Am 3. April kommt das iPad in den USA auf den Markt. Diese Botschaft war Apple während der Oscar-Verleihung gestern einen 30-Sekünder wert.
Since Steve Jobs unveiled the iPad four weeks ago, legions of app developers are pondering their design options. Now there has help for them arrived by Evan Doll who recently posted his slides from a guest lecture for Stanford CS193P (iPhone Application Programming) on February 12, 2010. You can even watch Evan's presentation through iTunes. [via]
In his talk, he cites the legendary Alan Kay who was shown the iPhone by Steve Jobs shortly before the public launch.
When the Mac first came out, Newsweek asked me what I [thought] of it. I said: Well, it's the first personal computer worth criticizing. So at the end of the presentation, Steve came up to me and said: Is the iPhone worth criticizing? And I said: Make the screen five inches by eight inches, and you'll rule the world.
So let's see if the iPad will rule the world. In the meantime, join us at next10 on May 11 & 12 in Berlin. We've just added a whole new conference track called next apps to the conference, dedicated to the exploding mobile app store ecosystem. next apps @ next10 will explore the new market opportunities that are emerging for developers, content creators, service providers, and other market players. Learn more.

With the long-awaited iPad now revealed by Apple, things become a lot more clear on the secular war between closed and open systems. On the Internet, many people believe that open systems always win, at least in the long run. But in the meantime, things may look very different.
The lines between open and closed models have always been blurred. The IBM PC won because the hardware platform was open, and even the closed-source operating system, DOS in the old days and then Windows, was open to third-party developers. The user always could install whatever software he liked, be it on a PC or a Mac likewise.
Even smartphones have been more or less open devices, allowing for some kind of third-party software to be developed and installed. With the advent of the iPhone, we've come to see a new model, the app store, tightly controlled by a hardware and software vendor called Apple.
Google is challenging this model with the more open Android platform, based on the open-source OS Linux. On Android, there's no authority controlling the app store like Apple does with iTunes, the app store and now the new iBook store.
But on the netbook and tablet class of computing devices, both Apple and Google now place their bets on iPhone-like closed systems. The iPad runs a modified version of the iPhone OS which is closed, and Google is working on Chrome OS which is closed, too. It's even more closed than the iPad, because everything is supposed to run in the browser and there's no way to install software besides the Chrome OS and the Chrome browser.
Are the days of open hardware and software platforms finally over? Or do we see a paradigm shift where the open element moves from the software layer to the browser? You may remember the old days when there was no app store on the iPhone and everything third-party was supposed to run in the browser. From this point of view, the introduction of the app store was an act of opening up the platform while retaining control.
Besides, much functionality that once resided in local applications is now on the move to the browser. With HTML5, the browser experience is going to be even more OS-like, thus reducing the need for applications. Maybe Open wins in the long run, as always, but moves entirely to the browser, while the OS layer will be more closed.


Die Mehrzahl aller Besucher auf unseren Websites kam 2009 wie auch in den Vorjahren mit Windows XP. Das ungeliebte Windows Vista konnte an dessen Dominanz nichts ändern, hielt sich aber vor dem Mac auf Platz 2. Newcomer Windows 7 kam zu spät auf den Markt, um ernsthaft mitmischen zu können, und blieb sogar noch hinter Linux und dem zehn Jahre alten Windows 2000.
Im Dezember und Anfang Januar hat sich das deutlich geändert. Windows 7 beginnt, das auch nicht mehr ganz taufrische XP abzulösen, das seine absolute Mehrheit schon eingebüßt hat. Windows 7 verdrängt bereits den direkten Vorgänger Vista. Der Mac legt kontinuierlich zu und kommt um den Jahreswechsel bereits auf einen Besucheranteil von fast 17 Prozent.


Deutlich mehr als die Hälfte aller Besucher auf unseren Websites war 2009 (und in den ersten Tagen dieses Jahres) mit dem Firefox unterwegs. Der Firefox führt bei uns schon seit Jahren die Browserstatistik an. Mehr als 30 Prozent vereinigen die drei häufigsten Versionen des IE auf sich. Der antike IE 6 lag im Gesamtjahr immer noch deutlich vor dem aktuellen IE 8.
Das hat sich im Dezember und Anfang Januar glücklicherweise geändert, doch noch immer kommen mehr Besucher mit dem IE 6 (knapp 5 Prozent) als mit Google Chrome (4,4 Prozent). Im Dezember lag Chrome bereits vor Safari und Opera 9.x.

Wie vor einem Jahr versuche ich mich auch heute mit einer Reihe fundierter Vermutungen, das noch recht neue Jahr 2010 betreffend.
- 2010 wird das Jahr der digitalen Revolution. Die Internet-Generation ist reif für den Wandel, wird zum Game Changer und schickt die Babyboomer auf ihr Altenteil.
- Die Babyboomer und andere Verlierer der Revolution werden sich heftig wehren und weiterhin versuchen, das Internet zurück in die Verpackung zu stopfen. Doch die Konterrevolution bleibt aus.
- Die Netzkritik wird hingegen eines der großen Themen des Jahres. Babyboomer Frank Schirrmacher war nur das Präludium. Inzwischen schicken sich bereits die Revolutionäre von gestern an, in den Chor der Kritiker einzustimmen.
- Neben der Maschinenstürmerei 2.0 wird das Ende der Privatsphäre und die Neudefinition der Öffentlichkeit zum zweiten (und wichtigeren) großen Debattenthema.
- Der Werbemarkt wird auch im Jahr 2010 stagnieren. Marken und Unternehmen verschieben ihre Budgets weiter in Richtung Internet. Nur ein Teil davon fließt in Onlinewerbung und bleibt so dem Werbemarkt erhalten. Ein immer größerer Anteil wird in Plattformen und Applikationen investiert.
- Mobile, ortsbezogene Dienste kommen ganz groß raus. Foursquare wird das neue Twitter (gut, eventuell auch Gowalla). Google wird die lokale, mobile Werbung revolutionieren.
- 2010 wird das Jahr der erweiterten Realität. Wir werden eine Reihe spektakulärer Anwendungen auf mobilen Geräten sehen.
Und eine Bonus-Prognose: 2010 wird das Jahr, in dem Print digital wird. Kindle und Nook, iTablet oder iSlate (oder wie auch immer Apple das neue Spielzeug nennen wird) transformieren Nutzererlebnis und Geschäftsmodell des Gedruckten ins Digitale. Binnen fünf Jahren werden die Folgen ähnlich gravierend sein wie iPod und iTunes für die Musikindustrie waren. Behalten Sie auch innovative Formate wie das Miki im Auge.
Was meinen Sie? Welche Themen bestimmen das Jahr 2010?
My sources say Murdoch never uses the internet. I think he simply doesn't understand how it - and his company - operate there.
Jeff Jarvis
Rupert Murdoch hat eine Mission. Er möchte die Medienkonsumenten, sagen wir es ruhig, zum Zahlen zwingen. Und dazu ist er auch bereit, Suchmaschinen wie vor allem Google vom Zugriff auszuschließen. Rupert Murdoch ist der Anti-Jarvis. Er tut all das, wovor Jeff Jarvis nicht müde wird zu warnen, zuletzt in seiner vielbeachteten Keynote auf den Münchner Medientagen.
Rupert Murdoch ist der heimliche Hoffnungsträger einer gebeutelten Printindustrie, die sich vor den düsteren Szenarien eines Jeff Jarvis fürchtet und deshalb lieber Murdoch zuhört. Hält Murdoch an seinen Plänen fest, Zweifel daran sind erlaubt, dann kommt es 2010 zum Showdown. Es wird sich sehr schnell zeigen, wer Recht behält. An dieser Frage hängt das Überleben einer ganzen Branche.
Axel Springer hat in der vergangenen Woche angekündigt, künftig iPhone-Nutzer von der Nachrichtengebung bei bild.de und welt.de auszuschließen. Sie sollen stattdessen eine iPhone-App installieren und für die Nachrichten von Bild und Welt zahlen. Das Muster ist das gleiche wie im Falle Murdoch: Statt auf attraktive Angebote und die vorhandene Zahlungsbereitschaft des Konsumenten setzt Springer auf Zwang und Ausschluss.
Das erinnert fatal an die Reaktion der Musikindustrie auf die digitale Herausforderung. Mit digitaler Rechteverwaltung (DRM) und der Kriminalisierung einer ganzen Generation versuchte sie, die Büchse der Pandora wieder zu schließen. Was bekanntlich nicht gelang. Es brauchte einen kreativen Zerstörer wie Apple, um der niedergehenden Branche ein modifiziertes Geschäftsmodell zu verpassen.
Wäre die langjährige Agonie der Musikindustrie vermeidbar gewesen? Das ist schwer zu sagen, da sich keiner der bekannten Majors für eine aktive, gestaltende Rolle im durch die Digitalisierung ausgelösten Wandel entschieden hat. Stattdessen haben sie sich auf Blockadeversuche und Destruktion verlegt. Mit bekanntem Ergebnis.
Steht der Printbranche nun eine ähnliche Agonie bevor? Wahrscheinlich. Denn selbst wenn die verzweifelten Versuche gelingen sollten, einen zweiten Erlösstrom neben den Werbeeinnahmen zu genieren (wofür nur wenig spricht), selbst in diesem Fall dürfte der Strom der Werbeeinnahmen dank sinkender Reichweiten weniger kräftig als bisher sprudeln. Und schon bislang war der Strom nicht kräftig genug, um die Kosten der aus einer anderen Epoche überkommenen Produktionsstruktur zu decken.
Die Printbranche wird schrumpfen, weil ihre Bedeutung im Medienmix der Konsumenten und infolgedessen auch der Werbungtreibenden stetig abnimmt. Das ist ein säkularer Prozess, der bei den Tageszeitungen zum Beispiel bereits in den frühen 80er Jahren begann. Zugleich steht sie aber auch durch die Digitalisierung immer stärker unter Druck. Denn die aus dem Geschäft mit gedruckten Medien gewohnten Oligopolrenditen lassen sich in digitalen Medien schlichtweg nicht erzielen.
Dafür sorgt schon der Wettbewerb. Nur ein Beispiel von vielen ist Craigslist, das aus dem Milliardengeschäft mit Kleinanzeigen in den USA ein Millionengeschäft gemacht hat. Allein durch Craigslist sind der Printindustrie allein in den USA Milliardenumsätze durch die Lappen gegangen.
Ähnliche Erosionsprozesse nagen an allen Ecken und Enden des gewohnten Umsatzniveaus der Branche. Der Umsatz sinkt stärker als die Reichweite und die relative Bedeutung im Medienmix. Das ist ein schmerzhafter Prozess, der die Verlagshäuser dazu zwingen wird, ihre Apparate drastisch zu verkleinern.
Die Printbranche hätte frühzeitig wissen können, was auf sie zukommt. Wer Nicholas Negroponte (Being Digital,1995), Kevin Kelly (New Rules for the New Economy, 1998) oder das Cluetrain Manifesto (1999) gelesen hatte, der wusste Bescheid. Das eigentliche Versäumnis der Herren in den Chefetagen: Sie hatten fast fünfzehn Jahre Zeit. Und sie haben die Zeit nicht genutzt.
Erinnert sich noch jemand an DRM, auch bekannt als Digitale Rechteverwaltung? Wenn es dazu noch etwas zu sagen gibt, dann sagt es Google gleich in den Suchergebnissen:
In der Musikindustrie konnte sich DRM nicht durchsetzen.
Ausgerechnet diesen Satz zitiert Google aus der Wikipedia, und ein paar Fundstellen weiter südlich aus dem englischen Pendant:
In practice, all widely-used DRM systems are eventually defeated or circumvented.
Nuff said. Doch halt, warum gibt es dann immer noch DRM? Warum hat Amazon den Kindle mit digitaler Rechteverwaltung ausgestattet und warum ist das iPhone nicht offen wie Android? Weil Amazon und Apple die Medien- und Unterhaltungsindustrie brauchen, um ihre schönen Geräte mit dem Stoff auszustatten, den die Konsumenten haben wollen. (Beim iPhone ist es die Telekommunikationsbranche, aber das Schema ist das Gleiche.)
So war es mit iPod und iTunes, so ist es mit Kindle und iPhone. Doch irgendwann ist Schluss damit. Als iTunes als Absatzkanal für die Musikindustrie so wichtig geworden war, dass es ohne nicht mehr zu gehen schien, konnte Apple den Stecker ziehen und das DRM abschalten. Das iPhone wird offen sein, wenn und sobald der Erfolg von Android Apple dazu zwingen wird und sich die neuen Machtverhältnisse in der Telekommunikationsbranche gefestigt haben.
Gleiches gilt für den Kindle, wenn und sobald der Druck durch den Nook von Barnes & Noble groß genug. Und wer weiß, was aus dem lange erwarteten Apple Tablet wird? Die New York Times scheint bereits für diese Zukunft zu planen.
Das Muster ist immer das Gleiche: Die Medien- und Unterhaltungsindustrie besteht auf DRM und Bezahlschranken, die Geräteindustrie und der Handel (mit Amazon, Apple und Barnes & Noble in beiden Rollen) spielen das Spiel genau so lange mit, wie sie müssen. Bis ihnen die Text-, Bild- und Tonlieferanten auf den Leim gekrochen sind. Dann ist Schluss mit lustig, also mit DRM.
DRM funktioniert nur für eine Übergangszeit. Es ist ein Placebo mit schmerzlindernder Wirkung für Branchen, deren Geschäftsmodell durch die digitale Revolution bedroht ist. Es macht aber abhängig, und früher oder später stellt der Dealer den Nachschub ein.
Zum sechsten Mal hat Mary Meeker von Morgan Stanley beim Web 2.0 Summit ihre legendäre alljährliche Trendpräsentation gehalten. Jede Menge Stoff für jeden, der sich mit Trends in der Internetwirtschaft beschäftigt.
Wer es ganz kurz mag: Die Wirtschaftskrise ist überstanden, die momentanen Gewinner sind Facebook und Apple, das nächste große Ding wird das mobile Internet. [via1, via2]
Als wir dieses Chart zum ersten Mal sahen, konnten wir es kaum glauben. Woher kommen diese seltsamen Höchststände beim Suchbegriff "next", die sich seit drei Jahren in jedem Frühjahr wiederholen - und jedes Mal das Suchvolumen einer coolen und bekannten Marke wie Apple übertreffen?
Kann es wirklich sein, dass die next conference 2006, 2007 und 2008 für solche Ausschläge sorgt? Wow! Und wie wird das erst 2009 aussehen?
Vielleicht die beste Nachricht der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC verbarg sich in der ersten Vorankündigung für die nächste Betriebssystemgeneration 10.6 ("Snow Leopard"):
For the first time, OS X includes native support for Microsoft Exchange 2007 in OS X applications Mail, iCal® and Address Book, making it even easier to integrate Macs into organizations of any size.
Zu deutsch: Irgendwann im nächsten Jahr hat Entourage ausgedient. Auch wenn ich mich inzwischen damit angefreundet habe - die hauseigenen Produkte von Apple sind einfach besser:
Microsoft Entourage, the "Outlook" for the Mac, is proof that you can develop awful Mac applications.
Doch Scherz beiseite. Die eigentliche gute Nachricht ist, dass Apple endlich beginnt, auch Unternehmen als Kunden ernstzunehmen, die keine Design-, Werbe-, Interaktiv- oder sonstigen Agenturen sind.
Die gestrige Stevenote habe ich bei MacRumorsLive.com auf dem E61i verfolgt, während ich etwas gegessen, Fußball und Tagesschau gesehen und die Kinder ins Bett gebracht habe. Das automatische Nachladen hat meistens funktioniert.
Neben Nettigkeiten wie iPhone 2.0 und MobileMe ließ His Jobness auf der großen Bühne auch Loopt präsentieren. Loopt zeigt auf dem Mobiltelefon an, wo sich meine Freunde gerade aufhalten und was sie dort tun. Ein social network to go, sozusagen. Bis jetzt allerdings nur in den USA erhältlich.
Wir Europäer haben andere Mittel und Wege zum gleichen Zweck und Ziel. Als da wäre
- Plazes, der Klassiker ortsbezogener Dienste aus deutschen Landen, schon 2004 von Stefan Kellner und Felix Petersen gegründet und seitdem mehrfach gehäutet. Plazes erfasst meinen aktuellen Aufenthaltsort und teilt ihn der Weltöffentlichkeit mit, insbesondere aber meinen dortigen Kontakten. Seit etwa einem Jahr stellt Plazes außerdem die Twitter-Frage: "What are you doing?"
Der twittereske Aspekt ist allerdings bis jetzt eher unterentwickelt, denn anders als bei Twitter fand sich für Plazes keine Community, die dort zu kommunizieren gedenkt. Der technische Kern von Plazes ist die Software Plazer, die meinen aktuellen physischen Netzzugang erkennt und einem konkreten geografischen Ort zuordnet.
In der nächsten Iteration, derzeit in der Closed-Beta-Phase (mehr dazu hat Stefan Kellner auf der next08 gesagt), wird Plazes sich neben gegenwärtigen und vergangenen stärker auf die zukünftigen Aufenthaltsorte fokussieren. Die Reise- und Terminplanung im Web 2.0 ist jedoch bis dato eher die Domäne von - Dopplr, einem Reiseplanungswerkzeug für häufig reisende Geschäftsleute mit webzwonulligen Ambitionen. Dort lege ich Reisen an und sehe die Pläne meiner Mitreisenden, was mehr oder weniger spontane Treffen durchaus erleichtert. Plazes und Dopplr sprechen bis jetzt nicht miteinander, was schade ist, da Plazes meinen derzeitigen Aufenthalt kennt und Dopplr meine Pläne. Dieses und ähnliche Kommunikationsprobleme zu lösen ist
- Fire Eagle angetreten. Der Feueradler von Yahoo nimmt meinen Aufenthaltsort entgegen und verteilt ihn an andere Dienste weiter, natürlich mit allem nur denkbaren Datenschutzklimbim. Fire Eagle fliegt derzeit nur auf Einladung, spricht aber bereits mit Plazes (auf der Eingabeseite) und Dopplr (auf Eingabe- und Ausgabeseite), zwei von bis jetzt zwölf Anwendungen in der Galerie. Dazu gehört auch
- Brightkite, ein location-based social network. Auch eine Art ortsbezogener Twitter, ähnlich wie Plazes, dem ich allerdings selbst sagen muss, wo ich bin. Brightkite erfährt zwar von Fire Eagle, wo ich mich gerade aufhalte, fängt allerdings mit dieser Information bis jetzt reichlich wenig an. Und da Brightkite sich noch in geschlossener Beta befindet, ist auch mein Freundeskreis noch recht überschaubar.
Der Nutzen all dieser schönen Dienste steht und fällt mit den aktiven Nutzern, die sich dort tummeln. Je höher der Durchdringungsgrad in meinem persönlichen Umfeld, desto größer der Nutzen für mich. Dieser Zusammenhang ist indes trivial und gilt für alle Internetinnovationen seit der Erfindung der E-Mail.
Fire Eagle könnte das Drehkreuz für alle ortsbezogenen Webdienste werden. Plazes hat momentan den größten Funktionsumfang in unserem Vergleich und bietet fast alles, was entweder Dopplr oder Brightkite auch anbieten. Nur in punkto Community schwächelt Plazes nach wie vor.
Illustration: New York Times
Die New York Times vergleicht die Websites der beiden demokratischen Kandidaten im US-Wahlkampf. Und siehe da: Hillary Clinton kommt im Web eher wie ein PC daher, Barack Obama wie ein Mac.
Mr. Obama’s site is more harmonious, with plenty of white space and a soft blue palette. Its task bar is reminiscent of the one used at Apple’s iTunes site. It signals in myriad ways that it was designed with a younger, more tech-savvy audience in mind — using branding techniques similar to the ones that have made the iPod so popular.
In contrast to barackobama.com, Mrs. Clinton’s site uses a more traditional color scheme of dark blue, has sharper lines dividing content and employs cookie-cutter icons next to its buttons for volunteering, and the like.
Die gute, alte Metapher von Umberto Eco trägt hier übrigens nicht: Obama ist nicht katholisch und unter katholischen Wählern nicht mehrheitsfähig.
Das Internet ist in meinem Computer. Zumindest war das die letzten 13 Jahre so. Onlineshops, Social Networks, Nachrichten, Karten, Webseiten – das war unterwegs nur verfügbar, wenn ich gerade mein Notebook dabei hatte und zufällig ein WLAN in der Nähe war. Früher. Jetzt nicht mehr. Denn seit sieben Wochen habe ich ein iPhone. Und ich weiß wirklich nicht, wie ich früher ohne zurecht kam.
Nie mehr muss ich E-Mails auf einem Fünfzeilendisplay lesen und mich ärgern, dass ich das angehängte PDF eh nicht lesen, die Bilder sowieso nicht sehen und die HTML-Mail auch nicht anschauen kann. Nie mehr muss ich mich durch völlig verunstaltete Webseiten wühlen, weil mein Handybrowser mit irgendeiner Seite nicht wirklich etwas anfangen kann. Nie mehr muss ich am Straßenrand anhalten und Karten im Kofferraum suchen, weil ich den Weg nicht finde.
Mein Notebook klappe ich nur noch zum Arbeiten auf. E-Mails, Nachrichten, Blogartikel, Twitter-Updates lese ich auf dem iPhone, wenn ich fünf Minuten Zeit habe. Wenn ich abends surfe, liege ich gemütlich auf dem Sofa und tippe auf einem hübschen Multitouch-Interface rum anstatt mein MacBook auszupacken.
Das iPhone macht das Internet mobil – das richtige Internet, nicht nur ein paar WAP-Seiten und Textmails. Doch es gibt nur zwei Arten von Nutzern, die das iPhone interessieren dürfte – zumindest im Moment: Technikfreaks, die wissen, wie man es entsperrt oder Leute, die sich völlig überteuerte T-Mobile-All-Inclusive-Tarife leisten können. Bis Apple also über seine Preispolitik nachdenkt oder die Konkurrenz adäquate Alternativen anbietet, bleibt das iPhone eine nette Spielerei für manche – die Revolution auf dem Massenmarkt wird auf sich warten lassen.
Die Sportmarke adidas wird vom kommenden Jahr an ihre Produkte auch in Europa selbst im Web verkaufen, meldet die Internet World. In den USA ist der hauseigene Onlineshop schon seit 1999 am Start, nun soll mit Holland als erstem Land endlich auch Europa folgen.
Die meisten Markenhersteller sind in Sachen Direktvertrieb im Web nur sehr vorsichtig unterwegs. Der Hauptgrund dafür ist der vor allem in Deutschland übermächtige Handel, der solchen Aktivitäten skeptisch bis ablehnend gegenübersteht. Die Händler fürchten den Verlust von Marktanteilen durch die Konkurrenz seitens der Hersteller.
Zum Großteil sind diese Bedenken jedoch unbegründet und die schwache Position der Marken im Web letztlich auch eher schädlich für den Handel. So stehen im Web häufig das Thema Preis und die Schnäppchensuche im Vordergrund, Produkt, Marke und Hersteller treten dahinter zurück.
Eine starke Webpräsenz mit Direktverkauf hat demgegenüber fast nur Vorteile. Sie stärkt das Markenbild und prägt das Preisbild auf dem Markt. Die Konsumenten erwarten die direkte Bestellmöglichkeit beim Hersteller als Dienstleistung. Und auch nach dem Kauf gehen sie ins Web, wenn sie den Kundendienst brauchen - oder weitere Produkte kaufen wollen.
Es geht also gar nicht zuerst um Marktanteile und Wettbewerb zwischen Hersteller und Handel, sondern um Marke, Preisbild und Kundendienst. Wer im Web glänzt, macht auch dem Handel das Leben leichter, weil er seine Produkte mit besseren Argumenten als dem günstigsten Preis verkaufen kann. Vorbildlich führt diese Strategie seit Jahren Apple vor.
Am Rande bemerkt sei der Weg, den diese Nachricht im Web genommen hat. Die TextilWirtschaft berichtete bereits am 7. Dezember darüber, die Lebensmittel Zeitung zog jetzt nach. Beide Blätter erscheinen im Deutschen Fachverlag und verstecken ihre Nachrichten im Web hinter ihren Gartenmauern. Heute griff nun die Internet World das Thema auf, allerdings ohne Quellenangabe.
So können Fachblätter mit ihren exklusiven Nachrichten natürlich auch umgehen. Allerdings sollten sie sich dann nicht wundern, dass ihre Relevanz im Web gegen Null geht und sich niemand kaum jemand für ihre Nachrichten interessiert.
Ich gebe zu, dass ich nicht aus freien Stücken in die Kirche des Mac eingetreten bin. Mein Äpfelchen ist gar nicht meins, sondern ein Arbeitsgerät, das mir mein Arbeitgeber zur Verfügung stellt. Cuius regio, eius religio.
Trotzdem wäre mein Arbeitsleben auch als Windows-Protestant irgendwie weitergegangen. Und der freundliche Macverwalter hat sogar schon mit einem Windows-Rechner gedroht, nachdem ich das MacBook in kürzester Zeit in die Knie gezwungen hatte und über mangelnde Leistung klagte. Vielleicht sollte ich doch nicht gleichzeitig Outlook unter VMware, Entourage und Firefox oder Flock betreiben.
Firefox und Flock sind ziemlich lahm - jedenfalls dann, wenn man wie ich gern mal zwanzig bis sechzig Tabs offen hält. Safari sei der Browser der Wahl auf dem Mac, höre ich überall. Das mag ja richtig sein, aber ich bin seit Jahren mit Firefox unterwegs. Und in gewisser Weise eingesperrt, weil der Fuchs vermutlich um die hundert Kennwörter für alle möglichen Websites gespeichert hat, an die ich mich kaum noch erinnern kann.
Entourage ist gar nicht so schlecht, wenn man wie ich fast acht Jahre lang Outlook benutzt hat. Es hat ein paar nette Funktionen, die Outlook nicht hat. Entourage kann zum Beispiel Projekte verwalten. Das könnte nützlich sein. Entourage zeigt mit einem Klick Mail an, die Bezug zur gerade gelesenen Mail hat. So genügt ein Klick, um zu sehen, auf welche Mail sich eine Antwort bezogen hat. Entourage 2008 soll noch viel besser sein.
Für einen Umstieg auf Apple Mail, Adressbuch und iCal müsste irgendwie das Problem der Synchronisation mit Exchange gelöst werden. Da gab es zwar schon ein paar freundliche Hinweise in den Kommentaren, aber noch keine fertige Lösung. Seit heute synchronisiert Entourage das Adressbuch und den Kalender. Funktioniert.
Womit wir beim entscheidenden Unterschied zwischen Windows und Mac wären: dem Markenversprechen von Apple.
Es lautet: It just works. If it doesn't, it's your fault.
Ich bin durchaus begeistert von der freundlichen Aufnahme in die Gemeinde der Apple-Jünger. Von allen Seiten kommen nützliche Hinweise. Jeder freut sich, wie sich der Hirte freut über das verlorene und wiedergefundene Schaf.
Der Punkt ist nur der: Apple erfüllt nicht einmal annähernd sein Markenversprechen. Der Mac funktioniert eben nicht immer und überall. Bei Windows haben wir uns daran gewöhnt. Aber Windows verspricht auch nichts dergleichen. Sein Markenversprechen lautet eher: Windows ist der Standard und gut genug für die meisten von uns.
Bei Apple ist eine gewisse Arroganz eingebaut, wie die berühmte Vorfahrt im Mercedes. Und die Freundlichkeit dem Konvertiten gegenüber wandelt sich schnell in Hass auf den Dissidenten, der es wagt, am Denkmal zu kratzen. (Ich hoffe, diesem Schicksal zu entgehen. Ich finde das Äpfelchen schick, auch wenn mich stört, dass ich mich seinen Regeln unterwerfen muss.)
Wo ist das Problem? Ich könnte es nicht besser sagen als Dave Winer:
The problem isn't with Microsoft or Apple as a culture, the problem is with the tech industry.
Google has it too. They will break us, I'm sure of it. If I told you how, they'd unleash a storm of hate at me very much like what you get when you criticize Apple. Even Microsoft used to have its anonymous assholes on the net who would make you feel pain for questioning their competence or integrity. [Winer's point is] the hypocrisy of Apple's marketing, the lack of humility that guarantees that everything we care about, as users, will eventually break if we trust the tech industry to take care of our needs.
The only way this is going to change, and the signs are good, is if the users take over from the press at telling the truth about these products.
Es ist noch gar nicht allzu lange her, da war SinnerSchrader mehrheitlich auf Windows unterwegs. Ein paar versprengte Unix-User gab es zwar schon lange. Aber Apple begann seinen unaufhaltsamen Siegeszug erst mit OS X, das bekanntlich einen Unix-Kern hat. Bei den Designern standen vorher immer ein oder zwei Macs für Notfälle. Mehr nicht.
Spätestens mit dem Wechsel auf Intel-Prozessoren sind alle Dämme gebrochen. Denn jetzt kann jeder Mac auch Windows, aber immer noch kein Windows-Rechner OS X. Und der einst gewaltige Preisabstand ist auf Normalmaß geschrumpft.
Inzwischen steuert die Agentur mit Verve auf paritätische Verhältnisse zu. Die Geschäftsführung war frühzeitig dabei, Kreation und Beratung werden gerade veräppelt, soweit nicht schon geschehen. Die Technik bleibt vorerst eine Windows-Domäne, die Verwaltung auch. Im Betrieb - also bei den Jungs, die Server am Laufen halten - läuft alles mögliche.
Seit Freitag steht ein schwarzes MacBook auf meinem Schreibtisch. Ich nenne es Äpfelchen oder Little Apple. Am spaßigsten finde ich Apfel-Q, das nicht etwa einen Klammeraffen erzeugt, sondern einfach mal das laufende Programm schließt. Manche Programme fragen höflicherweise nach, die meisten aber nicht.
Die meisten Schmerzen bereitet, quod erat expectandum, auch weiterhin die Mail. Outlook ist überraschenderweise unter VMware auch nicht besser als auf dem Notebook von Dell. Und klicke ich auf einen Link, was relativ häufig geschieht, dann fährt der Windows-Firefox hoch. Outlook und Firefox sind aber die beiden Drehkreuze meiner Arbeit. Wenn ich beide unter VMware betreibe, wozu dann überhaupt ein Mac?
Firefox läuft aber auch auf meinem Äpfelchen mehr schlecht als recht. Der Fuchs ist noch langsamer als unter Windows und braucht irre viel Speicher. Jetzt versuche ich mal Flock. Der erste Eindruck ist positiv. Erfahrenere Macnutzer schwören indes auf Safari. Auch den werde ich testen.
Zurück zur Elektropost. Mein zweiter Testkandidat war Apple Mail. Sieht schon besser aus, erledigt aber nur Mail, wie der Name schon sagt. Was ist mit meinem Outlook-Adressbuch und dem Kalender? Und was mit dem Exchange-Server, auf dem das bis jetzt läuft? Eine fast achtjährige Outlook-Geschichte hat ihre Spuren in meinem Nutzerverhalten hinterlassen, das merke ich jetzt.
Heute kam Entourage ins Spiel. Das scheint eine eierlegende Wollmilchsau für Exchange auf dem Äpfelchen zu sein. Entourage werde ich mal ausgiebig testen. Dazu später mehr.
Auf dem Mac ist alles, aber auch wirklich alles eine Frage der Ästhetik. Das habe ich schnell gemerkt. Schluss mit der aus DOS-Zeiten überlieferten Maxime: Hauptsache, es funktioniert irgendwie, egal wie. Nein, im Reich des Apfels muss es schön sein. Kein Wunder, dass sich Apple bei den Kreativen immer halten konnte, auch in finstersten Zeiten.
Und nicht zu vergessen: Der Mac ist katholisch. Das Wesen der Offenbarung wird in einfachen Formeln und prachtvollen Ikonen abgehandelt. Jeder hat das Recht auf Erlösung.
Wenn das keine frohe Botschaft ist.
Am heutigen Nachmittag wird das Elbwasser wieder einmal über den Fischmarkt schwappen. Das Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie erwartet einen Wasserstand von 2,5 bis 3 Metern über dem mittleren Hochwasser. Draußen weht ein gelegentlich böiger Wind, außerdem regnet es.
In Köln haben heute um Mitternacht die ersten Europäer ein reguläres iPhone mit T-Mobile-Vertrag erworben. Hier drinnen ist heute mein neues MacBook angekommen. Schön eingerichtet von unserem Macverwalter. Fühlt sich alles neu und ungewohnt an. Mehr dazu ab Montag an dieser Stelle.
Heute habe ich keine Zeit, denn am Montag legen wir auf unserer Bilanzpressekonferenz die detaillierten Zahlen für das Geschäftsjahr 2006/2007 vor. Außerdem erläutern Matthias Schrader und Thomas Dyckhoff die Prognose für das laufende Geschäftsjahr und den Dividendenvorschlag, über den am 19. Dezember die Hauptversammlung zu befinden hat.
15.11 Uhr

Der Fischmarkt steht wie erwartet unter Wasser.
Apple hat AT&T zwar überzeugt, mit dem iPhone ausschließlich Daten-Flatrates anzubieten, aber in Cupertino hat dabei wohl niemand über AT&Ts Abrechnungsprozesse nachgedacht: die Pittsburgher Designerin Justine Ezarik bekam jetzt ihre erste Rechnung -- ein 300-Seiten-Päckchen mit einer detaillierten Auflistung jeder einzelnen ihrer 30.000 Nachrichten.
via Cult of Mac

Nach einer längeren Betatestphase sind alle Videos von der next07 nun auch bei iTunes zu haben. Preis: kostenlos. Geschmacksrichtungen:
Viel Spaß!
Ein' hab ich noch. Die distanzierenden, kritischen oder ironischen Untertöne spare ich mir, stattdessen - Vorhang auf für David Pogue, New York Times:
Warum das iPhone wichtig ist, auch wenn es allerlei Klugschwätzer für überteuert und technisch mittelmäßig halten, erklärt der fulminante Thomas Knüwer so:
Die Begeisterung um das Iphone könnte der Anfang vom Sieg der Verbraucher über die Programmierer werden – und der Beginn einer Revolution. Denn jene skeptischen Technik-Experten sind der kleinere Teil der Käufer von Handy, Computern, Kameras. Sie finden sich auf jeder neuen Plattform zurecht, ihnen genügen die heute handelsüblichen, kargen Gebrauchsanleitungen, sie kennen die Tricks, um kleine Software-Macken zu umgehen.
Ich gehöre nicht dazu. Seit kurzem habe ich ein Nokia N95. Es ist ein tolles Handy, das beste, das ich bisher hatte. Doch warum kann ich keine Gmail-Konten darüber abrufen? Warum ist das Handbuch schlampig und chaotisch zusammengeschustert? Warum kann ich einzelne Elemente nicht dorthin schieben, wo ich sie hinhaben möchte?
Ein gut ausgestattetes, elegant aussehendes und vor allem funktionierendes Mobiltelefon – das wäre schön. Und ich bin guter Hoffnung, dass es heute in den USA auf den Markt kommt. Warum? Weil Apple mit dem aus Sicht der Technik-Fanatiker ebenfalls überteuerten und mittelmäßigen und rechtetechnisch Guantanomo-ähnlichen Ipod genau dieses Erlebnis geliefert hat.
Genau. Ich fand Nokia früher auch super. Und das E61 hat seine Vorzüge. Aber es bleibt trotzdem Mist.
Nein, das iPhone ist nicht nur ein wohlinszenierter Medien-Hype. Kann gut sein, dass der heutige Tag ein Meilenstein für eine Entwicklung ist, die zwei ganze Branchen umkrempeln wird: die Hersteller mobiler Kommunikationsgeräte und die Mobilnetzbetreiber. Wir werden sehen. Der Konsument hat die Macht.
"Willste mal das iPhone sehen?" Mit dieser Frage begrüßte mich heute morgen Matthias Schrader. War nur ein Scherz.
Stephen Colbert hat auch kein iPhone bekommen. Aber trotzdem rezensiert er es.
Steve Jobs überrascht uns mit Safari 3 Beta für Windows. Die Überraschung war offensichtlich auch für die Entwickler bei Apple so groß, dass zum Testen keine Zeit mehr blieb.
Und so sieht Spiegel Online mit Safari 3 aus:

Headlines sind überbewertet.
Steve Jobs über DRM. Schnell ein Link und dann lesen. Der Spreeblick hat mehr.

Apple verzichtet auf Mavens, diagnostiziert nebenan der Kollege Themenblogger. Ich bin anderer Meinung.
Zwar hat Apple "Computer" aus dem Firmennamen gestrichen. Aber trotzdem werden sie weiterhin produziert (auch wenn hartgesottene Mac-Mavens um die "beste Arbeitsumgebung, die man heute haben kann" fürchten).
Nein, es geht bei Apple nicht um "Lifestyle-Gadgets". Jedenfalls nicht vorrangig. Apple repariert nacheinander die kaputten Zweige der Unterhaltungs- und Kommunikationsindustrie.
- Der iPod hat den von der Musikindustrie sorgfältig verschlungenen Gordischen Knoten des digitalen Musikvertriebs zerschlagen. Zwar sind damit noch lange nicht alle Probleme gelöst, aber immerhin kann man jetzt Musik im Netz kaufen und auf Silberscheiben brennen - vorher fast ein Ding der Unmöglichkeit.
- Das iPhone hat ein ähnliches Ziel für die Mobilfunkindustrie. Kein anderes Gerät ist so kaputt wie das Mobiltelefon - und gleichzeitig so sehr mit dem täglichen Leben verflochten.
- Apple TV wird für digitales Fernsehen, IPTV und Breitbandinternet, was iTunes für Musik war.
Wer das nicht glauben mag, lese diesen anregenden Artikel in der E-Commerce Times. Wir sprechen uns 2009 wieder.
Apple TV zeigt ganz nebenbei auch die künftige Markenstrategie von Apple: Die Dachmarke wird wieder zur Produktmarke. Freuen wir uns auf Apple Books, Apple Player, Apple Phones und Apple TV.

Musicload hat sich entschieden, DRM-freie Tracks in das Download-Angebot aufzunehmen, berichtet iBusiness. Der 10. Geburtstag des Berliner HipHop Labels "Four Music" war wohl der Annlass hierfür, erstmals MP3- statt WMA-Dateien zu distribuieren. Eine tolle Nachricht auch für Mac-User, die erstmals in den Genuss von Musicload kommen.
Doch was steckt dahinter? Strategiewechsel bei Musicload oder Antwort auf Microsofts Zune? Die Nutzer werden sich freuen, dass einmal legal erworbene Rechte nicht mehr limitiert werden. Frohe Weihnachten!

Der iPod Nano schließt jetzt Freundschaften. Auf MySpace. Das berichtet das inoffizielle Apfel-Netztagebuch. Den blauen und den rosaroten iPod zählt er schon zu seinen Freunden.
Fragt Guy Kawasaki in seinem Blog Signal Without Noise angesichts eines von ihm moderierten Panels mit sechs Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Silicon Valley, das Ergebnisse wie diese brachte:
- They send as many as 4,000 text messages per month from their phones.
- They watch one to two hours of TV per week. And they use Tivo or a recording device to fast-forward through commercials during that short timeframe!
- They all have iPods, and they are very loyal to Apple.
Und: They dislike online advertising whether banner, pop-up, or an ad running before or after a free video clip.
GoogleTube, wussten Sie das?

Der Kampf ist fast so alt wie die Geschichte des Personal Computer. Aber immer wieder unterhaltsam. Eigentlich hat Umberto Eco schon 1994 alles gesagt:
Der Macintosh ist katholisch: das Wesen der Offenbarung wird in einfachen Formeln und prachtvollen Ikonen abgehandelt. Jeder hat das Recht auf Erlösung.Und weiter:
"Macintosh ist gegenreformatorisch und wurde von der ration studiorum der Jesuiten beeinflusst. Es ist fröhlich, freundlich, kompromissbereit. Es verrät den Gläubigen, wie sie Schritt für Schritt vorankommen." MS DOS nennt Eco hingegen "beinah calvinistisch". "Es erlaubt die freie Auslegung der Schrift, verlangt schwierige persönliche Entscheidungen ... und hält es für selbstverständlich, dass nicht jeder Erlösung findet."Die jüngste Schlacht eröffnet Apple, da neuerdings auch Mac wie jeder banale PC mit "Intel inside" daherkommt, mit einer Reihe von TV-Spots. Unterhaltsam, wirklich. Dave Winer, Mac-User, ist trotzdem nicht glücklich:
They're always making you feel stupid for having bought their latest and greatest. I'd like to see Microsoft fire back with ads of their own about Apple's planned obsolescence and how much it costs, really, to keep up with them. You have to be rich to love Apple. PCs, even if the OS and apps are butt-ugly, and the viruses are just awful, are computers lots of people can afford, people who couldn't afford Macs. And dollar for dollar, Windows machines perform better than Macs.
Today I learned from a trusted source that Apple is poised to make history next Saturday when it unveils the worlds first advertisement that can be seen from space. [boakes.org]Na klar. Schon mal auf den Kalender geschaut? Sonnabend, 1. April 2006.
Das erklärt Clayton Christensen in der BusinessWeek.
Can Apple keep it up? I don't think so. [...] If they don't open up the architecture and begin trying to be the iTunes inside all MP3 players, they're going to have to keep coming up with the next cool thing.
The next cool thing? Ja, warum eigentlich nicht?
Peter Turi - die Älteren unter uns werden sich erinnern: der frühere Chef des kress report - hat Anfang September für das Werberblatt w&v die Lage der Powerseller bei Ebay beschrieben. Jetzt steht der Text auch im Web zur Verfügung. Auszug:
Mathias Schrader von der Agentur SinnerSchrader analysiert kühl: „Powerseller verkaufen zunehmend zu Grenzkosten.“ [...] Weil Joop, Samsung, Sony und Co. den Online-Vertrieb „nur mit der Kneifzange“ anfassen, die Nachfrage nach diesen Marken bei Ebay aber hoch ist, stärken Hersteller, „die mit verschränkten Armen danebenstehen“, nur Händler, die auf Re-Importe, den Graumarkt und Fälschungen setzen. Und genau diese „Kistenschieber“ machen die Preise und die Marke kaputt. Der Kunde laufe mit den unseriösen Ebay-Preisen zum Händler, um sich dort zu beschweren. Nur mit einer „offensiven Online-Strategie“, so Schrader, bekommen die Marken das Heft des Handelns wieder in die Hand.
Denn bei allen Stärken von Ebay, zu denen Schrader zählt, dass pfiffige, kreative Kleinunternehmer immer wieder mit frischen Ideen und Nischenprodukten für Innovationen sorgen und Trends auslösen können: Eines schafft Ebay nicht - eine dauerhafte, personalisierte Kundenbindung. Der reife Konsument sucht „auch online Bindung“, glaubt Schrader. Ebay bleibe ein „wundervoller Abenteuer-Spielplatz“, Convenience, Bindung und Verlässlichkeit könnten aber nur Marken bieten. „Irgendwann möchte man seinen PC nicht mehr ersteigern, sondern bequem bei Apple oder Dell kaufen und nachordern“, sagt Schrader.
Es ist Freitag. Und damit höchste Zeit, ein paar Dinge wegzubloggen, die mir hier den Firefox verstopfen.
Schon etwas älter ist das Welt-Interview mit Maarten Steinkamp, dem Europachef von Sony BMG, und der dringenden Aufforderung an die Musikindustrie, endlich das Jammern einzustellen und statt Rechtsanwälten wieder die Entrepreneure nach vorn zu schieben. [Exciting Commerce]
Google hat sein Adsense-Programm um eine Kleinigkeit ergänzt, die erkennen lässt, wohin die Reise geht - zum Abschied von lieb gewonnenen, aber ineffizienten Mediagepflogenheiten und hin zu einem von A bis Z in Echtzeit optimierbaren Werbegeschäft. Erst die Abschaffung der AE, dann Google Analytics und jetzt die Promotion von TKP-Anzeigen in Adsense ("Auf dieser Website werben"). Was kommt als nächstes? [Zielpublikum]
Vernünftige Produktbeschreibungen sind ein knappes Gut. Amazon musste die stetige Sortimentserweiterung mit abnehmender Qualität der Produkttexte bezahlen. Auch die legendären Kundenrezensionen halfen da nicht unbedingt. Doch jetzt kommt Hilfe: Das ProductWiki ist gestartet (selbstverständlich beta), und Amazon selbst experimentiert seit kurzem ebenfalls mit einem gleichnamigen neuen Feature. [Companice]
Ebay ist gut für die Marke. Oder nicht? Kommt auf die Marke an. Starke Marken werden durch Ebay stärker, schwache Marken schwächer. Zu erkennen, wie so oft, am Preis: Wer kann seine Preise durch alle Kanäle drücken? Na, wer wohl? Apple natürlich. [Companice]
Je nach Grad der Phantasie kann sich der eine mehr, der andere weniger darunter vorstellen, was Google Base in Kombination mit Froogle und Google Local eigentlich soll, kann und wird. Dazu gibt es jetzt einen neuen Hinweis: Sell on Froogle. Man nehme Google Base als Backend, um über Froogle zu verkaufen. Ebay und Amazon Marketplace waren gestern? [Basic Thinking]
Wer wie die TUI mehr als ein halbes Dutzend Fluglinien betreibt, der schafft gewisse Unübersichtlichkeit im eigenen Angebot. Etwas Linderung verschafft seit dieser Woche TUIfly.com. Dort sind alle Airlines unter einer Adresse vereint. Schlichter Mechanismus: Start- und Zielflughafen eingeben - und weg. Zwar keine Offenbarung, aber ein nettes Werkzeug.
Wegen der vielen Nachfragen: WebObjects flog bei uns nur von den Servern. Mein PB12 erfreut mich weiterhin und der Blue Man bleibt auch (schließlich hart erarbeitet ;-)

___________Steve, Du hast es vermasselt. Dein WebObjects war der Motor von Dell, TUI, Libri, der Deutschen Bank - mit Deinem Code wollten wir die Welt erobern. Trotz Deiner Hochpreispolitik von $50.000 pro CPU. Aber als kein Kunde mehr Lizenzmillionen zahlen wollte, senktest Du nicht den Preis. Und ob der sinkenden Erlöse, wurden die Releases immer kleiner. Jetzt denkst Du, nach einigen viel zu späten Preissenkungen, über eine Open-Source-Strategie für Deinen AppServer nach. Klar, damit könntest Du die Kosten für Deine iTunes- und Apple-Stores durch geschicktes Outsourcen der Framework-Maintenance an Deine treue WO-Gemeinde noch mal senken. Aber da irrst Du Dich; Du kommst zu spät. Wir haben geswitcht.
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