Adobe Apollo ist auf meinem Radarschirm, seit es Daniel Scheerer in einem Kommentar als so etwa die beste Erfindung seit aufgeschnittenem Brot darstellte. Es steht für einen Trend zum Offline-Web und zu Web-Anwendungen, die sich vom Browser und damit vom klassischen Paradigma einer Seite im Web lösen.

Für den fälligen Grundsatzartikel auf dem Fischmarkt hat es bis jetzt nicht gereicht. Freundlicherweise hat sich nun Markus Breuer gründlich mit der Materie befasst.

Apollo macht es möglich, mit web-typischen Entwicklungswerkzeugen wie HMTL, JavaScript und Flash, Anwendungen zu entwickeln, die unabhängig von einem Browser (und sogar unabhängig von einer Internet-Verbindung) funktionieren.

Nach ausführlichem Tech-Talk kommt er zu diesem Schluss:

Spannend! Apollo hat m.E. wirklich das Zeug, quasi ein Acrobat für Anwendungen zu werden. Abwarten muss man natürlich, inwieweit sich Microsoft das gefallen läßt. Denn, wenn es nach MS geht, sollen die coolen Anwendungen natürlich unter Vista laufen, und zwar nur unter Vista!

Was schreiben die Anderen?

Mike Chambers, führender Apollo-Apologet (oder kurz: Apolloget), erläutert ausführlich die Daseinsberechtigung von Apollo und schließt mit der Feststellung: "Apollo applications complement web applications in the browser. They do not replace them."

Eine Grundsatzdebatte führen John Milan und Richard MacManus bei Read/WriteWeb über die Frage, ob eine Offline-Webanwendung oder eine Online-Desktopanwendung besser ist (und wo genau eigentlich der Unterschied liegt). Dem war ein Bericht von Alex Iskold über die Apollo-Präsentation auf der ETech 2007 vorausgegangen.

Andreas Gerber, X-aitment

Das uralte Heilsversprechen der Künstlichen Intelligenz hat immer noch Gültigkeit. So scheint es jedenfalls, wenn Andreas Gerber im Interview sagt: "Realität und KI verschmelzen immer stärker, so dass der Mensch in naher Zukunft nicht mehr unterscheiden kann, ob er mit Menschen oder einem KI-System interagiert." Der Gründer von X-aitment spricht beim Startup Meeting auf der next07 über Künstliche Intelligenz und moderne Spieleentwicklung.

Fischmarkt goes Culture

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Die Autorin Nessa Altura reist mit 20 "Filmsplittern" durch die Blog-Landschaft und gastiert heute auf dem Fischmarkt.

Die Filmsplitter illustrieren die Geschichten aus ihrem Roman Die 13. Klasse. Die Kurzfilme haben Schüler gedreht. Klar, dass das Thema Computerspiele dabei nicht zu kurz kommt. Ein Schüler dieser 13. Klasse, Paul Bauer, genannt PC-Paule, vertieft sich in die Kriegswelten seines Online-Spiels. Seine Mutter findet das nicht ganz so prima und versucht, Paule vom PC wegzulocken. Doch der ist einfallsreich und wehrt sich - „Von der Macht des Einfalls“ heißt Pauls Geschichte im Roman.

Hier der Filmsplitter:

Am Dienstag dieser Woche spielte das Filmtheater bei der Krimiautorin Ingrid Schmitz, am Dienstag der folgenden Woche wird es im Sprachblog der Texterin Ines Balcik zu Gast sein.


Auch ein Thema für Hamburg vs. Berlin: Kongresse. In Berlin findet vom 11. bis 13. April die re:publica statt. Heute berichtet Detlef Borchers auf heise.de darüber und zieht diesen Vergleich:

Die dreitägige, bis in die Abendstunden gehende Konferenz kostet 60 Euro. Blogger, die für re:publica werben, zahlen 40, "Profis" gleich 100 Euro. Das ist vergleichsweise günstig, wie die kommerzielle eintägige Web-2.0-Konferenz Next 07 zeigt. Diese kostet 590 Euro.

Vergleichsweise günstig, das stimmt. Sogar sehr günstig - das haben Spreeblick und Netzpolitik wirklich gut hinbekommen. Ansonsten werden sich die beiden Kongresse wohl ziemlich deutlich unterscheiden, insbesondere was Programm (hier re:publica, da next07) und Teilnehmer (hier re:publica, da next07) betrifft. So soll es sein.

Mit Web 2.0 haben die beiden Veranstaltungen zwar ein Tag Etikett Oberthema gemeinsam, die Perspektive auf die Details aber ist fast komplementär: hier Kultur, da Wirtschaft. Am besten beide Kongresse besuchen.

"Vielleicht wird Brand Wikization das heimliche Marktforschungs-Werkzeug der Zukunft", spekuliert Bernd M. Michael im Interview zur next07. Der Ex-Chairman und CEO von Grey hält auf dem Kongress eine Keynote zur Frage, wieviel Macht Kunden über Marken haben. Das ganze Interview hier.

„Always on“ auch offline möglich

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Ein wachsender Trend unter Providern: Ajax Applications werden zunehmend auch offline zugänglich gemacht. Um Webanwendungen genau dort erreichbar zu machen, wo man sich gerade befindet – und wo im Zweifelsfall eben kein Netz verfügbar ist.

Dass das Web offline geht, hatten wir neulich schon bemerkt. Eine neue Variante des Offline-Webs heißt Zimbra Desktop und ermöglicht Zugang zu E-Mail, Kalender, Kontakten und Dokumenten über das Ajax-basierte Zimbra Web-Interface. Zurück in der Online-Welt, werden alle zwischenzeitlich vorgenommenen Änderungen synchronisiert. Über Windows, Linux und Mac, mit den Browsern Internet Explorer, Firefox und Safari. Auch eine schöne Variante von „always on“.

Fast offline. Nur das Mobiltelefon stellt eine Paketdatenverbindung ins weltweite Netz bereit. Welche Mail funktioniert?

Outlook

Der dicke Mailclient schaufelt zwar fleißig Daten vom Exchange-Server auf die Platte, ist aber nicht ansprechbar. "Outlook versucht, Daten vom Microsoft Exchange Server abzurufen", ist die häufigste Rückmeldung an den Nutzer. Ob nach dem Ende der Verbindung brauchbare Daten vorliegen werden?

Der Outlook Web Access lädt mühsam seine überladene, dem dicken Mailclient nachempfundene Oberfläche. "Wird geladen..." steht dort, wo ich Mails erwarten würde. Keine Mails. Erst beim zweiten Versuch sehe ich Mails. Sie zu bearbeiten ist mühsam und langsam.

Was so einigermaßen funktioniert, ist der Blackberry auf dem E61.

Google Mail

Sekunden nach dem Start der Paketdatenverbindung hat Google Mail den Posteingang aktualisiert. Alles funktioniert wie gewünscht, nur nicht ganz so schnell wie gewohnt.

Conclusio: Wer öfter mal unterwegs ist, für den ist Outlook/Exchange eher nix. Und Blackberry auch nur ein Pflaster für die gröbste Unbill.

Zuletzt hatten wir die Umsätze im Januar frisch sortiert. Jetzt gibt es neues Zahlenfutter vom Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V. (BVDW). Der Kern: Die digitale Wirtschaft boomt - bei akutem Personalmangel. Also mal eines nach dem anderen.

Das Wachstum im E-Commerce-Endkundengeschäft ist 2006 (16,3 Milliarden Euro) mit gut zwölf Prozent gegenüber 2005 (14,5 Milliarden Euro) eher moderat ausgefallen. Die Umsätze im gesamten Online-Werbemarkt sind dagegen explodiert: Mehr als 1,9 Milliarden Euro Brutto-Werbeumsätze wurden mit klassischer Online-Werbung, Suchwort-Vermarktung und Affiliate-Marketing generiert. Das entspricht einer Steigerung von 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Prognose für 2007: 2,5 Milliarden Euro Umsatz, anders gesagt: 33 Prozent Zuwachs.

Sieht also ganz so aus, als würden Internetaktivitäten tatsächlich messbar in den Fokus der Werbung rücken.

Auch die Internet-und Multimedia-Dienstleister verzeichnen laut Stimmungsbild des BVDW durchschnittlich rund 18 Prozent Umsatzzuwachs. Für mehr Investitionsfreude unter den Auftraggebern macht der BVDW neben den Web2.0-Anwendungen auch das mobile Internet und die erhöhten Übertragungskapazitäten verantwortlich. Abzuwarten bleibt das Potenzial von Streamingtechnologien und IPTV sowie von Blogs, Podcasts, Gaming und Co.

Viele neue Arbeitsplätze sind im Zuge der positiven Entwicklung geschaffen worden, so dass die Zahl der Festangestellten in der Branche durchschnittlich um 24 Prozent gestiegen ist.

Soweit das Positive.

Die genannten Zahlen verdecken allerdings den immensen Mangel an geeigneten Fachkräften in der Branche. Da der Gesetzgeber sowie andere politische Entscheidungsträger nicht gerade als Unterstützer der Digitalen Wirtschaft in Erscheinung treten, wie BVDW-Präsident Arndt Groth bemängelt, sondern im Gegenteil die Wettbewerbsposition deutscher Unternehmen im internationalen Kräftemessen eher noch schwächen, will der BVDW selbst Hand anlegen – mit einer

„großangelegten Initiative unter Beteiligung verschiedener privatwirtschaftlicher wie öffentlicher Bildungsträger, der Marktteilnehmer sowie anderer Organisationen und der Öffentlichen Hand“.

Wir bleiben dran.

iliketotallyloveit

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Bitte, was?! iliketotallyloveit.com ist eine Social-Shopping-Website, die vier Studenten aus Bremen just gelauncht haben.

Auf der communitybasierten Website stellen Nutzer Artikel online, die sie 'cool', innovativ, besonders schön oder einfach nur seltsam finden. Immer mit Link zu einem Onlineshop.

Ob ein Produkt 'loved' ist oder nicht, zeigt sich schnell: Jeder kann alles bewerten, und je mehr Bewertungen, desto höher die Chance, dass der Artikel es auf die Startseite schafft.

Zunächst einmal hat es iliketotallyloveit in die Wired geschafft. Die fragt „What’s wired this month“ und sagt über das Ding mit dem komischen Namen:

„You won't find mainstream goods here - mostly doodads you didn't know you wanted but suddenly like totally need."

Eigentlich ist die Site ja ein digg.com-Klon – aber ein ziemlich sympathischer! Enjoy.


Doch, wir laden Blogger ein zur next07. Heute zum Beispiel Rainer Meyer. Aber er mag nicht. Schade.

Para-Journalisten

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Futter für die Next07, wo Norbert Bolz die Keynote über Medien 2.0 halten wird.

Peter Turi: Sind Blogger Para-Journalisten, wie der Medienwissenschaftler Norbert Bolz meint? Also Möchtegern-Journalisten, die’s noch nicht in die echten Medien geschafft haben?

Thomas Knüwer: Ach, der Herr Bolz. Die Mehrheit der Blogger will ja bewusst nicht als Journalist bezeichnet werden. Was auch eine Menge über das Ansehen unseres Berufsstandes sagt. Unter den Bloggern gibt es eine Reihe, die es in die „echten Medien“ (ist das Internet unecht?) geschafft haben. Viele, die es gar nicht schaffen wollen. Solche Kategorisierungen stammen von Menschen, die sich die Vorstellung abgewöhnt haben, dass es in einem demokratischen Land einen Diskurs geben könnte. Einst hätte Bolz wahrscheinlich behauptet, die Teilnehmer der Diskussionssalons des 19. Jahrhunderts seien alle Para-Christiansens.
Das ganze Interview mit Thomas Knüwer in der Netzwirtschaft

Zweitens: der Konsument kontrolliert, und drittens: der Agenturkunde steckt irgendwo dazwischen fest.

Also entweder „New agency“ oder „no agency“, meint Draftfcb, und gründete dieser Tage eine neue Art von Agentur. Das ist spannend, da schauen wir genauer hin.


Aus der Pressemitteilung [MS Word]:

Die Full-Service-Agentur Draftfcb startet mit einem neuen, einzigartigen Agenturmodell in Deutschland. Ohne die bisher bekannte Abteilungs- und Satellitenstruktur entwickeln interdisziplinäre Teams in einem festgelegten Prozess medienneutral Kommunikationslösungen und Kampagnen. Ohne interne Verrechnungsmodelle, ohne Fokus auf bestimmte Medienkanäle und unter Einbindung von Customer Intelligence- und Media-Strategen ins Kernentwicklungsteam.

Was ist neu?

Die Grundidee: Das Individuum im Zentrum

„Im Gegensatz zu allen anderen Kommunikationsagenturen bauen wir unsere ganze Organisation um den einzelnen Menschen herum“, sagt Peter John Mahrenholz, CEO von Draftfcb Deutschland. „Es geht nicht mehr um ‚Massenmedien’, mit denen man ‚Zielgruppen’ erreicht, sondern darum, Individuen zu verstehen und zu überzeugen.“

D'accord.

Die Organisationsstruktur heißt „Wheel“

In jeder Phase des Kreationsprozesses erarbeiten fünf Disziplinen eine optimale Kommunikationsstrategie: „Das schafft eine einzigartige Kombination aus Kreativität und Analyse. Darüber hinaus arbeiten die Teams schneller, weil sie gemeinsam und nicht sequentiell arbeiten.“

Schneller, weil gemeinsam? Wir fragen uns: Welcher Kunde soll das bezahlen?

Der neue Kreationsprozess: Deeper Thinking – Insight to InciteTM

Nicht nur eine veränderte Organisationsstruktur, sondern auch eine neue Herangehens- und Denkweise: „Bei uns gibt es keine ‚Lines’ mehr: kein ‚Above the line’, ‚Below the line’, ‚On-line’ oder Off-line’. Diese Art von Liniendenken ist einfach überholt. Wir wollen unsere Kunden erfolgreich machen, indem wir uns auf das Verhalten der Menschen konzentrieren, nicht auf die Medien, die sie nutzen.“

Das ist neu. Da sind wir gespannt.

Das Produkt: „creative business building“

„Wir wollen Ideen entwickeln, die so kreativ wie möglich dieses Verhalten beeinflussen können. Letztlich sind wir eine Agentur, in der Kreativität über allem steht – wenn sie Resultate bringt. Wir nennen das ‚Return on ideasTM’“.

Das ist nicht neu. Kein Kommentar.

Und nun? Überzeugt sind wir noch nicht, lassen uns aber gerne eines Besseren belehren. Wir sammeln weiter.

Mal wieder rebooten

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reboot9.png

“Spread the word via blogging, email, im, etc. about reboot9” – wollen wir hiermit gerne tun.

Was liegt an?

„It's time to reboot our minds once again.”

Wo und wann?

“reboot9 will take place in Copenhagen Thursday, May 31 and Friday, June 1 2007.”

Was ist reboot9?

“Like last year there isn't a final speakers list or a black box creation model. reboot is a platform for bringing the European (and beyond) community together, a platform for conversations and relationships, a platform for sharing visions and meeting the people you never knew you'd meet. So the platform is all yours, and this is an invitation to participate and help co-create reboot.”

Und worum geht’s?

“The theme for reboot9 is 'human?'. A big word, but a word that saturates what's happening and all ready on a deeper level has been transcending reboot the last couple of years.
So when all is in going away from mechanical industrial models to human natural models where this is leading us? What is our shared understanding of 'human'? How do we organize ourselves in human institutions and organizations? How are our tools shaping us as humans, how are we shaping our tools?

Participate!

Das fragt sich und uns Sebastian Keil - offensichtlich jetzt mit weniger Bart, dafür mit neuer Brille. Er bewirbt sich damit (als zweiter) um einen Platz auf der Bloggerbank bei der next07.

Von Inhalten, Technik und Zielgruppen sollte die Rede sein auf der Computer Bild CeBIT CEO Conference am Freitag. In dieser Reihenfolge: Zuerst sind da die Inhalte, dann kommt die Technik, um schließlich die Zielgruppen zu bedienen. Soweit die klassische Pipeline-Denke - die heute und vor allem in der "digitalen Welt 2010" so nicht mehr funktioniert.

Folgerichtig ist die erste Keynote, vorgetragen vom Hausherrn und Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner, gleich eine Enttäuschung. Im Auditorium macht sich sofort Mittagsmüdigkeit breit. Direkt zu Beginn fällt dem bestfrisierten CEO eine Strähne in die Stirne.

Über ein paar nette Anekdoten und die bekannten Allgemeinplätze über die Zukunft des Printgeschäfts kommt er nicht hinaus. Das allerdings ist auch dem Thema geschuldet. Über nutzergenerierten Medieninhalt wüsste ich auch nichts Neues mehr zu sagen.

Interessante Inhalte werden immer interessieren, macht Döpfner sich Mut. Ein vollkommen leerer Satz. Das Interessante interessiert. Aha. Das hätte ich jetzt nicht gedacht. Wenn klassische Medienhäuser nur noch in leeren Begriffen über ihr Produkt (auch Produkt ist ein solcher) sprechen können, dann würde ich meine Aktien, hätte ich welche, umgehend verkaufen.

Im anschließenden Podium wird es auch nicht besser. Die Inhalte bleiben die gleichen, die Formen ändern sich, sagt Hans-Holger Albrecht (Modern Times Group). Seit wann gibt es Inhalt ohne Form? Welche Inhalte den Menschen in Zukunft interessieren werden - darüber verliert keiner der Teilnehmer auch nur ein konkretes Wort. War ja auch nur die Leitfrage für dieses Podium.

Stattdessen ist von Technik die Rede und von Formaten. Jeder der diskutierenden Medienmacher macht eine Inventur, schaut nach, was er auf Lager hat und ist prompt der Meinung: Passt! Irgendein dusseliger Konsument wird den Kram auch künftig konsumieren und dafür notfalls noch teures Geld bezahlen.

Als die Diskussion kurz das Thema Copyright streift und etwas spannender zu werden droht, wechselt der nicht besonders gut orientierte Moderator flugs das Thema. Das Vorbild von Computerbild-Chefredakteur Hans-Martin Burr ist ganz offensichtlich Giovanni de Lorenzo. Ich hätte das Original vorgezogen.

Die deutschen Statthalter internationaler Konzerne sind selten eine Bereicherung für ein Podium. War Terry von Bibra (Yahoo) im ersten Panel noch der einzige dieser Gattung, so besteht die zweite, der Technik gewidmete Runde fast nur aus diesem Typ Manager. Sie haben einfach nichts zu sagen, was über ihren Bereich hinausgehen würde. Und da ihr Bereich Vertrieb ist, hören wir vor allem Vertriebsargumente. Für Hardware. Wie spannend. Aber wir sind ja auf der CeBIT, da gehört das wohl dazu.

Wohlfeil sind die Appelle an Mobilfunkbetreiber, endlich von ihren Apothekenpreisen für mobile Datenübertragung herunterzukommen. Das lässt sich als Hardwarehersteller oder Medienhaus leicht fordern. Die Netze betreiben und refinanzieren schließlich andere. Mobil ist das technisch Machbare nicht auch das wirtschaftlich Tragfähige. Irgendwer muss schließlich auch hier am Ende die Rechnung bezahlen.

Thomas Middelhoff

Spannend wird es erst kurz vor Schluss, als Thomas Middelhoff (KarstadtQuelle) endlich Klartext spricht. Der Musikindustrie wirft er völliges Versagen vor. Auch nach zehn Jahren habe sie kein überzeugendes Geschäftsmodell für das Internet. Stattdessen verklage sie lieber ihre eigenen Kunden. Eine ähnliche Entwicklung sieht Middelhoff auch auf TV- und Filmindustrie zukommen.

Düster seine Prophezeihung für große Teile der Wirtschaft:

Innerhalb der nächsten 10 Jahre werden viele große und bekannte Unternehmen den Markt verlassen. Deswegen weil sie nicht in der Lage waren, ihre etablierten Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln und weil ihre Kunden glauben, dass diese Anbieter einfach überflüssig geworden sind.

Nach diesem Donnerschlag hat es das letzte Podium schwer. Holger Jung ist sich nicht zu schade, drei Werbefilme aus der Werbeschmiede Jung von Matt zu zeigen, die sich durch nichts anderes qualifizieren als die Tatsache, dass sie auf den einschlägigen Videoportalen im Internet zu sehen waren. Und dort auch tatsächlich angesehen wurden.

Ist für Jung von Matt das Internet tatsächlich nicht mehr als eine weitere Verbreitungsplattform für 30-Sekünder? Das meint wahrscheinlich nicht einmal Holger Jung, der sich in der abschließenden Pressemitteilung übrigens mit diesem kryptischen Satz zitieren lässt:

Viel bringt viel und weniger ist mehr.

Für den Reality Check ist am Ende Matthias Schrader zuständig, der auf die Schlussfrage des Moderators mit einem knappen Satz antwortet:

Wieviel Macht darf der Kunde bekommen?

Der Konsument darf alle Macht haben, denn er bezahlt die ganze Veranstaltung.

Wolle ma se reilosse?

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Innovation Camp auf der next07

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Visionäre aufgepasst! Unter dem Motto Die Geschäfte der Zukunft: Handel – Arbeit – Freizeit schreiben die Deutsche Bank und SinnerSchrader ab sofort Sprecher-Plätze für das Innovation Camp auf der next07 aus.

Der Reality Check für Zukunftsvisionen: Ausgewählte Sprecher präsentieren vor den wichtigsten Köpfen der Branche die Themen, die im kommenden Jahr die Agenda bestimmen werden.

Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 12. April. Was zu tun ist, steht im Kongressblog. Jetzt bewerben!

Holger Jung, Matthias Schrader, Klaus-Peter Schulz, Horizont und Maurice Lévy

"Kunde versus Community – Wie entscheiden Konsumenten in 2010 – Werbebotschaft oder Meinungsaustausch?" Diese Frage debattieren u.a. Matthias Schrader, Holger Jung (Jung von Matt) und Klaus-Peter Schulz (BBDO) am Freitag auf der Computer Bild CeBIT CEO Conference.

Zwei klassische Werber werden dann vermutlich ihre Disziplin gegen die kecke Behauptung verteidigen, die Klassik habe ihre Zukunft womöglich bereits hinter sich. Das Match beginnt mit der Einstiegsfrage des Moderators:

Herr Schrader, Sie haben die heftige Debatte in der Fachpresse (u. a. Horizont) über die Rolle der klassischen Werbung in der Zukunft mitbekommen. Findet die Werbung der Zukunft wirklich vorwiegend in den neuen Medien statt? Kann die klassische Werbung wirklich nicht mehr mithalten und wird zum Nischenthema?

Es folgt der Aufschlag von Matthias Schrader:

Die Werbung der Zukunft sind Beziehungen - zwischen Marken und Kunden wie auch zwischen Kunden und Kunden. Deshalb wird die klassische Werbung ihre Führungsrolle an die interaktive Kommunikation verlieren. Es wird sie weiterhin geben, sie wird aber an Bedeutung einbüßen und eher eine unterstützende Rolle haben, so wie heute Plakat und Radio. Die Lead-Agenturen der Zukunft werden Interactive-Agenturen sein, die den Dialog der Kunden und Marken prägen.

Damit ist die Debatte eröffnet. Der gesamte Kongress wird am Freitag live auf der Website von N24 gezeigt.


"Wer von Euch geht eigentlich zur next07 nach Hamburg (am 03.05.)?", fragt Robert Basic und bekommt gleich ein paar Antworten. Die vollständige Teilnehmerliste (in Echtzeit) steht hier und wächst täglich.

Gestern hat sich übrigens ein Risikokapitalgeber angemeldet. Er schreibt: "VC auf der Suche nach Unternehmern ... sprecht mich bitte an!" Das sollte sich machen lassen.

"Ich frag mal beim Martin Recke nach, ob Blogger Rabatt bekommen", kündigt Robert an. Die Antwort ist: Es kommt darauf an. Am fehlenden Einkommen jedenfalls soll die Teilnahme nicht scheitern.

Bitte schreibt uns, was Euch brennend interessiert und warum Ihr dabei sein möchtet. Oder noch besser: Dreht ein kurzes Video und publiziert es auf einem der bekannten Videoportale. Wir werden für die überzeugendsten Aspiranten ein begrenztes Kontingent von Blogger-Tickets vorhalten.

Der Arbeitsweg des Kollegen Stefan im Video bei Sevenload. Ich für meinen Teil brauche mindestens die fünffache Zeit. Eher die sechsfache.

Markenkommunikation im Web 2.0

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Die Branche mit den meisten markenbezogenen Erwähnungen in der Blogosphäre ist der Bereich Telekommunikation (19%), gefolgt von Computer-Hardware und Mobiltelefonen (jeweils 14%), Automobil (8%) und Unterhaltungselektronik (7%).

Derartige Ergebnisse bringt bobi an den Tag, der „brand online buzz index“ von ethority. Der nach eigenen Angaben „weltweit erste Markenmonitor für das Web 2.0“ bildet die digitale Mundpropaganda zu annähernd 500 Marken ab, nennt die zentralen Themen und ordnet sie den 25 wichtigsten Branchen zu.

Die Verbrauchermeinungen werden in Bezug auf Markenimage, Markenbekanntheit und Markenranking ausgewertet. Insbesondere wirft das Tool ein Auge auf die Beiträge im Social Media Sektor, sprich Blogs, Onlineforen & Communities.

Nicht ganz, immerhin röchelt sie noch kräftig. Publicis-Chef Maurice Lévy hat mit seiner Absturzprophezeihung für traditionelle Print- und TV-Werbung nicht gerade für Begeisterung in seiner Zunft gesorgt.

Holger Jung, Matthias Schrader, Klaus-Peter Schulz, Horizont und Maurice Lévy

In der jüngsten Horizont-Ausgabe bezieht Lévy für seine vorwitzigen Bemerkungen Prügel unter anderem von Holger Jung/Jung von Matt ("Solche Statements sind kontraproduktiv und ein schleichendes Gift, weil sie die Industrievertreter stark verunsichern") und Klaus-Peter Schulz/BBDO ("Man darf die Klassik nicht totreden, denn das schadet unserem Geschäft und ist faktisch nicht zu untermauern").

Beide Agenturbosse treffen sich, wie der Zufall so spielt, am kommenden Freitag mit Matthias Schrader auf der Computer Bild CeBIT CEO Conference. Dessen Meinung zur Ausgangsfrage: "Ein klares Ja! Die Lead-Agenturen der Zukunft werden Interactive-Agenturen sein, die Klassik hat nur noch dienende Funktion."

Heute in einer Woche werden wir sehen, wie sich die drei auf der Bühne so schlagen werden - und was Lars Hinrichs/Xing dazu sagt.

Startseite dealirio.de

Zwar nicht ein Produkt pro Tag, sondern zwei pro Woche - ansonsten überträgt dealirio.de das überaus erfolgreiche Konzept von Woot! auf hiesige Marktverhältnisse. "Nach Schutzgeld.de, Cyberport24 und Sportster.de Sportlet.de startet das Media Kontor Hamburg Kontor Medien Hamburg den vierten Woot-Ableger in Deutschland", meldet heute die Internet World. Mehr bei Exciting Commerce.

Oliver Rengelshausen, spiritus rector des von O2 ins Leben gerufenen und heute von Spreeblick betreuten Blogwikis mobile macs, kehrt Anfang April als Leiter E-Commerce zu Thomas Cook zurück.

Blogs zur CeBIT

Sein Noch-Arbeitgeber versucht sich zur CeBIT erneut in diesem Metier. Das O2 CeBIT 2007 Liveblog wird von Nicole Simon, Daniela Terbu und Thomas Gigold (u.a. IAAblog) zugetextet begleitet.

Schon etwas länger schreiben sich zwei Computerwoche-Redakteure unter den Pseudonymen Jake und Tom im CeBIT-Blog Messe·schnell·weg warm. Schön bissig. Frau Beissholz, legen Sie nach!

Der notorische Horst Schlämmer hat jetzt Führerschein. Als Agentur hinter dem Blog hat sich inzwischen Tribal DDB zu erkennen gegeben. Dem Medienhandbuch gilt die Aktion als "erste erfolgreiche Kommunikationsmaßnahme einer großen Marke im Web 2.0".

Zu Beginn der zweiten Phase verschenkt die Agentur freiwillig den Google Juice und die Platzierung in den Deutschen Blogcharts. Denn nun gilt: Schlämmer hat Golf. Und laut w&v hält VW für möglich, dass Schlämmer künftig auch offline werben wird.

In Monterey hat gestern die TED2007 begonnen. Bruno Guissani liefert wieder exzellentes Liveblogging für alle, die nicht dabei sein können. (TED2008 ist übrigens auch schon ausverkauft.)

Jeff Han, regelmäßige Leser mögen sich an ihn erinnern, ist nach 2006 (siehe Video oben) nun zum zweiten Mal auf der TED. Diesmal zeigt er seine interaction wall (siehe Foto unten), ein noch größerer Multitouchscreen mit noch mehr Möglichkeiten. Giussani berichtet:

It's an amazing thing: enlarging a picture requires only touching it with two fingers and moving them apart -- with the file following their movements and spreading on the screen. There is basically no structured interface to his device: they just " navigates" in the information, zooming in and out of maps or tilting them or adding graphic elements or redistributing images on the screen just by moving their fingers on them.  They add layers of images -- a map on top of a map, for example, where the one on top acts as a "lens". They have built in dozens of applications, and functionalities that make it even more effective: drawing a circle for example initiates a menu, etc.
Jeff Han und Phil Davidson zeigen die interaction wall (Bild: Bruno Giussani)

Und klar, Giussani bringt auch die Usability-ProblemeHerausforderungen zur Sprache, die neulich schon auf dem Fischmarkt Thema waren (siehe dort in den Kommentaren):

"The most interesting thing is that when people first use this, they tend to go with one finger, then retract it: we basically have to un-teach people what they have learned so far about computing, and convince them that they can use several fingers, that several people can work on the screen at once, that you can actually use a random number of touchpoints, etc". The Apple iPhone, when it comes out, may help: it will also come with a multitouch screen, although it's so small that it won't make for a very interesting multitouch device (Jeff's "wall" is 8 feet wide). This is a mindboggling breakthrough technology.
Ideas (Folie von StrawberrryFrog

Harter Stoff für jeden, der sich die Frage stellt, wie wohl die Agentur der Zukunft aussieht: die Keynote von Scott Goodson, dem Gründer von StrawberryFrog, gehalten vorgestern auf dem Future Marketing Summit in New York. (Man beachte übrigens die Werbung für den Kongress.)

Hier ein paar Appetithäppchen:
  • Die Agentur StrawberryFrog hat die Realisierung zu großen Teilen ausgelagert.
    We get to work with those who like their freedom, who don't want to be smothered or scared to death by the environment of a big agency. We believe that pirates write better ads than the guys in the navy, because ideas which cut through the clutter can not be produced by disciplined committees.
  • Das Kreativnetzwerk OpenAd (über 7.000 registrierte Kreativschaffende) nennt sich selbst "the world's biggest creativ department". OpenAd liefert nur Ideen.
  • Das Gegenstück dazu ist The Department of Doing aus Neuseeland. Hier werden Ideen realisiert, bis die Schwarte kracht. Ideen bitte selbst mitbringen.
  • Goodson sagt über das neue Geschäftsmodell der Agenturen:
    The new business model requires a rethink of ideas as products – in other words, generating ideas that can be turned into actual products, and revenue streams that derive from the sale of these products.
  • Und über Innovation:
    In our industry, we talk a lot about innovation. Well, innovation is important because it’s a way to make money. And innovation for agencies only works when you can make a living out of it. The new agency model demands that we develop a new value culture, live by it and prove that it works where it needs to most – the bottom line.
  • Die Teams bei StrawberryFrog:
    Our creative teams have always included everyone, because we believe an idea can come from anyone. Our teams consist of a digital creative, a writer, art director, creative technologist, a designer, a business mind, a culturalogist, a PR mind, etc…
  • Was ist digital, was ist interaktiv?
    Digital is no longer one area of expertise – digital infuses every idea and every agency role. The fact that increasingly clients are awarding mainstream advertising accounts to interactive agencies, like IKEA hiring Agency.com as its lead agency, indicates that we need to rethink what we call “our skill base” and exactly what we value within it.
  • User-generated content is tired.
    There’s been a lot of talk about user-generated content. And my prediction for the future is the rise of user generated products.
  • Crowdsourcing ist schon mehr als nur eine Idee: CrowdSpirit

Lesen!

off-the-record.de

Mit einem Blog unter dem schönen Namen "off the record" sind jetzt die Macher des Frankfurter Fachblattes Horizont am Start. Meine Lieblingsrubrik wird definitiv Spießer Alfons.

Google spricht

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Philipp Schindler, Google (Foto)

Keiner ändert die Medienlandschaft so grundlegend wie Google. Wen wundert's da, dass Google-Nordeuropachef Philipp Schindler als der derzeit wichtigste Manager der Kommmunikationsbranche in Deutschland gilt. Nach Ansicht der w&v-Redaktion gehört er damit zu den Persönlichkeiten, "die im Jahr 2006 auffallend mutig und innovativ handelten und – oft auch gegen Widerstände – Entscheidungen trafen, die ihren Unternehmen künftig neue Erlösquellen erschließen".

Schindler kam auf Platz eins,

weil er mit Google derzeit daran arbeitet, die Medien- und Agenturlandschaft in Deutschland gründlich umzukrempeln. So hat er beispielsweise den in der Branche üblichen Rabattpoker um Werbepreise abgeschafft und den vermittelnden Agenturen die gewohnten Provisionen gestrichen.

Philipp Schindler, Jahrgang 1970, leitete vor seinem Google-Engagement den Bereich Marketing und Sales von AOL Deutschland (seit 1999). „Google wird in Deutschland noch viel Spaß haben“, sagte Schindler im letzten Jahr zur FAZ.

Alle, die gern aus erster Hand erfahren möchten, wie das geht, mögen am 3. Mai 2007 zur next07 „Inspiration und Interaktion“ kommen. Philipp Schindler hält dort die Keynote zum Thema „Vom E-Business zum Me-Business: Märkte sind Gespräche“.

Kater

Hatten wir jemals Katzenbilder auf dem Fischmarkt? Ich kann mich nicht erinnern. Dabei sollten doch, wo Fisch ist, auch Katzen nicht weit sein.

Dieser Kater kam gerade per Mail rein. Er wurde uns für den Einsatz in der Werbung angeboten. Leider haben wir dafür keine rechte Verwendung. Kontaktdaten auf Anfrage.

The Real Future of Shopping

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Loyal readers are already aware of the OTTO Store and my part in creating it. In a past post I questioned whether this is the future of shopping or not, but left the question unanswered. Well, the answer’s simple. No. It’s not. What is the future of shopping? Step right this way and I’ll explain it all to you.

Hah! Do you really think I’m arrogant enough to believe that I can predict the future of such a fast moving market? Forget about it. I have, however, been thinking about the subject quite a bit during this project, and I can certainly share my thoughts and guesses as to where the market could be going.

For anyone who hasn’t seen it yet, this is the OTTO Store:


The OTTO Store is an application (i.e. it doesn’t run in a browser) which the user downloads and installs locally. For the purpose of catalog downloads and the order process, it’s connected to the net, but otherwise everything you see runs locally. The OTTO Store was and is for us in the Studios a job, which means the basic idea (an e-commerce app which runs in Vista) was defined before we started. Although we asked ourselves early in the process if it couldn’t all be done better/faster/the same in Flash, it was and remains an irrelevant question. It was simply a Vista project. This made it possible for us to learn a hell of a lot, and, considering how unavoidable any new Windows release is in the long-term, we earned some rather valuable competence, making us one of very few agencies in Germany who can pull something like this off. And for those of you who’ve been following my articles about the Store and are beginning to get sick of it, I promise I won’t be writing any more about it for a while after this.

So, is the OTTO Store really the “next generation of internet shopping” that the marketing says it is?

Yes?

Well, it’s certainly a step in the right direction. “In browser” internet shopping in Otto’s market looks like Eddie Bauer, Gap or Abercrobie & Fitch (when did they go soft-porn?). Sites like these — and almost all of the internet to be honest — are essentially clickable books. Read from top to bottom, typography and photos, turn the page. Yes it’s sometimes non-linear, and books certainly can’t be clicked, but essentially a web page is exactly that — just another page.

A page has no “here”, which is to say, it’s about as unimmersive as it gets. A page can inform, and a page can inspire, but a page can’t give the user a feeling of having been somewhere and experienced something, which the OTTO Store can and does. This is definitely the most interesting difference between the OTTO Store and the Web we’re all used to.

No?

Regardless of what’s cool about it, the objections are simply too many to crown the Store the future of shopping.

Imagine this idea really takes off, and every company that has a web store today wants an immersive Vista Store tomorrow. I’d have to download and install OTTO, Amazon, and every other store where I shop online. Every app would be a closed environment, with it’s own look, sounds, and more importantly, interface, which means I’d have to learn how to buy the junk I want all over again for every store.

I’ve also seen comments that the OTTO Store can’t be a long-term success because it’s not “open” enough. The web is a pretty open system. Any user can jump from any web site to any other any time, and they don’t need anything special in order to look at (and buy at) any site other than freely available browser software. So the web is just a medium — like 3D space in the real world — in which companies can set up shop. The openness of the web and the 3D interface of real life is reflected better by Second Life (although the user experience is still pretty dismal) which provides an open and theoretically unlimited space which an company or individual ca buy into and present themselves and their goods. By contrast, the OTTO Store is like being locked in a room full of OTTO products, and not being able to leave, which is not likely to be that big a success with consumers in the long-term.

Maybe.

Do I think every shop that wants to sell online is going to be building software for Vista this year to do just that? Nope. Is the OTTO Store an interesting and important step in the right direction? Sure. And I can’t help but being surprised by and proud of OTTO, a relatively conservative company, for taking such a bold step in an uncharted direction. It may not be the future of shopping, but OTTO has shown what an online shopping experience can be like if you put user experience first.

Originally published at mattbalara.com

Letzter Aufruf zum Sparen!

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next07: Inspiration und Interaktion (Kongress/Hamburg/03-05-07)

Wir haben gerade noch mal nachgezählt: Für die next07 sind noch Tickets zum Einführungspreis da (390 Euro für die ersten 50 registrierten Teilnehmer)!

Das heißt: nicht lang überlegen, registrieren und sparen. Danach wirds nämlich teurer (590 Euro).

Zwischen Real Life und Second Life

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Regis Braathens (Foto: SL-News.net)

Gerade wurde "The AvaStar" bei den Lead Awards 2007 in der Kategorie "Webleader des Jahres" ausgezeichnet. Da freut es uns umso mehr, dass Rowan Barnett, seines Zeichens Chefredakteur von The AvaStar, am 3. Mai auf der next07 spricht.

Im Track „Parallelwelten“ wird auf der next07 diskutiert, wie wichtig digitale Welten für unsere Kommunikation sind und werden. Rowan Barnett aka Regis Braathens, 25, arbeitet seit Oktober 2006 für das erste Wochenmagazin in der virtuellen Welt Second Life. Dort sind aktuell vier Millionen Einwohner als virtuelle Figuren registriert, tausende Firmen vertreiben ihre Produkte.

"The AvaStar" bietet den "Residents" auf rund 30 Seiten umfassende Informationen über das Leben in der virtuellen Welt. Der Großteil der Leserschaft setzt sich aus jüngeren Männern und Frauen mit einem durchschnittlichen Alter von 32 Jahren zusammen und ist hoch gebildet. "The AvaStar" will für die Leser ein Leitfaden sein und vor allem Neueinsteigern die Orientierung in der "Second Life"-Umgebung erleichtern. Den redaktionellen Rahmen der Zeitung bilden die Inhalte News, Business, Celebrity & Gossip, Style & Fashion, Travel und Entertainment.

Wie sieht Barnett/Braathens die Zukunft der Zeitung in der virtuellen Welt - und die des Journalismus? Er hat die Vision einer 3D-Zeitschrift zum „drin Rumlaufen“, in der natürlich die gleichen journalistischen Standards wie in der wirklichen Welt gelten: “Ich bin Journalist, ich spiele nicht nur die Rolle eines Journalisten.“

Wie fühlt es sich an, das Leben zwischen Real Life und Second Life, als virtuell arbeitende Person? Diese und andere Fragen werden wir ihm stellen, im echten Leben auf der next07. Schon registriert? Bis dahin:

Was solche Zweitleben mit einem anstellen können, verriet uns Barnett: Kürzlich hatte er in seinem Kleiderschrank erfolglos ein ganz bestimmtes T-Shirt gesucht, dann fiel ihm ein: Er hatte es nur in der virtuellen Welt gekauft. Barnett/Braathens wörtlich: „Real life is a tricky issue.”

Foto: SL-News.net

Sie haben es ja ohnehin schon nicht leicht, die Massenmedien. Und dann wird ihnen auch noch kräftig eingeschenkt. Markus Peichl, einer der ganz Großen der Druckmedienbranche und heute Juryvorsitzender beim gestern verliehenen Lead Award, liest seiner Branche die Leviten. In der Welt. Hier die entscheidende Passage:

WELT: Guter Journalismus wird vom Leser nicht geschätzt?

Peichl: Doch, aber die Leute werden mit so viel Mittelmaß erschlagen, dass sie das Gute nicht mehr sehen. Erinnern Sie sich an die Hitler-Parodie mit Helge Schneider? Die Frage "Darf man über Hitler lachen?" war die Sau, die eine Woche lang durchs mediale Dorf gejagt wurde. Danach war die Sache vergessen, der Film floppte, basta. Dasselbe passierte mit dem Uschi-Obermaier-Film. Selbstverschuldet lassen sich die Printmedien im Kampf gegen schnellere Medien auf das Gebot der Nichtsubstanz und das Verdikt der Geschwindigkeit ein.

WELT: Sie wollen doch nicht leugnen, dass zu den genannten Themen kluge, gut geschriebene Artikel erschienen sind.

Peichl: Natürlich gab es die, aber sie wurden von der Vielzahl der Husch-Husch-Erregungen verblasen. Der Leser wurde zugekleistert mit substanzlosem Kram, weil jeder glaubte, auch etwas zum Thema absondern zu müssen. "Huch, das ist ein Thema, da müssen wir jetzt ganz schnell was dazu machen." Das ist der Mechanismus, der Redaktionen treibt. Und dann bombardieren sie den Leser mit allem, was auf die Schnelle beizuschaffen ist. Also fehlen den Journalisten Zeit und Kraft, sich mit dem Thema intensiv zu beschäftigen. Macht es doch einer, wird seine Mühe nicht belohnt, weil es der Leser in all dem Wust nicht erkennen kann. Wissen Sie, was ich nicht mehr hören möchte?

WELT: Was denn?

Peichl: Diesen Satz, den Printleute so gern von sich geben: "Wir werden gegen das Fast-Food-Medium Internet bestehen, denn der Leser möchte Selektion, und genau die geben wir ihm: Wir trennen das Wichtige vom Unwichtigen." Stimmt nicht, das ist Alibi-Wunschdenken. Printmedien verbreiten viel zu viel völlig ungefilterte Information im Affenzacken hinaus in die Welt.

Sprach's und verlieh einen Lead Award an die in "Second Life" erscheinende, englischsprachige Zeitung "The AvaStar". Von diesem Bild-Ableger gibt es jetzt auch eine deutschsprachige Ausgabe. Deren Chefredakteur Rowan Barnett aka Regis Braathens spricht übrigens auf der next07.

In gewohnt höflicher Manier, einige Zacken schärfer als Peichl, aber nicht minder auf den Punkt bringt es der Doppelgänger jenes Jünglings, der sich jüngst als Anzeigenmotiv für Gucci verewigte. An der Blogbar. Sein Stück, vermutlich liest sich, als sei es nach der Lektüre von Peichls Brandinterview entstanden, im Auszug:

He, Ihr verblödeten, nach oben in Entscheiderpositionen gechwemmten Nichtskönner, Ihr Parasiten am alten Ruf abkratzender Medienmarken, was zum Teufel wollt Ihr eigentlich? Eure Auflagen kacken ab, die jungen Leser laufen Euch davon und die alten Leser sterben, seit 10 Jahfren seid ihr im Niedergang, und alles, was Euren Konzernen einfällt, ist der Einkauf von irgendwelchem Communitydreck, weil da die jungen Leute inzwischen sind. Ihr habt längst den Kampf um die Qualität aufgegeben, im Internet seid Ihr nur noch kleine Nummern unter irgendwelchen Drittverwertern und niveaulosen Zusammenrottungen. Die Tageszeitungen waren bis vor 10 Jahren unangefochtene Meinungsführer, heute passen Süddeutsche, FAZ, taz und Welt locker unter den Fussabstreifer von Spiegel Online, und auf das schwarze Dreclksblatt bei mir daheim kann ich selbst inzwischen mit meinen Blogs quotenmässig hinunterspucken. Im einzigen Zukunftsmarkt seid Ihr plötzlich ein Nichts voller greinender Bedenkenträger, Ihr habt in der New Economy jeden Scheiss mitgemacht und jetzt kauft Ihr wieder jeden Rettungsring, den Euch irgendwelche Gründer hinhalten, und Eure eigene Kernkompetenz der Informationsvermittlung geht Euch am Arsch vorbei, Hauptsache ihr habt diese tollen Web2.0-Spielzeuge.

Was früher mal Eure Basis war, mutige Autoren und Kenner der Region, sind heute billige Praktis und gekaufte Johurnaille, die brav kuscht, wenn Ihr den nächsten Onlineschmarrn ranschleppt. Ihr habt die Redaktionen nach der Printkrise wieder profitabel gehungert, weil das neue, miese Niveau auch für die Abos reicht. Das rettet Euch kurzfristig den durchgesessenen Hosenboden, aber der Nachwuchs hat keine Bindung mehr an Euch, und wird auch keine Bindung an Euch mehr bekommen. Die haben sich vertschüsst zu irgendeiner Internetbespassung, Youtube, Youporn, Myspace, wo sie für Euch und Eure miese Informationsabfütterung unerreichbar sind und bleiben. Ausser ihr kauft diese Dinger auf und hofft, dass ihr den Kaufpreis reinkriegt, bevor die Massen weiterziehen zum nächsten heissen Scheiss.

Hier weiterlesen.

Was die Internetbranche bewegt

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next07: Inspiration und Interaktion (Kongress/Hamburg/03-05-07)

Am 3. Mai findet die next07 „Inspiration und Interaktion“ statt, Kongress für die aktuellen Innovationsthemen des Internet, mit dem wir an den Kongress next10years aus dem vergangenen Jahr anknüpfen.

Ab sofort ist die Registrierung für die next07 möglich. Die ersten 50 registrierten Teilnehmer zahlen einen Einführungspreis von nur 390 Euro, danach sind 590 Euro fällig.

next07, das heißt erfahren, welche Trends kommen und welche floppen, wer bei wem investiert. Die wichtigsten Köpfe der Branche treffen, die besten Konzepte und Geschäftsmodelle kennen lernen und über den Dächern der Hamburger Speicherstadt feiern - an einem Tag, an einem Ort. Mit 4 Keynotes, 50 Referenten und 700 Gästen.

Wenn Sie Marketing-Professional, Produkt-Manager, Grafik-, Web- und Interface-Designer, Entwickler, Blogger, Investor oder Gründer sind:

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Web 2.0 in Österreich angekommen

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Wie sich unsere österreichischen Nachbarn fürs Web 2.0. fit machen, zeigt der kürzlich erschienene „Guide für neue Medien und Online-Marketing“ von Werbeplanung.at.

Im Bericht zur Lage der Nation ist zu erfahren, „welche Online-Kampagnen in der letzten Zeit überzeugen konnten und was schlaue Onliner über die Zukunft denken“ – und lohnt einen Blick, denn gelistet werden die 450 wichtigsten buchbaren Online-Werbeträger und die relevanten New-Media-Agenturen Österreichs.

Werbeplanung.at ist Österreichs Fachmedium für Online-Marketing, natürlich mit Blog, auf dem die Marketingexperten unter anderem über die österreichischen Onliner des Jahres 2007 berichten.

Digitaler Frischfisch

Der interaktive Konsument revolutioniert das Marketing. Ein Blog von SinnerSchrader.

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