Piraten und Petenten nicht auf Augenhöhe mit Zensursula

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Wer verstehen will, warum Gesetze wie das Zensursula-Gesetz auch gegen den Widerstand von über 130.000 Unterzeichnern der Petition gegen Internetsperren beschlossen werden, der hat in dieser Woche zwei Verständnishilfen bekommen. Am Montag stellte sich Dirk Hillbrecht, immerhin der Vorsitzende der Piratenpartei, einer Diskussion mit dem alten CDU-Fuchs Rupert Scholz. Und bekam kräftig Prügel.

Heute nun druckt die Zeit ein Gespräch zwischen Ursula "Zensursula" von der Leyen höchstselbst und Franziska Heine, der Initiatorin jener Petition. Sie war der ministeriellen Rhetorik nicht gewachsen. Und ging sang- und klanglos unter.

Es hilft nichts: Recht zu haben (oder das wenigstens zu meinen) und die vermeintlich besseren Argumente genügt nicht. Piraten und Petenten müssen auch rhetorisch auf Augenhöhe mit Politikern diskutieren können. Wenn sie aus der Nische herauswollen. Beim derzeitigen Zustand ihrer politischen Rhetorik ist sonst kein Blumentopf zu holen.

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3 Kommentare

Seh ich genau so.

Heine brachte zwar ab und an die richtigen Argumente zur Sprache, aber ich habe den Eindruck, dass diese nur bei den Eingeweihten ankamen. Auch Dirk Hillbrecht gelang es nicht die guten Argumente klar zu vermitteln.

Man muss sich nicht rhetorischen Kunstgriffen wie Politiker aneignen, die eh nur einen Augenblick über eine Sachlage hinwegtäuschen. Aber Rhetorik ist eben nicht nur die Trickkiste von Quacksalbern sondern auch ein unerlässliches Werkzeug um Ideen und Argumente einem großen und fremden Publikum mitzuteilen.

Das habe ich beim Lesen des Gesprächs auch gedacht. Ursula war wirklich überzeugend.

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