Jetzt sind die Eltern dran

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Eltern sind nicht nur eine der kaufwütigsten Zielgruppen, sondern auch ziemlich empfänglich für Tipps aller Art und damit mindestens ebenso gesprächig wie die dauer-plappernden Kleinen. Darauf setzt Gruner + Jahr mit dem neuen Eltern.de-Familiennetz. Der Grundgedanke "Content + Community" ist dabei so neu nicht: Das Familiennetz verbindet redaktionelle Inhalte mit Foren mit einem Social Network.

Familien bekommen aber endlich das, worauf sie schon immer dringend gewartet haben: Tools, die ihnen Arbeit abnehmen. Als da wären: Fotoalben und Familienblogs zum Verwandte-und-Freunde-auf-dem-Laufenden-Halten, Suche nach neuen Freunden mit Kindern im gleichen Alter oder gar nach einer Krabbelgruppe, Gruppen-Funktion zur Organisation von Kindergartengruppe oder Klassenelternabend.

Eine zweite Ausbaustufe im Herbst bietet Filme, Datenbanken und Audio-Files zur Suchabfrage plus User-generierten Content aus den Foren plus Zugang zu passenden Gruppen aus dem Social Network. Eltern-Heft und online werden auch verquickt, indem die Eltern.de-Redaktion regelmäßig Print-Beiträge vorab in einem Forum diskutieren lässt und sie anschließend mit den Kommentaren der User druckt.

Bremsen, um schneller zu werden

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spreadshirt wird erwachsen, vermeldet brandeins: "Hierarchien treten an die Stelle persönlicher Beziehungen." Das ist lesenswert, und so ganz umgekehrt.

Silver surfin'

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Nicht mehr zu unterschätzen: Die Aktivitäten der Generation 55 plus im Internet. Das zeigt der aktuelle Silver Surfer-Report der EIAA. Kurz und knapp die wichtigsten Ergebnisse für Deutschland:

Knapp ein Viertel der befragten Nutzer surft regelmäßig im Internet (Deutschland: 24 Prozent, Europa: 25 Prozent) und verbringt durchschnittlich sieben Stunden pro Woche online – eine Steigerung von 14 Prozent gegenüber 2004 (Europa: 8,8 Stunden, plus 18 Prozent).

Am häufigsten genutzt: Suchmaschinen, E-Mail-Kommunikation, Foren, Musikdownloads und Telefonieren über das Internet. Top 5 Themen: Reise und Urlaub, Nachrichten, Finanzen und lokale Informationen. Meistgekauft: Reise-Tickets, Bücher, Elektro-Artikel und Urlaubsreisen.

Die deutschen Internetnutzer ab 55 kaufen mit fünf Artikeln zwar nur halb so viele Artikel online wie der Durchschnitt aller Internetnutzer in Europa, die Produkte sind jedoch deutlich hochpreisiger.

Casting 2.0

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... und jetzt werden wir auch noch alle TV-Stars: Das neue Selbstdarsteller- Portal getfamous verspricht nicht nur Online-Berühmtheit, sondern echtes Entdeckt-Werden:

"getfamous ist die logische Konsequenz der permanenten Suche nach Talenten bei Film und Fernsehen", sagt Martin Hoffmann, Vorstandsvorsitzender von MME Moviement, das auf diese Weise in Zukunft einen Großteil seiner rund 1.000 Rollen pro Monat besetzen will.

Also schnell Fotos, Videos und Steckbrief auf der eigenen Sedcard eingestellt, und dann auf bald bei „Frank - der Weddingplaner“, „Richterin Barbara Salesch“ oder „Bauer sucht Frau“.

Virales Marketing klappt

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... oder auch nicht:

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Auf jeden Fall ein T-Shirt mit hohem Will-haben-Faktor!

Danke für den Foto-Hinweis an Martin Oetting, der es entdeckt hat im privaten Blog des Web-/Social-Media-Integration-Managers-for-the-Video-Game-Group von Nokia, jüngst in den Medien durch die Übernahme des Medien-Sharing-Services Twango zum Verwalten von Fotos und Videos auf Handy und Computer.

Viele Unternehmen stellen fest, dass ein entscheidender Wettbewerbsvorteil durch konsequentes Konsumentenverständnis entwickelt werden kann. Nachhaltige Effizienz entsteht dabei durch Planbarkeit und Messbarkeit von Marketingmaßnahmen. Daher setzen schon etwa 65% der Unternehmen Web-Analyse-Tools für derartige strategische Entscheidungen ein.

Jedoch werden die Bemühungen dieser Firmen nach mehr Effizienz häufig durch die Tatsache verhindert, dass zum einen das Tool nicht das tut, was es soll und andererseits Recruiting und Training erfahrener Mitarbeiter oft sehr schwierig ist. Die Aberdeen Group bringt es auf den Punkt: Unternehmen entwickeln noch nicht einmal die Hälfte des Potenzials ihrer eingesetzten Web-Analyse-Tools.

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SinnerSchrader zeigt in seinem neuen Whitepaper auf, was bei Einführung eines Web-Analyse-Tools zu beachten ist und wie man erfolgreich Web-Analyse etabliert - und gibt Hinweise zur Inwertsetzung vorhandener Tools. Ganz im Sinne der Rolling Stones:

"You can’t always get what you want
But if you try sometimes you might find
You get what you need."

Get closer to the consumer!

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Den Konsumenten gehört die Macht. Das Unternehmen Ecco reagiert darauf mit der Neuausrichtung seiner weltweiten E-Commerce- und Internetstrategie. Die Marschrichtung heißt: „We have to get closer to the consumer“.

An der Integration des Konsumenten arbeitet SinnerSchrader und baut zur Zeit den internationalen Direktvertrieb via Web für Ecco auf. Erstes Etappenziel: Realisierungsstufe Nummer eins Anfang August, zwei weitere folgen Anfang und Mitte des nächsten Jahres. Oben ein erster Blick hinter die Kulissen.

Mal Vorbild sein?

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Was rät man der 16jährigen Nichte, die nicht weiß, was jobtechnisch aus ihr werden soll? Soll sie doch mal Fellowweb in den Browser eingeben und auf einer Internetplattform für Berufsanfänger landen. Die will der beruflichen Orientierungslosigkeit von Jugendlichen entgegenwirken und bei Berufs- und Studienwahl helfen.

Und man selbst kann als Berufstätiger auch gleich noch Vorbild sein, eine Mentorenfunktion übernehmen nämlich und bei Fellowweb das eigene Profil "spenden" – das den eigenen Bildungsweg samt Zufriedenheit aufzeigt.

Vielleicht hilft das tatsächlich beim Finden von Interessen und Stärken – was das Anfänger-Hauptproblem zu sein scheint. Ich geh' jedenfalls spenden.

Ich bin dann mal weg. Wer in den nächsten Wochen wissen will, was ich so mache, dem lege ich Twitter ans Herz. Hier übernehmen inzwischen die Kollegen.

Schöne Ferien!

Brückenschläge

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Seit Jahren schon wird das mobile Internet als die Technologie der Zukunft propagiert, bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen und dem Aufbau des UMTS-Netzes wurde ordentlich investiert. Doch so richtig in Schwung kam das mobile Netz in Deutschland bisher nicht. Hierfür gibt es mMn mehrere Faktoren.

  • Die Endgeräte sind größtenteils murks, die Bedienung ist umständlich, die Software instabil und die Webseiten sind auf kleinen Displays meist kaum lesbar. Nur langsam rüsten die Webseitenbetreiber Mobilversionen ihrer Sites nach.
  • Preistransparenz ist ein Fremdwort. Herauszubekommen, welche Kosten beim mobilen Surfen entstehen, ist noch komplizierter als den richtigen Handytarif zu finden. Da gibt es Surf-Packs, Data-Packs, E-Mail-Packs, spezielle Tarife in der Homezone, Web 'n' Walk-Gedöns, Abrechnung nach Zeit, Volumen, Entfernung zum Sendemast, das ganze unterschiedlich bei jedem Anbieter und je nach konfiguriertem Zugangspunkt. Die Lösung ist (analog zur Entwicklung der Breitbandanschlüsse) die klassische Flatrate ohne Sternchentext. Die ist aber für die Masse noch zu teuer.
  • Es fehlen gute Anwendungen, die einen echten Nutzen liefern. Das, was derzeit mobil geht, kann meistens auch bis zu Hause warten, wo man komfortabel mit dem PC arbeiten kann. Dieses Problem wird sich dann erledigen, wenn die beiden anderen Hindernisse aus der Welt sind. Der Nachfrage regelt das Angebot: Sobald mobiles Internet günstig und einfach nutzbar ist, werden auch genügend nutzbare und nützliche Anwendungen aus dem Boden schießen und die Nutzer werden dann auch auf diese zurückgreifen.

Die Betreiber nennen als Begründung für die nur langsam wachsende Nutzerzahl gerne auch Berichte über Hackerangriffe und Diskussionen über die gesundheitsschädigende Wirkung elektromagnetischer Wellen. Das halte ich aber für vorgeschoben, der breiten Masse sind nämlich beide Themen schlichtweg völlig egal.

Aber auch die Printindustrie/-werbung kann tatsächlich mithelfen, das mobile Internet voranzutreiben. An jeder Straßenecke, Bushaltestelle, Kneipenwand wird man mit Plakaten zugebombt, meist ist auf diesen auch eine URL zu einer Webseite des Produkts zu finden. In Zeitungen und Zeitschriften finden sich häufig Referenzen auf im Internet verfügbare Studien, weiterführende Informationen, Diskussionen zum Artikel. Aber hier schlägt das klassische Problem des Medienbruchs zu: URLs kann und will sich niemand merken, geschweige denn aufschreiben, um sie später in den PC zu hacken. Das Handy kann zwar Internet, aber alleine die URL einzugeben, ist schon viel zu mühsam. Eine Lösung zumindest für das letztere Problem bietet u.a. Kaywa mit seinen Quick Responses (QR-Codes) an. Dabei handelt es sich um eine 2D-Barcodes, die in Informationen umgewandelt werden können. Kaywa stellt eine solche Applikation für die mobile Nutzung auf dem Handy zur Verfügung. Man fotografiert einfach die 2D-Codes mit der Handykamera und wird darauf direkt auf die entsprechende Seite weitergeleitet.

Fischmarkt 2D

So sind analoge Links Realität. Das Prinzip wird in Japan schon häufiger verwendet (Toyota entwickelte einen Prototypen für die Verwendung im Produktionsprozess), in Deutschland werden solche 2D-Codes z.B. von der DB auf den Online-Tickets verwendet.


Foto von gullevek

Mit etwas Fantasie kann man sich so tausende Nutzungsmöglichkeiten dieses Prinzips ausmalen:

  • Plakatwerbung für Konzerte, Handy raus, Klick, Karten direkt bei eventim bestellen
  • CD-Werbung in der BRAVO, Handy raus, Klick, Probesong als mp3 direkt aufs Handy runterladen
  • Visitenkarte bekommen, Handy raus, Klick, schon auf der Website des möglichen Geschäftspartners
  • Ein neues Produkt im Supermarkt, Handy raus, Klick, alle Nährwertinformationen auf einen Blick
  • In der Zeitung wird eine Studie zitiert, Handy raus, Klick, die Studie im Volltext sofort verfügbar
  • In einem tollen Buch sind hinten noch weitere Bücher des Autors beworben, Handy raus, Klick, weitere Bücher bei thalia bestellt
  • Gewinnspielwerbung in der Bild-Zeitung, Handy raus, Klick, Teilnahme online absenden
  • usw. usf.

Alles Zukunftsmusik? Ja, klar, die Frage ist nur, ist das die Zukunft in einem oder in fünf Jahren?
Mehr? Hier! Kaywa-Reader, QR-Code-Generator, Interview beim Elektrischen Reporter

Facebook News Feed

Eines der zentralen Elemente von Facebook: der Newsfeed, sozusagen der Herzschlag des persönlichen Facebook-Netzwerks

Facebook ist zur Zeit mit Abstand das heißeste Thema im Web. In den USA vielleicht noch das iPhone - wir Europäer dürfen darauf noch etwas warten. Robert Scoble, eine Art Robert Basic in groß und amerikanisch, sieht den Dingen ins Auge:

Expect to hear a lot more Facebook news. Unless you got something more interesting for us all to pay attention to. Microsoft? Google? Yahoo? Helllllllloooooooo.

Facebook taxiert seinen eigenen Wert auf schlappe 8 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: YouTube ging für 1,65 Mrd. Dollar an Google.

Und doch erreicht mich nach wie vor die Frage, wozu Facebook denn nun gut sein soll und was es so spannend macht. Ein paar kurze Antworten steile Thesen:

  1. Facebook ist ein Social Network wie MySpace, aber ohne die Nachteile von MySpace. Facebook hat seine ursprüngliche Nische - Studenten an amerikanischen Colleges - verlassen und ist auf dem Weg zur universalen Plattform. Facebook ist nicht nur für Teens spannend. (Sorry, MySpace.)
  2. Facebook hat seine technische Plattform geöffnet. Vielleicht noch nicht weit genug, aber immerhin weiter als alle anderen Webgiganten. Ausgenommen vielleicht Amazon. Xing redet darüber schon seit langem, aber liefert bislang nicht.
  3. Facebook ist dadurch eine attraktive Plattform für alle nur erdenklichen Dienste von Dritten. Ein kleines Beispiel: Wer seine Reisen auf dopplr hinterlegt und die dopplr-Erweiterung für Facebook installiert, zeigt damit auch dem Facebook-Netzwerk, wohin die Reise geht - und macht ganz nebenbei auch dopplr selbst einem größeren Publikum bekannt. Jede intelligente Facebook-Erweiterung gibt dem Nutzer die Möglichkeit, eine Plattform seiner Wahl zu nutzen und trotzdem bei Facebook präsent zu sein. Es ist eine Art RSS zum Quadrat.
  4. Facebook ist jetzt schon unglaublich flexibel. Es ist eine neue Art von Micropublishing, diesmal mit sichtbarem Auditorium - Blogger kennen bestenfalls ihre Kommentatoren, aber nicht ihre Leser. Facebook kann Rolodex, Outlook-Kontakte und LinkedIn oder Xing gleichzeitig ersetzen. (Sorry, Lars.) Naja, noch nicht für jedermann. Aber das Potential ist da, es muss nur noch genutzt werden.
  5. Facebook (und Social Networks insgesamt) sind das neue Fernsehen. Und diesmal kennen wir die Akteure persönlich. Jedenfalls einige.

Klingt wie Hype 2.0? Oder Bubble 2.0? No. Eher wie Renaissance 2.0!

I've been talking to people lately about how Facebook Platform is the most important thing that's happened on the Internet in the past five years, possibly the past ten... surpassing the development of AdWords and the birth of social networking in general.  People sort of look at me like i'm stoned / crazy, but i don't think so (okay, maybe the latter... but i quit toking over 20 years ago).  Now we're about to see it get even more amazing.  The emergence of a whole ecosystem of new apps built on the social graph is just over the horizon.
We're not in the middle of Bubble 2.0 -- rather, we're in the middle of Renaissance 2.0.  Northern California is Italy.  Palo Alto is Florence.  San Francisco is Venice.  Sequioi Capital (or Peter Thiel & Reid Hoffman) are the Medicis.  Ev, Biz, Ben, Mena, Matt & Toni are the Gutenbergs. And Mark Zuckerburg is Da Vinci.  Bene, molto bene :)

Wird Facebook in Europa, gar in Deutschland abheben? Wir werden sehen. Noch sind die meisten Europäer auf Facebook in der Experimentierphase.

Und Google? Wird der Entwicklung sicher auch nicht tatenlos zusehen.

Wir können uns auf ein paar interessante Jahre freuen.

Sommerloch beim Tagesspiegel. Trotzdem wollen auch die Wirtschaftsseiten gefüllt werden. Zum jüngsten Rekordstand des DAX darf deshalb der bekannte Börsenexperte Paulus Neef zu Wort kommen. Der einstige Gründer von Pixelpark warnt:

Die Menschen setzen jetzt alle auf steigende Kurse, das ist hoch gefährlich. Natürlich sind nicht alle Unternehmen überbewertet, aber der Trend zur Übertreibung ist wieder zu sehen.
Heißt das, Sie erwarten wieder einen Absturz wie nach dem Boomjahr 2000?
Ich will kein Schwarzmaler sein. Aber ich verstehe nicht, dass jetzt wieder Vollgas gegeben wird wie im Jahr 1999/2000 so als sei alles komplett vergessen. Ich erwarte tatsächlich eine Korrektur, aber wie hart sie ausfallen wird, steht in den Sternen.

Zweiter Akt. Stephan Randler, Leitender Redakteur von iBusiness, geht der Sache auf den Grund, greift die Steilvorlage auf und fragt an:

In einem aktuellen Interview warnt Paulus Neef im Zusammenhang mit Web 2.0 vor übertriebenden Erwartungen und erinnert an die Bubble 1.0. Was halten Sie von dieser Einschätzung? Besteht wirklich die Gefahr, dass sich die Geschichte der Jahre 1999/2000 nun wiederholt?

Ich bin kein Börsenexperte, aber wenigstens lese ich ab und zu Zeitung. Meine Antwort:

Ich kann nicht erkennen, dass der aktuelle Börsenaufschwung von Themen wie Web, Medien oder Technologie getrieben wäre. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu 1999/2000. Demnach fließen auch keine nennenswerten Erwartungen an Web 2.0 in die Börsenbewertungen ein.
Die neue Macht der Konsumenten im Web ist ein langfristiger Trend, dem weder der Hype 1999/2000 noch der übertriebene Absturz 2001/2003 etwas anhaben konnten. Nein, die Geschichte wiederholt sich nicht. Jedenfalls nicht genauso wie damals.
My advice - focus on people. The tech empowers people and it will change. Sites come and go. Excuse me while I update my Tripod page.

Edelman-Blogger Steve Rubel auf Twitter

Nebenbei bemerkt: Mindestens die Marke Tripod gibt es immer noch. Was die These bestätigt, dass auch im Internet das Rieplsche Gesetz gilt: Kein neues, höher entwickeltes Medium verdrängt ein altes vollständig, es verändert lediglich dessen Funktion.

8apps.com
Social networking is designed to be unproductive - except on 8apps.

Mit diesem griffigen Satz aus der Feder von mashable-Autor Pete Cashmore wirbt 8apps.com um Beta-Tester. Vor einem halben Jahr waren drei der schon im Namen angekündigten acht Anwendungen am Start, jetzt sind es vier:

  • Handshake, das social network
  • Orchestrate für Aufgabenlisten und dergleichen
  • Blueprint für Brainstormings
  • Pinpoint für Termine aller Art

8apps ist nach wie vor by invite only, aber der Fischmarkt hat weder Kosten noch Mühen gescheut und kann seine Leser einladen, solange der Vorrat reicht. Bitte einfach in den Kommentaren Interesse anmelden.

Der 8apps-Pionier im deutschen Sprachraum scheint Oliver Gassner zu sein, der allerdings auch noch nicht so genau weiß, was damit nun anzufangen wäre. Vielleicht könnte ich damit meine Arbeit organisieren?

8apps erinnert auf den ersten Blick an 37signals und die diversen Produktivitätswerkzeuge wie Basecamp, Highrise & Co. - allerdings mit dem Unterschied, dass hier alles auf einer Plattform stattfindet. Fehlt nur noch die Facebook-Anwendung.

Allerdings scheint die Entwicklung schon seit Monaten zu stagnieren: Der letzte Eintrag im 8apps-Blog datiert vom 1. März. Und auch bei den erkennbar durch 37signals inspirierten 8apps-Machern von Jonkenpon sind im März die Lichter ausgegangen.

Google Checkout Gadget

Ein schlummernder Riese im Reich des elektronischen Handels - das ist Google Checkout, lange erwartet und vor einem Jahr schließlich gestartet. Bis jetzt hat der universelle Bezahldienst von Google die Landschaft nicht grundlegend verändert. Das mag nun anders werden.

Denn Google hat in dieser Woche ein neues Gadget (so heißen Widgets bei Google) vorgestellt, das nicht mehr tut als die Top-Ten-Produkte anzuzeigen, die mit Google Checkout gekauft werden. Es sieht so harmlos aus, aber ist es auch harmlos? Get Elastic spekuliert nun, dass daraus ein echtes E-Commerce-Widget werden könnte.

Und mehr als das: Solche Gadgets könnten schon bald auf Suchergebnisseiten erscheinen - und damit dem Textanzeigengeschäft von Google eine völlig neue Dimension hinzufügen, nämlich die der Transaktion.

What does this mean for online retailers?

Wir werden sehen.

Vom Wollen und Können

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Das Thema Enterprise 2.0 hat mich neulich, weil von der nicht-technischen Seite beleuchtet, schwer beeindruckt. Nun weist das CIO Weblog auf eine Studie von Siemens Enterprise Communications hin, die aus einer anderen Blickrichtung zeigt, warum Enterprise 2.0 noch auf sich warten lässt.

Einerseits:

Eine IDC-Umfrage unter 100 großen Unternehmen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien zeigt, dass 68 % der Unternehmen einen Anstieg der Zahl der mobilen Mitarbeiter im Unternehmen erwarten. Ähnlich glauben 43 %, dass die Zahl der virtuellen Teams innerhalb des Unternehmens ansteigen wird. So sind 90 % der Unternehmen der Meinung, dass moderne Kommunikationsfeatures wie die Fähigkeit, alle relevanten Dokumente und Mitteilungen innerhalb eines virtuellen Teams sofort zur Verfügung zu stellen, nützlich oder sehr nützlich sind. Und 86 % stimmen der Aussage zu, dass die Fähigkeit, sofort mit einem Kollegen zu kommunizieren – unabhängig von Uhrzeit, Ort oder Methode – nützlich oder sehr nützlich ist.

Aber:

Zunehmende Kopfschmerzen bereitet jedoch dem Management, dass nur 25 % bis 35 % der Unternehmen mit einer Technologie ausgestattet sind, die diese modernen Arten der Zusammenarbeit unterstützt.

Was man erreichen könnte, wenn man eben könnte wie man wollte: Eine Enterprise 2.0-Arbeitsumgebung, "in der Team-Mitglieder schneller und effizienter zusammen arbeiten, Informationen und Experten rascher finden und mehr Aufgaben in weniger Zeit schaffen - an jedem Ort, zu jeder Zeit und mit jedem Endgerät, das der Situation oder ihrer persönlichen Vorliebe am besten entspricht." Wär' das schön.

Schon zum zwanzigsten Mal trafen sich kürzlich Wissenschaftler aus aller Welt im slowenischen Bled zur E-Conference - die es seit 1987 gibt, als in Deutschland die Versorgung von Privathaushalten mit Internet noch für unmöglich gehalten wurde und höchstens vereinzelte Haushalte zu BTX bzw. Datex-J Zugang hatten.

Die Konferenz zählt damit zu den traditionsreichsten ihrer Art und setzt sich aus wissenschaftlicher Sicht mit Electronic Commerce und verwandten Themenfeldern auseinander. Im Fokus der diesjährigen Konferenz standen E-Government-Bemühungen, neue Geschäftsmodelle, Interoperabilität und Mobilität.

In diesem Jahr habe ich an der Konferenz teilgenommen und einen Vortrag im Bereich „Privacy and Security in Electronic Environments“ gehalten. Der Vortrag resultierte aus der gemeinsamen Arbeit mit Kollegen von der Fraunhofer Gesellschaft, die einmal untersucht haben wollten, inwieweit Datenschutzbedenken Online-Käufer davon abhalten, an Loyalitätsprogrammen teilzunehmen.

Wenn man Psychographika wie Datenschutzbedenken (Concern for Information Privacy) erheben will, greift man auf vielfach validierte Fragenkataloge aus der Literatur zurück und untersucht, welchen Einfluss diese Psychographika z.B. auf die Nutzung von Loyalitätsprogrammen haben. Interessanterweise stellt sich heraus, dass Nutzer von Loyalitätsprogrammen signifikant höhere Datenschutzbedenken haben als Nicht-Nutzer. Das ist überraschend, könnte aber eventuell durch schlechte Erfahrungen der Nutzer hinsichtlich des Datenschutzes in aktuellen Loyalitätsprogrammen erklärt werden.

Zudem zeigten die Resultate der Arbeit, dass es bestimmte Marktsegmente gibt, die ein starkes Interesse an datenschutzfreundlichen Loyalitätsprogrammen haben. Eine entsprechende nutzerfreundliche Lösung mit blinden Signaturen entwickelten daraufhin die Forscher des Fraunhofer Instituts. Hier sind die Folien und der Beitrag.

Übrigens ist Bled ausgesprochen idyllisch und einen Besuch allemal wert. Diese Fotos zeigen keine Modelleisenbahnlandschaft, sondern den Bleder See und Umgebung:

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Oliver Hinz, Stipendiat der SinnerSchrader AG 2007

Sam Sethi, bis Dezember 2006 Chef von TechCrunch UK, hat blognation gestartet - eine TechCrunch-Kopie für alle möglichen Länder außerhalb der USA. Bis jetzt sind die Ausgaben für Großbritannien, Italien und Deutschland am Start. Für die deutsche Blognation schreibt Nicole Simon.

Gleich zum Start legt sie eine vehemente Analyse des Zustands der hiesigen Web-Szene vor:

Sadly not every German speaks good English and it’s only those who are comfortable with the English language who will regulary reach out to talk or write in the blogopshere.
So this is one of the main reasons why, instead of competing with the mainstream Web 2.0 applications, German entrepreneurs often create localised or “copy cat” sites to address the vast native German speaking audience.
Germany is an island which lacks fresh input from the outside.
Though VC money doesn’t flow as easily as in some other areas of the world, it is available, and Media companies invest heavily in Web 2.0 properties in order to transform their own products for an online world.

Sam Sethi schied im Dezember im Streit mit TechCrunch-Gründer Mike Arrington. TechCrunch UK hat sich davon bis heute nicht erholt, ein für Juni angekündiger Neustart lässt noch immer auf sich warten. Der Name blognation ist bestenfalls irreführend, denn es geht gar nicht nur um Blogs, aber wahrscheinlich war kein besserer Name frei.

next07-Videos bei iTunes

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Nach einer längeren Betatestphase sind alle Videos von der next07 nun auch bei iTunes zu haben. Preis: kostenlos. Geschmacksrichtungen:

Viel Spaß!

Ein' hab ich noch. Die distanzierenden, kritischen oder ironischen Untertöne spare ich mir, stattdessen - Vorhang auf für David Pogue, New York Times:

Digitale Generation

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Götz Hamann, Wirtschaftredakteur bei der ZEIT, führte auf der next07 ein erhellendes Gespräch mit Josephine Brinkmann (22), Johannes Russ (23) und Daniel Schöneck (18) - über die Mediennutzung der digitalen Generation.

Hamann findet: "Die drei waren schon klasse!" Warum die Zuhörerschaft sich allerdings ein paar Gedanken um ihre Geschäftsmodelle machen sollte und was die traditionellen Printmedien für die Aufmerksamkeit der jungen Leser tun können, erklärt er weiter unten.

Herr Hamann, am Ende Ihrer Interviewrunde sagten Sie zu den Zuschauern, der eine oder andere müsse nun vielleicht sein Geschäftsmodell überdenken. Wieso?
Götz Hamann: Es gibt, soweit ich das überblicke, nur drei Geschäftsmodelle im Internet: Werbung, Provisionen und den direkten Verkauf. Ausgangspunkt vieler Geschäftsmodelle im Web 2.0: Die Werbung kann zielgerichteter sein, mit viel weiniger Streuverlusten.

Nun haben alle drei Teilnehmer des Podiums gesagt, sie würden Werbung nur selektiv wahrnehmen, und zwar nur dann, wenn sie sich ohnehin schon für die Produkte interessieren. Die Treffsicherheit scheint also doch geringer zu sein als behauptet – Streuverluste bleiben auch im Web 2.0 erstaunlich groß.

Außerdem haben alle drei gesagt, dass sie es, wenn möglich, vermeiden, Geld auszugeben. Einige Geschäftsmodelle setzen darauf, mit bestimmten Mehrwerten zu Abonnements zu führen. Da glaube, ich, dass die drei gezeigt haben, wie vage diese Hoffnung ist.

Der direkte Verkauf von digitalen Gütern scheint bei den jungen Erwachsenen auf dem Podium nicht besonders gut zu funktionieren. Sie scheinen doch eher Raubkopien zu konsumieren und erst später gekaufte Inhalte konsumieren zu wollen.

Haben die Jugendlichen Sie überrascht?
Sie haben unglaublich präzise geantwortet und waren sich ihres Mediennutzungsverhaltens sehr bewusst. Außerdem sind sie über die Maßen kreativ.

Alle drei bildeten sehr gut einen jeweils eigenen Nutzertyp ab: Josephine Brinkmann nutzt das Web als Kommunikationsmittel und sucht persönliche Ausdrucksformen, Johannes Russ ist Musikliebhaber und -techniker, alle Formen des Internet nutzend, wie man dort mit Musik umgehen kann und Daniel Schöneck ist Computerspieler und Schreiber, Citizen Journalist, für den Computerspiele das wichtigste Medium sind. Er verwirklicht die Konsumenten- und Produzentenrolle.

Die drei waren schon klasse!

Auf dem Podium saß eine der Zielgruppen der next07-Zuschauer. Wie nah sind Sie üblicherweise der Zielgruppe Ihres Mediums? Erhalten Sie Feedback?
Ab und zu passiert das. Wir können das nicht einfordern. Leserbriefe sind in der Regel natürlich nicht Lob, sondern zeigen eher, was missfällt. Die Zahl der Leserreaktionen haben allerdings, seit es E-Mails gibt, deutlich zugenommen.

Ein guter Reality Check ist, ab und zu die Zugriffszahlen der eigenen Artikel bei ZEIT-Online zu checken. Wobei das Leserprofil online natürlich anders ist als in der Printausgabe.

Was müssen die traditionellen Printmedien tun, um für die jungen Zielgruppen attraktiv zu sein?
Nach heutigem Stand: Was Wochenzeitungen und Magazine den Online-Medien voraus haben, ist die redaktionelle Qualität, durch die sie sich absetzen: Sprache, bessere Geschichten, die Fotostrecken, also alles in allem ein besseres, tieferes, differenzierteres Bild von der Welt zu bieten. Dafür gibt es momentan keine Alternative.

Auch Fachblogs können kein Bild von der Welt geben, sondern immer nur sehr begrenzte Ausschnitte davon darstellen. Die Thementiefe eines überregionalen Printmediums wird von einem einzelnen Web-Angebot nicht erreicht.

Was tut die ZEIT dafür, die Jungen anzusprechen?
Die ZEIT tut fürchterlich viel dafür! Das Projekt „ZEIT in der Schule“, co-finanziert von Dritten, bei dem der Verlag Sponsoren sucht und Schulen für ein Jahr verbilligte oder kostenfreie Abonnements anbietet, zum Beispiel. Mehrere tausend Klassen lernen den Umgang mit einem überregionalen Printmedium an der ZEIT.

Heute werden immer mehr neue Abonnenten über das Netz gewonnen, und die Leser dort sind bekanntlich jünger als die der Printmedien. Unsere Abonnentenkurve zeigt derzeit einen deutlichen Ausschlag nach oben bei den 20- bis 30-Jährigen und einen zweiten bei den Ab-40-Jährigen.

Insgesamt geht es uns momentan gut, was man ja auch an der Auflage sieht, die seit fast fünf Jahren kontinuierlich steigt. Dennoch: Auch wir müssen um unsere Leser an den Kiosken kämpfen. Die Spontankäufe von Printmedien nehmen ab.

Daniel schreibt als Chefredakteur über das Geschehen in Clans im eSport-Bereich. Wie wirkt das auf Sie als Profi?
Das ist ein Online-Fan-Magazin. Ich habe einige Texte gesehen, die waren absolut in Ordnung. Man sieht das Bemühen, akkurat zu sein, Infos zu bieten. Das sind klassische journalistische Ansätze.

Daniel ist 18 und sehr weit dafür in dem, was er schreibt. Er ist aber kein ausgebildeter Journalist, ihm fehlt noch einige Schreiberfahrung.

Ich sehe das ganz entspannt: Er tritt ja nicht in journalistische Konkurrenz zu uns. Er bewegt andere Jugendliche zur Auseinandersetzung mit Text, und damit arbeitet er in die Hände aller schreibenden Journalisten.

Ganz authentisch Spaß gehabt

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Horst Schlämmer ist ein Phänomen - und erst recht die erfolgreiche Golf-Kampagne, die Dr. Peter Figge von Tribal DDB Germany gemeinsam mit Ralf Maltzen von Volkswagen auf der next07 präsentiert hat:

Wir haben bei Dr. Peter Figge nochmal genauer nachgefragt: Warum der Horst ganz authentisch Spaß hatte, sein Image nicht gelitten hat und die Kampagne Deutschlands erfolgreichste Direktkampagne wurde, erklärt er im Nach-next07-Interview.

Zunächst zur Hauptperson: Wie war die Zusammenarbeit mit Horst Schlämmer?
Dr. Peter Figge: Die war extrem positiv, weil er sich sehr mit der Kampagne identifiziert hat. Er hat gerne für die Marke Volkswagen gearbeitet, nicht zuletzt weil die Person Hape Kerkeling selber Golf fährt. Er fand es super vom Konzept her und hat sich mit vielen zusätzlichen Ideen selber eingebracht, hat ständig neuen Input geliefert und musste von seinem Management beinahe gebremst werden. Er hat also ganz authentisch Spaß gehabt.

Im Vortrag haben Sie gesagt, dass es zunächst darum ging, menschliche Bedürfnisse auf eine moderne Art zu befriedigen. Wie haben Sie das gemeint?
Hier geht es um die Erkenntnis, dass wir einerseits in einer modernen, vernetzten Gesellschaft mit unendlichen Kommunikationsmöglichkeiten leben, andererseits aber immer noch die ewig gleichen menschlichen Bedürfnisse nach Information und Unterhaltung haben. Auf einer etwas grundsätzlicheren Ebene suchen wir Bestätigung, Anerkennung und Zuwendung. In Fall von Horst Schlämmer sprechen wir also das Bedürfnis nach Unterhaltung und Gemeinschaft an, das an sich nicht neu ist. Die Art und Weise, wie wir es tun, ist jedoch absolut ungesehen und neuartig.

Ralf Maltzen von Volkswagen hat im Vortrag erklärt, er habe die Kampagne intern mit sehr vielen Schmerzen durchboxen müssen. Ihre Position dazu: „Angst ist kein guter Berater.“ Welche Erkenntnisse haben Sie zu dieser Aussage gebracht?
Die größte Angst war: Passt das alles zur Marke VW? Dabei ist es keine Imagekampagne für VW gewesen. Die Aufgabe war, für ein Golf-Aktionsangebot auf sympathische Art zu werben. Wir hatten schon eine Reihe von Kommunikationsaufgaben für Aktionsangebote gelöst, und jetzt haben wir eine neue Art und Weise gesucht und gefunden, die gepasst hat. Horst Schlämmer hat eine große Akzeptanz im Volk, der Golf ist fast klassenlos.

Warum haben Sie das Outing vorgezogen? Was hatte sich verselbstständigt?
Das Outing sollte ursprünglich so spät wie möglich und so früh wie nötig stattfinden und nach einer möglichst breiten Streuung der Kampagne. Wir wollten offen, ehrlich und authentisch sein. In dem Moment, wo die Blogosphäre begann, sich darüber auszutauschen und uns die Kampagne möglicherweise negativ hätte entgleiten können, haben wir daher das Outing vorgenommen.

Mit über 5 Millionen Videoviews war die Kampagne Deutschlands erfolgreichste Direktkampagne. Haben sich die Absatzzahlen messbar erhöht?
Die Absatzzahlen sind sehr positiv – wobei man fairerweise sagen muss, dass man eine ausschließliche Kausalität mit der Kampagne nicht herstellen kann, da die Erfolgsfaktoren für den Absatz im Marketing natürlich vielfältig sind. Auf jeden Fall: Die wichtigste Währung besteht in den 90.000 qualifizierten Leads, die für Händler identifizierbar und nachbearbeitbar sind.

Hat sich Horst Schlämmers Image messbar verändert?
Horst Schlämmer ist sich selber treu geblieben. Was definitiv nicht passiert ist: Die Leute haben nicht gesagt: „Ääh, jetzt macht der Werbung für VW.“ Es ist ihm nicht nachgetragen worden, weil es sich um authentisches, konsistentes Horst-Schlämmer-Entertainment gehandelt hat. Er war in dem Sinne keine Kunstfigur: Hier war Horst Schlämmer gleich Horst Schlämmer, und das hat er durchgehalten. Durch diese absolute Authentizität hat es keine Imageänderung gegeben.


Ist bestimmt wieder virale Werbung oder solches Zeug. Aber trotzdem witzig. Bis jetzt 3,542 Views auf YouTube.

Sonnige Zukunft

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Daniel Druhm, Denis Richard und Jochen Illius (v.l.)

Wenn das keine erfreulichen Startvoraussetzungen sind: „Die Zukunft sehe ich sehr sonnig hier“, sagt Daniel Druhm zu seinem (Wieder-)Einstieg bei SinnerSchrader in Frankfurt. Gemeinsam mit Denis Richard (neu) und Jochen Illius (schon länger dabei) wird er künftig den Ausbau von SinnerSchrader in Frankfurt voranbringen.

Daniel Druhm, 34, übernimmt die Teamleitung Beratung und die Funktion des Standortsprechers. Denis Richard, 33, wird Leiter des Teams Technik. Jochen Illius, 33, übernimmt die Leitung der Kreation. Daniel: „Wir möchten hier im Rhein-Main-Raum wahrgenommen werden als selbstständig agierende Agentur – das war nicht immer der Fall. Wir haben hier jetzt ein komplettes Führungsteam mit drei Teamleitern, die direkt mit der Geschäftsführung in Hamburg zusammenarbeiten. Und: Wir suchen Mitarbeiter! Wir wollen aufstocken und sind auf der Suche nach den besten Köpfen."

Was sie an ihren neuen Positionen reizt, haben wir sie gefragt. Für alle drei die spannendste Sache: Der Standort Frankfurt ist wichtiger Bestandteil der Neuausrichtung von SinnerSchrader. Daniel Druhm, der das Unternehmen bereits seit 2001 kennt, dazu: „Wir haben mit SinnerSchrader in Frankfurt viel vor, wollen näher ran an die Kunden und das komplette Dienstleistungs- und Beratungs-Portfolio anbieten.“

Jochen Illius ist überzeugt: „Was wir hier versuchen, wird einfach die Zukunft sein. Wir glauben, dass Interactive-Agenturen in Zukunft den Lead übernehmen werden. Genau dort wollen wir ansetzen. Es ist extrem spannend, an dieser Entwicklung teilzuhaben.“

Denis Richard, der zum 1. September von Neue Digitale zu SinnerSchrader wechselt, ergänzt, dass SinnerSchrader nun standortbezogen seine Kunden bedienen kann: „Das Potenzial von SinnerSchrader in Frankfurt ist groß, verschiedene Kunden haben bereits angeklopft. Projekte, die in Frankfurt angesiedelt sind, sollen von dort aus auch umgesetzt werden.“ Er freut sich insbesondere auf konsumentenorientierte Projekte und Prozesse – mit viel Nutzwert für den User statt „Kreativität als Selbstzweck“.

Na klar: Alle drei haben langjährige Erfahrung im Projektgeschäft. Daniel kommt aus der technischen Projektleitung – eine Postion, die er bei SinnerSchrader schon innehatte. „In der Zwischenzeit bin ich dann immer näher an die Kundenfront herangerückt und habe Projektleitung von der technischen Sicht bis hin zu Online-Kampagnen und der Entwicklung von E-Commerce-Strategien gemacht.“

Denis arbeitet seit über neun Jahren im Internetbereich und hat alle Höhen und Tiefen miterlebt, dabei fast nur internationale Kunden betreut, und dort die größeren und prozesslastigeren Projekte. „Außerdem bin ich wachstumserprobt, da meine Abteilung innerhalb von drei Jahren von null auf 12 Personen gewachsen ist.“

Und Jochen? Er ist seit 2004 bei SinnerSchrader in Frankfurt und schätzt den dortigen engen und sehr partnerschaftlichen Kundenkontakt. „Außerdem kenne ich die Besonderheiten, wenn Technik und Design im Projektgeschäft aufeinanderprallen, ganz gut. Aber: Nur aus dem Zusammenspiel beider Disziplinen entsteht das Besondere.“

Haben sie Traumkunden? Jochen Illius bringt es auf den Punkt: „Mein Traumkunde ist ein sehr mutiger“ - bereit, Experimente zu wagen und diese dann auch intern zu vertreten. Daniel Druhm: „Jemand, der Visionen für einen erfolgreichen Auftritt in Web-2.0-Welten zusammen mit uns gestalten möchte, der gemeinsam mit uns innovative Wege gehen möchte.“ Auch Denis Richard wünscht sich Kunden, deren Lösungsansätze nicht bereits fertig in der Schublade liegen.

Last but not least freut sich Jochen Illius auch darüber, dass einfach die Chemie stimmt: „zwischen Daniel, Denis und mir und nicht zuletzt im gesamten Team“. Das gefällt! SinnerSchrader wünscht allen Frankfurter Kollegen auch von hier aus gutes Gelingen und viel Spaß.

Frühstücksadministration

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Wenn Systemadministratoren das Agenturfrühstück organisieren. Folgende Einladung zu eben jenem erreichte letzthin die Kollegen:

Bitte loesen sie selbstaendig und ohne Hilfsmittel folgende Klausuraufgabe:

WHEN DATE == "04. Juli 2007 08.30 (MESZ)" THEN
GOTO VOELCKERSSTR. 38;
SELECT * FROM TABLE "LECKEREIEN" ORDER BY "TASTE"; WHILE NOT SATT DO
EAT "ALL_YOU_CAN";
RETURN "GESCHIRR"; // Ordentlich!!

Klausureinsicht ist am 4. Juli 2007 in der Zeit von 08.30 bis 09.30 Uhr in den Raeumen der Cafeteria moeglich.

Das Frühstück war dann aber sehr analog, untechnisch und außerordentlich lecker...

Gleich zwei Startups aus der näheren Umgebung haben jetzt ihre erste große Finanzierungsrunde abgeschlossen. Das Telekommunikationsunternehmen cellity, bestens bekannt durch Tausendsassa Sarik Weber, erhält Kapital von drei internationalen Venture-Capital-Firmen. Bei der Produktbörse Gimahhot steigt der High-Tech Gründerfonds mit 600.000 Euro ein.

Bei cellity gehen Mangrove Capital Partners, Neuhaus Partners und BrainsToVentures mit einer insgesamt hohen siebenstelligen Kapitalspritze an Bord. Mangrove Capital war einer der Seed-Investoren bei Skype, dem früheren Arbeitgeber des cellity-Business-Developers Tim von Törne. Das frische Geld soll das internationale Geschäft angekurbeln.

Gimahhot will mit dem Kapitalzufluss auf Wachstumskurs gehen. Jürgen Lankat, einen der Gründer, habe ich im vergangenen Herbst kennengelernt. Er kommt nicht aus der Internetszene, sondern aus dem Börsenumfeld. Von dort stammt auch die Grundidee von Gimahhot - eine Produktbörse für Neuwaren, sozusagen eine Kombination aus guenstiger.de und Ebay.

Gimahhot ist in seiner heutigen Form ein Proof-of-Concept, der schon eine ansehnliche Händlerbasis gewonnen und eine gewisse Sichtbarkeit am Markt erreicht hat. Im Konzept steckt noch jede Menge Potenzial.

Spannend für Konsumenten ist die Möglichkeit, sofort zum günstigsten Preis (inklusive Versandkosten) zu kaufen oder auch ein niedrigeres Angebot zu machen. Händler sehen die Nachfrage und können den Zuschlag erteilen. Gimahhot funktioniert also ähnlich wie der Aktienmarkt.

Trotz der im Grunde genial einfachen Idee ist die Produktbörse für an Auktionen und Preisvergleiche gewöhnte Konsumenten nicht auf Anhieb verständlich. Dabei ist Gimahhot viel unkomplizierter als Ebay oder guenstiger.de: Man kann dort sofort zum jeweils günstigsten Preis kaufen, und wie an der Aktienbörse kümmert sich Gimahhot um die Sicherheit der Transaktion.

Seit Anfang Juli zahlen Händler drei Prozent Provision auf ihre Verkäufe bei Gimahhot. Für extrem margenschwache Produkte eignet sich die Plattform also nicht. Für die Käufer bleibt Gimahhot kostenlos.

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