Es ist noch gar nicht allzu lange her, da war SinnerSchrader mehrheitlich auf Windows unterwegs. Ein paar versprengte Unix-User gab es zwar schon lange. Aber Apple begann seinen unaufhaltsamen Siegeszug erst mit OS X, das bekanntlich einen Unix-Kern hat. Bei den Designern standen vorher immer ein oder zwei Macs für Notfälle. Mehr nicht.
Spätestens mit dem Wechsel auf Intel-Prozessoren sind alle Dämme gebrochen. Denn jetzt kann jeder Mac auch Windows, aber immer noch kein Windows-Rechner OS X. Und der einst gewaltige Preisabstand ist auf Normalmaß geschrumpft.
Inzwischen steuert die Agentur mit Verve auf paritätische Verhältnisse zu. Die Geschäftsführung war frühzeitig dabei, Kreation und Beratung werden gerade veräppelt, soweit nicht schon geschehen. Die Technik bleibt vorerst eine Windows-Domäne, die Verwaltung auch. Im Betrieb - also bei den Jungs, die Server am Laufen halten - läuft alles mögliche.
Seit Freitag steht ein schwarzes MacBook auf meinem Schreibtisch. Ich nenne es Äpfelchen oder Little Apple. Am spaßigsten finde ich Apfel-Q, das nicht etwa einen Klammeraffen erzeugt, sondern einfach mal das laufende Programm schließt. Manche Programme fragen höflicherweise nach, die meisten aber nicht.
Die meisten Schmerzen bereitet, quod erat expectandum, auch weiterhin die Mail. Outlook ist überraschenderweise unter VMware auch nicht besser als auf dem Notebook von Dell. Und klicke ich auf einen Link, was relativ häufig geschieht, dann fährt der Windows-Firefox hoch. Outlook und Firefox sind aber die beiden Drehkreuze meiner Arbeit. Wenn ich beide unter VMware betreibe, wozu dann überhaupt ein Mac?
Firefox läuft aber auch auf meinem Äpfelchen mehr schlecht als recht. Der Fuchs ist noch langsamer als unter Windows und braucht irre viel Speicher. Jetzt versuche ich mal Flock. Der erste Eindruck ist positiv. Erfahrenere Macnutzer schwören indes auf Safari. Auch den werde ich testen.
Zurück zur Elektropost. Mein zweiter Testkandidat war Apple Mail. Sieht schon besser aus, erledigt aber nur Mail, wie der Name schon sagt. Was ist mit meinem Outlook-Adressbuch und dem Kalender? Und was mit dem Exchange-Server, auf dem das bis jetzt läuft? Eine fast achtjährige Outlook-Geschichte hat ihre Spuren in meinem Nutzerverhalten hinterlassen, das merke ich jetzt.
Heute kam Entourage ins Spiel. Das scheint eine eierlegende Wollmilchsau für Exchange auf dem Äpfelchen zu sein. Entourage werde ich mal ausgiebig testen. Dazu später mehr.
Auf dem Mac ist alles, aber auch wirklich alles eine Frage der Ästhetik. Das habe ich schnell gemerkt. Schluss mit der aus DOS-Zeiten überlieferten Maxime: Hauptsache, es funktioniert irgendwie, egal wie. Nein, im Reich des Apfels muss es schön sein. Kein Wunder, dass sich Apple bei den Kreativen immer halten konnte, auch in finstersten Zeiten.
Und nicht zu vergessen: Der Mac ist katholisch. Das Wesen der Offenbarung wird in einfachen Formeln und prachtvollen Ikonen abgehandelt. Jeder hat das Recht auf Erlösung.
Wenn das keine frohe Botschaft ist.
Für Kalender haben wir iCal (schon an Bord) und für das Adressbuch haben wir - Na? - genau Adressbuch (auch schon an Bord). Dass FF lahm läuft höre ich öfter, kann es aber nicht reproduzieren. Und dabei habe ich einen alten, weißen G5-iMac - und diverse Add-Ons in FF! Safari fand ich schon immer #@%§&, dann lieber Flock. Da ist auch der Quelltext einer Seite schöner. :-) Hat direkten Zugang zum Posten von flickr-Bildern und Bloggen kann man damit auch.
Viel Spaß beim Erkunden und Lieben lernen des Mac Books! Bei Nichtgefallen, einfach an mich abtreten... Ich gebe ihm Asyl.
und wenn Du dann noch iGTD dazu packst, dann hast Du schon ne ganze Menge mehr, als Outlook kann.
Natürlich nicht zu vergessen Quicksilver - ein absolutes Muß!!!
Viel Spaß mit Deinem Äpfelchen.
Um Gottes Willen bitte nicht Entourage, dann nimmt man nämlich alle Outlook Nachteile mit wie zB den ganzen Mailordner in 1 (!) File statt jedes Mail extra. Das füllt mit Timemachine die Backupdisk hurtig auf , weil jedes kleine Mail eine ganz neue komplette Mailbox updated. Apple Mail ist auf alle Fälle Lichtjahre besser, nach 2 Tagen ist das zu merken. Mit Leopard eher 2 Stunden :-)
Reinhard
Die Lösung ist doch so simpel: Safari fürs Surfen, zur Nut manchmal Camino. Für E-Mails Apple Mail oder Thunderbird und Kalender heißt iCal oder Sunbird. Läuft alles prima. Wenn es mit Exchange nicht klappt, ist das ein Grund mal über den Wechsel von Exchange nachzudenken...
Danke für Eure Ratschläge. Eines sollte nicht in Vergessenheit geraten: Ich bin hier nicht alleine auf der Welt. Der Exchange-Server gehört derzeit nicht zur Verhandlungsmasse. ;)
Und es geht nicht nur um meinen Kalender, sondern um die Kalender der ganzen Firma. Das müsste schon alles irgendwie sinnvoll zusammenspielen. Noch gar nicht erwähnt habe ich übrigens die Synchronisation mit dem E61.
Naja, ich höre schon den Vorschlag, auf das iPhone umzusteigen.
Ich hab auch alles getestet und bin am Ende auf http://www.snerdware.com/ gekommen.
Apple Mail für Mails
Adressbuch + iCal für den Rest.
Bei Snerdware gibt es Groupcal. Damit Wird iCal mit dem Exchange gesynct.
Allerdings läuft die Software noch nicht unter Leopard.
Für Firefox soll es in den nächsten Monaten Abhilfe geben
http://www.franztoo.de/?p=552
gerade eben gefunden.
Franz, in der Zukunft wird immer alles gut. Bliebe nur noch die Gegenwart, die geprägt ist von der Vergangenheit. :)
Sorry, aber der Mac ist homosexuell und katholisch. ...
Ach ja, Martin - mir fällt ein: Investitionen ziehen Investitionen nach sich. Also: Exchange weg. Diese Erfahrung mache ich auch gerade laufend... ;-)
Martin, das stimmt natürlich. Ich bin aber ein hoffnungsloser Optimist.
für das synchronisieren zwischen e61 und mac hilft wohl dieses plugin (allerdings keine ahnung, ob es leopard unterstützt): http://www.nokme.com/isync-your-nokia-e61-with-mac-35.html
eine schöne liste von programmen für "switcher" findet man hier: http://www.apfelquak.de/switched/
das dicke ding kommt noch auf dich zu!
am besten du lässt dir die trackpadfunktionen mit zwei fingern, die die rechte maustastenacrobatik ersetzen, von einem alten hasen erklären, sonst trauerst du noch ewig der rechten maustaste nach, ohne zu ahnen, wie einfach es sich auch ohne leben lässt. ;-)
Keine Ahnung, ob es etwas taugt oder überhaupt die Problematik betrifft, aber schon einmal Revolver Mail ausprobiert? (Ich kenne es nicht, bin nur eben noch einmal drüber gestolpert...)