Als kleiner Nachtrag zu gestern sei jenen, die sich jetzt rituell über die neuen Datenschutzeinstellungen von Facebook aufregen, nur kurz ins Notizbuch geschrieben: Im sonst so datenschutzverrückten Deutschland gibt es ein sehr großes Social Network. Dort ist nach den Voreinstellungen jedes Profil innerhalb des gesamten Netzwerkes vollkommen offen sichtbar.
Als ich seinerzeit mein Profil dort nur für meine Freunde freigeschaltet hatte, bekam ich sogar mindestens einen Hinweis, ich möge doch mein Profil öffnen. Was ich dann aus verschiedenen Gründen auch tat. Facebook war in puncto Datenschutz, ähnlich wie auch Xing, von Anfang an sehr viel vorsichtiger und kleinteiliger.
Mit den neuen Optionen öffnet sich Facebook für jene, die eher eine Publikationsplattform denn ein semi-privates Netzwerk wünschen. Warum man sich so eine Plattform wünschen sollte? Weil es durch Öffentlichkeit mehr zu gewinnen als zu verlieren gibt.
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Ja.
Trotzdem ist es ein Unterschied, ob man das nur zur Verfügung stellt. Oder seine Mitglieder quasi dazu drängt, die neue Option zu nutzen. Wir reden hier von kompleeter Öffnunf in Richtung der Suchmaschinen, nicht nur von der Verfügbarkeit im gesamten Netzwerk.
Und hier kommt es vor allem auf die Wahrnehmung durch den Großteil der Mitglieder, und weniger auf die tatsächliche Vorgehensweise an.
Ich bitte ortografische Mängel in Anbetracht der Uhrzeit zu entschuldigen.
Gute Nacht.
Nee, stimmt doch garnich.
Facebook hat immer noch die Option "vor Suchmaschinen verbergen". Und wer das vorher hatte hat's nach wie vor.
Als viel störender empfinde ich:
- Pages können nicht mehr per Privacy-Option verborgen werden
- Allgemein ist die Benutzerfreundlichkeit im Privacy-Bereich bei Facebook unterentwickelt. Es gibt Einstellungen allgemeiner Natur, dann noch App-bezogen in den App-Einstellungen, und bei manchen Dingen muss man erstmal drauf kommen, auf den sehr unscheinbaren Stift neben einer Profilbox zu klicken. Das ist viel zu komplex. Es geht besser.
Insgesamt bekommt Facebook aber wirklich zu viel Hysterie ab...
Paul, es geht immer noch irgendwie anders und vielleicht auch besser. Das Prinzip von Facebook, sich immer wieder neu zu definieren und die Grenzen auszutesten, finde ich aber gut.