Web-Analyse 2.0: Erfolg ist messbar UND planbar

Die Zeichen der Zeit sind bereits erkannt: Nach Web 2.0 ist es nun Zeit für Web-Analyse 2.0 und damit auch KPI 2.0. Erfolg ist planbar, auch im Web. Jörg Tschauder hat dies bereits in seiner Präsentation auf dem Internet World Kongress in München gezeigt.

Auf dem Online Marketing Forum am vergangenen Donnerstag wurde der Faden jetzt wieder aufgenommen und weiter gesponnen. Das Einführungsreferat machte es uns noch einmal deutlich: Während das Thema Web 2.0 im Publikum noch Stöhnen hervorrief („Schon wieder!“, „Gibt es nichts Neues?“), verwies Dimitrios Haratsis (eprofessional) auf den nächsten fälligen Schritt, den es zu diskutieren galt: Um Web 2.0 messen und steuern zu können, benötigen wir Web-Analyse 2.0.

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Wie viele User haben meine Seiten besucht? Wie viele Pageimpressions generieren die User? Wie viele Produkte habe ich verkauft? Erfolgskontrolle hin oder her - im Rahmen von Web 2.0 reicht es nicht mehr aus, nur zu wissen, was war.

Um eine erfolgreiche Website zu gestalten, muss ich auf das Verhalten meiner User stärkeren Einfluss nehmen. Das erreiche ich, wenn ich mich stärker an den Bedürfnissen der einzelnen User orientiere, für jeden User zur richtigen Zeit das richtige Angebot habe.

Doch um die richtigen, kundenindividuellen Inhalte anbieten zu können, muss ich meine User besser kennen, müssen die richtigen Fragen gestellt werden. So zum Beispiel: Welche Eigenschaften hat mein User? Welchem Segment kann ich ihn zuordnen? Erkenne ich den User am Verhalten wieder?

Der Weg ist bereitet, nun muss er beschritten werden.

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6 Kommentare

Also dass verstehe ich nun nicht. Wo ist der Unterschied zwischen jetztigen und "alten" Analysesystemen zu neuen 2.0. Conversions wird doch schon seit einiger Zeit getrackt und auch das Userverhalten. Typo3 hat dies z.B. schon lange integriert. Jedes gut CRM nutzt diese Möglichkeiten. Die Verhalten werden ja auch schon rigoros (z.B. von AMAZON) ausgewertete und genutzt. Wenn man sich etracker ansieht sieht man was möglich ist und auch google analytics zeigt was geht. Nur ein 2.0 hinter etwas zu setzten ist doch nicht das Zeichen für was "neues und innovatives"? Es ist wohl eher der inbegriff mal aufzuhorchen, was das Internet alles bietet und es nun auch mal zu nutzen. Nebenbei sei bemerkt, dass natürlcih auch die ganzen Spyware Programme ein Tracking immer schwerer machen. Früher waren z.B. Seiten übergreifende cookies kein Problem. Heute gehen Sie in sicheren IT Strukturen nicht mehr (bei mir wird z.b. zanox etc. eliminiert). Freue mich aber um aufklärung und interessante neue Infos über neue Tracking Mechanismen

eine sache die bereits vor ein paar jahren in den raum gestellt wurde. amazon ist wohl das idealmodell, wie es sein sollte.

Natürlich bieten viele Tools schon die Möglichkeiten mehr über die Kunden zu erfahren, sie genauer zu tracken bzw. zu analysieren und Maßnahmen abzuleiten bzw. seine Website zu optimieren. Da wären z.B. WebSidestory, Omniture oder Webtrekk, die sogar deutlich mehr können, als die von Simon erwähnten Tools etracker oder google analytics. Doch wirklich nutzen tun es die wenigsten. Die meisten sind immer noch froh, überhaupt zu wissen, "Wie viele Leute waren denn jetzt auf meiner Seite?", "Wie viele Pis haben sie generiert?" und "Was sind die typischen Abbruchseiten?". Das Rad muss hier nicht in jeder Hinsicht neu erfunden werden, es muss den Unternehmen/Betreibern in erster Linie bewusst gemacht werden, was alles möglich ist. Amazon ist da sicherlich schon mal ein gutes Beispiel zum Einstieg, doch es geht noch deutlich mehr. Genau dieser Denkanstoß soll mit dem Eintrag gegeben werden. Es werden sicherlich weitere Beiträge zu dem Thema auf diesem Kanal folgen...

Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass Sinnerschrader Analyse nichts besseres einfällt, als populistisch Worthülsen zu kombinieren - und das noch unter Zuhilfenahme von Claim - Schnippseln des Mitbewerbs.
Für uns war Erfolg schon in 2003 messbar und unsere Kunden wissen, welche Zahlen man sich ansehen muss - vielleicht hat Sinnerschrader bisher die Agenturkunden etwas kurz gehalten? Wäre ja auch vermessen, wenn der Kunde auf die Idee kommt, nachzumessen ob die Agentur-Versprechungen sich monetär niederschlagen ...

Dieser Ganze "2.0 - Mist" setzt doch eigentlich voraus, dass es einen "1.0 Mist" überhaupt gegeben hat. Wie viel Prozent des Marktes haben mit Tracking wirklich ernsthaft gearbeitet, bevor Google Analytics den Markt überschwemmte?
Sind wir im Tracking nicht eher noch bei "1.0". Wo sind die Schnittstellen zu Dashboards und die Integration in ERP-Systeme.

Alles mal pauschal "2.0" zu nennen, klingt für mich eher unseriös, oder?

Panta rhei ist wohl die einfachste Antwort auf die Frage, warum nun ein 2.0 auch in der Web-Analyse den sich immer wieder weiterentwickelnden internetbasierten (sozialen)Geschäftsmodellen folgt/folgen muss: Mit dem Fortschreiten der Business Logik und neuen technischen Möglichkeiten erleben wir in meiner Wahrnehmung gegenwärtig eine Neuinterpretation der Web-Analyse. Unter http://scobleizer.com/2006/10/25/new-audience-metric-needed-engagement/ bzw. http://www.webanalyticsdemystified.com/weblog/ ist beispielsweise eine Diskussion im Gange, die 2003 in dieser Form sicherlich nicht geführt wurde.

Ebenso glaube ich auch, dass technische/budgetäre Restriktionen eine weitergehende Integration der Web-Analyse in den Unternehmenskontext teilweise behindern. Ein Zielphoto könnte sich dadurch auszeichnen, dass nicht nur (ERP-basierte) Produktdeckungsbeiträge in die Web-Analyse einfließen, um somit eine Wertbetrachtung einzelner Segmente durchführen zu können sondern, sondern dass in Zukunft die Änderung des Produktpreises auf der Basis von Echtzeitanalysen erfolgen kann (http://www.fischmarkt.de/2006/11/its_magic.html#comments ). Wir reden hier also nicht allein mehr über die Werbeerfolgskontrolle (placement/ promotion) sondern auch über analysebasiertes Produkt- und Ertragsmanagement (product/price).

Ich freue mich auf jeden Fall über/auf eine weitere Diskussion und Weiterentwicklung der Web-Analyse – ohne Plattitüden.

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