Liveblogging ist tot, es lebe Livetwittering. Veranstaltungen wie das gerade vergangene Barcamp Cologne 2 ziehen ihre digitale Spur längst nicht mehr allein in Blogs oder auf Fotos. Inzwischen gibt es Neuigkeiten in Echtzeit, kurz aber heftig.
Auf der next07 im Mai hatten wir dank unseres Sponsors Cellity eine große Twitter-Wand mit Kurznachrichten aus dem Auditorium. Warum? Wozu soll das gut sein? Und was ist so spannend daran?
Twitter ist nur der vielleicht prominenteste Vertreter für ein neues Genre von Micropublishing-Werkzeugen und für ein Phänomen, das die Kommunikation im Internet derzeit stark verändert. Die Rede ist von MicroMedia, von Echzeitkommunikation und auch schon von der Twitterization der Massenmedien. Der Trend zum Micropublishing schafft einen sozialen sechsten Sinn und bleibt nicht ohne Auswirkungen auf Blogs und Blogging.
Auf dem Fischmarkt werden wir uns in den kommenden Tagen mit Micropublishing, Microblogging & Co. etwas ausführlicher beschäftigen. Wie schon in der StudiVZ-Testwoche bleibt es nicht bei der akademischen Betrachtung. Ich werde einige konkrete Schritte tun und darüber berichten. Mehr dazu morgen an dieser Stelle.
Bei Twitter bin ich übrigens hier zu finden.


Das Konzept von Twitter ist ganz nett, genauso wie das von Shoutboxen generell. Wenn ich mir die Seite allerdings mal so anschaue, würde ich nicht von Micropublishing sprechen. Das ganze Zeug das da durchläuft ist eine Mischung aus ASCII-Bildern, zuvielen Sprachen und zudem relativ kontextlos, wenn man's nicht gerade länger verfolgt - und wer sitzt schon 10 Minuten da und drückt immer wieder F5. Ein wenig Moderation wäre da nicht verkehrt bzw. eine Einteilung in Themenbereiche und Sprachen. Mir erschließt sich nämlich nicht, warumm alle Welt wissen muß das xyz gerade unter die Dusche geht.
So ging es mir auch, als ich Twitter zum ersten Mal sah. Genau deshalb will ich in den nächsten Tagen etwas ausführlicher darüber schreiben. Der Kontext bei Twitter, den Du vermisst, sind die Follower. Aber dazu morgen mehr.