Wer macht denn so was?


Wer...

  • ...schaltet mit enormem Mediaaufwand Anzeigen und TV-Spots ohne Absender?
  • ...kommuniziert die Webadresse der Kampagne nur in Print?
  • ...baut eine Flash-Site, für die ich zuerst den neuesten Flash-Player installieren musste?
  • ...veranstaltet dort ein wenig originelles Quiz mit einer nervtötenden Würfelanimation?
  • ...stellt zuletzt eine Frage, die kaum jemand beantworten kann, der nicht schon vorher weiß, wer der Absender ist?
  • ...bereitet auf diese Weise einen Börsengang vor?

Richtig, es ist die RAG. Ein Unternehmen, das dessen Tochter DSK nach wie vor vom Steuerzahler subventioniert wird.

Es handelt sich um die Teaserkampagne für den neuen Namen der RAG, der am 12. September annonciert werden soll.

So was soll wohl eine innovative Multikanalkampagne sein. Seufz.

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14 Kommentare

Nicht zu vergessen ist, dass die RAG seit mehr als einer Saison Hauptsponsor des BVB ist - aber auf den Trikots kein Logo zu sehen ist, weil erst mit dem neuen Namen geworben werden soll.

Bin mal gespannt, ob da am Samstag jetzt auch "Wer macht den sowas" draufsteht. Sofern die Fußballer besonders schlecht oder gut spielen, würde es dieser Satz sicher auch in die Sportschau schaffen.

Wer macht denn sowas Konventionelles, sowas Vorhersehbares und sowas Langweiliges?!

Dazu noch ist der Spot nur bedingt witzig und hat wenig mit dem Kerngeschäft der RAG zu tun? Gebäudereinigung? Sandburgenbau? Flammen.....?

Aber wenigstens wissen wir jetzt bescheid. Danke Fischmarkt!

Nun ja, die Botschaft der ganzen Kampagne lautet: Wir machen lauter tolle Sachen, die nichts miteinander zu tun haben. Vulgo: Wir sind ein Mischkonzern, wie ihn die Börse liebt. :)

Der Abschuss ist aber wirklich die vor Besuchen der Website notwendige Flash-Player-Installation... da hat sich jemand aber echt mit der Panzerhaubitze ins Knie geschossen!

Nicht die RAG wird subventioniert, sondern die DSK.

Wozu zu bedenken ist, dass multimediale Kampagnen so sie denn innovativ sein sollen mitunter die innovativen = aktuellen und u.U. noch nicht verbreiteten Plug-Ins verlangen - wer also vorne mitmischen will, setzt auch Neues ein. Bleibt nur zu fragen, ob als Alternative nicht eine HTML- oder "Flash-Alt"-Variante angeboten werden sollten bzw. eine schlaue Detect-Routine das erledigt... Zum Inhalt: Der Ansatz, die Teile der Summe zu zeigen, ist so schlecht nicht, denn die RAG muss das Kunststück schaffen, eine jahrzehntelange Prägung der Marke und des Namens aufzulösen und neu aufzubauen. Und man frage nur Leute, die im Ruhrgebiet leben und immer noch "Ruhrkohle AG" sagen, obwohl DAS schon lange her ist... Und der Hinweis von Martin Recke stimmt: man will sich der Börse andienen... Summa summarum - Aufmerksamkeitserregung hoch, Umsetzung naja, Online-Auftritt im Ergebnis eher normal.

Die versteckte Pointe meiner Bemerkung war allerdings, dass die Börse Mischkonzerne eben nicht besonders mag. Stichwort Konglomeratsabschlag.

Ich finde die Kampagne richtig gut gelungen. Hat mich neugierig gemacht. Und der Slogan ist auch wirklich gut. AIDA Formel geht auf. Habe mitgemacht. Bildsprache erinnert allerdings etwas an Thyssen Krupp, daher gibts nicht die volle Punktzahl.

Die Kampagne beschreibt die neue RAG, in der unter anderem auch die Konzerne Degussa und Steag und auch der konzerneigene Immobilienbereich drin sein werden. Deshalb beschreiben die Spots auch Produkte, die von diesen hergestellt werden. Allerdings sind diese sehr oft nur Zwischenprodukte und können gar nicht so einfach im Laden gekauft werden. Die Windeln enthalten Superabsorber der Degussa. Der Elefant hält an der Wand durch die Klebstoffe... usw...

Man, da war Arnhold mit seinem "Mix it Baby" ja wenigstens noch so verlogen, dass man glaubte bei der E.ON seinen eigenen Strom basteln zu können...

kurz & knapp:
ich find sie klasse.

Was ist den daran schlimm den neuen flash player zu laden? Braucht man doch sowieso irgendwann.

Naja, die Werbung finde ich zwar jetzt auch nicht besonders umwerfend, allerdings hat der Inhalt schon etwas mit den Geschäftsfeldern zu tun:

Sandburgenbau: Was wird denn da aus Sand gebaut?
Gebäudereinigung: Was wird denn gereinigt und womit wird dieses Objekt betrieben?
Flammen: erklärt sich wohl von selbst, was alles brennen kann bzw. womit Feuer angeheizt wird.

Vondaher hat schon die Werbung etwas mit dem Unternehmen zu tun, auch wenn sie langweilig und ansonsten wenig aussagekräftig ist.

@13: Tobias: Zu den Sandburgen: Die Steag (RAG Tochter) ist der zweitgrößte deutsche "Kohleverstromer". Mit anderen Worten: Die betreibende einige Kohlekraftwerke, die als Dreckschleudern bekannt sind, und sind stolz darauf.

Mutig, das so in der Werbung darzustellen. Ob mit dem Sand-Kraftwerk da ein Kreativer heimlich subversive "Rache" geübt hat und das nur niemandem auffiel? Denn welchen Bestand hat etwas, dass aus Sand gebaut und auf Sand gebaut ist? Meine erste Assoziation als ich es sah war sofort: "Aha, Kraftwerke, die schnell auseinanderbröseln"...

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