Apropos Gratiskultur im Internet: Wenn in Deutschland jemand Erfahrung mit Gratismedien hat, dann ist es Klaus Madzia. Für Holtzbrinck hat er mehrere Gratiszeitungen an den Start gebracht und wieder eingemottet. Heute berät er die Deutsche Post bei ihren Gehversuchen in diesem Bereich.
Auf der next09 versuchte er zur provozieren, indem er neun von zehn Kostenlosmodellen im Internet das Aus prophezeite. Der Provokationsversuch misslang, weil offensichtlich niemand im Saal etwas anderes erwartet. Alexander Becker von Meedia schrieb lakonisch:
Die Web-Wirtschaft hat sich darauf eingestellt, dass demnächst mit einer harten Pleitewelle zu rechnen ist und das es für die Probleme der Medienhäuser, die im Netz Geld verdienen wollen, keine Lösung gibt. Madzias Fazit: „Meine Antwort: Ich habe keine".
Ich wollte es gerade sagen, das ist doch ein offenes Geheimnis.
Natürlich existieren Geschäftsmodelle für Content-Publisher abseits der Gratiskultur. Man muss sich einzig von der irrigen Idee befreien, dass Content dem Nutzer Geld wert ist.
Schwierig ist nicht das "ob", sondern eher das "Wie" der Skalierbarkeit. Aber auch dieses Problem bekommt man -virtuell gesprochen - mit Spucke und Klebeband hin ....