Es ist ein großer Schritt für uns: Die next10 zieht nach Berlin. SinnerSchrader und die STATION Berlin veranstalten die next conference ab 2010 gemeinsam. Das Ziel der langfristig angelegten Zusammenarbeit ist, die next in Berlin zum europäischen Leitkongress für die digitale und kreative Wirtschaft auszubauen. Die fünfte next conference findet am 11./12. Mai 2010 in der STATION Berlin unter dem Leitthema Game Changer statt.
Zur next10 werden 2.000 Teilnehmer und über 100 Sprecher aus ganz Europa und den USA erwartet. Die zweitägige Trend- und Netzwerkveranstaltung bringt Kreative und Techniker aus der Internet-, Medien- und Kommunikationsbranche mit Entscheidern zusammen. SinnerSchrader richtet die next conference seit 2006 aus. STATION Berlin ist u.a. der Macher der internationalen Modemesse PREMIUM in Berlin, die auf ihrem Gebiet ebenfalls ein Game Changer ist.
Game Changer brechen Regeln und definieren Geschäftsmodelle neu. Sie sind innovativ und gehen Wagnisse ein, unbelastet von Massenmarketing und Mainstream. Unternehmen ändern die Spielregeln, indem sie auf disruptive Innovationen für neue Produkte und Dienste setzen und es nicht bei der kontinuierlichen Verbesserung des Bestehenden belassen.
Die Welt ist voller Game Changer. Die next10 stellt zwei Tage lang die interessantesten Game Changer aus allen Bereichen der Wirtschaft vor und diskutiert mit ihnen über die wichtigsten Regeln zum erfolgreichen Regelbruch. Der Schwerpunkt liegt auf den Branchen Automotive, Banking, Retail, E-Commerce, FMCG, Mobile, Media, Entertainment, Advertising, Travel, Tourism und Health Care.
Registrieren Sie sich jetzt und sichern Sie sich Ihr Ticket zum Frühbuchertarif. Wir sehen uns im Mai in Berlin!
Der Kontakter schickte die Meldung am Sonntag auf den Ticker: Burdas legendärer DLD soll im nächsten Jahr erstmals kostenpflichtig werden. Die Hälfte der 800 Teilnehmer wird mit 2.500 Euro zur Kasse gebeten. Sollte die Rechnung aufgehen, spülte das immerhin eine satte Million in die Verlagskasse. No more lousy pennies!
Sehr viel günstiger ist derzeit noch das Frühbucherticket für die next10 im kommenden Mai. Das Leitthema heißt Game Changers. In Kürze öffnen wir den Call for Participation und sammeln Ideen und Vorschläge für Visionäre, Strategien, Unternehmen und Produkte, die auf disruptive Technologien setzen, Regeln brechen und Geschäftsmodelle neu definieren.
Preislich in einer anderen Liga spielt die re:publica 2010 im April 2010 in Berlin. Das Motto heißt "nowhere", was für Echtzeitweb und Echtzeitkommunikation steht - und mich stark an die next08 ("get realtime") und die LeWeb'09 ("Real-Time Web") erinnert.
Für die LeWeb'09 haben wir übrigens einen Discount von 250 Euro in petto. Einfach hier klicken, registrieren und 250 Euro sparen.
Seit vier Jahren diskutieren wir auf der next conference die durch das Web ausgelösten fundamentalen Veränderungen. Das Internet ist die ultimative disruptive Technologie. 15 Jahre nach der Ankunft des Web im Massenmarkt haben wir nur einen ersten Eindruck davon, was möglich ist. Das Web ändert die Spielregeln von Grund auf. Es gibt dem Einzelnen größere Möglichkeiten, etwas zu bewegen, als jemals zuvor in der Geschichte. Wir nennen diese Menschen Game Changers. Sie setzen auf disruptive Technologien, brechen Regeln und definieren Geschäftsmodelle neu.
Game Changers sind innovativ und gehen Wagnisse ein, unbelastet vom althergebrachten Massenmarketing. Sie nutzen disruptive Technologien auf innovative Weise, um ihre Konsumenten zu bedienen, einen Bedarf zu befriedigen und die beste Lösung dafür zu finden. Sie brechen Regeln, die in Stein gemeißelt schienen, aber einfach nicht mehr länger gelten. Sie lassen sich durch etablierte Geschäftsmodelle nicht einschränken, sondern stellen sie in Frage und definieren sie neu: um das Erlebnis, den Nutzen und den Wert für die Konsumenten zu verbessern.
Game Changers ist das Leitmotto der fünften next conference, zu der SinnerSchrader im Mai 2010 einlädt. Auf der next10 werden Sie sie kennenlernen: Visionäre, Strategien, Unternehmen und Produkte, die mehr sind als innovativ - sie brechen Regeln. Da wir die Konferenz nicht ohne die next community veranstalten könnten, brauchen wir Ihren Input. Helfen Sie uns, die Agenda für eine außergewöhnliche Konferenz zu entwickeln! Wir konzentrieren uns im Moment auf den Einsatz web- und IP-basierter Technologie in folgenden Branchen:
Automotive
Banking
Retail, E-Commerce and FMCG
Mobile
Media, Entertainment and Advertising
Travel & Tourism
Health Care
Learn more about the conference theme. The Call for Participation will be open soon.
Der eine oder andere unter den Lesern dieses Blogs weiß vielleicht, dass wir bei SinnerSchrader derzeit in die Vorbereitung der JSConf.eu involviert sind, der europäischen Javascript-Konferenz. Verglichen mit der next conference ist das eine ziemlich kleine und stark fokussierte Veranstaltung. Und wie die Dinge liegen, läuft sie extrem gut. Die Konferenz wird am 7. und 8. November in Berlin stattfinden.
Berlin ist bekanntlich die deutsche Hauptstadt. Diese Tatsache allein macht die Stadt von vornherein attraktiv für ein internationales Publikum - vielleicht mehr als Hamburg. Berlin ist mehr als doppelt so groß wie Hamburg. Da mit airberlin und easyjet zwei Billigflieger ihre Drehkreuze in Berlin betreiben, ist die Stadt aus ganz Europa günstig und problemlos zu erreichen.
Die JSConf.eu hat uns zum Nachdenken veranlasst, auch mit der next conference nach Berlin zu gehen. Wir werden aber nicht nach Berlin ziehen, ohne vorher die next community zu fragen, die in den letzten vier Jahren all das möglich gemacht hat. Es wäre absolut unmöglich, die next conference ohne all die Leute zu veranstalten, die große Mengen an wertvoller Zeit und Geld in sie investiert haben.
Also ist Ihr Votum gefragt. Zwei Klicks genügen. Und vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Eine Bemerkung zum Schluss - wir werden die endgültige Entscheidung sicher nicht nur vom Ergebnis dieser Umfrage abhängig machen. Aber es wird eine wichtige Rolle im Entscheidungsprozess spielen.
In zwölf Tagen werden Gott (nein, wahrscheinlich nicht) und die Welt nach Köln zur ersten dmexco fahren, die dort am 23. und 24. September stattfindet. Es ist die Nachfolgeveranstaltung der Düsseldorfer OMD. Beides sind in meinen Augen klassische Web-1.0-Events. Aber das ist nicht der Grund, warum ich nicht nach Köln kommen werde.
Der Grund ist die PICNIC, eine wunderbare Konferenz, die jedes Jahr im September in Amsterdam stattfindet, diesmal vom 23. bis zum 25. September. Und da ich die Kunst der Bilokation noch nicht beherrsche, muss ich mich für eines der beiden Events entscheiden. Nichts gegen Köln, aber ich habe mich für Amsterdam entschieden.
Und das beste ist: Sie können auch dabei sein! Wir haben ein Ticket für die PICNIC zu vergeben. Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar (Mailadresse nicht vergessen) und nennen Sie einen Grund, der für die PICNIC spricht. Und da wir gerade darüber reden - ein Blick auf die spitzenmäßige Sprecherliste mit Namen wie Nicholas Negroponte und Niklas Zennström lohnt sich.
Zum fünften Mal lädt SinnerSchrader im nächsten Jahr zur next conference ein. Die next10 findet am 4. und 5. Mai statt. Nach den fantastischen Erfahrungen auf Kampnagel dieses Jahr haben wir die ehemalige Kranfabrik wieder zum Veranstaltungsort gewählt.
Wie die next09 in diesem Jahr wird auch die next10 mit einem Pre-Conference Day und Visionary Keynotes am 4. Mai starten. Der Hauptkonferenztag mit dem gewohnt umfangreichen Programm (vier parallele Tracks!) ist der 5. Mai.
Der Ticketverkauf beginnt heute mit einem begrenzten Kontingent zum Freundschaftspreis von 390 Euro (zzgl. MwSt.). Das ist ein 50-prozentiger Nachlass gegenüber dem regulären Ticketpreis.
Registrieren Sie sich also jetzt und sichern Sie sich den besten Preis für ihr Ticket. Angesichts der wirtschaftlichen Lage haben wir die Ticketpreise nicht angehoben, sodass jeder die Chance hat teilzunehmen. Dennoch können Sie sicher sein, dass wir alles daransetzen, die next10 noch besser zu machen als die letzte Ausgabe.
Die kleine aber feine next banking conference war nicht nur wegen der Namensverwandtschaft zur next conference spannend. In einem charmanten Berliner Großraumbüro diskutierten die Teilnehmer über die Nutzung von Social-Media-Applikationen, wie z.B. Twitter, für klassische Banken und ungenutzte Chancen, die digitale Zukunft des Online-Bankings und Mobile-Payments und ob es denn trotz der Finanzkrise noch innovative Ideen gibt.
Nach kurzer Eröffnung durch die beiden Organisatoren Viktoria Troisen und Martin Ciesielski gab es Best-Practice-Beispiele aus der Bankenwelt. Als Vorbild galt auch hier die Wells Fargo Bank, jüngst durch Darius Miranda auf der next09 vertreten. Trendforscher Willi Schroll fragt, wozu es überhaupt noch Banken gibt. Das Wesen der Banken sei eigentlich Vertrauensmanagement, so Schroll, nur gilt es das jetzt auch im Netz zu betreiben. Schlagworte der Diskussionen blieben beständig Sicherheit und die Forderung nach Transparenz. Gepaart mit dem Wunsch nach Einfachheit scheinen das oft unüberwindbare Hürden für Banken darzustellen, erklärte Anette Rehm vom Geld-Magazin, ein Bewertungsportal für aktuelle Finanzprodukte.
Das klassische Bankhäuser sich nicht um 180 Grad drehen können, und nur pro forma einen Twitteraccount anlegen, ist klar. Nur sollte der Anschluss nicht verpasst werden, und die Zeit ist jetzt, wie die Geschäftsmodelle von smava oder Fidor beweisen. Hier stehen die Community und partizipative Prozesse an erster Stelle.
Wie sieht sie aber genau aus, die Zukunft? Wird sie bestimmt von eBucks oder eventuell einer ganz anderen Währung als Geld und das was zählt sind wir, unsere Kontakte, unser Input in Social Media? Wie die nächste Wunsch-Killer-Applikation in diesem Bereich aussehen soll, hat bereits das next-banking-Team zusammengefasst.
Die Schlusskeynote von Itay Talgam war für mich einer der Höhepunkte der next09. Stefan Schultz von Spiegel Online hat sich jetzt die Mühe gemacht, quasi ein erweitertes Transkript seiner Rede zu schreiben und auch noch mit einigen Videobeispielen zu ergänzen. Wem also der in englischer Sprache gehaltene Vortrag zu mühsam ist oder wer lieber liest, der ist mit dieser Version nicht schlecht bedient.
In den letzten zwei Wochen habe ich versucht, möglichst alles zu lesen, was über die next09 im Web zu lesen war. Nun ist es Zeit für eine kleine Übersicht. Wer hier die englischsprachigen Wortmeldungen vermisst, dem sei ein Blick nach nebenan empfohlen.
Die besten mir bis jetzt untergekommenen Artikel hat Jay Martin im Werbeblogger verfasst. In den ersten beiden Teilen der Reihe befasst er sich mit den Keynotes von Jeff Jarvis und Umair Haque. Brilliant und absolute Pflichtlektüre! Ich freue mich schon auf sein Interview mit Andrew Keen und den Artikel über dessen fulminante Kritik an Jarvis und Haque.
Ebenfalls Plichtlektüre, wenn auch aus völlig anderen Gründen, sind die beidenTagesprotokolle von Felix "wirres" Schwenzel.
Ausführlich hat das t3n magazin, ein Medienpartner der next09, über die Konferenz berichtet, zum Beispiel über das Panel mit Jeff Jarvis und Umair Haque:
Es gibt Momente auf Veranstaltungen, die muss man selbst erleben - der Talk mit Jeff Jarvis und Umair Haque heute auf der Internetkonferenz next09 in Hamburg gehört auf jeden Fall dazu.
Derart könnte eine Konferenz der Internet-Branche in ein paar Jahren immer aussehen, wenn das furiose Wachstum vorbei ist, aus einer Szene eine Industrie geworden ist, die sich nicht mehr herumschlagen muss mit Vorurteilen, Halbwahrheiten und Familienministerinnenbehauptungen, ein Fünftel von ihr sei kinderschänderisch veranlagt. So bleibt am Ende nur noch eines: ein ausdrücklicher Glückwunsch an das Organisationsteam. An dem kann sich jeder Veranstalter von Kongressen und Seminaren ein Beispiel nehmen.
Hingegen nicht gelungen ist den Vortragenden, den bestinformierten Netzökonomen der FAZ mit neuen Erkenntnissen zu versehen. Sein Fazit:
Die besten Informationen gab es eindeutig auf den Fluren. Mein Erkenntnisgewinn aus den Vorträgen fand ich aber eher begrenzt.
Überhaupt Interviews. Sie wurden in diesem Jahr auf der next in nie gekannter Zahl und Qualität geführt. Viele davon finden sich auch auf der offiziellen Videoplattform.
Tanja Gabler hat für Internet World Business, ebenfalls Medienpartner der next09, umfangreich live berichtet. Radiojournalist Marcus Schuler reportierte für Deutschlandfunk [ab 11:15] und B5 aktuell [ab 5:43]. Noch mehr Audio gibt es bei Hamburger zum Mittag (Teil 1, Teil 2).
Das Ziel der next war von Anfang an, jedes Jahr besser zu werden. Glaubt man dem freien Journalisten und Blogger Dirk Kirchberg, so haben wir das erreicht:
Die next09 in Hamburg hat mich überrascht. Nachdem ich letzten Jahr auch schon dabei war, die Konferenz mir damals aber eher wie ein Web-Einführungsseminar für Werbeagenturen vorkam - und ich so genervt war, dass ich die 08er Ausgabe nicht einmal verreißen wollte -, hat mich die next in diesem Jahr überzeugt. Und das lag nicht nicht nur an Jeff Jarvis.
"So recht mag die next keiner mehr missen", konstatiert Christian de Vries und fügt hinzu: "Da fehlt noch ein bisschen der Pfeffer." Wir werden uns weiterhin um Würze bemühen.
In jedem Jahr haben wir den großen Namen der Branche die Gelegenheit gegeben, sich auf offener Bühne so richtig zu blamieren. Und jedes Jahr gab es welche, die diese Gelegenheit genutzt haben. In diesem Jahr war es T-Mobile. Dirk Kunde schreibt:
Negativer Höhepunkt einer ansonsten großartigen Veranstaltung war für mich der Programmpunkt: "Mobile oder: Die wirtschaftlichen Konsequenzen, nicht mobil zu sein." Auf dem Podium saßen Raimund Schmolze, Vice President Business Development & Innovation der Telekom sowie Christian Magel, Gründer und Chief Marketing Officer von simyo. Dabei leistete sich der Vertreter der Telekom eine peinliche Produktshow - holte ein Gerät nach dem anderen aus seiner Tasche.
Shit happens.
Ein positives Zeugnis stellt Tobias Worzyk der next09 aus:
Hat es sich gelohnt? Ja! Ich habe eine unglaublich große Zahl an sehr interessanten Menschen kennengelernt, mit vielen Bekannten anregend debattiert und aus diesen Gesprächen dann doch auch noch so einige Learnings mit nach hause genommen. Location (Kampnagel) und Organisation waren vorbildlich. Toller Getränkeservice, leckeres Essen. Genügend Raum für Gespräche oder ein Chillout zwischendurch. Kurz: Ich freue mich schon auf die next10.
Reue hingegen bekundet edelight, das sich auf einem Klassentreffen wähnte und folgerichtig gleich an erster Stelle über das Essen klagt. Zur inhaltlichen Kritik:
Die großen, offenen Diskussionen (mit 4 oder mehr Teilnehmern) vom letzten Jahr fehlten komplett.
Die gab es auch im letzten Jahr schon nicht. In diesem Jahr saßen maximal drei Teilnehmer und ein Moderator auf den Panels. Unsere Erfahrung zeigt, dass größere Panels nur in den seltensten Fällen wirklich spannend werden. Meistens ist schon der Moderator überfordert von mehr als zwei bis drei Gesprächspartnern, die dann anfangen, um knappe Redezeit zu kämpfen, was der inhaltlichen Tiefe selten guttut.
Nils Maier war von der next09 begeistert. Alexander "Wortfeld" Svensson hat einige Eindrücke zur Keynote von Jeff Jarvis und den Panels am Hauptkonferenztag festgehalten. Tapio Liller sinniert über die Suche nach Perfektion in einer Welt der "Beta"-Versionen.
Nils Jacobsen von Meedia erklärte Twitter zum heimlichen Star der Veranstaltung, führte ein Interview mit Sascha Lobo. Und attestierte Jeff Jarvis, als einer der wenigen Medien-Veteranen den Paradigmenwechsel in seiner ganzen Radikalität erkannt und auch kein Problem damit zu haben, diesen Zeitenwandel beim Namen zu nennen.
Die Web-Wirtschaft hat sich darauf eingestellt, dass demnächst mit einer harten Pleitewelle zu rechnen ist und das es für die Probleme der Medienhäuser, die im Netz Geld verdienen wollen, keine Lösung gibt. Madzias Fazit: „Meine Antwort: Ich habe keine".
Es hat Spaß gemacht, war interessant, hochprofessionell organisiert und ganz überwiegend kreisten die Diskussionen nicht selbstreferentiell um die Social-Web-Blase.
Die Next09 in Hamburg gilt insgeheim als DER Branchentreff. Aus meiner Sicht zu Recht. Zwei Tage trafen sich in Hamburg die Denker und Lenker, die Macher und die Kreativen, die Schreibenden und auch die Finanzierenden der Internetszene um sich auszutauschen, zu diskutieren, zu informieren oder sich einfach mal wieder zu sehen.
Mit Mario zusammen war Christian Hubel unterwegs, der ebenfalls begeistert war. Viel zu zahm und soft fand hingegen shopping 2.0 die Konferenz. Der Wunsch für nächstes Jahr:
Gebt den guten deutschen Online Leuten die große Plattform und "sperrt" sie nicht in die kleinen verwinkelten Räume.
Gut gebrüllt. Allerdings waren die "kleinen verwinkelten Räume" in diesem Jahr so groß wie im letzten Jahr der größte Raum. Insofern verträgt sich dieser Wunsch nicht so recht mit der Anregung, wieder in die "coole Speicherlocation" vom vergangenen Jahr zurückzukehren. Die war nämlich um mehrere Größenordnungen kleiner als Kampnagel, und die dort errichtete Zeltlandschaft wäre bei Regenwetter wie in diesem Jahr wohl eher abgesoffen.
Was fehlt? Ergänzungen bitte per Trackback und in die Kommentare.
Share Economy war das Leitmotto der next09, die wir in der vergangenen Woche auf Kampnagel auszurichten die Ehre hatten. Ein schillerndes Motto, das auf der Konferenz eine ganze Reihe spannender Interpretationen fand.
Matthias Schrader interpretierte die Share Economy in seiner Keynote am 5. Mai als the next retooling, zu deutsch etwa die nächste Umrüstung. Seine These: "In der Share Economy lernen wir gerade, Tools zu teilen. Danach sehen die Dinge anders aus."
Diese Shared Tools unterscheiden sich in zentralen Aspekten von den gewohnten mechanischen Tools wie der Laubsäge und intellektuellen Tools wie der Formel für die Uran-Kettenreaktion: Sie sind frei erhältlich (wie die besagte Formel), und gleichzeitig lassen sich mit ihnen neue Dinge bauen (wie mit der Laubsäge).
Armes Facebook. Da gingen Jeff Jarvis (li.) und Umair Haque gestern auf der next09 hart mit Facebook ins Gericht, und niemand war da, der sich wehren konnte. Javier Olivan, der bei Facebook die internationalen Geschäfte leitet, die Strategie entwickelt und die Internationalisierung von Facebook in Europa und weltweit verantwortet, hatte seine Teilnahme so kurzfristig abgesagt, dass sein Name noch im gedruckten Programmheft stand.
Es wäre sicher spannend zu hören gewesen, was er oder auch andere Facebook-Manager auf die Einschätzungen von Jeff und Umair entgegnet hätten. Zwar war der Mitarbeiter Nr. 1 von Facebook in Deutschland und Ex-StudiVZ-ler Andreas van de Castel (re.) auf der next09, seines Zeichens Country Manager Marketing Germany und für FAZ-Mann Holger Schmidt "die Überraschung des Tages". Jedoch konnte er aus verständlichen Gründen (noch) nicht sprechen - zu frisch im Job.
Es gibt mehrere Arten, Kritik zu verpacken. Umair Haque, Direktor des Havas Media Lab, hat auf der Next09-Konferenz den verbalen Vorschlaghammer gewählt. "Wäre ich Facebook, würde ich mich vermutlich umbringen", sagte er auf einer Podiumsdiskussion darüber, wie das Internet etablierte Geschäftsmodelle weiterentwickelt.
Kaum weniger schonend formulierte Jeff Jarvis seine Kritik. "Facebook? Ich wäre lieber Google", sagte der Betreiber des Blogs Buzzmachine, der als einer der wichtigsten Medien-Vordenker gilt. Google lege zumindest noch eine gewisse Experimentierfreude mit neuen Produkten an den Tag. Facebook dagegen habe seine Chancen nicht genutzt, ein innovatives Geschäftsmodell zu etablieren - und fokussiere sich nun auf den falschen Weg. Mehr noch: Nachdem Facebook zunächst Google in eine "Identitätskrise gestürzt" habe, leide nun Facebook durch Twitter selbst an eben einer solchen.
Laut Jarvis habe Twitter Facebook in einem zentralen Punkt überrundet: Twitter unterstütze konsequent sogenannte bottom-up-Kommunikation - und das, in Gegensatz zur E-Mail, in Form eines öffentlichen Forums. "Twitter schafft Kommunikationskanäle, über die Nutzer direkt auf Firmen einwirken können", sagte Jarvis. Facebook dagegen unterstütze hauptsächlich top-down-Kommunikation, es schaffe zusätzliche Kommunikationskanäle für Firmen, die eigenen Botschaften zu platzieren.
Auch Haque kritisierte Facebooks Kommunikationsstruktur. "Die erfolgreichen Geschäftsmodelle der Zukunft werden diejenigen sein, die einen permanenten Rückkanal zum Nutzer etablieren", sagte der Medienforscher. Nur Firmen, die ihre Strategie an einem permanenten Feedback ihrer Kunden orientieren, könnten letztlich ihre vollen Möglichkeiten ausschöpfen. Kommunikationskanäle wie Twitter seien in diesem Sinne besonders effektive Mess-Werkzeuge.
Wir bei SinnerSchrader glauben an die Share Economy. Sonst könnten wir nicht eine Konferenz veranstalten, die uns jedes Jahr eine ordentliche Stange Geld kostet. Denn trotz der großzügigen Unterstützung durch die Sponsoren (bitte werfen Sie einen Blick auf die Sponsorenliste) und nicht unerheblicher Ticketpreise verdienen wir kein Geld mit der next conference. Andererseits beschweren wir uns auch nicht, denn alles, was während jener zwei kostbaren Tage in der nächsten Woche passieren wird, ist ganz klar den Aufwand wert und jeden Cent, den wir dafür ausgeben.
Wir wollen jetzt die Stärke der Share Economy unter Beweis stellen und haben dazu ein begrenztes Kontingent an speziellen Tickets in den Shop gestellt. Sichern Sie sich jetzt Ihr Share-Economy-Ticket, und Sie bekommen ein weiteres Ticket kostenlos! Das Spezialticket kostet nur 490 Euro (plus MwSt.), also etwas weniger als die Hälfte des Spätbucherpreises von 990 Euro (plus MwSt.), ist allerdings nur im Doppelpack erhältlich. Dieses Angebot gilt für die nächsten drei Tage, solange der begrenzte Ticketvorrat reicht.
Falls Sie also Ihr Ticket noch nicht haben und jemanden kennen, der bei der next09 nicht fehlen darf, dann zögern Sie nicht länger und buchen Sie jetzt. Andernfalls twittern Sie bitte die gute Nachricht. Mit über 1.200 Teilnehmern, die bereits registriert sind, wird die next09 ein großartiges Ereignis. Sehen wir uns dort?
In vier Tagen öffnet die next09 auf Kampnagel in Hamburg ihre Pforten für zwei Tage Inspiration und Networking. Mehr als 1.200 Teilnehmer sind bereits registriert, und wir erwarten in den nächsten Tagen den üblichen Schlussansturm auf die letzten Tickets.
Wie schon im letzten Jahr hat unser Medienpartner sixgroups wieder eine Livecommunity für die next09 eingerichtet. Neben der bewährten Communityleiste sind neu diesmal eine Reihe von Widgets, von denen eines hier in der rechten Spalte zu bewundern ist.
Das Motto der next09 ist Share Economy. Das Internet hat eine eigenständige Ökonomie des Teilens hervorgebracht. Denn Teilen ist ökonomische Intelligenz: Je besser wir andere an unserem Erfolg beteiligen, umso stärker profitieren wir selbst. Der Wirtschaftstheoretiker Martin Weitzman hat dafür den Begriff Share Economy geprägt.
Wir von sixgroups.com glauben an die Share Economy. Sie ist die Grundlage unseres Ansatzes für den Bau von Online Communities und wir sind stolz als Media Partner in diesem Jahr wieder dabei zu sein.
Mit unser Technologie helfen wir allen, die sich für die next interessieren und keine Action rund um die Konferenz verpassen wollen.
Hilf uns dabei und hol dir die next09 Widgets auf deinen Blog. Schaut in den Livestream, um nichts zu verpassen und werdet Teil der next09, indem ihr eure Inhalte (tweets, blogs, photos, videos) mit 'next09′ (Twitter #next09) tagged.
Das Internet wird Wirtschaft und Gesellschaft stärker verändern als wir es uns heute vorstellen können. Meint Matthias Schrader, Vorstandschef von SinnerSchrader und Gastgeber der next09, die in einer Woche ihre Pforten öffnen wird.
Das Gründer- und Unternehmerportal förderland ist Medienpartner und hat ein Interview mit ihm geführt. Auszüge:
Nicht nur Start-ups, auch Verlage suchen nach Ideen, wie sie die Reichweite ihrer Portale in Umsätze bzw. Gewinne verwandeln können - ausschließlich über Werbung lassen sich Inhalte schwer finanzieren. Wird die Zeit des kostenlosen Contents bald vorüber sein?
Schrader: Das ist unwahrscheinlich, denn die Preise für Medien, egal ob Buch, Musik, Film oder Tageszeitung, sind immer eine Funktion der Herstellungs- und Distributionskosten. Da diese aber im Web dramatisch gesunken sind, zum Teil auf Null, wird es kaum gelingen, den Konsumenten zum Zahlen zu bewegen. Das Bezahlfernsehen ist in Deutschland auch nicht über ein Nischendasein hinausgekommen.
Wie wird sich die Finanzkrise Ihrer Ansicht nach auf die Internet-Branche auswirken? Steht uns ein Massensterben der Web-Start-ups bevor?
Schrader: Die Finanzkrise hat eine Wirtschaftskrise verursacht, die nun den durch das Internet ausgelösten Strukturwandel beschleunigt. Im Unterschied zu 2001 ist nicht der Glaube an das Medium verloren gegangen, sondern viele Unternehmen hinterfragen, ob ihre Aktivitäten im Internet schon maximal effizient sind.
Das Internet ist Hoffnungsträger, damit steht die Erreichung des Optimums im Vordergrund. In der Start-up-Szene wird sich wieder einmal die Spreu vom Weizen trennen. Das ist ein normaler und gesunder Prozess. Außerdem ist jetzt die Zeit, in der die nächsten Amazons, Ebays und Googles gegründet werden.
Was kommt nach dem Web 2.0? Wie wird sich das Internet - Ihrer Meinung nach - weiterentwickeln?
Schrader: Das Internet wird Wirtschaft und Gesellschaft stärker verändern als wir es uns heute vorstellen können. Der große Strukturwandel, der gerade erst begonnen hat und über den Jeff Jarvis in seiner Keynote zur Eröffnung der
next09 sprechen wird, beginnt mit einem fundamentalen Wandel unserer Beziehungen - wie wir mit anderen Menschen, aber auch mit Unternehmen verbunden und verflochten sind und wie wir handeln. Wir leben in interessanten Zeiten.
Interview mit Matthias Schrader, SinnerSchrader
"Das Internet wird Wirtschaft und Gesellschaft stärker verändern als wir es uns heute vorstellen können"
Andrew Keen, der sich als Kritiker des Web 2.0 bei so manchem einen zweifelhaften Ruf erworben hat, wird auf der next09 eine Keynote mit dem Titel "Digital Vertigo - Inequality, Anxiety and Isolation in the Social Media Age" halten. Im Interview mit Spiegel Online gibt er einen Vorgeschmack darauf.
Viele Leute wollen nicht bei Web 2.0 mitmachen, weil es sie nervt. Aber sie haben keine andere Wahl. Idealismus wird durch Selbstmarketing ersetzt. Künstler, Journalisten, Musiker und Autoren der alten Schule haben keine Chance mehr. Wer überleben will, muss permanent an seinem Internet-Image feilen, seine eigene Ich-Tag aufbauen. Das Microblogging Twitter ist ein gutes Beispiel dafür. Hier ist eine neue Elite im Begriff zu entstehen. Die Hierarchie zwischen Talent und Publikum beginnt das Amateurhafte wieder zu verdrängen.
Die dritte re:publica war aus unerfindlichen Gründen, die mit "n" beginnen und auf "ext" enden, für mich die erste. Dessen ungeachtet stellte sich schon nach Minuten jenes Gefühl ein, das ich von Klassentreffen kenne. Vom 1. bis 3. April versammelte sich in Berlin eine Szene, die der re:publica nicht ganz zu Unrecht das Etikett einer Bloggerkonferenz einträgt.
Dagegen ist auch gar nichts einzuwenden. Konferenzen mit einem solch klaren Fokus können sehr langlebig und überaus erfolgreich sein. Doch der Nachteil ist offensichtlich: Hier beschäftigt sich eine Branche vor allem mit sich selbst. Nach der dritten Wiederholung ist das ungefähr so spannend wie der Versandhandelskongress. Es überwiegt das Befindlichkeitsblogging.
Das Programm ritt ganz überwiegend die Steckenpferde seiner Macher. Das Resultat war jede Menge preaching to the choir. So brilliant Lawrence Lessig präsentierte, so eloquent Cory Doctorow parlierte - im Publikum saß kaum jemand, der ihre Weltsicht, Thesen und Forderungen nicht auch vorher schon teilte.
Die Kontroversen auf der re:publica'09 waren demzufolge die Binnendebatten einer Szene, die sich aus Differenz und Dissens zur Außenwelt definiert. Während dieselbe Außenwelt kaum vertreten war - vor allem nicht auf der Bühne. Die Realität schien nicht angekommen in diesen sonnigen Berliner Apriltagen.
Es ist der Tag, an dem die G-20-Länder eine Reform der Finanzmärkte beschließen und der Nato-Gipfel in Straßburg beginnt, und es ist der Tag, an dem Hunderte Afrikaner auf dem Überweg nach Europa ertrinken. Doch in den etwa hunderttausend deutschen Blogs, die das Internet sekündlich mit Text und Information fluten, findet sich dazu so gut wie nichts. Die Teilnehmer der größten deutschen Bloggerkonferenz „re:publica", die sich jetzt zum dritten Mal in Berlin trafen, haben andere Prioritäten.
Wir befinden uns inmitten eines ökonomischen Tsunamis. Doch die Wirtschaft war kein Thema auf den Podien. Politik und Staat erleben eine ungeahnte Hochkonjunktur, Banken und Konzerne werden verstaatlicht. Und Peter Schaar sagt zum Thema Datenschutz das, was er immer sagt. Zum Gähnen.
Diese Szene, die sich drei Tage in Berlin selbst feierte, ist sich selbst genug. Sie interessiert sich nicht für den Rest der Welt, und der Rest der Welt interessiert sich nur begrenzt für sie. Die Blogger haben jetzt ihren etablierten Branchenkongress.
Es wird verflucht noch mal Zeit, dass die Akteure des Web 2.0, die Social Networker, Twitterer und vor allem die Blogger, von sich ablassen, die selbstbeschworene Macht ausüben und ihren Fokus auf die Probleme unserer Zeit richten!
Am 9. Juni findet die Preisverleihung des Deutschen Multimedia Awards 2009 statt. Der Preis wird zum 13. Mal im Rahmen des Deutschen Multimedia Kongresses in Berlin verliehen. Gekürt werden die besten Online-, Offline- und Kioskanwendungen von einer Jury aus Kreativen, Machern, Medienvertretern, Wissenschaftlern und Auftraggeber.
Chris Wallon wird in diesem Jahr als Jurymitglied mitwirken. Der Kreativgeschäftsführer ist seit genau einem Jahr bei SinnerSchrader. Die komplette Jurybesetzung und Information zum DMMA gibt's hier.
Einreichungen sind noch bis 3. April möglich. Tickets für die Preisverleihung im Juni gibt es zurzeit für 120 Euro (zzgl. Mwst.).
Die next09 wird nicht nur großartig, sondern ist in diesem Jahr auch groß genug, um dem Neptun Award Raum zu bieten. Der Wettbewerb wird initiiert von Hamburg@work. Wir freuen uns, die Hamburger Initiative für Medien, IT und Telekommunikation auch 2009 wieder als Partner an Bord zu haben.
Prämiert wird bei der Awardverleihung die ideenreichste, wirkungsvollste und wirtschaftlichste Crossmedia-Kampagne des Vorjahres. Die Finalisten stellen ihre Kampagnen einer Jury von rund 300 Experten aus der digitalen Wirtschaft vor. Bis zum 20. März können Agenturen, Marketing-Dienstleister und Werbetreibende ihre Ideen einreichen.
Der Neptun Award wird im Rahmen der next09 am 5. Mai auf Kampnagel stattfinden. Der Sieger präsentiert sich in einer „Winnershour" am Hauptkonferenztag. Sie haben noch kein Ticket für die next09? Wir haben den Frühbucherpreis von 490 Euro (exkl. MwSt.) bis zum 15. März verlängert.
In quasi letzter Minute kann ich hier noch fünf Freitickets für die CeBIT Global Conference anbieten, die gleichzeitig auch Karten für die CeBIT sind. Die Global Conference findet vom 3. bis 6. März im Konferenzzentrum der CeBIT statt. Jeder Tag steht unter einem anderen Motto. Das Programm gibt es hier als PDF.
Das Verfahren ist einfach: Wer eine Karte haben möchte, hinterlasse bitte einen Kommentar. Die ersten fünf Kommentatoren sind dabei. Bitte eine funktionierende Mailadresse (wird nicht veröffentlicht) verwenden, sonst wird es schwierig, das Ticket zuzustellen.
Das Konferenzjahr 2009, gerade eröffnet von der Münchner DLD, ist noch jung. Ende Februar geht es in Genf mit der Lift weiter, die ihr Gründungsjahr 2006 übrigens mit der next conference teilt.
Die Lift09 schaut zurück, um vorwärts zu schauen. Die programmatische Kernfrage lautet: Where did the future go? Jede Menge Visionen für das 21. Jahrhundert werden wahrscheinlich niemals Realität. Was können wir aus den Prognosen der Vergangenheit lernen? Wie können wir uns die Zukunft besser vorstellen?
Unter den Sprechern finden sich Namen wie Vint Cerf, einer der Väter des Internets und Erfindes des TCP/IP-Protokolls, Dan Hill von Urban Consultancy Arup, Juliana Rotich, Bloggerin und digitale Aktivisten aus Kenia und Baba Wamé, ein Forscher aus Yaoundé, der den Einfluss von Dating-Websites auf die kamerunische Gesellschaft untersucht.
Zu meiner großen Freude werde ich dabei sein. Wenn Sie auch zur Lift09 wollen, dann registrieren Sie sich jetzt mit dem Discountcode next09 und sparen Sie 20 Prozent!
Noch 88 Tage bis zur next09, die am 5. Mai ihre Tore öffnet. So langsam häufen sich die Anfragen, ob es ein spezielles Bloggerprogramm geben wird. Jetzt ist es soweit. Wir haben ein begrenztes Kontingent von Freitickets für Blogger reserviert.
Was erwarten wir als Gegenleistung? Vor allem eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema der next09: Share Economy. Und zwar auf Ihren und Euren Blogs.
Dabei geht es uns nicht um die Links, obwohl die höchst willkommen sind. Aber dafür würde es genügen, ein Badge ins Blog zu kleben. Nein, wir wollen die Debatte, und wir wollen sie jetzt. Die Wirtschaft und ihre Krise sind eines der großen, wenn nicht das große Thema des Jahres 2009.
Welche Wege aus der Krise gibt es? Und welchen Beitrag kann die digitale Wirtschaft leisten? Gelten für die Share Economy oder die Hybrid Economy (Lawrence Lessig) andere Gesetze? Fragen über Fragen. Weitere Aspekte des Themas finden sich hier.
Also, Griffel zur Hand und Bleistifte gespitzt - wir sind gespannt! Auf der Website der next09 steht alles Wichtige zur Bloggeraktion.
Als wir dieses Chart zum ersten Mal sahen, konnten wir es kaum glauben. Woher kommen diese seltsamen Höchststände beim Suchbegriff "next", die sich seit drei Jahren in jedem Frühjahr wiederholen - und jedes Mal das Suchvolumen einer coolen und bekannten Marke wie Apple übertreffen?
Kann es wirklich sein, dass die next conference 2006, 2007 und 2008 für solche Ausschläge sorgt? Wow! Und wie wird das erst 2009 aussehen?
Wer noch Argumente sucht, warum er die next09 im Mai besuchen soll, wird vielleicht in diesem Video fündig, das auf der next08 gedreht wurde. Neben der schon jetzt ansehnlichen Sprecherliste sind die Teilnehmer und deren einmalige Mischung aus Web-Enthusiasten, Kreativen, Technikern, Medien- und Marketingleuten der wichtigste Grund für den Ticketkauf.
Es sind einfach alle da, und neben den üblichen Verdächtigen auch jede Menge interessanter Leute. Anders als die wunderbare DLD, die am Sonntag in München beginnt, ist die next09 nicht nur auf Einladung zugänglich. Sie steht jedem offen, der ein Ticket erwerben kann.
Damit dieser Erwerb etwas leichter fällt, haben wir einen speziellen Rabatt aus dem Hut gezaubert. Wer sich von Sonntag, 25. Januar bis Dienstag, 27. Januar für die next09 registriert und den Rabattcode DLD09 zu Ehren jener großartigen Münchner Konferenz eingibt, der erhält einen Nachlass von 20 Prozent.
Kein Wunder, ist Crispin Porter & Bogusky doch gerade wieder von AdAge zur Agency of the Year gekürt worden. [via]
The simple fact is that any reasonable survey of today's agency landscape won't turn up a shop remotely as successful on all levels as Crispin has been in the past few years and, especially, in 2008. First, there's the growth story. Last year marked a return to actively pursuing new business, with the agency picking up work from Microsoft, Old Navy and a slew of smaller clients which, combined, helped Crispin swell 15% to some $140 million in revenue and nearly 900 staffers in Miami and Boulder, Colo.
But what might be most interesting is what just six of those staffers are working on: making Crispin a force in product design. The half-dozen-strong design unit in Boulder has hatched a public bike-rental program, created a portable, pen version of WD-40 and developed an eco-friendly sponge, among other things. The unit builds off a robust product-design sensibility in the agency, particularly manifested in its relationship with Burger King. Crispin creative Rob Reilly's hands were all over BK's popular Chicken Fries as well as its coffee and Burger Shots sliders, not to mention a (ew) meat-scented cologne called Flame.
Going light years further than other ad agencies on design makes Crispin much more valuable than your average maker of ad widgets simply because it's able to affect product before the marketing is done -- and even create brand-new revenue streams.
Der Düsseldorfer Messeveranstalter Igedo Company wird sich im Zuge einer
Neuausrichtung seiner Unternehmensstrategie zukünftig ausschließlich auf ihre
Kernkompetenz „Modemessen" konzentrieren. Diese Entscheidung fasste die
Gesellschafterversammlung in ihrer jüngsten Sitzung. Mit diesem Beschluss
einher geht die Absage der online marketing düsseldorf 2009.
„Die Igedo Company veranstaltet seit 60 Jahren international sehr erfolgreiche
Modemessen", erklärte Herbert Vogt, Vorsitzender der
Gesellschafterversammlung. „Dieses Asset wollen wir in Zukunft weiter stärken
und erachten es aus diesem Grunde als wichtiger, die durch die Absage frei
werdenden Ressourcen für die Weiterentwicklung der Igedo Fashion Fairs
Düsseldorf zu nutzen."
Mit der Absage der OMD geht ein monatelanges Trauerspiel zuende, das im Frühjahr mit der Entscheidung der großen Onlinevermarkter gegen den Messestandort Düsseldorf und für die Kölner dmexco begonnen hatte. Bis zuletzt hatte die Igedo weiterhin an der OMD festgehalten.
In der Zwischenzeit waren wir nicht untätig und haben die Messeunterlagen für die next09 fertiggestellt. Richtig gehört - auch auf der next conference im Mai wird es Ausstellungsmöglichkeiten geben. Die next09 in Hamburg ist die kleine, aber feine Alternative zu Köln. Check it out!
Es war keine Überraschung. Eine Firma dominierte die europäische
Web-Konferenz in Paris am Dienstag und Mittwoch: Google.
Hauptsponsor, Präsenz in Interviews und fast allen Panels. Und ein
Workshop-Track. Fünf Stunden lang habe ich die Google-Workshops verfolgt und
mich manchmal dabei erwischt, Ethnologe zu sein.
Die Google-Mitarbeiter zu beobachten war amüsant und beeindruckend zugleich. Sie sind sehr nett, sehr intelligent, sehr bescheiden, sehr
gute Präsentatoren - und das alles sehr sichtbar. Lernen sie das? Sind sie alle
wirklich so? Wollen sie der dominanten Rolle von Google ein Gegengewicht
geben? Ist das alles spontan oder geprobt?
Ich hatte nach fünf Stunden alle Antworten auf alles.google.com und eine Frage
offen: "Too good to be true?"
Laurent Burdin, Beratungsgeschäftsführer von SinnerSchrader, auf der LeWeb'08
Es ist ein bestechendes Bild für den Zustand der europäischen Internetwirtschaft im Dezember 2008. Da treffen sich 1.766 Teilnehmer (brutto, abzgl. No-Shows) zur fünften Ausgabe der LeWeb in Paris, um in einer ehemaligen Leichenhalle bei gefühlt frostigen Temperaturen zu frieren. Kann man die Rezession, die aus der Finanzwirtschaft kam und nun die Internetbranche errreicht hat, treffender illustrieren?
Über das Jahr 2008, das nun endlich zuende geht, hat sich die Stimmung langsam, aber kontinuierlich abgekühlt. Der Börsencrash am Montag des DLD im Januar wurde noch kaum wahrgenommen. Und das, obwohl schon vor einem Jahr die Rezession abzusehen war.
Nach drei Krisenmonaten sind die Erwartungen nun auf ein neues Tief gesunken. Und trotzdem: "Viele der Unternehmen haben die Schwere der Krise noch nicht begriffen, vor allem in Europa", meintMarc Samwer, European Founders Fund. Noch immer kürzen Start-ups ihre Kosten nicht stark genug, um ihr Überleben zu sichern.
So sind die Erwartungen für 2009 mehr als gedämpft. Lars Hinrichs wird im Januar seinen Chefposten bei Xing abgeben, plant eine größere Reise und erwartet den Tiefpunkt der aktuellen Krise für den Sommer. Dann will er wieder da sein und sein nächstes Unternehmen gründen.
Yossi Vardi scherzte auf der Bühne, passend zur Location, über einen Internetdienst für Tote (No churn! Lifetime subscriptions....) und ketzte dann fröhlich gegen das neue, alte Dogma der Monetarisierung:
The difference in the price of real estate in NYC and South-Dakota is the amount of traffic passing by. After you've grown an audience you can monetize it. You can't monetize your service from day one.
Wie das funktioniert, zeigt Autor Paolo Coelho. Er hat den Verkauf der russischen Ausgabe von "Der Alchimist" vervielfacht, indem er die digitale Version ins Netz gestellt hat.
You'll have to share in order to get some revenue. At the end of the day, it doesn't hurt your sales. People download the book but don't read it They wait for the hard copy anyway. Don't be fooled by the publishers who say that piracy costs authors money.
Die vierte Ausgabe der next conference nimmt Formen an. Heute haben wir das minimalistische Blog durch eine ausgewachsene Website ersetzt.
Damit erblickt das aufgeräumte und aufgefrischte Design, an dem wir in den letzten Wochen gearbeitet haben, erstmals das Licht der Öffentlichkeit. In den nächsten Wochen kommt noch sukzessive das eine oder andere hinzu, aber die Eckpfeiler stehen bereits.
Charakteristisch für die next conference ist der nach oben zeigende blaue Pfeil. Ja, wir bleiben vorsichtig optimistisch. Außerdem ist mein Bildschirm drehbar. Notfalls kippe ich ihn um 90 Grad nach rechts, dann stimmt die Richtung wieder.
An dieser Stelle möchte ich nicht versäumen, auf den Stichtag 30. November hinzuweisen. Am kommenden Sonntag ist die letzte Gelegenheit, ein Ticket für die next09 zum Freundschaftspreis von 390 Euro (zzgl. MwSt.) zu erwerben. Solange der Vorrat reicht - heute gibt es noch 80 Stück davon.
Jedes Mal, wenn ich in meinem Google Reader auf den Share-Button klicke, dann teile ich ein kleines Stück digitaler Information. Der gerade gelesene Artikel landet auf einer separaten Seite bei Google, in der rechten Spalte dieses Blogs und per Twitterfeed in meinem Twitter.
Digitales Teilen ist ein Grundmuster des Internets. Cory Doctorowsieht darin gar seinen grundlegenden Daseinszweck:
The Internet is a system for efficiently making copies between computers. Whereas a conversation in your kitchen involves mere perturbations of air by noise, the same conversation on the net involves making thousands of copies. Every time you press a key, the keypress is copied several times on your computer, then copied into your modem, then copied onto a series of routers, thence (often) to a server, which may make hundreds of copies both ephemeral and long-term, and then to the other party(ies) to the conversation, where dozens more copies might be made.
Einer Studie [via] von Forrester Research zufolge ist E-Mail nach wie vor der meistverwendete Kanal zum Teilen und Weitergeben - 69 Prozent der erwachsenen Internetnutzer nennen E-Mail als ihre häufigste Informationsquelle. Direkte, persönliche Kommunikationskanäle genießen größeres Vertrauen als öffentlich zugängliche Nachrichtenkanäle oder RSS-Feeds. 92 Prozent vertrauen einer E-Mail von Bekannten, 70 Prozent vertrauen Nachrichten von Bekannten aus sozialen Netzwerken.
Doch Teilen im Internet ist mehr als der spannende Link per Mail. Wir teilen unser Wissen und Haben, unsere Leidenschaft und Begeisterung öffentlich und kostenlos: auf Wikipedia und YouTube, in Peer-to-Peer-Netzen, Blogs und Foren. Täglich beweisen Millionen, dass Menschen gemeinsam großartige Werte schaffen können. Wenn sie nur motiviert genug sind.
Im Internet gehört heute niemandem mehr etwas allein. Die Vision intelligenter Beteiligungsmodelle ist längst Wirklichkeit geworden. Das Internet hat eine eigenständige Ökonomie des Teilens hervorgebracht. Denn Teilen ist ökonomische Intelligenz: Je besser wir andere an unserem Erfolg beteiligen, umso stärker profitieren wir selbst. Der Wirtschaftstheoretiker Martin Weitzman hat dafür den Begriff Share Economy geprägt.
Was motiviert uns zum Teilen? Wie wird daraus ein unternehmerischer Wert? Wie können Marken daran teilnehmen und davon profitieren? Unternehmen fällt es schwer, sich von der vertrauten Idee zentraler Distribution zu lösen. "Copy kills Music" ist der gescheiterte Abwehrversuch gegen den freien Willen der eigenen Kunden. Dabei ist längst klar: Wer sich in einer vernetzten Welt abschottet, verliert seine Zukunftsfähigkeit.
Teilen heißt aber auch, dass sich das Wesen des Besitzes verändert. In der Wissengesellschaft verschiebt sich die Bedeutung hin zu immateriellen Werten. Freunde, Zugang zu Informationen und die Möglichkeit zum Mitmachen sind mehr wert als Statussymbole.
Auf der next09 werden Sie sie kennenlernen: Strategien, Unternehmen und Produkte, mit denen Teilen zum Gewinn wird.
Einige der Schwerpunktthemen:
Creating a Relationship Brand
The New Marketing Power: Free!
Freemium or The New Business Models of Free
User-Driven Companies: The Consumer as Co-Designer
Co-Created Products and Services
How Corporations leverage the Wisdom of Crowds
Open Source and Open Space as Corporate Culture
Network Effects: Participation as Business Model
Creative Commons or The Future of Intellectual Property
Cloud Computing: The Network is the Computer (again)
Teilen Sie Ihre Ideen für Sprecher und Themen, bewerben Sie sich als Sprecher oder Start-up und beteiligen Sie sich am Call for Participation. Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge!
Und das Beste ist - wir teilen mit Ihnen die Kosten*. Sichern Sie sich noch bis zum 30. November Ihr Ticket zum Freundschaftspreis von 390 Euro (zzgl. MwSt.)!
* Die Produktion der next09 kostet pro Teilnehmer mehr als 390 Euro.
Die großen europäischen Webkonferenzen sind gute Gradmesser für die jeweilige Stimmung. Über das Jahr 2008 ist das Stimmungsbarometer kontinuierlich gesunken. Bei der SIME gestern und heute in Stockholm hat es einen neuen Tiefpunkt erreicht.
Zwar ist die Stimmung noch nicht so richtig schlecht, aber von der Euphorie des Jahres 2006, die sich mit dem Schlagwort Web 2.0 verband, ist auch nicht mehr viel zu spüren. Archangel InvestorMorten Lunddiagnostizierte sogar allgemeine Ahnungslosigkeit ("We don't have a f*cking clue"), was aber nicht unwidersprochen blieb: Joi Ito bestand auf dem Gegenteil: "I think we do have a clue."
Ihre Dosis Euphorie bezieht die Szene in diesem November aus dem Wahlsieg von Barack Obama. Seine erfolgreiche Kampagne interpretieren viele als Sieg des Internet als Medium der politischen Kommunikation und der massenhaften Wählermobilisierung, ja sogar des Web 2.0. Kaum ein Vortrag auf der SIME kam ohne die Referenz Obama aus. Die Standards für erfolgreiches Onlinemarketing sind offensichtlich gerade deutlich angehoben worden. Nicht schlecht in einem Herbst der Krise.
Der Innovationsmotor Internet läuft weiter, auch in Krisenzeiten. Wer 2001ff. schon dabei war (und auf der schon 1996 gegründeten SIME sind viele schon lange dabei), weiß das aus eigener Erfahrung. Gerade wenn das Geld knapper wird, gibt es einen heilsamen Zwang zur Innovation. Die schlechten Jahre am Anfang dieses Jahrtausends haben die Türen auch großer Unternehmen für Open Source geöffnet. Jetzt könnten Cloud Computing und Shared Infrastructure an der Reihe sein.
Der Dezember steht unter dem Motto LOVE! Mit diesem Thema geht am 9. und 10. Dezember die LeWeb'08 in Paris im Le 104 an den Start.
Der Fokus der führenden Webkonferenz in Frankreich liegt auf dem Zusammentreffen namhafter Persönlichkeiten, die die Internetbranche aktiv mitgestalten: Start-ups, Marken, Blogger, Investoren, Unternehmer und Medien. Für mehr Informationen geht es hier zum Programm.
Fischmarktleser erhalten einen Discount auf Tickets für die LeWeb'08. Der Rabattcode next09 erlässt für jedes Ticket 20 Prozent des Preises.
"Wir sind in der Bereinigungsphase des Web 2.0", diagnostiziert Tim O'Reillyim FAZ-Interview. Seine Keynote am Dienstag klang schon wie ein Abgesang: Web 2.0 is over. Die Frage ist nur: Was it ever alive?
Mehrdad Piroozram is another angel making no bones about the strategy. He says he's invested in just about every widget company in Germany. The theory is, if you bet a little money on every company in a sector, you're bound to do well because at least one of them will be a hit. Isn't he worried about Slide, RockYou or some other large, more advanced U.S. widget company entering the German market? No, there's always a market for local players, because they're able to snag local partnership deals for distribution. And as Rainer Maerkle, a partner at Holtzbrinck Ventures, puts it, the copycats reflect the inability of U.S. companies to adapt to local markets.
Als Pointe dazu nimmt StudiVZ-CEO Marcus Riecke seinen Hut, offenbar im Streit. Zehn Millionen Euro Umsatz (2008) sind nicht besonders viel.
Die Web 2.0 Expo kämpft mit der Unsicherheit auf den Märkten. Wie schon beim DLD im Januar (!) testen die Börsen auch heute neue Tiefstände (DAX 4.462,40 um 11.29 Uhr). Mahalo entlässt Mitarbeiter. Mahalo-CEO Jason Calacanis sieht kein Anzeichen für einen Boden:
There is no sign of a bottom right now--despite what the clowns on CNBC might say. The bottom is when Google and Apple miss a quarter and/or lay people off. The bottom is when unemployment numbers go down and consumer confidence comes up (not the other way around). The bottom is when the massive wave of variable, ARM mortgages come up in 2009.
Der Call for Participation für die next conference 2009 ist draußen. SinnerSchrader sucht Themen und Sprecher. Sagen Sie uns, warum Sie auf der next09 am 5. und 6. Mai in Hamburg sprechen sollten!
Sie haben eine innovative Geschäftsidee?
Der Elevator Pitch auf der next08 war ein großer Erfolg. Bewerben Sie sich um einen Platz und präsentieren Sie Ihre Idee in 180 Sekunden! Junge Unternehmer haben außerdem die Möglichkeit, im Start-up-Track zu sprechen. Ihr Vorschlag und Ihre Bewerbung sind willkommen.
Die Bedingungen
Es gibt keine! Außer dass wir Vorschläge und Bewerbungen ausschließlich auf Englisch über die Einreichungsformulare annnehmen. Bis 30. November kann jeder Vorschläge einreichen, danach nehmen wir Vorschläge nur von registrierten Teilnehmern entgegen. Der letzte Abgabetermin ist der 16. Januar 2009.
In zwei Wochen trifft sich die europäische Webszene in Berlin zur Web 2.0 Expo. Die internationale Konferenz mit zahlreichen Tracks findet vom 21. bis 23. Oktober zum zweiten Mal statt, diesmal im Berliner Congress Center. Die Veranstalter O'Reilly und TechWeb setzen dieses Jahr den Fokus darauf, die europäischen Web-Enthusiasten unter dem Thema How will you use the power of Web 2.0? zusammenzubringen.
Und hier das obligatorische Extra für Fischmarkt-Leser: Der Rabattcode webeu08gr81 bietet einen 35-prozentigen Discount auf den Ticketpreis. Die Web 2.0 Expo bietet verschiedene Ticketoptionen an.
"Three inspiring days of ideas, fun and sensory stimulation in media, technology, entertainment, art and science" versprach das Konferenzprogramm. Und die PICNIC hielt ihr Versprechen. War die Keynote von Charles Leadbeater am ersten Tag noch eher eine Enttäuschung, weil sie dem Auditorium wenig Neues brachte, so gehörte das Panel "The Emerging Real-Time Social Web" zu den spannendsten Diskussionsrunden.
Linda Stone, the queen of all social networks, wants to challenge the idea of "friending". This, she argues, is the most absurd behavior we engage in online. Confronting her panelists - Jyri Engeström, Matt Jones,Addy Feuerstein and Philip Rosedale - one by one, she asks if they're her friend. The point - our real social interactions are far more granular and nuanced than online tools currently allow them to be. This is the problem most of her panelists are striving to solve, either by building new, better tools, or by challenging how we think about social media. [aufgezeichnet von Ethan Zuckerman]
Der Höhepunkt des ersten Tages war dann die Session des israelischen Dirigenten Itay Talgam.
Der zweite Tag begann mit der Keynote von Clay Shirky, gefolgt von einer weiteren Überraschung - dem furiosen Vortrag der bei Intel beschäftigten Anthropologin Genevieve Bell über Secrets and Lies.
Lies are everywhere, in everything, and they're incredibly complicated. Lies are central to movies and advertising, and there's a complicated construction of truth and lies in all the world's religions. Catholicism distinguishes between sins of ommission and commission in lying. In Judaism, there's the idea of a permissable lie - a lie that might end a war or save a life. In Islam, the Prophet allows that telling your wife that you love her to preserve your happy marriage is a permissable one. "For two thousand years, women have been asking, 'Do I look good in these jeans?' and men have been lying in response, with religious permission."
Weitere Erkenntnisse des zweiten Konferenztages: Das bereits 2007 in Cannes ausgezeichnete Nike+ ist inzwischen zu beeindruckender Größe gewachsen. Und Rafi Haladijan, der Erfinder des Internethasen Nabaztag, hat einen ganz einfachen Plan:
Step 1 - Connect rabbits to the internet
Step 2 - Connect everything else
Am letzten Tag schien die Spannungskurve der PICNIC etwas abzuflachen. Der Vortrag von Gisele Hiscock, Director Business Development EMEA von Google, brachte wenig neue Erkenntnisse. Und als Werner Vogels, CTO von Amazon, zum Abschluss der Konferenz über unternehmerische Kreativität referierte, musste ich bedauerlicherweise schon zum Flughafen.
Clay Shirky hat nach seiner gestrigen Konversation mit Charles Leadbeater seine Keynote weggeworfen und aus den Trümmern eine neue gebaut. Oder jedenfalls sagt er das. Nach der Rede von Genevieve Bell über Secrets and Lies müssen da Zweifel erlaubt sein.
Doch einem Weltklasseredner wie Shirky traue ich durchaus zu, dass er sich fix auf sein Auditorium einstellen kann. Auf der PICNIC präsentierte er heute viereinhalb Herausforderungen, die jeder kennen sollte, der sich mit Social Media befasst.
(1) Designprobleme sind soziale Probleme
In grauer Vorzeit des Web 1.0 mag es so gewesen sein, dass (zumindest gedanklich) die Community zuerst da war und dann begann, mit Hilfe von Software etwas zu teilen: Gedanken, Fotos, Videos - was auch immer. Heute ist es umgekehrt. Im Zeitalter des Web 2.0 kann jede URL ihre eigene Community werden.
Shirky illustriert diese These am Beispiel von flickr. Dort kann es passieren, dass aus der Diskussion um ein einziges Bild ein ganzes Tutorium über ein fotografisches Spezialgebiet wächst. Dort bilden Freunde der Schwarzweißfotografie eine Gruppe, die sich strenge Regeln gegeben hat: Jeder, der dort ein Foto publiziert, muss sofort die beiden Fotos davor kommentieren.
Nicht flickr ist die Community, sondern die Freunde der Schwarzweißfotografie auf Twitter. Und sie geben sich ihre Regeln selbst, kontrollieren die Einhaltung und entwickeln die Regeln weiter. Softwaredesign kann da wenig beitragen - außer nicht im Wege zu stehen. Was gar nicht so wenig ist.
(2) Weniger Features sind mehr
Social Software ist die einzige Softwarekategorie, in der spätere Produkte weniger Features haben als frühere. Mit einem simplen Tool wie Blogger wird heute mehr im Web publiziert als mit den hochgezüchteten Contentmanagementsystemen dieser Welt. Twitter hatte beim Start zwei Features, heute sind es sechs.
Bronze Beta ist eine von Fans der TV-Serie Buffy selbst getragene Website, die praktisch gar keine Features hat - aber dafür einen umfangreichen Satz an Regeln.
(3) Es gibt nicht den Nutzer
In Social Media gibt es eine Normalverteilung mit wenigen, sehr aktiven und vielen, wenig aktiven Nutzern. Die Grafik sieht aus wie der berühmte Long Tail. Und die beiden Nutzergruppen unterscheiden sich erheblich.
In der Wikipedia sind mittlerweile Schutzmechanismen eingebaut, mit denen sich die wenigen Aktiven gegen häufig wiederkehrenden Missbrauch der vielen Eintagsfliegen wehren können. Mehr und mehr Artikel können nicht mehr von jedem dahergelaufenen Vandalen bearbeitet werden. Es ist die gute, alte 80/20-Regel, die hier wieder einmal gilt.
Wie überhaupt in die Wikipedia mit der Realität, die sie abbilden soll, auch die Konflikte dieser Realität einwandern: Der Artikel über Pluto hat einen enormen Überarbeitungsschub erlebt, nachdem Pluto aus der Liste der Planeten gestrichen wurde. Und bei Galileo Galilei wurde ein bald 500-jähriger flame war ausgetragen, der mit der katholischen Kirche zu tun hat.
(3.5) Auch Designprobleme werden global
Der Künstler Aaron Koblin hat den Mechanical Turk von Amazon dafür verwendet, eine 100-Dollar-Note in zehntausend Elementen für jeweils einen Cent kopieren zu lassen. Das Internet macht es möglich, auf globaler Ebene zusammenzuarbeiten. Damit gibt es auch Designprobleme von nie gekannter Größe.
You could say that Aaron had 10,000 people working for him as in a way he did - he only payed them a penny - but they were working to collaborate with him and each other. If this were a real company then that would put him high up the list of employers with a large staff. The largest groups in the world that are working collaboratively are working like this.
What we are seeing now is spontaneous conditions of labour springing up. The Division of labour is spontaneous and there is a spontaneous division of motivation. No-one who runs a large company with a management structure cannot understand this. [aufgezeichnet von Lucy Hooberman]
(4) Veröffentlichen, um zu handeln
Die britische Bank HSBC holte sich eine blutige Nase, als sie Studenten erst zinsfreie Überziehungskredite anbot und dieses Angebot einige Zeit später zurückzog. Die Studenten fühlten sich betrogen und nutzten Facebook, um Druck zu machen. Die Bank musste einlenken.
Beispiele dieser Art gibt es zuhauf, aber immer dreht es sich darum, irgendetwas zu stoppen. Wie sieht es mit gemeinschaftlichem, kreativen Handeln aus, wenn es nicht darum geht, irgendetwas zu verhindern? Handeln ist der schwierigste Teil der globalen Zusammenarbeit. Das leuchtet jedem ein, der Getting Things Done gelesen oder schon einmal einen G8-Gipfel genauer angesehen hat.
Charles Leadbeater (We Think) hat eine treffende Metapher für den Unterschied zwischen den alten und den neuen Medien: Die alte Medienlandschaft ist war wie ein mit Felsbrocken übersäter Strand, die heutige ähnelt eher einer steigenden Flut von Kielsteinen.
The traditional media landscape is like a beach with boulders, the BBC boulder, the News Corp boulder; some sometimes join to create even biggest boulders. Now the beach is a rising tide of pebbles, and many people are coming and dropping their pebble on the beach: basically we are all in the pebble business now. The models of the future are about how we link these pebbles together to create added value, to create something that it's more than a loose assembly. Can we match a growing capacity to participate, to contribute, with our ability to collaborate, to build, to make more complex and durable products? [aufgezeichnet von Bruno Giussani]
Leadbeater, ein ehemaliger Berater von Tony Blair, eröffnete heute die PICNIC mit einer völlig ohne Folien in freier Rede vorgetragenen Keynote über Collaborative Creativity, das Thema der diesjährigen Konferenz. Ein breites Thema.
It not just applies to high tech, new media, and culture, but also to social challenges - like the environment. Collaborative action is not just about new things, but about very broad challenges. We'll have to bring different people together. [aufgezeichnet von Ernst-Jan Pfauth]
Nicht jede Art der Zusammenarbeit führt jedoch zur Kreativität. Es kann zu viel Konsens geben - das Resultat ist Langeweile - oder zu viel Chaos - was zu keinem Ergebnis führt. Leadbeater nennt fünf entscheidende Bedingungen für kollaborative Kreativität:
Diversity is king, participants need to think differently and have different knowledge.
Give people ways to contribute. They need really simple ways to add their piece of information.
Connect people with each other by using the most suitable technology
The most important one: participants must have a shared sense of purpose and an individual sense of pay-off. Use a mascot or something.
Communities need to have some element of structure to make decisions.
Am Ende seiner Rede spricht Leadbeater eine Frage an, die auf geheimnisvolle Weise im Herbst 2008 wieder aktuell geworden zu sein scheint. Ist das alles von Dauer? Oder übernehmen die Kräfte der Beharrung irgendwann wieder die Macht? In den Redaktionen führenderdeutscher Tagezeitungen scheint die Hoffnung noch nicht ausgestorben, das Internet werde irgendwie schon wieder verschwinden.
Is the Internet going to be this brief moment of collaboration, a weird, wacky moment where people want to share? Or is this a permanent change? Leadbeater closes by referencing Sir Tim Berners Lee, who was recently asked whether our social ambitions were too grand for the web. He offers the advice, the danger is not that we ask too much of the internet, but that we ask too little. [aufgezeichnet von Ethan Zuckerman]
Die OMD ist gerade überstanden, da steht schon das nächste Ereignis ins Haus: Am Mittwoch beginnt in Amsterdam die PICNIC. Ich war im letzten Jahr dort und kann die Konferenz nur wärmstens weiterempfehlen.
Deshalb freut es mich auch ganz besonders, dass ich den Fischmarktlesern einen speziellen Discountcode anbieten kann. Mit dem Code 272127 erhalten Sie immerhin 10 Prozent Nachlass auf den Ticketpreis (und ich ein Freiticket im Falle einer Buchung, das soll nicht verschwiegen werden).
Im letzten Jahr hatte mir vor allem eine Keynote von David Weinberger und die anschließende Debatte mit Andrew Keene zugesagt. In diesem Jahr freue ich mich besonders auf Charles Leadbeater (We Think) und Clay Shirky (Here Comes Everybody), die am Mittwoch die PICNIC eröffnen werden.
Besonders spannend wird es auch am Freitagnachmittag, wenn Gisel Hiscock, Director Business Development EMEA von Google sprechen wird: "What will Google do?"
Die Sprecherliste der PICNIC kann sich definitiv sehen lassen, die Westergasfabriek ist ein großartiger Veranstaltungsort und Amsterdam ohnehin eine attraktive Stadt. Sehen wir uns dort?
Wenn sich nächste Woche auf der OMD die Onlinemarketingszene trifft, dann gibt es ein beherrschendes Thema: Köln oder Düsseldorf? Zieht die Szene 2009 zur dmex nach Köln um oder bleibt sie auf der OMD in Düsseldorf?
Wir wissen es nicht. Wir wissen nur, dass die neue Location der next conference in Hamburg genug Platz und enorme Möglichkeiten für Sponsoren bietet. Deshalb wird es erstmals Ausstellungsflächen mit Messeständen in verschiedenen Größen geben.
Neben Keynotes und Vorträgen, entspannter Networking-Atmosphäre und, last but not least, der Party wird die next09 damit um eine Messe erweitert. Das Thema der Ausstellung heißt next marketing technologies (Arbeitstitel). Denn Onlinemarketing wird immer technischer und erfordert immer mehr technologisches Know-how, aber auch die richtigen Werkzeuge. Die zu zeigen ist die Kernidee der next marketing technologies.
Mit einer Ausnahme ist in allen Sponsoringpaketen ein Messestand enthalten, je nach Größe des Pakets. Das kleinste Paket enthält keinen Stand, kann aber erweitert werden. Für Start-ups bieten wir ein Spezialpaket mit einem kleinen Messestand und der Möglichkeit, im Start-up-Track zu präsentieren.
Weitere Informationen in unserem Sponsoringangebot (PDF, 3 MB) und bei Julia Ruf, Head of Partnerships and Sponsoring.
Zum ersten Mal findet die next conference 2009 an zwei Tagen statt: am 5. und 6. Mai 2009 auf Kampnagel in Hamburg. Mit 30 Stunden Programm, 100 internationalen Sprechern und 1.500 Teilnehmern aus der Internet-, Technologie, Medien- und Werbebranche bringt die next09 führende Marken und namhafte Unternehmen mit Start-ups und der Internetbranche zusammen.
Wir freuen uns über die neue Location für die next09. Kampnagel ist Deutschlands größte freie Spiel- und Produktionsstätte und zählt zu den international bedeutendsten Bühnen für darstellende Künste. Die ehemalige Kranfabrik wurde 1984 in einen multifunktionalen Bühnenkomplex umgebaut. Jede Spielzeit zählt Kampnagel mit seinen sechs Bühnen, einem Kino, Probenräumen und einem Restaurant zehntausende Besucher.
Kampnagel ist ein produktives Labor für Ideenentwicklung, ein Think Tank, ein Ort für Kontroversen und Tagungen, aber auch ein lebendiger Konzertsaal, Music Lounge, Club. Hier wird an neuartigen Formaten gearbeitet, die nach zeitgemäßen Formen von Öffentlichkeit, Kommunikation, Interaktion, Partizipation und Wissensvermittlung suchen.
Kampnagel ist daher der perfekte Ort für die next09. Die große Bühne bietet 800 Teilnehmern Platz, drei kleinere Bühnen jeweils rund 250 Teilnehmern. Es wird sehr viel Raum für Networking und viele Möglichkeiten für Sponsoren geben. Stay tuned!
Networking findet offline wie online statt. Deshalb gab es auch eine Facebook-Gruppe für die vergangene Ausgabe der next conference. Da sich Facebook-Gruppen nicht umbenennen lassen, haben wir eine nagelneue Facebook-Seite für die next conference angelegt. Seien Sie dabei und werden Sie Fan!
Auf Facebook können Sie sogar schon Ihre Teilnahme zu- oder absagen. Dies ersetzt jedoch nicht die Registrierung bei amiando. Mehr als 60 Tickets sind bereits zum Freundschaftspreis von 390 Euro (zzgl. MwSt.) verkauft. Dieser Preis gilt für die ersten 200 Tickets. Registrieren Sie sich also jetzt, falls Sie am günstigsten Ticketpreis interessiert sind.
Und da wir gerade über Networking sprachen, sei nicht zuletzt auf Twitter hingewiesen.
Unser Kunde Sixt fügt dem fröhlichen Camping nun eine weitere Spielart hinzu. Die von Sixt ins Leben gerufene Finanzcommunity Stockflock lädt zum ersten Aktiencamp am 18. Oktober nach München. Das Aktiencamp ist als halbes Barcamp konzipiert, mit prominenten Sprechern wie Erich Sixt persönlich und Christian Leybold (BV Capital).
Die online-marketing-düsseldorf bietet am 17. und 18. September 2008 nicht nur Glanzstücke des digitalen Marketings, sondern glänzt auch mit Innovationen für Blogger. Die Messe stellt für Social Media Worker und Blogger einen eigens eingerichteten Arbeitsbereich und Treffpunkt zur Verfügung. Um Anmeldung zu der Blogger Area wird gebeten.
Wer sich schon zuvor mit bloggenden Kollegen austauschen möchte, kann dies am Vorabend in Düsseldorf tun. Mario Sixtus und Djure Meinen organisieren am 16. September ein Warm-Up für Blogger. Informationen zur Anmeldung und alles weitere lässt sich hier finden.
Am Vorabend der reboot10 geschah der größte für die TV-Übertragung einer Fußball-EM anzunehmende Unfall: Das Bild vom Halbfinale Deutschland-Türkei fiel aus. Wie unter der Lupe zeigt dieser Ausfall die Schwäche zentralisierter und zentral kontrollierter kommerzieller Systeme.
Denn erstmals bei einer Sportveranstaltung hat die Uefa sämtliche TV-Sender dazu verpflichtet, das von ihr und damit dem Veranstalter selbst produzierte Fernsehsignal zu übernehmen. Das zentrale Sendezentrum in Wien war offensichtlich unzureichend mit Notstrom versorgt, sodass ein Gewitter durch kurze Stromunterbrechungen den sofortigen Reboot der Sendesysteme auslöste.
Der Trend zur Zentralisierung und Kommerzialisierung der Fußballübertragung ist nicht neu. Doch noch bei der WM 2006 durften ARD und ZDF das zentral produzierte Signal um eigene Bilder ergänzen. In diesem Jahr liefen auch diese Bilder über das Wiener Sendezentrum.
Free ist anders. Das Leitthema der diesjährigen reboot wird, auf den ersten Blick überraschend, sehr stark auf Unternehmen bezogen. Enterprise 2.0, so weit das Auge reicht. Kein Wunder: Nach der Webzwonullszene und den interaktiven Konsumenten, die sich mit Social Networks angefreundet haben, sind die Unternehmen die letzte Bastion des einsnulligen Webs.
Wenn Web 1.0 das nach überlieferten Prinzipen wie zentraler Kontrolle und und beschränktem Zugang organisierte Web war, dann ist das heutige Web freeim Sinne der reboot10. Hier in Kopenhagen trifft sich heute und morgen eine Szene, die sich auf den Marsch durch die Institutionen Unternehmen vorbereitet.
Der Sendeausfall gestern hat die Verwundbarkeit hochprofessionalisierter, kommerziell betriebener Mediensysteme gezeigt. Trotz aller Unzulänglichkeiten sind Twitter, Qik & Co. heute schon schneller und emotional stärker als das sich selbst zu Tode hochgerüstete TV.
Wir werden sehen, ob heute wenigstens das TV-Bild stabil bleibt. Das Konferenz-WLAN hat bislang jedenfalls funktioniert.
Heute habe ich gegen eine Regel verstoßen, als ich zum dritten Mal eine Rede von David Weinberger gehört habe. Es ist eine der (noch zu schreibenden) Regeln für erfolgreichen Konferenzbesuch, die da lautet:
Höre niemals öfter als einmal den gleichen Sprecher. Vermutlich wird er sich wiederholen und somit enttäuschen.
Doch für Spitzenredner wie Weinberger gelten andere Gesetze. Dachte ich. Der Co-Autor des Cluetrain Manifesto schreibt regelmäßig neue Bücher, die mehr sind als Variationen eines einzigen Themas. Beim ersten Mal sprach er im Wesentlichen über Small Pieces Loosely Joined, den Bauplan des Web. Beim zweiten Mal im vergangenen Herbst war gerade der Nachfolger Everything is Miscellaneous erschienen.
Ein neues Buch hat Weinberger in diesem Jahr nicht am Start. Deshalb klang, was er heute auf dem Berliner DMMK vortrug, wie eine neu abgemischte Version seiner größten Hits. Immerhin ist er nicht langweilig, sondern ein wirklich guter Redner und schlau noch dazu.
Das Zeitalter der Information ist vorbei, sagt Weinberger. In den ersten Jahrzehnten der elektronischen Datenverarbeitung war Informationalisierung angesagt: die Transformation komplexer Realität in maschinell zu verarbeitende Information. Es ging darum, Komplexität zu reduzieren, Kontext zu entfernen und zu kontrollieren.
Nebenbei bemerkt: Die Datenschutzdebatte dreht sich bis heute um die Kontrolle von Daten und um die Frage, wer sie ausübt.
Kontrolle skaliert nicht. Kontrolle ist angstgetrieben. (Kennt jemand Lenin?) Das Web ist außer Kontrolle geraten und wurde gerade deshalb zum Erfolg. In dessen Folge leben wir jetzt in einem Zeitalter des Überflusses, und das Problem ist nicht das Übermaß des Schlechten, sondern des Guten. Ein Luxusproblem.
Fort Business ist gefallen. Weinberger definiert Marketing als selektive Informationsfreigabe gegenüber Konsumenten (und Management entsprechend gegenüber Mitarbeitern). Heute wissen aber die Konsumenten mehr über das Produkt als die Hersteller, und sie reden miteinander.
Sein plakatives Beispiel: Wenn ich wissen will, ob ein Mini Cooper ein brauchbares Auto bei Schnee in Boston ist, dann frage ich nicht den Verkäufer, sondern Google, und finde die Antwort.
Das Web ist das Gegenteil von Informationalisierung. Im Web dreht sich alles um Links. Links fügen Kontext hinzu, statt ihn zu entfernen. Sie erhöhen die Komplexität und entziehen sich der Kontrolle.
Siehe Wikipedia, für Weinberger eine Kathedrale unserer Zeit, gebaut aus reiner Freude an der Sache selbst, also zutiefst menschlichen Beweggründen. Das Web verändert die Art, wie wir Menschen zusammenleben.
Einer der schönsten Sätze von David Weinberger: HAL is not on Facebook. HAL - der Computer aus dem 40 Jahre alten Film 2001 - hat keine Freunde. HAL war eine Ikone des Informationszeitalters, aus dem wir gerade dabei sind, uns zu lösen.
Die Videos der next08 lassen sich jetzt besser einbinden, zum Beispiel in Blogs wie dieses. Exxplain hat für diesen Zweck einen schlankeren Player entwickelt.
Die Videos spielen nicht von selbst, sondern müssen manuell gestartet werden. Der neue Code ist jetzt unter jedem Video auf der Konferenzwebsite zu finden.
Wie das aussieht, sei hier am Beispiel des von Sascha Lobo moderierten Elevator Pitch demonstriert - für mich ein echtes Highlight des Tages.
Dr. Stefan Glänzer, Gründungsinvestor und früherer Executive Chairman von last.fm spricht nach seinem next08-Vortrag über Musik als Bestandteil von Kommunikation und stellt die These auf, dass Musik in Zukunft für jedermann frei zur Verfügung stehen wird. Die Musikindustrie müsse sich neue Einnahmequellen neben dem klassischen CD-Geschäft erschließen, so die nicht ganz neue Schlussfolgerung Glänzers.
Er verweist auf den einzelnen Musiker als kreative Quelle des Musikgeschäfts und spricht über eine neu entstehende Kultur des Musikschaffens durch die neuen Möglichkeiten rückkanaliger mobiler Aufnahme- und Distributionsgeräte. last.fm basiere auf dem Motto "get realtime", so Glänzer.
Bereits zur next07 sprach Glänzer über individualisiertes Radiohören.
Heute haben wir die letzten Videos von der next08 ins Netz gestellt. Damit stehen jetzt mehr als 24 Stunden Programm bereit, nur einen Mausklick entfernt. Vielen Dank an Exxplain - die Jungs und Mädels haben hart gearbeitet, um alles online zu bringen.
Nate Elliot Nate Elliot, Senior Analyst bei Jupiter Research hat uns live auf der next08 drei Tipps gegeben, die helfen sollen, den Erfolg einer Marke messbar zu machen.
(Bildquelle: flickr/Paul Downey)
1. Das Wissen über die eigenen Ziele
2. Die Gewissheit, welche Bereiche zu beobachten/zu kontrollieren sind
3. Der Abgleich der eigenen Ergebnisse mit den persönlichen Zielvorgaben
get realtime
Das Konferenzmotto "get realtime" findet sich in der Arbeit des Analysten in der Erfahrung wieder, dass Kampagnen im Internet während ihres Verlaufs überprüft und angepasst werden können.
Volker Gassner (campaigner und Projektleiter; Greenpeace Deutschland) über die Verbindung zwischen new economy und NGO´s.
Auch für Greenpeace ist das Motto der next08 "get realtime" der zentrale Aspekt zukünftigen Handelns.
Das Live-Blogging-Team hat zum Ende der next08 Matthias Schrader noch einmal persönlich vor die Kamera geholt und ein erstes "realtime"-Fazit eingeholt. Schrader fühlt sich inspiriert als Agentur noch schneller und noch besser zu werden, ohne dass dabei der Spaß an der Sache verloren geht. Er sieht das Motto der Konferenz durch einen Pulsschlag der Teilnehmer weit jenseits der 80bpm voll realisiert. Get realtime.
Blogging live from Panel 2, where Michael Jennings' presentation about Google's hot mobile platform Android is being shown on the web. (The real workshops here start at 11:00. First up: "simplifying Analytics for Marketeers".)
Die Aktion Mensch lud am 6. Mai zu einer Fachtagung zum barrierefreien Web in den Wissenschaftspark Gelsenkirchen. 300 Experten, Interessierte und Betroffene diskutierten „Konzepte und Zukunftsbilder für ein Barrierefreies Internet". In 16 Workshops diskutierten die Teilnehmer fleissig mit eingeladenen Experten, manchmal hart am Thema des Workshops vorbei, aber immer mit dem Fokus auf das barrierefreie Internet.
Einen ausführlichen Bericht finden Sie im neuen Technik-Blog von SinnerSchrader: trycatchfinally.
Morgens frisch, aber sonnig, am Tag wolkig, bis 19 Grad. Regenwahrscheinlichkeit zehn bis 20 Prozent. Soweit die Wettervorhersage für Donnerstag, den 15. Mai 2008 - den Tag der next08.
Die ersten zehn Teilnehmer sind schon registriert: Am Vorabend der next08 organisiert PR-Blogger Klaus Eck ein Bloggertreffen in Hamburg.
Das Event findet im NeidKlub auf der Reeperbahn statt. Als
Mitveranstalter und erster Sponsor mit an Bord ist Hamburg@work, auch Sponsor der next08.
Die Kollegen von cellity, ansässig praktisch in Rufweite von hier, werden ein Wiki aufsetzen
und sich auf der Veranstaltung um eine Twitterwand kümmern.
Rund um den Nukleus next08 am 15. Mai haben sich in letzten Tagen und Wochen einige weitere Veranstaltungen angesiedelt. Hier eine kleine Übersicht:
14. Mai, 9.30 Uhr: Facebook Developer Garage Hamburg. Zum ersten Mal in Deutschland! Veranstaltungsort: Handelskammer Hamburg. Mehr Informationen in der Facebook-Gruppe und im Wiki.
14. Mai, 14 Uhr: Venture Lounge. Veranstaltungsort: Körber-Stiftung, Kehrwieder 12. Es gibt ein Kombiticket für die Venture Lounge und die next08 mit Preisnachlass! Hier buchen.
14. Mai, abends 19 Uhr: Bloggertreffen in Hamburg. Mehr dazu demnächstbei Klaus Eck.
15. Mai, 9 Uhr: next08. Veranstaltungsort: Museum Prototyp, Hafencity. Das vorläufige Programm ist jetzt online. Hier registrieren. Bis 30. April noch für 590 Euro (zzgl. MwSt.), danach 790 Euro. Inklusive Party (siehe den nächsten Punkt).
15. Mai, 20 Uhr: next08 meets onlineKapitäne - powered by MySpace. Veranstaltungsort: Museum Prototyp, Hafencity. Für Mitglieder von Hamburg@work kostenlos (hier anmelden), sonst 75 Euro (hier registrieren).
Morgen öffnet das Museum "Prototyp - Personen. Kraft. Wagen." in der Hamburger Hafencity seine Pforten. Es ist der Veranstaltungsort der next08 am 15. Mai. Oliver Schmidt und Thomas König stellen dort ihre private Sammlung automobiler Kostbarkeiten aus. Spiegel Online berichtet heute ausführlich in Wort und Bild.
Eine geballte Ladung Gründergeist und etliche Startups präsentiert heute und morgen die Next Web Conference in Amsterdam. Welche von ihnen haben das Potential, das nächste Web zu prägen? Meine persönliche Auswahl:
RSS ist für den Techie kein Problem, aber
für die ungewaschenen Massen? Da braucht es andere Lösungen, um den stetigen Fluss der Neuigkeiten und Gespräche aus dem Web zu holen. Eine davon könnte fav.or.it sein.
Gerade in die geschlossene Betaphase gestartet ist die Blogsuchmaschine der nächsten Generation. Auf der Next Web gab es heute Einladungen zum Test. Ich werde twingly testen und berichten.
Der Name erinnert an Autonomie, und entsprechend revolutionär gibt sich Yves Baudechon, der heute eine der besten Startup-Präsentationen gab. Er hat nicht weniger vor als eine Revolution für das Radio - wie YouTube Video revolutioniert hat.
Andrew Scott hat mir heute Rummble erklärt: ein personalisierter, mobiler Reiseführer, geschrieben von meinen Freunden und deren Freunden. Rummble sagt mir, was in meiner Nähe liegt und was ich mögen werde. Ein Qype der nächsten Generation?
Nova Spivack hielt heute die für mich spannendste Keynote über das sonst eher zum Gähnen reizende Thema Semantic Web. Mit seinem Projekt Twine, bis jetzt nur auf Einladung zugänglich, will er das semantische Web in der Praxis voranbringen.
Am Montag endet der Frühbuchertarif für die next08. Schon über 450 Teilnehmer sind registriert. Wir rechnen am 15. Mai mit ingesamt 1.000 Teilnehmern. Ab 1. April kostet das Ticket 590 Euro (alle Preise zzgl. MwSt.), bis 31. März noch 390 Euro.
Einen Tag später, am 16. Mai, findet in Lausanne die Going Solo statt, eine Konferenz von Stephanie Booth für Freelancer. Auch für die Going Solo endet am Montag der Early Bird Discount von 200 CHF! Hier geht es zur Registrierung.
Rein logistisch ist es kein Problem, an beiden Konferenzen teilzunehmen. Das beweist Stowe Boyd, der auf der next08 (sein Thema: The Social Revolution: Why The New Web Matters) und auf der Going Solo spricht.
Heute in einer Woche beginnt die Next Web Conference in Amsterdam. Dank unserer Zusammenarbeit mit den Veranstaltern kann ich jetzt ein Freiticket für die Next Web anbieten.
Das Ticket werde ich unter den ersten zehn Kommentatoren zu diesem Eintrag verlosen vergeben. Einzige Voraussetzung: Wer für lau zur Next Web fahren will, muss schon für die next08 registriert sein.
Bei dieser Gelegenheit sei auch noch einmal auf den Rabatt für Fischmarktleser hingewiesen. Mit dem Promocode nextnextweb08 kostet der Eintritt zur Next Web Conference 200 Euro weniger.
49 Tage vor der next08 haben schon 437 Teilnehmer eine Antwort auf diese Frage gefunden. Für alle anderen schreibe ich hier einmal kurz auf, welche Wege zur next08 führen.
Frühbucherrabatt bis 31. März
Wer sich bis zum kommenden Montag registriert, zahlt 390 Euro (alle Preise plus MwSt.) und spart damit 200 Euro gegenüber dem Normalpreis von 590 Euro, der ab 1. April gilt.
Sondertarif für Start-ups
Noch günstigere Tickets gibt es bei deutsche-startups.de und bei Basic Thinking. Achtung: Beide Kontingente sind begrenzt, aber noch sind Tickets da. Der Preis: 290 Euro.
Start-ups im Programm
Ein Launch steht an? Eine Public Beta oder andere Neuigkeiten? Auf der next08 wird es einen eigenen Track nur für Start-ups geben. Hier präsentieren sich mindestens zwanzig junge Unternehmen. Noch sind einige Plätze frei. Bewerbungen bitte per Mail und direkt an Mark Pohlmann.
next08 für Studenten
Du hast ein Start-up gegründet, aber studierst noch? Wir haben ein begrenztes Kontingent von Freitickets für Studenten reserviert. Die erstenbeiden Einladungswellen sind schon ausgerollt, aber Bewerbungen nehmen wir noch bis zum 18. April gern entgegen.
Geladene Gäste
SinnerSchrader lädt Kunden und wichtige Kontakte zur next08 ein. Sie sind Kunde, aber haben noch keine Einladung erhalten? Dann wenden Sie sich gern an Ihre Ansprechpartner bei uns.
Sponsoren
Wir freuen uns über die Unterstützung unserer Hauptsponsoren IBM, Google, MySpace und CoreMedia. Ohne sie und die weiteren Sponsoren hamburg@work, SAS, QlikView, GoViral, projektwerk, Adconion und Microsoft Digital Advertising Solutions wäre die next08 nicht möglich. Alle Sponsoren der next08 bekommen Ticketkontingente.
Journalisten und Blogger
Eine Reihe von Journalisten und Bloggern werden in den nächsten Wochen von uns eingeladen. Weitere Akkreditierungen sind per Mail möglich. Bitte sagen Sie uns, für welches Medium Sie von der next08 berichten wollen. Presseausweise tun nichts zur Sache.
Osterdienstag. Noch 50 Tage bis zur next08. Mein österlicher Kurzurlaub ist vorbei, auch die Umbaupause hier auf dem Fischmarkt.
In der nächsten Woche trifft sich die deutsche Webszene zur re:publica in Berlin. Wie meinem Dopplr schon zu entnehmen war, ziehe ich Amsterdam vor, wo am 3. und 4. April die diesjährige Auflage der Next Web Conference stattfindet. Die Sprecherliste liest sich schon sehr gut. Und eine Konferenz, die so ähnlich heißt wie unsere next conference, kann ich mir ohnehin nicht entgehen lassen.
Für treue Fischmarktleser habe ich noch einen Rabatt auf den Ticketpreis zu bieten. Mit dem Promocode nextnextweb08 kostet der Eintritt 200 Euro weniger. Selbstverständlich werde ich hier und in Twitter aus Amsterdam berichten. Und mal sehen, wen ich außer Oliver Wagner dort sonst noch so treffen werde.
Guy Kawasaki hat die 10-20-30-Regel für Powerpoint erfunden: 10 Folien in 20 Minuten mit einer Schriftgröße von mindestens 30 Punkt. Auf der next08 verschärfen wir diese Regel noch einmal: 10 Folien in 200 Sekunden vor 1.000 Menschen.
Das ist die Idee des Elevator Pitch für unentdeckte Talente, mit dem wir nach der Mittagspause sämtliche Restmüdigkeit aus den Köpfen vertreiben wollen. 10 Stockwerke reichen, um zu überzeugen.
Wir haben den Fahrstuhl (besser: das Plenum der next08), wir bieten Dutzende Wagniskapitalgeber als Mitfahrer - und Sie liefern uns die Antwort auf folgende Frage:
Kein Problem! Dank des tatkräftigen Engagements von Djure Meinen können wir jetzt für die next08 auch Kinderbetreuung anbieten. Alle Details bei Djure und bei next08. Das Ticket für Konferenz und Kinderbetreuung gibt es hier.
Man kann ja wirklich nicht sagen, dass ich zu wenig Mail bekommen würde. Aber es gibt eine Sorte, über die ich mich in den letzten Wochen richtig freue. Denn jedesmal, wenn sich ein Teilnehmer für die next08registriert, schickt unsere Ticketplattform amiando eine Mail.
So sehen wir in Echtzeit, wer sich gerade zur next08 angemeldet hat. Spannend. Eigentlich gar keine große Sache, aber trotzdem faszinierend und höchst interessant. Denn die Teilnehmer sind es, für die wir die next08 veranstalten. Und sie entscheiden, neben den Sprechern, am Ende über den Erfolg.
Zu sehen, wer kommt, wer auf welche Kommunikationsmaßnahme reagiert und sich registriert, ist deshalb so wichtig für alles, was wir hier tun. Das ist real-time business. Und damit mitten im Thema.
Morgen sind es noch genau drei Monate bis zur next08. Bis jetzt sind schon 290 Teilnehmer registriert. Wer jetzt bucht, spart 200 Euro gegenüber dem Normalpreis.
Je näher die Veranstaltung rückt, um so teurer wird das Ticket. In der Touristik heißt das Yield Management. Doch im Vergleich zu einer Fluglinie ist die next08 nur ein ganz kleiner Fisch. Wir haben ungefähr die Kapazität eines auf maximale Besetzung ausgelegten A380. Peanuts.
Heute ist die letzte Chance, ein Ticket für die next08 zum Freundschaftspreis von 190 Euro zu sichern. Mehr als 200 Teilnehmer sind bereits registriert, und das Kontingent zu diesem unschlagbaren Tarif ist fast ausgeschöpft. Ab morgen gilt dann der Frühbucherpreis von 390 Euro. Zur Registrierung geht es hier entlang.
Die Liste der bereits zugesagten Sprecher liest sich schon ganz gut. Derzeit fügen wir kontinuierlich neue Sprecher hinzu. Unter den jüngsten Zusagen sind Guillaume du Gardier, Ferrero (FR), JP Rangaswami, British Telecom (UK) und Lisa Sounio, Dopplr (FIN).
Die drei tollen Tage vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos gehören Burda und der DLD-Konferenz in München. Die Mischung von Themen und Teilnehmern stimmt, für jeden ist etwas dabei. Der Veranstaltungsort platzt aus allen Nähten und wäre mit der Hälfte der Teilnehmer auch schon gut ausgelastet.
Auf den ersten Blick überraschte, wie wenig der Börsencrash am Montag in München zur allgemeinen Kenntnis genommen wurde. Ich habe erst über Twitter davon erfahren. Auf Panels und Fluren spielte er keine große Rolle. Das lässt zwei Deutungen zu: Entweder ist die Szene bereits wieder so abgehoben, dass der Rest der Welt für sie keinerlei Bedeutung hat. Oder der Aufschwung der Webwirtschaft hat mit der Börse nur wenig zu tun.
Letzteres halte ich für wahrscheinlicher. Anders als 1999/2000 speist sich der jüngste Boom nicht aus spektakulären Börsengängen und den Ersparnissen unvorsichtiger Kleinanleger. Im Web wird heute echtes Geld verdient und wieder investiert. Zudem steht Risikokapital hinreichend zur Verfügung, auch für Projekte ohne offensichtliches Geschäftsmodell. Doch Gründer und Startups halten das Geld zusammen und sich an die Vorgaben in den Geschäftsplänen. Wer Geld aufnimmt, weiß ziemlich genau, was er damit bezahlen und erreichen will.
Insofern hat das Münchner Webwirtschaftsforum das Web nicht neu erfunden und auch keine neue Versionsnummer erteilt. Der thematische Blick reicht über die Grenzen der eigenen Szene hinaus. Namen wie Craig Venter und Richard Dawkins, um nur zwei zu nennen, stehen für relevante und streitbare Themen jenseits des Webtellerrands.
Eine Erkenntnis aus München: An vielen Stellen, bei vielen Themen zeichnet sich inzwischen ab, wie sich die small pieces des Web zu neuen Medienerlebnissen für die Konsumenten und Geschäftsmodellen für Unternehmen und Startups formieren könnten. Wir haben den inzwischen fast ein Jahrzehnt währenden Niedergang der Musikindustrie gesehen und die jüngstenMeilensteine. Wir sehen ähnliche Trends in Sachen TV: Neben Google/YouTube und Joost/Zennström saßen in München Vertreter von blip.tv und blinkx.com.
Und in der ersten Reihe WPP-Chef Sir Martin Sorrell, der die Bewegtbildpioniere des Web ungerührt nach solch trivialen Dingen wie Umsatz, Kosten, Gewinn und Cashflow fragte und damit Moderatorin Christiane zu Salmblass aussehen ließ. Solche Momente sind es, aus denen die Gesamtinszenierung DLD ihren Zauber zieht.
Wer nicht in München war oder zwar dort war, aber die Sessions verpasst hat, für den gibt es die Videoseinige Appetithäppchen bei Sevenload. Bei iTunes sind sie noch nicht, aber das dürfte nur eine Frage der Zeit sein.
"It's certainly possible", bestätigte Matt Cohler, Vice President von Facebook, heute auf der DLD-Konferenz in München die mögliche Übernahme von StudiVZ. Gefragt hatte ihn danach FAZ-NetzökonomHolger Schmidt, der allerdings eine solche Übernahme für höchst unwahrscheinlich hält. Facebook hat auch ohne StudiVZ und ohne deutschsprachige Version bereits ein solches Momentum erreicht, dass es aus eigener Kraft groß werden kann.
Hier gibt es heute nichts zu sehen. Ich habe meinen Kopf in die Teilnehmerliste der next07 gesteckt. Und freue mich noch heute, wie viele gute und interessante Leute dabei waren.
Facebook kommt im ersten Halbjahr 2008 nach Deutschland, berichtet Thomas Knüwer im Handelsblatt. "StudiVZ und Xing müssen sich da vielleicht doch bald warm anziehen", orakelt Dominik Grollmann im Newsletter der Internet World Business (hier die Meldung dazu).
Und die Macher von Mister Wong haben ein neues Eisen im Feuer: Beam it up Scotty sendet beliebige Dateien auf Mobiltelefone. Kostenlos.
Keine sechs Monate vor der next08 am 15. Mai 2008
präsentieren wir die ersten detaillierten
Informationen. Mit erwarteten 1.000 Teilnehmern zählt
der Kongress zu den wichtigsten Terminen der
Internetwirtschaft in Europa.
Das Leitthema 2008 heißt
"get realtime": Das Internet entwickelt sich von einem
Informations- zu einem Kommunikationsmedium. Über
digitale Medien tauschen ihre Nutzer sich ständig
untereinander aus. Wie können Unternehmen den Trend
Echtzeit für sich nutzen?
Messen und Kongresse sind fast perfekte Spiegelbilder ihrer jeweiligen Branchen. So hält auch die Web 2.0 Expo, noch bis morgen in Berlin, der einschlägigen europäischen Szene einen Spiegel vor. Und was diese Szene darin sieht, gefällt ihr nicht.
So erklären sich der Unmut und die Enttäuschung, die sich vielerortsausbreiten. O'Reilly und CMP lassen ihren webzwonulligen Konferenzzirkus in Berlin Station machen. Der Chef und einige seiner besten Zugpferde erklären den Europäern noch einmal zum Mitschreiben, was eigentlich Web 2.0 ist.
Und ansonsten dürfen Deutsche und Europäer auf die Podien. Wo viele, was man so hört und selbst sieht, keine übermäßig gute Figur machen. Aber so ist nun einmal der Zustand des Web 2.0 in Europa, O'Reilly hin, Startups her.
Long-term, advertising is on its way to being obsolete. Facebook is just another step along the path. Advertising will get more and more targeted until it disappears, because perfectly targeted advertising is just information. And that's good!
Wenn es eine Gefahr gibt für das, was man als soziales Netz bezeichnet, und von denen leider auch so erkannt wird, dann ist es eben dessen werbebasierte Kommerzialisierung. An dem Tag, an dem Blogger nicht mehr miteinander reden, sondern Blogs nur noch als Möglichkeit begreifen, einander Werbetafeln ins gesicht zu halten, ist da nichts mehr soziales. Das ist eine virtuelle Tupperwareparty, sonst nichts.
In meinen Augen sind das parasitäre Wirtschaftsformen auf der Suche nach einem Wirtstier. Und Leuten, die Leuchterhirsche bei Tchibo verkaufen, glaube ich keine Sekunde, dass ihnen die Gesundheit des Wirtstiers irgendwas bedeutet. Unsere modernen Parasiten sind nicht mehr einfache Blutsauger, sie begreifen das Wirtstier als nach Möglichkeit kostenlos im Internet verfügbaren Wertschöpfungsmechanismus, dessen Regeln sie verstehen wollen, um ihm möglichst lang möglichst viel abzapfen zu können.
Keiner von beiden war in Berlin, aber der Unterschied ist doch gewaltig. Suum cuique.
Trotz aller Schwächen im Detail ist es großartig, dass O'Reilly Berlin zur europäischen Hauptstadt in Sachen Web 2.0 erkoren hat. Das lag angesichts der Kongresslandschaft im Europa nicht unbedingt auf der Hand.
Und man vergesse nicht die Großzügigkeit, mit der die Amerikaner praktisch jeden, der nicht bei drei auf den Bäumen war, mit einem kostenlosen Kongressticket beglückt haben. Da kann ich über fehlende Atmosphäre und mangelhaftes Catering schon einmal hinwegsehen. You get what you pay for.
So trifft sich diese Woche in Berlin tatsächlich eine Szene mit Menschen, die sich etwas zu sagen haben und das auch ausgiebig tun. Denn warum eigentlich besuchen wir Kongresse? Kathy Sierra nannte gestern, drastisch formuliert, den Grund: Wir wollen andere Menschen von Angesicht zu Angesicht treffen. Alle elektronischen Kommunikationsmittel können den direkten Kontakt nicht ersetzen.
Über die Zahl, Qualität und Freundlichkeit der Kontakte in diesen Berliner Tagen kann ich wirklich nicht klagen. Es war hervorragend. Und es hätten noch mehr sein können, wäre da nicht gestern eine erfreuliche Kleinigkeit dazwischengekommen: SinnerSchrader wird für das vergangene Geschäftsjahr erstmals eine Dividende zahlen, einen entsprechenden Beschluss der Hauptversammlung vorausgesetzt.
Am 15. Mai 2008 findet die next08 statt. Das Leitthema heißt: get realtime. Der Leitgedanke: Die Kommunikation und Interaktion zwischen Marken und Konsumenten im Web spielt sich mehr und mehr in Echtzeit ab. Diese Herausforderung sehen Startups, Venture Capitalists, Agenturen und Unternehmen aus verschiedenen Perspektiven.
Die next08 ist eine Plattform, die auch Partnern offensteht. Wir suchen Partner, die diese Plattform nutzen wollen. Mehr dazu hier.
Der wichtigste Rohstoff unserer Gesellschaft sei die „Information“, so leiern die Gebetsmühlen im Dauerlauf.
„Information“ ist mit Sicherheit der am wenigsten knappe Rohstoff, ob der wichtigste, daran kann genaueres Hingucken häufig ernsten Zweifel wecken. Aber zum Hingucken kommt man – begraben unter Bergen von Junk- und CC-Mails, umspült von Radio- und Fernsehgeschwätz, mit SMS und RSS zwangsernährt und von Pop-Ups angeschlagen – gar nicht mehr, sondern hat alle Hände voll zu tun, den nie versiegenden Strom in Papierkörbe, Spam-Filter und „Später-bearbeiten-Ordner“ zu lenken. Wer all dies als „Informationsmanagement“ beschönigt, kann auch die Mühen eines Menschen, der im Badesee mit allen Vieren gegen das Ertrinken rudert, zum „Wassermanagement“ verklären.
Das ganze Drama spielt weit unterhalb der Ebene, auf der Kulturkritik und Wissenssoziologie zuständig wären. Es findet ganz banal im Alltag statt. Die Informationsgesellschaft ist schlicht nicht mehr im Stande, ihren namensgebenden „Rohstoff“ zu organisieren, zu ordnen und zusammenzuhalten.
Betrieblich war letzteres früher die Aufgabe der Abteilung „Schriftgutverwaltung“, deren Angehörige die je für sich zweifelhaften Eigenschaften des Hamstertriebes und der Pedanterie zu etwas höherem Dritten verschmolzen hatten und einem einen Vorgang oder eine Akte zwar argwöhnisch und mißmutig, aber immerhin vollständig aushändigten. Wer heute darauf besteht, die vollständige Dokumentation etwa einer Geschäftsbeziehung zu erhalten, hetzt den halben Betrieb in dunkle E-Mail-Keller und bekommt garantiert nur einen Bruchteil aller Vorgänge.
Manufactum wird im nächsten Jahr einen Sonderkatalog "Werkzeugladen für Kopfarbeiter" publizieren. Was darin feilgeboten werden wird, beschreibt Hoof etwas nebulös so:
Anders als Sie vielleicht erwarten, wollen wir darin nicht zu Randlochkartei und Zettelkasten bekehren, sondern plädieren mit Tips und entsprechender Hardware für gemischte Systeme. Zu der Hartware, den Werkzeugen also, zählen dann zwar auch tragbare (und zu jeder Zeit schon „gebootete“) Flachsichtkarteien als organisierter Informationsspeicher, aber auch körperlich und technisch verschlankte Kleincomputer und – im Vergleich zu riesenwüchsiger Office-Software – wirklich intelligente, schmale und durchtrainierte Programme zur Erfassung und verknüpften Erschließung von papierenen und elektronischen Informationen.
Da sind wir mal gespannt. Jetzt aber genug zu diesem Thema. Diese Woche erwartet uns die OMD. Ich werde morgen dort sein. Und am Donnerstag auf der Picnic in Amsterdam.
Die Einladungsplattform amiando will am Montag ihre englische und französische Version starten. In Frankreich geht amiando zugleich mit einem eigenen Team an den Start. Für COO Markus Eichinger ist das ein erster Schritt zum ehrgeizigen Ziel, ein weltweit führendes Werkzeug für die Eventorganisation zu werden.
Was außerdem neu ist, beschreibt amiando-Chef Felix Haas so:
Neben der englischen und französischen Version ist das Einladen komplett neu gestaltet. Zusätzlich kamen noch weitere neue Features hinzu, die Usability von dem bestehenden wurde verbessert usw. Auch die Gästeliste wurde überarbeitet, die kommt aber erst in den kommenden Tagen.
Anders als upcoming.org, der Urahn des Genres, oder das in der webzwonulligen Szene eher geschätzte wevent.org ist amiando auch ein Ticketvorverkaufssystem für kleine bis mittelgroße Veranstaltungen, komplett mit Zahlungsabwicklung und Eintrittskartenversand.
Den internationalen Start bewirbt amiando mit einem Gewinnspiel, bei dem es ein Wochenende auf dem Oktoberfest inklusive Tickets für das Derby Bayern gegen Nürnberg zu gewinnen gibt - passend also zum Barcamp München.
amiando ist seit Dezember 2006 online. Finanziert wird das Startup u.a. von Lukasz Gadowski (Spreadshirt), Stefan Glänzer (last.fm) sowie Wellington Partners Venture Capital.
Schon zum zwanzigsten Mal trafen sich kürzlich Wissenschaftler aus aller Welt im slowenischen Bled zur E-Conference - die es seit 1987 gibt, als in Deutschland die Versorgung von Privathaushalten mit Internet noch für unmöglich gehalten wurde und höchstens vereinzelte Haushalte zu BTX bzw. Datex-J Zugang hatten.
Die Konferenz zählt damit zu den traditionsreichsten ihrer Art und setzt sich aus wissenschaftlicher Sicht mit Electronic Commerce und verwandten Themenfeldern auseinander. Im Fokus der diesjährigen Konferenz standen E-Government-Bemühungen, neue Geschäftsmodelle, Interoperabilität und Mobilität.
In diesem Jahr habe ich an der Konferenz teilgenommen und einen Vortrag im Bereich „Privacy and Security in Electronic Environments“ gehalten. Der Vortrag resultierte aus der gemeinsamen Arbeit mit Kollegen von der Fraunhofer Gesellschaft, die einmal untersucht haben wollten, inwieweit Datenschutzbedenken Online-Käufer davon abhalten, an Loyalitätsprogrammen teilzunehmen.
Wenn man Psychographika wie Datenschutzbedenken (Concern for Information Privacy) erheben will, greift man auf vielfach validierte Fragenkataloge aus der Literatur zurück und untersucht, welchen Einfluss diese Psychographika z.B. auf die Nutzung von Loyalitätsprogrammen haben. Interessanterweise stellt sich heraus, dass Nutzer von Loyalitätsprogrammen signifikant höhere Datenschutzbedenken haben als Nicht-Nutzer. Das ist überraschend, könnte aber eventuell durch schlechte Erfahrungen der Nutzer hinsichtlich des Datenschutzes in aktuellen Loyalitätsprogrammen erklärt werden.
Zudem zeigten die Resultate der Arbeit, dass es bestimmte Marktsegmente gibt, die ein starkes Interesse an datenschutzfreundlichen Loyalitätsprogrammen haben. Eine entsprechende nutzerfreundliche Lösung mit blinden Signaturen entwickelten daraufhin die Forscher des Fraunhofer Instituts. Hier sind die Folien und der Beitrag.
Übrigens ist Bled ausgesprochen idyllisch und einen Besuch allemal wert. Diese Fotos zeigen keine Modelleisenbahnlandschaft, sondern den Bleder See und Umgebung:
Oliver Hinz, Stipendiat der SinnerSchrader AG 2007
Ein Web-Kongress wie die next07 sollte seine Teilnehmerliste auch im Web pflegen. Im Februar hatten wir uns relativ kurzfristig entschlossen, für diesen Zweck amiando einzusetzen. Das Münchner Startup war damals gerade drei Monate live.
Reizvoll erschienen uns vor allem die Kommunikationsmöglichkeiten der Teilnehmer untereinander, die schon vor dem Kongress miteinander Kontakt aufnehmen konnten. Wenn sie das denn wollten. Wir merkten dann zwar schnell, dass die Plattform zuerst für private Einladungen gedacht war.
Doch das Gründerteam hat sich kräftig ins Zeug gelegt, um amiando für die next07 aufzubohren. Felix Haas sprach seinerzeit von der Arbeit daran, amiando zum professionellen Teilnehmermanagement für Veranstaltungen aller Art auszubauen.
Ein großer Schritt in diese Richtung ist jetzt getan: amiando 2.0 kann jetzt auch Tickets verkaufen. Und es sieht viel besser aus.
Nur mit der Qualität des HTML-Codes, da hapert es weiter. Schon die Startseite zählt 121 Fehler und 4 Warnungen. Aber da kenne ich Leute, die Abhilfe schaffen können. Wer im Glashaus sitzt...
Matthias Schrader macht auf seiner diesjährigen Frühsommertournee heute Station auf dem Deutschen Intershop Anwendertag in Jena. Gestern gastierte er bereits in Köln auf dem Kongress Multi-Channel Handel.
Den Staffelstab übernimmt dann Jörg Tschauder, unser analytischer Chefberater (i.e. Teamleiter Analyse). Nach einem - wie man hört, furiosen - Auftaktauftritt am 5. Juni beim Visual Sciences Launch Summit in München spricht er am 25. Juni auf der 14. RedDot Usergroup Tagung im schönen Hannover. Schwerpunkt der Tagung ist das Thema Web-Controlling, und deshalb ist Jörg mit seinem Thema "Optimierung des Marketing-ROI mit Analytics" dort genau richtig.
Am 28. Juni reist er schließlich nach Frankfurt/Main, um beim E-Commerce Webanalytics Informationstag des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels zu erklären, wie Webanalytics die tägliche Arbeit von E-Commerce-Managern verbessern kann.
My mode yesterday was the very conscious opposite of my usual mode at work, namely “make no plans, forget the clock, see what happens.” As a result I got in the wrong train, arrived at reboot late, missed some lectures, and none of it bothered me in the slightest. At first. In the afternoon a strange sense of guilt developed, and I pledged to myself to put the discipline cap on for day 2 and get as much out of it all as I could.
So far it’s worked. Up 15 minutes before the alarm went off, out on the street half an hour later and more than enough time for trains (the right ones) and a few minutes to sit on the lawn before the first talk got going.
Stowe Boyd started the day with “Flow: a New Consciousness For a Web of Traffic”. Stowe’s a consultant who helps companies build social apps, but more importantly, he thinks a hell of a lot of good thoughts about social tools and their impact on individuals and society. The soul of his talk is a quote from Kenneth Bouldin: “We make our tools and then they shape us,” and the tools he was on about are of course social apps such as Twitter, Flickr, Jaiku and blogs. On the way from the quote to the idea that blew me away he convincingly dissed the Attention Economy, touched on the inevitable “are we becoming a hive mind?”, warned against a coming lashback from the powers that be, and threw out such simple and short quotes (which are regardless sound-bites it’ll take days to digest) such as:
Time is a shared space.
The buddylist is the centre of the universe.
Productivity is second to connectivity.
The simple idea that blew me away, not because it was so innovative but rather because it accurately describes a feeling no one I know has ever articulated but I and many have felt was that social apps are giving us back an age-old tribal awareness. We’re becoming like cavemen who are simultaneously scanning the horizon for signs of prey, cleaning a skin, and chatting the whole time. What and how everyone is doing is becoming priority number one.
Later in the day Stowe held a Micropresentation on “Entrepreneuritis” which stuck with me, due to the not necessarily thought-provoking but absolutely hilarious quote: “We don’t need to do the right thing because we can do the wrong thing reeeeally well.” Sound familiar?
I’m afraid to say I was so flashed by Stowe and exhausted by my thoughts that I listened to but didn’t retain almost any of “Attention: On the Near Future of Marketing” by Marko Ahtisaari , ex Director of Design at Nokia, who’s started Blyk, a free mobile network aimed at 16-24 year olds. Everything’s got to be paid for somehow, so of course it’s free + advertising, but with interesting ideas about allowing the kiddies to choose which ads they want to receive when. I’m sure the talk was exciting (and his all white suit is the fashion hit of the whole conference) but I just didn’t have the brain-space to absorb any more.
Like any good geek with an overdeveloped need to present myself and my experiences as if anyone was interested, I carried a camera around all day and saw a few things worth looking at.
Must. Have. This. Shirt.
This is how gorgeous the weather was today. If you weren’t here, you can go off and be jealous now. Go on.
This guy and his neighbour did what I desperately wanted to after a vastly insufficient amount of sleep last night, a skull stretching amount of ideas and info and plenty of skin bakin’ rays.
There are of course many many more (556 at last count), from myself and many others.
Waiting on trains doesn’t make for happiness. Getting in the wrong train when it comes doesn’t either. Does hearing half a lecture which might have otherwise been interesting make happiness? Nope. Sitting on the grass in the sun at lunch comes far closer, but hell, a wet ass and a not particularly tasty sandwich cancels out a good portion of sunlight.
Good thing that the first lecture I managed to see completely was “Happiness” by the Chief Happiness Officer himself, Alexander Kjerulf. A lecture about happiness shouldn’t have an “unfortunately”, but unfortunately this one did. I had thought—since it’s usually Alexander’s subject—that his lecture would be about encouraging and achieving happiness at work. Being someone who’s in the process of rethinking the way 150 people work with one another and for their clients, I figured there’d be a lot I could take home from such a lecture. Here it is: ‘unfortunately’ it would be better described as What is Happiness?, or, as Buddhist since 1998, I’d describe it as Buddhism for Beginners. What I did take away was this quote from Aristotle:
Happiness is something final and complete in itself, as being the aim and end of all practical activities whatever …. Happiness then we define as the active exercise of the mind in conformity with perfect goodness or virtue.
Much more entertaining and potentially useful were the “Micropresentations” which followed. Seven presenters, each has 15 slides and 20 seconds per slide. It was exhilirating and often hilarious, but amazing how wildly the presentations differed, not only in subjects but, more interestingly, in effectiveness. For example, Leisa Reichelt’s “Ambient Intimacy” flowed with humour and intelligence as if she’d done this every day, while others stumbled to complete each slide in time (no names, I’m not out to embarrass anyone who failed as dramatically as I probably would) and brought very little across. Note to myself and colleagues who present: we need to do this once a week. If you can not only survive but also communicate in such a form, you’re a Powerpoint God.
Conference scheduling is always chaos, so I missed a good deal of Matt Jones’ presentation about Dopplr, so I’m off to see if I can find him for a chat and a beta invite. And someone said there’s cake…
Getting up at 5:30 is never a good thing, but when you’re excited about a couple of days away from work, excited by the weather conditions in Copenhagen (26° today) and excited just to be doing something different, it makes getting up easier.
A quick nap in the plane, a quick train to my friend’s place in the north of Copenhagen, dropped off my stuff. So far so good. Everywhere I’m reminded of what a high regard for design the Danes have—hell, even their throwaway newspapers are beautiful.
So, what do you do on a beautiful day in Denmark when you’ve got 30 minutes to get to the conference? Get on the wrong bloody train in the wrong bloody direction would be my suggestion. I’ll spare you the irritating details, but I’m now in the lunch break having missed one and a half talks. Caught a little Jon Husband and his thoughts on how communication changes are changing hierarchies—interesting, but technical problems (sound and projection died suddenly in the middle) and the shortness of the talk made it just enough to give me something to start thinking about later. Lasting image however: the generations of change chart showing how human communication has changed over the 1700 generations since modern man emerged.
Wird die ad:tech im Hamburger Mai das Gegenstück zur frühherbstlichen Düsseldorfer OMD? Der BVDW, in dessen Online-Vermarkterkreis (OVK) sich die tragenden Kräfte der OMD versammeln, ist nicht begeistert von dieser Aussicht.
Doch kommt mit der ad:tech ein international etabliertes Messe- und Kongressformat nach Deutschland. Gelingt der Aufschlag in diesem Jahr, dann wäre mit der ad:tech auch künftig zu rechnen.
Matthias Schrader hält auf dem ad:tech-Kongress am 22. Mai eine Keynote zum Thema "Die nächste Generation der E-Commerce-Websites". Die Kongressteilnahme kostet, der Messebesuch ist kostenlos.
Die re:publica ist Geschichte, die next07 steht bevor. In den letzten Wochen haben wir, allen voran Mark Pohlmann, kräftig am Programm gearbeitet. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen:
Ein genauer Blick ins Programm wird die eine oder andere Neuigkeit zu Tage fördern. Dazu später mehr.
Änderungen im Detail sind noch möglich und zu erwarten, aber der zeitliche Rahmen steht fest:
Brisante Enthüllungen von Lukasz Gadowski. Und es kommt noch besser: Die next07, auf der er referieren wird, ist kein Web-2.0-Kongress.
Der Begriff Web 2.0 ist in Deutschland nicht über das Stadium relativ unreflektierter Begeisterung hinausgekommen, gepaart mit bräsiger Ernüchterung nach dem Motto "Das haben wir doch schon immer so gemacht". Vermutlich haben einfach zu wenige Leute Tim O'Reilly gelesen (und verstanden).
Auch ein Thema für Hamburg vs. Berlin: Kongresse. In Berlin findet vom 11. bis 13. April die re:publica statt. Heute berichtet Detlef Borchers auf heise.de darüber und zieht diesen Vergleich:
Die dreitägige, bis in die Abendstunden gehende Konferenz kostet 60 Euro. Blogger, die für re:publica werben, zahlen 40, "Profis" gleich 100 Euro. Das ist vergleichsweise günstig, wie die kommerzielle eintägige Web-2.0-Konferenz Next 07 zeigt. Diese kostet 590 Euro.
Vergleichsweise günstig, das stimmt. Sogar sehr günstig - das haben Spreeblick und Netzpolitik wirklich gut hinbekommen. Ansonsten werden sich die beiden Kongresse wohl ziemlich deutlich unterscheiden, insbesondere was Programm (hier re:publica, da next07) und Teilnehmer (hier re:publica, da next07) betrifft. So soll es sein.
Mit Web 2.0 haben die beiden Veranstaltungen zwar ein TagEtikett Oberthema gemeinsam, die Perspektive auf die Details aber ist fast komplementär: hier Kultur, da Wirtschaft. Am besten beide Kongresse besuchen.
“Spread the word via blogging, email, im, etc. about reboot9” – wollen wir hiermit gerne tun.
Was liegt an?
„It's time to reboot our minds once again.”
Wo und wann?
“reboot9 will take place in Copenhagen Thursday, May 31 and Friday, June 1 2007.”
Was ist reboot9?
“Like last year there isn't a final speakers list or a black box creation model. reboot is a platform for bringing the European (and beyond) community together, a platform for conversations and relationships, a platform for sharing visions and meeting the people you never knew you'd meet. So the platform is all yours, and this is an invitation to participate and help co-create reboot.”
Und worum geht’s?
“The theme for reboot9 is 'human?'. A big word, but a word that saturates what's happening and all ready on a deeper level has been transcending reboot the last couple of years.
So when all is in going away from mechanical industrial models to human natural models where this is leading us? What is our shared understanding of 'human'? How do we organize ourselves in human institutions and organizations? How are our tools shaping us as humans, how are we shaping our tools?
In Monterey hat gestern die TED2007 begonnen. Bruno Guissani liefert wieder exzellentes Liveblogging für alle, die nicht dabei sein können. (TED2008 ist übrigens auch schon ausverkauft.)
Jeff Han, regelmäßige Leser mögen sich an ihn erinnern, ist nach 2006 (siehe Video oben) nun zum zweiten Mal auf der TED. Diesmal zeigt er seine interaction wall (siehe Foto unten), ein noch größerer Multitouchscreen mit noch mehr Möglichkeiten. Giussani berichtet:
It's an amazing thing: enlarging a picture requires only touching it with two fingers and moving them apart -- with the file following their movements and spreading on the screen. There is basically no structured interface to his device: they just " navigates" in the information, zooming in and out of maps or tilting them or adding graphic elements or redistributing images on the screen just by moving their fingers on them. They add layers of images -- a map on top of a map, for example, where the one on top acts as a "lens". They have built in dozens of applications, and functionalities that make it even more effective: drawing a circle for example initiates a menu, etc.
Und klar, Giussani bringt auch die Usability-ProblemeHerausforderungen zur Sprache, die neulich schon auf dem Fischmarkt Thema waren (siehe dort in den Kommentaren):
"The most interesting thing is that when people first use this, they tend to go with one finger, then retract it: we basically have to un-teach people what they have learned so far about computing, and convince them that they can use several fingers, that several people can work on the screen at once, that you can actually use a random number of touchpoints, etc". The Apple iPhone, when it comes out, may help: it will also come with a multitouch screen, although it's so small that it won't make for a very interesting multitouch device (Jeff's "wall" is 8 feet wide). This is a mindboggling breakthrough technology.
Am 3. Mai findet die next07 „Inspiration und Interaktion“ statt, Kongress für die aktuellen Innovationsthemen des Internet, mit dem wir an den Kongress next10years aus dem vergangenen Jahr anknüpfen.
Ab sofort ist die Registrierung für die next07 möglich. Die ersten 50 registrierten Teilnehmer zahlen einen Einführungspreis von nur 390 Euro, danach sind 590 Euro fällig.
next07, das heißt erfahren, welche Trends kommen und welche floppen, wer bei wem investiert. Die wichtigsten Köpfe der Branche treffen, die besten Konzepte und Geschäftsmodelle kennen lernen und über den Dächern der Hamburger Speicherstadt feiern - an einem Tag, an einem Ort. Mit 4 Keynotes, 50 Referenten und 700 Gästen.
Wenn Sie Marketing-Professional, Produkt-Manager, Grafik-, Web- und Interface-Designer, Entwickler, Blogger, Investor oder Gründer sind:
Diese Frage - längst nicht mehr rein akademisch, aber dafür rhetorisch - hat inzwischen auch die Handelswerbung erreicht. Auf dem Deutschen Handels-Werbekongress 2007 beschäftigt sich damit ein Medien-Gipfel auf prominentem Platz am ersten Kongressvormittag.
Die Keynote ("Zukunft Digitalisierung! – Haben klassische Medien ausgedient? Kommunikation in der Ökonomie der Peer Production") hält Miriam Meckel, Professorin für Corporate Communication und Direktorin des Institutes für Medien- und Kommunikationsmanagement an der Hochschule St. Gallen. Danach folgt ein Impulsreferat von Matthias Schrader zum Thema "Retail Advertising in the digital age – Wie wird die Handelskommunikation von morgen aussehen? Wird Web 2.0 die Handelskommunikation verändern?". Anschließend diskutiert eine hochkarätig besetzte "Top-Medienrunde" über diese Thesen.
Voll des Lobes ist Matthias Schrader vom Kongress Online-Handel 2007 zurückgekehrt. Die von ihm moderierte Session ("Web 2.0 - Der Turbo für den Online-Handel?") sei wirklich sehenswert gewesen, die Co-Referenten Andreas Milles/Spreadshirt und Markus Krechting/neckermann.de absolut überzeugend.
An die Session schloss sich eine spannende Diskussion auf dem Zukunftspanel an. In der vertrat Matthias Schrader die These, dass den Infrastrukturthemen die ganz große Zukunft beschieden sei. Beispiele: Google und das Betriebssystem der Werbung, Amazon als Infrastruktur- und Logistikbetreiber für Versandhandel sowie Ebay mit Paypal und Skype als Plattform für den Handel zwischen Konsumenten.
Soziale Netzwerke, Blogs, Podcasts, Videocasts, Online- und Offline-Communities und -Services - all diese Aspekte werden bei der re:publica ebenso umfassend zur Sprache kommen wie Hintergründe, die Philosophie, die Prinzipien, die rechtlichen Grundlagen der sozialen (R)evolution im Netz.
So eine Art Digital Lifestyle Day von unten? Bisschen Barcamp, bisschen Konferenz, Kultur und Politik? Ich bin gespannt. [via Oliver Gassner]
In eigener Sache (auch unter dem Namen next07 bekannt) liegen wir gerade in den letzten Zügen vor der Ankündigung. Alles - Termin, Redner, Sponsoren etc. - hängt, das mussten wir in den letzten Monaten schmerzhaft lernen, am Veranstaltungsort.
Doch wenn jetzt nichts mehr schief geht, werden wir in Kürze einen wirklich genialen Ort (und damit Termin etc.) präsentieren können. Bitte am Draht bleiben.
Kleiner Schreck in der Morgenstunde: Der Fischmarkt war heute früh komplett leer. Jedenfalls in der linken Spalte. Das lag an der Weihnachtspause und daran, dass auf der Startseite nur die Einträge der letzten sieben Tage angezeigt wurden.
Das neue Jahr kann nicht ohne unsere beiden Stammthemen beginnen: E-Commerce und Web 2.0. Der Kongress Online-Handel 2007 ("Kick-Off 2007 für eine Branche im Aufbruch") kommt an dieser Themenkombination auch nicht vorbei.
Am 16. Januar, dem ersten Kongresstag, hat Matthias Schrader den Vorsitz einer Session mit dem Titel "Web 2.0 - Der Turbo für den Online Handel?". Nach seinem Einführungsreferat ("Web 2.0 – Wo liegt die Zukunft des Internet-Handels? Worauf setzen erfolgreiche Online Händler zukünftig?") spricht der alte AmiAndreas Milles über Markenführung im Web 2.0 am Beispiel von Spreadshirt, bevor schließlich Dr. Markus Krechting, Direktor Marketing & Neue Medien bei neckermann.de (noch KarstadtQuelle) seine Thesen zur Bedeutung und Entwicklung von Web 2.0 für den E-Commerce ("Vom Konsumenten zum Produzenten") vorträgt. Das weitere Kongressprogramm hier.
Nein, nicht für den Fischmarkt. (Obwohl...) Es geht um den Kongress, auf den wir unaufhaltsam zusteuern. Im Frühjahr soll der Nachfolger der Next 10 Years stattfinden. Wir brauchen Unterstützung bei allem, was damit zu tun hat. Bitte hier nachlesen und bewerben.
Seit gestern trifft sich das Who is who der europäischen Webszene in Paris auf der Le Web 3. Von dort berichtet live unser Korrespondent Mark Pohlmann. Hier sein erster (von gestern) und sein zweiter Bericht. (Simon Perres ist übrigens in Deutschland besser als Schimon Peres bekannt.)
Die angekündigten Live-Videos funktionieren dem Anschein nach nicht. Nachtrag 14:27 Uhr: Gerade fängt mein Kopfhörer an zu quaken - es gibt ein Livebild aus Paris.
1. Bubble trouble: interpreting history through purely financial cycles will cause you to misinterpret what's happening 2. Consumer power: they make the media, they listen to each other, corporations must adapt to communicate with those rules 3. Packaging experiences: those companies who overinvest in making things beautiful and simple to use will win 4. The end of anonymity: we're no longer dogs on the internet. A growing importance of online communication based on real identities 5. Small group communication: from shouting to a mass, to engaging a group of 3-10 people to communicate with each other 6. Undeniable trend toward advertising business models: spinal tap for companies especially in mobile telecoms. Users represented by proxies 7. Let's believe in Europe: in 5 years, over half of the top internet brands will be launched and run from Europe
Die nächsten Kongresse rücken schon näher: Am 11. und 12. Dezember findet in Paris die dritte Les Blogs statt, jetzt Le Web 3 (Web 3.0?). Loïc Le Meur rechnet mit bis zu 900 Teilnehmern, gestern waren bereits 692 registriert. Nachtrag:Es gibt noch 100 Plätze, nächste Woche wird die Registrierung geschlossen. So etwas wünsche ich mir für das kommende Frühjahr...
Vom 21. bis 23. Januar 2007 macht der Kongresszug in München Halt, beim Digital Lifestyle Day, auch als der digitale Bambi bekannt.
Anfang Februar geht es dann in Genf weiter. Die Lift07 (vom 7. bis 9. Februar) hat in dieser Woche das Kongressprogramm veröffentlicht.
Oder darf es Kalifornien sein? Dort ist im März (vom 7. bis 10.) die TED ("Icons. Geniuses. Mavericks"). Das Logo erinnert ein wenig an das der SPD.
In Las Vegas lädt Microsoft vom 30. April bis 2. Mai zur MIX07 ein. Die Registrierung ist für Anfang Januar angekündigt.
Viel weiter reicht der Blick im Moment noch nicht voraus. Aller Voraussicht nach im April werden wir die Neuauflage der Next 10 Years erleben. Und die neunte reboot dürfte wohl wie immer Anfang Juni sein.
Derzeit stecken wir mitten in den Vorbereitungen für die Nachfolgeveranstaltung der Next 10 Years. Nein, einen Termin können wir noch nicht nennen, und der neue Name wird auch noch nicht verraten. Jedenfalls nicht von mir.
Bei diesen Vorbereitungen fragen wir uns, wie sich der Kongress im nächsten Jahr von ähnlich gelagerten Veranstaltungen unterscheiden soll. Und wer dort sprechen wird. Dabei hilft nun ein Überblicksartikel aus der aktuellen Ausgabe des GDI Impuls, verfasst von Bruno Giussani, Autor eines Blogs mit dem wunderbaren Titel "Lunch over IP".
Zwar etwas kurzfristig, aber sei es drum: Am Donnerstag findet das 2. Dresdner Zukunftsforum statt. Der prominenteste Sprecher ist Tim O'Reilly. Doch den größten PR-Coup haben die Veranstalter mit Jaron Lanier gelandet, der gestern im Spiegel vor dem gefährlichen Glauben an die Weisheit der Massen warnte.
Derzeit wird die Vorstellung immer populärer, das Kollektiv könne nicht nur Zahlenwerte wie einen Marktpreis ermitteln, sondern verfüge als eine - gern Schwarmgeist genannte - höhere Intelligenz über eigene Ideen, ja sogar über eine überlegene Meinung. Eine solche Denkweise hat in der Geschichte schon mehrfach zu sozialen und politischen Verheerungen geführt. Mir bereitet die Vision Sorgen, nur das große Ganze, das Kollektiv sei real und wichtig - nicht aber der einzelne Mensch. Das war der Fehler in allen totalitären Ideologien, vom Nazi-Regime über Pol Pot bis zu den Islamisten.
Das Interview hat völlig zu Unrecht bislang kaum Verbreitung in deutschsprachigen Blogs gefunden. Bis dato hat es neben dem Veranstalter-Blog selbst nur das Bildblog (!) erwähnt. (Was daran liegen könnte, dass der Text nicht im Netz verfügbar.)
Es kommt immer mehr in Mode (und das ist auch gut so), Blogger ähnlich wie Journalisten für Kongresse zu akkreditieren und aktiv um sie zu werben. Der heute in Offenbach bei Frankfurt begonnene Web-2.0-Kongress tut es, bei Chance Web 2.0 vor zwei Wochen in Köln war es auch nicht anders, und einst im Mai bei der next10years hatten wir es genauso gehalten.
Doch wie immer in solchen Sachen kann man Fehler machen. Hier die acht gängigen Irrtümer:
Hauptsache, es bloggt überhaupt jemand, egal wer. Falsch! Es sollten schon die richtigen sein - Menschen, die sich mit dem Thema auch sonst befassen, die darüber schreiben und demzufolge auch Leser haben, die sich für das Kongressthema interessieren.
Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Falsch! Die Wildcards für Blogger sollten weder in der Reihenfolge des Bewerbungseingangs noch per Los vergeben werden. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Der Kongressveranstalter muss die Blogger, die er gerne dabei hätte, aktiv auswählen und einladen. Weitere Interessenten werden sich dann schon von selbst melden, denn Blogger sind vernetzte Wesen.
Kongressblogger dürfen nicht bezahlt werden, damit ihre Authentizität nicht in Gefahr gerät. Falsch! Es kann nötig und sinnvoll sein, zum Beispiel Fahrtkosten zu übernehmen oder auch ein Honorar zu zahlen. Und irgendwer muss ja auch das Kongressblog füllen, während die Veranstaltung läuft. Das kann gut ein Gastblogger tun - die Veranstalter dürften derweil wohl anderes zu tun haben.
Wir brauchen kein Kongressblog. Falsch! Jedem Kongress steht heute ein Blog gut zu Gesicht. Es gibt keinen effizienteren Weg, mit Teilnehmern, Interessenten, Journalisten und Bloggern dauerhaft in Kontakt zu bleiben, sie mit aktuellen Informationen zu versorgen und Feedback zu bekommen. Und dann gilt die Herberger-Devise: Nach dem Kongress ist vor dem Kongress.
Kongressblogger müssen bezahlt werden, damit sie überhaupt kommen und nichts Böses über den Kongress schreiben. Auch falsch! Bestechung funktioniert in den seltensten Fällen. Häufig fliegt sie auf und damit dem Veranstalter um die Ohren. Oder bezahlen Sie auch Journalisten?
Blogger sind unbestechlich. Ebenso falsch! Es kann nützlich sein, sie gut zu behandeln - Steckdosen und W-LAN zum Beispiel werden gern genommen. Arbeitstische helfen ebenfalls. Und diverse Goodies nehmen auch Blogger entgegen. Vielleicht nicht alle, aber viele.
Kongressblogger müssen Eintritt zahlen wie jeder andere Teilnehmer auch. Erst recht falsch! Mancher Blogger ist vielleicht eher ein zufällig bloggender Teilnehmer und wird gern zahlen, weil er genau weiß, dass am Ende irgendjemand die Rechnung übernehmen muss, weil er den Wert der Veranstaltung kennt oder er selbst hohen Nutzen aus dem Kongress ziehen kann. Das hängt auch von der Höhe des Eintritts ab - schon mal an Sondertarife für Blogger gedacht?
Ich brauche keine Blogger auf meinem Kongress. Falsch! Das mag für die Norddeutschen Obstbautage noch gelten (aber auch nur, bis dort der erste Saftblogger auftaucht) - für die meisten Kongresse gilt es nicht mehr. Die Suche nach den relevanten Blogs kann nicht früh genug beginnen. Denn vielleicht findet sich so auch der eine oder andere interessante Referent - jenseits der üblichen Verdächtigen, die seit mindestens zehn Jahren immer wieder ihre Köpfe hinhalten.