
Dieser Schweizer Schönling hat eine eigenwillige Interpretation von User Generated Content: Man fotografiere sich halbnackt, füge ein Gucci Logo hinzu und buche für 50.000 $ eine zweiseitige Anzeige bei der Schweizer Sonntagszeitung. Die Rechnung schicke man an – Gucci, na klar.
Does this man need help or is he the industry's answer to guerrilla marketing?
fragt Adrants.
Alle anderen freut’s – die Autoren, die Leser, die Medien.
Bei Gucci hält sich die Freude über eine ganze Menge Publicity for free in Grenzen. Nur Gucci hat natürlich noch nicht erkannt, wie toll es ist, dass „Inhalte anderen Interessierten kostenfrei zur Verfügung gestellt“ werden . Und lässt den Täter jagen.
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Dass sich Unternehmen neu positionieren (müssen), ist nicht wirklich neu. Vielmehr ist für Unternehmen neu, dass ihre Marken fremdgesteuert positioniert werden. Den beliebten Blogs und Message Boards kommt hierbei eine zentrale Rolle zu: Sie werden als Einflussnehmer vor allem für Interessenlenkung und Kaufentscheidung von Produkten immer bedeutender. |
Es ergeben sich viele Fragen aus diesem Umstand:
"Wie sollten Unternehmen reagieren, wenn die Zielgruppen eigene Inhalte/Spots kreieren?"
"Sind Marken nicht längst demokratisch formbar? Ob Unternehmen das wollen oder nicht?"
"Wer gaukelt eher Realitäten vor, die es nicht gibt: Die Marken oder das Web 2.0?"
Marken verlieren ihre kommunikative Macht. Die Multiplikation von negativen Amateur-Botschaften durch Suchmaschinen macht aus Konsumenten-Beeinflussung eine handfeste Markenbedrohung.
SinnerSchrader Analyse zeigt in einem neuen Whitepaper Ansätze, wie Marken auf diese Bedrohungen reagieren können, damit die Markenbotschaft unmissverständlich gehört, in der Blogosphere entsprechend reflektiert wird und auch in den Suchergebnissen wie gewünscht ankommt.
Entscheidertreffen auf der CeBIT. Nein, gemeint ist nicht das WeblogCamp@CeBIT. Zwei Tage vorher veranstaltet Axel Springer die Computer Bild CeBIt CEO Conference. Springer-CEO Mathias Döpfner hält die erste Keynote, eine weitere Karstadt-Quelle-Chef Thomas Middelhoff.
Das dritte Panel scheint mir das spannendste zu sein - und nicht nur, weil Matthias Schrader dabei ist. Mit ihm diskutieren Lars Hinrichs (Xing), Holger Jung (Jung von Matt), Rudolf Gröger (O2) und Klaus-Peter Schulz (BBDO). Das Thema: "Kunde versus Community: Wie entscheiden Konsumenten in 2010 – Werbebotschaft oder Meinungsaustausch?"

Jimdo hat sich einiges vorgenommen. Den Google Page Creator zu attackieren zum Beispiel. Zu diesem Zweck wurde soeben der neue Dienst "Jimdo – Pages to the People" gelauncht.
Mit beiden Diensten (Google und Jimdo) können einfach Webseiten erstellt werden, aber:
"In einigen Bereichen geht Jimdo wesentlich weiter als Googles Page Creator, ohne dabei auf eine angenehme Benutzung zu verzichten, und dank einer vorgefertigten mehrseitigen Webpräsenz kann der Anwender schon in wenigen Minuten eine größere Webseite seinen eigenen Bedürfnissen entsprechend anlegen."
Die Macher von Jimdo freuen sich über das „schier unglaubliche
Userfeedback“ . Wir freuen uns mit und wünschen unseren ehemaligen Nachbarn alles Gute!

Es klingt vielleicht etwas paradox, aber die Zeichen der Zeit deuten darauf hin. Und es ist ja auch völlig logisch: Wenn die Reise weg von installierter Software hin zu webbasierten Anwendungen geht (Google-Sprecher Kay Oberbeck in der SZ zum Thema Google Apps Professional Edition), dann müssen die natürlich auch dann funktionieren, wenn das Web mal nicht verfügbar ist.
Die aktuellen Stichworte dazu lauten zum Beispiel Adobe Apollo, Firefox 3 oder auch, um das Unaussprechliche auszusprechen, Windows Presentation Foundation (WPF). Auf deren Basis gibt es inzwischen eine Reihe von Newsreadern, die auch offline funktionieren. Das gibt mir die willkommene Gelegenheit, den ebenfalls WPF-basierten und offlinefähigen OTTO Store zu erwähnen.
Das Offline-Web war eines der heißen Themen der Future of Web Apps, die bis gestern in London tagte. Und wieder einmal ohne stabil funktionierendes WLAN auskommen musste. Das Web geht offline. Sagte ich das schon?
Foto: gluemoon@flickr
Der Fischmarkt hat jetzt auch einen Bücherladen. Und dort gibt es natürlich nicht irgendwelche Bücher, sondern die Auswahl des Chefs - man beachte das Banner, das hier mal probeweise mitläuft.
Nein, es ist kein aStore. Denn die SZ-Mediathek hat jetzt ein eigenes Affiliate-Programm. Und mit 8 Prozent Provision ein durchaus attraktives. Oder?
Die SZ-Mediathek wird von SinnerSchrader betreut.

Das Schlämmerblog hat in den Deutschen Blogcharts in Woche 4 schon Platz 29 erklommen. Bei Blogscout liegt es auf Platz 2. Und Horst Schlämmer macht Führerschein auf Kosten von VW. Hätten wir das auch endlich geklärt und können uns frischen Themen zuwenden.
Zum Beispiel Westropolis. Das Kultur-Blog von West Eins hat diese Woche den Vorhang gehoben und wird von den üblichen Verdächtigen Medienbeobachtern als Vorbote der WAZ 2.0 insgesamt wahrgenommen. Westropolis ist ein Teil der WAZ-Aktivitäten zur Kulturhauptstadt 2010 in Essen und Umgebung.
West-Eins-Chefin Katharina Borchert plaudert in einer Blogsprechstunde bei politik-digital ein wenig aus dem Nähkästchen:
Yep, wir haben westropolis.de als eine Art Pilotprojekt gestartet - Spielwiese trifft das schon sehr gut. Wir wollten intern sowohl technische als auch redaktionelle Abläufe proben. Westropolis wird dann in westeins integriert.
Und wie sieht die WAZ 2.0 aus?
Die WAZ sieht im Web 2.0 immer noch wie eine klassische Nachrichtenseite aus, bietet aber vielfältige Interaktionsmöglichkeiten, angefangen von Kommentaren (unregistriert möglich) bis hin zu eigenen Blogs von Lesern, social bookmarking und so weiter. Die Planungen für westeins sind sehr weit gediehen und befinden sich irgendwo mitten in der Umsetzung.
Es bleibt spannend.
Bei uns schlägt seit Jahren der Manufactum-Katalog gleich in doppelter Ausführung auf, und ich lese die kulturkritischen Elaborate von Thomas Hoof nach wie vor mit Genuss. Nur mit dem Web tut sich Manufactum ähnlich schwer wie fast alle Versender, die unter dem Zwang zum Multichannel und dessen Bürden ächzen.
Weniger einsturzgefährdet sind Neubauten ohne Altlasten aus Vor-Netz-Zeiten. DaWanda ist eine Art Manufactum ohne ideologischen Überbau, ohne Hinterlassenschaften aus der industriellen Hochzeit und ohne klassisches Versandgeschäft.
Also ganz anders, aber doch verwandt in der Zielgruppenansprache. Denn auch DaWanda wendet sich - à la Etsy - an
eine kaufkräftige und anspruchsvolle Zielgruppe, die für erstklassige Produkte, aufwendige Herstellungsverfahren und den persönlichen Kontakt zum Produzenten den entsprechenden Preis zu zahlen bereit
ist (iBusiness). Statt guter Dinge aus vergangenen Tagen bietet DaWanda Handgefertigtes von Kunsthandwerkern und Privatpersonen. Und natürlich hält sich DaWanda nicht mit der Logistik auf, sondern überlässt Versand und Inkasso nach dem Ebay-Prinzip den Anbietern selbst.
Lauschen wir zum fröhlichen Ausklang dieser kleinen Geschichte nun Exciting Commerce:
Für DaWanda läuft es gerade mehr als prächtig: Nach SinnerSchrader für die PR und Spreadshirt als strategischen Partner konnten die beiden Gründer Claudia Helming und Michael Pütz nun Holtzbrinck Ventures als Investoren gewinnen. Das hat Martin Weber von Holtzbrinck Ventures mittlerweile gegenüber ibusiness bestätigt.
Glückwunsch an das DaWanda-Team, das nach der Übernahme von Sozeug.net nun zumindest in Deutschland allein auf weiter Flur ist und den Vorsprung nun entsprechend nutzen kann.
Mag. Michael Schuster beim Elektrischen Reporter
„Wir verwenden Hierarchien, endlose Ordnerstrukturen, unübersichtliche Datenbanken und vor allem Email um zu kommunizieren und zusammen zu arbeiten. Ist es nicht an der Zeit, unsere Arbeitsweise zu überdenken und unsere Tools an die Herausforderungen anzupassen?“
Fragt das österreichische Startup System One und bietet als Lösung eine web-basierte Plattform an, die die Basistechnologien aus den Bereichen Social Software, Semantic Web und Information Retrieval verbindet.
Die Plattform soll Menschen in Unternehmen helfen, Informationen leichter zu finden, sie zu sammeln und neu zu ordnen, gemeinsam daran zu arbeiten und Information zu verteilen. Das klingt einfach – ist es auch, und hat enormes Potential:
„Es ist die spielerische Einfachheit und die dahinter stehende vernetzte Komplexität, die uns staunen und schmunzeln lässt. Systemisches Denken, umgesetzt in ein multifunktionales Interface im Browser.“
Techcrunch meint:
"The UI is as beautiful as the concept; it’s very simple to understand and use, the kind of thing that non-technical users won’t be scared of at all. ... Many people really like online collaboration and document development systems, but security has been a major impediment for enterprise use. The option of getting a SystemOne box on site could be a great solution to that problem. ... the fundamental concept of SystemOne is great."
Auch dahin lohnt ein Blick: System One experimentiert mit Prototypen: Retrievr z.B. findet flickr Bilder visuell durch einfache Zeichnungen.

Gesehen in Gmail Google Mail: Word-Dateien lassen sich jetzt auch direkt in Google Docs öffnen. Ein kleiner, aber wirkungsvoller Schritt.
Morgen auf dem Spiegel-Titel: Second Life & Co.
Heute schon bei Podcastra: Zweites Leben
Kleiner Nachtrag: Holm Friebe rezensiert die Spiegel-Titelgeschichte.
| Heute habe ich von Gary Angel, einem der US Web-Analytics Gurus, ein Whitepaper zum Thema Web-Analyse Toolauswahl vorab zugesendet bekommen. Gary hat festgestellt, dass sich die Anforderungen bei der Auswahl des Tools oftmals stark von den späteren Anforderungen aus dem Tagesgeschäft unterscheiden. | ![]() |
| Moderne Tools liegen bezüglich der von Unternehmen meist genutzten Funktionen sehr eng zusammen. Gary's Whitepaper fokussiert seine Tool-Auswahl Betrachtung genau auf diese populären Funktionen (Visitor Segmentation, Dimensional Reporting, Management Reporting, Setup, and Content Classification). Übrigens liegen hinter diesen Funktionen auch die (versteckten) Kostentreiber für die Beschaffung und den Betrieb der Tools. Das Papier besticht auch ohne Thriller-Plot und unvorhersehbare Wendungen. Lesen von Spuren in Download file. | |

Multichannel ist ein altes, noch immer uneingelöstes Versprechen und eine Aufgabe für jeden Versender - Fluch und Verheißung zugleich. Es ist eine Schlacht an vielen Fronten, und eine davon ist die technische Seite.
Nun schickt sich ein neuer Spieler an, aufs Feld zu laufen. Sein Name, ganz programmatisch, lautet n2N Commerce. Der erste Kunde, kein Zufall, heißt Victoria's Secret. Der Versender wird sein gesamtes, 1,3 Milliarden Dollar schweres E-Commerce- und Kataloggeschäft auf einer einzigen Plattform betreiben.
n2N Commerce ist ein Spin-off von Limited Brands, der Muttergesellschaft von Victoria's Secret. Trotzdem hält Jeff Barry die Nachricht für signifikant:
It’s a sure sign of changing times when a $1.3 billion direct-to-customer, multichannel business decides to switch to a software-as-a-service platform. The big news related to the n2N model is the scale involved. Prior to this, only small- to medium-sized companies have used on-demand solutions. N2N’s goal is to be the first cross-channel, on-demand, e-commerce software solution designed for large multichannel retailers.
Tamara Mendelsohn von Forrester ist vorsichtiger:
The company is targeting only the very largest of retailers (top 50), so it has the advantage of a highly targeted audience, however with such a small market they have limited opportunities and a limited timeframe. Its first challenge is putting this platform together -- it has chosen the technologies pretty wisely to speed up the development process, but despite a very aggressive time frame with Victoria Secret and by the time it brings the full solution to market, it may have missed the boat – there are several other vendors who have come to me recently with plans to do the same thing, and many retailers are beginning the replatforming process -- choosing vendors and creating a strategy -- NOW.
Science-Fiction pur, aber das Fiction können wir bald streichen, das sieht schon unfassbar fertig aus! Über das iPhone kann man da nur noch lachen!

Mark "Online Conversations" Pohlmann freut sich über diese Passage:
In der Tat verstehen Verbraucher heute mehr und mehr die Mechanismen des Marketings. Wenn wir künftig nicht als Eindringlinge empfunden werden wollen, ist intelligentere, humorvollere Ansprache gefragt.Bei den Absendern des Mediabriefes kommt bei den folgenden Sätzen Begeisterung auf:
Was heißt das für die Zukunft der Mediengesellschaft?
Verbraucher sind nicht mehr bloß passive Empfänger von Produkten oder Nachrichten, die ihnen andere, vermeintlich bestens informierte Experten vorsetzen können. Der Wissensvorsprung der bisherigen Infoelite schrumpft drastisch, Zeitungsleser, Radiohörer, Fernsehzuschauer, Internetnutzer werden selbst zu Meinungsführern.
Was bedeutet das für Industrie und Werbeagenturen?
Wir werden völlig anders auf die Verbraucher zugehen: nicht einbahnstraßenartig zu ihnen sprechen, sondern ein Gespräch eröffnen, wenn unsere Botschaften sie erreichen sollen. Das wird immer schwieriger.
Wo also liegt die Zukunft der Werbung?In der Wiwo steht noch mehr:
Ich bin kein Hellseher, aber es ist gut vorstellbar, dass traditionelle Print- und TV-Werbung in einer Welt der digitalen und mobilen Medien keinen Platz mehr hat – vor allem, weil man im Internet die Wirksamkeit viel besser messen kann. 2010 werden zehn Prozent der weltweiten Werbeinvestitionen im Internet generiert. Wir selbst wollen in fünf Jahren 25 Prozent mit Internet- und anderen Spezialagenturen umsetzen.
Sterben TV-Spots und Printanzeigen aus?Schönes Bild. [via iBusiness]
Ach, das Fernsehen ist schon zu oft tot gesagt worden. Kurzfristig wird sich nicht viel verändern, aber in vielleicht 15 bis 20 Jahren sicher. Die Situation der TV-Werbung ähnelt immer mehr diesen Szenen aus Zeichentrickfilmen: Ein Hund läuft mit Karacho auf den Abgrund zu, bis über die Felskante hinaus, rennt und rennt - und merkt erst, wenn er schon in der Luft hängt, dass der Absturz unvermeidlich ist.
Der OTTO Store hat auch international einige Aufmerksamkeit bekommen. So schreibt Impersonation Failure:
A showcase of what's possible today using .NET 3.0 is the new OTTO Store that went live earlier this month. [...] Despite the slick WPF user experience the site is also one of the first to utilize managed Infocards to support the provisioning experience. Otto customers can associate their account with a Otto managed card backed with the self issued card of their choice.

Mehr zu den Details der Cardspace Experience hat Vittorio Bertocci.
Tim Sneath ("Musings of a Windows Vista Technical Evangelist") schreibt über die virtuelle Umkleidekabine "Mix & Match":
What makes this application really stand out from anything you could easily do on the web is that if you like a couple of products but want to see how they go together, you can drag them to a "mix and match" icon on the bottom of the screen, and then you can dress a model with the items and see whether they go together in ensemble. I think even my daughter is going to enjoy this - it's the online equivalent of "dress up Barbie", even if that's not quite what they intended.
Microsoft-Ingenieur Nigel Parker hat eine interessante Interpretation der strategischen Bedeutung des Projekts:
If you've read 'the long tail' you'll realise what Otto are doing here. They are using a smarter UI to make their catalog more accessible to their customers so that they can sell their products further down the tail thus creating a competitive advantage in a world where shelf space isn't limited and your preferences can be visually served up front and centre.
"if you are a professional creative and believe that globalisation can have a human face you have come to the right place."
The right place heißt in diesem Fall Shapeshifters.net, globaler Marktplatz für kleine Kreativ-Unternehmen.
Gleichgesinnte verschiedener Kontinente können dort ihre Produkte und Services innerhalb ihrer Peer Group diskutieren. Um die Qualität der Kommunikation hochzuhalten, haben dank „Invitation-only“-Politik nur Eingeladene das Recht, Beiträge zu posten: Jeder kann alles lesen und kommentieren – schreiben kann nur, wer von einem bestehenden Nutzer empfohlen wird und dem Code of honour zustimmt.
Praktisches Beispiel dieser schönen Anwendung: Frauen aus Costa Rica erhalten zur Herstellung von Trend-Produkten aus Abfall Beratung vom anderen Ende der Welt, nämlich aus Neuseeland.
„Wir messen uns daran, wie viele Interaktionen wir in der realen Welt zustande bringen“, verrät Erich Pöttschacher, Gründer und Eigentümer von shapeshifters.net, bei brand eins. „Im Meet-Space Meat-Space, nicht im Cyber-Space. Wenn wir nur Kommunikation um der Kommunikation willen erzeugen, sind wir gescheitert.“
Demnächst soll es Publikationen über außergewöhnliche KreativunternehmerInnen weltweit und ihre Unternehmen geben.
Und in 20 Jahren? Will Pöttschacher so etwas wie die Nachrichtenagentur Bloomberg für eine andere Form von Wirtschaft sein.
Was wäre, wenn... die Gestaltungsprinzipien des Web 2.0 auf bekannte Logos angewandt würden? Die Antwort bei flickr und im Spiekerblog.
It’s out, it’s official, and I’m finally allowed to discuss it: the project on which I’ve spent a fair bit of time in the last six months is online. Almost anyone who reads this blog is certain to have at least a vague idea of how a web site comes into being, but most of you are unlikely to have any idea how an application for Windows Vista goes from being an idea to becoming a product.
This will be the first in a few posts discussing various aspects of the OTTO Store development process. Keep in mind I’m a designer, so there won’t be any ingenious code snippets, no opinions on .Net and no advice for improving performance. I’ll just be relating what I can about how we got the OTTO Store to where it is, what I learned on the way, and what I think of the process.
For quite a few months, day in and out, my constant companion has been Blend, which means it’s earned the right to have a whole post dedicated to it.
What’s the Big Deal?
First off, for those new to the whole subject, here’s the quick run-down. Microsoft’s new operating system, Vista, is a big step beyond the Windows we all know (and love, or love to hate). I won’t go into the details (because I’m not techie enough) but as I understand it, Microsoft started from the ground up and rebuilt the whole thing. One of the things they invented along the way was XAML, which is pronounced “zammel” and stands for eXtensibel Application Markup Language. At first it sounds a lot like XML, but the “A” is XAML hints at the important difference: XML is “a markup language for documents containing structured information” (from xml.com), but XAML describes and defines applications, not documents. This difference, and what a big deal it is, should become apparent shortly.
What Blend Is
Blend is a program, codenamed “Sparkle” during its development, which belongs to the Microsoft Expression suite of tools. XAML is a markup language, which of course means you can edit it in a text editor, but if you want to work visually with XAML, you need Blend. During the development of the OTTO Store, we were working in partnership with Microsoft, so we had access to Blend from the early alpha phases on to today’s beta 2 version, which you can download and try out for yourself.
The idea behind Blend is one that it took some getting used to. You can draw shapes (all vector based) define colours, set type, whatever. But as you’re doing this, Blend is generating XAML in the background, i.e. Blend is a WYSIWYG XAML editor. You can also switch to a XAML view, and edit the markup directly. Most designers I’ve described this to have said, “oh yeah, I know that from Dreamweaver and GoLive.” Well, yes, sort of. The big difference is that with GoLive you’re only fiddling with HTML, which means you’re only defining structure for your texts and images, but you’re not creating the images themselves. In Blend you usually are, the exception being bitmaps, which you import from elsewhere. And in Blend, you’re producing layouts and graphics for an application, not a web page, which means when you’re done, your XAML will be compiled and displayed in a window like any other app. No Explorer, no Firefox, no plugins.
What Blend Isn’t
Although it may pain my colleagues at Microsoft to hear it, Blend isn’t in my opinion a design tool.
At it’s best, design is a process of playing around. The best design tools are still, and always will be, a pen and a nice sketchbook, because they’re so simple, so intuitive and so unlimited. When I’m designing something new, I need to be able to try out anything I want to, I make 20 micro-decisions every minute, and throw away 99% percent of everything I do. This is normal. The right-brain process of playing around, without any thought of how the product will be executed or what’s possible and what’s not, is what leads a designer to an excellent result.
Blend is a production tool. If I want to lay out something in Blend, I have to immediately make a number of technical decisions. For example, XAML has numerous different kinds of containers, which have different properties. So the first step in laying anything out in Blend is the question, “should I put this in a StackPanel or a Grid?” These kinds of questions are extremely left-brained, and pull the handbrake if you’re in a playing around right-brained phase.
First Right, Then Left
All of this was pretty quickly apparent to us at the beginning of the OTTO Store project. So, although Blend was supposed to bring the worlds of designers and developers together, and it was envisioned as the one tool for everything, we did, just as we do for web sites, design the basic look and key screens in Photoshop. These screens served as guidelines for the production designers (myself and Henrik Rinne) who were working in Blend. Once we had enough of the app in Blend, it became possible to make changes to the design details directly in Blend, and our Photoshop screens become less and less important. But I can’t imagine how we would have ever achieved the slick look of the Store without a right-brained phase in Photoshop.
The Right Tool for the Job
Even more importantly, it would have been impossible to conceive of and design the OTTO Store in Blend, simply because the tool defines its result. You won’t be cutting any wood with a hammer. If we’d worked in Blend from the start, we would have been so involved with what works and what doesn’t that we would have constantly limited our ideas, i.e. not played around enough. As it was, half of the ideas in the screens were met with blank developer/production designer stares and “um, I don’t think we can do that,” but in many cases we stuck to the idea, and worked out how to do it anyway. Unlike most applications, the OTTO Store was clearly defined as a style project from the start, so we had the rare situation of developers working towards a design and user experience vision, instead of designers attempting to create pretty window dressing for a pile of functionality. Judging by reactions to the Store, I’d say the difference is evident.
Originally published at mattbalara.com

Aus gegebenem Anlass: 5 things to do at your PC when your internet is out [via Lifehacker]
Ja, diese Überschriften mit Versionierung nutzen sich ab. Das stimmt.
Andererseits produzieren große Teile der Kommunikationsfachpresse schon seit Jahrzehnten ihre Überschriften mit der Methode $AGENTUR $PSEUDOWITZIGES_WORTSPIELVERB $MARKE. Hier ein aktuelles Beispiel aus der w&v.
Unsere neue Autorin Carmen Ullrich-Nolte, die gestern ihr Debüt auf dem Fischmarkt gab, wollte wissen, was ich für den Fischmarkt lese. (Ja, ich weiß, die Nachbarstände in der rechten Spalte müssen mal aktualisiert werden.)
Hier gibt es alles, live und in Farbe. Google Reader sei Dank.

Geiz ist geil! Findet E-Plus sicherlich auch – spätestens beim Anblick der aktuellen Unternehmenszahlen. pressetext.de vermeldet:
"Der drittgrößte deutsche Mobilfunkkonzern E-Plus hat in den vergangenen Monaten erneut von seiner Mehrmarkenstrategie profitiert und kräftig zugelegt. Allein im Schlussquartal konnten simyo, BASE und Co. rund 800.000 neue Kunden auf sich vereinen. Nun telefoniert bereits jeder dritte E-Plus-Kunde über eine der Eigen- und Kooperations-Marken.“
Da stört es auch eher weniger, dass die Kernmarke Verluste in Kauf nehmen muss. Weil die Neukunden im Billigsegment laut E-Plus-Unternehmenssprecher Guido Heitmann wirtschaftlich teils profitabler sind.
Das alles geschieht ja sehr zur Freude der Verbraucher, schließlich hat E-Plus die Preise ordentlich nach unten getrieben, wie zdnet aufschlüsselt: Mit der Einführung der Zweitmarke Simyo Mitte 2005 hatte E-Plus den Preiskampf in der Branche eingeleitet – und seitdem sind die Preise für Handy-Telefonate nach Angaben des Statistischen Bundesamts um ein Fünftel gefallen.
Erst im Januar 2007 hatte E-Plus seinen Anspruch als günstigster Anbieter in Deutschland mit einem Minutenpreis von rund 10 Cent untermauert – damit eine Preisgrenze geknackt und das aktuelle Marktniveau um rund 50 Prozent unterboten.
Schonmal nicht schlecht. Mit einem einstelligen Minutenpreis greift sich’s doch noch leichter zum Handy. Wann zieht die Konkurrenz nach, oder haben wir was verpasst?
Steve Jobs über DRM. Schnell ein Link und dann lesen. Der Spreeblick hat mehr.
Laut Technorati haben bis jetzt 162 Blogs einen Link auf dieses Video publiziert. Vorgestern war es im Agenturblog und am Sonntag schon im Lummaland, heute Nacht in meinem Posteingang. Und im Spreeblick natürlich auch. Also gut. Ihr habt es nicht anders gewollt.
Das Video stammt von Michael Wesch. Er schreibt dazu u.a.:
Web 2.0 in just under 5 minutes.
This is the 2nd draft, and I plan on doing one more final draft. Please leave comments on what could be changed or improved, or what needs to be excluded or included. Subscribe if you want to be notified when the revision is released.
UPDATE: I just added this video to Mojiti where you can actually write your comments into the video itself. It is an exciting experiment in "Video 2.0". Go check it out at http://mojiti.com/kan/2024/... and add your voice![...]
A higher quality version is available for download here: http://www.mediafire.com/?6... Please note that this is the second draft and the final version will not be available until late February after I review all comments and revise the video. Please return for a new download link at that time.
The song is "There's Nothing Impossible" by Deus, available for free at http://www.jamendo.com/en/a...
Deus offers music under a Creative Commons Attribution-NonCommercial- ShareAlike 2.0 license, yet one more example of the interlinking of people sharing and collaborating this video is attempting to illustrate.
Liebe w&v, dass Spiekermann die PC Professionell gestaltet, finde ich auch bemerkenswert. Aber seit wann heißt er Erich?
Die von verschiedenen Unternehmen unterstützte Initiative "Das macht Schule" ist online.
„Unsere Jugend muss fit für die Zukunft sein. Deshalb fördern wir die Eigeninitiative von Schülern. Mit vielfältiger Unterstützung von „Das macht Schule“ können sie ihren Klassenraum selbst gestalten, Hand anlegen und sich ein positives Lernumfeld schaffen."
Hilfe zur Selbsthilfe. Die Initiative startet zunächst in der Metropolregion Hamburg und später auch deutschlandweit. Das Angebot soll kontinuierlich ausgebaut werden.
Meiner Meinung nach eine gute Gelegenheit unseren Nachwuchs zu unterstützen. Es werden noch Partner gesucht, mehr Infos bei "Das macht Schule".
Matt Balara hat ein Video vom OTTO Store gedreht. ("Dreht" man eigentlich noch Videos? Naja, auch eine Festplatte dreht sich.)
Was ist Social Software? Alles, was Spam anzieht. Diese Definition - sie stammt nicht von mir, aber ich weiß auch nicht mehr, wo ich sie gelesen habe sondern vermutlich von Clay Shirky - wird jetzt von den technischen Überresten des im Januar eingestellten Crispynews bestätigt.
Immerhin, den RSS-Feed gibt es noch. Und so sieht er jetzt aus:

Dann werde ich ihn mal abbestellen.
"Ist das die Zukunft des Shoppings?" Fragt Markus Breuer angesichts des OTTO Stores und trägt ein wichtiges Argument vor:
Was mich an der Zukunftsfähigkeit dieses Projekts zweifeln lässt, ist wirklich nicht der Neid. :) Es ist die Tatsache, dass es sich um einen Online-Shop handelt,
- der nur auf PCs mit Microsoft Vista (unter Aero) läuft
- den ich downloaden muss, bevor ich ihn nutzen kann
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich das für einen Rückschritt halte. Auch wenn Microsoft Vista in 2 - 4 Jahren vermutlich das meistverwendete Betriebssystem sein mag, ist es für Endanwender sicherlich nicht wirklich angenehm, für jeden Shop eine separate Applikation herunterladen zu müssen.
So ist es. Die Zukunft des Onlineshoppings sind nicht unbedingt proprietäre Clients, die nur auf einer einzigen Plattform laufen. Das erwartet vermutlich nicht einmal Microsoft.
Der OTTO Store zeigt, soviel ist richtig, die Möglichkeiten von Windows Vista. Das hat auch seine Berechtigung und ist das Anliegen von Microsoft. Aber viel spannender sind die neuen Möglichkeiten für einen kataloggetriebenen Versender wie OTTO.
Homevideo von shoppingzweinull.de
Es geht um Bedarfsweckung, Erlebnis und Entertainment (um mal Dr. Thomas Schnieders zu zitieren, Direktor Neue Medien bei OTTO). Es geht um neue Formen der Warenpräsentation und um Emotion. Und es geht um eine intelligente Verbindung von Katalog- und Onlinegeschäft.
Denn die Diktatur des besten Preises, unter der große Teile des E-Commerce-Geschäfts ächzen, gilt ja im Bereich Mode allenfalls teilweise - nämlich dort, wo Vergleichbarkeit herrscht. Geht es aber um die passende Hose zur Bluse, dann können guenstiger.de und Ebay nicht helfen.
Was die Technik angeht, so stehen wir hier vor dem klassischen Henne-Ei-Szenario. Second Life, um mal ein Lieblingsthema von Markus Breuer herauszugreifen, braucht auch einen (anfangs mehr, mittlerweile weniger proprietären) Client.
Ich hoffe, dass da ein noch paar Ideen mehr entwickelt werden und "Shopping" im Internet auf Dauer mehr sein wird, als nur in einem Katalog zu blättern. Im Kern des "Shopping-Vergnügens" in der physischen Realität stehen ja kollaborative, soziale Ansätze und die räumliche Nähe und inhaltliche Diversität vieler verschiedener Anbieter.
So ist es. Warten wir es ab. Ideen sind hier nicht die knappste Ressource. Soviel steht fest.

Er ist der Neueinsteiger der Woche in den Deutschen Blogcharts: Von Null auf 87 schaffen es Horst Schlämmer und sein auf dem Fischmarkt schon hinreichend gewürdigtes Schlämmerblog.
Das auch hier zu lesende Gerücht, Hape Kerkeling lasse vloggen, wird mir gegenüber von einem dementiert, der es wissen muss. Die Filme sind demnach zu 100 Prozent sein Werk, und auch an den Texten sei er beteiligt, heißt es. Und seien wir ehrlich: So lesen sie sich auch.
Horst Schlämmer polarisiert. So ist die Kunstfigur angelegt. Die meisten Kritiker, allen voran eine andere, im Fernsehen weniger, dafür im Netz bekannte fiktive Person, verfehlen übrigens den Punkt. Das Schlämmerblog ist eher Branded Entertainment als virales Marketing. Viral war allenfalls der Frühstart in der letzten Woche, denn eigentlich sollte es wohl erst heute starten.
Und seien wir nochmal ehrlich: Man muss Horst Schlämmer nicht mögen, aber schlecht gemacht ist das Blog nun wirklich nicht.










