Marc Andreessen: Hört auf zu drucken!
0 TrackBacks
Folgende Einträge anderer Blogs beziehen sich auf den Eintrag Marc Andreessen: Hört auf zu drucken!
TrackBack-URL dieses Eintrags: http://blog.sinnerschrader.de/cgi-bin/mt-tb.cgi/2696
Folgende Einträge anderer Blogs beziehen sich auf den Eintrag Marc Andreessen: Hört auf zu drucken!
TrackBack-URL dieses Eintrags: http://blog.sinnerschrader.de/cgi-bin/mt-tb.cgi/2696
Diese Weisheit erzählt jemand, dessen Browser erst dann zu einem Erfolg gegen Microsoft wurde, als er das Unternehmen längst verlassen hat?
Ansonsten ist das purer Unsinn. Gedrucktes hat nach wie vor seine Berechtigung - wenn auch nicht überall. Und nur zum Mundstopfen: Selbst das unsinnigste Printprodukt der Gegenwart - die Loseblattsammlung - wird nach wie vor von so manchem Verlag erfolgreich und lukrativ vermarktet ....
Traurig. Das ist genau das Denken, das die Welt kaputt macht, und nicht zuletzt so schöne Dinge wie die jetzige Finanzkrise hervorbringt. Wenn alles nur noch auf Profit- und Kapitalmaximierung reduziert wird, dann haben wir als menschliche Wesen bald ausgesorgt.
Schade, dass Andreesen auch so ein Typ ist; ich hatte den für einen intelligenten und vorausschauenden Unternehmer gehalten. Muss wohl nostalgische Netscape-Verklärung sein. Geld korrumpiert (und korrodiert) allzu schnell.
Marc Andreessen hat völlig recht. Es ist, bei heutigem Stand der Technik, ökologisch auch totaler Unsinn an einem über 500 Jahre altem Konzept fest zu halten. Bäume werden gefällt, durch die Welt gefahren zu Papier verarbeitet, dass dann bedruckt wird und wieder weiter zum Leser gefahren. Also man muß sich das mal vorstellen, Buchstaben werden physisch durch die Gegend (wörtlich) "getragen", um Informationen zu übermittel - in einer Welt von GigaBit-Netzwerken.
Dann wenn die Printprodukte beim Leser angekommen sind, liest dieser vielleicht 2% oder 3% (meine Schätzung) der Inhalte. Dann kommt das ganze Papier wieder in den Müll, wird wieder (unter Verbrennung fossiler Brennstoffe und CO2 Produktion) durch die Gegend gefahren und landet im günstigsten Fall im Papierrecycling oder wird verbrannt und produziert noch mehr CO2. Totaler Wahnsinn. Spätere Generationen weden sich an den Koft fassen was wir da (noch zu lange) gemacht haben als es schon "längst" Internet gab.
Ich habe schon seit Jahren keinen Fernseher ud Radio mehr und kann mich nicht erinnern wann ich das letzte Mal eine Tageszeitung gekauft habe. Alles was ich wissen muss bekomme ich schneller und dann wann ich es brauche über das Internet. Mit Twitter bekomme ich sogar teilweise Informationen, bevor sie auf der ersten Internet-Website erscheinen. Irgendwann nächsten oder übrnächsten Tag kann man es auch in der Zeitung lesen, aber dann interessiert es mich längst nicht mehr.
Zugegebenermaßen ist das lesen auf Papier immer noch angenehmer als auf dem Bildschirm (obwohl das durch die neuen hochauflösenden TFTs schon sher gut geworden ist), aber ich hoffe dass diese ganze Druck- und Papierindustrie so bald wie möglich zu gemacht wird, denn ein eBook (i.e. Amazon Kindle) mit ePaper, dass alles darstellen kann was man so (unterwegs) lesen will ist definitiv die bessere Lösung.
Verlagshäuser müssen nicht überflüssig werden und sterben, aber sie müssen sich auf das wesentliche Kerngeschäft konzentrieren: Informationen sammeln, filtern, gut aufbereiten und dem Leser so präsentieren, dass er den größten Nutzen davon hat.
Das bedrucken von Papier war vielleicht für viele Jahre ein (leider notwendiges) Mittel zur Verbeitung von Informationen und wurde deshalb von den Verlagen teilweise mit übernommen, aber die Zeiten sind vorbei. Das macht heutzutage (auch ökologisch) gar keinen Sinn mehr.
Niemand will mehr Printprodukte und sobald eine gute Alternative verfügbar ist, wird niemand mehr die Papierberge haben wollen:
Kindle 2 meistverkauftes elektronisches Produkt bei Amazon
http://www.golem.de/0902/65462.html
"Die US-Zeitungen taumeln nicht mehr, sie befinden sich im freien Fall,..."
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,607889,00.html
Man sollte auf jeden Fall versuchen, den Untergang der Zeitungen aufzuhalten. Denn den Informtionen aus einem seriösen Printmedium kann man auf jeden Fall mehr trauen als diversen zweifelhaften Veröffentlichungen im Internet...