Since Steve Jobs unveiled the iPad four weeks ago, legions of app developers are pondering their design options. Now there has help for them arrived by Evan Doll who recently posted his slides from a guest lecture for Stanford CS193P (iPhone Application Programming) on February 12, 2010. You can even watch Evan's presentation through iTunes. [via]

In his talk, he cites the legendary Alan Kay who was shown the iPhone by Steve Jobs shortly before the public launch.

When the Mac first came out, Newsweek asked me what I [thought] of it. I said: Well, it's the first personal computer worth criticizing. So at the end of the presentation, Steve came up to me and said: Is the iPhone worth criticizing? And I said: Make the screen five inches by eight inches, and you'll rule the world.

So let's see if the iPad will rule the world. In the meantime, join us at next10 on May 11 & 12 in Berlin. We've just added a whole new conference track called next apps to the conference, dedicated to the exploding mobile app store ecosystem. next apps @ next10 will explore the new market opportunities that are emerging for developers, content creators, service providers, and other market players. Learn more.

hartmut_esslinger2.jpgHartmut Esslinger ist zweifelsohne einer der einflussreichsten Produktdesigner der Welt. Auf dem Creativity World Forum hielt er dieser Tage eine Keynote, sein jüngstes Buch heißt A Fine Line (die deutsche Ausgabe nennt sich Schwungrat) und handelt davon, wie Design-Strategien die Zukunft der Wirtschaft gestalten.

Seit kurzem gehört er auch dem Advisory Board der next conference an. Der W&V gab er jetzt ein Interview und sprach wie immer deutliche Worte. Über Design als strategische Methode und Mittel zur besseren Unternehmensführung:

Wenn ich heute noch einen Stuhl gestalte, von dem es im Prinzip schon zehntausende gibt und auf dem man auch nicht bequem sitzen kann, verändere ich nichts. Wenn Sie aber in Afrika eine mobile Anwendung aufbauen, mit der Menschen sich kommunikativ vernetzen können, um zum Beispiel Hilfe zu holen, dann ist das eine relevante Innovation.

Über die Herausforderung, den Umgang mit Software zu vermenschlichen:

Das Problem ist, dass die Programmierer im Prinzip das machen, was sie am leichtesten programmieren können, und dann hoffen sie darauf, dass die Menschen irgendwie herauskriegen, wie es funktioniert. Software-Produkte müssen so funktionieren, wie normale Menschen seit Jahrtausenden denken, und nicht so primitiv wie ein "digitaler Faustkeil". Gerade bei Hightech-Produkten wird oft vergessen, Designer von Anfang an in die Konzeption einzubinden, um den Gebrauch und die kulturelle Dimension zu projizieren, bevor überhaupt irgendetwas real gemacht wird.

Über die Bedeutung von Design für den wirtschaftlichen Erfolg:

Gehirn schlägt Geld, und es zahlt sich aus, wenn man Design von Anfang an in die Prozesse integriert. Dafür hat Apple den Beweis angetreten. Man muss sich schon wundern, wie verrannt Unternehmen sein müssen, dass sie im selbstgewählten Desaster stecken bleiben. Strategisches Design ist mehr als überlebenswichtig. Es reicht allerdings nicht aus, etwas zu machen, das aussieht wie Apple, man muss sein wie Apple.






Mal schnell eine persönliche Homepage oder den Lifestream zusammenklicken, eine Microsite oder eine Fanpage bauen, eine Promotion aufsetzen oder eine Marke bewerben? Wenn es einfach und schnell gehen soll, dann könnte flavors.me das Werkzeug der Wahl sein.

Die üblichen Verdächtigen wie flickr, vimeo, Twitter, Facebook, last.fm oder das eigene Blog sind fix integriert, das Design auf einfachste Art und Weise den eigenen Wünschen angepasst. Aber nicht lange warten, denn der Einladungscode readwriteweb dürfte nicht ewig funktionieren. Sehenswert ist auch die Gallerie. [via]

Before I can talk about Google Chrome OS (why it's a Game Changer and Microsoft should be scared), I have to pass on this cool slide deck about webdesign trends for 2010. Food for thought your eyes!

[via1, via2]

Das Zitat der Woche stammt von Ryan Singer, Designer bei 37signals, und enthält einen interessanten Gedanken zum User Interface Design:

UI that looked sexy in Photoshop almost always looks overdesigned when we try it for real in the browser. Here's a hypothesis. Simple and useful designs just don't seem good enough when they are dead pixels. They need to be brought to life before they can be appreciated. Until that happens we overcompensate with garnish.
Reblog this post [with Zemanta]

Facebook wird in Kürze seine Startseite umgestalten. Das Ziel: "simplifying the user experience on the home page". Die Details des jüngsten Redesigns hat mashable.

Schon wieder? Die letzte Neugestaltung liegt noch nicht lange zurück. Erst im März hatte Facebook seine Startseite erneuert. Warum legt das inzwischen größte Social Network der Welt ein derart hohes Innovationstempo vor? Insbesondere, da jedes Redesign zu einem Aufschrei der Empörung bei seinen Nutzern führt?

Die Antwort gab Chief Operating Officer Sheryl Sandberg in der vergangenen Woche in Palo Alto:

"If Mark were here, I know that he'd say, 'The risk is that we don't do enough,'" said Sandberg. She acknowledged that users protested, for example, the New Feed and the home page redesign, but said that in both cases, user engagement -- and number of users overall -- rose. "We'll know when we're not doing the right thing when users don't continue to grow and when engagement doesn't grow."

Die Zahl der Nutzer und ihre Aktivität auf Facebook sind der Maßstab, an der Erfolg oder Misserfolg gemessen werden, nicht die öffentliche Aufregung. Und lieber mal zu viel verändern als zu wenig. Facebook schaut sich an, was die Nutzer tun - weniger, was sie sagen. Und ist bereit, die Erkenntnisse daraus sehr schnell in Innovation umzusetzen.

Man vergleiche das mit dem Innovationstempo bei StudiVZ (SchülerVZ, meinVZ). Deren Design basiert immer noch auf dem Facebook von 2006. Traurig, aber wahr.

TUIfly2009_full.jpg

Seit dem frühen Sonntagmorgen ist die neue TUIfly.com online. SinnerSchrader hat die Marketing- und Vertriebsplattform der drittgrößten deutschen Airline komplett neugestaltet. Viele Verbesserungen, gerade im Detail, bringt der Relaunch mit sich.

Sofort ins Auge fällt die große Bühne, die mit Fotomotiven bespielt und zugleich als Aktions- und Interaktionsfläche genutzt wird. Die neue Flugsuche auf der Startseite macht jede Menge Spaß und lädt zum Ausprobieren ein. Eine Reihe von neuen Features erleichtern die Buchung.

  • Die interaktive Flugzielkarte zeigt die Start- und Zielregion per Zoom und erschließt so spielerisch das Streckennetz von TUIfly.
  • Falls die Flugtermine feststehen, aber es vom bevorzugten Startflughafen keine passenden Flüge mehr gibt, schlägt TUIfly alternative Abflughäfen vor.
  • Ein Warenkorb zeigt alle Flüge und Serviceleistungen im Überblick und bietet die volle Kostenkontrolle.
  • Der persönliche Merkzettel speichert favorisierte Flugangebote für später.
  • Der neue Angebotskalender zeigt für jede Verbindung die günstigsten Hin- und Rückflugtermine.

Ein Teil der neuen Funktionen läuft derzeit noch nicht ganz rund, daran arbeitet das Team im Moment unter Hochdruck. TUIfly.com hat sehr viel Traffic, und manches lässt sich auch mit Lasttests nicht vorhersehen.

Das erste Echo auf die neue TUIfly.com ist überaus positiv. So würdigt Achim Schaffrinna den Relaunch in seinem Design Tagebuch:

Vor allem an der Haptik und der "Joy of Use", die beide im Vorgänger auf der Strecke geblieben sind wurde gearbeitet. Es macht Spaß sich durch den Auftritt zu bewegen, egal ob man per Kartenmaterial ein Ziel sucht oder in den FAQ ein passende Antwort. Auch die begleitenden Informationen zum Relaunch überzeugen. Alle neuen Funktionen werden hier umfassend vorgestellt. Ein rundum gelungener neuer Auftritt.

Als Mark Pohlmann sich im August 2007 nach 9 1/2 Jahren SinnerSchrader mit seiner Agentur Mavens selbständig machte, da ließ er sein Blog zurück. Eigentlich wollte er das (oder auch den) Themenblog mitnehmen, aber dann gingen selbstverständlich seine Kunden und auch die next conference vor. Also blieb das Themenblog bei uns und war noch einmal fast 1 1/2 Jahre powered by SinnerSchrader. Doch diese Ära ist jetzt vorbei, und das Themenblog erstrahlt im neuen Glanz.

Themenblog 2009

Zum Vergleich hier noch einmal das alte Design, das immerhin fast drei Jahre lang online war und in seinen Grundzügen (damals für den Fischmarkt) von Matthias Schrader himself entwickelt worden war.

themenblog.png

Abzüge in der B-Note gibt es nur dafür, dass die alten Links zwar weiterhin funktionieren, aber auch das alte Design zeigen. Obwohl das ja einen gewissen Charme hat.

Als unser Kreativgeschäftsführer vor ein paar Tagen mit mir über die Sprecher auf der next09 sprach, galt seine erste Frage einer Agentur aus Miami: "Kommt der Typ von Crispin Porter & Bogusky?"

Kein Wunder, ist Crispin Porter & Bogusky doch gerade wieder von AdAge zur Agency of the Year gekürt worden. [via]

The simple fact is that any reasonable survey of today's agency landscape won't turn up a shop remotely as successful on all levels as Crispin has been in the past few years and, especially, in 2008. First, there's the growth story. Last year marked a return to actively pursuing new business, with the agency picking up work from Microsoft, Old Navy and a slew of smaller clients which, combined, helped Crispin swell 15% to some $140 million in revenue and nearly 900 staffers in Miami and Boulder, Colo.

But what might be most interesting is what just six of those staffers are working on: making Crispin a force in product design. The half-dozen-strong design unit in Boulder has hatched a public bike-rental program, created a portable, pen version of WD-40 and developed an eco-friendly sponge, among other things. The unit builds off a robust product-design sensibility in the agency, particularly manifested in its relationship with Burger King. Crispin creative Rob Reilly's hands were all over BK's popular Chicken Fries as well as its coffee and Burger Shots sliders, not to mention a (ew) meat-scented cologne called Flame.

Going light years further than other ad agencies on design makes Crispin much more valuable than your average maker of ad widgets simply because it's able to affect product before the marketing is done -- and even create brand-new revenue streams.

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Um die Frage zu beantworten: Ja, er kommt. Steven Erich, Partner & Group Account Director, wird auf der next09 sprechen. Zu unserer großen Freude.

Seit einigen Tagen ist der neue Geschäftsbericht [PDF, 3,1 MB] der SinnerSchrader Aktiengesellschaft online. Im Imageteil stellen wir kurz unser Leistungsversprechen, unsere Positionierung, Vision und dergleichen vor. Das sieht beispielsweise so aus:

our_promise.jpg

Oder auch so:

we_create_interactive.jpg

Konzept und Gestaltung unseres Geschäftsberichts stammen von heureka! aus Essen. Für die letztjährige Ausgabe hat heureka! übrigens einen reddot design award erhalten.

Und hier zum Vergleich ein Ausschnitt aus der Website von Wieden+Kennedy Tokyo:

wktokyo.jpg

Gewisse optische wie inhaltliche Parallelen sind nicht zu übersehen.

SinnerSchrader:

We create interactive customer experiences which radically intensify the relationship between brands and consumers.

Oder kurz:

Creating Radical Relationships.

Wieden+Kennedy Tokyo:

We exist to create strong provocative relationships between good companies and their customers.

Sicher kein Plagiat, aber schon ein seltsamer Zufall. Oder auch nicht. Manche Ideen liegen eben einfach auf der Hand.

SCR_Banner_250x250.jpgDie vierte Ausgabe der next conference nimmt Formen an. Heute haben wir das minimalistische Blog durch eine ausgewachsene Website ersetzt.

Damit erblickt das aufgeräumte und aufgefrischte Design, an dem wir in den letzten Wochen gearbeitet haben, erstmals das Licht der Öffentlichkeit. In den nächsten Wochen kommt noch sukzessive das eine oder andere hinzu, aber die Eckpfeiler stehen bereits.

Charakteristisch für die next conference ist der nach oben zeigende blaue Pfeil. Ja, wir bleiben vorsichtig optimistisch. Außerdem ist mein Bildschirm drehbar. Notfalls kippe ich ihn um 90 Grad nach rechts, dann stimmt die Richtung wieder.

An dieser Stelle möchte ich nicht versäumen, auf den Stichtag 30. November hinzuweisen. Am kommenden Sonntag ist die letzte Gelegenheit, ein Ticket für die next09 zum Freundschaftspreis von 390 Euro (zzgl. MwSt.) zu erwerben. Solange der Vorrat reicht - heute gibt es noch 80 Stück davon.

E_Maasdorff_klein.jpgMit zahlreichen Awards wurde Elke Maasdorff in den letzten Jahren für ihre Arbeit geehrt, unter anderem bei den New York Festivals, dem ADC und den Cannes Cyber Lions. Seit dem 1. November ist Elke Maasdorff Creative Director bei SinnerSchrader. Bis 2007 arbeitete sie bei Elephant Seven als Senior Art Director und betreute dort große Kunden wie Montblanc, Audi, Rösle, Telekom und Allianz.

Mehr zu der Personalie in der Pressemitteilung.

Clay Shirky hat nach seiner gestrigen Konversation mit Charles Leadbeater seine Keynote weggeworfen und aus den Trümmern eine neue gebaut. Oder jedenfalls sagt er das. Nach der Rede von Genevieve Bell über Secrets and Lies müssen da Zweifel erlaubt sein.

Doch einem Weltklasseredner wie Shirky traue ich durchaus zu, dass er sich fix auf sein Auditorium einstellen kann. Auf der PICNIC präsentierte er heute viereinhalb Herausforderungen, die jeder kennen sollte, der sich mit Social Media befasst.

(1) Designprobleme sind soziale Probleme

In grauer Vorzeit des Web 1.0 mag es so gewesen sein, dass (zumindest gedanklich) die Community zuerst da war und dann begann, mit Hilfe von Software etwas zu teilen: Gedanken, Fotos, Videos - was auch immer. Heute ist es umgekehrt. Im Zeitalter des Web 2.0 kann jede URL ihre eigene Community werden.

Shirky illustriert diese These am Beispiel von flickr. Dort kann es passieren, dass aus der Diskussion um ein einziges Bild ein ganzes Tutorium über ein fotografisches Spezialgebiet wächst. Dort bilden Freunde der Schwarzweißfotografie eine Gruppe, die sich strenge Regeln gegeben hat: Jeder, der dort ein Foto publiziert, muss sofort die beiden Fotos davor kommentieren.

Nicht flickr ist die Community, sondern die Freunde der Schwarzweißfotografie auf Twitter. Und sie geben sich ihre Regeln selbst, kontrollieren die Einhaltung und entwickeln die Regeln weiter. Softwaredesign kann da wenig beitragen - außer nicht im Wege zu stehen. Was gar nicht so wenig ist.

(2) Weniger Features sind mehr

Social Software ist die einzige Softwarekategorie, in der spätere Produkte weniger Features haben als frühere. Mit einem simplen Tool wie Blogger wird heute mehr im Web publiziert als mit den hochgezüchteten Contentmanagementsystemen dieser Welt. Twitter hatte beim Start zwei Features, heute sind es sechs.

Bronze Beta ist eine von Fans der TV-Serie Buffy selbst getragene Website, die praktisch gar keine Features hat - aber dafür einen umfangreichen Satz an Regeln.

(3) Es gibt nicht den Nutzer

In Social Media gibt es eine Normalverteilung mit wenigen, sehr aktiven und vielen, wenig aktiven Nutzern. Die Grafik sieht aus wie der berühmte Long Tail. Und die beiden Nutzergruppen unterscheiden sich erheblich.

In der Wikipedia sind mittlerweile Schutzmechanismen eingebaut, mit denen sich die wenigen Aktiven gegen häufig wiederkehrenden Missbrauch der vielen Eintagsfliegen wehren können. Mehr und mehr Artikel können nicht mehr von jedem dahergelaufenen Vandalen bearbeitet werden. Es ist die gute, alte 80/20-Regel, die hier wieder einmal gilt.

Wie überhaupt in die Wikipedia mit der Realität, die sie abbilden soll, auch die Konflikte dieser Realität einwandern: Der Artikel über Pluto hat einen enormen Überarbeitungsschub erlebt, nachdem Pluto aus der Liste der Planeten gestrichen wurde. Und bei Galileo Galilei wurde ein bald 500-jähriger flame war ausgetragen, der mit der katholischen Kirche zu tun hat.

(3.5) Auch Designprobleme werden global

Der Künstler Aaron Koblin hat den Mechanical Turk von Amazon dafür verwendet, eine 100-Dollar-Note in zehntausend Elementen für jeweils einen Cent kopieren zu lassen. Das Internet macht es möglich, auf globaler Ebene zusammenzuarbeiten. Damit gibt es auch Designprobleme von nie gekannter Größe.

You could say that Aaron had 10,000 people working for him as in a way he did - he only payed them a penny - but they were working to collaborate with him and each other. If this were a real company then that would put him high up the list of employers with a large staff. The largest groups in the world that are working collaboratively are working like this. What we are seeing now is spontaneous conditions of labour springing up. The Division of labour is spontaneous and there is a spontaneous division of motivation. No-one who runs a large company with a management structure cannot understand this. [aufgezeichnet von Lucy Hooberman]

(4) Veröffentlichen, um zu handeln

Die britische Bank HSBC holte sich eine blutige Nase, als sie Studenten erst zinsfreie Überziehungskredite anbot und dieses Angebot einige Zeit später zurückzog. Die Studenten fühlten sich betrogen und nutzten Facebook, um Druck zu machen. Die Bank musste einlenken.

Beispiele dieser Art gibt es zuhauf, aber immer dreht es sich darum, irgendetwas zu stoppen. Wie sieht es mit gemeinschaftlichem, kreativen Handeln aus, wenn es nicht darum geht, irgendetwas zu verhindern? Handeln ist der schwierigste Teil der globalen Zusammenarbeit. Das leuchtet jedem ein, der Getting Things Done gelesen oder schon einmal einen G8-Gipfel genauer angesehen hat.

Was Spreadshirt für T-Shirts ist, will Juicywalls für Wände werden. Das hessische Start-up produziert individuelle Tapeten und Leinwände.

kickerraum.jpg

Bei SinnerSchrader hängt seit geraumer Zeit eine von Juicywalls produzierte Tapete im Kickerraum. Wer genau hinsieht und sich auskennt, der erkennt das Millerntor-Stadion. Nur erahnen lässt sich, dass die schwarzen Kickerfiguren den Totenkopf von St. Pauli auf dem Trikot tragen.

Was Juicywalls kann und wie das Start-up entstanden ist, hat Gründer Mark Hussain im Mai auf der next08 erklärt. Wer lieber liest, dem sei ein ausführliches Interview mit förderland ans Herz gelegt.

In den letzten Tagen sind mir gleich zwei Websites (und eine halbe) über den Weg gelaufen, die im Vollbildmodus spielen. Für IKEA wartet Nils auf September und mithin auf den neuen IKEA-Katalog. Nebenbei - kam der nicht früher schon im August?

nils_wartet.jpg

In der Fußzeile gibt es einen kleinen Umschalter für den Vollbildmodus. Die Agentur ist laut off the record übrigens Nordpol, Hamburg.

Sofort im Vollbildmodus startet, sofern der Browser sie lässt, die neue Website von Closed.

closed.jpg

Auch funktioniert die Umschaltung zwischen Vollbild und Normalmodus sauber. Für eine Modewebsite ist Vollbild eine gute Sache.

Especially when it comes to fashion brands, to be able to exploit the whole screen, without the functional but ugly browser buttons, allows you to establish a cleaner, more immersive, visual relationship with the user.

I really like the Closed website (and even their collections), because it's aesthetically fascinating, easy to navigate and, last but not least, it integrates well the e-commerce part into the virtual look book.

Die Website stammt laut Quelltext von unseren Ottenser Nachbarn Superreal, deren eigene Website momentan auch sehr schön mit Vollbild spielt.

superreal.jpg

Haben wir es da mit einem neuen Trend zu tun? Fallen Ihnen gar weitere Beispiele ein? Dann lassen Sie es uns bitte wissen.

Manches Original ist offensichtlich so gut, dass es Plagiate geradezu magisch anzieht. Unseren Kunden simyo hat es nun schon zum (mindestens) zweiten Mal getroffen. Doch sehen Sie selbst.

Original

simyo_klein.jpg

Fälschung

avantaje_klein.jpg

Ein paar Unterschiede sind durchaus zu erkennen, avantaje ist keine 1:1-Kopie und geht auch nicht so weit wie eine andere Copycat, die sich seinerzeit gleich beim Quellcode bedient hatte...

The Walled Garden Awards

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lion.gifDear Cannes Cyber Lions,

I'm writing just to say hi. I've looked at, and occasionally up to you for the seven years I've been working in an agency, but I'm leaving the agency microcosm soon and wanted to give you some advice before I go. It's, um, kind of difficult to say, but, well, we've known each other for a while, and good friends tell each other the truth, right? So. Here goes.

I believe you've misunderstood the internet.

There, I said it. I know this has got to be embarrassing for you, being an internet awards thingie and all. I guess you didn't get the memo. Although the truth hurts, I'm sure you'll come out the other side a happier, shinier Cyber Lion.

Cannes Registration Ticks Me Off

Why do you force me to register to see the winners? It can't be purely so that "the IAF, our official awards partners and relevant Emap Communications brands" can throw a few more nuggets on top of my already overflowing spam folder, can it? That's not what that extremely creatively worded bit on the rego form meant, is it? And, um, describe my job role? Give you my address? My phone number? Twenty-one mandatory fields? You've built a walled garden with high, thick walls, and want a DNA sample before you let me inside? For what exactly? You're throwing press releases over the wall anyway, so what's in it for me?

I'm afraid your site's also doing your clients a disservice, and if they aren't pissed yet, they sure as hell should be. What? You don't have clients? Well, who are the agencies who send you submissions (and money) every year? And what if they realised that you're using the medium for which they win awards (that's the internet) in such a way that it reduces the chance of people hearing about their good work? If I was them, I'd be pretty pissed.

But, considering the way so many of your clients still use the internet--beautifully designed and animated, closed, unmashable ads that equal little more than click-a-minute-television--I'm honestly not surprised that you're doing little better. My recommendation, and hope, is that you'll one day see your role as a leading internet marketing awards thingie as a possibility to espouse and spread the spirit of the web and the methods that actually work. Openness. Transparency. Sharing. Participation.

You see, and it embarrasses me to have to explain this to you, but the internet is all about linking. Copy & paste is today's marketing. Letting your fans mash your stuff up leads to success. Connecting little bits all over the place is what we do here outside the wall, and how people hear about new stuff. If your stuff's good, some guy will carry it over the wall anyway, even if he does have to fill your form with bullshit to do it (yes, I'm sorry, but we do lie to marketers). And there's a nasty chance that guy will own your Google juice, too. Making it easier by not building a wall in the first place just improves your chances of being loved. Have you heard that there's a 14 year old on YouTube with 45 million views? He certainly didn't do that with a registration form. How many registered users have you got? And how many registered as "Dr. Mickey Mouse" like I did?

That's it for now. I hope you take some time to think about this, and it makes you a bigger, better lion.

Yours sincerely,

Matt Balara

P.S.: I didn't want to say it, but what the hell's up with your logo? Dude, are you sure you want to wear that in public?

So congratulations to all the well-hidden winners of the Cannes Cyber Lions 2008! For those you you outside the wall who couldn't be bothered registering, Dr. Mickey Mouse has sacrificed his 100% fake DNA for you. Here are all the winners in a PDF (unfortunately completely devoid of URLs), and here are the links:

Grand Prix

Gold

Silver

There are a hell of a lot of bronze winners, and my copy & paste finger's getting tired, so if you're interested in the Cannes Cyber Lions bronze winners, check out the PDF and you know what to do.

Originally published at mattbalara.com.

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Der BCP Best of Corporate Publishing verlieh in diesem Jahr zum zweiten Mal einen Preis in der Kategorie Electronic Publishing Newsletter. compact, der Newsletter der comdirect, kann erneut in dieser Kategorie glänzen und gewinnt Gold. Eine ausgezeichnete Steigerung im Vergleich zum Vorjahr.

SinnerSchrader ist für das Design von compact verantwortlich. Der Newsletter wird redaktionell von G+J Corporate Media betreut. comdirect ist ein Kunde von SinnerSchrader, und wir freuen uns über die erneute Anerkennung.

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Photo by A30_Tsitika - click to view

A chat with Ryan Singer after the next08 has been bouncing around in my head for a few days. We got onto some basic info architecture assumptions which define almost all sites my company makes, and most sites in the web. The more we explored the idea, the more both of us were surprised at how these assumptions often keep users from doing what they're used to doing in the web -- finding things fast.

Top-Down Boxes in Boxes

A new site structure usually starts with a number of assumptions. Big Fat Assumption Number One is that the content chunks will be stuffed into a hierarchy of boxes. The first group of boxes form the 1st level navigation, and each of those boxes usually has more boxes inside it. Often the 2nd level boxes have more boxes inside them, and I've seen this boxes in boxes structure repeated down to the 5th level.

A user can only try to guess which box what he's looking for might be in. And instead of getting the content chunk he's looking for when he selects a box, he gets a new set of boxes and starts guessing again. When he finally reaches real content (after guessing, guessing, guessing, etc.) the chances are relatively good that he's not found what he wants, and the guessing game can start from the top again.

If individual chunks of content (or user goals) are the bottom of our structure, we've just built an info architecture from the top down.

Hierarchical boxes are also made of "conceptual steel" and separate chunks from each other. This works for a book: the boxes are chapters, which have boxes in them called paragraphs, which are full of chunks called sentences. But once a book's printed it doesn't change. Web sites change constantly, and boxes are change-resistant.

Bottom Up Piles & Lenses

Instead of imposing a structure on content chunks from the top down, why not look at the chunks themselves first; i.e. bottom up? If we find common attributes for the chunks, e.g. colour, and label each chunk either blue, green, yellow or red, then we have a labeled pile of chunks.

To find something in a colour labeled pile, users could use "lenses". A red lens would make all blue, green and yellow chunks disappear, leaving only the red chunks visible. If our chunks also had an attribute size--with labels big, medium and small--they could then combine size and colour lenses to quickly find large/red chunks, or small/green ones.

Old Hat?

Sure, none of this is particularly revolutionary--it's the way a great deal of those sites we insist on calling "web 2.0" work. Flickr is a gigantic pile of images whose labels are tags, but also technical details such as which camera made the image, Creative Commons license, interestingness, etc. Most of Flickr's navigation doesn't throw the user into a box, it provides them with a lens through which they can look at the chunks they're interested in, and ignore the rest of the pile.

Where The Hell am I? Who cares?

The assumption that drives us to make top-down box architectures is that without a structured, categorised series of boxes in boxes, the poor user will lose his orientation. I think this is seriously outdated thinking, which comes out of the interface thoughts of the pre-internet software design era. It might make sense in the focused, daily-use context of an application, but a user who can find any page in your site from google, and jump directly to it, doesn't give a crap where he is as long as he finds what he wants. When I've asked a number of daily-use but less than cutting-edge users "where" in the web they are right now, the answer surprised me: "What do you mean? I'm in Google." So much for that carefully thought out color-coded box hierarchy.

Hunters & Gatherers

Am I recommending that all of my corporate clients throw their hierarchies out the window? Hell no. But I would like to see them experiment a little more with piles & lenses to supplement their box hierarchies. Traditional boxes-in-boxes navigation is fine for gatherers, but google is teaching users hunter strategies: select a goal, focus on it, jump on it as quickly as possible. The next time you start a concept with Big Fat Assumption Number One, and begin stuffing content into boxes-in-boxes, take a step back, look at the chunks at the bottom, and see if you can offer the hunters piles and lenses to speed their hunt.

Originally published at mattbalara.com

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Seit einigen Tagen testet Amazon auch in Deutschland die bei Amazon.com schon im vergangenen Jahr schrittweise eingeführte neue Navigation. Zeit dafür wurde es, da die alte Karteireiternavigation angesichts der Vielzahl inzwischen reichlich unübersichtlich geworden war.

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Mehr Screenshots bei shoppingzweinull.de und bei Thorsten Boersma.

Shameless

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While standing outside having a smoke this morning, colleague Gregory Jacob brought me back to the subject of web design “theft”, which I wrote a couple articles about in 2006. Back then, the discussion showed that there are many varying opinions of where inspiration stops and theft starts. Greg’s example, which absolutely takes the cake in my experience, is without question way over the border.

Greg’s a Flash guy, with a pleasingly minimal personal site. He received a mail from a friend this morning, with a link to a stunningly similar site. Have a look:

After a little research it was clear that Foued, due to laziness, deficient creativity or most likely a combination of both, had simply downloaded Greg’s SWF and the XML which defines the site’s content, and after a little text editing, uploaded both on his site.

It Gets Better

Not only did he shamelessly rip off Greg’s work, but he then submitted his rip-off to numerous awards sites, and won on four of them.

It Gets Even Better

Not only did Foued win awards with stolen goods, but one of them, Dope, had already awarded Greg for the exact same site.

I’d like to take the opportunity to congratulate Greg. Not only a 1:1 rip-off (as we all know, “imitation is the sincerest form of flattery”), but four awards, and one of them twice. Well done Greg!

Too Easy to Do, But Also to Find

Things like this just leave me extremely confused. Let’s assume that Foued Azzone is not remarkably naïve, and knew full well how wrong this is. So he uses a stolen design, right down to the file itself, to promote himself and his talents. And in a medium which is so fast, and so everywhere, that the chances of this theft remaining undiscovered are zero. And in a medium where stuff like this gets publicised like wild-fire, irrevocably poisoning is own Google-juice. What could he possibly think this would do for his career? How could he ever dream of this being good for him?

Originally published at mattbalara.com. Matt Balara works as Senior Art Director at SinnerSchrader, Gregory Jacob is Head of Flash.

Clinton vs. Obama (Illustration: New York Times)

Illustration: New York Times

Die New York Times vergleicht die Websites der beiden demokratischen Kandidaten im US-Wahlkampf. Und siehe da: Hillary Clinton kommt im Web eher wie ein PC daher, Barack Obama wie ein Mac.

Mr. Obama’s site is more harmonious, with plenty of white space and a soft blue palette. Its task bar is reminiscent of the one used at Apple’s iTunes site. It signals in myriad ways that it was designed with a younger, more tech-savvy audience in mind — using branding techniques similar to the ones that have made the iPod so popular.
In contrast to barackobama.com, Mrs. Clinton’s site uses a more traditional color scheme of dark blue, has sharper lines dividing content and employs cookie-cutter icons next to its buttons for volunteering, and the like.

Die gute, alte Metapher von Umberto Eco trägt hier übrigens nicht: Obama ist nicht katholisch und unter katholischen Wählern nicht mehrheitsfähig.

ikea.png

Seit Tagen geistert diese Website durch meine diversen Kommunikationskanäle. Immer verbunden mit Ausrufen des Entzückens. Bis jetzt konnte ich nicht herausfinden, welche Agentur dafür verantwortlich ist. Allerdings habe ich auch nicht besonders lange gesucht. Laut Adverblog ist Forsman and Bodenfors die Agentur.

s2de.jpg

I’ve been designing websites professionally since 1995, and never has any site I’ve worked on been discussed as much as the new SinnerSchrader site, and, to be exact, it’s not even a site at all.

Let’s get the full disclosure out of the way first: I’m an Art Director at SinnerSchrader, and other than the occasional over the shoulder comment and discussion over a smoke, I had nothing to do with the idea, concept, or design of the new site. Go check out sinnerschrader.de, click around a little, and come back for my thoughts on it.

As you hopefully noticed, it’s just a link list. That’s it. All of our content is “out there” in the web. Of course most of it always has been, and now our site is the place where all of the disparate elements — job offers, client sites, employee profiles, how to find us, etc. — meet. Instead of a perfectly polished and organised glossy brochure, which is what most agency websites are, ours is a knot which loosely joins our small pieces.

What’s Good?

I’ve loved the idea ever since one of my favourite coleagues, Ron (whose blog is still “coming soon”) told me about it. And, in so far as our site is just a list of links, I find it a logical and consequent execution of the idea. The web is not a book or a wall or a television, so a cover or a poster or a video is certainly in the medium, but not really of the medium.

As I explained in my Naked Relaunch article, I’m also a strong believer in the “it’s never finished” mentality, when it comes to web design and content. The most exciting aspect of the web is that it’s continually changing, growing and becoming more and other than it is at this moment. Our new site doesn’t take this aspect far enough (more on that below) but the idea of a living collection of links that are easy and fast to add, change and remove is where I hope the site’s going.

Those are just two short and small “what’s goods,” but for me they’re much more important than the more numerous “what’s not yet good” comments listed below. I’m a fan of ideas, and, when compared with ideas, niggling details don’t weigh very heavily on my scales.

What’s Bad Not Yet Good?

Well, the first thing that makes my idea-focussed brain itch is: the thing’s static. Nothing’s happened since it went online on the 5th of December (be careful, there’s German behind that link). If the most exciting thing about the web is the continual change, then an agency website which says, “our stuff isn’t packed away in a shiny wrapper, it’s living out there in the chaos” must have a site where something’s happening. For now it’s just a link list. There’s nothing new, nothing changes, it’s not alive.

The site is an idea, and it’s pretty brave, and I haven’t seen anything like it before, but we couldn’t stop ourselves from squeezing in at least a little wobbly, animated, flickering Flash. Maybe we were afraid it wouldn’t be “pretty” enough for an agency site; I wasn’t involved in the decisions, so I don’t really know. Personally I think the Flash is decoration which doesn’t serve the goal or message of the page itself. Although I actually quite like wobbly pink, gold and grey aesthetically, I don’t think the page would suffer much if it wasn’t there. In fact, Flash is a shot in our own foot as far as search engines, the back button, auto-discovery of the rss feed, and copying text and links are concerned. These are as much the nature of the web as are links and distributed content, so why did we ignore these? I don’t know.

Other than all of that, there are a few little details which picky usability freaks have been pinning on us — e.g. the newsletter field should make it clear that it requires an email address — but I think the basic function (open external pages in a frame and close the frame again) works and is understandable. A few tweaks, and we’ll shake the bugs out. No big deal.

How Could it be Better?

Number one on my wishlist: let it live. Collect feeds from employee blogs, spit in whatever turns up under the tag “sinnerschrader” on Flickr, collect the Tweets of employees, friends and the company itself, mash it up and call it “The Secret Life of S2” or “S2nd Life”, whatever. We’re a web company, we make web stuff, and more than a few of us live in the web, so why not show it?

We could get our hands a little dirtier with the clients. Just linking to their sites isn’t really enough, or sometimes it could be too much — a link suggests we did all of it. Sure, we design and program complete sites for many of our clients, but we also produce banners, single pages, micro-sites, etc. Why not — in addition to the links — simply throw up some screenshots at Flickr, a case study in the blog, whatever it is that best describes our work for that client?

Kick the Flash out. As far as I’m concerned kick the graphic typography out as well — with the exception of the logo and the claim, of course. The flashier it is, the harder it is to change, as well as the problems mentioned above. If the idea is links, make it 95% about links. Right now we’re around 70%.

Oh yeah, and let’s put in a search, as Martin “Nielsen” Seibert suggested (Achtung! More German!), thereby proving that he didn’t even begin to understand the idea. But if you do, please link our search to Google.

How do you like our new site? If you were the boss, what would you add, remove or change? Let me know.

Originally published at mattbalara.com.

2008 verspricht ein aufregendes Jahr zu werden. Es ist kaum elf Tage alt, und schon ist jede Menge passiert. Das Jahr begann mit viel Lärm um nichts. Werbung bei Xing - wo ist das Problem? Falsch war einzig und allein das Timing. In der nachrichtenarmen Zeit so kurz nach dem Jahreswechsel ist jeder dankbar, wenn er was zu schreiben hat. Ein paar Wochen später (oder früher) hätte kein Hahn danach gekräht. So musste Lars Hinrichs zurückrudern und einen kleinen Teil der Xing-Profile künftig werbefrei lassen. Macht auch nix.

Still und leise startete zum Jahresbeginn die Youngtimer-Community carsablanca.de ihre öffentliche Beta. Damit meldet sich Peter Kabel zurück, seines Zeichens Gründer der Agentur Kabel New Media, die das Krisenjahr 2001 nicht überlebt hatte. Carsablanca ist eine Beteiligung von b-to-v, charmant gemacht, mein Profil dort noch etwas unausgereift. Aber wer weiß, was noch kommt - ich sehe vor meinem geistigen Auge schon die Pressemitteilung: SinnerSchrader arbeitet für Peter Kabel...

Apropos Autocommunity: Das bei uns realisierte kleine Autoportal aus dem Hause Sixt ist unlängst für seinen ersten Award nominiert worden. Yahoo! kürt die Entdeckungen des Jahres 2007 und lässt über die Gewinner per Online-Voting abstimmen. Carmondo steht in der Kategorie "Schlau für lau" auf der Liste. In der Jury sitzt u.a. Nico Lumma. Ich habe allerdings noch nicht verstanden, wozu es eine Jury braucht, wenn die Nutzer abstimmen.

Matt Balara, Designer bei SinnerSchrader, hat sein Blog radikal reduziert. Wenn jetzt der Hintergrund noch grau wäre, dann sähe es fast aus wie die ersten Websites, die ich 1994 auf Netscape gesehen habe. Der legendäre Browser wird in Kürze das Zeitliche segnen.

Yvonne Neubauer, seit Mitte Dezember bei uns als Volontärin Online Conversations, schreibt von Anfang an auch im Netz. Und twittert, wenn auch noch etwas zaghaft. Herzlich willkommen von dieser Warte!

Der Fischmarkt begrüßt dieser Tage seinen Abonnenten No. 3.000, und da sind die treuen Leser, die mehr oder weniger täglich direkt hier aufschlagen, noch gar nicht mitgezählt. Euch und Ihnen allen sei nicht verschwiegen, dass seit dieser Woche die Registrierung für die next08 zum unschlagbaren Freundschaftspreis von 190 Euro möglich ist. Das Kontingent ist begrenzt, die Nachfrage bereits hoch.

Die Sensation des Tages ist aber zweifelsohne Jürgen Klinsmann als Trainer beim FC Hollywood Bayern. Das Wochenende ist gerettet.

Haufenweise Komplimente und einige, aber überwiegend wohlgesonnene Hinweise auf bestehende Bugs – so können wir das Echo auf den Relaunch von SinnerSchrader zusammenfassen. „Wir sind beeindruckt“ – das ist die meistgelesene Meinung. „Mutig und deshalb toll“.

Mancher bezweifelt zwar noch die Ernsthaftigkeit der Website-Lösung („das muss ein scherz sein, oder?“), aber dass die Website „Mut zum Querdenken“ beweist und der Zeit voraus zu sein scheint, darin sind sich die Kommentatoren einig. Es macht Spaß, das alles zu lesen.

Ich muss gestehen, dass ich zunächst durchaus etwas verwirrt war. Kommunikation, Integration und digitale Vernetzung wurden hier jedoch einmal wirklich wörtlich umgesetzt. Ich halte diesen Ansatz für ausgesprochen mutig und konsequent. (Netzlogbuch)
Sehr mutig und innovativ. Was mich beeindruckt, ist die konsequente Implementierung externer Dienste unter Verzicht auf "Markengestaltung über alles" (Also sprach.)
Mutig? Faul? 1.0 oder 2.0? Bin mir noch nicht so ganz sicher… (public-beta.com)
Eine sehr mutige Site! Im ersten Moment etwas irritierend. Aber dann erstaunlich schlüssig: Alles in allem bin ich sehr begeistert über den Mut zum Querdenken! Es ist schön, dass dadurch eine Seite entstanden ist, die in ihrer Art wirklich neu ist! (Bildbunt)
Wir sind beeindruckt. Warum wir darüber schreiben? Weil es erstens noch nicht so häufig vorgekommen ist, dass Unternehmen das Internet so integriert in die Unternehmenskommunikation einbinden (auch wenn natürlich SinnerSchrader als Pionier hier sicher einen etwas einfacheren Weg hat) und weil es zweitens zu unserer WOA-Philosophie passt und diese bestätigt. In Zukunft werden webbasierte Dienste eine immer größere Rolle in der Unternehmenskommunikation aber auch in der Bewältigung von Geschäftsprozessen über webbasierte Informationssysteme spielen. (web planting blog)
Klasse Idee eigentlich für den Relaunch der SinnerSchrader Website: Der Content ist bereits da, bewegt sich im Netz, er muss nur noch aggregiert werden. Grundsätzlich eine spannende Frage, die hier ganz bewusst aufgeworfen wird - wie weit kann, darf und will man auf die Repetition bereits bestehender Informationen nur zum Zwecke der besseren Einflechtbarkeit in das eigene CD setzen? Insbesondere bei Daten, die anderenorts meist viel aktueller sind? (agenturblog)
Heftig diskutiert wird heute im Design Tagebuch:
Steht dahinter nun eine revolutionäre Denke, die auf diese Weise eine gelebte vernetzte Kultur zum Ausdruck bringt oder fördert diese auf die Spitze getriebene Reduktion nur eines zu Tage: Den zu Kopf gestiegenen puren Größenwahn nach dem Motto “Wir sind so groß, wir brauchen nichts mehr zu zeigen”. Ich bin sehr gespannt auf die Diskussion.

Und hier noch ein kleiner Auszug aus Twitter:

@mr94 ihr macht das, was ihr predigt. Vielleicht nicht standardkonform und accessible aber sehr 2.0 :-)
Rerun_van_Pelt at 05-12-2007 21:10
@mr94 mutig. und deshalb find ich sie gut.
PickiHH at 05-12-2007 20:50
@sinnerschrader .. das muss ein scherz sein oder?
ripanti at 05-12-2007 12:51
SinnerSchrader CD 2007

Seit heute erstrahlt ganz SinnerSchrader in neuem Glanz. Jeder hat frische Visitenkarten in bunten Farben bekommen, über dem Eingang kleben neue Buchstaben, und sogar die Parkplätze in der Tiefgarage sind neu beschildert. Briefpapier, Dokument- und Präsentationsvorlagen - alles neu.

Bei dieser Gelegenheit haben wir sinnerschrader.de auf das Maximum reduziert. Die Site besteht im Prinzip nur noch aus einer einzigen Seite. In Flash mit einer noch stärker reduzierten HTML-Variante. Für unsere Aktionäre gibt es unter wkn514190.de die gewohnten Informationen rund um die Aktie.

Bei der Entwicklung der Kernelemente unseres neuen Corporate Designs haben wir mit Mike John Otto zusammengearbeitet. Dazu gehören die Typografie (Chalet ParisNineteenSixty sowie als Laufschrift Helvetica/Arial), die Wortmarke, die Farbwelt (Gold, Magenta und Grau) und die animierte, digitale Leinwand. Zu sehen ist das alles auf sinnerschrader.de.

Eine CD-Variante (Cyan statt Magenta, Chalet LondonNighteenEighty statt ParisNineteenSixty) kommt für die next08 zum Einsatz.

Alles neu? Naja, fast. Der Fischmarkt und sein kleiner Bruder, der Mediabrief, harren noch ihrer Neugestaltung.

Rakete

Heute haben wir auf unserer kleinen, aber feinen Bilanzpressekonferenz die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2006/2007 vorgelegt und einen ersten Ausblick auf das neue Geschäftsjahr gegeben. Der heute veröffentlichte Geschäftsbericht [PDF] gibt auch gleich einen ersten Einblick in unser neues Corporate Design, das wir in den nächsten Wochen ausrollen werden. Am 19. Dezember wird die Hauptversammlung über den Dividendenvorschlag entscheiden.

Open Logo Project 1.6

Irgendwie kommt es mir vor, als ob es gestern war. Spreadshirt hat ein schickes Logo, seinerzeit gemeinschaftlich gesucht und gefunden. Nun ist ein gutes Jahr vorbei, Lukasz Gadowski hat seinen Chefsessel für Jana Eggers geräumt und Spreadshirt sucht erneut ein Logo.

Die Gründe sind vielschichtig: Spreadshirt will ein Modelabel werden, allerdings kein herkömmliches. Und der alte Claim "You think it. We print it." hilft da nicht weiter. Der neue lautet "your own label", passt aber nicht richtig dorthin, wo der alte stand. Die Folge: Am nächsten Montag öffnen sich die Tore zum nächsten Open Logo Project.

Microsoft Surface (Demovideo)

Bis gestern dachte ich, große Multitouchscreens seien von der Marktreife noch ein gutes Stück entfernt. Doch nun hat Microsoft auf der D5: All Things Digital eine Art Multitouch-Tisch ("Microsoft Surface") vorgestellt.

Die Maschinen sollen noch in diesem Jahr käuflich zu haben sein, preislich allerdings etwa um den Faktor 10 teurer als herkömmliche Rechner. Larry Larsen zeigt ein zehnminütiges Demovideo. Heise tickert eine Zusammenfassung der Pressemitteilung von Microsoft.

Doch am besten zeigt dieser Vierminüter von PopularMechanics, was in Microsofts neuem Tisch steckt:



Robert ist schon ziemlich aufgeregt.

In Monterey hat gestern die TED2007 begonnen. Bruno Guissani liefert wieder exzellentes Liveblogging für alle, die nicht dabei sein können. (TED2008 ist übrigens auch schon ausverkauft.)

Jeff Han, regelmäßige Leser mögen sich an ihn erinnern, ist nach 2006 (siehe Video oben) nun zum zweiten Mal auf der TED. Diesmal zeigt er seine interaction wall (siehe Foto unten), ein noch größerer Multitouchscreen mit noch mehr Möglichkeiten. Giussani berichtet:

It's an amazing thing: enlarging a picture requires only touching it with two fingers and moving them apart -- with the file following their movements and spreading on the screen. There is basically no structured interface to his device: they just " navigates" in the information, zooming in and out of maps or tilting them or adding graphic elements or redistributing images on the screen just by moving their fingers on them.  They add layers of images -- a map on top of a map, for example, where the one on top acts as a "lens". They have built in dozens of applications, and functionalities that make it even more effective: drawing a circle for example initiates a menu, etc.
Jeff Han und Phil Davidson zeigen die interaction wall (Bild: Bruno Giussani)

Und klar, Giussani bringt auch die Usability-ProblemeHerausforderungen zur Sprache, die neulich schon auf dem Fischmarkt Thema waren (siehe dort in den Kommentaren):

"The most interesting thing is that when people first use this, they tend to go with one finger, then retract it: we basically have to un-teach people what they have learned so far about computing, and convince them that they can use several fingers, that several people can work on the screen at once, that you can actually use a random number of touchpoints, etc". The Apple iPhone, when it comes out, may help: it will also come with a multitouch screen, although it's so small that it won't make for a very interesting multitouch device (Jeff's "wall" is 8 feet wide). This is a mindboggling breakthrough technology.



Berührungslose Interfaces mit Berührungseingabe sind nicht erst seit dem iPhone ein spannendes Thema. Jeff Han hat kürzlich Perceptive Pixel gegründet, um das logische Gegenstück zum iPhone zu vermarkten - riesige Multitouchscreens. Die jüngste Demo (siehe oben) lässt, meint Gerrit van Aaken, das Wasser im Munde zusammenlaufen:

Science-Fiction pur, aber das Fiction können wir bald streichen, das sieht schon unfassbar fertig aus! Über das iPhone kann man da nur noch lachen!

Der OTTO Store hat auch international einige Aufmerksamkeit bekommen. So schreibt Impersonation Failure:

A showcase of what's possible today using .NET 3.0 is the new OTTO Store that went live earlier this month. [...] Despite the slick WPF user experience the site is also one of the first to utilize managed Infocards to support the provisioning experience. Otto customers can associate their account with a Otto managed card backed with the self issued card of their choice.

Screen aus dem OTTO Store: Bestellen im CardSpace

Mehr zu den Details der Cardspace Experience hat Vittorio Bertocci.

Tim Sneath ("Musings of a Windows Vista Technical Evangelist") schreibt über die virtuelle Umkleidekabine "Mix & Match":

What makes this application really stand out from anything you could easily do on the web is that if you like a couple of products but want to see how they go together, you can drag them to a "mix and match" icon on the bottom of the screen, and then you can dress a model with the items and see whether they go together in ensemble. I think even my daughter is going to enjoy this - it's the online equivalent of "dress up Barbie", even if that's not quite what they intended.

Microsoft-Ingenieur Nigel Parker hat eine interessante Interpretation der strategischen Bedeutung des Projekts:

If you've read 'the long tail' you'll realise what Otto are doing here. They are using a smarter UI to make their catalog more accessible to their customers so that they can sell their products further down the tail thus creating a competitive advantage in a world where shelf space isn't limited and your preferences can be visually served up front and centre.

Corporate World Meets Web 2.0

Was wäre, wenn... die Gestaltungsprinzipien des Web 2.0 auf bekannte Logos angewandt würden? Die Antwort bei flickr und im Spiekerblog.

Blending the Future of Shopping

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It’s out, it’s official, and I’m finally allowed to discuss it: the project on which I’ve spent a fair bit of time in the last six months is online. Almost anyone who reads this blog is certain to have at least a vague idea of how a web site comes into being, but most of you are unlikely to have any idea how an application for Windows Vista goes from being an idea to becoming a product.

This will be the first in a few posts discussing various aspects of the OTTO Store development process. Keep in mind I’m a designer, so there won’t be any ingenious code snippets, no opinions on .Net and no advice for improving performance. I’ll just be relating what I can about how we got the OTTO Store to where it is, what I learned on the way, and what I think of the process.

For quite a few months, day in and out, my constant companion has been Blend, which means it’s earned the right to have a whole post dedicated to it.

What’s the Big Deal?

First off, for those new to the whole subject, here’s the quick run-down. Microsoft’s new operating system, Vista, is a big step beyond the Windows we all know (and love, or love to hate). I won’t go into the details (because I’m not techie enough) but as I understand it, Microsoft started from the ground up and rebuilt the whole thing. One of the things they invented along the way was XAML, which is pronounced “zammel” and stands for eXtensibel Application Markup Language. At first it sounds a lot like XML, but the “A” is XAML hints at the important difference: XML is “a markup language for documents containing structured information” (from xml.com), but XAML describes and defines applications, not documents. This difference, and what a big deal it is, should become apparent shortly.

What Blend Is

Blend is a program, codenamed “Sparkle” during its development, which belongs to the Microsoft Expression suite of tools. XAML is a markup language, which of course means you can edit it in a text editor, but if you want to work visually with XAML, you need Blend. During the development of the OTTO Store, we were working in partnership with Microsoft, so we had access to Blend from the early alpha phases on to today’s beta 2 version, which you can download and try out for yourself.

Blend

The idea behind Blend is one that it took some getting used to. You can draw shapes (all vector based) define colours, set type, whatever. But as you’re doing this, Blend is generating XAML in the background, i.e. Blend is a WYSIWYG XAML editor. You can also switch to a XAML view, and edit the markup directly. Most designers I’ve described this to have said, “oh yeah, I know that from Dreamweaver and GoLive.” Well, yes, sort of. The big difference is that with GoLive you’re only fiddling with HTML, which means you’re only defining structure for your texts and images, but you’re not creating the images themselves. In Blend you usually are, the exception being bitmaps, which you import from elsewhere. And in Blend, you’re producing layouts and graphics for an application, not a web page, which means when you’re done, your XAML will be compiled and displayed in a window like any other app. No Explorer, no Firefox, no plugins.

What Blend Isn’t

Although it may pain my colleagues at Microsoft to hear it, Blend isn’t in my opinion a design tool.

At it’s best, design is a process of playing around. The best design tools are still, and always will be, a pen and a nice sketchbook, because they’re so simple, so intuitive and so unlimited. When I’m designing something new, I need to be able to try out anything I want to, I make 20 micro-decisions every minute, and throw away 99% percent of everything I do. This is normal. The right-brain process of playing around, without any thought of how the product will be executed or what’s possible and what’s not, is what leads a designer to an excellent result.

Blend is a production tool. If I want to lay out something in Blend, I have to immediately make a number of technical decisions. For example, XAML has numerous different kinds of containers, which have different properties. So the first step in laying anything out in Blend is the question, “should I put this in a StackPanel or a Grid?” These kinds of questions are extremely left-brained, and pull the handbrake if you’re in a playing around right-brained phase.

First Right, Then Left

All of this was pretty quickly apparent to us at the beginning of the OTTO Store project. So, although Blend was supposed to bring the worlds of designers and developers together, and it was envisioned as the one tool for everything, we did, just as we do for web sites, design the basic look and key screens in Photoshop. These screens served as guidelines for the production designers (myself and Henrik Rinne) who were working in Blend. Once we had enough of the app in Blend, it became possible to make changes to the design details directly in Blend, and our Photoshop screens become less and less important. But I can’t imagine how we would have ever achieved the slick look of the Store without a right-brained phase in Photoshop.

The Right Tool for the Job

Even more importantly, it would have been impossible to conceive of and design the OTTO Store in Blend, simply because the tool defines its result. You won’t be cutting any wood with a hammer. If we’d worked in Blend from the start, we would have been so involved with what works and what doesn’t that we would have constantly limited our ideas, i.e. not played around enough. As it was, half of the ideas in the screens were met with blank developer/production designer stares and “um, I don’t think we can do that,” but in many cases we stuck to the idea, and worked out how to do it anyway. Unlike most applications, the OTTO Store was clearly defined as a style project from the start, so we had the rare situation of developers working towards a design and user experience vision, instead of designers attempting to create pretty window dressing for a pile of functionality. Judging by reactions to the Store, I’d say the difference is evident.

Originally published at mattbalara.com

Liebe w&v, dass Spiekermann die PC Professionell gestaltet, finde ich auch bemerkenswert. Aber seit wann heißt er Erich?

Matt Balara hat ein Video vom OTTO Store gedreht. ("Dreht" man eigentlich noch Videos? Naja, auch eine Festplatte dreht sich.)

"Ist das die Zukunft des Shoppings?" Fragt Markus Breuer angesichts des OTTO Stores und trägt ein wichtiges Argument vor:

Was mich an der Zukunftsfähigkeit dieses Projekts zweifeln lässt, ist wirklich nicht der Neid. :) Es ist die Tatsache, dass es sich um einen Online-Shop handelt,

  • der nur auf PCs mit Microsoft Vista (unter Aero) läuft
  • den ich downloaden muss, bevor ich ihn nutzen kann

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich das für einen Rückschritt halte. Auch wenn Microsoft Vista in 2 - 4 Jahren vermutlich das meistverwendete Betriebssystem sein mag, ist es für Endanwender sicherlich nicht wirklich angenehm, für jeden Shop eine separate Applikation herunterladen zu müssen.

So ist es. Die Zukunft des Onlineshoppings sind nicht unbedingt proprietäre Clients, die nur auf einer einzigen Plattform laufen. Das erwartet vermutlich nicht einmal Microsoft.

Der OTTO Store zeigt, soviel ist richtig, die Möglichkeiten von Windows Vista. Das hat auch seine Berechtigung und ist das Anliegen von Microsoft. Aber viel spannender sind die neuen Möglichkeiten für einen kataloggetriebenen Versender wie OTTO.

Homevideo von shoppingzweinull.de

Es geht um Bedarfsweckung, Erlebnis und Entertainment (um mal Dr. Thomas Schnieders zu zitieren, Direktor Neue Medien bei OTTO). Es geht um neue Formen der Warenpräsentation und um Emotion. Und es geht um eine intelligente Verbindung von Katalog- und Onlinegeschäft.

Denn die Diktatur des besten Preises, unter der große Teile des E-Commerce-Geschäfts ächzen, gilt ja im Bereich Mode allenfalls teilweise - nämlich dort, wo Vergleichbarkeit herrscht. Geht es aber um die passende Hose zur Bluse, dann können guenstiger.de und Ebay nicht helfen.

Was die Technik angeht, so stehen wir hier vor dem klassischen Henne-Ei-Szenario. Second Life, um mal ein Lieblingsthema von Markus Breuer herauszugreifen, braucht auch einen (anfangs mehr, mittlerweile weniger proprietären) Client.

Ich hoffe, dass da ein noch paar Ideen mehr entwickelt werden und "Shopping" im Internet auf Dauer mehr sein wird, als nur in einem Katalog zu blättern. Im Kern des "Shopping-Vergnügens" in der physischen Realität stehen ja kollaborative, soziale Ansätze und die räumliche Nähe und inhaltliche Diversität vieler verschiedener Anbieter.

So ist es. Warten wir es ab. Ideen sind hier nicht die knappste Ressource. Soviel steht fest.

The Future of Shopping?

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Today, Windows Vista appeared in, according to Bill, 39,000 stores. Quite possibly a big deal for many people who spend as much time in front of a computer as I do, but not for me, at least not when compared to the launch of the OTTO Store.

OTTO, for readers outside of Europe, is the no. 1 worldwide retailer in mail-order sales, and no. 2 behind Amazon in online sales. Maybe hard to believe, considering almost noone knows their name outside of Europe, but apparently it’s a fact. Americans have, however, certainly heard of Crate & Barrel, which is one of around 20 companies which belong to the the OTTO Group.

SinnerSchrader Studios, where I work, was lucky enough to be approached by OTTO and Microsoft, to develop a shopping application for OTTO which would run in Windows Vista. This became a challenging and exciting project for us which started last summer and culminated in the launch today. As of a few hours ago, you can download and install the OTTO Store (if you’ve already installed Vista, and have a good understanding of German).

OTTO Store

I’ve been designing stuff for the web since 1993. After working for so long in one medium (which to be honest hasn’t changed that much since then) it was a shock and in a way a relief to work on an app for Vista. It reminds me of the good old days of CD-Roms, when you could animate your heart out, throw in videos all over the place, and even spin things around in 3D if you wanted to. With Vista, and today’s growing bandwidth, that’s all possible again. It’s like a whole new world, and requires a whole new way of thinking. No more boxy layouts designed to make content management systems happy, no more pseudo piece of paper layouts, and no more browser. The OTTO Store is a self-contained application which is installed on the user’s machine. The fact that it’s a “download once, use many” experience gave us the freedom to think up stuff for which a user would never wait for his browser to show him.

As for the development process, “challenging” is a polite word for it. Since this was a joint project between us, OTTO and Microsoft, we had access to their development software (once known as Sparkle, now known as Blend, either way also known by the imminently forgettable name “Microsoft Expression Interactive Designer”) in the alpha and beta phases. This was obviously a blessing and a curse. Web designers are used to fully functional, stable programs like Adobe Photoshop. The security of knowing you can work all day and save when you go home is a feeling I learned to miss. On the other hand we spent a week in Redmond, got to give our feedback directly to Microsoftians, and were pleased to see most of our problems solved in successive versions.

The relief and pleasure of having the OTTO Store finished and online is noticeable throughout our whole team — all of whom I must add worked far more and harder on the Store than I did — but a big question mark remains in my head. Is this really the future of shopping? Noone can answer that question yet, but I’m very interested to see how many people download it, and of those, how many actually buy something. I’m honestly pleasantly surprised that a company as large and old as OTTO had the guts and vision to invest in something so innovative which may, at first, bring so little concrete return.

I’ve also got to say I’m proud and excited to be a member of one of very few teams who can realise such a project today in Germany. It’s been a long time since I’ve seen anything this new, worked in such a close-knit team, and learned so much at work.

More about the OTTO Store

Originally published at mattbalara.com.

Technikwürze

Der Design- und Webstandards-Podcast Technikwürze feiert sein einjähriges Bestehen mit einer Diskussionsrunde. Dabei sind Peter Müller, Jens Grochtdreis (SinnerSchrader Studios Frankfurt) und David Maciejewski.

Und da wir schon beim Thema sind: Ein Blick in den Adventskalender der Webkrauts kann auch nicht schaden.

Wie sinnvoll sind Tag-Clouds?

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Ich stoße immer häufiger auf Tag-Clouds, die weniger hilfreich sind, sondern im Gegenteil erst so richtig die dahinterliegende Beliebigkeit offen zur Schau tragen. Auch bei der hier oben im Fischmarkt sind mir persönlich viel zu viele Redundanzen und Leerworte.

Hier mal das Beispiel von Blog.de
blog_tags.gif

Machen Tag-Clouds wirklich Sinn? Wo funktionieren sie?

konsequent.png

Frosta testet weitere Möglichkeiten des vernetzten Kundendialogs in Echtzeit aus. Nach dem Frostablog - nach wie vor eine relevante Referenz für Unternehmensblogs im deutschsprachigen Raum - kommt jetzt Video an die Reihe. Kein Videocast, sondern eine - ja, sprechen wir es ruhig aus - virale Plattform, die den Kern der Marke Frosta hervorhebt, die Konsequenz des Frosta-Reinheitsgebots.

Konsequenterweise heißt die Adresse konsequent.de. Fünf Menschen, darunter Frosta-Werksleiter Bernd, erzählen in fünf Videos aus ihrem Leben. (Nebenbei: Gibt es die Videos eigentlich auch bei YouTube, MyVideo & Co.? Die Videos gibt es auch bei YouTube.)

Das Design (es stammt wie die Idee selbst von Dorten) ist witzig, aber nicht besonders webbig, was sich spätestens an der etwas lieblosen Einbindung von Elementen wie Forum oder Spreadshirt-Shop zeigt. Popups sind nun wirklich nicht mehr Stand der Technik, und auch die T-Shirt-Motive rocken nicht.

Mehr zum Hintergrund bei Björn Ognibeni und natürlich im Frostablog.

Spiegel Online
Wenn Deutschlands wichtigste Nachrichten-Site ihr Erscheinungsbild erneuert, nach Spiegel-eigener Zählung zum sechsten Mal seit 1994, dann ist das schon eine kleine Notiz wert. Und entsprechend rauscht es im Bloggerwald. Doch auch dieses Rauschen bereitet Spiegel Online gleich selbst für seine Leser auf.

Bemerkenswert ist die Rezension bei netzausfall, die zunächst höchstes Lob zollt ("Gereifte Schönheit"), aber dann die Fehler im Detail bemängelt:

Links wird die Hauptnews angeteasert, mit mehr Text als bisher, ich bezweifele, dass das jemand lesen wird. Rechts folgen die weiteren Meldungen in einfacher Linkform, sie standen bisher unter dem Hauptteaser. Dieser Aufbau hat zur Folge, dass das Auge nun Schlangenlinien fährt. Links zum Teaser, dort ein Stück runter, um den Namen des Autors zu lesen, dann das Stück wieder hoch und nach rechts, um die Links zu scannen, dann wieder runter in die nächste Content-Box, um dort (wieder links) die Überschrift des Hauptteasers zu lesen. Und so weiter.
Aber das ist noch nicht alles:
Auf den ersten Blick präsentiert Spiegel Online weniger Links pro Content-Box: einen Hauptteaser plus drei Links. Erst wenn man auf den winzigen Link “Blättern” klickt, erscheinen zwei weitere Links. Das ist wie Schlangenlinienfahren mit zusätzlichem Touchieren der Leitplanke. Entweder werde ich mich in Zukunft mit weniger Links zufrieden geben und somit den einen oder anderen Artikel verpassen, oder ich werde mehr Zeit brauchen. Beides sollte nicht im Interesse von Spiegel Online sein.
Christiane Link schaut auf dem Behindertenparkplatz nach der Barrierefreiheit - mit eher gemischtem Ergebnis. Mit Webstandards, bemängelt medienrauschen, hat man es an der Brandstwiete nicht so.
HTML 4.0, Tabellen und massenweise Fehler im Quelltext interessieren zwar nur Nerds, sind aber irgendwie auch so 1999.

* Wer gehofft hätte, mit dem neuen Gesicht und Anspruch wird Spiegel endlich auch seine angebotenen RSS-Feeds etwas aufbohren: Pech gehabt! Spiegel versäumt es leider Verständnis für RSS-Nutzer aufzubringen und so bleiben die RSS-Feeds wie seither: Für wahre RSS-Nutzer leider unbrauchbar.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

tchibo.de
Tchibo.de ist neu. Christian Jung, von dem das Design des Originals (2000) und des Relaunches (2002) stammten, diskutiert die Feinheiten.

  • Die Netzpiloten wollen im September Blogpiloten.de starten, "eine zentrale Umschau über die wichtigsten deutschen Weblogs". Die Kreation der Website übernimmt Fork Unstable Media.
  • Die Website arena.tv hat es in den Netzfrühling geschafft. Was bedeutet, dass sie standardkonform ist (worauf die Studios generell größten Wert legen).
  • Aus ibusiness - inklusive Joachim Graf wirklich ein Urgestein der Branche - wird im September ibusiness 3.0, "ein Wissenportal und Trendscouting für New Media Manager". Und webzwonullig wird's auch. Wir sind gespannt.
Mit diesen drei Informationshäppchen entlässt der Fischmarkt seine geneigte Leserschaft ins verdiente Wochenende.

openbc_sketch_5.png
Das opendesign-Projekt, mit dem sich openBC ein neues Outfit verpasst, habe ich ein wenig aus den Augen verloren. Aber das macht nichts. Abseits vom Designwettbewerb führt unser langjähriger Kollege Christian Jung, heute bei CoreMedia, einen leckeren Screenentwurf nach dem anderen vor. Hier geht es los, dort sind alle auf einen Blick.

Der falsche Mythos des Einfachen

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Usability dreht sich seit Jahrmillionen um Fragen wie: was hilft, was verwirrt? Meistens einigt man sich projektintern auf "Viel hilft viel". Was dann durch die Usability-Tests durchgeht, gilt. Empfindlichere Geister gucken jetzt angestrengt und fragen: Muß man jeden Hebel ziehen, nur weil man den Hebel ziehen kann?

An dieser Stelle spätestens taucht als Idealbild dann Apple im allgemeinen oder iTunes im speziellen auf. Und das Totschlag-Argument: "Konzentration auf das Wesentliche. Wer das nicht kann, weiß eigentlich nicht, was er will!" Und flugs gerät jede Projektbesprechung zur Grundsatzfrage, ob man Apple-Jünger ist oder nicht.

Ich möchte an dieser Stelle mit dem Mythos aufräumen, Apples Wesen sei EINFACH. Auch wenn ich mich bis zum Eintritt ins Rentenalter desavouiere: Weder der iPod noch iTunes sind einfach zu bedienen. Ja, ich bekenne hiermit, daß ich bei "meinem ersten Mal iPod" das Ding zwar zum Laufen gebracht habe. Aber wo geht er leiser, lauter oder aus? Wo ist der Regler, wo ein Knopf? Die Apple-Software mag schön, innovativ und konzentriert sein, alles. Aber sie ist nicht einfach. Einfach ist ein dahergelaufener Windows-Player: Installieren, auf Play drücken, fertig. Egal, wie viele Funktionen hinter der Button-Leiste lauern, das interessiert mich nicht. Ich sehe sie nicht, ich nutze sie nicht.

iTunes ist nicht einfach, sondern integrativ. iTunes führt den Hörer zu seiner Musik. Die Software macht beide zu Komplizen. Das ist Dialog, also ein hochkomplizierter Prozeß, der eben nicht mit einer simplen, sondern nur mit einer komplexen, sprich flexiblen Software zu bewältigen ist. Schon, wie vielfältig nur die Playlisten sortierbar sind - das ist doch nicht einfach! Aber es macht Spaß.

Zurück zum Thema. Wie einfach müssen denn nun dialogorientierte Interfaces sein? Ich behaupte: Gar nicht. Es gibt keine erfolgreiche "einfache" Anwendung. Alles, was derzeit in Scharen Nutzer zieht, sieht aus wie von Bill Gates persönlich entworfen. Myspace ist ein Horror an Usability und die Klickzahlen nur dadurch zu erklären, daß die Wege auf Myspace viel länger als anderswo sind. Facebook, StudiVZ und wie auch immer sie heißen: Alle gehen unter in einer Fülle von Features. Interessiert das jemanden? Nein. Nicht, daß man sich nicht eine bessere Usability wünscht. Aber Usability ist einfach kein Erfolgsfaktor!

Was denn dann? Erfolgreiche Software vermittelt das Gefühl, daß dieses Stück Software für mich gemacht ist. Wer es schafft, die Sehnsüchte einer klar umrissenen Zielgruppe anzusprechen, ist dem Erfolg viel näher als mit einer guten Usability in einem unverbindlichen Umfeld.

myspace_forum.gif
Auch das ist Myspace: Einstieg in die Foren

Myspace, Technorati, YouTube, Flickr leben davon, daß sie einen Sogeffekt erzeugen, der von einer klar umrissenen Zielgruppe ausgeht (Schüler, Studenten, Musker, Fotografen, Video-Fans, wer auch immer) und konzentrisch seine Kreise zieht.

Epilog:
Gerade darübergestolpert: Sevenload-Gründer Ibrahim Evsan stellt die Usability-Entwicklungsschritte seiner Site vor und benennt die Design- und Funktionsprioritäten:

sevenload_home3.jpeg

• Ganzheitlichkeit (Video und Bild),
• Interaktionsmöglichkeiten (interne Nachrichten, Kommunikationsfunktionen, Bewertungen, Gästebucheinträge, Kommentare etc.),
• Kompatibilität (neueste Technik auf allen Browsern gleich -> wir arbeiten daran),
• Unterstützungsmöglichkeiten (technisch sowie inhaltliche Angebote),
• Flexibilität (offen für alle neuen Bereiche -> Podcast, Flash TV etc.),
• Individualisierung (Alben, Passwort geschützte Alben, Musikhinterlegte Diashows etc.)
• Partizipation (Mashup - also APIs, die eine Einbindung in Blogs und Homepages erlauben, etc.)

Irgendwie alles andere als einfach. Das hindert Sevenload aber nicht daran, zu den hochwertigsten Web-2.0-Anwendungen in Deutschland zu zählen und beachtliche Wachstumsraten vorzuweisen.

OpenDesign
Das kommt davon, wenn man eine Mail an alle openBC-Mitglieder schickt... Also bitte nicht jetzt klicken.

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Jürgen Siebert in der Page 7/2006:

Etablierte Unternehmen müssen sich langsam von dem Gedanken lösen, dass sich Kunden für ihr Gesamtangebot interessieren. Was in Zukunft zählt, sind nutzerorientierte Services. Das Denken in Dienstleistungen ist nicht einfach, wie man an Post und Telekom sehen kann. (Ich sage nur: Telefonbuch.de - schon mehrfach an dieser Stelle als Lachnummer zitiert...)

Was bedeutet Web 2.0 für die Grafikdesignbranche? Zum Beispiel: Abschied nehmen von der Überbetonung des Kosmetischen. Mehr als jemals zuvor sind Informationsingenieure gefragt, keine Hübschmacher. Verglichen mit der Bauindustrie sind die Designer Planer, Architekten, Statiker und Maurer. Sie errichten ein Informationsgebäude. Erst danach kommen die Maler und Verputzer. Wer diese Reihenfolge umdreht, wird scheitern.
Abbildung: Das T-Shirt zum Kongress Next 10 Years in der symbolischen Darstellung von Jürgen Siebert (mit freundlicher Genehmigung). Mehr dazu bei next10years.com.

Ein vorlauter Leserbrief

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Teil 4 der mehrteiligen Serie zum zwanzigjährigen Bestehen der Page und zum zehnjährigen Bestehen von SinnerSchrader. Teil 1: Computersozialisierung bei Horten, Teil 2: Ein seltsames Protokoll, Teil 3: Schülerzeitung goes DTP

Calamus war der Urknall und schuf ein DTP-Paralleuniversum aus dem Nichts. Tausende semi- und vollprofessionelle Grafiker kauften sich ab 1986 Ataris (erst den ST, später Mega STs und TTs), waren begeistert von Calamus und den ebenfalls unverschämt günstigen Atari-Laserdruckern, welche die Tramiels kurze Zeit später nach Europa verschifften.

Es war ein in diesen Jahren sehr spannender, interessanter – und sehr deutscher Markt. Atari verkaufte in all den Jahren hierzulande wesentlich mehr Rechner als in ganz Nordamerika – und in den Staaten wurde der Rechner zum überwiegenden Teil mit Farbbildschirm als (schlechter) Spielerechner oder als Midi-Musikmaschine verkauft.

Hier hingegen bildete sich mit dem Erfolg von Calamus schnell ein ganzes Ökosystem an Drittherstellern. 3K Computerbild und TMS kämpften mit „Retouche“ und „Cranach“ um die Position des Photoshop-Äquivalents auf der Atari-Plattform, „Didot“ und „Avant Vektor“ wollten dem Illustrator Konkurrenz machen und unzählige weitere Firmen kümmerten sich um Treiber, Tools und Schriften. Die Entwickler, mit denen man auf der Drupa über die Feature-Pipeline diskutierte, kamen aus Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Regensburg.

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PAGE-Autorentreffen Anfang 1992 (Foto: Page XXL)

Das Projekt Schülerzeitung fand 1989 sein natürliches Ende und ich trieb mich viel in Werbeagenturen rum, um mein Studium der Informatik und Geschichte als Texter zu finanzieren. Richtig glücklich war ich nicht. Daher traf es sich ganz gut, dass mich Jürgen Siebert, seinerzeit Chefredakteur der PAGE, eines Tages anrief – Grund war wohl ein etwas vorlauter Leserbrief – und fragte, ob ich nicht Lust hätte, über die Atari-DTP-Szene in der PAGE zu berichten.

Natürlich hatte ich.

Von nun an füllte ich monatlich meine zwei bis drei fair bezahlten Seiten, traf mich mit allen relevanten Entwicklern, die den Atari als Publishing-Maschine ganz groß rausbringen wollten (und den Amis mal zeigen wollten, was coole Software ist) und ich hatte den Schrank voller neuer, legaler (Rezensions-)Software.

Die Atari-Community wuchs und gedieh Anfang der 90er Jahre: Calamus professionalisierte sich mit Calamus SL, die ersten frequenzmodulierten Raster wurden in Deutschland auf Atari-Maschinen entwickelt und findige Köpfe machten den Atari zu den Litho-Boliden von Linotype, Hell und Scitex kompatibel.

1992 brachte Atari mit dem Falcon030 eine Harddisc-Recording-Musikmaschine und 1993 die Spielekonsole Jaguar auf den Markt. Die Tramiels in Sunnyvale hatte den professionellen DTP-Markt abgeschrieben. Konsequent lief ein Jahr später der letzte Rechner vom Band, die Atari-Entwicklerszene balkanisierte sich.

Zwar berichtete ich für die PAGE noch eine Weile über ihre Versuche, sich im Apple-, Windows- oder NextStep-Markt zu behaupten. Aber die Wettbewerber auf den neuen Zielplattformen hatten bezüglich der installierten Basis einen Vorsprung von vielen Jahren und waren global aufgestellt. Kaum eine Firma überlebte den Plattformschwenk.

Mir gingen die Themen aus – und ich wollte mich wieder aufs Studium konzentrieren. Es kam anders.

Fortsetzung folgt

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Der geradezu gespenstische Erfolg eher hässlicher Websites ist eine intellektuelle Herausforderung für jeden Designer, vor allem natürlich für Web-Designer. Christian Jung gehört zu denen, die sich dieser Herausforderung stellen.

Whats the nature of the web? A powershift. The web makes easy access to information to everyone. [...] The web shifts a part of the power from companies and institutions to the individual. That’s great and therefore we all love the internet.

Design has its root in the opposite direction. Design is visible authority. Design is expensive, not everyone can afford it. Authorities always used design to make their power visible. Any designer must be reminded that the toolset we are using has its origin in expressing power within a society.

Natürlich beschreitet Christian einen eleganten Ausweg aus diesem Widerspruch.
Design must simply respect the web’s nature: gathering information, connecting with other people. There are a lot of examples (flickr is the best in the web2.0 context) that show this can be achieved without producing ugliness. Designing web is more about thinking about functions and how to use them best. Designers must stand back from their vanity and rethink their tools.
Jason Santa Maria fühlt sich zu einer ausführlichen Replik provoziert:
Good design is certainly not only something visually beautiful. I will yell it from the rooftops, design is communication! Which means: design is writing, design is organization, design is usability, and on and on. Design encompasses much more than you think. If you are still clinging to the idea that design is merely decoration, or that something has to be visually appealing to be successful, you are as thick as the mud you’ve been flinging.
Christian Jung leitete das Experience Design von SinnerSchrader und seit 2004 von SinnerSchrader Neue Informatik. Auf dem Thementag 2005 referierte er über die Geschichte der nutzerorientierten Anwendungsentwicklung. Heute arbeitet Christian Jung bei CoreMedia.

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Das erklärt jetzt eine schicke Broschüre [PDF] von SinnerSchrader Neue Informatik, die sich diesem Thema verschrieben hat. User Centric Design ist keine Raketenphysik, um es mit den Worten von Dr. Stefan Kunze zu sagen, seines Zeichens Diplom-Physiker und Geschäftsführer. So heißt es in der Broschüre:

Viele der angewandten Methoden sind in der Literatur beschrieben und könnten im Prinzip von jedermann erlernt und angewendet werden. Es zeigt sich jedoch in der Praxis, dass dies nur in wenigen Fällen wirklich gelingt. Die erfolgreiche Anwendung von User Centric Design ist untrennbar verbunden mit Interdisziplinarität, Kundenorientierung und Konzentration auf die Bedürfnisse des Nutzers - kulturelle Werte, die nicht einfach in jeder Organisation zu etablieren sind.
Wohl wahr. Und natürlich läuft längst nicht jedes Projekt nach der reinen Lehre des User Centric Design. Aber besser wär's.

fast.png37signals hat eine harte Obergrenze für die Dauer ihrer Produktentwicklung: dreieinhalb Monate.

Create a simple product as fast as you can, then get feedback from customers and make it better.
So fasst die BusinessWeek in ihrer neuesten Ausgabe die Lektion der schlauen Jungs von 37signals für die Softwarebranche zusammen. Und nicht nur für Softwareentwicklung, sondern für webbezogene Produktentwicklung insgesamt: So gut wie alle erfolgreichen Projekte in der bald zehnjährigen Unternehmensgeschichte von SinnerSchrader waren nach spätestens dreieinhalb Monaten online und wurden dann kontinuierlich weiterentwickelt.
The way to get really good software is to make the simplest thing you can as fast as you can and get reaction, then see where it goes from there.
Meint Paul Graham, aus dessen Feder On Lisp (1993), ANSI Common Lisp (1995) und Hackers & Painters (2004) stammen und der heute einer der Partner der VC-Firma Y Combinator ist.

37signals.png

05_yahoogle.jpg Die Interfaces von Google und Yahoo seit den neunziger Jahren. Faszinierend. [via vowe]

schrodingersproduct.jpg
"If a company makes a high-quality product, but user's don't find it sexy or appealing, does that product exist?" Fragt Kathy Sierra und gibt zehn Ratschläge, wie die lebensnotwendige Begehrlichkeit zu wecken ist:

  1. Pay attention to style.

  2. Pay attention to the emotional appeal.

  3. Show it in action... with real people.

  4. Don't use pictures of generic shiny happy people that have become cliches.

  5. Make sure it's clear to prospective users how this helps them kick ass.

  6. Appeal to as many senses as possible.

  7. Make it meaningful.

  8. Make it justifiable, so the user doesn't have to feel guilty.

  9. Support a community of users.

  10. Never underestimate the power of fun.

Mehr an Ort und Stelle.

Koehlbrandbruecke Seit mehr als vier Jahren schon zieht eine große Modelleisenbahn in der Hamburger Speicherstadt Tag für Tag die Massen an. Zwar folgen die Betreiber nicht gerade sämtlichen goldenen Regeln der Markenführung: So heißt die Anlage mal "Miniatur Wunderland", mal "Modelleisenbahn Wunderland". Und die Website ist auch nicht unbedingt schön zu nennen.

Aber das Gesamterlebnis stimmt einfach fröhlich. Das fängt damit an, dass die Betreiber nur soviele Menschen gleichzeitig einlassen, dass es zwar voll, aber nicht überfüllt ist. So entstehen natürlich Wartezeiten. Deshalb gibt bereits die Website eine Wartezeiten-Prognose ab. Wir haben also gestern unseren ursprünglichen Plan, gleich am späten Vormittag loszufahren, nach einem Blick ins Web modifiziert und mussten ein paar Stunden später nur relativ kurz warten.

Am Eingang zur Wartezone informiert ein Flachbildschirm über die aktuelle Wartezeit. Die wird nicht etwa grob geschätzt, sondern aus der regelmäßig durchgezählten Besucherschlange errechnet. Zusätzlich verkürzt wird sie durch TV-Beiträge über die Ausstellung auf großen Monitoren. Und kurz vor der Kasse kommt eine Mitarbeiterin mit einem vollen Tablett kostenloser Kaltgetränke vorbei, was die Stimmung noch einmal verbessert.

Die Kassiererin fragt nach dem Herkunftsbundesland. Warum das? Nur 10,5 Prozent aller Besucher kommen aus Hamburg, 70 Prozent reisen aus Entfernungen über 100 Kilometer an. Der Eintritt ist nicht billig (darf er auch nicht sein, zu den Gründen hier mehr), aber auch nicht überteuert. Die Infrastruktur (ÖPNV, Parkplätze, Cafeteria, Kinderspielecke etc.) stimmt. Der gesamte Auftritt atmet den Charme der Gründerbrüder Frederik und Gerrit Braun, die ihr Hobby zum Beruf gemacht und damit Maßstäbe gesetzt haben. Als kommerzieller Erfolg muss bereits das reine Überleben gelten. Als Testimonials haben es die beiden in eine Kampagne ihres Kapitalgebers Haspa geschafft.

Schon 2004 war die Anlage mit mehr als 800.000 Besuchern die erfolgreichste Touristen-Attraktion Hamburgs, noch vor dem Musical König der Löwen. Warum wohl? Über die Qualität der Anlage selbst habe ich dabei noch keine Zeile geschrieben. Die kontinuierliche Pressearbeit und das einfache, aber wirkungsvolle Online-Marketing tragen sicher ihren Teil zum Erfolg bei, entscheidend dürfte aber die Mundpropaganda zufriedener Besucher sein.

Beim Mittagessen ging mir vorhin durch den Kopf, dass der Shopblogger die Software des Shopbloggers ja auch selbst, und zwar nicht zu knapp, zu dem mittlerweile notorischen Sozialgerichtsirrtum beigetragen hat. Bevor ich es aber erläutern muss, verweise ich doch lieber auf Volker Weber, der das viel besser kann [via Basic Thinking]:

Während sich die versammelte Mannschaft über eine Juristin schlapp lacht, weine ich eigentlich mehr über das miserable Webdesign eines ansonsten lesenswerten Blogs*.

Nachtrag: Der Shopblogger stellt klar, dass er, nichts Böses ahnend, ein Standardtemplate von Serendipity nutzt. Was die Sache natürlich verschlimmert, allerdings nicht für Björn (an dessen Adresse ich hiermit ausdrücklich Abbitte leisten möchte), sondern für die angeblich beste Blogsoftware der Welt.

Etsy Etsy is Ebay 2.0, meint Michael Arrington. Oder auch: P2P-Commerce with Tagging. Schade, dass P2P-Commerce dem an deutsche Sprache gewöhnten Ohr etwas seltsam klingt. Sonst hätte der Begriff die Chance, im nächsten Jahr Karriere zu machen.

Etsy ist bis jetzt eine Plattform für Handgemachtes, agiert also in einem Nischenmarkt. Aber denken wir uns diese Einschränkung einmal kurz weg, dann ist Etsy tatsächlich so etwas wie Ebay meets Web 2.0.

Tagging löst elegant das Problem der bei Ebay an allen Ecken knarzenden Ontologie. Natürlich gibt es trotzdem die gewohnten Kategorien und Powerseller-Shops. Sehr nett, wenn auch nur begrenzt nützlich ist die Zeitmaschine - sie zeigt an, was gerade aktuell eingestellt wurde.

E-Commerce 2006 wird viel mit Design und User Experience zu tun haben. Oder wie Robert Basic es formuliert

Was Flickr.com gestern war, wird Etsy.com morgen sein.

System_error Ari Paparo erinnert mit einer bemerkenswerten Analyse seiner eigenen Fehler daran, dass so mancher Dienst, den wir derzeit enthusiastisch als Web 2.0 feiern, schon ganz alte Wurzeln hat. So ist ja del.icio.us, dieser Tage für ein paar Mark fuffzich an Yahoo verkauft (und momentan down), keineswegs der erste Lesezeichenorganisator im Netz.

Blink hieß sein 1999 gegründeter Dienst, der - anders als del.icio.us - mit Geld und einem Geschäftsplan ausgestattet war, zu Spitzenzeiten 1,5 Millionen Nutzer hatte (del.icio.us: je nach Quelle 200.000 bis 300.000) und dennoch nicht überlebte. Warum? Weil Blink ein paar kleine, aber entscheidende Dinge anders gemacht hatte als später del.icio.us.

Etiketten (Tags) statt Ordner, öffentliche statt private Lesezeichen als Voreinstellung, bessere und vor allem einfachere Mechanismen, mit denen Nutzer neue, interessante Links entdecken können - das ist der ganze Unterschied. Vor allem die beiden letztgenannten Punkte (Make it Instantly Useful und Don’t Let Technology Decide) gehören nach wie vor zu den gängigsten Fehlern im Projektalltag. [betamode]


simon, originally uploaded by annvoe.

Anna Vöge aus den SinnerSchrader Studios über ihren Desktop:

Nach jedem Urlaub wähle ich einige Bilder aus, und bearbeite diese als Wallpaper für meinen Laptop.
Momentan ist bei mir Simon zu sehen, die Katze vom "six small rooms" in Neapel:
Das Backpackers ist quasi nicht zu finden, da es sich mitten in Neapel befindet, in einer Sackgasse von einer Einbahnstraße ausgehend. Mit Hilfe eines so gar nicht detaillierten Stadtplans hat es mit dem Volvo-Kombi (dem größten Auto von ganz Neapel) drei Stunden gedauert, die Unterkunft zu finden.
Der Lonely Planet schreibt dazu ganz passend: "Never drive into the city unless you have a death wish..."
Nun kann ich voller Stolz behaupten: "I survived Napoli!"   :)

User Centric DesignManche Dinge bleiben so lange liegen, bis sie sich von selbst erledigen. Nicht so diese Slides zu den beiden Vorträgen, die Stefan Kunze und Christian Jung im Oktober auf der Systems hielten. Was darin gesagt ist, bleibt von Bedeutung. Christian Jung schlug den Bogen (1,4 MB) von den Ideen einiger Pioniere, die den Computer für jedermann zugänglich machen wollten, zum heutigen Projektalltag. Stefan Kunze nahm diesen Faden auf (3,3 MB) und stellte die Projektmethodik des User Centric Design vor, die auf gute, für den Anwender nützliche Software abzielt.


Buster, originally uploaded by m.recke.

Daniel Lang aus den SinnerSchrader Studios erklärt seinen Bildschirmhintergrund:

Da wir schon seit geraumer Zeit "Clean Room Policy" haben, ist der Desktop tatsächlich eine der letzten Individualisierungsoptionen die noch bleiben.

Ich brauche einen aufgeräumten Desktop mit ganz wenig Dateien und Ordnern, und der Blick aufs wesentliche muss frei bleiben. Das "wesentliche" Motiv wird in unterschiedlichen zeitlichen Abständen getauscht und entspricht gerade meinem Interesse und meiner Stimmung. Ein Filmplakat von Wim Wenders Paris Texas, der Hauptdarsteller aus "The Incredibles", ein Bild von Edward Hopper usw.

Nachdem ich gestern den Stummfilm "Weisse Hölle am Piz Palü" gesehen habe (siehe auch www.eiston.de), hab ich wieder ein Stummfilmmotiv gebraucht und mich an den guten alten Buster Keaton erinnert. Der Freisteller von Buster ist aus dem Film "Seven Chances".


Ende eines Monitors, originally uploaded by m.recke.

Jürgen Siebert, Marketingvorstand von FontShop in Berlin, wird von seinem Desktop immer daran erinnert, wie sein PowerBook mal zu Boden ging. Das Bild des zerbrochenen LCD-Monitors im Fontblog führte zu einem gewaltigen Besucheransturm: Die Seite wurde 176.000 Mal besucht.

Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis - ein PowerBook im Tausch gegen 176.000 Bruttokontakte. Bei 1.999 EUR für ein standardmäßiges 15-Zoll-PowerBook ergäbe sich ein TKP von 11,36 EUR. Und der Restzeitwert des Notebooks dürfte eher geringer gewesen sein.

Jürgen Siebert war es übrigens, der seinerzeit als Gründungschefredakteur der Page den jungen Matthias Schrader zur Page holte.

Berlecon_1Berlecon Research hat seine Website in Russland neu gestalten lassen. Zum Design möchte ich mich an dieser Stelle nicht äußern - links im Bild das neue Design, rechts das alte. Interessant ist aber der Weg über einen Dienstleistermarktplatz in den USA, der nicht nur Dienstleister vermittelt, sondern auch Festpreisangebote macht. Thorsten Wichmann von Berlecon schreibt dazu:

Für einen bestimmten Betrag wird das Design einer Website in unterschiedlichen Umfängen angeboten. Der Kunde hat das Recht auf eine unbegrenzte Anzahl von Überarbeitungen, der Marktplatzbetreiber wählt aus den bei ihm registrierten Dienstleistern einen geeigneten aus. In unserem Fall war das ein Dienstleister in Russland. Die ganze Kommunikation lief dann über E-Mail, was bei Webdesign relativ gut funktioniert.

Das Modell scheint mir ganz clever, weil gerade Marktplätze für Dienstleistungen darunter leiden, dass Dienstleistungen Vertrauenssache sind. Dadurch, dass der Betreiber das Risiko übernimmt, indem er unbegrenzte Überarbeitungen verspricht und ein Festpreisangebot macht, wird dieses Problem umgangen. Natürlich ist der Preis dann höher als bei einer direkten Auftragsvergabe, aber immer noch im Rahmen. [via del.icio.us/martinroell]

Interessant wäre natürlich die Frage, was der ganze Spaß gekostet hat, welcher Umfang geleistet wurde und wie hoch die Einsparungen gegenüber hiesigen Dienstleistern waren.

SystemsEin Blick zurück in die Geschichte zeigt die treibende Idee hinter dem Erfolg des Personal Computers. Pioniere wie Douglas Engelbart und Alan Kay haben die Technik der Rechenmaschinen für den Menschen zugänglich gemacht. Ein Vortrag von Christian Jung (SinnerSchrader Neue Informatik) auf der Systems beschreibt diese Vision und zeigt, wie sie im heutigen Projektalltag durch den Einsatz von User Centric Design (UCD) weiterlebt. Stefan Kunze stellt in einem weiteren Vortrag die UCD-Projektmethodik vor. Termin: 27. Oktober.

RobinsonIt amazes me that some of the most popular, most successful Web sites and applications out there are hard to use, poorly designed and generally over complicated.

D. Keith Robinson geht hart mit einigen der größten Webanwendungen ins Gericht. Expedia, MySpace oder Overstock.com, aber auch so gut wie alle Fotodienste, die nicht gerade flickr heißen, sind für ihn Beispiele für Websites mit massiven Problemen, die auf geheimnisvolle Weise trotzdem funktionieren. Werden sie von sich aus den Weg in Richtung Web 2.0 antreten? Vielleicht, aber warum sollten sie?

Was Robinson vorschlägt, hat sehr viel mit der Logik nutzerzentrierter Anwendungsentwicklung zu tun:

I think those of us who write about, speak on and advocate for a more usable, standard, collaborative and generally better Web might need to bring some old topics back up. Back to basics, if you will.

We need to not only solve people’s problems and make more usable sites and software, we need to make sure people know about it. I know that it goes against the new wave of entrepreneurial “rules” but to make a significant change we’ll need marketing and PR and most importantly to extend beyond the circles we run in. It goes back to reaching a wider audience, something Web standards and best practice folks have been dealing with for a long time.

It’s hard to see the forest for the trees and I know I spend enough time with people who think just like me and who know how much better the Web can be than the Overstock.coms of the Web. We need to spread the word to the non-geeks. Talk about Flickr and other “Web 2.0” successes. Find out what people’s core problems are and solve them as well. Focus less on design and technology as it relates to our “design and development” problems and more as it relates to the problems of our customers and clients.

You think most people care if you use Ajax? Only if it makes their tasks easier. What Ajax means to me is more ways to solve people’s problems. Nothing more. But first we’ve got to understand the problems, right? We have to know what people want.

"Eine Methodik, die sich rechnet." [kampagnenstart.de über User Centric Design]

Ucd01 Stimmt. Das zeigt das Beispiel Deutsche Bank [PDF]. Mehr über die Projektmethodik hier.

Web20rashmi sinha: data, interface and metadata no longer need to go hand in hand

reboot7

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Reboot7_3Im Epizentrum der Blogger- und Netzkultur. 20 Vorträge in zwei Tagen, 400 Menschen aus 22 Ländern. Doc Searls ("rebooting our vocabularies") sagt, wir sollen aufpassen, was wir sagen. Wer "content" für "Konsumenten" "ausliefert", der vergreift sich an der Netzidee. Der Scobleizer hat da schon weniger zu sagen. Was hat er eigentlich gesagt? Ben Cerveny aber. Er sagt, dynamische Interfaces funktionieren wie ein Spiel. Das wichtige sind die Freiräume innerhalb der Regeln, zuviel Ordnung = Langeweile. Da widerspricht keiner, denn schliesslich hat er ja flickr gemacht. Jimmy Wales kommt zu der überraschenden Einsicht, dass sein Wikipedia miserabel aussieht und deshalb vor allem von technisch interessierten (Männern) befüllt und gelesen wird. Touché! Jason Fried hält ein eindruckvolles Plädoyer gegen die Feinspezifikation und für kleine Teams. Aber auch seine Company ist gewachsen - jetzt sind es 4 Leute. Abends dann das Highlight: nachdem vorher Matthias Müller-Prove uns über die Geschichte des Hypertext aufgeklärt hat und auf dem Programm der komplette 90-Minuten Film der Mutter aller Demos steht, erscheint der grosse Meister selbst auf der Leinwand. Life aus California zugeschaltet: Doug Engelbart. Und ich war dabei!
Dann der zweite Tag: Zum Einstieg Cory Doctorows flammende Rede gegen den Broadcast Flag und die Kontrolle der Filmindustrie über unsere persönlichen Rechte. Christian Lindholm will uns das Nokia Lifeblog schmackhaft machen. Sollen wir Zukunft alle unser Leben in Videoschnipseln protokollieren?. Jyri Engeström sagt, wie soziale Netzwerke funktionieren, nämlich nur über ein (Identifikations-) Objekt. "think objects and you'll think about play". Zu Ben Hammersley kam ich zu spät. Ob ich etwas verpasst habe, mag jeder selbst beurteilen. Nach dem Mittagessen dann David Weinberger. Der Mann ist ja eine Granate! Er spricht von der "third order". Die Dinge haben im Netz keine absolute Wahrheit und keinen absoluten Ort mehr. Die neuen Organisationsprinzipien heissen: Multiple categories, Messiness as a value, Unowned order. Genau!

Und was hat das alles mit E-Commerce zu tun? Gutes Thema für die reboot8. Ich bin auf jeden Fall da.

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