.

Im Januar werde ich aber erst einmal von interessanten Ergebnissen von der HICSS berichten. In meinem Vortrag, den ich dort halten werde, identifiziere ich im Übrigen die Treiber für die Weitergabe von Falschinformationen in Internet-Communities.

Zunächst aber allen Fischmarkt-Lesern frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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Neu bei arena: der BarFinder. Nur echt mit dem Google-Maps-Mashup. Hier um die Ecke gibt es gleich drei solcher Fußballtresen.

Nein, nicht für den Fischmarkt. (Obwohl...) Es geht um den Kongress, auf den wir unaufhaltsam zusteuern. Im Frühjahr soll der Nachfolger der Next 10 Years stattfinden. Wir brauchen Unterstützung bei allem, was damit zu tun hat. Bitte hier nachlesen und bewerben.

Weihnachtsfeier 2006

O Amazon, o Amazon (FTD, Ausriss)

Die FTD, deren Daily Toon sich gerade mit der Übernahme des Weihnachtsmanngeschäfts durch Finanzinvestoren und dem Outsourcing der Geschenkeproduktion nach Fernost beschäftigt, hat das neue Zentrallager von Amazon bei Leipzig besucht. Und ist beeindruckt.

Dr. Thomas Schnieders, Vice President New Media, OTTO

Anfang 2007 kommt Windows Vista auf den Markt. OTTO startet dann einen Online-Store auf Vista-Basis, mit dem ein neues Kapitel des E-Commerce beginnen wird. Der OTTO Store entsteht derzeit in den SinnerSchrader Studios.

Einen ersten Einblick gibt dieses Video (Windows Media, hier die Quicktime-Version).

Die eigene Firma gründen

Richard Seibt vom "Linux Business Campus Nürnberg" (LBCN) einem bundesweit operierenden Netzwerk zur Unterstützung und Beratung von Open-Source-Firmen, ging in einer Doppelsitzung - und unterstützt von anwesenden Gründern - die verschiedensten Aspekte einer Unternehmensgründung durch.
Skizziert wurde der Weg von der Idee über Teambildung - allein ist es schwierig, da war man sich einig - über das Konzept aus Marktanalyse, Businessmodell und Marktzugang - bis hin zur Finanzierung und Detailfragen, wie der Beteiligung von Mitarbeitern am Unternehmen.

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Seibts zentraler Tipp war, Netzwerke zu nutzen (Netzwerk Nordbayern, cyberone/doIT u.a.). Die dort stattfindenden Ideen-, Konzept- und Businessplanwettbewerbe stellen eine gute Chance für Start-Ups dar, zu qualitativ hochwertigen Businessplänen und guten Kontakten zu Geldgebern zu kommen. Man muss ja mit dem Gründen nicht warten, bis die Preisverleihung ist.Den Planungsaufwand hat man ja ohnehin. Die Preisgelder sollte man allerdings nicht als Geldzufluss von vornherein einbeziehen. Der Schutz der Plandetails wird in der Regel über NDAs oder Patente gewährleistet. Auch wenn das Bild vom unehrlichen Business Angel, der die Idee unter den Arm klemmt und mit einem anderen Team umsetzt auch hier an die Wand gemalt wurde.

Einen Einblick in die Forschung gibt hier demnächst der Frankfurter Diplom-Wirtschaftsinformatiker Oliver Hinz. Er bekommt von SinnerSchrader ein Stipendium, das ihm ermöglicht, seine Forschungsergebnisse auf internationalen Konferenzen zu präsentieren.

Und auf dem Fischmarkt. Freuen wir uns daher auf Berichte von der Hawaii International Conference on System Sciences, auf der Oliver Anfang Januar ein Papier vorstellen wird. Sein Forschungsthema sind interaktive Preismechanismen wie Auktionen und Reverse Pricing. Mehr dazu wird er demnächst hier selbst schreiben.

Realität versus Phantasie: Quo vadis Second Life?

Warum ist Second Life (SL) so erfolgreich? Warum zieht es aktuell so viele Firmenaktivitäten an? Welche Rolle spielen Metaverse bzw. Uni-Verse, den OpenSource-Konkurrenten? Verlieren Firmen ihre Investition in SL, wenn Konkurrenten Marktanteile absorbieren? All das sind Fragen, die in der Session zu Second Life eine Rolle spielten.

Einigkeit herrschte darin, dass Unternehmen, um in Second Life Aufmerksamkeit zu erreichen, einen Mehrwert bieten müssen: durch Event und Kommunikation – und das im Einklang mit der in der in SL herrschenden 'Kultur'. Nur 'Klötze' hinzustellen, in denen man drei Turnschuhe kaufen kann, reiche nicht aus.

Nach Berlin, Wien, Zürich und Köln findet das fünfte Barcamp deutscher Zunge an diesem Wochenende in Nürnberg statt. Bei dieser 'un-conference' ist jeder Referent und keiner nur Zuhörer.

Nach einer Kick-off-Party am Freitag Abend entsteht das Konferenzprogramm am Freitag Abend am Samstag morgen an zwei Pinwänden. Entstanden waren die Barcamps in den USA als Gegenbewegung zu exklusiven Zirkeln, die sich unter dem Titel Foocamp auf Einladung von Tim O'Reilly trafen.

Zentrale Orgastelle eines Barcamps ist ein Wiki. Der Eintritt ist frei, Räume und Catering, Wifi und Beamer stellen Sponsoren. In Nürnberg ist sogar das Wirtschaftsreferat der Stadt einer davon. Kaffee, Frühstück und Lunch sind frei, es gibt WLAN und T-Shirts. Und jede Menge "Web 2.0"-Adepten von Entwicklern (die hier heftigst umschwärmt werden, wenn sie Drupal oder "Second Life" kennen) über Blogger und Podcaster bis zu den Marketingexperten.

Diskutiert wird über Podcasts, Projektmanagement in Softwareprojekten, Firmengründungstipps , Gegenwart und Zukunft von "Second Life" oder über die Frage, wie Google im Inneren tickt. In einem Raum ist die neue Wii-Konsole von Nintendo aufgebaut, bei der man beim Tennisspielen auch wirklich ins Schwitzen kommt - und wird eingehend getestet.

Ausführlichere Berichte folgen.

Weihnachten 2.0 @ SZ-Mediathek
Mit dem freundlichen Hinweis auf die Weihnachtsaktion der Neuen Informatik erinnert mich Maximilian Diener an den Stapel noch zu versendender Weihnachtskarten auf meinem Schreibtisch.

"Feiern Sie Weihnachten 2.0", lese ich auf der Karte der Informatik, "...mit Ihrer Social Community vor dem Weihnachtsbaum, generieren Sie Content mit lieben Briefen und Gedichten, und lassen Sie auch einmal andere für sich arbeiten!"

Zum Beispiel so: Scholz & Volkmer lässt Geschenke denken, die Neuen Informatiker empfehlen Bücher.

TUIfly.com in gelb
Seit zwei Minuten wird die TUI-Pressekonferenz live im Web übertragen.

Die neue TUI-Markenwelt in blau und gelb

Vorstandschef Michael Frenzel in seiner Rede:

Ziel unserer Internetstrategie ist es, zum führenden europäischen webbasierten Reiseunternehmen zu werden. [...] Heute erzielen wir rund 18 Prozent unseres Gesamtumsatzes im Internet, der sich sehr unterschiedlich über die verschiedenen Märkte verteilt. Im Durchschnitt erwarten wir in den nächsten drei Jahren ein Wachstum von 50 Prozent in den einzelnen Märkten, so dass wir unseren Internetanteil am Gesamtumsatz auf mindestens 25 Prozent erhöhen werden.
Die neue TUIfly.com


Die SinnerSchrader Studios betreuen u.a. hlx.com und TUIfly.com.

Philipp Schindler, Nordeuropachef von Google, streut im Interview mit Horizont (die ersten drei Fragen samt Antworten gibt es für Abonnenten auch im Web) den Medienunternehmen etwas Sand in die Augen:

Medienunternehmen erstellen Inhalte orginär selbst und beschäftigen Redakteure. Google beschäftigt dagegen extrem viele Ingenieure und Programmierer - deshalb sind wir ein Technologieunternehmen und kein Medienhaus. Vielleicht haben wir diesen entscheidenden Unterschied in der Vergangenheit nicht genügend kommuniziert.
Was Google aber überhaupt nicht kommuniziert und Schindler auch nicht, ist die Tatsache, dass Google mit Ingenieuren und Programmierern extrem vieles von dem macht, was Medienhäuser mit Redakteuren und Anzeigenverkäufern tun. Um da noch einmal Robert Young (GigaOM) zu zitieren:
The only way for traditional media companies to leverage the core competencies they have today in order to compete with Google’s Ad/OS, in the long run, is to start breeding ad salespeople who will have the expertise and capability to sell across all media platforms. Sure, that’s feasible… when pigs can fly.
"Mit Hochdruck" arbeitet Google laut Schindler an zwei Themen:
  1. Das Geschäftsmodell und die Logik von Adsense sollen auf Video-basierte Inhalte übertragen werden.
  2. Für den Urheberrechtsschutz soll eine Lösung gefunden werden, die alle Seiten zufriedenstellt.
Wir werden sehen.

Technikwürze

Der Design- und Webstandards-Podcast Technikwürze feiert sein einjähriges Bestehen mit einer Diskussionsrunde. Dabei sind Peter Müller, Jens Grochtdreis (SinnerSchrader Studios Frankfurt) und David Maciejewski.

Und da wir schon beim Thema sind: Ein Blick in den Adventskalender der Webkrauts kann auch nicht schaden.

Nach einer kürzlich von McKinsey & Company veröffentlichten Studie besteht das größte Problem der Marketiers im (wilden) Wachstum der Medienkanäle, Kundensegmente und Produkte. Marketingabteilungen sind daher immer stärker gezwungen, Komplexität zu reduzieren. Dies gelingt ihnen am besten mit der Unterstützung moderner Mess- und Steuerungssysteme, fokussierten Planungsprozessen und kennzahlgestützten Steuerungsmechanismen.


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Laut Peter Kim von Forrester Research ist vor dem Hintergrund der zunehmenden Fragmentierung der Medienlandschaft die Etablierung eines holistischen Marken Monitoring von Nöten, das auf der Sammlung, Aggregierung, Analyse und Interpretation von Marketing-Daten basiert. Paula Sneed, Marketing Executive Vice President bei Kraft Foods, Inc. wünscht sich in diesem Zusammenhang mehr “observational and predictive tracking.”

Nach Prof. David Reibstein sind es insbesondere diese immateriellen Werte (intangible assets), die die wesentliche Treiber für Wertsteigerung von Unternehmen sind. "It's hard for us to gain support for marketing when we're only given financial data."

Marketing Kennzahlen müssen jedoch mehr bewirken als dass bloße Befüllen von Excel Spreadsheets. Vielmehr geht es darum, auf der Basis gesicherter Erkenntnisse Marketing-Maßnahmen zu entwickeln, die entsprechende positive finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen. Marketing ist eben auch ein Tuwort.

leweb3.jpg
Seit gestern trifft sich das Who is who der europäischen Webszene in Paris auf der Le Web 3. Von dort berichtet live unser Korrespondent Mark Pohlmann. Hier sein erster (von gestern) und sein zweiter Bericht. (Simon Perres ist übrigens in Deutschland besser als Schimon Peres bekannt.)

Die angekündigten Live-Videos funktionieren dem Anschein nach nicht. Nachtrag 14:27 Uhr: Gerade fängt mein Kopfhörer an zu quaken - es gibt ein Livebild aus Paris.

Web 2.0 - Was ist dran am Hype?

Wie immer ohne Tonspur: die Folien (Flash, 52 MB) zu einem Vortrag, den Matthias Schrader am 27. November bei der Deutschen Bank in Frankfurt hielt.

Nein, leider können wir die Tonspur nicht nachliefern. ;)

Nachtrag: Auf vielfachen Wunsch kommt hier eine Alternative zu Flash - die Folien als Quicktime-Movie (75 MB).

swivel.com

Kein Tag, an dem nicht eine neue Web-2.0-Idee an den Start geht. Nun gibt es auch eine Community für Numbercruncher: Swivel ist online. Auf den ersten Blick ist eher Unrelevantes zu verzeichnen, wie zum Beispiel der Vergleich von Weinkonsum- und Verbrechensentwicklung.

Fraglich ist in meinen Augen vor allem, ob jemals wirklich interessante Analysedaten - etwa fortgeschrittene Web-Analyse, CRM-Daten aus Unternehmen oder wissenschaftliche Analysen - einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden (können).

Dennoch in meinen Augen eine sehr interessante Idee, die nicht nur das Tekki-Herz höher schlagen lässt – auch wenn es in dieser kritischen Zielgruppe nicht ganz einfach wird. Zu hoffen ist, dass die aktive Swivel-Community wächst und das Bewertungs- und Feedbacksystem die Relevanz und Qualität steigern helfen.

Zwei (natürlich nicht neue, aber trotzdem wertvolle) Erkenntnisse vom ersten Social Web Marketing Forum am Nikolaustag:

Friederike Ahlers

Kommunikation 2.0 ist per definitionem offene Kommunikation. Und die kann (in Marketing und Vertrieb) nur funktionieren, wenn auch das Produkt stimmt. Ist das nicht der Fall, dann sollte man zuerst das Produkt in Ordnung bringen und erst danach darüber sprechen. (Friederike Ahlers, Frosta)

Oliver Rengelshausen

Es geht nicht um Werkzeuge. Niemand braucht ein Blog oder ein Forum, wenn er kein Thema hat. Deshalb sollte man zuerst fragen, was das Thema ist, und dann darüber kommunizieren. Nicht umgekehrt. (Oliver Rengelshausen, o2)

Talk to Your Mavens

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SinnerSchrader ist seit heute offiziell mit einer neuen Unit am Markt: Online Conversations. Was, warum und worüber - drüben im themenblog.

Für 30 Euro geht die openBC-Aktie an die Börse, und exakt auf 30 Euro lautet auch der erste Kurs.

Der erste Börsengang der Ära Bubble Web 2.0 ist damit in trockenen Tüchern. Glückwunsch an Lars Hinrichs & Co.!

Mit 30 Euro wird openBC am unteren Ende der Preisspanne bewertet, die bis 38 Euro reichte. Da alle Aktien plaziert wurden, liegt der Gesamterlös aus dem Börsengang bei 75,2 Millionen Euro, openBC ist damit 156 Millionen Euro wert.

12.38 Uhr
Der Kurs hängt seit drei Stunden wie festgenagelt kurz über der 30-Euro-Marke. Was jetzt vermutlich geschieht: Die Konsortialbanken kaufen, solange das Angebot größer als die Nachfrage ist, Stück für Stück den Greenshoe zurück.

14.52 Uhr
Der Kurs ist unverändert. Ben Schwan rechnet vor, wer wieviel bekommt und hat eine erste Presseschau.

15.17 Uhr
Wann und wo hat Lars Hinrichs die wahrscheinlich erste öffentliche Andeutung zum möglichen Börsengang von openBC gemacht? Es war am 11. Mai auf der Next 10 Years in Hamburg. Hier der Videobeweis (die Passage beginnt in der 37. Minute):

Christian Rickens hat den Dialog im manager magazin 7/2006 niedergeschrieben:

Hinrichs: "Auf jeden Fall, wir haben eine Bubble 2.0, und es wird auch wieder eine gewisse Down-Phase geben."

Leybold: "Bubble 2.0 ist ein großer Ausdruck. Im Moment wird zwar alles ein bisschen überbewertet. Aber wir haben noch nicht die Börse, die überreagiert wie in den späten 90ern."

Hinrichs: "Das heißt, wir haben noch zwei Jahre, um einen Börsengang zu machen?"

(Wird fortgesetzt.)

Musicload
Musicload hat sich entschieden, DRM-freie Tracks in das Download-Angebot aufzunehmen, berichtet iBusiness. Der 10. Geburtstag des Berliner HipHop Labels "Four Music" war wohl der Annlass hierfür, erstmals MP3- statt WMA-Dateien zu distribuieren. Eine tolle Nachricht auch für Mac-User, die erstmals in den Genuss von Musicload kommen.

Doch was steckt dahinter? Strategiewechsel bei Musicload oder Antwort auf Microsofts Zune? Die Nutzer werden sich freuen, dass einmal legal erworbene Rechte nicht mehr limitiert werden. Frohe Weihnachten!

Die Zeichen der Zeit sind bereits erkannt: Nach Web 2.0 ist es nun Zeit für Web-Analyse 2.0 und damit auch KPI 2.0. Erfolg ist planbar, auch im Web. Jörg Tschauder hat dies bereits in seiner Präsentation auf dem Internet World Kongress in München gezeigt.

Auf dem Online Marketing Forum am vergangenen Donnerstag wurde der Faden jetzt wieder aufgenommen und weiter gesponnen. Das Einführungsreferat machte es uns noch einmal deutlich: Während das Thema Web 2.0 im Publikum noch Stöhnen hervorrief („Schon wieder!“, „Gibt es nichts Neues?“), verwies Dimitrios Haratsis (eprofessional) auf den nächsten fälligen Schritt, den es zu diskutieren galt: Um Web 2.0 messen und steuern zu können, benötigen wir Web-Analyse 2.0.

kpi20.png

Wie viele User haben meine Seiten besucht? Wie viele Pageimpressions generieren die User? Wie viele Produkte habe ich verkauft? Erfolgskontrolle hin oder her - im Rahmen von Web 2.0 reicht es nicht mehr aus, nur zu wissen, was war.

Um eine erfolgreiche Website zu gestalten, muss ich auf das Verhalten meiner User stärkeren Einfluss nehmen. Das erreiche ich, wenn ich mich stärker an den Bedürfnissen der einzelnen User orientiere, für jeden User zur richtigen Zeit das richtige Angebot habe.

Doch um die richtigen, kundenindividuellen Inhalte anbieten zu können, muss ich meine User besser kennen, müssen die richtigen Fragen gestellt werden. So zum Beispiel: Welche Eigenschaften hat mein User? Welchem Segment kann ich ihn zuordnen? Erkenne ich den User am Verhalten wieder?

Der Weg ist bereitet, nun muss er beschritten werden.

Bei Jung von Matt/Next treten Matthias Maurer (Beratung) und Simone Ashoff (Kreation) die Nachfolge von Peter Kabel an, der zum Jahresende geht, wie schon im Juli öffentlich vermutet wurde. So jedenfalls berichtet heute der Kontakter und meldet es die w&v.

Die Zeichnungsfrist hat heute begonnen und endet am Mittwoch für Privatanleger um 12.00 Uhr (MEZ) und für institutionelle Anleger um 14.00 Uhr (MEZ).

Mit 30 bis 38 Euro wird die Aktie eher am unteren Ende der im Börsenprospekt nachzulesenden Erwartungen bewertet, die bis 58 Euro reichten. Der Gesamterlös aus dem Börsengang würde, falls alle Aktien plaziert werden, zwischen 75,2 und 95,4 Millionen Euro liegen, openBC wäre dann 156 bis knapp 198 Millionen Euro wert.

Anzeigenmotiv von arena
Punktgenau erreicht unser Kunde arena sein im Oktober angehobenes Ziel, noch vor Weihnachten den millionsten Kunden zu begrüßen. Glückwunsch!

manager magazin 12/2006 (Titelkopf)

Ziemlich wenig Touristik hier auf dem Fischmarkt, bemerkte neulich ein A-Blogger im Gespräch. Stimmt. Das muss anders werden.

Das manager magazin hat im Dezemberheft eine sehr schöne Geschichte (nicht online) über Expedia, das auf dem besten Wege ist, die herkömmlichen Touristikkonzerne links zu überholen.

Mit einen Bruttoumsatz (=bewegtes Reisevolumen) von 15,6 Milliarden Dollar liegt Expedia heute schon knapp hinter der TUI und deutlich vor Thomas Cook - mit einem Bruchteil der Mitarbeiter (TUI: 50.500, Thomas Cook: 23.300, Expedia: 6.500). Der operative Gewinn kann sich sehen lassen. Der Unterschied:

Die Internettouristiker arbeiten
  • ohne eigene Hotels, Flugzeuge oder Auskunftsagenturen,
  • ohne Kataloge,
  • ohne langfristig kalkulierte Preise,
  • ohne Abhängigkeit von Reisebüros.
Ihre Ware kaufen sie frei am Markt und reichen sie mit einem Aufschlag weiter, meist via Internet, gelegentlich auch per Callcenter.

Was den etablierten Touristikern laut manager magazin Sorgen bereitet, ist das wachsende Eigengeschäft von Expedia. Die Bausteinreise kommt, aber anders als TUI & Co. sich das gedacht haben. Dabei setzt auch TUI inzwischen 1,8 Milliarden Euro im Internet um.

Ein hübscher Betrag, der allerdings vor allem bei Tochtergesellschaften anfiel: bei hauseigenen Fluglinien wie HLX oder beim Last-Minute-Spezialisten L'Tur, an dem der Konzern beteiligt ist.

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