Eine andere Strategie für StudiVZ

| | Kommentare (3) | TrackBacks (0)

Ein Nachtrag zur StudiVZ-Testwoche. Der Vollständigkeit halber. Bis jetzt erschienen:

Welche Alternativen hätte StudiVZ zu seiner derzeitigen Strategie, die auf schnelle Expansion in neue Märkte, Profitabilität und minimale Investitionen in Technik und Produkt setzt? Der Schlüssel liegt bei den Investitionen und erfordert eine 180-Grad-Wende weg von kurzfristiger Profitabilität. Was wäre zu tun?

Fischmarkt testet StudiVZ

  1. Markenwechsel: StudiVZ braucht einen neuen Namen, um in neue Nutzersegmente (Schüler, Alumni) und andere europäische Märkte expandieren zu können, ohne jeweils unter einer anderen Marke auftreten zu müssen. StudiVZ muss zu einer Marke werden - und die studentische Subkultur zurückdrängen, um neue Nutzergruppen anzusprechen.
  2. Technik und Produkt: StudiVZ muss den Rückstand zu Facebook aufholen, die fehlenden Features nachbauen und das Produkt auf den heutigen Stand bringen. Und sei es nur, um sich für den noch für 2007 angekündigten Start eines deutschsprachigen Facebooks zu wappnen.
  3. Offene Plattform/API: StudiVZ muss seine Plattform nach dem Vorbild von Facebook öffnen. StudiVZ muss die von Facebook gesetzten Standards Facebook API, Facebook Query Language (FQL) und Facebook Markup Language (FBML) implementieren.

Und warum? Um dem Schicksal zu entgehen, das droht, falls die heutige Strategie beibehalten würde: dem Weg vom Star zur Cash Cow eines Medienkonzerns - oder zum Exit*.

* Exit im Sinne von Ausstieg aus einer Beteiligung, nicht im Sinne von Exitus.

0 TrackBacks

Folgende Einträge anderer Blogs beziehen sich auf den Eintrag Eine andere Strategie für StudiVZ

TrackBack-URL dieses Eintrags: http://blog.sinnerschrader.de/mt/mt-tb.cgi/1799

3 Kommentare

Die Schlussfolgerungen sind interessant, aber eher unrealistisch.

In der Praxis dürfte es nämlich sehr schwer werden, auf Dauer gegen Facebook zu bestehen. Das amerikanische Unternehmen ist um Längen innovativer und hat einen vielfach größeren Heimatmarkt. Damit sind auch die Monetarisierungschancen dort viel größer.

StudiVZ dürfte deshalb jetzt die Aufgabe haben, die Investitionskosten von Holtzbrinck möglichst schnell wieder einzuspielen, bevor das Unternehmen etwa an Facebook verkauft wird.

Warum dann nicht gleich verkaufen? Vermutlich mangels Angebot seitens Facebook.

Sicher ist es schwer, gegen Facebook zu bestehen. Aber es gar nicht erst zu versuchen, was ist das?

Und ist es nicht traurig, wenn von einem US-Unternehmen gekauft zu werden das Beste ist, was einem hiesigen Startup passieren kann?

Ein Social Network, dass den eigenen Nutzer nicht nur eine Plattform zur Selbstentblößung bietet, sondern sie aktiv zum Ausziehen animiert, hat schon verloren.

Mich wundert es nicht, dass Facebook studiVZ nicht kaufen will. Wenn Facebook nach D kommt und mit der nötigen Seriosität wirbt, hat studiVZ schnell mehr Karteileichen, als Leichen im Keller...

Jetzt kommentieren


Geben Sie die Zeichen ein, die Sie im obigen Bild sehen.

Digitaler Frischfisch

Der interaktive Konsument revolutioniert das Marketing.

TwitterCounter for @fischmarkt
Fischmarkt on Facebook

Blogroll