Die Boy-Band Take That löst sich auf. Für viele tragisch im Jahr 1996. Im selben Jahr gründet das Duo Matthias Schrader und Oliver Sinner dagegen erfolgreich die Interaktivagentur SinnerSchrader. Seit mehr als 10 Jahren ist SinnerSchrader an der Börse, der illustre Film zum Börsengang erschien vor einiger Zeit an Ort und Stelle. Auf der Venture Lounge Hamburg am 23. März berichtet Matthias Schrader von den Erfahrungen auf dem Weg vom Gründer zum Investor in einer Keynote „Von der New Economy zur Next Economy".

Die kommende Venture Lounge steht unter dem Motto „Mobile Markets, Internet & Telekommunikation". Neben der Keynote von Matthias Schrader gibt es Fachvorträge von Mark Hoenike, Taylor Wessing und Daniel Eberhardt, NTT Europe Online. Junge Unternehmen haben zudem die Möglichkeit sich zu präsentieren und potentielle Kontakte mit Business Angeln und Vertretern führender Capital-Gesellschaften zu knüpfen.

Mehr zum Programm, der Location und zur Registrierung (ab 95 Euro zzgl. MwSt. pro Teilnehmer) gibt es unter Venture-Lounge.de.

Matthias Schrader referierte und disktutierte am vergangenen Freitag auf der CeBIT Webciety über Mode, Lifestyle und das Web 2.0. Das Video gibt es auf webciety.de (siehe 5. März 2010, Mode 2.0), die Folien hier:

2010: Werbung ist tot. Kreation lebt.

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In den letzten zwölf Monaten hat sich die Welt der Werbung mehr verändert als in den zwölf Jahren zuvor. Die Weltwirtschaftkrise war 2009 allerdings lediglich der Katalysator für eine Entwicklung, die seit einem Jahrzehnt an Dynamik gewinnt - das Internet verändert das Konsumentenverhalten radikal. Beide Entwicklungen bildeten 2009 einen perfekten Sturm, der neue Spielregeln für die Marketingwelt und die Agenturen diktierte.

Das Wichtigste zuerst: Kreation ist und bleibt das Kernprodukt jeder Agentur. Allerdings verändert sich das Spielfeld für die Kreation fundamental. In der alten Welt der Unterbrecherwerbung - ob als Plakat, 2/1-Anzeige, Radio- oder TV-Spot - lag der Fokus der Kreation auf dem Storytelling. Wie erzähle ich meine Botschaft möglichst charmant und effizient? Die Metapher: das trojanische Pferd. Heute funktionieren die gelernten Kampagnenmechaniken immer seltener, die Konsumenten suchen über das Internet die direkte Beziehung zur Marke. Lean forward statt lean back: Wenn der Konsument sich vor dem TV-Schirm zurücklehnt, akzeptiert er keine unaufgeforderte Markenkommunikation mehr. Will er was von den Marken, lehnt er sich vor und bestimmt den nächsten Klick wo, wann und wie er es wünscht.

In der Tat stellen sich immer mehr Unternehmen auf dieses neue Konsumentenverhalten ein. Sie öffnen sich, schleifen die Silos zwischen Produktentwicklung, Marketing, Vertrieb, Kundenservice - und verlangen von ihren Kreativpartnern auf Agenturseite mehr als Kampagnen. Nicht wenige Marketingentscheider entwickeln sogar eine zunehmende Aversion dagegen, durch ihre Kommunikationsmaßnahmen Medienunternehmen am Leben zu erhalten, wo es ihnen doch darum geht, Beziehungen zum Konsumenten aufzubauen.

So wie sich die Konsumenten und die Unternehmen wandeln, verändert sich auch die Agenturarbeit massiv. Die wichtigste Agenturleistung ist immer seltener die Kampagne, sondern vielmehr die Kreation von Plattformen, die Konsumenten langfristig an die Marke binden. Das ist ein ungeheurer Bruch: Statt zyklischer Kampagnen gilt es Plattformen zu entwickeln, die Magnetwirkung für die Nutzer besitzen. Plattformen aus Software!

Ist diese Erkenntnis verdaut, liegt in diesem Wandel eine riesige Chance für die Agenturen: Je mehr Produkt, Kundenservice und Internet verschmelzen, desto wichtiger wird es, Marketinginnovationen als erfolgskritischen Bestandteil in die Produktentwicklung zu integrieren. Kreative werden künftig weniger visuelles Design und Text, dafür aber mehr Produktdesign betreiben und Serviceprozesse gestalten. Die Unternehmen suchen kreativen Input, um ihre Produkte mit digitalen Zusatzleistungen aufzuladen, die sie im Markt differenzieren und im Alltag der Konsumenten relevanter machen.

Der Konsumentenalltag selbst wird auch 2010 durch eine weitere dramatische Zunahme digitaler Interaktionen geprägt sein. Im Web ist der Treiber der neue Standard HTML5, der das Nutzererlebnis schneller und komfortabler macht. Vor allem sind es aber die boomenden Smartphones (und wohl auch Tablets), welche den Konsumenten jederzeit und überall Zugriff auf Informationen und Services geben. Nach dem Web und dem Point of Sale wird Mobile zum drittwichtigsten Touchpoint zwischen Marke und Mensch. Die relevantesten Apps werden nicht hastig entwickelte Gimmicks sein, sondern Applikationen, die auf den bestehenden Marketing- und E-Commerce-Plattformen der Marken aufsetzen und diese mit anlass- und ortsbezogenen Zusatzservices erweitern.

In dieser neuen Marketingwelt brauchen Agenturen auch ein neues Agenturmodell. Um Produkt- und Service-Innovationen auf Augenhöhe gemeinsam mit den Marken entwickeln zu können, benötigen sie massive technologische Kompetenzen. Erfolgreiche Interaktivagenturen wie R/GA (jüngst erst von AdAge zur Agentur des Jahrzehnts gekürt), AKQA oder eben auch SinnerSchrader haben einen Entwickleranteil von 30 bis 50 Prozent. In diesen Agenturen arbeiten Kreative und Softwaredesigner in gemeinsamen Teams zusammen, um innovative Plattformen mit hoher Konsumentenrelevanz zu kreieren. Gelingt der Brückenschlag zwischen Kreation und Technik, überwinden Agenturen die Umsetzungsrolle - und sind kreativer Businesspartner ihrer Kunden.

Das sind tolle Aussichten für 2010!

Vorwort von Matthias Schrader zum Jahrbuch Hamburgs Kreative, das soeben erschienen ist. Foto: Olaf Ballnus

As some of you may know, SinnerSchrader is going Google. The switch from an Exchange/Outlook/Entourage setup to Google Apps is work in progress so far, but should be completed until April. I won't discuss the rationale for this (that might be done in a future post), but instead report how I migrated from my Entourage account to Google in just a few days without spending too much time on it.

Last Tuesday, Holger Blank asked me how adventurous I would be. Curious as I am, I countered with the question what he had in mind. It turned out there was already a brand-new Google Apps account for me on our sinnerschrader.com domain in store. The account was activated on the very same day. I now had mail in two different flavours: the classical Exchange style and the all-new Google mail style, both with the same set of messages.

On Wednesday, I opened my new account, did some initial configuration and set up Entourage for IMAP use with the Google apps account in parallel. This step isn't really necessary, but I was impatient and didn't want to wait until my mail was imported from Entourage. Since I am a digital pack rat, I've quite a lot of mail. I tend to keep about 20,000 messages per year, amounting to more than 100,000 mails since 2005 when SinnerSchrader deployed the first Exchange server.

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The mail import was done server-side, from the Exchange server to Google's servers, started on Thursday and took more than 24 hours. This is a required first step and should be done before the first login, to ease the transition. Folders from the Exchange server translate into labels, making things a little bit noisy at first sight.

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But this can be fixed easily and isn't mission-critical in any respect. I also got about 110 mails from Google Mail Migration, telling me about messages left on the Exchange server, most of them because Google detected a virus or the message was too big to move. A few message fetch requests returned an IMAP "NO" response from the server, for no obvious reason. This amounts to 0.1 per cent of my total message count. Another result of the migration process was a bunch of more or less empty messages without subject or sender. Don't know how and why this happened.

The next step was the migration of my calendar. I set aside some hours of time at the weekend, but if I had known before how to do it, far less time would have been needed. My first step was to sync the Entourage calendar with iCal (and while I'm at it, sync my contacts with Addressbook).

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Having done this, the rest is a child's play: Just export the Entourage calendar and contacts from iCal and Addressbook to files, and import the files to the Google calendar and contacts. The calendar import is pretty straightforward:

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I've also set up my Google calendar in iCal, giving me a pretty nice interface to play with, compared to the Google calendar web interface which is not very neat. Time will tell whether I'll stick with iCal or use the Google calendar.

To get my contacts into the Google world, they had to be saved as vCard file. I did this in Addressbook. Don't forget to select all contacts, otherwise Addressbook just saves the current contact. The import to Google again is simple:

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The Google contact management is pretty frugal, but at least my duplicates are now gone and the contact data is in place.

One last thing: It's always a nice thing to have "mailto:" links opening directly in Google mail rather than firing up the retired Entourage again. To accomplish this, I had to install Google Notifier for Mac. The links Google returns seem to be somehow broken, but Holger passed his copy of Google Notifier to me. In Preferences, it's important to add the correct account, check the box "Start Google Notifier at Login", and choose Gmail as default mail client. The notifications itself can be deactivated.

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That's all! There remains just one step to be done when we switch the booking of conference rooms from the old to the new environment. Then I'll have to renew every appointment that needs a room reserved. But that doesn't look like too much work.

So I've started the fresh week, a new month and even meteorological spring with an all-new setup for mail, calendar and contacts. Looking forward to the new era that started today!

Es qualmt und brodelt aus den Reagenzgläsern über dem Bunsenbrenner. Männer in weißen Kitteln stehen vor riesigen Versuchsaufbauten und blicken konzentriert durch ihre Schutzbrillen, während sie mit Klemmbrett und Kugelschreiber eifrig Messergebnisse in ihre Formulare kritzeln.

So in etwa stellt man sich wohl die Arbeit in einem echten Labor vor. Aber wie sieht das Ganze in einer Interaktivagentur aus? Und vor allem: An was wird hier geforscht? Eines fällt sofort auf: Rein optisch unterscheidet sich das neue Innovation Lab hier bei SinnerSchrader schon mal deutlich von unserem wissenschaftlichen Pendant. Statt Bunsenbrenner und Reagenzgläsern steht auf dem Schreibtisch nur ein Laptop, und auch der Dresscode ist ein anderer.

Die Arbeitsweise lässt sich allerdings durchaus vergleichen. Nur dass wir eben nicht an Medikamenten oder an noch effektiveren Brennstoffen forschen werden, sondern nach neuen Lösungen für die digitale Welt der Zukunft suchen. Und das Feld ist riesig. Egal ob Apps für das iPad, HTML5, Social Media oder Augmented Reality, alles werden wir unter die Lupe nehmen, weiter entwickeln und im Laborversuch testen.

Die Arbeit hier beschränkt sich aber nicht nur auf ein paar verrückte Querdenker und Futuristen. Es ist vielmehr ein großes Open-Source-Projekt, bei dem jeder Mitarbeiter, Kunde, Student und Experte herzlich eingeladen ist mitzumachen und seine Kreativität einzubringen. Freut euch also in den kommenden Monaten auf ein paar spannende Forschungsergebnisse.

Momentan haben wir noch alle Hände voll zu tun mit dem Aufbau der Struktur, dem Ausbau des Teams und den ersten Projekten. Ich verspreche euch aber, bald regelmäßig und ausführlich aus unserem Labor zu berichten.

steffen_stäuber.jpgInnovative Grüße & bis bald

Steffen




Steffen Stäuber leitet seit 1. Februar das Innovation Lab von SinnerSchrader.

mygoodshop-haiti.pngDie große Welle der finanziellen Hilfsbereitschaft ist in den letzten Tagen auch am Fischmarkt nicht vorbeigeschwappt. Wir sind inzwischen gleich auf zwei Wegen dabei. Hier auf dem Blog prangt jetzt ein Banner des Kinderhilfswerks Unsere kleinen Brüder und Schwestern. Außerdem haben wir uns an der von amiando initiierten Spendenaktion der deutschen Internet-Wirtschaft beteiligt.

Das Kinderhilfswerk betreibt in Tabarre das Krankenhaus "St. Damien", das durch das Erdbeben nur leicht beschädigt wurde und funktionsfähig ist. Die Helfe berichten von dort:

Unsere Ärzte haben alleine am 19. Januar 72 Patienten behandelt. Die meisten mit Brüchen und tiefen Wunden. Von überall her kommen die Patienten zu uns, selbst vom gänzlich anderen Ende von Port-au-Prince, und sie suchen verzweifelt nach medizinischer Hilfe.

Noch immer bieten uns viele Ärzte ihre Hilfe an. Zwei LKW-Ladungen aus der Dominikanischen Republik kamen an mit Wasserflaschen und Milch in Pulverform. Wir prüfen derzeit die Möglichkeiten, weitere Kliniken an verschiedenen Orten in und um die Stadt herum zu errichten. Die Grundhilfsmittel sind vorhanden - Strom funktioniert, Wasser ist verfügbar.

Um den vielen Verletzten und den Kindern helfen zu können, brauchen wir dringend weitere Spenden. Wir müssen Verbandsmaterial, Spritzen, Antibiotika kaufen. Ebenfalls wichtig ist die Versorgung mit sauberem Wasser und Lebensmitteln. Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende!

Im Spendenshop können Sie direkte Hilfspakete für Haiti erwerben, zum Beispiel ein medizinisches Paket oder Notfallpakete in verschiedenen Größen. Diese Pakete gehen dann direkt nach Haiti zu den Helfern des Hilfswerks.

An die Aktion Deutschland hilft geht der Erlös der von amiando aufgesetzten Spendenaktion. Dort werden die Spenden in einer Online-Tombola gesammelt. Für jeden gespendeten Euro erhält der Spender
ein Los.

Um weitere Lose zu erhalten, kann jeder Spender online per Twitter, Facebook oder Mail seine Freunde auf die Spende aufmerksam machen und so die Aktion weiterempfehlen. So bekommt jeder, der weitere Spender für die Aktion gewinnt, ein zusätzliches Los pro geworbenem Spenden-Euro. SinnerSchrader hat für die Tombola ein Freiticket für die next10 am 11. und 12. Mai 2010 in der STATION Berlin gestiftet.

Der erste Deutsche Onlinehandelskongress findet am 24. Februar 2010 in Wiesbaden statt. Der Kongress mit dem Fokus auf Social Commerce steht unter dem Motto "Onlinehandel boomt - Wo liegen die Wachstumsfelder 2010?".

Matthias Schrader, CEO von SinnerSchrader, hat den Vorsitz der neuen Jahresveranstaltung der Onlinehandel-Community. In seiner Eröffnungskeynote illustriert er die Herausforderungen und Perspektiven des Onlinehandels für dieses Jahr. Welche Themen werden 2010 prägen? Was sind die neuen Lösungen für mehr Erfolg im E-Commerce?

Das Kongressprogramm gibt mit 40 Referenten und Praxisvorträgen Einblicke in Strategien und Trends der Branche. Der Frühbucherpreis von 690 Euro ist noch bis zum 31. Januar verfügbar.

CruiseDeals.co.uk erstrahlt seit gestern in komplett neuen Farben. Unsere Aufgabe war, der Website des Kreuzfahrtanbieters mit kleinen aber wirkungsvollen Veränderungen ein neues Look & Feel zu verleihen. Angepasste Styles und großformatige Bilder laden den Konsumenten zum neuen Erleben des Reiseportals ein.

Im direkten Vergleich, der heutige Stand:

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Und vor dem Relaunch:

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CruiseDeals ist ein Unternehmensbereich der TUI UK Limited und bereits seit 2003 Kunde von SinnerSchrader.

In dieser Woche jährte sich nicht nur zum zehnten Mal der Börsengang von SinnerSchrader. Auf unserer Bilanzpressekonferenz haben wir auch die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008/2009 präsentiert und den Jahresfinanzbericht vorgelegt.

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Das Echo war durchweg positiv. Das Hamburger Abendblatt illustrierte seinen Bericht mit einem zehn Jahre alten Foto (oben) der beiden Gründer und konstatierte:

In jeder Krise liegt eine Chance: Nach dieser Devise hat Matthias Schrader, Vorstandschef der SinnerSchrader AG, seine Internetagentur bislang erfolgreich durch die Rezession gebracht.

Die Analysten von SES Research bekräftigten in ihrem Bericht ihre Kaufempfehlung und das Kursziel von 2,80 Euro. Mein Lieblingssatz aus der Vorstandspräsentation findet sich auf Folie 39: Nach zehn Jahren geht es jetzt richtig los!

Fischmarkt proudly presents bislang unveröffentlichtes Videomaterial aus dem Jahre 1999. Der Film entstand vor zehn Jahren auf der Roadshow zum Börsengang der SinnerSchrader Aktiengesellschaft. Der Termin der Erstnotiz an der Frankfurter Börse war der 2. November 1999. Der Film wurde seinerzeit noch analog gedreht und erst kürzlich digitalisiert.

Genug der Vorrede - Film ab!

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Business Punk heißt ein neues Magazin aus dem Hause Gruner + Jahr (schön übrigens auch die Website), das von gestandenen Printjournalisten schon ordentlich sein Fett weg bekommen hat. Aber es gibt auch Positives zu berichten.

Mein Chef (im Bild unten rechts) hat es nämlich in eine Reihe mit Pippi Langstrumpf, Indiana Jones und Sting und damit ins punkige Businessblatt geschafft. Rolf Hansen, CEO und Gründer von simyo (ein Kunde von SinnerSchrader) und eine Art Richard Branson der deutschen Mobilfunkbranche, zählt dort seine Helden auf.

Matthias Schrader, Gründer der Agentur SinnerSchrader, führt sein Internetgeschäft durch alle Höhen und Tiefen und ist trotz New Economy und Börsengang immer normal geblieben. Mit dem Herz am rechten Fleck und einem guten Kopf auf den Schultern kann man auch als Unternehmer ein wenig Punk sein.

Punk!

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Der Konsument im Mittelpunkt: Jet4you.com bietet seinen Kunden neue Funktionen. SinnerSchrader hat einen neuen Kundenbereich in die Website der marokkanischen Fluggesellschaft integriert. Fluggäste können nun Kundenprofile anlegen, Buchungen einsehen, Daten und Reiseziele anpassen sowie Extras buchen.

Ganze 85 Prozent der Flugbuchungen generiert die Marke Jet4you über ihre Website. SinnerSchrader betreut die Low-Cost-Airline seit ihrer Gründung 2006 und hat maßgeblich zum Erfolg des Onlinevertriebskanals beigetragen. Seit kurzem ist die Website neben Französisch, Englisch und Italienisch auch in Spanisch verfügbar.

Jet4you operiert in sechs Ländern (Marokko, Frankreich, Italien, Belgien, Schweiz und Spanien) und bedient 19 Reiseziele. Innerhalb von drei Jahren hat sie sich auf diesen Strecken zum führenden Carrier entwickelt. Seit 2008 ist Jet4you ein 100prozentiges Unternehmen der TUI und wird nächstes Jahr ihr europäisches Streckennetz weiter ausbauen.

Quelle: Pressemitteilung

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Der Lebensmitteleinzelhändler REWE führt die neue Eigenmarke REWE Feine Welt ein. Und ist zu diesem Anlass Neukunde von SinnerSchrader geworden. Wir hatten das Vergnügen, die Onlinepräsenz zur Markeneinführung zu inszenieren (Achtung - heftiges Flash!).

Neben dem filmischen Einstieg gibt es drei Wege, die interaktive Gourmet-Erlebniswelt zu erkunden. Der Konsument kann sich zum einen an verschiedenen Kontinenten und Regionen orientieren. Der zweite Weg führt über eine interaktive Übersicht der über 100 Feinschmeckerprodukte. Und schließlich kann er sich an den unterschiedlichen Geschmacksrichtungen orientieren.

Wer Flash nicht mag, der sollte hier am besten gar nicht erst klicken. Mir selbst sind die meisten Schriften zu klein. Aber dafür ist der Spaßfaktor umso größer. Und da ich nicht weit von einem REWE-Markt wohne und oft dort einkaufe, freue ich mich schon auf den nächsten Einkauf. Um mir mal in realiter anzuschauen, was meine Kollegen als Flashwelt zusammengeschraubt haben.

Ein neues Gewand für ecco.com

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Die neue ecco.com ist online. Die Website präsentiert sich ab sofort in einem von SinnerSchrader kreierten frischen, modernen Outfit. Und das in 53 Länderversionen von Australien über die Niederlande bis zu Vietnam.

Das neue Design ist ein großer Schritt für die Stärkung und Positionierung der Marke ECCO als "Most comfortable place on earth". Durch das leichte, offene und transparente Design erlebt der Konsument ECCO als klar, einfach und modern.

Die Homepage erstrahlt in neuer Ordnung und legt den Fokus auf die Markenbotschaft. Der neue Storelocator führt zu über 850 ECCO-Shops auf der ganzen Welt. Eindeutige Sache: ECCO ist eine globale Marke. Zweifel ausgeschlossen.

Gleichzeitig verbindet der Storelocator die online und die offline Welt in exzellenter Weise. Der Konsument kann direkt online shoppen (derzeit auf den Länderseiten UK und NL). Oder er stöbert erst auf der Website und begibt sich anschließend in einen der im Storelocator angezeigten Läden. Ganz nach Lust und Laune. Jeder wie er mag.

Die Einbindung von Social Media ist selbstredend auch vorhanden. Wer möchte, gelangt auf der Storelocator-Seite mit einem Klick zum ECCO-Twitterprofil und kann den Dänen mit einem weiteren Klick folgen. Keine Sorge, getwittert wird nicht auf Dänisch, sondern auf Englisch.

"Von Google bis zur Haustür" lautet das Motto des neuen SinnerSchrader-Geschäftsbereichs für E-Commerce-Outsourcing, next commerce. Das neue Geschäftsmodell bietet Services rund um den Online-Vertrieb aus einer Hand: Online-Marketing, Aufbau und Betrieb von Webshops sowie das Fulfillment. Bei der Leistungserbringung arbeitet next commerce mit renommierten Partnern im Bereich E-Commerce zusammen und steuert diese im Sinne einer optimalen Markenpositionierung. Ein bekanntes Modeunternehmen aus Hamburg ist erster Kunde.


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next commerce erschließt für etablierte Unternehmen neues Online-Vermarktungspotential, und zwar schnell, effizient und unter Wahrung ihrer Markenintegrität. Das erfolgsbasierte Vergütungsmodell sichert zudem beiden Seiten optimale Zielüberdeckung für die angestrebte Umsatzentwicklung.

Moritz Koch, Managing Director von next commerce


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Wir registrieren eine hohe Nachfrage nach diesem Angebotsmodell, insbesondere in der aktuellen Wirtschaftslage.

Matthias Schrader, CEO von SinnerSchrader


Mehr zu next commerce in unserer Pressemitteilung.

756px-QVC-Logo.svg.pngSpannende E-Commerce-Erlebnisse verspricht der neue Webshop von QVC. Das Teleshopping- unternehmen hat SinnerSchrader mit dem kompletten Redesign des Onlineshops beauftragt, der bereits seit 2002 besteht.

Neben der Verbesserung der Nutzungsqualität und neuer Funktionen wird es auch eine einheitliche Markensprache geben. Begeisterung zu wecken, Emotionen mit fortschrittlichem E-Commerce zu verbinden ist das Ziel des Projekts. Die neu gestaltete Website des in Deutschland marktführenden Teleshoppinganbieters soll in diesem Jahr online gehen.

Mehr dazu in unserer Pressemitteilung und auf Horizont.net.

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Der neue Internetauftritt der Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG. Ab Montag im Web. Wir freuen uns darauf. Und arbeiten daran.

Dirk_Hibbeler.jpgDirk Hibbeler (34) hat die Leitung des Frankfurter Büros von SinnerSchrader übernommen. Mit seinem derzeit 20-köpfigenTeam wird er den Ausbau des Standortes vorantreiben und die Beratungskompetenz stärken. Zuvor war der Diplom-Ingenieur bei Syzygy als Business Unit Director tätig.

Mehr zu der Personalie in der Pressemitteilung und bei HORIZONT.NET

A-S_Mertens.jpgAb sofort werde ich, Anna-Sophie Mertens (31), auf Fischmarkt und bei SinnerSchrader im Bereich Corporate Communications mitmischen.

Als gelernte Verlagskauffrau bin ich zwar neu bei SinnerSchrader, aber nicht in der Medienbranche. Nach meiner Ausbildung und knapp zweijähriger Berufstätigkeit habe ich an der Universität Lüneburg, seit Kurzem umbenannt in Leuphana, Angewandte Kulturwissenschaften mit BWL im Hauptfach studiert. Zuletzt war ich bei Nielsen Media in der externen und internen Unternehmenskommunikation tätig.

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Am 9. Juni findet die Preisverleihung des Deutschen Multimedia Awards 2009 statt. Der Preis wird zum 13. Mal im Rahmen des Deutschen Multimedia Kongresses in Berlin verliehen. Gekürt werden die besten Online-, Offline- und Kioskanwendungen von einer Jury aus Kreativen, Machern, Medienvertretern, Wissenschaftlern und Auftraggeber.

Chris Wallon wird in diesem Jahr als Jurymitglied mitwirken. Der Kreativgeschäftsführer ist seit genau einem Jahr bei SinnerSchrader. Die komplette Jurybesetzung und Information zum DMMA gibt's hier.

Einreichungen sind noch bis 3. April möglich. Tickets für die Preisverleihung im Juni gibt es zurzeit für 120 Euro (zzgl. Mwst.).

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Seit dem frühen Sonntagmorgen ist die neue TUIfly.com online. SinnerSchrader hat die Marketing- und Vertriebsplattform der drittgrößten deutschen Airline komplett neugestaltet. Viele Verbesserungen, gerade im Detail, bringt der Relaunch mit sich.

Sofort ins Auge fällt die große Bühne, die mit Fotomotiven bespielt und zugleich als Aktions- und Interaktionsfläche genutzt wird. Die neue Flugsuche auf der Startseite macht jede Menge Spaß und lädt zum Ausprobieren ein. Eine Reihe von neuen Features erleichtern die Buchung.

  • Die interaktive Flugzielkarte zeigt die Start- und Zielregion per Zoom und erschließt so spielerisch das Streckennetz von TUIfly.
  • Falls die Flugtermine feststehen, aber es vom bevorzugten Startflughafen keine passenden Flüge mehr gibt, schlägt TUIfly alternative Abflughäfen vor.
  • Ein Warenkorb zeigt alle Flüge und Serviceleistungen im Überblick und bietet die volle Kostenkontrolle.
  • Der persönliche Merkzettel speichert favorisierte Flugangebote für später.
  • Der neue Angebotskalender zeigt für jede Verbindung die günstigsten Hin- und Rückflugtermine.

Ein Teil der neuen Funktionen läuft derzeit noch nicht ganz rund, daran arbeitet das Team im Moment unter Hochdruck. TUIfly.com hat sehr viel Traffic, und manches lässt sich auch mit Lasttests nicht vorhersehen.

Das erste Echo auf die neue TUIfly.com ist überaus positiv. So würdigt Achim Schaffrinna den Relaunch in seinem Design Tagebuch:

Vor allem an der Haptik und der "Joy of Use", die beide im Vorgänger auf der Strecke geblieben sind wurde gearbeitet. Es macht Spaß sich durch den Auftritt zu bewegen, egal ob man per Kartenmaterial ein Ziel sucht oder in den FAQ ein passende Antwort. Auch die begleitenden Informationen zum Relaunch überzeugen. Alle neuen Funktionen werden hier umfassend vorgestellt. Ein rundum gelungener neuer Auftritt.

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ECCO hat mit BIOM den Laufschuh neu erfunden. SinnerSchrader inszeniert die innovative Laufschuhreihe BIOM Natural Motion by ECCO mit großformatigen Videos im Web. Die Creative Direction lag bei Marja Annecke, Director Creative Concept unserer Agentur.

Die Website erzählt die Geschichte der Laufschuh-Revolution BIOM aus der Perspektive der Läufer. Im Fokus stehen die drei Konsumentengruppen Serious-, Fitness- und Occasional Runner, für die BIOM jeweils passende Laufschuhvarianten anbietet.

In bildschirmfüllenden Videosequenzen erklären Läufer die Philosophie des innovativen Laufschuhs. Das Produkt selbst wird in 360-Grad-Aufnahmen mit einer aufsehenerregenden Zoomfunktion gezeigt. Eine Reihe von VIP-Testern werden demnächst auf der Website über ihre Erfahrungen mit BIOM berichten.

Die Kampagne zur Markteinführung von BIOM setzt auf integrierte Kommunikation und das Medium Internet. Kernstück ist die internationale Markenwebsite, die zum Produktlaunch an den Start geht. Sie wird mit einer Onlinebannerkampagne sowie mit Printwerbung und PR begleitet.

Mehr dazu in unserer aktuellen Pressemitteilung und in der W&V.

ACzernay_Analyse.JPGAlexander Czernay, über drei Jahre lang Senior Consultant IT bei SinnerSchrader, wechselt innerhalb der Agentur zur Analyse. Als Head of Web Analytics leitet er ein sechsköpfiges Team, bestehend aus den Bereichen Analyse und Strategische Planung, das die Online-Marketing-Suite für die Kunden von SinnerSchrader entwickelt. Im Fokus steht dabei die Website-Optimierung auf Basis der Web- Analytics-Tools von Omniture und SAS.

In seiner Beraterfunktion betreute er Kunden wie comdirect, Prämie Direkt und Unitymedia. Nach seinem Studium der Informatik an der Universität Hamburg begann er seine Karriere 1995 als Entwickler bei Hirte Medienservice. Er arbeitete als Partner und Head of Development bei deeep.net. Des Weiteren war er zwei Jahre lang freiberuflich als Technical Support Manager Europe für Cardmine tätig.

Seit Monaten sind wir nach Kräften dabei, vorsichtigen Optimismus für die weitere Entwicklung der Branche im Allgemeinen und SinnerSchraders im Besonderen zu verbreiten. Heute können wir diese Haltung erstmals mit neuen Zahlen belegen.

Wie im Dezember angekündigt, kann sich das erste Quartal 2008/2009 (September bis November) durchaus sehen lassen. Hier die wesentlichen Zahlen:

  • Bruttoumsatz 7,3 Mio. Euro (plus 35 Prozent)
  • Nettoumsatz 5,6 Mio. Euro (plus 37 Prozent)
  • Operatives Ergebnis (EBITA) 0,5 Mio. Euro (plus 67 Prozent)
  • Operative Marge 7,7 Prozent (brutto) und 10 Prozent (netto)
  • Konzernergebnis 0,4 Mio. Euro (plus 29 Prozent)
  • Auftragseingang plus 13,5 Prozent

Ausführlicher gibt es die Zahlen in der Pressemitteilung. Der zugehörige Quartalsbericht folgt heute um 15 Uhr.

SinnerSchrader bleibt auf Wachstumskurs. Zur heutigen Hauptversammlung haben wir vorläufige Zahlen für das erste Quartal 2008/2009 vorgelegt: Umsatz und Ergebnis stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um über 30 Prozent. Der Umsatz wuchs auf über 7 Mio. Euro (brutto) und etwa 5,5 Mio. Euro (netto), das EBITA auf über 0,45 Mio. Euro.

Etwa die Hälfte des Geschäftswachstums erreichte SinnerSchrader organisch, insbesondere im Geschäft mit den großen Bestandskunden. Die andere Hälfte trug die hundertprozentige Tochtergesellschaft spot-media AG bei, die im Vorjahreszeitraum noch nicht zu SinnerSchrader gehörte.

Am gestrigen Tag hat die spot-media AG das Projektgeschäft der Hamburger Interaktivagentur Con Structores übernommen. Anfang Dezember hatte SinnerSchrader seinen Bereich Performance Marketing mit der Übernahme des Vermarktungsgeschäfts des Admanagement-Spezialisten newtention technologies verstärkt. Beide Schritte unterstreichen die Überzeugung, dass sich das Interaktivgeschäft auch in schwierigen Zeiten positiv entwickeln wird und SinnerSchrader weiter wachsen kann, wenn auch die Wachstumsraten des ersten Quartals angesichts der konjunkturellen Schwierigkeiten nicht auf das Gesamtjahr zu übertragen sind.
Mit der Hauptversammlung testen wir heute Kampnagel, den Veranstaltungsort der next09 im kommenden Jahr. Die alljährliche Aktionärsversammlung ist im Vergleich zur internationalen Konferenz relativ übersichtlich - und mit bis jetzt zweieinhalb Stunden auch relativ schnell vorbei.

Neben mir wurden gerade die Abstimmungsergebnisse ermittelt, während die Aktionäre im Foyer dem Catering zusprechen. Jetzt gibt der Aufsichtsratsvorsitzende die Ergebnisse bekannt und wird danach die Versammlung schließen. Ich muss jetzt Schluss machen und ins Foyer.

Am 18. Dezember findet die ordentliche Hauptversammlung der SinnerSchrader Aktiengesellschaft statt. Veranstaltungsort ist diesmal Kampnagel, wo bekanntlich auch die next09 stattfinden wird. Bei dieser Aktionärszusammenkunft sind auch Gäste gern gesehen. Mail genügt.

Drei äußerst amüsante Anträge hat bereits Aktionär "Herr Müller" eingereicht. Ein Auszug:

Personen, ich habe

hiermit beantragt, daß der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2007/2008 im Gegensatz zu dem Vorschlag laut oben genannter Einladung nicht in der Währung Euro ausgeschüttet wird, sondern dass stattdessen für das zur Ausschüttung geeignete Geld mindestens acht Aktien an oben genannter Firma Reederei gekauft und anschließend diese mindestens acht Aktien unter Anwendung einen solchen Losverfahrens an die Aktionäre der oben genannten Firma Sinnerschrader ausgeschüttet werden, welches dafür sorgen wird, daß immer mit gleicher Wahrscheinlichkeit eine Aktie der oben genannten Firma Reederei auf eine Aktie der oben genannten Firma Sinnerschrader entfallen wird.

Ich würde

meinen Antrag damit begründen, dass ich will, dass die Dividende in einer Währung mit Erfreulichkeits-Bazillus ausgeschüttet wird, wobei für meinen Geschmack nur Aktien Währungen mit einem solchen Erfreulichkeits-Bazillus sind, solange jede Person die gleiche Chance, eine Aktie zu kaufen und dann als Inhaber einer solchen Aktie das Recht hat, einmal im Jahr die Hauptversammlung seiner Firma zu besuchen und auf derselben Hauptversammlung seinen Mitaktionären zu irgendetwas Sinnvollem zu gratulieren, wie zum Beispiel zu dem erfolgreichen Entlasten einen Organs der Firma, an der diese Aktionäre gemeinschaftlich beteiligt sind, wohingegen dem laut oben genannter Einladung zur Ausschüttung vorgeschlagenen Euro ein solcher Erfreulichkeits-Bazillus vollständig fehlt, solange es sich bei der Herausgeberin desselben Euro um die oben genannte Firma Europäische handelt, um eine öffentlich-rechtliche Einrichtung also, die -bauartbedingt- niemals irgendwelche Aktionäre zu irgendeiner Hauptversammlung einladen könnte.

Der Verfasser jener Zeilen gibt die Teilnahmewahrscheinlichkeit einschließlich Redebeitrag mit 98 Prozent an. Das wäre dann sein zweiter Besuch auf einer Hauptversammlung von SinnerSchrader.

Bevor ich noch ein Video drehen muss, versuche ich es mal auf diesem Wege: SinnerSchrader braucht einen PR-Manager (m/w).

Es genügt nämlich nicht, einmal im Jahr die ganze Branche in Hamburg zu versammeln und von morgens bis spät zu bespaßen. Twitter ist gut, Facebook auch nicht schlecht, Blogs sind fein und Xing nicht mehr wegzudenken.

Nein, wir brauchen auch jemanden, der das klassische PR-Handwerk beherrscht, SinnerSchrader in die Presse bringt und gewaltige Mengen Text in kurzer Zeit produziert. Außerdem sollte er oder sie von den im vorigen Absatz genannten Themen mindestens schon mal gehört haben, besser aber dort präsent sein.

Die Sache ist eilig, also bitte jetzt bewerben. Vielen Dank!

Seit einigen Tagen ist der neue Geschäftsbericht [PDF, 3,1 MB] der SinnerSchrader Aktiengesellschaft online. Im Imageteil stellen wir kurz unser Leistungsversprechen, unsere Positionierung, Vision und dergleichen vor. Das sieht beispielsweise so aus:

our_promise.jpg

Oder auch so:

we_create_interactive.jpg

Konzept und Gestaltung unseres Geschäftsberichts stammen von heureka! aus Essen. Für die letztjährige Ausgabe hat heureka! übrigens einen reddot design award erhalten.

Und hier zum Vergleich ein Ausschnitt aus der Website von Wieden+Kennedy Tokyo:

wktokyo.jpg

Gewisse optische wie inhaltliche Parallelen sind nicht zu übersehen.

SinnerSchrader:

We create interactive customer experiences which radically intensify the relationship between brands and consumers.

Oder kurz:

Creating Radical Relationships.

Wieden+Kennedy Tokyo:

We exist to create strong provocative relationships between good companies and their customers.

Sicher kein Plagiat, aber schon ein seltsamer Zufall. Oder auch nicht. Manche Ideen liegen eben einfach auf der Hand.

Tausende von IT-Profis leiden unter prekären Arbeitsverhältnissen: Mit dem heutigen Start einer Kampagne setzt SinnerSchrader ein Zeichen gegen mangelhafte Arbeitsumstände von IT-Fachkräften. Unser Credo: Anspruchsvolle technische Projekte in Verbindung mit einem attraktiven Arbeitsumfeld im Team sind die Regel, ohne Ausnahme.

Ansprechend soll sie sein, die Kampagne und natürlich auch gezielt ansprechen: SinnerSchrader hat zurzeit zwanzig Stellenausschreibungen offen, ein großer Teil davon im Bereich Technik. Neben einem Banner auf Sueddeutsche.de ist das Kernstück der Aktion ein 36-Sekunden-Film, produziert in Zusammenarbeit mit der silberlink Filmproduktion aus Hamburg unter Regie von Peter Göltenboth.

Newborn Stars am Schauspielerhimmel sind fünf SinnerSchrader-Mitarbeiter die unter Itprofis-gesucht.de zu bewundern sind und natürlich hier:

E_Maasdorff_klein.jpgMit zahlreichen Awards wurde Elke Maasdorff in den letzten Jahren für ihre Arbeit geehrt, unter anderem bei den New York Festivals, dem ADC und den Cannes Cyber Lions. Seit dem 1. November ist Elke Maasdorff Creative Director bei SinnerSchrader. Bis 2007 arbeitete sie bei Elephant Seven als Senior Art Director und betreute dort große Kunden wie Montblanc, Audi, Rösle, Telekom und Allianz.

Mehr zu der Personalie in der Pressemitteilung.

Es war das umsatzstärkste Jahr der Unternehmensgeschichte von SinnerSchrader. Mit 24,2 Mio. Euro Bruttoumsatz, einem operativen Ergebnis (EBITA) von 2,3 Mio. Euro und einer Bruttoumsatzmarge von 9,5 Prozent haben wir unsere Ziele für das Geschäftsjahr 2007/2008 übertroffen. Die heute vorgelegten Zahlen können sich sehen lassen.

Bleibt die Frage, wie sich unser Geschäft in den kommenden Monaten und im nächsten Jahr entwickeln wird. Die kurze Antwort lautet: Wir sind vorsichtig optimistisch und sehen Wachstumschancen auch in einem schwierigeren Umfeld.

Unsere Prognose im Detail:

  • Die Finanzkrise und der Konjunkturabschwung sind bis jetzt in unserem operativen Geschäft nicht zu spüren. Unsere Kunden haben keine Aufträge storniert, der Auftragseingang im September lag um 25 Prozent über dem Vorjahr.
  • Wenn sich die Geschäftsaussichten unserer Kunden verschlechtern, wird das voraussichtlich auch an unserer Geschäftsentwicklung nicht spurlos vorübergehen. Wir sehen allerdings keine negativen Effekte auf die fundamentalen Faktoren, die unser Geschäft vorantreiben. Die Bedeutung des interaktiven Konsumenten wird weiter zunehmen und den Anpassungsdruck auf das Marketing erhöhen, diese Veränderung für sich zu nutzen.
  • Es ist durchaus denkbar, dass dieser Prozess durch die negative konjunkturelle Entwicklung beschleunigt wird. Das Internet ist ein effizienter und leistungsorientierter Marketing- und Vertriebskanal - diese Eigenschaften gewinnen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten für Investitionsentscheidungen erheblich an Relevanz.
  • Wir wollen weiter wachsen und haben aktuell 20 Positionen aus den Bereichen Technologie, Beratung und Kreation ausgeschrieben. Allein für die nächsten drei Monate sind ca. 30 Einstellungen geplant, die meisten hiervon im Bereich Technik.
  • Wir halten an unserer Personalplanung fest, die wir im August beschlossen haben. Wir planen ein weiteres personelles Wachstum um 27 Prozent.

Weitere Informationen:

Wenn die Banken sich gegenseitig kein Geld mehr leihen und auch anderen den Kredithahn abdrehen, wenn die Börse verrückt spielt und Automobilkonzerne ihre Produktion zurückfahren, weil die Konsumenten weniger konsumieren und insbesondere immer weniger Autos kaufen wollen, dann kann das auch nicht ohne Folgen für die Agenturen bleiben. In welche Richtung weisen die jüngsten Trends?

  • Die Werbeausgaben sinken, aber das Web gewinnt an Bedeutung. Die Mitglieder der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM), darunter viele Markenartikler mit hohen Werbeetats, sind für das kommende Jahr skeptisch. 35 Prozent der jetzt befragten OWM-Mitglieder prognostizieren rückläufige Werbeausgaben für 2009 (Vorjahr 6 Prozent), 43 Prozent rechnen mit konstanten Ausgaben. Immerhin 22 Prozent erwarten noch steigende Budgets, nach 42 Prozent im Jahr 2007. Klarer Gewinner im Mediamix ist das Internet: Bei 81 Prozent der Befragten (Vorjahr 66%) hat die Relevanz dieses Mediums zugenommen.
  • Die Gattung Zeitschriften wird im nächsten Jahr ein Anzeigenminus von 10 bis 15 Prozent einfahren, meint Wolfgang Schuldlos, Geschäftsführer von Zenithmedia. Die Werbespendings der Kunden werden sich laut Schuldlos weiter von Print ins Internet verlagern: Statt heute 12 Prozent wird der Anteil mittelfristig auf 8 Prozent sinken. Die Internetwerbeausgaben steigen dagegen von 10 auf 13 Prozent.
  • Die internationalen Werbeholdings treten auf die Kostenbremse. Die WPP-Gruppe hat bis Februar 2009 einen Einstellungsstopp verhängt und will auch die Kosten für Freelancer deutlich kürzen. Bei Publicis gilt der Einstellungsstopp sogar bis April kommenden Jahres. Ob es auch zu weiteren Entlassungen kommt, ist unklar. Bei der Mediatochter Starcom Mediavest in den USA wurden bereits Kündigungen ausgesprochen.
  • Top-Werber wechseln von der Klassik zu den Interaktivagenturen. Jüngstes Beispiel: Andreas Berens, bis vor kurzem Mitglied der Geschäftsleitung von BBDO Düsseldorf, wird Geschäftsführer von Syzygy Deutschland. In den ersten neun Monaten 2008 hat Syzygy in Deutschland 27,5 Mio. Euro Bruttoumsatz (plus 9,7 Prozent), 11,3 Mio. Euro Nettoumsatz (plus 18 Prozent) und ein operatives Ergebnis von 2,6 Mio. Euro (plus 25 Prozent) eingefahren. Gute Zahlen!
  • Die Interaktivagenturen stehen im Vergleich zu den großen Werbeholdings deutlich besser da: Omnicom, Publicis und Interpublic haben im abgelaufenen 3. Quartal Zuwachsraten zwischen 4 und 7,6 Prozent erreicht - und ihre Erwartungen für den weiteren Verlauf des Jahres und vor allem für 2009 deutlich nach unten korrigiert. Bei Syzygy hingegen liegt der Auftragsbestand für das vierte Quartal 2008 über dem Niveau des Vorjahres. Und die Wachstumserwartungen für 2008 sind deutlich zweistellig.

SinnerSchrader hat den Bruttoumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/2008 um 30 Prozent auf 24 Mio. Euro gesteigert. Das operative Ergebnis stieg auf über 2,2 Mio. Euro. Wie unsere Vorstände Matthias Schrader und Thomas Dyckhoff die Aussichten für 2008/2009 einschätzen, werden sie am kommenden Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz erklären.

Wer unter unseren geneigten Lesern gern dabei sein möchte, ist herzlich willkommen. Bitte sagen Sie einfach per Xing oder per Mail zu.

M_Ubl_klein.jpgNicht nur beim Umsatz im Geschäftsjahr 2007/2008 hat SinnerSchrader Wachstum zu verzeichnen, sondern auch im Bereich Technik: Als neuer Technical Director ist Malte Ubl zum 1. Oktober in unserem Hamburger Standort eingestiegen. Zuvor war der Wirtschaftsinformatiker als Mitglied der Geschäftsleitung bei Schaffhausen ITC Solutions tätig.

Mehr zu der Personalie in der Pressemitteilung und in unserem Technikblog.

rails-podcast.jpgAls Interaktivagentur werden wir immer häufiger gefragt, ob wir nicht eine Interaktivspezifikation (i.e. Interaktivimplementation) anbieten können. Projekte gemeinsam mit dem Kunden zum Ziel zu bringen ist der Ansatz von Ruby on Rails (RoR) und Agiler Entwicklung.

In einem Workshop Anfang November wird das RoR-Team von SinnerSchrader Informatikstudenten und Entwicklern ihr Wissen aktiv weitergeben. Der Workshop findet im Hamburger Büro von SinnerSchrader statt. Beginn ist der 7. November, Informationen zur Anmeldung gibt es bei radicalmonday.

marja_annecke.jpgSinnerSchrader hat einen neuen Director Creative Concept: Die Grafikdesignerin und Medienkauffrau Marja Annecke ist zum 1. September als Leiterin der Kreativkonzeption an unserem Hamburger Standort eingestiegen. Zuletzt arbeitete sie bei Fork Unstable Media in den Bereichen Strategy und Creative Concept Development.

Mehr zu der Personalie in der Pressemitteilung.

Der 11. September 2001 war mein zweiter Arbeitstag bei SinnerSchrader. Das Wetter war ähnlich wie heute in Hamburg: sonnig und spätsommerlich warm. Ich war dabei, mich mit meinem neuen Arbeitgeber bekannt zu machen. Alles war neu und aufregend.

Mein Schreibtisch stand in einem Großraumbüro im ersten Stock der Planckstraße 13 in Hamburg-Ottensen, nur wenige Schritte vom heutigen SinnerSchrader-Büro entfernt. Außer Mark Pohlmann, damals mein Chef, und mir saß dort die Online-Redaktion - ein entfernter Vorläufer unserer heutigen Konzeptioner, wenn man so will.

Im alten Industriebau herrschte eine stille und konzentrierte Atmosphäre wie im Skriptorium einer Abtei. Gegen drei Uhr am Nachmittag unterbrach ein Redakteur, mit dem ich Rücken an Rücken saß, unser aller Arbeit. Ein Flugzeug sei ins World Trade Center geflogen, meldete Spiegel Online. Wir waren irritiert.

Es dauerte noch einige Zeit und mehrere Updates bei Spiegel Online, bis die Nachrichtenlage sich verdichtete. Ein Attentat. Es gab damals einen kleinen Aufenthaltsraum mit Fernseher, auf dem wir die ersten Bilder aus New York sahen. Die brennenden Türme, das zweite Flugzeug.

An Arbeit war nun nicht mehr zu denken. Das Fernsehen zeigte Katastrophenbilder, auf dem Rechner stieß das Web 1.0 an seine Grenzen. Spiegel Online, CNN.com & Co. waren nur schwer erreichbar oder reduzierten ihre Präsenz auf das eine Thema, das es jetzt noch gab.

Dass der erste Turm eingestürzt war, begriffen wir zuerst gar nicht. Die Bilder im Fernsehen erschienen uns irreal wie aus einem Katastrophenfilm. Gigantische Staubwolken. Und das Web war noch schwach und konnte kaum zur Aufklärung beitragen. Dann brach der zweite Turm zusammen.

Der Kollege, der die Meldung zuerst gesehen hatte, nahm an jenem 10. September seinen Abschied von SinnerSchrader. Nach Feierabend saßen wir auf dem Hof der Planckstraße 13 beim Bier. Er wollte in die USA, ob im Urlaub oder für länger, weiß ich nicht mehr. Es war, vorsichtig gesagt, ein mulmiges Gefühl.

Der 11. September 2001 war ein Meilenstein beim Niedergang der Internetwirtschaft. Vielen Start-ups war schon zuvor die Luft ausgegangen. Ich selbst kam gerade von einem Start-up, das in jenen Septembertagen Insolvenz anmelden musste. Nach dem 11. September strichen viele große Unternehmen ihre E-Commerce- und Internet-Budgets zusammen. Das traf Dienstleister und Agenturen. Die Internetwirtschaft fiel in einen Winterschlaf, der fast drei Jahre andauern sollte.

SinnerSchrader zog Ende September in eine große Halle nach Bahrenfeld und blieb dort für knapp fünf Jahre. Aus 270 Mitarbeitern, die im September 2001 bei uns arbeiteten, wurden bis Ende 2003 nur noch 130. In der Halle war genug Platz, um 2006 mit 1.000 Gästen unser Zehnjähriges zu feiern und eine Konferenz zu veranstalten. Nur wenige Kollegen mussten dafür ihren Schreibtisch verrücken.

2006 war das Jahr des Web 2.0 und der neuen Aufbruchstimmung. SinnerSchrader zog zurück nach Ottensen. Die Internetwirtschaft hatte sich seit 2004 wieder vom Schlafe erhoben. Es gab wieder Start-ups und neue Projekte in den Unternehmen. Der zweite Aufschwung läuft weniger stürmisch als zu Zeiten der New Economy, aber nachhaltiger. Und er hält nun schon vier Jahre an.

Der 11. September 2001 war der Moment der größtmöglichen Verunsicherung. Die Folgen des 11. September wirken auch in der Internetwirtschaft bis heute nach. Wenige Wochen später meldete Popnet Insolvenz an. Kabel New Media war schon im Sommer pleite gewesen. Die Agenturszene war im Umbruch, und SinnerSchrader mittendrin.

Billiges Kopieren und schamloses Abkupfern scheinen im Internet gang und gäbe zu sein. Den meisten Beobachtern entlocken offensichtliche Plagiate nicht mehr als ein Schulterzucken.

Unsere Personalchefin Vanessa Boysen hingegen kann sich über Plagiate noch richtig empören. Doch sehen Sie selbst.

Original

Profil SinnerSchrader

Fälschung

Profil Stereolize

Zur besseren Erkennbarkeit sind die geklauten Passagen farbig markiert. Nebenbei bemerkt: Bei SinnerSchrader gibt es derzeit 20 offene Stellen.

Auftraggeber 2.0?

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Die Agentur, nein, die Interaktivagentur - was machen die bloß? Will wirklich jemand im Detail wissen, was wir machen? Nein, so genau wissen will es niemand, man will nur das Ergebnis sehen.

Das Ergebnis sollte mehr sein: mehr Absatz, mehr Abschlüsse, mehr Kommunikation, mehr Kontakt mit dem Konsumenten. Mehr davon führt in der Regel dazu, dass am Ende mehr übrig bleibt. Und das ist das Ziel von Marken & Unternehmen, natürlich nicht nur im interaktiven Kanal.

Aber wie kommt man dort mit einem möglichst effizienten Einsatz von Geld und Zeit hin? Man bedient sich einer Interaktivagentur: Die verstehen mein Geschäft, mein Produkt und die wissen auch, wie man den Kontakt zum interaktiven Konsumenten knüpft.

Nun ja, so ist unser Bild von der Agentur. Aber die Agentur macht es sich nicht leicht, dieses Verständnis über das Produkt zu entwickeln. In der Regel wird dabei viel Zeit und Budget auch darauf verwendet, dem Auftraggeber zu beschreiben, was er denn von uns, der Agentur, kaufen wird.

Das Problem mit dieser Beschreibung ist, dass fast niemand, vor allem selten der Auftaggeber, diese Beschreibung wirklich für sich nutzbar machen kann. Sie ist in vielen Fällen nur Mittel zum Zweck und dient vor allem als eine Art Versicherung, um vorab möglichst detailiert zu erfahren, was man später in den Dimensionen Funktion, Budget und Zeit geliefert bekommt.

Wir halten das aufgrund unserer Erfahrungen immer öfter für eine Scheinsicherheit. Die Realität holt uns dabei fast immer wieder ein, die Welt dreht sich weiter. Wenn ich als Auftraggeber so mit einer Agentur arbeite, habe ich wenig Möglichkeiten, den eingeschlagenen Weg noch zu verändern und die Entwicklung wirklich mitzugestalten.

Jede Änderung, im Werkvertragsverhältnis liebevoll "Change Request" genannt, wird zunächst diskutiert, in den drei Dimensionen beleuchtet und führt im schlimmsten Fall in allen Dimensionen zu vorher nicht geplanten Veränderungen.

Genau an dieser Stelle setzt der agile Projektansatz an. Wir bieten unseren Auftraggebern damit eine Alternative zum traditionellen Vorgehen an. Nicht für jeden Projekttyp, nicht für jede Art von Zusammenarbeit, aber für eine deutlich breite Zielgruppe auf dem Weg in eine andere Welt von Projekten.

Wir wollen mit unserem Auftraggeber dessen Projekt bestmöglich umsetzen. Hierzu wollen wir nicht nur vorab spezifizieren, wie die Umsetzung aussehen soll, sondern wollen das Werkzeug zur Umsetzung an den Wünschen des Auftraggebers kontinuierlich und maßgeschneidert mit ihm zusammen entwickeln. Dabei verstricken wir uns nicht in technischen Details, sondern fokussieren die geschäftliche oder kommunikative Herausforderung - die technischen Fragestellungen lösen wir selbstverständlich auch.

Als technische Plattform für diesen Weg setzen wir Ruby on Rails ein. Weil es unser Werkzeug ist, mit dem wir uns auf die sich entwickelnden Aufgabenstellungen unserer Auftraggeber fokussieren und unsere Auftraggeber in den Entwicklungsprozess einbeziehen können.

Nachdem viele Auftraggeber von Dienstleistern die Erfahrung des in der Spezifikation Gefangenseins gemacht haben, werden wir als Interaktivagentur immer häufiger gefragt, ob wir nicht eine Interaktivspezifikation (= Interaktivimplementation) anbieten können. Unsere Antwort ist ein klares Ja - agile Entwicklung mit Ruby on Rails ist die Alternative, ein Projekt gemeinsam zum Erfolg zu führen.

meno_abels.jpgMeno Abels (40) leitet seit 1. Juli bei SinnerSchrader das neue Ruby-on-Rails-Team.

Was Spreadshirt für T-Shirts ist, will Juicywalls für Wände werden. Das hessische Start-up produziert individuelle Tapeten und Leinwände.

kickerraum.jpg

Bei SinnerSchrader hängt seit geraumer Zeit eine von Juicywalls produzierte Tapete im Kickerraum. Wer genau hinsieht und sich auskennt, der erkennt das Millerntor-Stadion. Nur erahnen lässt sich, dass die schwarzen Kickerfiguren den Totenkopf von St. Pauli auf dem Trikot tragen.

Was Juicywalls kann und wie das Start-up entstanden ist, hat Gründer Mark Hussain im Mai auf der next08 erklärt. Wer lieber liest, dem sei ein ausführliches Interview mit förderland ans Herz gelegt.

SPIEGELnetDer Hauptsponsor dieses bescheidenen Onlinejournals hat heute Quartalszahlen vorgelegt. Die Zahlen (Umsatz +44 Prozent, operatives Ergebnis +613 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) können sich sehen lassen. Das laufende vierte Quartal wird nach den letzten Prognosen wie geplant das stärkste des Geschäftsjahrs werden, das am 31. August endet.

HenkelNeben einem dynamischen Bestandskundengeschäft hat SinnerSchrader in den drei Monaten von März bis Mai auch interessante Neukunden gewonnen. Darunter sind SPIEGELnet, betreut aus Hamburg, und Henkel, die Kunde des Frankfurter Büros wurden.

flexughh-meeting.jpg

Die Adobe Flex User Group Hamburg trifft sich regelmäßig und organisiert kostenlose Vorträge über Flex, AIR und Flash. Beim kommenden Treffen am 14. Juli 2008 im Hause SinnerSchrader präsentiert David Sowerby Grant Straker von Straker Interactive "ZoomFlex and UM Cairngorm Extensions". ZoomFlex ist ein browserbasiertes Tool, mit dem kleine bis große Flex-Applikationen erstellt werden können. Dabei kann bis zu 30 Prozent der Entwicklungszeit gespart werden.

Gregory Jacob, Head of Flash bei SinnerSchrader, koordiniert dieses flexughh-Meeting. Zur Registrierung für die Veranstaltung geht es hier.

Rebooting My Life

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This afternoon I'm jumping on a train to perhaps the loveliest European city I know: Copenhagen. Tomorrow the tenth reboot conference, and a hell of a lot of exciting changes in my life start.

After over seven years as an Art Director at Sinnerschrader, I quit my job. As of today it's official, and as of the first of September I will be unemployed a freelancer designer.

Most of my colleagues jumped to a number of conclusions once they heard: I don't like my new boss, I don't like the company's vision, I don't like Matthias Schrader, I don't like whatever.

Forget it. Chris, my new boss (Walli!), is a guy I very sincerely like and that the company's needed for ages. I helped develop the vision, and as a direction for Sinnerschrader I believe in it and am proud of my part in it. Mattes is the German entrepreneur that I most like, respect and admire. I've learned bunches from him and will miss him. My colleagues are a pile of intelligent, interesting and funny folks that I'll also miss. So why did I quit?

There are a few reasons, here in order of importance:

Homesickness Can be Cured

I miss Australia and Australians, simple as that. For the ten years I've been in Germany, all of my friends have heard the sentence, "Next year I'm moving back to Australia," so many times that they've stopped believing me. I've stopped believing myself. Laziness, comfort and continual "one day" thinking kept it a theory, but I'm sick of hearing myself say it without doing it, so now I am.
I'm moving to Sydney.

Move to Grow

I was born in the U.S., moved to Australia at 9, moved back at 16, back to Australia again at 23, picked up double citizenship, and after bumming around the world for many months, I landed in Germany at 28. I've never stayed anywhere as long as Germany. I've never worked anywhere as long as Sinnerschrader. More and more intensely in the last two years, I've been getting sick of my comfortable, sedentary life. I miss challenges, travel, insecurity, learning, and all the other things that come with going somewhere and getting used to everything again. These things bring more growth than anything else I know, and it's time to grow again.
I'm looking for some challenging uncertainties.

Mid-Life Cliché?

Sure, I'm 38. It's almost officially time for a mid-life crisis isn't it? Well, I haven't bought a sportscar I can't afford, I haven't snagged an athletic, 19 year old, blonde girlfriend, and I haven't renovated my wardrobe to try and look half my age either. I've quit my job, and will be going solo and moving to the other side of the world.
Mid-life crisis of the hyperconnected? You tell me.

What Now?

I'm preparing the countless things (I'm sure I'll forget something) that are necessary to leave a country after ten years. My last day at work will be towards the end of August. I'm spending as much time as I can with friends I'll probably not see for a long time. On the first of October I'll be flying to Sydney and setting up a new home base there.

I'm Free!

As of the first of September I'll be working as a freelancer, consulting and designing interfaces, primarily for the web. If you're looking for someone who can analyse and understand your online problems, and develop interface concepts and visual designs to solve them, get in touch. Don't let my new location in Sydney deter you. I'm fluent in English and German, am eager to travel by working anywhere, and believe in working through all the tools I use online. Say "hi" at hello AT mattbalara DOT com.

I also gave my first talk at the next08 conference a few weeks ago. To be honest it was terrifying, but also invigorating and addictive. Judging by the feedback, I believe I did a pretty good job, too. Have a look at the video. I'm working on new talks and looking for places to present them.

If any of this is interesting for you, now or in the future, get connected on LinkedIn or Xing, follow me on Twitter, and subscribe to this blog's feed.

The blog here will also be warming up, with more regular posts, a new look and a stronger focus on design. I've often blogged about social media, and that'll be shifting over to /message, where Stowe Boyd generously invited me to blog with him. My first post went online last week.

Although all of the changes are coming extremely hard and fast, and sometimes it makes me wobbly, I'm terribly excited and am more than anything else looking forward to it all. For the first time in a long time, I've got a solid, persistent feeling that the future rocks.

Originally published at mattbalara.com

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Die next conference hat sich binnen zwei Jahren zu einem der wichtigsten Branchentreffpunkte entwickelt, meint Mister Wong. Der freundliche Chinese aus Bremen sprach mit Matthias Schrader über drei Konferenzjahrgänge, aktuelle Webtrends und die Frage, wen der Gründer und CEO von SinnerSchrader gern mal im wirklichen Leben treffen würde.

Mister Wong: 06, 07 und jetzt 08 - Wie hat sich die Webkonferenz next in drei Jahren verändert?

Matthias Schrader: Die next conference ist von Anfang an auf ein riesengroßes Interesse gestoßen und von Jahr zu Jahr enorm gewachsen. Mit über 1.300 registrierten Teilnehmern hat sie in diesem Jahr alle Erwartungen gesprengt. Es hätten sogar noch mehr Teilnehmer werden können, aber das Museum Prototyp hätte den Ansturm dann nicht mehr verkraftet. Die next conference hat eine enormeEigendynamik, und sie gehört der Community, die sich einmal im Jahr in Hamburg trifft.

Diesmal haben auf der Konferenz mehr internationale Referenten als in den Vorjahren gesprochen. Wollen Sie die next internationalisieren?

Wir wollen den europäischen Fokus schärfen. Der erste Schritt dazu war in diesem Jahr, mehr internationale Referenten zu gewinnen. Im kommenden Jahr wollen wir auch mehr Teilnehmer aus der europäischen Webszene auf die next conference holen. Sie ist die einzige Konferenz, die die Internetcommunity mit großen Unternehmen und führenden Marken in Kontakt bringt. Wir wenden uns nicht nur an Geeks, sondern an eine sehr viel größere Community: Medien und Media, Internet, Werbung und IT.

Das ganze Interview bei Mister Wong.

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Der BCP Best of Corporate Publishing verlieh in diesem Jahr zum zweiten Mal einen Preis in der Kategorie Electronic Publishing Newsletter. compact, der Newsletter der comdirect, kann erneut in dieser Kategorie glänzen und gewinnt Gold. Eine ausgezeichnete Steigerung im Vergleich zum Vorjahr.

SinnerSchrader ist für das Design von compact verantwortlich. Der Newsletter wird redaktionell von G+J Corporate Media betreut. comdirect ist ein Kunde von SinnerSchrader, und wir freuen uns über die erneute Anerkennung.

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Die Zukunft des Musikgeschäfts

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Dr. Stefan Glänzer, Gründungsinvestor und früherer Executive Chairman von last.fm spricht nach seinem next08-Vortrag über Musik als Bestandteil von Kommunikation und stellt die These auf, dass Musik in Zukunft für jedermann frei zur Verfügung stehen wird. Die Musikindustrie müsse sich neue Einnahmequellen neben dem klassischen CD-Geschäft erschließen, so die nicht ganz neue Schlussfolgerung Glänzers.
Er verweist auf den einzelnen Musiker als kreative Quelle des Musikgeschäfts und spricht über eine neu entstehende Kultur des Musikschaffens durch die neuen Möglichkeiten rückkanaliger mobiler Aufnahme- und Distributionsgeräte. last.fm basiere auf dem Motto "get realtime", so Glänzer.

Bereits zur next07 sprach Glänzer über individualisiertes Radiohören.

Warum? Weil wir es können ;-)
Holger Blank, Geschäftsführer Technik

Soweit die lakonische Begründung für das neueste Blog von SinnerSchrader. Es ist das Werk eines Teams aus dem kopfstärksten Bereich des Hauses, der Technik.

Seit einigen Wochen schreiben auf trycatchfinally einige Kollegen mit der technischen Brille auf der Nase. Der Name trycatchfinally leitet sich aus einer in verschiedenen Programmiersprachen gängigen Konstruktion für die Ausnahmebehandlung her.

Die ersten Einträge befassen sich gut denglisch mit Dingen wie dem Styling von Fileuploads, einem Flash-Player-Switcher für Firefox oder flexiblen versus festen Layouts.

trycatchfinally ist nach Fischmarkt, Mediabrief, dem inzwischen exterritorialen Themenblog und radicalmonday das jüngste Kind unserer stetig wachsenden Blogfamilie. Von hier aus immer eine Handbreit Code unter dem Kiel!

Erfolgsmessung von Marken für Dummies

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Nate Elliot
Nate Elliot, Senior Analyst bei Jupiter Research hat uns live auf der next08 drei Tipps gegeben, die helfen sollen, den Erfolg einer Marke messbar zu machen.

(Bildquelle: flickr/Paul Downey)

  1. 1. Das Wissen über die eigenen Ziele
  2. 2. Die Gewissheit, welche Bereiche zu beobachten/zu kontrollieren sind
  3. 3. Der Abgleich der eigenen Ergebnisse mit den persönlichen Zielvorgaben

get realtime
Das Konferenzmotto "get realtime" findet sich in der Arbeit des Analysten in der Erfahrung wieder, dass Kampagnen im Internet während ihres Verlaufs überprüft und angepasst werden können.

Die next08 lässt uns hier so schnell noch nicht los. Inzwischen sind fast alle Videos online und damit auch die Session von Mario Neurath, activeGATE und Frank Böttcher, interRent. activeGATE hat auf der next08 neue Funktionen vorgestellt:

Mit der automatisierten Erstellung von detaillierten Profilen noch während des Nutzersitzung können Website-Betreiber Angebote und Kommunikation künftig noch zielgenauer steuern. So kann jetzt zum Beispiel ein Kundenbetreuer in einem Online-Shop aus einem über activeGATE initiierten, textbasierten Dialog mit einem potenziellen Käufer direkt eine Webkonferenz starten, in der weitreichende audio-visuelle Möglichkeiten für eine ausführliche Produktpräsentation genutzt werden können.

Für Timo Lommatzsch, Social Media PReview, war die Session einer der spannendsten Vorträge auf der next08. Für die neueste Ausgabe seines Podcasts hat er mit Frank Böttcher gesprochen. (Mit mir übrigens auch.)

activeGATE ist eine Beteiligung von SinnerSchrader, interRent.com wurde von uns entwickelt.

Auf der next08 hat Stockflock eine neue Finanz-Community gestartet. Auf Stockflock publizieren und vergleichen Profis und Privatanleger ihre Strategien, Tipps und Portfolios. Anders als in klassischen Finanzforen wird auf Stockflock deutlich, wie gut der Tipp war: Die Wertentwicklung und Vorhersagepräzision werden ausgewertet und sind für jeden sichtbar.

Stockflock ist eine hundertprozentige Tochter der Sixt e-ventures GmbH und richtet sich an zwei Zielgruppen: Portfolioverwalter stellen auf einer anbieterneutralen Seite ihre Kompetenz und Anlagestrategie unter Beweis, Privatanleger lernen durch den Austausch von Wissen und Erfahrungen voneinander. Das Resultat für alle Beteiligten ist eine unabhängige, selbstverantwortliche Investitionsstrategie.

Einer der ersten Community-Mitglieder von Stockflock ist Erich Sixt selbst. Er stellt auf der Website seine wichtigsten Investitionen vor, erklärt, welche Märkte er für besonders interessant hält und lässt alle Nutzer an der Wertentwicklung seines Portfolios teilhaben.

Projektleiter Alexander Beyer hat Stockflock auf der next08 vorgestellt. Das Video der Session ist jetzt online.

Stockflock/Sixt ist ein Kunde von SinnerSchrader.

Volker Gassner (campaigner und Projektleiter; Greenpeace Deutschland) über die Verbindung zwischen new economy und NGO´s.
Auch für Greenpeace ist das Motto der next08 "get realtime" der zentrale Aspekt zukünftigen Handelns.


Das Live-Blogging-Team hat zum Ende der next08 Matthias Schrader noch einmal persönlich vor die Kamera geholt und ein erstes "realtime"-Fazit eingeholt. Schrader fühlt sich inspiriert als Agentur noch schneller und noch besser zu werden, ohne dass dabei der Spaß an der Sache verloren geht. Er sieht das Motto der Konferenz durch einen Pulsschlag der Teilnehmer weit jenseits der 80bpm voll realisiert. Get realtime.

Barrierefreie Zukunftsperspektiven

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Die Aktion Mensch lud am 6. Mai zu einer Fachtagung zum barrierefreien Web in den Wissenschaftspark Gelsenkirchen. 300 Experten, Interessierte und Betroffene diskutierten „Konzepte und Zukunftsbilder für ein Barrierefreies Internet". In 16 Workshops diskutierten die Teilnehmer fleissig mit eingeladenen Experten, manchmal hart am Thema des Workshops vorbei, aber immer mit dem Fokus auf das barrierefreie Internet.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie im neuen Technik-Blog von SinnerSchrader: trycatchfinally.

"Boom bei Online-Agenturen hält an", meldet soeben die Horizont. Das heute veröffentlichte New Media Service Ranking gibt Aufschluss über die Umsatzentwicklung unserer Branche. SinnerSchrader kommt in diesem Jahr auf Platz 5 - damit verbessern wir uns um eine Position.

Horizont-Redakteur Bert Rösch hat einige Fragen an Matthias Schrader gestellt, die wir - inklusive Antworten - unseren Lesern nicht vorenthalten möchten.

Horizont: Warum hat Ihre Firma 2007 beim Umsatz zugelegt?

Matthias Schrader: Zwei Gründe. Erstens: Unsere Kunden verlagern immer mehr Marketingaktivitäten in die digitalen Kanäle - dementsprechend wachsen die Budgets. Zweitens: Wir konnten durch unsere Arbeit interessante Neukunden für uns gewinnen.

Was sind die Gründe für den anhaltenden Boom im Agenturgeschäft?

Die Konsumenten wollen Produkte und Dienstleistungen im Internet erleben und dort Beziehungen zu Marken und Unternehmen aufbauen. Marketing und Vertrieb stehen mitten in einer Revolution, die das Agenturgeschäft verändert. Sie verlangen nach Agenturen, die den interaktiven Konsumenten kennen und den gesamten digitalen Marketing- und Vertriebsprozess betreuen können.

Wie sind die Aussichten für 2008? Erstens in Bezug auf Ihr Unternehmen und zweitens in Bezug auf die Onlinedienstleisterbranche.

Das Jahr 2008 ist sehr gut angelaufen. Unser Auftragseingang liegt bis jetzt um rund 30 Prozent über dem Vorjahr. Neukunden fragen mehr und größere Projekte an als in früheren Jahren. Für die Branche insgesamt dürfte Ähnliches gelten.

Was sind die größten Herausforderungen des Jahres 2008?

Die größte Herausforderung ist, die wachsende Bedeutung des Internets für Marketing und Vertrieb stetig in den Köpfen der Entscheider auf allen Ebenen zu verankern.

Was sind die größten Trends im Agenturgeschäft?

Die Interaktivagenturen übernehmen immer mehr die strategische Markenführung, weil sie den Konsumenten in seinem Verhalten und mit seinen Bedürfnissen am besten verstehen und daraus Maßnahmen ableiten können, die Marken und Konsumenten wieder konnektieren. Weil sie damit für ihre Kunden Mehrwert schaffen, haben sie die Chance, zur Leadagentur zu werden.

Hat sich der Preisdruck verbessert?

Definitiv. Die realisierten Tagessätze verbessern sich langsam, aber stetig.

Profitieren Sie von der Fußball-Europameisterschaft? Haben Sie dadurch Aufträge gewonnen? Welche Impulse erwarten Sie für die gesamte Branche? In welchem Umfang?

Die Fußball-EM ist in der Interaktivbranche kein Thema.

Profitieren Sie noch von der Web-2.0-Euphorie? Oder ist die Begeisterung bereits abgeklungen?

Das Stichwort Web 2.0 steht seit zwei Jahren für eine neue Begeisterung am Internet, für Aufbruchstimmung und für den Perspektivwechsel von den Unternehmen hin zu den Konsumenten. Diese Welle hat viel Energie freigesetzt und treibt nach wie vor viele Interaktivprojekte voran.

Warum stagnieren bei SinnerSchrader sowohl Umsatz als auch Mitarbeiterzahl, während die direkte Konkurrenz bei beiden Parametern deutlich zulegt? Ist bei SinnerSchrader die Grenze des Wachstums erreicht?

Wir sind 2007 mit der gleichen Kopfstärke organisch um 13 Prozent gewachsen. Dadurch hat sich der Pro-Kopf-Umsatz drastisch verbessert. In den ersten Monaten 2008 ist die Mitarbeiterzahl durch Neueinstellungen und die Übernahme der spot-media AG auf über 200 angestiegen. Wir rechnen für das laufende Geschäftsjahr 2007/2008 (bis 31. August) mit einem Wachstum von mehr als 21 Prozent. Wir sehen keine Grenzen für weiteres Wachstum. Im Gegenteil.

Matthias Schrader

Matthias Schrader ist Gründer und CEO von SinnerSchrader.

wallon_schrader.jpg

Am 1. April tritt Chris Wallon (32, im Bild links) als Kreativgeschäftsführer von SinnerSchrader an. Er kommt von Interone Worldwide aus Köln und komplettiert die Geschäftsführung von SinnerSchrader.

meyer_sax_jacob.jpg

Mit Sven Meyer (Beratung, im Bild links), Rainer Sax (Technologie) und Gregory Jacob (Flash/Kreation, re.) verstärken uns zudem drei neue Teamleiter.

Alle Details hier.

Shameless

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theft2.jpg
While standing outside having a smoke this morning, colleague Gregory Jacob brought me back to the subject of web design “theft”, which I wrote a couple articles about in 2006. Back then, the discussion showed that there are many varying opinions of where inspiration stops and theft starts. Greg’s example, which absolutely takes the cake in my experience, is without question way over the border.

Greg’s a Flash guy, with a pleasingly minimal personal site. He received a mail from a friend this morning, with a link to a stunningly similar site. Have a look:

After a little research it was clear that Foued, due to laziness, deficient creativity or most likely a combination of both, had simply downloaded Greg’s SWF and the XML which defines the site’s content, and after a little text editing, uploaded both on his site.

It Gets Better

Not only did he shamelessly rip off Greg’s work, but he then submitted his rip-off to numerous awards sites, and won on four of them.

It Gets Even Better

Not only did Foued win awards with stolen goods, but one of them, Dope, had already awarded Greg for the exact same site.

I’d like to take the opportunity to congratulate Greg. Not only a 1:1 rip-off (as we all know, “imitation is the sincerest form of flattery”), but four awards, and one of them twice. Well done Greg!

Too Easy to Do, But Also to Find

Things like this just leave me extremely confused. Let’s assume that Foued Azzone is not remarkably naïve, and knew full well how wrong this is. So he uses a stolen design, right down to the file itself, to promote himself and his talents. And in a medium which is so fast, and so everywhere, that the chances of this theft remaining undiscovered are zero. And in a medium where stuff like this gets publicised like wild-fire, irrevocably poisoning is own Google-juice. What could he possibly think this would do for his career? How could he ever dream of this being good for him?

Originally published at mattbalara.com. Matt Balara works as Senior Art Director at SinnerSchrader, Gregory Jacob is Head of Flash.

Der Marktanteil der Billigflieger nimmt weiter zu. 2007 erreichten die Low-Cost-Carrier einen Anteil von 22,5 Prozent am gesamten Flugverkehr in Deutschland. Im Vorjahr waren es 19,1 Prozent, im Jahr 2001 weniger als fünf Prozent.

TUIfly.jpg

Die drittgrößte Airline Deutschlands, ein Low-Cost-Carrier, setzt rund 80 Prozent ihrer Tickets über das Internet ab. Ihre Website TUIfly.com ist die meistfrequentierte Website aller deutschen Airlines. Im Februar besuchten fast 1,5 Millionen Reise- und Fluginteressierte die Website von TUIfly.com.

Mit einer Reichweite von vier Prozent und einer Nettoreichweite (Unique Audience) von 1,487 Millionen kommt TUIfly nach aktuellen Zahlen von Nielsen/Netratings auf Platz 1. TUIfly.com ist ein Kunde von SinnerSchrader.

Der Wettbewerber und möglicherweise künftige Fusionspartner Germanwings gibt übrigens in diesen Minuten eine Pressekonferenz auf der ITB in Berlin.

Entdeckungen des Jahres

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Yahoo hat die beliebtesten, originellsten und innovativsten Newcomer des Jahres 2007 gekürt. In der Kategorie "Schlau für lau" war carmondo nominiert, das von SinnerSchrader für Sixt realisierte Autoportal. Die Jury entschied sich in dieser Kategorie jedoch für learn2use.de.

Die übrigen Gewinner

Die gute Tat: utopia.de
Freunde im Netz: docinsider.de
Am Puls der Zeit: hausgemacht.tv
Schrill & Schön: watchberlin.de

Das Rennen um die Gunst der Nutzer hat hausgemacht.tv für sich entschieden. Mehr dazu in der Pressemitteilung von Yahoo.

s2de.jpg

I’ve been designing websites professionally since 1995, and never has any site I’ve worked on been discussed as much as the new SinnerSchrader site, and, to be exact, it’s not even a site at all.

Let’s get the full disclosure out of the way first: I’m an Art Director at SinnerSchrader, and other than the occasional over the shoulder comment and discussion over a smoke, I had nothing to do with the idea, concept, or design of the new site. Go check out sinnerschrader.de, click around a little, and come back for my thoughts on it.

As you hopefully noticed, it’s just a link list. That’s it. All of our content is “out there” in the web. Of course most of it always has been, and now our site is the place where all of the disparate elements — job offers, client sites, employee profiles, how to find us, etc. — meet. Instead of a perfectly polished and organised glossy brochure, which is what most agency websites are, ours is a knot which loosely joins our small pieces.

What’s Good?

I’ve loved the idea ever since one of my favourite coleagues, Ron (whose blog is still “coming soon”) told me about it. And, in so far as our site is just a list of links, I find it a logical and consequent execution of the idea. The web is not a book or a wall or a television, so a cover or a poster or a video is certainly in the medium, but not really of the medium.

As I explained in my Naked Relaunch article, I’m also a strong believer in the “it’s never finished” mentality, when it comes to web design and content. The most exciting aspect of the web is that it’s continually changing, growing and becoming more and other than it is at this moment. Our new site doesn’t take this aspect far enough (more on that below) but the idea of a living collection of links that are easy and fast to add, change and remove is where I hope the site’s going.

Those are just two short and small “what’s goods,” but for me they’re much more important than the more numerous “what’s not yet good” comments listed below. I’m a fan of ideas, and, when compared with ideas, niggling details don’t weigh very heavily on my scales.

What’s Bad Not Yet Good?

Well, the first thing that makes my idea-focussed brain itch is: the thing’s static. Nothing’s happened since it went online on the 5th of December (be careful, there’s German behind that link). If the most exciting thing about the web is the continual change, then an agency website which says, “our stuff isn’t packed away in a shiny wrapper, it’s living out there in the chaos” must have a site where something’s happening. For now it’s just a link list. There’s nothing new, nothing changes, it’s not alive.

The site is an idea, and it’s pretty brave, and I haven’t seen anything like it before, but we couldn’t stop ourselves from squeezing in at least a little wobbly, animated, flickering Flash. Maybe we were afraid it wouldn’t be “pretty” enough for an agency site; I wasn’t involved in the decisions, so I don’t really know. Personally I think the Flash is decoration which doesn’t serve the goal or message of the page itself. Although I actually quite like wobbly pink, gold and grey aesthetically, I don’t think the page would suffer much if it wasn’t there. In fact, Flash is a shot in our own foot as far as search engines, the back button, auto-discovery of the rss feed, and copying text and links are concerned. These are as much the nature of the web as are links and distributed content, so why did we ignore these? I don’t know.

Other than all of that, there are a few little details which picky usability freaks have been pinning on us — e.g. the newsletter field should make it clear that it requires an email address — but I think the basic function (open external pages in a frame and close the frame again) works and is understandable. A few tweaks, and we’ll shake the bugs out. No big deal.

How Could it be Better?

Number one on my wishlist: let it live. Collect feeds from employee blogs, spit in whatever turns up under the tag “sinnerschrader” on Flickr, collect the Tweets of employees, friends and the company itself, mash it up and call it “The Secret Life of S2” or “S2nd Life”, whatever. We’re a web company, we make web stuff, and more than a few of us live in the web, so why not show it?

We could get our hands a little dirtier with the clients. Just linking to their sites isn’t really enough, or sometimes it could be too much — a link suggests we did all of it. Sure, we design and program complete sites for many of our clients, but we also produce banners, single pages, micro-sites, etc. Why not — in addition to the links — simply throw up some screenshots at Flickr, a case study in the blog, whatever it is that best describes our work for that client?

Kick the Flash out. As far as I’m concerned kick the graphic typography out as well — with the exception of the logo and the claim, of course. The flashier it is, the harder it is to change, as well as the problems mentioned above. If the idea is links, make it 95% about links. Right now we’re around 70%.

Oh yeah, and let’s put in a search, as Martin “Nielsen” Seibert suggested (Achtung! More German!), thereby proving that he didn’t even begin to understand the idea. But if you do, please link our search to Google.

How do you like our new site? If you were the boss, what would you add, remove or change? Let me know.

Originally published at mattbalara.com.

DauerWerbeBlog

2007 war auch das Jahr der werblichen Vermarktung von Blogs (und der heftigen, teils hassbefeuerten Grundsatzdebatten darüber). Im April ging adical an den Start, das Blogwerbenetzwerk von Johnny "Spreeblick" Haeusler und Sascha "Wir nennen es Arbeit" Lobo. Mit dem Namen adical assoziiere ich sofort den neuen Claim von SinnerSchrader. Schon einen Monat nach dem Start verstummte adical wieder, ohne indes die Arbeit einzustellen.

Ende August trat Jens Kunath mit Ad 2.0 an, nicht nur auf die Vermarktung von Blogs fokussiert, sondern auf Web-2.0-Startups aller Art. Anfang Januar erklärte er den vorläufigen Rückzug.

Robert Basic begann im Herbst mit der Selbstvermarktung seines Blogs, das mittlerweile die von adical vermarkteten Bildblog und Spreeblick in den Deutschen Blogcharts hinter sich lassen konnte und unangefochten auf Platz 1 residiert.

Die Blogvermarktung im deutschsprachigen Raum - zu nennen wäre auch noch Trigami - leidet allen Bemühungen zum Trotz vor allem unter den erheblich zu geringen Reichweiten der allermeisten Blogs. Was jetzt folgt, ist ein radikal anderer Ansatz.

Oliver Gassner und Stefan "jovelstefan" Heß gehen in der Nacht zu Montag mit dem Dauerwerbeblog ans Netz. Ihre Devise lautet: 99 % Werbung - 1 % Eigenwerbung. In der Charta heißt es:

DauerWerbeBlog.de (dwb) ist eine Dauerwerbesendung im Netz. Als Reaktion auf die gebotene Trennung zwischen redaktionellen und werbenden Inhalten, haben wir uns gedacht: "Gut, trennen wir!" Hier gibt es nur Werbung.

Im Dauerwerbeblog ist eine notwendige, unaufhaltsame, heftig und kontrovers diskutierte Entwicklung einmal konsequent auf die Spitze getrieben und zuende gedacht - die Kommerzialisierung des Mediums Blog. Michael "TechCrunch" Arrington ist schließlich damit reich geworden.

Die Idee entstand schon auf dem Barcamp Cologne 2 im Sommer. Und einige Wochen später im Ottenser Café Knuth hatte ich Gelegenheit, mir die Idee aus erster Hand erläutern zu lassen. Jetzt ist es soweit: Das Dauerwerbeblog ist fast fertig, der Start steht unmittelbar bevor.

Oliver Gassner muss eine Familie ernähren und ist sich ausweislich seiner Autobiografie für kaum einen Job zu schade. Stefan Heß ist Berater bei SinnerSchrader und arbeitet für Projekte wie carmondo oder Stockflock. Als Autor auf dem Fischmarkt befasste er sich zuletzt intensiv mit Sportcommunities.

2008 verspricht ein aufregendes Jahr zu werden. Es ist kaum elf Tage alt, und schon ist jede Menge passiert. Das Jahr begann mit viel Lärm um nichts. Werbung bei Xing - wo ist das Problem? Falsch war einzig und allein das Timing. In der nachrichtenarmen Zeit so kurz nach dem Jahreswechsel ist jeder dankbar, wenn er was zu schreiben hat. Ein paar Wochen später (oder früher) hätte kein Hahn danach gekräht. So musste Lars Hinrichs zurückrudern und einen kleinen Teil der Xing-Profile künftig werbefrei lassen. Macht auch nix.

Still und leise startete zum Jahresbeginn die Youngtimer-Community carsablanca.de ihre öffentliche Beta. Damit meldet sich Peter Kabel zurück, seines Zeichens Gründer der Agentur Kabel New Media, die das Krisenjahr 2001 nicht überlebt hatte. Carsablanca ist eine Beteiligung von b-to-v, charmant gemacht, mein Profil dort noch etwas unausgereift. Aber wer weiß, was noch kommt - ich sehe vor meinem geistigen Auge schon die Pressemitteilung: SinnerSchrader arbeitet für Peter Kabel...

Apropos Autocommunity: Das bei uns realisierte kleine Autoportal aus dem Hause Sixt ist unlängst für seinen ersten Award nominiert worden. Yahoo! kürt die Entdeckungen des Jahres 2007 und lässt über die Gewinner per Online-Voting abstimmen. Carmondo steht in der Kategorie "Schlau für lau" auf der Liste. In der Jury sitzt u.a. Nico Lumma. Ich habe allerdings noch nicht verstanden, wozu es eine Jury braucht, wenn die Nutzer abstimmen.

Matt Balara, Designer bei SinnerSchrader, hat sein Blog radikal reduziert. Wenn jetzt der Hintergrund noch grau wäre, dann sähe es fast aus wie die ersten Websites, die ich 1994 auf Netscape gesehen habe. Der legendäre Browser wird in Kürze das Zeitliche segnen.

Yvonne Neubauer, seit Mitte Dezember bei uns als Volontärin Online Conversations, schreibt von Anfang an auch im Netz. Und twittert, wenn auch noch etwas zaghaft. Herzlich willkommen von dieser Warte!

Der Fischmarkt begrüßt dieser Tage seinen Abonnenten No. 3.000, und da sind die treuen Leser, die mehr oder weniger täglich direkt hier aufschlagen, noch gar nicht mitgezählt. Euch und Ihnen allen sei nicht verschwiegen, dass seit dieser Woche die Registrierung für die next08 zum unschlagbaren Freundschaftspreis von 190 Euro möglich ist. Das Kontingent ist begrenzt, die Nachfrage bereits hoch.

Die Sensation des Tages ist aber zweifelsohne Jürgen Klinsmann als Trainer beim FC Hollywood Bayern. Das Wochenende ist gerettet.

Ein paar Mal werden wir noch wach,
heißa, dann ist Stockflocktag.

Kurz vor den Weihnachtsferien kündigt die Finanzcommunity Stockflock ihr baldiges Erscheinen an. Ein Jahrzehnt nach wallstreet:online schickt Stockflock sich an, als Last Mover das Thema neu zu denken und mit einem frischen Konzept an den Start zu gehen.

Stockflock ist ein Projekt von Sixt e-ventures und wird realisiert von SinnerSchrader. Alexander Beyer ist der Projektmanager bei uns - und künftig bei Sixt, denn im neuen Jahr tritt er in Pullach zum Dienst an. Dazu von dieser Stelle viel Spaß und Erfolg!

Allen Fischmarktlesern frohe Weihnachten und ein glückliches Jahr 2008! Der Fischmarkt schließt, so nichts dazwischen kommt, bis zum 6. Januar seine Stände.

Standort Frankfurt verstärkt

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Unser Büro in Frankfurt freut sich über die Rückkehr von Jens Grochtdreis, seines Zeichens anerkannter Experte im Bereich der Frontend-Technologien und Blogger. Nach einem fünfmonatigen Intermezzo als Senior Informationsarchitekt bei netz98 in Mainz ist er wieder da – ab 2. Januar als Senior Frontend Developer.

Bis August 2007 hatte er drei Jahre lang als Senior Frontend Engineer bei SinnerSchrader in Frankfurt gearbeitet. Denis Richard, Teamleiter Technik in Frankfurt, sieht in Jens "einen Visionär im Internet, der zukunftsrelevante Themen für unsere Kunden vorantreiben wird.“ Jens freut sich auch, und das klingt so:

Der mir angebotene Verantwortungsbereich machte eine Rückkehr sehr attraktiv. Ich freue mich auf meine neue Aufgabe, mit meinen alten und ein paar neuen Kollegen. Und ein bisschen bin ich auch stolz darauf, dass mich mein alter Arbeitgeber wieder einstellt und nicht schmollt. Nicht jeder hat diese Größe bzw. Grundeinstellung.

Haufenweise Komplimente und einige, aber überwiegend wohlgesonnene Hinweise auf bestehende Bugs – so können wir das Echo auf den Relaunch von SinnerSchrader zusammenfassen. „Wir sind beeindruckt“ – das ist die meistgelesene Meinung. „Mutig und deshalb toll“.

Mancher bezweifelt zwar noch die Ernsthaftigkeit der Website-Lösung („das muss ein scherz sein, oder?“), aber dass die Website „Mut zum Querdenken“ beweist und der Zeit voraus zu sein scheint, darin sind sich die Kommentatoren einig. Es macht Spaß, das alles zu lesen.

Ich muss gestehen, dass ich zunächst durchaus etwas verwirrt war. Kommunikation, Integration und digitale Vernetzung wurden hier jedoch einmal wirklich wörtlich umgesetzt. Ich halte diesen Ansatz für ausgesprochen mutig und konsequent. (Netzlogbuch)
Sehr mutig und innovativ. Was mich beeindruckt, ist die konsequente Implementierung externer Dienste unter Verzicht auf "Markengestaltung über alles" (Also sprach.)
Mutig? Faul? 1.0 oder 2.0? Bin mir noch nicht so ganz sicher… (public-beta.com)
Eine sehr mutige Site! Im ersten Moment etwas irritierend. Aber dann erstaunlich schlüssig: Alles in allem bin ich sehr begeistert über den Mut zum Querdenken! Es ist schön, dass dadurch eine Seite entstanden ist, die in ihrer Art wirklich neu ist! (Bildbunt)
Wir sind beeindruckt. Warum wir darüber schreiben? Weil es erstens noch nicht so häufig vorgekommen ist, dass Unternehmen das Internet so integriert in die Unternehmenskommunikation einbinden (auch wenn natürlich SinnerSchrader als Pionier hier sicher einen etwas einfacheren Weg hat) und weil es zweitens zu unserer WOA-Philosophie passt und diese bestätigt. In Zukunft werden webbasierte Dienste eine immer größere Rolle in der Unternehmenskommunikation aber auch in der Bewältigung von Geschäftsprozessen über webbasierte Informationssysteme spielen. (web planting blog)
Klasse Idee eigentlich für den Relaunch der SinnerSchrader Website: Der Content ist bereits da, bewegt sich im Netz, er muss nur noch aggregiert werden. Grundsätzlich eine spannende Frage, die hier ganz bewusst aufgeworfen wird - wie weit kann, darf und will man auf die Repetition bereits bestehender Informationen nur zum Zwecke der besseren Einflechtbarkeit in das eigene CD setzen? Insbesondere bei Daten, die anderenorts meist viel aktueller sind? (agenturblog)
Heftig diskutiert wird heute im Design Tagebuch:
Steht dahinter nun eine revolutionäre Denke, die auf diese Weise eine gelebte vernetzte Kultur zum Ausdruck bringt oder fördert diese auf die Spitze getriebene Reduktion nur eines zu Tage: Den zu Kopf gestiegenen puren Größenwahn nach dem Motto “Wir sind so groß, wir brauchen nichts mehr zu zeigen”. Ich bin sehr gespannt auf die Diskussion.

Und hier noch ein kleiner Auszug aus Twitter:

@mr94 ihr macht das, was ihr predigt. Vielleicht nicht standardkonform und accessible aber sehr 2.0 :-)
Rerun_van_Pelt at 05-12-2007 21:10
@mr94 mutig. und deshalb find ich sie gut.
PickiHH at 05-12-2007 20:50
@sinnerschrader .. das muss ein scherz sein oder?
ripanti at 05-12-2007 12:51
SinnerSchrader CD 2007

Seit heute erstrahlt ganz SinnerSchrader in neuem Glanz. Jeder hat frische Visitenkarten in bunten Farben bekommen, über dem Eingang kleben neue Buchstaben, und sogar die Parkplätze in der Tiefgarage sind neu beschildert. Briefpapier, Dokument- und Präsentationsvorlagen - alles neu.

Bei dieser Gelegenheit haben wir sinnerschrader.de auf das Maximum reduziert. Die Site besteht im Prinzip nur noch aus einer einzigen Seite. In Flash mit einer noch stärker reduzierten HTML-Variante. Für unsere Aktionäre gibt es unter wkn514190.de die gewohnten Informationen rund um die Aktie.

Bei der Entwicklung der Kernelemente unseres neuen Corporate Designs haben wir mit Mike John Otto zusammengearbeitet. Dazu gehören die Typografie (Chalet ParisNineteenSixty sowie als Laufschrift Helvetica/Arial), die Wortmarke, die Farbwelt (Gold, Magenta und Grau) und die animierte, digitale Leinwand. Zu sehen ist das alles auf sinnerschrader.de.

Eine CD-Variante (Cyan statt Magenta, Chalet LondonNighteenEighty statt ParisNineteenSixty) kommt für die next08 zum Einsatz.

Alles neu? Naja, fast. Der Fischmarkt und sein kleiner Bruder, der Mediabrief, harren noch ihrer Neugestaltung.

Am Mittwoch vor zwei Wochen saßen unser Beratungschef Laurent Burdin und meine Wenigkeit im schicken Konferenzraum von Draftfcb an der Außenalster mit deren Chef Peter John Mahrenholz und den beiden w&v-Redakteuren Peter Hammer und Ulrike Schäfer. Das Münchner Werbefachblatt hatte Laurent und Peter John zum Disput geladen über die Zukunft der Werbung.

Einen Tag zuvor hatte die w&v in ihrer Onlineausgabe über eine Studie von Booz, Allen, Hamilton berichtet, der zufolge Kaufentscheidungen immer weniger von klassischer Werbung beeinflusst werden:

Nur noch zu fünf Prozent beeinflusst Werbung im Fernsehen oder in den Printmedien, ob wir ein Produkt oder eine Dienstleistung kaufen oder nicht. Im Vergleich dazu legt das Internet als Einflussgeber zu: Zehn Prozent lassen sich durch das Web leiten. Das bedeutet, dass nach dieser Studie, das Web doppelt soviel Einfluss hätte wie Print- und TV-Werbung.

Dementsprechend vertrat Laurent im Streitgespräch die These, dass die klassische Werbung immer mehr an Relevanz verliert. Der Grund: Die Konsumenten wollen nicht ungefragt unterbrochen werden. Sie verbannen unerwünschte Werbung aus ihrem Alltag.

Gleichzeitig sind Markennamen die häufigsten Suchbegriffe im Netz. Der interaktive Konsument versteckt sich also vor der Markenkommunikation in den klassischen Medien und sucht gleichzeitig den Kontakt zur Marke im Netz. Die Konsumenten haben sich für das Internet entschieden.

Diese Entscheidung bleibt nicht ohne Konsequenzen für die Werbung. Mittelfristig wird sich daher auch die Rolle der Interaktivagenturen verändern - zu Lasten der klassischen Agenturen, von denen viele mit dem Siegeszug der TV-Werbung groß und stark geworden sind.

Die Debatte mit Mahrenholz war spannend und interessant. Sie ist heute wird demnächst in Heft 47/07 der w&v nachzulesen sein. Der Draftfcb-Chef argumentierte aus der Logik einer Netzwerkagentur, die auf die Herausforderung durch das Netz vollkommen anders reagiert: Sie legt ihre Ressourcen zusammen. Und damit auch die Etats ihrer Kunden.

Draftfcb will alle Kanäle gleichermaßen gut bedienen und kreative Ideen über unterschiedliche Kanäle spielen. Statt Spezialagenturen für unterschiedliche Medien zu beschäftigen sollen werbende Unternehmen mit einer Agentur (lies: Draftfcb) auskommen.

Das Problem ist nur: Es gibt keine medienneutralen Ideen. Jede kreative Idee ist an ein Medium gebunden. Ein TV-Spot ist keine Printanzeige ist keine Onlinekampagne und lässt sich nicht 1:1 übertragen. Und der Konsument will auch gar nicht über unzählige Kanäle mit Werbung beschossen werden.

Zu den Schwierigkeiten in einem solchen Streitgespräch gehören die unterschiedlichen Ebenen, auf denen wir uns bewegen. Draftfcb macht Werbung. SinnerSchrader ist eine Interaktivagentur. Wir machen auch Onlinewerbung, aber das ist nur ein Teil unseres Geschäfts.

Ich habe den Konferenzraum verlassen mit der Überzeugung, dass die klassische Werbung ihrem schleichenden Bedeutungsverlust wenig entgegenzusetzen hat. Sie wird weiterhin existieren, aber mit stagnierenden Budgets auskommen müssen und ihre Führungsrolle einbüßen. It's The End of Advertising as We Know It.

Die Grabgesänge sind vielleicht verfrüht, aber die Trends sind auf unserer Seite: Die Reichweite des Mediums Internet wächst, die Nutzungsdauer nimmt zu, die Umsätze mit Onlinewerbung und E-Commerce steigen. Und damit auch der Anteil am Werbekuchen und am Handelsumsatz. Das alles nicht erst seit gestern, sondern stabil seit der zweiten Hälfte der neunziger Jahre.

Das Medium Internet ist etabliert. Jetzt ist die Frage, wie die Agentur für dieses Medium aufgestellt sein muss. Unsere Antwort: Der Konsument ist interaktiv, also muss es auch die Agentur sein.

Melanie Wassink berichtet im Hamburger Abendblatt über den Fachkräftemangel, der nicht nur uns beschäftigt. Auf ein gar nicht so unbedeutendes Detail legt unsere Personalerin Vanessa Boysen großen Wert: Wir haben, anders als dort berichtet, derzeit zwei Auszubildende und planen, in Hamburg und in Frankfurt neue Ausbildungsgänge einzuführen.

Es ist noch gar nicht allzu lange her, da war SinnerSchrader mehrheitlich auf Windows unterwegs. Ein paar versprengte Unix-User gab es zwar schon lange. Aber Apple begann seinen unaufhaltsamen Siegeszug erst mit OS X, das bekanntlich einen Unix-Kern hat. Bei den Designern standen vorher immer ein oder zwei Macs für Notfälle. Mehr nicht.

Spätestens mit dem Wechsel auf Intel-Prozessoren sind alle Dämme gebrochen. Denn jetzt kann jeder Mac auch Windows, aber immer noch kein Windows-Rechner OS X. Und der einst gewaltige Preisabstand ist auf Normalmaß geschrumpft.

Inzwischen steuert die Agentur mit Verve auf paritätische Verhältnisse zu. Die Geschäftsführung war frühzeitig dabei, Kreation und Beratung werden gerade veräppelt, soweit nicht schon geschehen. Die Technik bleibt vorerst eine Windows-Domäne, die Verwaltung auch. Im Betrieb - also bei den Jungs, die Server am Laufen halten - läuft alles mögliche.

Seit Freitag steht ein schwarzes MacBook auf meinem Schreibtisch. Ich nenne es Äpfelchen oder Little Apple. Am spaßigsten finde ich Apfel-Q, das nicht etwa einen Klammeraffen erzeugt, sondern einfach mal das laufende Programm schließt. Manche Programme fragen höflicherweise nach, die meisten aber nicht.

Die meisten Schmerzen bereitet, quod erat expectandum, auch weiterhin die Mail. Outlook ist überraschenderweise unter VMware auch nicht besser als auf dem Notebook von Dell. Und klicke ich auf einen Link, was relativ häufig geschieht, dann fährt der Windows-Firefox hoch. Outlook und Firefox sind aber die beiden Drehkreuze meiner Arbeit. Wenn ich beide unter VMware betreibe, wozu dann überhaupt ein Mac?

Firefox läuft aber auch auf meinem Äpfelchen mehr schlecht als recht. Der Fuchs ist noch langsamer als unter Windows und braucht irre viel Speicher. Jetzt versuche ich mal Flock. Der erste Eindruck ist positiv. Erfahrenere Macnutzer schwören indes auf Safari. Auch den werde ich testen.

Zurück zur Elektropost. Mein zweiter Testkandidat war Apple Mail. Sieht schon besser aus, erledigt aber nur Mail, wie der Name schon sagt. Was ist mit meinem Outlook-Adressbuch und dem Kalender? Und was mit dem Exchange-Server, auf dem das bis jetzt läuft? Eine fast achtjährige Outlook-Geschichte hat ihre Spuren in meinem Nutzerverhalten hinterlassen, das merke ich jetzt.

Heute kam Entourage ins Spiel. Das scheint eine eierlegende Wollmilchsau für Exchange auf dem Äpfelchen zu sein. Entourage werde ich mal ausgiebig testen. Dazu später mehr.

Auf dem Mac ist alles, aber auch wirklich alles eine Frage der Ästhetik. Das habe ich schnell gemerkt. Schluss mit der aus DOS-Zeiten überlieferten Maxime: Hauptsache, es funktioniert irgendwie, egal wie. Nein, im Reich des Apfels muss es schön sein. Kein Wunder, dass sich Apple bei den Kreativen immer halten konnte, auch in finstersten Zeiten.

Und nicht zu vergessen: Der Mac ist katholisch. Das Wesen der Offenbarung wird in einfachen Formeln und prachtvollen Ikonen abgehandelt. Jeder hat das Recht auf Erlösung.

Wenn das keine frohe Botschaft ist.

Rakete

Heute haben wir auf unserer kleinen, aber feinen Bilanzpressekonferenz die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2006/2007 vorgelegt und einen ersten Ausblick auf das neue Geschäftsjahr gegeben. Der heute veröffentlichte Geschäftsbericht [PDF] gibt auch gleich einen ersten Einblick in unser neues Corporate Design, das wir in den nächsten Wochen ausrollen werden. Am 19. Dezember wird die Hauptversammlung über den Dividendenvorschlag entscheiden.

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Am heutigen Nachmittag wird das Elbwasser wieder einmal über den Fischmarkt schwappen. Das Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie erwartet einen Wasserstand von 2,5 bis 3 Metern über dem mittleren Hochwasser. Draußen weht ein gelegentlich böiger Wind, außerdem regnet es.

In Köln haben heute um Mitternacht die ersten Europäer ein reguläres iPhone mit T-Mobile-Vertrag erworben. Hier drinnen ist heute mein neues MacBook angekommen. Schön eingerichtet von unserem Macverwalter. Fühlt sich alles neu und ungewohnt an. Mehr dazu ab Montag an dieser Stelle.

Heute habe ich keine Zeit, denn am Montag legen wir auf unserer Bilanzpressekonferenz die detaillierten Zahlen für das Geschäftsjahr 2006/2007 vor. Außerdem erläutern Matthias Schrader und Thomas Dyckhoff die Prognose für das laufende Geschäftsjahr und den Dividendenvorschlag, über den am 19. Dezember die Hauptversammlung zu befinden hat.

15.11 Uhr
Fischmarkt unter Wasser
Der Fischmarkt steht wie erwartet unter Wasser.

Loch in der Statistik

Heute waren unsere Blogs mal für ein paar Stunden nicht am Netz, weil wir die Technik erneuert haben. Da sieht man mal, was uns ohne sie fehlen würde.

Messen und Kongresse sind fast perfekte Spiegelbilder ihrer jeweiligen Branchen. So hält auch die Web 2.0 Expo, noch bis morgen in Berlin, der einschlägigen europäischen Szene einen Spiegel vor. Und was diese Szene darin sieht, gefällt ihr nicht.

So erklären sich der Unmut und die Enttäuschung, die sich vielerorts ausbreiten. O'Reilly und CMP lassen ihren webzwonulligen Konferenzzirkus in Berlin Station machen. Der Chef und einige seiner besten Zugpferde erklären den Europäern noch einmal zum Mitschreiben, was eigentlich Web 2.0 ist.

Und ansonsten dürfen Deutsche und Europäer auf die Podien. Wo viele, was man so hört und selbst sieht, keine übermäßig gute Figur machen. Aber so ist nun einmal der Zustand des Web 2.0 in Europa, O'Reilly hin, Startups her.

Die Amerikaner haben Dave Winer:

Long-term, advertising is on its way to being obsolete. Facebook is just another step along the path. Advertising will get more and more targeted until it disappears, because perfectly targeted advertising is just information. And that's good!

Und wir haben Don Alphonso:

Wenn es eine Gefahr gibt für das, was man als soziales Netz bezeichnet, und von denen leider auch so erkannt wird, dann ist es eben dessen werbebasierte Kommerzialisierung. An dem Tag, an dem Blogger nicht mehr miteinander reden, sondern Blogs nur noch als Möglichkeit begreifen, einander Werbetafeln ins gesicht zu halten, ist da nichts mehr soziales. Das ist eine virtuelle Tupperwareparty, sonst nichts.
In meinen Augen sind das parasitäre Wirtschaftsformen auf der Suche nach einem Wirtstier. Und Leuten, die Leuchterhirsche bei Tchibo verkaufen, glaube ich keine Sekunde, dass ihnen die Gesundheit des Wirtstiers irgendwas bedeutet. Unsere modernen Parasiten sind nicht mehr einfache Blutsauger, sie begreifen das Wirtstier als nach Möglichkeit kostenlos im Internet verfügbaren Wertschöpfungsmechanismus, dessen Regeln sie verstehen wollen, um ihm möglichst lang möglichst viel abzapfen zu können.

Keiner von beiden war in Berlin, aber der Unterschied ist doch gewaltig. Suum cuique.

Trotz aller Schwächen im Detail ist es großartig, dass O'Reilly Berlin zur europäischen Hauptstadt in Sachen Web 2.0 erkoren hat. Das lag angesichts der Kongresslandschaft im Europa nicht unbedingt auf der Hand.

Und man vergesse nicht die Großzügigkeit, mit der die Amerikaner praktisch jeden, der nicht bei drei auf den Bäumen war, mit einem kostenlosen Kongressticket beglückt haben. Da kann ich über fehlende Atmosphäre und mangelhaftes Catering schon einmal hinwegsehen. You get what you pay for.

So trifft sich diese Woche in Berlin tatsächlich eine Szene mit Menschen, die sich etwas zu sagen haben und das auch ausgiebig tun. Denn warum eigentlich besuchen wir Kongresse? Kathy Sierra nannte gestern, drastisch formuliert, den Grund: Wir wollen andere Menschen von Angesicht zu Angesicht treffen. Alle elektronischen Kommunikationsmittel können den direkten Kontakt nicht ersetzen.

Über die Zahl, Qualität und Freundlichkeit der Kontakte in diesen Berliner Tagen kann ich wirklich nicht klagen. Es war hervorragend. Und es hätten noch mehr sein können, wäre da nicht gestern eine erfreuliche Kleinigkeit dazwischengekommen: SinnerSchrader wird für das vergangene Geschäftsjahr erstmals eine Dividende zahlen, einen entsprechenden Beschluss der Hauptversammlung vorausgesetzt.

Zwei Stücke aus der Abteilung "Opa erzählt vom Krieg": Der zeitgeschichtliche Spiegel-Ableger einestages.de rekapituliert die große Blase der späten 90er Jahre und deren Platzen. Autor Hasnain Kazim hatte dazu vor ein paar Wochen auch Matthias Schrader befragt.
Matthias Schrader blickt ohne Emotionen auf die Zeit zurück, als er gemeinsam mit seinem damaligen Geschäftspartner Oliver Sinner die Internetagentur SinnerSchrader in Hamburg gründete. "Eines Tages, im März 2000, schauten wir auf den Ausdruck unseres Depots, und da stand: 200 Millionen Euro." Schrader lächelt. "Damals haben wir noch in D-Mark umgerechnet. Wir konnten das kaum glauben: Das waren fast 400 Millionen Mark."
Sinner ist vor ein paar Jahren, nach dem Crash, aus der Firma ausgestiegen, Schrader lenkt das 1996 gegründete Unternehmen - damals eine kleine Gesellschaft bürgerlichen Rechts - nun alleine von Hamburg aus. Die Internetagentur hat nicht nur den Crash überlebt, sie gehört jetzt wieder zu den erfolgreichen Firmen ihrer Branche, mit immerhin rund 140 Mitarbeitern. In Hochzeiten waren es mal 270.

Das Beste an der Story ist aber das Bild von Telekom-Boss Ron Sommer beim Börsengang seines Unternehmens. Schöner kann man die Bubble der 90er nicht illustrieren.

Ein anderer Krieg, der kalte nämlich, ging noch einmal zehn Jahre früher zu Ende, als der eiserne Vorhang fiel. Seine ersten Risse bekam er im Sommer 1989 in Ungarn. André Lichte, heute Art Director bei SinnerSchrader, war damals dabei.

Eigentlich wollte André Lichte mit seinen neuen Bekannten vom Plattensee nur kurz nach Budapest. Auf der Rückfahrt vom Tagestrip sind sie plötzlich nur noch zu zweit. Die anderen beiden Mitfahrer haben sich in die deutsche Botschaft abgesetzt.

Hier sein Bericht.

Bei uns gehen die Uhren anders. Hier ist gerade Mitte Februar, und deshalb hat SinnerSchrader heute vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr veröffentlicht. Die Zahlen - 17 Prozent Umsatzanstieg auf 18,5 Mio. Euro, operatives Ergebnis an der Millionengrenze - können sich durchaus sehen lassen.

Der nächste Termin für die Freunde der harten Zahlen ist der 13. November. An diesem Tag legen wir den endgültigen, geprüften Jahresabschluss 2006/2007 und eine Prognose für das Geschäftsjahr 2007/2008 vor. Das ist dann Mitte März.

Genug verwirrt? Unser Geschäftsjahr beginnt am 1. September und endet am 31. August, deshalb die Zeitverschiebung.

Dass wir Mitarbeiter suchen, ist normalerweise keine Neuigkeit und dokumentiert sich in Form dieser Liste offener Stellen. Doch auf zwei außergewöhnliche Stellenausschreibungen möchte ich auch auf dem Fischmarkt hinweisen.

  • Zum einen suchen wir einen Praktikanten (m/w) für die next08, der sich vor allem um das Kontakt- und Einladungsmanagement kümmern soll. Das Praktikum beginnt am 1. Dezember und dauert sechs Monate.
  • Zum zweiten wollen wir einen Volontär Online Conversations HR (m/w) einstellen, der ein neues Kapitel unserer Personalarbeit aufschlagen wird. Wir suchen einen Kommunikator für den Dialog mit Absolventen, (Job-)Interessenten, Bewerbern und Alumni.

Beide Stellen liegen etwas quer zum agenturüblichen Profil und sind deshalb vielleicht auch für Menschen interessant, die sich sonst nicht bei uns bewerben würden.

Alle Stellenangebote gibt es übrigens auch per RSS. Der Feed hat leider ein Umlautproblem, liefert nicht den kompletten Text und wird demnächst umziehen, ist aber besser als nichts.

Statement von Matthias Schrader in PAGE 11.2007 (Ausschnitt)

Heute war Heft 11.2007 der PAGE in der Post. Auf dem Titel: Matthias Schrader mit seiner Antwort auf die Frage "Interactive vs. Klassik - Wer führt?". Hier sein Statement aus dem Heftinnern in voller Länge:

Die meisten Menschen meiden heute die Unterbrecherwerbung in klassischen Medien, während sie in den digitalen gezielt Marken suchen – sie gehören zu den am häufigsten gesuchten Begriffen. Das heißt: Das Web wird das zentrale Medium für den Austausch mit einer Marke, also zum Kanal Nummer eins. Damit haben auch die Agenturen, die hier ihre Kernkompetenz haben, die Chance, zur Agentur Nummer eins zu werden. Entscheidend ist, wer den interaktiven Konsumenten am besten kennt und versteht. In den USA gibt es bereits Beispiele für diesen Prozess: Agency.com hat den Lead für Ikea in den USA übernommen, R/GA eine ähnliche Funktion für Nike.

Aus diesem Grund versuchen die klassischen Agenturen ja seit mittlerweile zehn Jahren digitale Kompetenzen aufzubauen, aber es ist ihnen bisher nicht gelungen. Das hat viel mit ihrem Selbstverständnis zu tun: Sie gehen typischerweise von einer Idee aus, die sie in eine Geschichte verpacken. Für die 360°-Kommunikation entwickeln sie eine Idee, die in allen Medien funktioniert. Doch das wird dem Medium Web nicht gerecht. Ein Konsument, der 20° Grad vorgebeugt am Bildschirm sitzt, will etwas über das echte Produkt erfahren und nicht nur eine Geschichte hören.

Denn das Tolle an diesem Kanal ist ja gerade, dass Marken das erste Mal seit Erfindung der Massenproduktion direkt mit dem Konsumenten interagieren können. Heute kann jeder quasi durch den Monitor greifen und sein Auto konfigurieren, seine Reise zusammenstellen oder die Farbe seines Turnschuhs aussuchen. Dabei sind die Kunden durch die Internet-Pure-Player verwöhnt – also die Googles, Amazons und Ebays dieser Welt. Sie geben den Takt vor und Marken müssen nun die gleiche Geschwindigkeit aufnehmen. Um das zu leisten, braucht man den direkten Austausch zwischen Interactive-Agentur und Marketing-Entscheider.

Die digitalen Agenturen müssen sich dieser gewachsenen Bedeutung noch bewusst werden. Das ist vor allem eine mentale Anstrengung. Viele haben bisher stark in Richtung Umsetzung gedacht und gearbeitet. Das ist zwar ein echtes Asset, das klassische Agenturen in der Regel nicht haben, aber es reicht letztlich nicht, um auch auf Vorstands- oder Geschäftsführungsebene als Partner wahrgenommen zu werden. In den USA und Skandinavien hat dieser Wechsel in den letzten zwei, drei Jahren schon stattgefunden. Deutschland hinkt da sicherlich noch ein Stück hinterher.

simyo mit Flatrate

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Seit heute bietet simyo die Flatrate simyo Flat an.

Ohne langfristige Vertragsbindung telefonieren simyo-Kunden damit günstig und unbegrenzt deutschlandweit ins Festnetz und zu anderen simyo-Kunden.

simyo ist Kunde von SinnerSchrader.

Lead-Agentur der Zukunft

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PAGE 11.2007

Im Frühjahr antwortete Matthias Schrader auf die ketzerische Frage, ob die Klassik tot ist:

"Ein klares Ja! Die Lead-Agenturen der Zukunft werden Interactive-Agenturen sein, die Klassik hat nur noch dienende Funktion."

Dies ist das Titelthema der Page 11.2007, die am 4. Oktober erscheint. Im Heft kommen Kreative und Kunden zu Wort.

Die Erfindung des Web war ein Segen für die Forschung. Es macht wissenschaftliche Befragungen praktisch ohne Budget möglich. Da Online-Fragebögen im Vergleich zu telefonischen oder gar brieflichen Umfragen nichts kosten, ist ihre Zahl gewaltig in die Höhe geschnellt.

Und so erreichen uns fast täglich Befragungen, die angeblich maximal fünf bis zehn, zwanzig oder auch dreißig Minuten unserer Zeit kosten sollen. Man ahnt vielleicht, wie teuer es für ein Unternehmen wäre, all diese Umfragen tatsächlich zu beantworten. Zumal sie meist nicht an konkrete Personen adressiert sind, der richtige Ansprechpartner also erst einmal ermittelt werden müsste.

Vom Schüler, der seine Hausarbeit mit einer Umfrage aufzuwerten gedenkt, bis zum mit EU-Mitteln geförderten millionenschweren Forschungsprojekt ist alles dabei. Die Themen unterliegen gewissen Moden. Wie oft ich in den letzten Jahren zum Thema Corporate Blogging befragt werden sollte, kann ich nicht einmal schätzen.

Drei der häufigsten Fehler solcher Befragungen:

  • Sie geben nicht oder nicht sofort zu erkennen, an welche Zielgruppe sie sich richten. Das herauszufinden wird dem Empfänger überlassen. Der Weg in den digitalen Papierkorb ist garantiert.
  • Sie erklären nicht oder nicht sofort, welchen Nutzen der Befragte von der Befragung haben soll. Bekommt er später die Ergebnisse zu Gesicht? Gibt es etwas zu gewinnen? Bleibt auch diese Frage unbeantwortet, sinkt die Antwortrate dramatisch.
  • Sie stellen zu schwierige Fragen. Oder Fragen, die durch einfache Online-Recherche auch selbst zu beantworten wären. Die Recherche-, Denk- und Abstraktionsarbeit wird auf den Empfänger abgewälzt. Der wird sich bedanken und die Befragung abbrechen.

Dies vorausgeschickt, sei nun auf eine Online-Befragung von Ingo Körle hingewiesen, der seine Diplomarbeit am Institut für Marketing und Medien der Universität Hamburg bei Prof. Dr. Henrik Sattler schreibt. Die Umfrage wendet sich an Nutzer von Webanalyse-Lösungen und an Personen, die am Beschaffungsprozess solcher Lösungen beteiligt sind. Ingo verspricht:

Nach Abschluss der Studie erhalten Sie dann – sofern Sie möchten – die Umfrageergebnisse zugeschickt. Diese geben Ihnen eine Marktübersicht über aktuelle Webanalyse-Systeme. Weiterhin zeigen wir, welches derzeitige Angebot Ihre Wünsche am besten erfüllt! Innerhalb der Befragung möchten wir Ihnen deswegen zentrale Funktionen aktueller Webanalyse-Systeme vorstellen und herausfinden, wie wichtig diese für Ihre Arbeit sind.

Das Analyse-Team von SinnerSchrader betreut die Diplomarbeit von Ingo. Hier geht es zur Befragung.

Zum vorläufigen Abschluss der Micropublishing-Reihe auf dem Fischmarkt beantworten wir heute die Frage, was Gruppen, Projekte, Unternehmen und Institutionen mit Twitter & Co. anfangen können. Bis jetzt erschienen:

Hard to believe that only 10 or 15 years ago we interacted with coworkers and colleagues with memos and phone calls. Email and instant messaging changed all that. Now there's a new communications revolution coming. These services mix contacts, instant messaging, blogging, and texting, and they're poised to make email feel as antiquated as the mimeograph.
Robert Scoble, Fast Company

Dreizeiler schreiben, das kann jeder. Eine naheliegende Nutzanwendung für Micropublishingdienste sind aktuelle Schlagzeilen. So liefert zum Beispiel die BBC verschiedene Nachrichtendienste per Twitter aus. Breaking News von CNN sind zu haben, aber auch der Heise-Ticker und zahllose Focus-Meldungen.

Mashable publiziert Links ins Blog. Eine kleine Twitter-Berühmtheit ist die Feuerwehr von Los Angeles. Barcamps und die pl0gbar nutzen Twitter. Und auch für deutsche Startups beginnt Twitter zum guten Ton zu gehören.

Micropublishing

So habe ich nicht lange gefackelt und einen SinnerSchrader-Twitter eingerichtet. Dort sind neben den üblichen Neuigkeiten, die wir auch über Kanäle wie Website, Newsletter und RSS publizieren, kleine Updates zu erwarten. Manche Themen werden nur bei Twitter stattfinden, andere zuerst bei Twitter und erst später auf anderen Plattformen.

Wir werden selbstverständlich auch dort auf das lauschen, was unsere Follower zu sagen haben. Und antworten. Kurz gesagt: Zu erwarten sind kurze, schnelle Nachrichten für die Leute, die uns bei Twitter zuhören. Was sie wissen wollen, das werden wir zu liefern versuchen.

Gruppen, Projekte, Unternehmen und Institutionen müssen genauso wie andere erst herausfinden, wen und was genau sie mit Micropublishing erreichen können. Das wird vermutlich sehr unterschiedlich sein und ein großes Spektrum von Nutzungsideen hervorbringen, an die heute wohl noch niemand denkt. Außer vielleicht Robert Scoble:

Sales and marketing are lagging in seeing the potential here. When I used all these services to tell the world that my wife and I were expecting a child in September, I anticipated hearing from the world's largest consumer-products companies begging me to try their latest diapers, food, car seats, and financial instruments. What came back? Nothing. Where was Procter & Gamble?
Given what it and other companies spend acquiring new customers, there's an untapped gold mine in Twitter and Facebook because we're volunteering so much information about what we're doing right now, whether it's working on a project or eating a chicken-salad sandwich. Learning how to tap it correctly--both to sell to me directly and in seeing major trends in the millions of daily public posts--will be the next major challenge for these companies.
If we revisit this conversation again in three years, I suspect that we'll have found all sorts of little uses for these services, and they'll simply become what email is today: something we must do just to participate in the heartbeat of business.

Wir werden sehen.

Schlagkräftiges Team

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Nicht nur in Sachen interaktive Dienstleistungen kann SinnerSchrader mit einer hohen Schlagkraft aufwarten, auch wenn es um sportliche Belange geht, sind wir ganz vorne mit dabei – zumindest was die Motivation betrifft. So geschehen am vergangenen Wochenende beim Hamburger Drachenboot-Festival Enter the Dragon auf der Binnenalster. Über eine Distanz von 250 Metern kämpfte sich das Team Germany 2.0 – gesponsert und organisiert von unserem Geschäftspartner AdLINK Group – durch die Wellen und musste sich gegen 74 weitere Teams durchsetzen. Selbst das Hamburger Schmuddelwetter konnte uns nichts anhaben …aber über die Platzierung schweigen wir mal lieber.

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Jedem sein Einzelstück

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Die Produkte bei DaWanda sind individuell und liebevoll gestaltet – das galt von Anfang an. Jetzt machen's Claudia Helming und Michael Pütz möglich: Jeder Nutzer kann auf Wunsch Einzelanfertigungen erhalten.

Die Tasche lieber eine Nummer größer? Das Buch im grün-geblümten Umschlag? Noch einen anderen Verschluss? Im DaWanda Style Lab gibt es bislang 26 Produkte, die nach eigenen Vorlieben maßgefertigt werden. Weitere Produkte sollen zügig folgen, und zwar unabhängig von der Produktkategorie, sprich: Taschen, Schmuck, Tapeten, Möbel, Bücher, Mode etc. – eine Form standardisierter Produktindividualisierung, die weltweit einmalig ist.

Mit dem Style Lab öffnet DaWanda neue Möglichkeiten in der Hersteller-Kunden-Beziehung. Der Kunde wird in die Produktgestaltung involviert, wird so selbst zum Designer. Er kann eigene Ideen und Vorstellungen einfach und mit wenig Aufwand realisieren lassen, und bekommt am Ende genau das, was er wirklich will. Das Style Lab macht die Kundenkommunikation schneller, klarer und auch sicherer. Und davon profitieren selbstverständlich auch die Hersteller, um auf die Wünsche der Kunden einzugehen.

Das Style Lab ist eines der neuen Elemente nach dem umfangreichen Relaunch von DaWanda, genau wie Coloranda, das alle Produkte zu einer bestimmten Farbwahl anzeigt. Das sieht schon schräg aus, deshalb noch ein Bild:

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Dawanda ist im Dezember 2006 gestartet. Aktuell gibt es mehr als 3.000 Anbieter und mehr als 20.000 Produkte mit einem Warenwert von 2,5 Mio. Euro.

Disclaimer: DaWanda ist Kunde von SinnerSchrader.

Vorhang auf für Ecco

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Seit heute live: Die neue Ecco-Webseite, proudly presented by SinnerSchrader - und erstes Etappenziel beim Aufbau des internationalen Ecco-Direktvertriebs via Web. Die Marschrichtung: Get closer to the consumer.

Get closer to the consumer!

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Den Konsumenten gehört die Macht. Das Unternehmen Ecco reagiert darauf mit der Neuausrichtung seiner weltweiten E-Commerce- und Internetstrategie. Die Marschrichtung heißt: „We have to get closer to the consumer“.

An der Integration des Konsumenten arbeitet SinnerSchrader und baut zur Zeit den internationalen Direktvertrieb via Web für Ecco auf. Erstes Etappenziel: Realisierungsstufe Nummer eins Anfang August, zwei weitere folgen Anfang und Mitte des nächsten Jahres. Oben ein erster Blick hinter die Kulissen.

Sonnige Zukunft

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Daniel Druhm, Denis Richard und Jochen Illius (v.l.)

Wenn das keine erfreulichen Startvoraussetzungen sind: „Die Zukunft sehe ich sehr sonnig hier“, sagt Daniel Druhm zu seinem (Wieder-)Einstieg bei SinnerSchrader in Frankfurt. Gemeinsam mit Denis Richard (neu) und Jochen Illius (schon länger dabei) wird er künftig den Ausbau von SinnerSchrader in Frankfurt voranbringen.

Daniel Druhm, 34, übernimmt die Teamleitung Beratung und die Funktion des Standortsprechers. Denis Richard, 33, wird Leiter des Teams Technik. Jochen Illius, 33, übernimmt die Leitung der Kreation. Daniel: „Wir möchten hier im Rhein-Main-Raum wahrgenommen werden als selbstständig agierende Agentur – das war nicht immer der Fall. Wir haben hier jetzt ein komplettes Führungsteam mit drei Teamleitern, die direkt mit der Geschäftsführung in Hamburg zusammenarbeiten. Und: Wir suchen Mitarbeiter! Wir wollen aufstocken und sind auf der Suche nach den besten Köpfen."

Was sie an ihren neuen Positionen reizt, haben wir sie gefragt. Für alle drei die spannendste Sache: Der Standort Frankfurt ist wichtiger Bestandteil der Neuausrichtung von SinnerSchrader. Daniel Druhm, der das Unternehmen bereits seit 2001 kennt, dazu: „Wir haben mit SinnerSchrader in Frankfurt viel vor, wollen näher ran an die Kunden und das komplette Dienstleistungs- und Beratungs-Portfolio anbieten.“

Jochen Illius ist überzeugt: „Was wir hier versuchen, wird einfach die Zukunft sein. Wir glauben, dass Interactive-Agenturen in Zukunft den Lead übernehmen werden. Genau dort wollen wir ansetzen. Es ist extrem spannend, an dieser Entwicklung teilzuhaben.“

Denis Richard, der zum 1. September von Neue Digitale zu SinnerSchrader wechselt, ergänzt, dass SinnerSchrader nun standortbezogen seine Kunden bedienen kann: „Das Potenzial von SinnerSchrader in Frankfurt ist groß, verschiedene Kunden haben bereits angeklopft. Projekte, die in Frankfurt angesiedelt sind, sollen von dort aus auch umgesetzt werden.“ Er freut sich insbesondere auf konsumentenorientierte Projekte und Prozesse – mit viel Nutzwert für den User statt „Kreativität als Selbstzweck“.

Na klar: Alle drei haben langjährige Erfahrung im Projektgeschäft. Daniel kommt aus der technischen Projektleitung – eine Postion, die er bei SinnerSchrader schon innehatte. „In der Zwischenzeit bin ich dann immer näher an die Kundenfront herangerückt und habe Projektleitung von der technischen Sicht bis hin zu Online-Kampagnen und der Entwicklung von E-Commerce-Strategien gemacht.“

Denis arbeitet seit über neun Jahren im Internetbereich und hat alle Höhen und Tiefen miterlebt, dabei fast nur internationale Kunden betreut, und dort die größeren und prozesslastigeren Projekte. „Außerdem bin ich wachstumserprobt, da meine Abteilung innerhalb von drei Jahren von null auf 12 Personen gewachsen ist.“

Und Jochen? Er ist seit 2004 bei SinnerSchrader in Frankfurt und schätzt den dortigen engen und sehr partnerschaftlichen Kundenkontakt. „Außerdem kenne ich die Besonderheiten, wenn Technik und Design im Projektgeschäft aufeinanderprallen, ganz gut. Aber: Nur aus dem Zusammenspiel beider Disziplinen entsteht das Besondere.“

Haben sie Traumkunden? Jochen Illius bringt es auf den Punkt: „Mein Traumkunde ist ein sehr mutiger“ - bereit, Experimente zu wagen und diese dann auch intern zu vertreten. Daniel Druhm: „Jemand, der Visionen für einen erfolgreichen Auftritt in Web-2.0-Welten zusammen mit uns gestalten möchte, der gemeinsam mit uns innovative Wege gehen möchte.“ Auch Denis Richard wünscht sich Kunden, deren Lösungsansätze nicht bereits fertig in der Schublade liegen.

Last but not least freut sich Jochen Illius auch darüber, dass einfach die Chemie stimmt: „zwischen Daniel, Denis und mir und nicht zuletzt im gesamten Team“. Das gefällt! SinnerSchrader wünscht allen Frankfurter Kollegen auch von hier aus gutes Gelingen und viel Spaß.

Frühstücksadministration

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Wenn Systemadministratoren das Agenturfrühstück organisieren. Folgende Einladung zu eben jenem erreichte letzthin die Kollegen:

Bitte loesen sie selbstaendig und ohne Hilfsmittel folgende Klausuraufgabe:

WHEN DATE == "04. Juli 2007 08.30 (MESZ)" THEN
GOTO VOELCKERSSTR. 38;
SELECT * FROM TABLE "LECKEREIEN" ORDER BY "TASTE"; WHILE NOT SATT DO
EAT "ALL_YOU_CAN";
RETURN "GESCHIRR"; // Ordentlich!!

Klausureinsicht ist am 4. Juli 2007 in der Zeit von 08.30 bis 09.30 Uhr in den Raeumen der Cafeteria moeglich.

Das Frühstück war dann aber sehr analog, untechnisch und außerordentlich lecker...

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Dabei sein ist alles: bei der diesjährigen Frankfurter JPMorgan Chase Corporate Challenge, mit weit über 60.000 Teilnehmern das angeblich größte Laufereignis der Welt, starteten gestern auch sieben SinnerSchrader-Mitarbeiter aus Hamburg und Frankfurt. Der Gesamtsieg bleibt ein langfristiges Ziel, momentan geben wir uns noch mit dem Titel "Hamburgs schnellste Interactive-Agentur" zufrieden.

Nachtrag: Auch den Frankfurter Wettbewerber Neue Digitale, in Frankfurt gleich mit vier Teams am Start, konnten wir auf die Plätze verweisen. Das schnellste ND-Team kam mit insgesamt 102:31 Minuten ins Ziel. Unser schnellstes Team war schon nach 100:37 Minuten fertig.

simyo

Rechtzeitig zum zweiten Geburtstag hat sich simyo eine neue Website geschenkt. Christian Magel, Leiter Marketing bei simyo, in einer Pressemitteilung:

Mit dem Relaunch wird simyo den gewachsenen Anforderungen an Service, Produktvielfalt und Markenführung gerecht und bleibt gleichzeitig der Einfachheit treu. Im Laufe des Jahres wird die Seite noch weiterentwickelt: Ziel bleibt die Verschmelzung von Vertriebspräsenz und Markenerlebnis.

Die neue Website stammt von SinnerSchrader.



Ausgerechnet Microsoft bringt die zerrüttete Beziehung zwischen Konsumenten und Werbern mal so richtig auf den Punkt. Das allein ist schon eine schöne Pointe. Der Spot enthält eine tiefe Wahrheit (und ob die am Ende versprochene Lösung tatsächlich eine ist, mag ebenso bezweifelt werden wie die tatsächliche Werbewirkung solcher Spots).

"Ist das Internet eine Marketing-Seuche?" Mit dieser plakativen, an einen berühmten Kommentar von Stefan Kornelius in der Süddeutschen gemahnenden Frage befasst sich der kommende MedienMittwoch in Frankfurt am Main. Leicht apokalyptisch klingt die Veranstaltungsankündigung:

Die digitale Vernetzung greift unaufhaltsam Raum und dringt in alle Sphären menschlichen Lebens vor. Gerade das Marketing wird im Moment intensiv durch die Digitalisierung bewegt, der Zuwachs vieler Agenturmarken wird ausschließlich durch das Online-Geschäft erwirtschaftet.

Einige Apologeten der digitalen Wirtschaft, wie neuerdings auch Publicis-CEO Maurice Lévy, stimmen bereits den Abgesang auf die klassischen Medien an und künden vom Lead digitaler Instrumente für die Markenführung. Die Menschen sind an Erlebnissen, Mehrwerten und Convenience interessiert.

Der MedienMittwoch fragt: Bietet die digitale Konvergenz dem Konsumenten ein besseres Markenerlebnis? Wie können Marken und Dienstleistungen die Chancen einer konvergierenden Medienwelt nutzen?

Tatsächlich sind inzwischen die Konsumenten die treibende Kraft hinter dieser Entwicklung, nicht die Technologie und auch nicht Marken und Unternehmen. Die Konsumenten haben sich für das Internet als den Ort entschieden, an dem sie Marken und Dienstleistungen erleben wollen.

Deshalb ist der Konsument der Revolutionär für das Marketing, nicht das Internet. Mit dem weltweiten Netz ist dem Konsumenten nur ein Instrument zur Ausübung seiner Macht in die Hand gegeben. Zugegeben, ein starkes.

Und tatsächlich wird das Marketing im Moment intensiv durch die Digitalisierung bewegt. Kein Wunder, geht es doch im Marketing um die Bedürfnisse potenzieller Kunden. Nie war es so einfach wie heute, diese Bedürfnisse zu kennen - die Konsumenten sagen einfach selbst, was sie wollen.

Auch Werber alter Schule wie Bernd M. Michael lassen sich von diesem Zauber beeindrucken:

Bisher hat das Marketing ab und zu mal über Zuschriften oder Anrufe eine Reaktion von den Konsumenten erhalten. In der Mehrzahl Reklamationen. Heute öffnet sich dieser Bereich auf ein wesentlich größeres Echo im Guten wie im Bösen und gibt größere Entscheidungssicherheit, wenn man diese Konsumentenreaktionen regelmäßig und systematisch auswertet. Und ich kenne keinen Produktmanager, der sich diesem Thema verschließt. Im Gegenteil, irgendwann kommt die interessante Frage auf: Wieviel eigene Marktforschung muss ich überhaupt noch machen, um gesicherte Ergebnisse aus dem Volk zu hören?

Doch es geht um mehr als nur um Marktforschung. Es geht um Beziehungen zwischen Unternehmen und Konsumenten - und um Beziehungen, die der Konsument kontrolliert. Dieser Kontrollverlust ist es, der den Unternehmen den Schweiß auf die Stirn treibt.

Für den digitalen Dialog mit dem Konsumenten zahlen die Unternehmen einen hohen Preis. Sie müssen nicht nur zuhören (eine Fähigkeit, die gern in externe Telefonzentralen ausgelagert und dort stark reglementiert wurde), sondern auch entsprechend handeln, bei Strafe des Verlusts von Kunden und Marktanteilen.

Sie müssen sich für ihre Kundenbeziehungen systematisch öffnen, oder - technisch gesprochen - die passenden Schnittstellen bereitstellen. Mit einem Wort: Sie müssen beziehungsfähig werden.

Trotzdem sind Unternehmen am Ende die Gewinner. Denn schließlich sind sie es, die begehrte Produkte herstellen und nachgefragte Dienste leisten. Zu fürchten ist weiterhin nur der Wettbewerber, der Besseres bietet, und dem sich der flüchtige Konsument schneller zuwenden könnte als gedacht.

Laurent Burdin, Geschäftsführer Beratung bei SinnerSchrader, diskutiert am Mittwoch, 23. Mai, um 17 Uhr in der Halle 8 der Messe Frankfurt mit Hansjörg Zimmermann (Das Goldene Vlies), Florian Ruckert (IP Deutschland) und Frank Vahldiek (Vodafone).

Kurs Richtung Internet

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"Für einen Marketing-Mann wie mich ist eine Interactive-Agentur heute der spannendste Ort der Welt." Deshalb ist er bald bei uns: Laurent Burdin, zuletzt Geschäftsführer Beratung bei Springer & Jacoby in Hamburg, übernimmt am 2. Mai die gleiche Funktion bei SinnerSchrader.

Sind wirklich Köpfe die knappste Ressource in einem rohstoffarmen Hochlohnland mit vier Millionen Arbeitslosen? Wenn ich auf unsere offenen Stellen schaue, dann sieht es so aus. Aber es wird noch krasser.

Es scheint, als ob Kapital, Kontakte und Ideen im Überfluss vorhanden seien - und nur die Leute fehlen, die damit etwas anfangen können. So schreibt Jens Kunath heute:

Da wird immer wieder von den genialen Gründern gesprochen, die super Ideen haben nur leider kein Geld zur Verfügung gestellt bekommen. Ich bin seit 3 Monaten intensiv auf der Suche nach genau diesen Gründern, die unternehmerische Fähigkeiten haben und die Portion eigenen Antrieb. Bisher habe ich sehr wenige kennengelernt.

Nun kann es natürlich sein, dass Jens Kunath und SinnerSchrader zwei Outlaws sind, von denen kein Mensch auch nur ein Stück Brot nehmen möchte. Kann sein. Kommt mir aber nicht übermäßig wahrscheinlich vor.

Für wahrscheinlicher halte ich, dass wir hier einen ersten Vorgeschmack auf das bekommen, was uns im alten Europa in den nächsten Jahrzehnten bevorsteht. Köpfe werden knapp.

Der Fischmarkt hat jetzt auch einen Bücherladen. Und dort gibt es natürlich nicht irgendwelche Bücher, sondern die Auswahl des Chefs - man beachte das Banner, das hier mal probeweise mitläuft.

Nein, es ist kein aStore. Denn die SZ-Mediathek hat jetzt ein eigenes Affiliate-Programm. Und mit 8 Prozent Provision ein durchaus attraktives. Oder?

Die SZ-Mediathek wird von SinnerSchrader betreut.

Bei uns schlägt seit Jahren der Manufactum-Katalog gleich in doppelter Ausführung auf, und ich lese die kulturkritischen Elaborate von Thomas Hoof nach wie vor mit Genuss. Nur mit dem Web tut sich Manufactum ähnlich schwer wie fast alle Versender, die unter dem Zwang zum Multichannel und dessen Bürden ächzen.

Weniger einsturzgefährdet sind Neubauten ohne Altlasten aus Vor-Netz-Zeiten. DaWanda ist eine Art Manufactum ohne ideologischen Überbau, ohne Hinterlassenschaften aus der industriellen Hochzeit und ohne klassisches Versandgeschäft.

DaWanda

Also ganz anders, aber doch verwandt in der Zielgruppenansprache. Denn auch DaWanda wendet sich - à la Etsy - an

eine kaufkräftige und anspruchsvolle Zielgruppe, die für erstklassige Produkte, aufwendige Herstellungsverfahren und den persönlichen Kontakt zum Produzenten den entsprechenden Preis zu zahlen bereit

ist (iBusiness). Statt guter Dinge aus vergangenen Tagen bietet DaWanda Handgefertigtes von Kunsthandwerkern und Privatpersonen. Und natürlich hält sich DaWanda nicht mit der Logistik auf, sondern überlässt Versand und Inkasso nach dem Ebay-Prinzip den Anbietern selbst.

Lauschen wir zum fröhlichen Ausklang dieser kleinen Geschichte nun Exciting Commerce:

Für DaWanda läuft es gerade mehr als prächtig: Nach SinnerSchrader für die PR und Spreadshirt als strategischen Partner konnten die beiden Gründer Claudia Helming und Michael Pütz nun Holtzbrinck Ventures als Investoren gewinnen. Das hat Martin Weber von Holtzbrinck Ventures mittlerweile gegenüber ibusiness bestätigt.

Glückwunsch an das DaWanda-Team, das nach der Übernahme von Sozeug.net nun zumindest in Deutschland allein auf weiter Flur ist und den Vorsprung nun entsprechend nutzen kann.

Blending the Future of Shopping

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It’s out, it’s official, and I’m finally allowed to discuss it: the project on which I’ve spent a fair bit of time in the last six months is online. Almost anyone who reads this blog is certain to have at least a vague idea of how a web site comes into being, but most of you are unlikely to have any idea how an application for Windows Vista goes from being an idea to becoming a product.

This will be the first in a few posts discussing various aspects of the OTTO Store development process. Keep in mind I’m a designer, so there won’t be any ingenious code snippets, no opinions on .Net and no advice for improving performance. I’ll just be relating what I can about how we got the OTTO Store to where it is, what I learned on the way, and what I think of the process.

For quite a few months, day in and out, my constant companion has been Blend, which means it’s earned the right to have a whole post dedicated to it.

What’s the Big Deal?

First off, for those new to the whole subject, here’s the quick run-down. Microsoft’s new operating system, Vista, is a big step beyond the Windows we all know (and love, or love to hate). I won’t go into the details (because I’m not techie enough) but as I understand it, Microsoft started from the ground up and rebuilt the whole thing. One of the things they invented along the way was XAML, which is pronounced “zammel” and stands for eXtensibel Application Markup Language. At first it sounds a lot like XML, but the “A” is XAML hints at the important difference: XML is “a markup language for documents containing structured information” (from xml.com), but XAML describes and defines applications, not documents. This difference, and what a big deal it is, should become apparent shortly.

What Blend Is

Blend is a program, codenamed “Sparkle” during its development, which belongs to the Microsoft Expression suite of tools. XAML is a markup language, which of course means you can edit it in a text editor, but if you want to work visually with XAML, you need Blend. During the development of the OTTO Store, we were working in partnership with Microsoft, so we had access to Blend from the early alpha phases on to today’s beta 2 version, which you can download and try out for yourself.

Blend

The idea behind Blend is one that it took some getting used to. You can draw shapes (all vector based) define colours, set type, whatever. But as you’re doing this, Blend is generating XAML in the background, i.e. Blend is a WYSIWYG XAML editor. You can also switch to a XAML view, and edit the markup directly. Most designers I’ve described this to have said, “oh yeah, I know that from Dreamweaver and GoLive.” Well, yes, sort of. The big difference is that with GoLive you’re only fiddling with HTML, which means you’re only defining structure for your texts and images, but you’re not creating the images themselves. In Blend you usually are, the exception being bitmaps, which you import from elsewhere. And in Blend, you’re producing layouts and graphics for an application, not a web page, which means when you’re done, your XAML will be compiled and displayed in a window like any other app. No Explorer, no Firefox, no plugins.

What Blend Isn’t

Although it may pain my colleagues at Microsoft to hear it, Blend isn’t in my opinion a design tool.

At it’s best, design is a process of playing around. The best design tools are still, and always will be, a pen and a nice sketchbook, because they’re so simple, so intuitive and so unlimited. When I’m designing something new, I need to be able to try out anything I want to, I make 20 micro-decisions every minute, and throw away 99% percent of everything I do. This is normal. The right-brain process of playing around, without any thought of how the product will be executed or what’s possible and what’s not, is what leads a designer to an excellent result.

Blend is a production tool. If I want to lay out something in Blend, I have to immediately make a number of technical decisions. For example, XAML has numerous different kinds of containers, which have different properties. So the first step in laying anything out in Blend is the question, “should I put this in a StackPanel or a Grid?” These kinds of questions are extremely left-brained, and pull the handbrake if you’re in a playing around right-brained phase.

First Right, Then Left

All of this was pretty quickly apparent to us at the beginning of the OTTO Store project. So, although Blend was supposed to bring the worlds of designers and developers together, and it was envisioned as the one tool for everything, we did, just as we do for web sites, design the basic look and key screens in Photoshop. These screens served as guidelines for the production designers (myself and Henrik Rinne) who were working in Blend. Once we had enough of the app in Blend, it became possible to make changes to the design details directly in Blend, and our Photoshop screens become less and less important. But I can’t imagine how we would have ever achieved the slick look of the Store without a right-brained phase in Photoshop.

The Right Tool for the Job

Even more importantly, it would have been impossible to conceive of and design the OTTO Store in Blend, simply because the tool defines its result. You won’t be cutting any wood with a hammer. If we’d worked in Blend from the start, we would have been so involved with what works and what doesn’t that we would have constantly limited our ideas, i.e. not played around enough. As it was, half of the ideas in the screens were met with blank developer/production designer stares and “um, I don’t think we can do that,” but in many cases we stuck to the idea, and worked out how to do it anyway. Unlike most applications, the OTTO Store was clearly defined as a style project from the start, so we had the rare situation of developers working towards a design and user experience vision, instead of designers attempting to create pretty window dressing for a pile of functionality. Judging by reactions to the Store, I’d say the difference is evident.

Originally published at mattbalara.com

Matt Balara hat ein Video vom OTTO Store gedreht. ("Dreht" man eigentlich noch Videos? Naja, auch eine Festplatte dreht sich.)

"Ist das die Zukunft des Shoppings?" Fragt Markus Breuer angesichts des OTTO Stores und trägt ein wichtiges Argument vor:

Was mich an der Zukunftsfähigkeit dieses Projekts zweifeln lässt, ist wirklich nicht der Neid. :) Es ist die Tatsache, dass es sich um einen Online-Shop handelt,

  • der nur auf PCs mit Microsoft Vista (unter Aero) läuft
  • den ich downloaden muss, bevor ich ihn nutzen kann

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich das für einen Rückschritt halte. Auch wenn Microsoft Vista in 2 - 4 Jahren vermutlich das meistverwendete Betriebssystem sein mag, ist es für Endanwender sicherlich nicht wirklich angenehm, für jeden Shop eine separate Applikation herunterladen zu müssen.

So ist es. Die Zukunft des Onlineshoppings sind nicht unbedingt proprietäre Clients, die nur auf einer einzigen Plattform laufen. Das erwartet vermutlich nicht einmal Microsoft.

Der OTTO Store zeigt, soviel ist richtig, die Möglichkeiten von Windows Vista. Das hat auch seine Berechtigung und ist das Anliegen von Microsoft. Aber viel spannender sind die neuen Möglichkeiten für einen kataloggetriebenen Versender wie OTTO.

Homevideo von shoppingzweinull.de

Es geht um Bedarfsweckung, Erlebnis und Entertainment (um mal Dr. Thomas Schnieders zu zitieren, Direktor Neue Medien bei OTTO). Es geht um neue Formen der Warenpräsentation und um Emotion. Und es geht um eine intelligente Verbindung von Katalog- und Onlinegeschäft.

Denn die Diktatur des besten Preises, unter der große Teile des E-Commerce-Geschäfts ächzen, gilt ja im Bereich Mode allenfalls teilweise - nämlich dort, wo Vergleichbarkeit herrscht. Geht es aber um die passende Hose zur Bluse, dann können guenstiger.de und Ebay nicht helfen.

Was die Technik angeht, so stehen wir hier vor dem klassischen Henne-Ei-Szenario. Second Life, um mal ein Lieblingsthema von Markus Breuer herauszugreifen, braucht auch einen (anfangs mehr, mittlerweile weniger proprietären) Client.

Ich hoffe, dass da ein noch paar Ideen mehr entwickelt werden und "Shopping" im Internet auf Dauer mehr sein wird, als nur in einem Katalog zu blättern. Im Kern des "Shopping-Vergnügens" in der physischen Realität stehen ja kollaborative, soziale Ansätze und die räumliche Nähe und inhaltliche Diversität vieler verschiedener Anbieter.

So ist es. Warten wir es ab. Ideen sind hier nicht die knappste Ressource. Soviel steht fest.

The Future of Shopping?

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Today, Windows Vista appeared in, according to Bill, 39,000 stores. Quite possibly a big deal for many people who spend as much time in front of a computer as I do, but not for me, at least not when compared to the launch of the OTTO Store.

OTTO, for readers outside of Europe, is the no. 1 worldwide retailer in mail-order sales, and no. 2 behind Amazon in online sales. Maybe hard to believe, considering almost noone knows their name outside of Europe, but apparently it’s a fact. Americans have, however, certainly heard of Crate & Barrel, which is one of around 20 companies which belong to the the OTTO Group.

SinnerSchrader Studios, where I work, was lucky enough to be approached by OTTO and Microsoft, to develop a shopping application for OTTO which would run in Windows Vista. This became a challenging and exciting project for us which started last summer and culminated in the launch today. As of a few hours ago, you can download and install the OTTO Store (if you’ve already installed Vista, and have a good understanding of German).

OTTO Store

I’ve been designing stuff for the web since 1993. After working for so long in one medium (which to be honest hasn’t changed that much since then) it was a shock and in a way a relief to work on an app for Vista. It reminds me of the good old days of CD-Roms, when you could animate your heart out, throw in videos all over the place, and even spin things around in 3D if you wanted to. With Vista, and today’s growing bandwidth, that’s all possible again. It’s like a whole new world, and requires a whole new way of thinking. No more boxy layouts designed to make content management systems happy, no more pseudo piece of paper layouts, and no more browser. The OTTO Store is a self-contained application which is installed on the user’s machine. The fact that it’s a “download once, use many” experience gave us the freedom to think up stuff for which a user would never wait for his browser to show him.

As for the development process, “challenging” is a polite word for it. Since this was a joint project between us, OTTO and Microsoft, we had access to their development software (once known as Sparkle, now known as Blend, either way also known by the imminently forgettable name “Microsoft Expression Interactive Designer”) in the alpha and beta phases. This was obviously a blessing and a curse. Web designers are used to fully functional, stable programs like Adobe Photoshop. The security of knowing you can work all day and save when you go home is a feeling I learned to miss. On the other hand we spent a week in Redmond, got to give our feedback directly to Microsoftians, and were pleased to see most of our problems solved in successive versions.

The relief and pleasure of having the OTTO Store finished and online is noticeable throughout our whole team — all of whom I must add worked far more and harder on the Store than I did — but a big question mark remains in my head. Is this really the future of shopping? Noone can answer that question yet, but I’m very interested to see how many people download it, and of those, how many actually buy something. I’m honestly pleasantly surprised that a company as large and old as OTTO had the guts and vision to invest in something so innovative which may, at first, bring so little concrete return.

I’ve also got to say I’m proud and excited to be a member of one of very few teams who can realise such a project today in Germany. It’s been a long time since I’ve seen anything this new, worked in such a close-knit team, and learned so much at work.

More about the OTTO Store

Originally published at mattbalara.com.

Reinhard Pöllath
Die FTD portraitiert heute unseren Aufsichtsratsschef Reinhard Pöllath:

Der Mann ist mit Wonne unscheinbar. Statt Edelledertasche oder Metallrollkoffer nimmt er für kurze Geschäftsreisen meist nur einen etwas größeren Rucksack mit. Jetzt ist der Tchibo-Aufsichtsratschef als Berater der Eignerfamilie Herz wichtiger denn je.

Das manager magazin hatte den Mitgründer und Partner der Sozietät Pöllath + Partner vor dreieinhalb Jahren übrigens als säuselnden Schlichter tituliert.

Der OTTO Store auf otto.de
Der größte Launch aller Zeiten war gestern. Jetzt kommt die spannendste Anwendung, die es für Windows Vista bis jetzt gibt.

Der OTTO-Store ist eines der Top-10-Strategieprojekte, mit denen zum Launch von Microsoft Windows Vista Anwendungsbeispiele demonstriert werden. Er wurde von OTTO in Zusammenarbeit mit den SinnerSchrader Studios realisiert, die als Kreativagentur auf den Bereich Digitale Medien spezialisiert sind.

Aus der Pressemitteilung der OTTO Group

Pressebild OTTO

Pressebild OTTO

Der OTTO Store hat es mit Windows Vista übrigens bis in die Tagesthemen geschafft (ab 2:40 Inzwischen ist der Vista-Beitrag nicht mehr online - auch ein bemerkenswerter Vorgang übrigens).

Tagesthemen vom 29.01.2007 im Windows Media Player

Besonders nett, wie Tom Buhrow fast den Moderationsgag versemmelt... public-beta.com schreibt:

OTTO hat es tatsächlich geschafft, den ganz dicken E-Commerce Knaller für 2007 auszulegen. Nach der Social Commerce Euphorie in 2006 schlagen die Großen jetzt mit schweren Geschützen zurück.

Und Chairman Bill William Henry Gates III, der immer noch aussieht wie gerade frisch von der Uni, war gestern bei Jon Stewart in der Daily Show:

Mehr zum OTTO Store bei ibusiness, bei Matt Balara, der am Projekt mitgearbeitet hat, und bei André Schuster, der gern am Projekt mitgearbeitet hätte.

Kaispeicher B (Foto: Elbe&Flut)

Hamburg, 3. Mai 2007, Kaispeicher B: next07. Inspiration und Interaktion.

Mehr dazu demnächst. Bis dahin bitte anschauen, wie es im vorigen Jahr war.

Heute treffen sich die Aktionäre der SinnerSchrader Aktiengesellschaft zum alljährlichen Hochamt Familientag zur jährlichen Hauptversammlung. Der Tagungsort ist diesmal die Fabrik in Ottensen. Mehr dazu später.

Das Kontrastprogramm dazu geht heute in München zuende. Die beste Berichterstattung über Burdas Digital, Life, Design leistet eindeutig Bruno Giussani in seinem Blog Lunch over IP.

Zurück nach Hamburg. Jetzt spricht Person Wilm Diedrich Müller und begründet seine Gegenanträge [PDF]. Anders als die Vorredner erhält er keinen Applaus aus dem Auditorium.

Felix Schwenzel schreibt wirres.net aus München. Christian Stöcker von Spiegel Online sieht dort Techno-Humanisten am Werk. Und Thomas Cloer von der Computerwoche geht nach Hause.

Beispielfolie von Matthias Schrader zum Kongress Online-Handel 2007

Voll des Lobes ist Matthias Schrader vom Kongress Online-Handel 2007 zurückgekehrt. Die von ihm moderierte Session ("Web 2.0 - Der Turbo für den Online-Handel?") sei wirklich sehenswert gewesen, die Co-Referenten Andreas Milles/Spreadshirt und Markus Krechting/neckermann.de absolut überzeugend.

An die Session schloss sich eine spannende Diskussion auf dem Zukunftspanel an. In der vertrat Matthias Schrader die These, dass den Infrastrukturthemen die ganz große Zukunft beschieden sei. Beispiele: Google und das Betriebssystem der Werbung, Amazon als Infrastruktur- und Logistikbetreiber für Versandhandel sowie Ebay mit Paypal und Skype als Plattform für den Handel zwischen Konsumenten.

Wie gewohnt hier die Schraderschen Folien [Quicktime, 102 MB].


Kleiner Schreck in der Morgenstunde: Der Fischmarkt war heute früh komplett leer. Jedenfalls in der linken Spalte. Das lag an der Weihnachtspause und daran, dass auf der Startseite nur die Einträge der letzten sieben Tage angezeigt wurden.

Das neue Jahr kann nicht ohne unsere beiden Stammthemen beginnen: E-Commerce und Web 2.0. Der Kongress Online-Handel 2007 ("Kick-Off 2007 für eine Branche im Aufbruch") kommt an dieser Themenkombination auch nicht vorbei.

Am 16. Januar, dem ersten Kongresstag, hat Matthias Schrader den Vorsitz einer Session mit dem Titel "Web 2.0 - Der Turbo für den Online Handel?". Nach seinem Einführungsreferat ("Web 2.0 – Wo liegt die Zukunft des Internet-Handels? Worauf setzen erfolgreiche Online Händler zukünftig?") spricht der alte Ami Andreas Milles über Markenführung im Web 2.0 am Beispiel von Spreadshirt, bevor schließlich Dr. Markus Krechting, Direktor Marketing & Neue Medien bei neckermann.de (noch KarstadtQuelle) seine Thesen zur Bedeutung und Entwicklung von Web 2.0 für den E-Commerce ("Vom Konsumenten zum Produzenten") vorträgt. Das weitere Kongressprogramm hier.

Und da wir gerade über Kongresse sprechen: Die Liste der Sprecher auf dem DLD sieht beeindruckend aus.

Ein herzliches Dankeschön

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An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal recht herzlich bei der SinnerSchrader AG und speziell Mark Pohlmann, Martin Recke und Matthias Schrader für die großzügige Unterstützung in Form eines Stipendiums bedanken. Wie Martin bereits angekündigt hat, werde ich von nun an von verschiedenen Konferenzen berichten, auf denen ich einen Vortrag halte. Zunächst wird das die Hawaii International Conference on System Sciences im Januar sein, weitere werden folgen.

Zunächst aber noch ein paar Worte über mich und mein Dissertationsthema: Mein Name ist Oliver Hinz und ich habe Wirtschaftsinformatik an der TU Darmstadt studiert, bevor ich dann bei der Dresdner Bank am Frontend für den Private Banking Bereich gearbeitet habe. Nach 3 ½ Jahren dort habe ich mich aber entschlossen, noch einmal an die Uni zurückzugehen. Seit 2004 bin ich daher wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Electronic Commerce an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und beschäftige mich mit interaktiven Preismechanismen.

Neben Auktionen ist das vor allem Reverse Pricing (auch Name-Your-Own-Price genannt), bei dem der herkömmliche Preismechanismus umgekehrt wird. Beim Reverse Pricing bietet der Käufer gegen eine unsichtbare Preisschwelle, die der Verkäufer festgelegt hat. Ist das Gebot höher als die geheime Preisschwelle, so erhält der Käufer den Zuschlag und muss den Preis in Höhe seines Gebots bezahlen. Andernfalls wird das Gebot abgelehnt und in Abhängigkeit der Ausgestaltung des Reverse Pricing kann der Käufer evtl. erneut ein Gebot abgegeben.

Wie bei Auktionen gibt es auch beim Reverse Pricing viele Ausgestaltungsmöglichkeiten, die den Erfolg des Verkaufs erheblich beeinflussen. Neben der Höhe der Preisschwelle kann der Verkäufer z.B. die Anzahl der möglichen Gebote, Wartezeit zwischen Geboten, Kosten für weitere Gebote und die Form der Gebotswahl festlegen (siehe Bild). Diese Designvariablen haben einen erheblichen Einfluss auf das Gebotsverhalten der Käufer und letztendlich daher auch auf den Gewinn des Verkäufers.

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Reverse Pricing wird z.B. von Priceline.com zum Verkauf von Flugtickets, Hotelzimmern und Mietwagen eingesetzt. Unser Projektteam führte bereits Aktionen u. a. mit GermanWings und Sulake und ihrem Habbo Hotel durch und konnte dadurch sowohl für Praxispartner als auch für unsere wissenschaftliche Arbeit interessante Erkenntnisse gewinnen.

Da die Käufer beim Reverse Pricing nicht in Konkurrenz zueinander stehen, ist ein wichtiges Teilziel meiner Dissertation zu erforschen, inwieweit sich die eigentlich geheime Preisschwelle über die Zeit herumspricht. Die Struktur des sozialen Netzwerks zwischen den Käufern ist dabei eine wichtige Determinante. Andersherum kann man aus den Geboten über die Zeit auf das soziale Netzwerk zurück schließen. Eine wertvolle Information für den Verkäufer. Mehr zu diesem Thema gibt es in naher Zukunft.

Im Januar werde ich aber erst einmal von interessanten Ergebnissen von der HICSS berichten. In meinem Vortrag, den ich dort halten werde, identifiziere ich im Übrigen die Treiber für die Weitergabe von Falschinformationen in Internet-Communities.

Zunächst aber allen Fischmarkt-Lesern frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Nein, nicht für den Fischmarkt. (Obwohl...) Es geht um den Kongress, auf den wir unaufhaltsam zusteuern. Im Frühjahr soll der Nachfolger der Next 10 Years stattfinden. Wir brauchen Unterstützung bei allem, was damit zu tun hat. Bitte hier nachlesen und bewerben.

Weihnachtsfeier 2006

Einen Einblick in die Forschung gibt hier demnächst der Frankfurter Diplom-Wirtschaftsinformatiker Oliver Hinz. Er bekommt von SinnerSchrader ein Stipendium, das ihm ermöglicht, seine Forschungsergebnisse auf internationalen Konferenzen zu präsentieren.

Und auf dem Fischmarkt. Freuen wir uns daher auf Berichte von der Hawaii International Conference on System Sciences, auf der Oliver Anfang Januar ein Papier vorstellen wird. Sein Forschungsthema sind interaktive Preismechanismen wie Auktionen und Reverse Pricing. Mehr dazu wird er demnächst hier selbst schreiben.

Weihnachten 2.0 @ SZ-Mediathek
Mit dem freundlichen Hinweis auf die Weihnachtsaktion der Neuen Informatik erinnert mich Maximilian Diener an den Stapel noch zu versendender Weihnachtskarten auf meinem Schreibtisch.

"Feiern Sie Weihnachten 2.0", lese ich auf der Karte der Informatik, "...mit Ihrer Social Community vor dem Weihnachtsbaum, generieren Sie Content mit lieben Briefen und Gedichten, und lassen Sie auch einmal andere für sich arbeiten!"

Zum Beispiel so: Scholz & Volkmer lässt Geschenke denken, die Neuen Informatiker empfehlen Bücher.

Talk to Your Mavens

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SinnerSchrader ist seit heute offiziell mit einer neuen Unit am Markt: Online Conversations. Was, warum und worüber - drüben im themenblog.

Thomas Dyckhoff

Unser Geschäftsjahr 2005/2006 ist Geschichte. Finanzvorstand Thomas Dyckhoff erklärt beim Börsenradio die vorläufigen Zahlen.

Bild Jörg TschauderBevor ich mich wieder der OMD zuwenden kann, hier eine dringende Durchsage in eigener Sache: SinnerSchrader baut sein Beratungsgeschäft im Bereich Web-Analyse aus.

Warum tun wir das? Ganz einfach: Das Thema ist dabei, seine veritable Nische zu verlassen. Wenn es in Zeiten des versionierten Webs (Malte Blumenthal) darum geht, mit Kunden und überhaupt der Außenwelt ganz neu in Dialog zu treten - spätestens dann ist die hergebrachte Trennung zwischen Web-Analyse und anderen analytischen Disziplinen nicht mehr sinnvoll.

Bild Björn SiegfriedUnternehmen wollen verstehen, wie dieser Dialog funktioniert und ihre Marketingaktivitäten daran ausrichten. Es ist das alte Thema: 50 Prozent aller Werbeausgaben sind rausgeworfenes Geld - nur welche 50 Prozent?

Wir werden von jetzt an Unternehmen dabei beraten, die Beziehung zu ihren Kunden intelligent zu gestalten, ihre Werbe- und Vertriebsbudgets effizient einzusetzen sowie deren Wirkung nachzuweisen. Deshalb geht der neue Beratungsansatz über die reine Web-Analyse hinaus: So gehören zum Beispiel auch Vertriebskostenanalyse, Produktdeckungsbeitragsrechnung oder Bestandskundenanalyse dazu.

Bild Matthias PostelWem jetzt die Ohren klingeln, dem sei gesagt: Analytisch bleibt es jedenfalls, und natürlich wird auch weiterhin Technik zu diesem Zweck eingesetzt. Neu ist, dass SinnerSchrader Analyse, unser analytischer Geschäftsbereich, zum Dienstleister für Marketing-Controlling wird.

Und neu ist auch das Team, mit dem wir uns verstärken: Jörg Tschauder (37, Bild oben) kommt von der BBDO-Tochter Proximity Consulting, wo er seit 2002 Kunden bei der erfolgreichen Marktbearbeitung und Optimierung der Vertriebs-/Marketingaktivitäten beriet. Er übernimmt die Leitung des Geschäftsbereichs Analyse. Björn Siegfried (32, Mitte) und Matthias Postel (34, unten) waren beide zuletzt für AOL Deutschland im Bereich Market & Business Intelligence als Senior Manager tätig. (Weitere biografische Angaben in der Pressemitteilung.)

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Aus dem OMD 2006 - Newsletter 03:

Besonderes Highlight der OMD 2006: In Anlehnung an das Kampagnen-Motto "Die größten Fische fängt man im Netz" präsentiert die OMD im Außengelände zwischen Halle 1 & 2 erstmalig den OMD-Fischmarkt. Ob Sie nur frische Luft schnappen oder ein leckeres Fischbrötchen zu sich nehmen möchten: In der Open-Air-Ruhezone kann man bestens eine kurze Auszeit vom Messegeschehen nehmen.
Also, liebe Fischmarkt-Leser: Wir sehen uns auf dem OMD-Fischmarkt!

Hallenplan der OMD
Keine zwei Wochen mehr bis zur OMD. Höchste Zeit, die geschätzten Leser auf unseren großen Messestand aufmerksam zu machen. Direkt neben der Halle 1 präsentieren wir uns auf einer dreieckigen Standfläche, die auch von der benachbarten Halle 2 zugänglich ist. Wie das gekreuzte Besteck auf dem Hallenplan sofort verrät, gibt es auch ordentlich zu essen. Anmeldung nicht erforderlich.

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"Es wird nicht mehr lange dauern, bis Arena eine siebenstellige Kundenzahl verkünden wird", kündigt DFL-Chef Christian Seifert heute im Focus an. Ein nicht unerheblicher Teil von ihnen hat arena über das Internet gebucht - die Website arena.tv ist jetzt nagelneu (und stammt aus den SinnerSchrader Studios - hier die aktuelle Pressemitteilung).

Ligachef Seifert fordert übrigens eine "größere Pay-Mentalität in Deutschland":

"Es ist doch eigenartig, dass viele bereit sind, 1,49 Euro für einen Handy-Klingelton zu bezahlen, aber erwarten, dass das Premium-Produkt Bundesliga frei zugänglich ist."

Wie sagte Kollege Pohlmann so treffend zu Oliver Gassner? "Einer muss ja schließlich die Rechnung bezahlen."

Am Vorabend der Revolution

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Einladung zur Erstbesichtigung

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Seit 14 Tagen hat SinnerSchrader sein neues Domizil in der Völckersstraße in Hamburg. Wir sind die allerallerersten Mieter in einem der größten laufenden Bauprojekte der Stadt, dem sog. Westend in Ottensen. Wer in der Gegend ist und gerne mal vorbeischauen möchte: gerne! Bitte einfach Kontakt mit mir aufnehmen und Termin ausmachen.

Den besten Cappuccino der Stadt gibt es kostenlos dazu!

Völckersstraße, Teil II

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Hier weitere Bilder von Deutschlands schönster Brutstätte für innovative Internetprojekte ;-)

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Back in Town

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Wir sind zurück. Zurück in Ottensen, zurück am Puls der Stadt. Unsere neue Adresse lautet:

SinnerSchrader
Völckersstraße 38
22765 Hamburg

Telefonnummern, Durchwahlen und E-Mail-Adressen bleiben, wie sie sind.

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Blick aus dem 4. Stock


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Der neue Emfpang, noch sehr beta. Diesen Stühlen sind wir übrigens seit 1998 treu.


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Die Bilderserie wird fortgesetzt

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Aus der heutigen Spiegel-Titelgeschichte (Auszüge & Einschätzung bei Peter Turi)

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Solche Telefone haben wir hier auch.

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Da kann man doch wirklich bald arbeiten.

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Und so sieht das Foyer von oben aus.

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Na gut, die Fassade ist noch nicht ganz fertig.

Thomas Dyckhoff

Finanzvorstand Thomas Dyckhoff erklärt beim Börsenradio die aktuellen Quartalszahlen.

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800 Umzugskartons warten auf ihren Einsatz.

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Falls jemand einen Blick auf die aktuelle Zahlenwelt von SinnerSchrader werfen möchte: Heute haben wir über das dritte Quartal berichtet. Nicht wundern: Unser Geschäftsjahr beginnt am 1. September, deshalb war das dritte Quartal schon Ende Mai vorbei.

Unsere Finanzmitteilungen gibt es übrigens auch per RSS.

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Das gelbe Strippengewimmel wird bald unser Firmennetz.

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Auch auf der Baustelle.

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Schade nur, dass dieses Werk eines unbekannten Künstlers schon sehr bald in der Versenkung verschwinden wird. (Gefunden auf der Baustelle, die demnächst unser Büro sein wird.)

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Ein Blick ins Erdgeschoss. Hier wird demnächst eine Kaffeetheke samt Maschine stehen. Links geht es in einen der drei Besprechungsräume auf dieser Etage.

Die Konfis können übrigens von heute an reserviert werden. (Natürlich erst für die Zeit ab Einzugstermin.) Da kauft man natürlich die Katze im Sack.

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Ein Blick auf die Fassade. Wie Sie sehen, sehen Sie nichts.

Und so soll es aussehen, wenn alles fertig ist.

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Ab Sommer haben wir ja eine neue Adresse. Und wenn ich aus dem Fenster schaue, dann ist das wohl ziemlich bald.

So sieht es dort übrigens derzeit aus.

Marc Andreesen, Oliver Sinner und Otto

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Fünfter und letzter Teil der mehrteiligen Serie zum zwanzigjährigen Bestehen der Page und zum zehnjährigen Bestehen von SinnerSchrader. Teil 1: Computersozialisierung bei Horten, Teil 2: Ein seltsames Protokoll, Teil 3: Schülerzeitung goes DTP, Teil 4: Ein vorlauter Leserbrief

Netscape_Navigator_0.9.png

Marc Andreesen beendete 1994 meine DFÜ-Leidenschaft. Zehn Jahre zuvor war ich das erste Mal online, zuerst mit dem C64 und einem DIY-Akustikkoppler, später mit Ataris und Intels sowie schnellen Modems. Abgesehen von den aufgehübschten Einstiegsseiten bei Compuserve und AOL blieb es aber im Kern - wie es bis dahin gespreizt-preußisch hieß - Datenfernübertragung. Texte und Dateien wurden von A nach B bewegt.

Andreesens Netscape-Browser verwandelte hingegen den Bildschirm in ein universelles Medium: Der Nutzer bewegte sich nun von A nach B nach irgendwohin. Der Computer hatte in meinen Augen seine Bestimmung gefunden, gleichzeitig Werkzeug und Medium zu sein.

Das ganze Jahr 1995 verbrachte ich wie im Rausch damit, Websites zu entwickeln, meine Professoren sahen mich selten und wenn, dann um am Monatsende in der Uni Onlinekosten zu sparen. Anfang 1996 hielt ich es für eine gute Idee, den Otto Versand als Kunden zu gewinnen.

Mein dortiger Ansprechpartner hieß Oliver Sinner, und eine Woche nach unserem ersten Kennenlernen schmiss er seinen Job und ich mein Studium; wir gründeten die Sinner + Schrader GbR. Wir erzählten allen, Online-Shopping sei die Zukunft, aber eigentlich wollten wir nur irgendwie dabei sein.

Auf der CeBIT 1996 planten wir unseren ersten richtigen Kunden zu gewinnen, denn Otto entwickelte sich nicht so wie geplant. Und irgendwie funktionierte es. Wir lernten Stephan Schambach kennen, der keine Lust mehr hatte, Next-Computer in Jena zu verkaufen, sondern einen Narren an der Diplom-Arbeit eines seiner studentischen Mitarbeiter gefressen hatte.

Frank Gessner, so sein Name, hatte eine Shopping-Software fürs Web entwickelt, der er augenzwinkernd Intershop nannte. Wir waren sofort begeistert und bekamen kurzerhand den Auftrag, das gesamte Benutzerinterface zu überarbeiten und leckere Demo-Shops zu entwickeln. Stephan Schambach erhielt Risikokapital und wir konnten Mitarbeiter einstellen.

Mit der Intershop-Referenz gelang es uns, die ersten großen Versandhändler zu überzeugen, ihre Verkaufsplattformen von uns entwickeln zu lassen. Und mit den Händlern kamen die Banken, Touristiker und Telekommunikationsunternehmen, denn sie alle wollten künftig direkt übers Web ihre Geschäfte abwickeln.

Aus unserer GbR wurde 1997 eine GmbH und zwei Jahre später die SinnerSchrader AG. Dreieinhalb Jahre nach Gründung war aus der 2-Mann-Firma eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit 70 Mitarbeitern geworden.

Heute entwickeln in Hamburg und Frankfurt rund 140 Mitarbeiter für Kunden wie die Deutsche Bank, comdirect, TUI, E-Plus, Tchibo oder die Süddeutsche Zeitung webbasierte Marketing- und Vetriebsplattformen. Und seit diesem Jahr steht auch wieder unser Startkunde Otto auf der Kundenliste.

Derweil erfindet sich das Web in diesen Monaten neu. Hohe Bandbreiten, ubiquitäre Verfügbarkeit und offene Standards sorgen für ein interaktiveres und leistungsfähigeres Web. Nie waren digitale Medien spannender!

Ende

Ein vorlauter Leserbrief

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Teil 4 der mehrteiligen Serie zum zwanzigjährigen Bestehen der Page und zum zehnjährigen Bestehen von SinnerSchrader. Teil 1: Computersozialisierung bei Horten, Teil 2: Ein seltsames Protokoll, Teil 3: Schülerzeitung goes DTP

Calamus war der Urknall und schuf ein DTP-Paralleuniversum aus dem Nichts. Tausende semi- und vollprofessionelle Grafiker kauften sich ab 1986 Ataris (erst den ST, später Mega STs und TTs), waren begeistert von Calamus und den ebenfalls unverschämt günstigen Atari-Laserdruckern, welche die Tramiels kurze Zeit später nach Europa verschifften.

Es war ein in diesen Jahren sehr spannender, interessanter – und sehr deutscher Markt. Atari verkaufte in all den Jahren hierzulande wesentlich mehr Rechner als in ganz Nordamerika – und in den Staaten wurde der Rechner zum überwiegenden Teil mit Farbbildschirm als (schlechter) Spielerechner oder als Midi-Musikmaschine verkauft.

Hier hingegen bildete sich mit dem Erfolg von Calamus schnell ein ganzes Ökosystem an Drittherstellern. 3K Computerbild und TMS kämpften mit „Retouche“ und „Cranach“ um die Position des Photoshop-Äquivalents auf der Atari-Plattform, „Didot“ und „Avant Vektor“ wollten dem Illustrator Konkurrenz machen und unzählige weitere Firmen kümmerten sich um Treiber, Tools und Schriften. Die Entwickler, mit denen man auf der Drupa über die Feature-Pipeline diskutierte, kamen aus Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Regensburg.

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PAGE-Autorentreffen Anfang 1992 (Foto: Page XXL)

Das Projekt Schülerzeitung fand 1989 sein natürliches Ende und ich trieb mich viel in Werbeagenturen rum, um mein Studium der Informatik und Geschichte als Texter zu finanzieren. Richtig glücklich war ich nicht. Daher traf es sich ganz gut, dass mich Jürgen Siebert, seinerzeit Chefredakteur der PAGE, eines Tages anrief – Grund war wohl ein etwas vorlauter Leserbrief – und fragte, ob ich nicht Lust hätte, über die Atari-DTP-Szene in der PAGE zu berichten.

Natürlich hatte ich.

Von nun an füllte ich monatlich meine zwei bis drei fair bezahlten Seiten, traf mich mit allen relevanten Entwicklern, die den Atari als Publishing-Maschine ganz groß rausbringen wollten (und den Amis mal zeigen wollten, was coole Software ist) und ich hatte den Schrank voller neuer, legaler (Rezensions-)Software.

Die Atari-Community wuchs und gedieh Anfang der 90er Jahre: Calamus professionalisierte sich mit Calamus SL, die ersten frequenzmodulierten Raster wurden in Deutschland auf Atari-Maschinen entwickelt und findige Köpfe machten den Atari zu den Litho-Boliden von Linotype, Hell und Scitex kompatibel.

1992 brachte Atari mit dem Falcon030 eine Harddisc-Recording-Musikmaschine und 1993 die Spielekonsole Jaguar auf den Markt. Die Tramiels in Sunnyvale hatte den professionellen DTP-Markt abgeschrieben. Konsequent lief ein Jahr später der letzte Rechner vom Band, die Atari-Entwicklerszene balkanisierte sich.

Zwar berichtete ich für die PAGE noch eine Weile über ihre Versuche, sich im Apple-, Windows- oder NextStep-Markt zu behaupten. Aber die Wettbewerber auf den neuen Zielplattformen hatten bezüglich der installierten Basis einen Vorsprung von vielen Jahren und waren global aufgestellt. Kaum eine Firma überlebte den Plattformschwenk.

Mir gingen die Themen aus – und ich wollte mich wieder aufs Studium konzentrieren. Es kam anders.

Fortsetzung folgt

Schülerzeitung goes DTP

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Teil 3 der mehrteiligen Serie zum zwanzigjährigen Bestehen der Page und zum zehnjährigen Bestehen von SinnerSchrader. Teil 1: Computersozialisierung bei Horten, Teil 2: Ein seltsames Protokoll

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Das Schülerzeitungsprojekt professionalisierte sich zunehmend: nationale Anzeigenkunden, höhere Verbreitung – und immer noch ein Schriftbild aus dem 9-Nadeldrucker. Es war schrecklich. Wir bewunderten die visuelle Sprache der neuen Magazine wie Wiener, Basta und schließlich Tempo – und uns fiel die erste PAGE in die Hände. Es musste was geschehen – nur was? Das Traumpaar Mac & Laserwriter war für uns völlig unerschwinglich.

Und hier beginnt die Geschichte des Atari ST und eines seltsamen Ausfluges heimischer Software-Entwickler in die grafische Industrie. Schuld war wohl ursprünglich Franz Schmerbeck. Er schrieb mit Signum2 für den Atari eine Textverarbeitung und hatte dabei eine geniale Idee: Für die Druckausgabe der gerade auf den Markt gekommenen 24-Nadeldrucker nutzte er nicht die eingebauten Druckerschriften, sondern ließ die komplette Textseite als Bitmap-Datei aufbereiten.

Dabei steuerte er die einzelnen Drucknadeln durch zeilenweisen Versatz so geschickt an, dass die 24-Nadler eine native Druckauflösung von 360 dpi erzielten – höher als jeder Laserdrucker damals. Gleichzeitig entwickelte er Tools, mit dem Schriftenliebhaber hochwertige und hochaufgelöste Bitmap-Fonts selbst entwickeln konnten. Innerhalb kürzester Zeit wurde Signum2 zur beliebtesten Textverarbeitung auf dem Atari und es entstand innerhalb weniger Monate eine große Schriftenbibliothek.

Mittels Signum und der Zoom-Taste des Schulfotokopierers erreichten wir 1986 fast Fotosatzqualität im Mengentext. Und dann überraschte uns Christian Griesbeck Ende desselben Jahres mit Calamus. Calamus war nicht nur ein ausgewachsenes rahmenorientiertes Layoutprogramm: Der junge Griesbeck hatte fast im Alleingang quasi nebenbei ein eigenes grafisches Betriebssystem entwickelt. Er verzichtete auf alle GEM-Routinen des Atari-Betriebssystems für die Bild- und Druckausgabe und setze sowohl für die Bildschirm- als auch Druckausgabe eigene Softripping-Algorithmen ein.

Während man auf dem Pagemaker noch Headlines in Klötzchenoptik sah (Adobe rückte erst vier Jahre später den ATM raus), konnte man mit Calamus Ende 1986 bereits auf dem Bildschirm 1:1 in der Belichterauflösung von 2540 dpi arbeiten. Es haute uns schier aus den Socken. Adobe und Steven Jobs griffen das Konzept wenig später unter dem Begriff Display Postscript auf – kriegten es aber unter NextStep nie performant. Wir hingegen layouteten nun für unsere Zeitung Tag & Nacht. Hatten viel Spaß, lernten viel und waren glücklich.

Fortsetzung folgt

Ein seltsames Protokoll

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Teil 2 der mehrteiligen Serie zum zwanzigjährigen Bestehen der Page und zum zehnjährigen Bestehen von SinnerSchrader. Teil 1: Computersozialisierung bei Horten

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Im Herbst 1984 begann ich zu schreiben und gründete mit drei Schulfreunden eine überregionale Schülerzeitung, die wir an zwanzig Hamburger Gymnasien frei verteilten. (Erstaunt entdeckten wir als 16jährige, dass der Fortdruck quasi nichts kostet, Anzeigenkunden aber dankbar für die zehnfache Auflage das Dreifache zahlen.) Den Mengentext produzierten wir mit Vizawrite auf meinem C64 und einem 9-Nadeldrucker, dessen Schriftbild dank Carbonfarbband und Runterskalieren am Fotokopierer um eine DIN-Stufe die Grenze des Zumutbaren streifte. Der Rest des Layouts bestand aus Letraset-Rubbelbuchstaben, anarchistischen Comics und drei Tuben Fixogum. Über Nacht wandelte sich meine Daddelkiste zum Publishing-Werkzeug.

Eine meine ersten Reportagen führte mich in eine Eimsbütteler Souterrain-Wohnung. Hier lernte ich Wau Holland, den damaligen Präsidenten des Chaos Computer Clubs, kennen und er schenkte mir die Hackerbibel, nachdem ich einen Zehnmarkschein in seine Kaffeebüchse (oder die des Clubs – ich konnte es nie herausfinden) gefaltet hatte. Die Hackerbibel hielt Wort und enthielt tatsächlich eine Offenbarung: eine Anleitung zum Bau eines Akustikkopplers. Für – damals lächerliche – 800 Mark an Materialkosten konnte ich meinen C64 über Muffen aus dem Sanitärfachhandel mit dem blauen Miettelefon (es gab damals daneben nur noch graue, grüne oder weinrote) der Post verbinden und war „drin“. Bei guter Verbindung konnten wir mit 300 Baud unglaubliche 40 Zeichen pro Sekunde übertragen – ich fragte mich, ob wir uns jemals soviel zu sagen haben würden.

Wir hatten. Die Szene wuchs rasend schnell. Wir schrieben einfache Mailbox-Programme für unsere Rechner, koppelten sie zu Netzen und statt Spiele tauschten wir nun Foren aus – es war das alte Spiel: Jeder wollte die meisten Foren/Bretter/Boards auf seinem System „hosten“ und mit anderen tauschen. Wir verknüpften das Z-Netz mit dem Maus-Net, dieses mit Fido und alle wollten möglichst schnell auch die Usenet-Inhalte aus den Staaten verbreiten, doch das lief nur auf unerschwinglichen Unix-Systemen und auf einem seltsamen Protokoll, das sich Internet nannte.

Ehrensache, dass es dann ab 1985 von unserer Schülerzeitung auch eine Mailbox-Version gab. Sie war „Public Domain“, heute würde man Open Source sagen, und statt GIFs gab’s ASCII-Art. Als in Tschernobyl im April 1986 die Graphitköpfe kritisch wurden, titelten wir in unserer Zeitung „Atomares Alpenglühen“ und verteilten die wöchentliche Strahlenmessung der Bodenbelastung, die wir aus dem Netz saugten, per E-Mail an die Schulsprecher unserer Stadt zwecks Aushang. Dem „Hamburger Abendblatt“ trauten wir nicht. Unsere Rechner verwandelten sich schrittweise vom Werkzeug zum Medium.

Fortsetzung folgt

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Die Deutsche Bank feiert mit uns. Nicht nur hier in der Halle, sondern auch im Web. Und nicht etwa irgendwo versteckt, sondern unter Aktuelles.

Wirklich groß. (Und wie jeder Dienstleister weiß, alles andere als selbstverständlich.) Danke!

Noch vier Stunden.

Unsere Halle hat sich in eine Kongress- und Party-Location verwandelt. Ich möchte nicht zuviel verraten, aber auf diese Idee - hier Kongresse und Partys zu veranstalten - hätten wir auch schon früher kommen können.

Martin Ax macht uns heute in der Welt ein Geburtstagsgeschenk:

Glauben Sie an Zufälle? Dann sollten Sie dies lesen: Es waren einmal zwei Internet-Firmen in der Medienstadt Hamburg. Die eine, Sinner Schrader AG, ging 1999 an die Börse, schöpfte den Höhenflug der New Economy voll aus und stürzte mit in die Krise: 2001 hatte sie 280 Mitarbeiter - und Aufträge nur für 150. Sie mußte sich gesundschrumpfen, mit Konzentration aufs Kerngeschäft neu beginnen.
Wie die andere Firma heißt, die übrigens morgen feiert, und wie die Geschichte weitergeht, steht in der Welt. (Im letzten Satz erfährt der geneigte Leser, wie dem Zufall auf die Sprünge zu helfen ist.)

Computersozialisierung bei Horten

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Teil 1 der mehrteiligen Serie zum zwanzigjährigen Bestehen der Page und zum zehnjährigen Bestehen von SinnerSchrader

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1986 erschien die Erstausgabe der PAGE und ich kaufte mir einen Atari ST, genauer einen Atari 1040STF. Shiraz Shivji, der vorher schon mit dem Commodore 64 den erfolgreichsten Homecomputer aller Zeit entwickelte, hatte zusammen mit sechs weiteren Ingenieuren im Jahr zuvor innerhalb von fünf Monaten das Kunststück vollbracht, einen modernen Prozessor (den Motorola 68000er) mit einem akzeptablen Betriebssystem inklusiver grafischer Benutzeroberfläche (GEM von Digital Research) zu einem unschlagbaren Preis von unter 1.500 DM zu verdrahten. Das entsprach einer Summe, die für einen Schüler in den 80er Jahren in sechs Wochen Sommerferien gerade noch erjobbar war.

Neben dem Preis hatte der Atari ST aber weitere Features, die für mich magische Anziehungskraft besaßen: Da war zum einen sein hochauflösender und flimmerfreier Monochrombildschirm, vor dem man nächtelang sitzen konnte ohne an Augenkrebs zu erkranken, zudem besaß er eine schnelle RS232-Modemschnittstelle - und es war gerade Signum2 erschienen. Dazu muss ich weiter ausholen.

Meine Computersozialisierung fand, wie bei nicht wenigen meiner Generation, im Kaufhaus statt. Genauer bei Horten in der Hamburger Mönckebergstraße, 3. Etage. Dort, wo heute Saturn Espresso-Vollautomaten verkauft. Meine LCD-Armbanduhr von Tchibo signalisierte das Jahr 1982 und die Jungs, die so wie ich zuwenig Verabredungen und zu viele Pickel hatten, trafen sich nach der Schule in den Computerabteilungen der großen Kaufhäuser, um Software zu tauschen. Wir hatten alle unser Konfirmationsgeld in Heimcomputer von Atari, Commodore oder Sinclair gesteckt, und die Kisten brauchten Futter. Das Abtippen von Listings aus Computerzeitschriften fanden wir doof und so kopierten wir, was das Zeug hielt.

Praktischerweise konnten wir hierzu die Rechner aus den Verkaufsausstellungen nutzen, wenn wir für die Verkäufer eine Kopie mitzogen. Ich hatte damals einen VC20, ein Dutzend Schuhkartons voller Tapes (Disketten kamen erst später), und das Netzwerk meiner Tauschfreunde verteilte sich schnell über die ganze Republik. Zur Portofinanzierung kopierte man gegen eine amtliche Aufwandsentschädigung gelegentlich ein Tape für ein paar Landeier und Erwachsene mit. Erst viel später entwickelte ich deswegen flüchtige Gewissenbisse, als ich durch Google erfuhr, dass die Programmierer meiner Lieblingsspiele, Tom Griner („Shamus“) und Jeff Minter („Return of the Mutant Camels“), damals selbst noch zur Schule gingen.

Die Weihnachtstage des Jahres 1983 zerstörten unser Netzwerk über Nacht. Der C64 wurde als VC20-Nachfolger zu „dem“ Weihnachtsgeschenk der Saison: Eine ganze Elterngeneration hatte es sich offenbar vorgenommen, ihre Kinder am Vorabend des Orwell-Jahres fit für das Computerzeitalter zu machen. Der C64 wurde zum mainstreamigen Popper-Computer. Im Frühjahr 1984 schwenkte dann die zersplitterte und gedemütigte Homecomputer-Szene mangels Alternativen auf den C64 um. Software gab’s plötzlich auf dem Schulhof im Überfluss, unsere Kopiererszene verflüchtigte sich.

Fortsetzung folgt

Hätte die Computerwoche noch ihr legendäres, frei zugängliches Online-Archiv mit allen Ausgaben seit 1974 (!) im Volltext, dann würde ich jetzt auf eine lesenswerte Story von Alexander Freimark hinweisen. Unter der Überschrift "Neustart der Web-Agenturen" schreibt er dort:

Das Internet ist wieder en vogue, der Zusammenbruch der New Economy endgültig abgehakt. Die Branche der Web-Agenturen verspürt starken Aufwind.
Starring (in der Reihenfolge des Auftritts): Oliver Sinner, Matthias Schrader, ein anonymer Web-Spezialist, Marco Seiler, Michael Riese und ein ebenfalls namenloser Vorstand.

Der Fischmarkt hat ein kleines Schwesterlein bekommen: Auf dem Themenblog - jetzt im neuen Look & Feel - behandelt der geschätzte Kollege Mark Pohlmann die kommunikative Seite des Web 2.0. Also weder big fonts and rounded corners noch Ajax oder Warenkörbe, sondern Unternehmen, die zuhören.

themenblog.png
Sein Credo formuliert der bekennende Barista und FAZ-Abonnent in altertümlicher Rechtschreibung:

Wer seinen Kunden auf ihren Märkten nicht zuhört, wird von ihnen nicht wahrgenommen. An der Fähigkeit der Unternehmen zum Zuhören und ihrer Kultur, Kunden in einen aktiven Dialog hineinziehen, bemißt sich das Maß der Identifikation ihrer Kunden und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Mit 10.000 Euro fördert SinnerSchrader zum zweiten Mal eine Dissertation im Themenbereich E-Business. Angesprochen sind Doktoranden aller wissenschaftlichen Fachrichtungen. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 13. April, die Vergabe findet am 27. April 2006 statt. Alle Details auf unserer Website unter www.sinnerschrader.de/stipendium.

Breaking News: Nach vier Jahren weist SinnerSchrader wieder ein Geschäftsjahr mit Gewinn aus. Die Kennziffern: 0,5 Mio. Euro Gewinn, 16 Prozent Wachstum, 14,3 Mio. Euro Umsatz, 10,3 Mio. Euro liquide Mittel und ein optimistischer Blick nach vorne! (Gratulationen - vor allem an die Projektteams, die den Turnaround an der Kundenfront gewuppt haben - werden im Kommentarfeld gerne entgegengenommen!)

Alle Details zu den voläufigen Jahreszahlen.

Wir hatten die Domain schon. ;-) Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit. Als Hamburger denken wir natürlich an den Fischmarkt in Altona, der jeden Sonntag in aller Frühe die Besucher in Massen anlockt. Mit seiner unglaublichen Anziehungskraft ist der Fischmarkt eine Metapher für die Märkte, über die wir hier schreiben wollen. Der elektronische Handel über das Internet hat in den letzten Jahren trotz Krise sehr stark zugelegt - und es wird höchste Zeit für die Hersteller, diesen Markt nicht länger den Powersellern bei Ebay zu überlassen.

FishDer Name Fischmarkt ist indes auch eine Referenz an Stephen C. Lundin, der in seinem Buch "fish!" dem Fischmarkt Pike Place in Seattle ein Denkmal setzte. Auch auf diesem Markt sind es die Verkäufer mit ihrer Energie, Leidenschaft und positiven Grundeinstellung, die das Erfolgsgeheimnis ausmachen. Wir werden uns also damit befassen, wie Käufer und Verkäufer an einen Tisch kommen können - auf dem Fischmarkt und anderen Märkten.

Über fischmarkt.de

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Märkte sind Gespräche.
(Cluetrain Manifesto)

Willkommen bei fischmarkt.de! Wie jeder Fischmarkt lebt auch dieser von seinen gut gelaunten und motivierten Verkäufern. Was wir unseren geneigten Marktbesuchern verkaufen wollen, sind Fakten und Meinungen, die sich aus unserer täglichen Arbeit am Thema E-Commerce ergeben.

Wir treten auf dem Fischmarkt aber nicht nur als Meinungsverkäufer auf, sondern wollen auch Ihre Meinung hören und mit Ihnen diskutieren. Und wenn es sich daraus ergibt, dann werden wir auch Gastautoren einladen, hier ihre Beiträge zu veröffentlichen.

Der Handel über das Internet, zuerst hochgejubelt und dann verdammt, erfreut sich nicht nur immer größerer Umsätze. Er erlebt derzeit eine echte Renaissance, zu deren wichtigsten Treibern die Hersteller und Markenartikler gehören. Sie verkaufen über das Internet mehr und mehr direkt an den Endkunden, vorbei am klassischen Einzelhandel.

Davon und vom wirtschaftlichen Umfeld, in dem dieser Wandel stattfindet, handelt diese Plattform. Herausgeber von fischmarkt.de ist Matthias Schrader (41), Vorstandschef der SinnerSchrader Aktiengesellschaft.

Mail an den Fischmarkt: info@fischmarkt.de

Impressum

SinnerSchrader Aktiengesellschaft
Völckersstraße 38
D-22765 Hamburg
T +49.40.39 88 55-0
F +49.40.39 88 55-55
www.sinnerschrader.de
info@sinnerschrader.de

Vorstand:
Matthias Schrader, Thomas Dyckhoff

Handelsregister:
Amtsgericht Hamburg
HRB 74455

Umsatzsteueridentifikationsnummer nach §27a Umsatzsteuergesetz:
DE 81294649

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