... und wird Social Network?

In den letzten Wochen wurde viel darüber debattiert, ob Spotify sich zu stark an Facebook bindet. Denn ohne einen Account des Social Networks läuft nichts mehr bei dem Streamingdienst.

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Doch nun wird klar: Spotify ist mitnichten bereit, sich willenlos in die Arme Facebooks fallen zu lassen.
Zunächst präsentierte das Startup seine Plattform-Strategie und öffnete die Software für Apps externer Anbieter. Und mit dem neuesten Update geht Spotify noch einen Schritt weiter und bietet nun differenzierte Sharing-Optionen.

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Erstmals können die Nutzer genau wählen, mit wem sie ihren Musikkonsum teilen möchten. Facebooks Open Graph ist dabei nur eine Option. So wäre es künftig auch möglich, lediglich innerhalb des Spotify-Ökosystems zu sharen.
Das ist ein weiterer Schritt Spotifys von Streamingdienst in Richtung Social Network und wäre ein klarer Angriff auf Apples Ping - wenn das irgendjemand benutzen würde.

adobe_summit11.jpgMit der Übernahme von Omniture durch Adobe in 2009 stellten sich viele Branchenkenner, aber auch Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen die Frage, welches Ziel Adobe mit der Übernahme verfolgt. Antworten darauf gab der Omniture Summit EMEA 2011, der direkt im Anschluss an die NEXT11 stattfand. Adobe versammelte Kunden und Partner, um über die Entwicklung der Produktpalette im Bereich Webanalytics zu berichten. Vor allem aber auch, um Adobes Vision von der Zukunft des Marketings zu präsentieren.

Während der Konferenz wurden drei Schwerpunkte gesetzt:
_ Digital Experience Business
_ Marketing is the new finance
_ Social is Everything


Digital Experience Business // Integration von Webanalytics mit Adobe Produkten

Adobe positioniert sich als Digital Experience Business. Das Ziel ist, mit den Produkten optimale digitale Erlebnisse für Konsumenten kreieren zu können. In diesem Gestaltungsprozess ist Webanalytics zum wichtigsten Feedback- und Erkenntnisgeber geworden. Der Betrieb einer Website ohne Webanalytics ist heute nicht mehr vorstellbar. Die Nutzung und vor allem die Integration von Webanalytics ist allerdings weiterhin Spezialisten vorbehalten, die eng mit den Marketing-, Kreativ- und Technikteams zusammenarbeiten. Diese Anforderungen möchte Adobe mit der Integration der Webanalytics-Lösungen in die vorhandene Produktpalette vereinfachen. So wird der Einsatz von Webanalytics zum Standard und Konsumenten bekommen letztendlich bessere Websites, bessere digitale Erlebnisse. Bestes Beispiel ist das jüngst zugekaufte CMS Day (jetzt CQ5). Die integrierte Anbindung an SiteCatalyst soll es ermöglichen, ohne zusätzlichen Aufwand in der Technik, Konsumentenfeedback in Form von Webanalytics-Reports zu erhalten. Auf Basis dieser Reports kann das Konsumentenerlebnis weiter verbessert werden.


74% marketing budget in digital // Marketing is the new finance

Nach eigener Aussage investiert Adobe 74% des Marketing Budgets in digitale Medien. Sicherlich ein Benchmark für europäische Unternehmen. Damit einher geht die Erkenntnis, dass Marketing das neue Finance sei. Marketing kann heute - gefördert durch die neuen Möglichkeiten der Webanlytics-Auswertungen - seinen Erfolg selbst messen und bewerten. Eine komplette Erfolgskontrolle, bis hin zur Bewertung auf Basis des ROI (Return on Investment; Kapitalrendite) ist so möglich.

Darüber hinaus entwickelt sich ein neuer Ansatz zur Bestimmung der Budget-Allokation und des richtigen Mix: die Vorhersage auf Basis historischer Daten. Dazu werden Webanalytics-Daten vergangener Aktionen genutzt, um den richtigen Mix für zukünftige zu finden. So kann das verfügbare Budget optimal auf die genutzten Kanäle verteilt werden, so dass ein gesetztes Umsatzziel erreicht wird. Eine vielversprechende Technik, mit der nun auch Adobe experimentiert.


Social is Everything // Adobe Social Analytics

Adobes neu gewonnene Begeisterung für Social wurde während des Summits deutlich. Ann Lewnes (Senior VP Marketing) berichtete von der puren online Einführung der neuen Creative-Suite. An dem virtuellen Launchevent hätten 250.000 Konsumenten teilgenommen. Ein missverständlicher, negativer Artikel auf Mashable wäre von der Community durch entsprechende Kommentare ins Positive verwandelt worden. Und die Einführung eines "Ratings & Reviews"-Bereichs auf Facebook, innerhalb dessen sich die Konsumenten über die Produkte austauschen können, hätte die Verkäufe von Photoshop um 21% gesteigert, die von Photoshop Extended sogar um 54% (Ergebnisse eines A/B-Tests).

Vor diesem Hintergrund ist die Einführung des neuen Produkts Social Analytics konsequent. Ähnlich anderer Analysetools für Social erlaubt Social Analytics sozial Netzwerke nach Stichwörtern zu durchsuchen, um Trends zu erkennen. Interessante Neuerung ist die Möglichkeit, aus den Ergebnissen Segmente zu erstellen, die im Webanalytics und sogar auch im Targeting verwendet werden können.


Zusammengefasst wird erneut klar: der Konsument steht im Mittelpunkt jeden Handelns. An dieser einfachen Regel kommt heute niemand mehr vorbei. Und Adobe geht einen Schritt in die richtige Richtung. So werden nun auch alle Tools aufgerüstet, um das Feedback des Konsumenten messen und auswerten zu können. Und letztendlich, um Websites besser zu machen.

Die digitale Revolution ist überall. Auch ein Kommentar zur Tötung von Osama bin Laden in der Welt kommt nicht ohne einen Hinweis darauf aus:

Die digitale Revolution hat die Macht, man kann auch sagen Allmacht der Bilder ins Unermessliche gesteigert. Jeder fotografiert, dreht Videos und postet, manchmal auch die nichtigsten Dinge. Natürlich ist der Impuls ein aufklärerischer, man will sich ein Bild machen, man will verstehen, dabei sein. Doch auch die Wege der Aufklärung führen manchmal ins Tal der niederen Instinkte und dienen der Sensationslust.

Nur gut, dass auch die Welt kein Foto des toten Terroristen hat. So kann sie gar nicht erst in Versuchung geraten, ihren niederen Instinkten und der Sensationslust zu erliegen.

Seit Langem halten sich Gerüchte, Google plane einen Facebook-Konkurrenten. Dementsprechend groß war die Aufregung, als der einflussreiche Softwareentwickler Tim O'Reilly kürzlich twitterte:

"I've seen google circles, and it looks awesome"

Wenig später machte er einen Rückzieher, löschte den Tweet und relativierte das Gesehene.

Und trotzdem: Google arbeitet derzeit intensiv an den Social-Features seiner Produkte, insbesondere den Google Profiles, die seit Monatsbeginn in einem neuen Design daherkommen und mehr Platz für persönliche Angaben bieten. Zum Beispiel beim Beziehungsstatus: Anders als Facebook, das dafür Jahre brauchte, bieten die Google-Profile von Anfang an eine große Auswahl an Möglichkeiten, u.a. auch "Einfach".

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Ein tückische Falle. Denn wer hier - glücklich ob seiner unkomplizierten Partnerschaft - den vermeintlich richtigen Status wählt, kommt daheim schnell in Erkärungsnot. Dafür genügt die Umstellung der Standardsprache auf Englisch.

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Einfach - Single - Es ist kompliziert.

Die königliche Fluglinie der Niederlande hat mit einer kleinen Social-Media-Kampagne ihre netzaffinen Kunden überrascht. Die Mechanik war einfach und beruhte auf Foursquare: Wer bei Foursquare eincheckt, so die Annahme, der hat auch ein Profil bei Facebook, Twitter oder LinkedIn.

Daraus lassen sich öffentlich zugängliche Informationen über den Fluggast und den Grund seiner Reise gewinnen. Das Social-Media-Team überraschte die KLM-Passagiere dann mit einem kleinen, persönlichen Geschenk. Das Ganze war dann auf Facebook zu sehen.

Aus den Kommentaren bei YouTube lässt sich auch gleich das Risiko einer solchen Kampagne ersehen: Auch unzufriedene Passagiere melden sich zu Wort. Ein persönliches Geschenk tröstet nicht über Unzulänglichkeiten bei der eigentlichen Dienstleistung hinweg.

Auf jeden Fall aber ist die Kampagne ein schöner Fall von Data Love. So lautet das Motto der NEXT11. KLM zeigt hier beispielthaft, wie aus dem stetig wachsenden Datenstrom neue Anwendungen mit Mehrwert für den Konsumenten entwickelt werden können.

[Hat tip to @pr_ip]

"Dieser Tweet spendet 50Cent an die AIDS Hilfe Hamburg #watsa" - Wer Twitter benutzt, hat diesen Eintrag Anfang Dezember in seiner Timeline des Öfteren gelesen. Eine Spendenaktion via Twitter, die von sich reden machte und es sogar auf Trending-Topic-Platz 3 schaffte - knapp hinter Stuttgart 21. Technologischer Vater des Erfolgs ist Sven Kräuter, Senior Consultant IT bei SinnerSchrader. Er hat das Tool entwickelt und stellt es ab heute unter pledgedrive.in zur freien Verfügung. Auf dem Fischmarkt schildert er, wie aus einer fixen Idee innerhalb weniger Tage ein erfolgreiches Fundraising-Tool wurde:

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Gehen wir ein paar Wochen zurück: 17.11.2010, 3. Gadgetnight Hamburg. Der Gastgeber Sven Wiesner hat eine Frage: "Wir wollen im Rahmen der Twittnite eine Spendenaktion starten. Wir spenden 0,50 Euro pro Tweet, der am Welt-AIDS-Tag einen bestimmten Satz enthält. Ist das machbar, und wenn ja: kannst Du das übernehmen?". Die Idee ist glasklar und einfach. Dazu noch für einen guten Zweck. Sie überzeugt mich. Zeitlich mehr als knapp, denn Livegang ist der 1. Dezember und das Ganze wird komplett in der Freizeit stattfinden. "Technisch kein Thema", denke ich. Bezahlung natürlich auch nicht - immerhin geht es um eine Spendenaktion.

Daraus entsteht ein wilder Ritt: Zusage meinerseits + Konzepterstellung am 21.11., kurzes Kick-Off zum Aufbau des Frontends mit zwei Scribbles, der Klärung einiger Detailfragen und der Synchronisierung der Abstimmungstermine des Projektplans als Ergebnis am folgenden Dienstag. Danach liegt es an mir, die Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Schnell steht der erste Prototyp. Unter der Haube läuft eine schlanke, flexible Ruby-Webanwendung, die Twitterdaten in Echtzeit sammelt, auswertet und in eine Datenbank schreibt. Das ganze auf zwei hochskalierbare Cloudhoster verteilt, die das Schnurren bei Bedarf in ein sattes Röhren verwandeln können. Das Feedback: "Super, können wir unverändert nutzen. Geiles Teil!"

In der Nacht zum 01.12.2010 ist es dann soweit: watsa.de ist live und wartet darauf, ab 00:01 alle Tweets mit der vereinbarten Phrase zu tracken. Ich starte durch Anklicken des Tweet-Buttons auf der Landingpage. Der Teil meiner Timelinie, der noch wach ist, macht mit. Mit diesem beruhigendem Ergebnis gehe ich dann entspannt schlafen. Alles funktioniert wie geplant, und der Spendenzähler steht auf 2,00 €.

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Am nächsten Morgen weiter relativ entspannter Traffic in Sachen Spendenaktion. Meine Freundin verabschiedet sich gegen 8 Uhr mit den Worten "Ich mache dann die 10 € voll, wenn ich in der Agentur angekommen bin." Was Ihr nicht gelingen wird, denn zwischen 8 und 9 Uhr werden über 100 Teilnehmer gezählt. Pro Tweet werden 50 Cent gespendet, so dass wir schon über der 50€-Grenze liegen. Wow! Aber es sollte noch besser weitergehen - hier der Tagesverlauf in Zahlen:

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Die Obergrenze von 1000 € ist bis zur Mittagspause geknackt, unglaublich! Der gemessene Teilnahme-Peak liegt bei knapp über 800 Tweets pro Stunde. Insgesamt werden 3846 gültige Twitternachrichten gezählt. A propos Zahlen: Wenn ich auf meinen Stundenzettel in Basecamp gucke, sehe ich knapp 40 auf das Projekt gebuchte Stunden. Mit einem Ergebnis, das die Mühe absolut Wert war. Unterm Strich eine "Just figure out what's useful, and the techies will make it happen"-Situation. Grandiose Idee trifft auf IT-Know-How und Innovationslust, die das Ganze Wirklichkeit werden lässt. So ergibt sich eine schöne Lösung, der man den dahintersteckenden Aufwand nicht ansieht. So muss es laufen.

Wie geht es weiter? Auf pledgedrive.in kann die entstandene Plattform als White-Label-Lösung für gebrandete Kampagnen genutzt werden. Launch des Services ist... jetzt! Viel Spaß damit!

Ever thought about making money? Diese Frage, von Christoph Salzig per Twitter gestellt, brachte ihm und einigen Kollegen auf der PICNIC ein Interview mit Dennis Crowley von Foursquare ein.

Nicht nur nach diesem Gespräch muss ich sagen, dass Foursquare weit mehr ist als nur eine einfache Spielerei, mit der man sich zum Bürgermeister ("Mayor") lokal ansässiger Geschäfte, Restaurants, Bars oder Eventlocations macht. Vielmehr versuchen die Macher konsequent die wichtigsten Funktionalitäten Sozialer Netzwerke (Interessen, Empfehlungen aber auch Me-Marketing) mit dem realen Leben zu verknüpfen. In Kürze wird auch eine deutschsprachige Version erscheinen und zweifellos das Interesse an der Plattform rasant steigen lassen (so wie es auch bei Facebook nach Einführung der deutschen Version zu beobachten war).

Fraglich bleibt zwar noch, wann und wie man hier vor Ort in Europa den Markt erobern möchte, denn dazu sind zweifelsohne detaillierte Marktkenntnisse und ein gutes Vertriebsnetz erforderlich. Die Strategie, zunächst aber vor allem für eine saubere Technologie und sinnvolle Funktionalitäten zu sorgen, scheint zielführend. Zumal durch die Kooperation mit Medienpartnern und Unternehmen in den USA Kopiervorlagen für den europäischen Markt geliefert werden. Mittelfristig wird Foursquare so deutschen Unternehmen die Möglichkeit geben, sehr gezielt auf sich aufmerksam zu machen. Meine Beschreibung Foursquares als "location based targeting & couponing network" fand Dennis Crowley jedenfalls einigermaßen zutreffend.

Gesehen heute auf der PICNIC. 538.917 Aufrufe bis jetzt. Mit Dank an @videopunk für den Link.

Am 30. September endet die Bewerbungsfrist für den Webfuture Award von Hamburg@work. Der mit insgesamt 25.000 Euro dotierte Preis wird Mitte November bereits zum vierten Mal vergeben. Prämiert werden Ideen aus den Bereichen E-Commerce, Web 2.0 und Social Communities.

In der Jury sitzen u.a. Wilfried Beeck (ePages), Gottfried Neuhaus (Neuhaus Partners), Thomas Schnieders (OTTO) und Erik Siekmann (Blume2000). Zehn Finalisten haben beim Business-Idea-Speeddating jeweils fünf Minuten Zeit, die Jurymitglieder im Einzelgespräch von ihrer Idee zu überzeugen. Anschließend vergibt die Jury anhand der Kriterien Innovation, Umsetzung und Vermarktung die drei Geldpreise. Der Sieger erhält 15.000 Euro.

Hier ein paar Eindrücke aus dem letzten Jahr.

Manchmal hilft ja schon der Blick über den Kanal. Vom Social Media World Forum in London kam ich im vergangenen März mit der Erkenntnis zurück, dass das Thema Social Media mindestens im angelsächsischen Raum inzwischen gelernt ist. Die Vorträge und Panels dort waren eher unaufgeregt und diskutierten ganz nüchtern, wie sich das Thema in Unternehmen und Agenturen heute verorten lässt.

Auf der NEXT10 im Mai dann schickte sich Nico Lumma an, das Thema Social Media gleich ganz zu beerdigen: "Social Media is the new Web. Social Media will be different. Social Media will be normal." Nette Provokation, aber wohl etwas zu kurz gesprungen.

Nächste Woche trifft sich nun in Hamburg der Community & Marketing 2.0 SUMMIT zur jährlichen Bestandsaufnahme in Sachen Community Management und, ja, Marketing 2.0. Björn Negelmann hat Stefanie Wagner-Fuhs von Sapient Nitro um ihre Einschätzung gebeten.

Da wir mit der NEXT Medienpartner des Community & Marketing 2.0 SUMMIT sind, haben wir einen besonderen Discount für Sie: Mit dem Code next20 erhalten Sie 20% Rabatt. Registrieren Sie sich hier, und zwar am besten noch heute, denn morgen steigen die Preise.

So, oder so ähnlich, könnte eine Pressemeldung zum heutigen Tag aussehen.

Vor gut 4 Monaten haben wir zusammen mit unserem Kunden Unitymedia in einem Workshop den Grundstein in Sachen Social-Media-Strategie gelegt und sind mit Twitter gestartet. In erster Linie beantwortet das Social-Media-Team Kundenanfragen zum Produktangebot und kleineren technischen Problemen und informiert über Neuigkeiten aus dem Unternehmen. Heute, 20 Wochen nach dem Startschuss, gibt es einen wahren Grund zu feiern: Unitymedia begrüßt den 1.000 Follower auf Twitter.

Unitymedia macht wohl einiges richtig und holt den Konsumenten dort ab, wo der Schuh drückt: In seinem gewohnten Umfeld. Und all das mit kompetentem Service, schnellem Support und unkompliziertem Auftreten. Es ist also gar nicht schwer, im Social Web eine gute Figur zu machen. Alles was man dafür braucht: ein paar einfache Verhaltensregeln einhalten. Gemeinsam mit den Konsumenten und Kunden.

Daher schlagen wir vor: Unitymedia führt einen neuen Feiertag am 15. September ein, um an die gute Leistung des Twitter-Teams zu erinnern und weiterhin Ansporn für guten Service & Support zu bieten.

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Bildquelle: Flickr.

Als Googles große Schwäche gilt, Orkut und Buzz zum Trotz, das Thema Social Media. Und als Lösung ausgemacht scheint seit geraumer Zeit das sagenumwobene Google Me. Handelt es sich dabei um eine Copycat von Facebook oder benutzen wir gar Google Me schon längst, ohne es zu wissen?

Aufschluss darüber, wie Google die Sache sieht, gibt ein Vortrag von Paul Adams, den dieser im Juli gehalten und den Gina Trapani jetzt ausgegraben hat. Paul Adams ist User Experience Researcher bei Google und referiert auf sage und schreibe 224 Seiten über das "Real Life Social Network".

Paul Adams beschreibt einige Probleme und das gängige Nutzerverhalten auf heute existierenden Social-Media-Websites und macht Vorschläge, wie das Nutzererlebnis besser zu gestalten wäre. Das größte Problem für Nutzer sieht er heute darin, dass bei Facebook & Co. alle "Freunde" in einem großen Topf landen, während im echten Leben verschiedene Gruppen von Beziehungen auch ganz verschiedene Interaktionsmuster mit sich bringen.

Jede Menge Hintergrundmaterial zu seiner Präsentation hat Paul Adams hier publiziert.

Unitymedia twittert und gewinnt!

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Die Social Media-Plattform Twitter gewinnt im Kundenservice immer mehr an kommunikativer Bedeutung hinzu. Den Unternehmen bietet sich eine Vielfalt an neuen Möglichkeiten für einen unkomplizierten, aktiven und schnellen Austausch mit ihren Kunden.

Der Kabeldienstleister Unitymedia aus NRW und Hessen nutzt diese Chance bereits sehr erfolgreich. Die Service- und Pressemitarbeiter von Unitymedia wurden dafür von SinnerSchrader durch einen Strategie-Workshop geschult. Seit Anfang Mai twittern nun täglich vier Mitarbeiter Neuigkeiten aus dem Unternehmen und der Branche.

In erster Linie leistet Unitymedia hier gute Arbeit in Sachen Kundenservice und -zufriedenheit und beantwortet Fragen oder klinkt sich in vorhandene Diskussion clever ein. In kürzester Zeit war die Resonanz auf die Twitteraktivität überwältigend.

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Für Follower ist der Unitymedia-Auftritt durch Sonderaktionen, wie dem Gewinnspiel "4 Player - 4 Tage" am 13. Juli noch attraktiver geworden. Bereits am 1. Gewinnspieltag hat Unitymedia 150 neue Follower dazugewonnen. Nach dem erfolgreichen Start arbeiten Unitymedia und SinnerSchrader jetzt an einer Ausweitung der Social Media-Strategie.

Werber-Ikone Alex Bogusky verlässt nicht nur die Agentur, die seinen Namen trägt. Er kehrt auch gleich der Werbung insgesamt den Rücken.

"I don't think I'll do much advertising", sagte er der New York Times. "I've done plenty of it; I'm not able to find challenges in it." Er sucht also eine neue Herausforderung, und die findet er vor allem in jener Revolution, die den Konsumenten an die Macht gebracht hat.

Mostly, what I want to do is participate in this cultural revolution that's happening mostly outside of advertising. The more interesting stuff is coming from the fringes, and that's where I want to be. Social media is a fun place, and an amazing tool that's making it more possible to reach consumers without the budgets because you don't need the money now that was once required to reach them through ad campaigns.

Der Abgang von Alex Bogusky ist ein schwerer Schlag für die Werbebranche insgesamt, bezieht sie doch ihre Strahlkraft für den Nachwuchs nicht zuletzt von charismatischen Figuren wie ihm. Ambitionierte Berufseinsteiger, um die sich Agenturen reißen, suchen Herausforderungen - und finden die heute weniger in der Werbung als vielmehr in der digitalen Welt, meint Matthias Schrader:

Die klassische Werbeagentur ist tot, genauso wie die klassische Kampagne. Marken brauchen eigene Plattformen für den kontinuierlichen Dialog mit dem Konsumenten, für Interaktion und E-Commerce. Solche Plattformen können nur Agenturen liefern, die den Konsumenten in die Mitte ihres Denkens und Planens stellen - und nicht die Marke, das Produkt oder die geniale Idee.

volkswagen_facebook.pngVolkswagen bewirbt den neuen Polo GTI nur noch in Facebook. Keine klassische Werbung (das freut uns), aber auch keine Microsite - der Link von volkswagen.de führt direkt ins Reich von Mark Zuckerberg. Das beunruhigt womöglich. Die Älteren unter uns erinnert das an Zeiten, als AOL das war, was heute Facebook ist.

Und Volkswagen ist nicht einmal Trendsetter. Coca-Cola hat schon Anfang des Jahres seine Kampagnen-Microsites zugunsten von Facebook und YouTube aufgegeben. Unilever geht in die gleiche Richtung.

Wird das alte Versprechen des Webs, das Marketing aus der Push-Ecke herauszuholen und es ins Gespräch mit den Konsumenten zu bringen, nun ausgerechnet von Facebook eingelöst? Mark Zuckerberg lässt sich von dieser Vision nicht erst seit gestern leiten. Auf Facebook-Seiten und in Facebook-Anwendungen geht heute schon vieles, wofür es bis vor kurzem noch eine eigene Website brauchte.

Wenn Facebook erst einmal alles kann, wofür dann überhaupt noch eine Website? Auf die ja erst einmal Traffic kommen muss, eingekauft mit viel Geld, das an Leute wie Matthias Ehrlich fließt. Der Traffic ist bei Facebook wahrscheinlich auch nicht umsonst, aber die Konsumenten haben dort, anders als im traditionellen Web, Gesichter und bringen ihre demografischen Daten mit.

Mark Zuckerberg verfolgt zudem eine Doppelstrategie: Wenn die Websites nicht zu Facebook kommen, dann kommt Facebook zu ihnen. Der Like-Button und die übrigen Social Plugins sind nur der Anfang.

Man muss weiterdenken. An das Ende der Website nämlich. Denn welcher Kunde will sie wirklich, diese Flash-Friedhöfe aus Pressemitteilungen und Broschüren? Er will sich vielmehr heimisch fühlen. Er sucht eine digitale Heimat, er will sein digitales Dorf. In diesem Dorf ist noch niemand Bürgermeister geworden, der nur Plakate geklebt hat. Wer regieren will, der geht von Mensch zu Mensch, von Haustür zu Haustür, von Kneipe zu Kneipe, dorthin, wo „gequatscht" wird.

Need a reason why you should invest in a brand presence on Facebook or Twitter? Have a look at this research recently published by Comscore. According to their findings, heavy users on Facebook and Twitter spend more money online than average users.

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Comscore defines heavy users as the top 20 per cent of visitors by time spent on the site, medium users as the next 30 per cent and light users as the lowest 50 per cent. The average e-commerce spending per visitor increases in correlation with the Facebook usage. Compare the numbers with the average Internet user who spent slightly less than 50 US-Dollars in the first quarter of 2010. Or, as eMarketer puts it:

Notably, Internet users who did not visit Facebook at all bought significantly less online than average, spending only $27 during the quarter. Not only are retailers on Facebook targeting above-average spenders, but the audience missing from the site is also worth much less in revenues.

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On Twitter, we see a different picture, with even higher average spendings, but without a linear correlation between Twitter usage and spendings. What Facebook and Twitter users have in common is that they spend more money online than non-users.

Please note that these figures apply to the US market. Don't know if there are similar figures available for Germany or Europe.

Hat tips to eMarketer and s2planning.

Tired of Ebay? Looking for a simple and do-it-yourself, social-media-enabled e-commerce solution? Then you should check out Tinypay.me. With Tinypay.me, you can create quick listings for your product or service, put it online and just sell. Nothing more then name, price and description is needed, you can even do without a picture (of course you shouldn't).

Other options include donating the resulting money to charity, and name a location for your product or service in case that's relevant. Share your listing on Facebook, Twitter and Google Product Search or integrate a simple shop on your blog or website. That's all. Payment service is provided by Paypal, without other options.

Tinypay.me is amazing because of its simplicity. The whole setup is so easy and straightforward that it can be done in just one minute or even less. The downside is of course that the service lacks many features you might want to use, for example ratings for products and sellers. But their roadmap look promising, with features like an API on the way.

As Tinypay.me launched last February, the service itself isn't yet a marketplace like Ebay, Etsy or Amazon with a huge audience of potential buyers. But if you already have your own audience on Facebook, Twitter, your website or blog, Tinypay.me maybe just the tool you need to sell something to the people that follow you.

But, and that's a huge "but", as Tinypay.me takes a five per cent commission (and Paypal deducts another chunk of your money), you need to stomach that. In many cases Ebay or Amazon might still be the better choice, taking less money and bringing in huge amounts of potential buyers, even though the selling process is not as easy as with Tinypay.me.

Hat tips to Denkzelle and Mashable.

Laurent hatte mich schon letzte Woche auf dieses köstliche kleine Kunstwerk aufmerksam gemacht. Aber irgendwie war es dann wieder untergegangen, bis es Jochen Mai gestern in der Karrierebibel brachte. Pflicht für alle Socialmediaberater und solche, die es werden wollen.

Anyone knows the situation? It is Saturday evening and you go to a friend's party. In Germany where I live they have stand-up parties where one stands the whole night in conversation holding oneself on a glass of beer. And then you meet a person talking only about one thing, about oneself. Difficult to escape and bad vibrations come.

What if the person talking about himself is a brand and the listener a consumer. This is what happens too often in the web. Back from the M2C Social Media conference in Paris here is my major take out: "Dear Brand, talk about the consumer, not about yourself!"

The M2C conference had great brands presenting their track record in the social web: Lego, IBM, Dell, HP, BBC, Disney, General Mill, P&G and General Motors with an impressive case of listening to customers in the middle of the GM crisis in 2009. Best practices show that talking about what matters to consumers is key in brand development online.

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What a great job for our digital strategic planners at SinnerSchrader and for brand marketing: looking for consumer insights and develop ideas for platforms and social media campaigns. Developing online platforms where a consumer starts a conversation with a Brand is new for marketers. In fact this is our future.

The game has changed. Brand marketing online must change and behave. And the party will be a great success.

Laurent Burdin, Managing Director, SinnerSchrader


There was a lot of buzz yesterday in my timeline. All of a sudden, Google revealed its brand-new social web product and called it Google Buzz. From what I can read on the web, it's Gmail going social (maybe going even Facebook or Twitter, I don't know) and mobile at the same time. Unfortunately, I still don't have Buzz in my Gmail.

As Googler Jyri Engeström explains, Google Buzz has its roots in Jaiku, the Finish start-up that Jyri founded and sold to Google more than two years ago.

When the Jaiku team joined Google, we were tasked with doing "something cool with mobile and social". The problem at the time was that there was no Google-wide social graph. There was no sharing model or friend groups. There was no working activity stream back-end. There were not even URLs for people. All this had to be built, and parts of the whole (such as Google Profiles and Latitude) were shipped incrementally along the way. The archstone that brings everything together is Buzz in Gmail.

To me (and Tim O'Reilly) Buzz even sounds like the dream of Gina Trapani: a merger of Gmail with Google Wave. The latter was hot when it launched last year, but, as TechCrunch puts it:

So far, the public has proven to be not ready for Wave yet.

So maybe Google Buzz is what we get for now while Google Wave might indeed be the future. By the way, the first glimpse of what was later revealed as Google Buzz was "buzz" reserved as a system name which couldn't be used as a label in Gmail. This story broke on one of Leo Laporte's shows, I don't remember if it was This Week in Google or This Week in Tech.

What's missing in Buzz for now? While Twitter is integrated, Facebook isn't. Facebook is the real competitor for Google Buzz. And Facebook is said to be working on a potential Gmail killer. It remains to be seen if Google gets Facebook somehow in the game or not.

Pete Blackshaw of Nielsen Online Digital Strategic Services has posted his Social Media and Mobile Glossary of 2010 and it's quite funny. One of my favourites is his first item:

SPURNED MEDIA: Just like it sounds, earned media that goes horribly negative, invades otherwise pristine search results or bleeds into traditional media. Bad customer service is a top driver of "spurned media."

What's earned media, you might want to ask? Let's have a look at Wikipedia:

Earned media (or free media) refers to favorable publicity gained through promotional efforts other than advertising, as opposed to paid media, which refers to publicity gained through advertising. Earned media often refers specifically to publicity gained through editorial influence, whereas social media refers to publicity gained through grassroots action, particularly on the Internet.

Got it? Earned media has the potential to be one of the big buzzwords of 2010. Watch it closely, and don't forget to skim over Pete's other 19 Social Media Diseases, as I would call them.

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Mark Zuckerberg hat nun endlich bestätigt, was ich schon vor einem Monat schrieb: Privatsphäre war gestern. Öffentlich ist das neue privat.

Wenn das kein Game Changer ist. Erst sammelt Facebook 350 Millionen aktive Nutzer weltweit ein, alles auf der Basis, dass nur die eigenen Freunde mein Profil sehen können. Anders übrigens als bei StudiVZ & Co., wo innerhalb des Netzes Öffentlichkeit von Anfang an die Norm war. Und dann erklärt Zuckerberg, dass ab sofort der Schalter auf Öffentlichkeit umgelegt wird. Alle Achtung!

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In Deutschland ist Facebook inzwischen übrigens ganz klar Marktführer, mit deutlich über drei Millionen aktiven Nutzern pro Tag, knapp 5,8 Millionen pro Monat und einem klar aufwärts weisenden Trend. Die VZ-Netzwerke liegen nur noch in der Kombination vorne, alle drei stagnieren spätestens seit dem vergangenen Sommer. Der Trendindikator Suche deutet darauf hin, dass sich an diesem Bild so schnell nichts ändern dürfte.

Als kleiner Nachtrag zu gestern sei jenen, die sich jetzt rituell über die neuen Datenschutzeinstellungen von Facebook aufregen, nur kurz ins Notizbuch geschrieben: Im sonst so datenschutzverrückten Deutschland gibt es ein sehr großes Social Network. Dort ist nach den Voreinstellungen jedes Profil innerhalb des gesamten Netzwerkes vollkommen offen sichtbar.

Als ich seinerzeit mein Profil dort nur für meine Freunde freigeschaltet hatte, bekam ich sogar mindestens einen Hinweis, ich möge doch mein Profil öffnen. Was ich dann aus verschiedenen Gründen auch tat. Facebook war in puncto Datenschutz, ähnlich wie auch Xing, von Anfang an sehr viel vorsichtiger und kleinteiliger.

Mit den neuen Optionen öffnet sich Facebook für jene, die eher eine Publikationsplattform denn ein semi-privates Netzwerk wünschen. Warum man sich so eine Plattform wünschen sollte? Weil es durch Öffentlichkeit mehr zu gewinnen als zu verlieren gibt.

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If you are an early adopter in the social media space, chances are that you already know about Foursquare. And more than that - you are probably already busy checking in at various locations, aiming to become the mayor and earn a new badge or two. Don't know what I'm talking about? Don't panic, it's still very early in the game.

Foursquare could be described as a simplified Qype crossed with Twitter and some gaming aspects added, thus being potentially addictive. Only recently, Foursquare added 50 more cities, some of them in Europe, including Hamburg. If you sign up for Foursquare, you can easily find the usual suspects you already follow on Twitter or friended in Facebook.

And then the game begins. Check-in from your mobile phone at various venues, and you may also give a Twitter-like shout at your buddies. If you are the person who checked in more often than anyone else, Foursquare dubs you "The Mayor" of that place, as long as nobody checks in more often.

Foursquare may well become the next Twitter. Of course this depends on many variables, but the early adopter crowd already has their vote cast. Ok, maybe Gowalla will be surpass Foursquare in Europe, but that's another story.

Auf 263 (!) Seiten stellt David Gillespie seine Sicht auf das dar, was gerade mit dem und durch das Internet passiert. Empfehlenswerter Stoff für jeden, dessen Geschäftsmodell sich durch das Web verändert. Gefunden bei Nico Lumma und Konstantin Klein.

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Facebook wird in Kürze seine Startseite umgestalten. Das Ziel: "simplifying the user experience on the home page". Die Details des jüngsten Redesigns hat mashable.

Schon wieder? Die letzte Neugestaltung liegt noch nicht lange zurück. Erst im März hatte Facebook seine Startseite erneuert. Warum legt das inzwischen größte Social Network der Welt ein derart hohes Innovationstempo vor? Insbesondere, da jedes Redesign zu einem Aufschrei der Empörung bei seinen Nutzern führt?

Die Antwort gab Chief Operating Officer Sheryl Sandberg in der vergangenen Woche in Palo Alto:

"If Mark were here, I know that he'd say, 'The risk is that we don't do enough,'" said Sandberg. She acknowledged that users protested, for example, the New Feed and the home page redesign, but said that in both cases, user engagement -- and number of users overall -- rose. "We'll know when we're not doing the right thing when users don't continue to grow and when engagement doesn't grow."

Die Zahl der Nutzer und ihre Aktivität auf Facebook sind der Maßstab, an der Erfolg oder Misserfolg gemessen werden, nicht die öffentliche Aufregung. Und lieber mal zu viel verändern als zu wenig. Facebook schaut sich an, was die Nutzer tun - weniger, was sie sagen. Und ist bereit, die Erkenntnisse daraus sehr schnell in Innovation umzusetzen.

Man vergleiche das mit dem Innovationstempo bei StudiVZ (SchülerVZ, meinVZ). Deren Design basiert immer noch auf dem Facebook von 2006. Traurig, aber wahr.

vegemite_iSnack_20.jpgDas hatte sich der Konsumgüterriese Kraft Foods fein ausgedacht. Zur Markteinführung einer neuen Variante des australischen Nationalbrotaufstrichs Vegemite sollten die Konsumenten über den Namen entscheiden. So wie bereits 1923 beim Original. Doch als die Stimmen ausgezählt waren, hieß das zuvor monatelang namenlos in den Supermärkten vertriebene neue Produkt iSnack 2.0 - so wie in iPod und Web 2.0.

Doch was in good old Europe bestenfalls ein Schmunzeln entlockt hätte, führte Down Under zu einer mittelschweren Revolte. Zwar mögen die Konsumenten das Produkt, doch hassen sie geradezu den völlig unpassenden Namen. Dazu muss man wissen, dass ein Markenprodukt wie Nutella im Vergleich zu Vegemite ("proudly made in Australia") und Marmite ein Nichts ist. Ein Name wie iSnack 2.0 ist geradezu ein Anschlag auf die australische Seele.

isuck20ladiesthumb.jpgDeshalb dauerte es nur wenige Tage, bis Kraft Foods einlenkte, den gerade erst verkündeten Namen wieder kassierte - und die Konsumenten erneut um ihr Votum bat. Morgen soll nun der nächste, möglicherweise endgültige Name annonciert werden.

In der Zwischenzeit lohnt sich ein Blick auf die kreativen Unmutsäußerungen, zum Beispiel auf jenes T-Shirt (links), dass der Epic Fail Store feilbietet [via]. Oder das unvermeidliche Hitler-Video, das in einer von zwei Versionen auf YouTube bis jetzt 72.000 Aufrufe generierte, was noch verhältnismäßig wenig ist. Kraft wehrt sich übrigens nach Kräften gegen die Unterstellung, die ganze Affaire sei nicht mehr als ein genialer PR-Stunt gewesen.

Ist die Aktion nun ein Argument gegen Crowdsourcing? Wohl kaum. Mehr Aufmerksamkeit hätte ein Produktstart kaum bekommen können. Und Kraft hat sicher nicht falsch gehandelt, als sie den Namen binnen weniger Tage zurückzogen und eine neue öffentliche Namenssuche starteten. So kann's gehen, wenn Konsumgüterhersteller auf den Konsumenten hören, der schließlich am Ende die Rechnung bezahlt. [via]

Jeder spricht von Facebook, doch kaum einer kennt Jappy. Dabei hat Jappy inzwischen die Marke von 1,5 Millionen aktiven Nutzern erreicht. Facebook hatte im September knapp 4,3 Millionen aktive Nutzer. Größer als Facebook sind nur noch die VZ-Netzwerke, mit wer-kennt-wen liefert sich Facebook bereits ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bei den VZ-Netzwerken sind zwar 15 Millionen Nutzer registriert, de facto kommt aber laut Google Trends keines der drei VZ-Netzwerke auf mehr als 500.000 Daily Unique Visitors.

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Jappy liegt laut Google Trends etwa gleichauf mit den Lokalisten. Bei beiden allerdings zeigt der Trend seit etwa einem Jahr nach unten - ebenso wie bei den VZ-Netzwerken und bei wer-kennt-wen. Nur Facebook zeigt einen stabilen Aufwärtstrend.

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Jappy ist bereits seit mehr als acht Jahren aktiv und in den letzten Jahren jeweils um 100 Prozent gewachsen. Zu Beginn vor allem in Großstädten und Ballungsräumen verbreitet, ist Jappy inzwischen flächendeckend präsent. Die Nutzer sind enorm aktiv: Jeder kommt im Durchschnitt auf 160 Seitenabrufe pro Tag. Täglich werden 8 Millionen Nachrichten verschickt und mehr als 4 Millionen Gästebucheinträge verfasst. Zu Spitzenzeiten sind über 100.000 Nutzer gleichzeitig online.

Dass Jappy bisher außerhalb der eigenen Nutzerschaft kaum bekannt ist, liegt an der überaus breiten Zielgruppe und der sehr geringen Affinität zu Early Adoptern und anderen Multiplikatoren der Branche. Jappy hat keine aggressive Wachstumsstrategie verfolgt, sondern ist organisch gewachsen.

Auch wenn sie sich auf Twitter noch nicht zu äußern wagt. Elisabeth Noelle-Neumann formulierte in den 70er Jahren die Theorie der Schweigespirale. Danach hängt es in vielen Fällen von der wahrgenommenen Mehrheitsmeinung ab, ob sich Menschen öffentlich zu ihrer Meinung bekennen.

Auf Twitter war das Bild am Wahlabend klar: großes Entsetzen über die schwarz-gelbe Mehrheit, allgemeine Abscheu gegenüber der FDP. Dabei bin ich fast sicher, dass sich gerade auf Twitter überdurchschnittlich viele FDP-Wähler tummeln. Aber nur wenige von ihnen haben sich öffentlich geäußert, weil sie die Konfrontation mit der wahrgenommenen Mehrheit scheuten.

Es gibt ein neues liberales Milieu, das die Basis für den Wahlerfolg der FDP bildet. Und es ist gar nicht so weit entfernt von denen, die es Arbeit nennen. Gustav Seibt macht in der Süddeutschen Zeitung eine nicht unerhebliche neue Mitte aus.

Diese hätte früher selbstverständlich SPD oder Grüne gewählt. Heute aber ist sie vierteljährlich mit der Abrechnung der Umsatzsteuervoranmeldung beim Finanzamt beschäftigt. Viele kreative Berufe - Filmproduzenten, Webdesigner, Galeristen, etablierte Schauspieler - sind heute nicht mehr in Groß- und Staatsbetrieben wie Museen und Theatern beschäftigt. Stattdessen betreiben sie schnell entstehende wie vergehende kleine und mittlere Subunternehmen. Zwischen ihnen und dem Staat liegt keine Personalstelle mehr. Und so hat für sie das Wort "Transferleistung" eine Anschaulichkeit, die da fehlt, wo man nur einmal im Monat achtlos einen Gehaltszettel abheftet.

Dass am unteren Rand dieses Kreativbürgertums die Zwangsverwaltung des Alltags durch die Arbeitsagenturen droht, macht die Einstellungen dieser Leute nicht sozialdemokratischer. Wer fast 20 Prozent Umsatzsteuer für jene öffentlich-rechtlichen Radiohonorare entrichtet, die von den öffentlich-rechtlichen Gebührenempfängern nicht vergütet werden, und wer einmal im Jahr die Bescheide der Künstlersozialkasse über die wahrscheinliche Rente ab 67 erhält, der schaut mit kühlem Blick auf die Rentnerheere bei den anderen Parteien.

Und so fort. Auch für die Piratenpartei, eigentlich eine Art FDP 2.0, hat Seibt eine passende Erklärung parat:

Übrigens mag es sein, dass die Piratenpartei bald den Prekariatsflügel dieses volatilen intellektuellen Unternehmertums darstellt. Und auch das hat nicht nur einen kulturellen Hintergrund, geht es doch um Zugangs- und Verwertungsrechte im Hauptarbeitsfeld dieser Schicht: dem Internet. Und um jene bürgerliche Freiheit sowieso, die den alten Staatsvolksparteien immer öfter weniger bedeutet als die Sicherheit. In diesem Milieu, das wachsen wird, will man sich weder von der Arbeitsagentur das Leben vorschreiben noch vom Staatsschutz durchleuchten lassen.

Dieser Freiheitswille, er hieß einmal Liberalismus.

Die Piratenpartei und mit ihr die lautstarke Mehrheit auf Twitter sitzen vorerst in ihrer Nische fest, als Minderheiten, die sie tatsächlich sind. Denn wie Christoph Salzig treffend bemerkt:

Die Selbst­wahr­neh­mung der Anhän­ger und eini­ger Pira­ten selbst und die erzielte Wir­kung ste­hen in einem dis­so­nan­ten Ver­hält­nis. Hierzu gibt es in der Marketing-, Werbe- und PR-Welt lei­der einige unüber­seh­bare Par­al­le­len. Nicht umsonst wer­den die zum Teile ebenso zag­haf­ten wie untaug­li­chen ers­ten Schritte ein­zel­ner Unter­neh­men, sich in Web 2.0 (allein, dass die­ses Wort aus dem Sprach­ge­brauch der so genann­ten Social Media Evan­ge­lis­ten bereits getilgt wurde, spricht Bände) zu ver­su­chen, mit einer Urge­walt gebrand­markt, dass man den Ein­druck gewin­nen kann, das Ende des Word Wide Web steht bevor.

Doch die Wahr­heit sieht anders aus. Wäh­rend bis­wei­len für meh­rere Tage (dar­auf beschrän­ken sich der­ar­tige Dis­kus­sio­nen zum Glück) in der Social Media Nische kaum noch andere The­men gehan­delt wer­den, nimmt die "große, weite Welt" da drau­ßen, kaum Notiz. Nicht allein Vodafone-Sprecher Kuzey Alex­an­der Ese­ner kon­sta­tierte, dass der vom "Mikro­kos­mos" aus­ge­löste Social Media "Tsu­nami" sich in den Filia­len über­haupt nicht aus­ge­wirkt hat. Ein wenig mehr Boden­stän­dig­keit stünde vie­len Prot­ago­nis­ten gut zu Gesicht. Das würde das Ver­ständ­nis für die eige­nen Ansich­ten und drin­gend not­wen­dige Rich­tungs­wech­sel in Gesell­schaft, Wirt­schaft und Poli­tik sub­stan­zi­ell fördern.

hibbeler_150px.jpgZu Beginn sei festgehalten: Der m2 MedienMittwoch ist eine gelungene Veranstaltung, die sich zu besuchen lohnt. Die Location war mit dem Sachsenhäuser Depot 1899 exzellent gewählt, die Besucherzahl war rekordverdächtig und die rege Beteiligung derjenigen innerhalb und außerhalb des Saales, die Ihre spontanen Anmerkungen über die eingerichtete Twitter-Wall öffentlich machten, war beachtlich.

Der Titel der Veranstaltung, der große Erwartungen bei dem ein oder anderen schürte, endlich die goldenen Regeln für einen Erfolg mit und vor allem durch die Social Networks zu erhalten, tat sicher sein übriges für den guten Besuch an diesem Abend. Diejenigen, die rein mit einer solchen Erwartungshaltung die Veranstaltung besuchten, wurden allerdings ein wenig enttäuscht.

Zu sehr stand an diesem Abend Vodafone mit seiner jüngsten missglückten Kampagne im Fokus der Diskussion und Kritik. Sicher ist Vodafone ein gutes Beispiel, an dem man Fehler aufzeigen kann. Es reicht halt nicht, einen prominenten Blogger wie Sascha Lobo als Testimonial zu engagieren, darüber die "Generation Upload" zu definieren und zu glauben, das hat Erfolg.

Hier fehlte zunächst mal der Blick auf das Produkt. Um im Social Marketing erfolgreich zu sein, brauche ich als allererstes ein gutes Produkt. Das hatte Vodafone nicht. Genauso unglücklich ist der Begriff "Generation Upload". Der geht vorbei an ihrer Zielgruppe, falls sich dadurch überhaupt eine Zielgruppe angesprochen fühlt. Dennoch zeigte auch die Diskussion auf dem Podium, wo mit Olaf Kolbrück (Redakteur & Blogger, Horizont), Kai Hattendorf (Bereichsleiter Unternehmenskommunikation, Messe Frankfurt), Kuzey Alexander Esener (Leiter Wirtschafts- und Unternehmenspresse, Vodafone), Ralf Schengber (Community-Experte) und Holger Schmidt (Wirtschaftsredakteur, FAZ) ausgewiesene Experten Platz nahmen, dass selbst hier durchaus unterschiedliche Meinungen beispielsweise in puncto Reaktionszeit von Unternehmen auf (negative) Stimmungen innerhalb der Communities vorherrschen.

Dieses Thema hätte man an dem Abend kürzer fassen können und sollen. So war das Ende dieser Diskussion eher durch Drängen aus dem Publikum und von der Twitter-Wall geschuldet, zum einen aus Mitleid für Kuzey Alexander Esener von Vodafone, und zum anderen fehlten ja noch die goldenen Regeln. Speziell für letztere interessierte sich vor allem der ein oder andere Kleinunternehmer, der wissen wollte, wie er denn mit wenigem Aufwand Social Marketing für sich gewinnbringend nutzen kann.

Dies konnte schließlich nicht zur vollsten Zufriedenheit vom Podium beantwortet werden. Zu allgemein waren insgesamt die Aussagen. "Informieren, nicht verkaufen", "für relevante Inhalte Sorge tragen", "Kritik auch aushalten können" und vor allem "locker bleiben" waren die nicht ganz unbekannten Aussagen für den erfolgreichen Umgang mit Online-Communities.

Sehr erfrischend waren während des gesamten Abends die Beiträge zu der Veranstaltung auf der Twitter-Wall, die man permanent live aus dem Publikum heraus verfolgen konnte. So ergab sich ein interessantes Spiegelbild zwischen den Beiträgen auf der Twitter-Wall und der Stimmung beim Publikum im Saal.

Was diese Veranstaltung ebenfalls auszeichnet, ist die Gelegenheit in netter Atmosphäre viele Menschen zu treffen, die sich alle für das Thema interessieren. So genießt man im Anschluss an den Abend noch das eine oder andere Getränk und führt mit verschiedensten Personen spannende Gespräche. Ich habe dies jedenfalls so gehalten. Kann nur betonen, ein echter Mehrwert!

So war es dann auch alles in allem eine runde Veranstaltung, der man lediglich eine etwas kontroversere geführte Podiumsdiskussion neben dem Beispiel Vodafone gewünscht hätte.

Dirk Hibbeler leitet das Frankfurter Büro von SinnerSchrader.

Soeben bin ich, sozusagen dienstlich, Fan von simyo auf Facebook geworden. Um es gleich vorwegzunehmen: simyo ist ein Kunde von SinnerSchrader. Und SinnerSchrader zahlt mein Gehalt unter anderem dafür, dass ich hier schreibe. Mit der Facebook-Fanpage allerdings hat SinnerSchrader nichts zu tun, sondern die Agentur Mavens von Mark Pohlmann, der wiederum lange Jahre bei SinnerSchrader gearbeitet hat. Mit Mavens arbeiten wir in Sachen next conference zusammen.

Transparenz ist wichtig in diesen Zeiten. Deshalb die lange Vorrede. Social Media hat die Lage unübersichtlich gemacht. Früher gab es Quellen, die in Medien zitiert wurden. Heute publizieren die Quellen selbst. Unternehmen sind nicht mehr auf das Nadelöhr der klassischen Medien angewiesen, um sich Gehör zu verschaffen. Konsumenten haben nicht nur das Call Center, um sich an Unternehmen zu wenden. Sie können bloggen, twittern und noch viel mehr. Für Kundenservice und Unternehmenskommunikation ist die Lage unübersichtlich geworden.

Ich lag zwar nicht im Koma, aber war im Urlaub, als ein anderer Telekommunikationsanbieter eine größere Kampagne mit hohem Socialmediaanteil startete, die in einer kleinen Nische des Web für sehr viel Aufregung sorgte. Es juckte mich des öfteren in den Fingern, meinen Senf dazuzugeben, aber letztlich waren andere Tätigkeiten oder auch Untätigkeiten im Urlaub attraktiver. Deshalb habe ich es gelassen.

Verglichen mit der komplexen und aufwendigen Vodafone-Kampagne ist das Engagement von simyo recht übersichtlich. simyo hat ein Blog, nutzt Twitter als Ticker, flickr für Pressefotos und YouTube für Bewegtbild. Bei Facebook geht es simyo um Kundenbewertungen. Nadine Motter schreibt im Blog:

Auf der offiziellen simyoDE Facebook Fanseite können Kunden, Mobilfunk-Freaks, Kritiker und Fans ihre Loyalität bekunden und uns gleichzeitig durch ein Sternchenprinzip bewerten (1 Sternchen schlecht bis 5 Sternchen hervorragend). Zu jeder Bewertung kann, muss aber nicht, ein Kommentar / Rezension abgegeben werden.

Diese transparente, offene und ehrliche Vorgehensweise ist einzigartig im Telekommunikationssektor und wir sind uns bewusst, dass durchaus auch negative Bewertungen sichtbar werden, die wir dort aber auch bewusst sichtbar machen und nicht löschen werden. Denn wir verstehen es als Chance durch das Feedback unserer Kunden immer ein Stückchen besser zu werden.

Gleichzeitig nutzen wir die Plattform, um Diskussionen anzuzetteln, Fragen zu beantworten und um auch dort mehr über die Bedürfnisse unsere Kunden zu erfahren. Aber nicht nur wir kommunizieren, auch die Kunden können sich hier offen über simyo austauschen und sich gegenseitig Tipps geben.

Interessant wird die Sache, wenn sich klassische Multiplikatoren wie Frank Kemper, stellvertretender Chefredakteur der Internet World Business, zu Wort melden. Er weiß zwar immer noch nicht, ob er simyo nun weiter nutzen will, steht aber immerhin in regem Austausch mit simyo. Gut, dass wir darüber gesprochen haben.

Spaß beiseite. Eine Politik der kleinen Schritte liegt für simyo geradezu auf der Hand. Das aus der klassischen Werbung überkommene Denken in Kampagnen, wie es zuletzt Vodafone und Scholz & Friends vorgeführt haben, ist im Web eine hochriskante Strategie. Kleine Schritte, dem Konsumenten zuhören, in den Dialog treten und daraus lernen versprechen, mit der nötigen Nachhaltigkeit verfolgt, mehr Erfolg bei überschaubarem Risiko.

Was sich bereits Anfang des Jahres abzeichnete, bestätigen nun Zahlen aus der Markforschung von Nielsen: Facebook hat in Deutschland eine größere Reichweite als die Wettbewerber Wer-kennt-wen, StudiVZ (SchülerVZ, meinVZ) und MySpace.

Ein guter Frühindikator für die Reichweitenentwicklung ist Google Trends. So war im Januar bereits zu erkennen, dass Facebook im Jahr 2009 das einzige Social Network mit intaktem exponentiellen Aufwärtstrend sein würde:

google_trends_facebook_studivz.png

Einige Monate später ist das Bild sehr viel klarer. Der exponentielle Aufwärtstrend bei Facebook ist weiterhin intakt, die Wettbewerber tendieren seitwärts.

google_trends_facebook_aug09.png

In einigen Monaten dürfte sich dies auch in den Reichweitenmessungen niederschlagen. Spätestens Anfang 2010 wird Facebook Marktführer in Deutschland sein. Und das ohne einen einzigen Mitarbeiter zu haben. Chapeau!

In letzter Zeit haben wir es hier ja mit Zahlen. Da passt dieses Video gut ins Bild. Schnell geschnitten und auch musikalisch ganz weit vorne. Kommt auch gut in Kundenpräsentationen zum Thema Social Media. [via1, via2]

So kann's gehen. So aber auch.

[via]

schweinchen-q2-gross.jpgDie kleine aber feine next banking conference war nicht nur wegen der Namensverwandtschaft zur next conference spannend. In einem charmanten Berliner Großraumbüro diskutierten die Teilnehmer über die Nutzung von Social-Media-Applikationen, wie z.B. Twitter, für klassische Banken und ungenutzte Chancen, die digitale Zukunft des Online-Bankings und Mobile-Payments und ob es denn trotz der Finanzkrise noch innovative Ideen gibt.

Nach kurzer Eröffnung durch die beiden Organisatoren Viktoria Troisen und Martin Ciesielski gab es Best-Practice-Beispiele aus der Bankenwelt. Als Vorbild galt auch hier die Wells Fargo Bank, jüngst durch Darius Miranda auf der next09 vertreten. Trendforscher Willi Schroll fragt, wozu es überhaupt noch Banken gibt. Das Wesen der Banken sei eigentlich Vertrauensmanagement, so Schroll, nur gilt es das jetzt auch im Netz zu betreiben. Schlagworte der Diskussionen blieben beständig Sicherheit und die Forderung nach Transparenz. Gepaart mit dem Wunsch nach Einfachheit scheinen das oft unüberwindbare Hürden für Banken darzustellen, erklärte Anette Rehm vom Geld-Magazin, ein Bewertungsportal für aktuelle Finanzprodukte.

Das klassische Bankhäuser sich nicht um 180 Grad drehen können, und nur pro forma einen Twitteraccount anlegen, ist klar. Nur sollte der Anschluss nicht verpasst werden, und die Zeit ist jetzt, wie die Geschäftsmodelle von smava oder Fidor beweisen. Hier stehen die Community und partizipative Prozesse an erster Stelle.

Wie sieht sie aber genau aus, die Zukunft? Wird sie bestimmt von eBucks oder eventuell einer ganz anderen Währung als Geld und das was zählt sind wir, unsere Kontakte, unser Input in Social Media? Wie die nächste Wunsch-Killer-Applikation in diesem Bereich aussehen soll, hat bereits das next-banking-Team zusammengefasst.

Zum Vormerken: barCamp Bank vom 23.-25. Oktober.

In vier Tagen öffnet die next09 auf Kampnagel in Hamburg ihre Pforten für zwei Tage Inspiration und Networking. Mehr als 1.200 Teilnehmer sind bereits registriert, und wir erwarten in den nächsten Tagen den üblichen Schlussansturm auf die letzten Tickets.

Wie schon im letzten Jahr hat unser Medienpartner sixgroups wieder eine Livecommunity für die next09 eingerichtet. Neben der bewährten Communityleiste sind neu diesmal eine Reihe von Widgets, von denen eines hier in der rechten Spalte zu bewundern ist.

Das Motto der next09 ist Share Economy. Das Internet hat eine eigenständige Ökonomie des Teilens hervorgebracht. Denn Teilen ist ökonomische Intelligenz: Je besser wir andere an unserem Erfolg beteiligen, umso stärker profitieren wir selbst. Der Wirtschaftstheoretiker Martin Weitzman hat dafür den Begriff Share Economy geprägt.

Philipp Schilling schreibt dazu im sixgroups-Blog:

Wir von sixgroups.com glauben an die Share Economy. Sie ist die Grundlage unseres Ansatzes für den Bau von Online Communities und wir sind stolz als Media Partner in diesem Jahr wieder dabei zu sein.

Mit unser Technologie helfen wir allen, die sich für die next interessieren und keine Action rund um die Konferenz verpassen wollen.

Hilf uns dabei und hol dir die next09 Widgets auf deinen Blog. Schaut in den Livestream, um nichts zu verpassen und werdet Teil der next09, indem ihr eure Inhalte (tweets, blogs, photos, videos) mit 'next09′ (Twitter #next09) tagged.

FLaker_FM.jpgDas Wichtigste für eine Marke ist die Beziehung zum Kunden. Die richtige Nutzung von Social Media ist essentiell in der Markenkommunikation, so Freddie Laker, verantwortlich für die digitale Strategie bei Sapient Interactive. Auf der CeBIT Webciety wurde er von Tanja Gabler, Internet World Business, interviewt.

Warum Marken sich wie Menschen sozialisieren müssen, erklärt Laker folgendermaßen:


Die Hälfte der Kunden findet ein Produkt über die Suche, wenn da auf den oberen Rängen negative Meinungen aus Blogs stehen, ist die Marke beschädigt. Was auch immer man verkauft - Menschen reden über die Produkte oder Dienstleistungen und je kleiner der Markt, umso intensiver beschäftigen sich die User oft mit den Produkten. Man muss die Kunden einbinden und da genügt es nicht, ihnen eine Anzeige vorzusetzen.

Das vollständige Interview zum Weiterlesen gibt es hier. Mehr von Freddie Laker gibt es am 6. Mai auf der next09. Zusammen mit Stafford Green von Coca-Cola, ein Kunde von Sapient Interactive, präsentiert er einen Best Practice Case.

Nico LummaSeit drei Wochen jagt bei Nico Lumma eine Sitzung die nächste. Der ehemalige Business Developer von Media Ventures hat bei Scholz & Friends angeheuert und entwickelt dort das Thema Social Media. Als Berater der Agentur war er schon seit einigen Monaten aktiv. Nun schaut er sich hauptberuflich das Agenturleben von innen an. Zunächst am Hamburger Neumarkt, bis er an die Kehrwiederspitze umzieht und den erstklassigen HafenParkplatzblick genießen kann.

Aus der Pressemitteilung:

Als Director Social Media wird Lumma agenturübergreifend Neu- und Bestandskunden darin beraten, ihre Kommunikationsbotschaften in und über soziale Netzwerke zu verbreiten. Darüber hinaus wird Lumma Social-Commerce-Konzepte und Strategien zur Monetarisierung digitalen Contents entwickeln.

„Das veränderte Verhalten von Konsumenten erfordert von Agenturen ein Umdenken in Kreation und Strategie. Es geht darum, aktiver Teil eines Gesprächs zu werden, Konversationen anzuschieben und diese in sozialen Netzen weiter voranzutreiben. Scholz & Friends hat das Potenzial, die Grenzen der Kreativität in sozialen Medien weiter auszureizen", so Nico Lumma.

Etwas unkomplizierter erklärt Nico in einem Interview mit sich selbst, wie es zu dem Gig bei S&F kam:

Ende 2007 war ich eingeladen zu einer Diskussionsveranstaltung beim Medienforum Mittweida. Neben mir saß Marc Schwieger, Geschäftsführer von Scholz & Friends Neumarkt, und ehrlich gesagt wußte ich bis dahin nicht viel über Scholz & Friends, außer vielleicht daß meine Schwägerin dort vor Jahrenden mal gearbeitet hatte. Im Laufe des Gesprächs polarisierte Don Alphonso ein wenig in unsere Richtung (ca. ab Minute 40), was letztendlich dazu geführt hat, daß zwischen Marc und mir ein interessantes Gespräch über die Zukunft von Online-Werbung und Online-Handel entstanden ist.

Nico: Also alles war von langer Hand geplant?

Nico: Naja, nicht ganz, aber der erste Eindruck war schon recht positiv, so daß ich mich sehr gefreut hatte, als Marc im Sommer nachhakte und wissen wollte, wie denn meine Pläne nach meinem Weggang von Media Ventures wären. Wir haben uns dann zum Essen getroffen und mehr oder weniger unsere Diskussion vom November 2007 fortgeführt. Die anstehenden Themen bei S&F fand ich ziemlich spannend, so daß wir im Herbst eine erste, eher zaghafte Zusammenarbeit gestartet haben.

Nico hat die next conference von Anfang an durch seine Vorträge bereichert. Auf der allerersten next im Jahr 2006 präsentierte er mabber.com, ein Jahr später auf der next07 startete er Shoppero (und kehrte samt Familie aus Köln nach Hamburg zurück).

Die Story, mit der Nico & Friends demnächst durch die Lande ziehen werden, heißt Inspirationsgesellschaft. Das zugehörige Blog startet Nico demnächst heute zusammen mit Marc Schwieger, Partner und International Creative Director der Scholz & Friends Group.

We are living in an Inspiration-Society where information is everywhere. We read, hear and see pieces of information, and we also create, mix and change information. We do this for us and for others, as others also do this for us. Why are we doing this? Because we want to achieve something with the information we provide. We are turning a piece of information into an inspiration.

In a world where information is available everywhere, anytime and without cost, inspiration becomes the relevant value. Information turns into inspiration when it triggers something: a reaction, an answer, an emotion or sometimes even excitement. A review at Amazon.com, a restaurant-rating at Qype.com or a new set at Polyvore.com - these are all inspirations. A friend's recommendation for a movie, the best friend's advice on the best book to read or the shoes of the season. This is what happens in social networks all over the world every day, every second. The networked information-society becomes the inspiration-society. Everybody is receiver and everybody can become a sender of inspirations.

Inspiration is information that makes money. Inspiration is the missing link between content, community, and commerce. Inspiration will change how we consume media, find products to buy and how companies distribute their products.

Spannende Sache. Wir werden sehen, was daraus bis zur next09 noch so alles wird.

Clay Shirky hat nach seiner gestrigen Konversation mit Charles Leadbeater seine Keynote weggeworfen und aus den Trümmern eine neue gebaut. Oder jedenfalls sagt er das. Nach der Rede von Genevieve Bell über Secrets and Lies müssen da Zweifel erlaubt sein.

Doch einem Weltklasseredner wie Shirky traue ich durchaus zu, dass er sich fix auf sein Auditorium einstellen kann. Auf der PICNIC präsentierte er heute viereinhalb Herausforderungen, die jeder kennen sollte, der sich mit Social Media befasst.

(1) Designprobleme sind soziale Probleme

In grauer Vorzeit des Web 1.0 mag es so gewesen sein, dass (zumindest gedanklich) die Community zuerst da war und dann begann, mit Hilfe von Software etwas zu teilen: Gedanken, Fotos, Videos - was auch immer. Heute ist es umgekehrt. Im Zeitalter des Web 2.0 kann jede URL ihre eigene Community werden.

Shirky illustriert diese These am Beispiel von flickr. Dort kann es passieren, dass aus der Diskussion um ein einziges Bild ein ganzes Tutorium über ein fotografisches Spezialgebiet wächst. Dort bilden Freunde der Schwarzweißfotografie eine Gruppe, die sich strenge Regeln gegeben hat: Jeder, der dort ein Foto publiziert, muss sofort die beiden Fotos davor kommentieren.

Nicht flickr ist die Community, sondern die Freunde der Schwarzweißfotografie auf Twitter. Und sie geben sich ihre Regeln selbst, kontrollieren die Einhaltung und entwickeln die Regeln weiter. Softwaredesign kann da wenig beitragen - außer nicht im Wege zu stehen. Was gar nicht so wenig ist.

(2) Weniger Features sind mehr

Social Software ist die einzige Softwarekategorie, in der spätere Produkte weniger Features haben als frühere. Mit einem simplen Tool wie Blogger wird heute mehr im Web publiziert als mit den hochgezüchteten Contentmanagementsystemen dieser Welt. Twitter hatte beim Start zwei Features, heute sind es sechs.

Bronze Beta ist eine von Fans der TV-Serie Buffy selbst getragene Website, die praktisch gar keine Features hat - aber dafür einen umfangreichen Satz an Regeln.

(3) Es gibt nicht den Nutzer

In Social Media gibt es eine Normalverteilung mit wenigen, sehr aktiven und vielen, wenig aktiven Nutzern. Die Grafik sieht aus wie der berühmte Long Tail. Und die beiden Nutzergruppen unterscheiden sich erheblich.

In der Wikipedia sind mittlerweile Schutzmechanismen eingebaut, mit denen sich die wenigen Aktiven gegen häufig wiederkehrenden Missbrauch der vielen Eintagsfliegen wehren können. Mehr und mehr Artikel können nicht mehr von jedem dahergelaufenen Vandalen bearbeitet werden. Es ist die gute, alte 80/20-Regel, die hier wieder einmal gilt.

Wie überhaupt in die Wikipedia mit der Realität, die sie abbilden soll, auch die Konflikte dieser Realität einwandern: Der Artikel über Pluto hat einen enormen Überarbeitungsschub erlebt, nachdem Pluto aus der Liste der Planeten gestrichen wurde. Und bei Galileo Galilei wurde ein bald 500-jähriger flame war ausgetragen, der mit der katholischen Kirche zu tun hat.

(3.5) Auch Designprobleme werden global

Der Künstler Aaron Koblin hat den Mechanical Turk von Amazon dafür verwendet, eine 100-Dollar-Note in zehntausend Elementen für jeweils einen Cent kopieren zu lassen. Das Internet macht es möglich, auf globaler Ebene zusammenzuarbeiten. Damit gibt es auch Designprobleme von nie gekannter Größe.

You could say that Aaron had 10,000 people working for him as in a way he did - he only payed them a penny - but they were working to collaborate with him and each other. If this were a real company then that would put him high up the list of employers with a large staff. The largest groups in the world that are working collaboratively are working like this. What we are seeing now is spontaneous conditions of labour springing up. The Division of labour is spontaneous and there is a spontaneous division of motivation. No-one who runs a large company with a management structure cannot understand this. [aufgezeichnet von Lucy Hooberman]

(4) Veröffentlichen, um zu handeln

Die britische Bank HSBC holte sich eine blutige Nase, als sie Studenten erst zinsfreie Überziehungskredite anbot und dieses Angebot einige Zeit später zurückzog. Die Studenten fühlten sich betrogen und nutzten Facebook, um Druck zu machen. Die Bank musste einlenken.

Beispiele dieser Art gibt es zuhauf, aber immer dreht es sich darum, irgendetwas zu stoppen. Wie sieht es mit gemeinschaftlichem, kreativen Handeln aus, wenn es nicht darum geht, irgendetwas zu verhindern? Handeln ist der schwierigste Teil der globalen Zusammenarbeit. Das leuchtet jedem ein, der Getting Things Done gelesen oder schon einmal einen G8-Gipfel genauer angesehen hat.

Charles Leadbeater (We Think) hat eine treffende Metapher für den Unterschied zwischen den alten und den neuen Medien: Die alte Medienlandschaft ist war wie ein mit Felsbrocken übersäter Strand, die heutige ähnelt eher einer steigenden Flut von Kielsteinen.

The traditional media landscape is like a beach with boulders, the BBC boulder, the News Corp boulder; some sometimes join to create even biggest boulders. Now the beach is a rising tide of pebbles, and many people are coming and dropping their pebble on the beach: basically we are all in the pebble business now. The models of the future are about how we link these pebbles together to create added value, to create something that it's more than a loose assembly. Can we match a growing capacity to participate, to contribute, with our ability to collaborate, to build, to make more complex and durable products? [aufgezeichnet von Bruno Giussani]

Leadbeater, ein ehemaliger Berater von Tony Blair, eröffnete heute die PICNIC mit einer völlig ohne Folien in freier Rede vorgetragenen Keynote über Collaborative Creativity, das Thema der diesjährigen Konferenz. Ein breites Thema.

It not just applies to high tech, new media, and culture, but also to social challenges - like the environment. Collaborative action is not just about new things, but about very broad challenges. We'll have to bring different people together. [aufgezeichnet von Ernst-Jan Pfauth]

Nicht jede Art der Zusammenarbeit führt jedoch zur Kreativität. Es kann zu viel Konsens geben - das Resultat ist Langeweile - oder zu viel Chaos - was zu keinem Ergebnis führt. Leadbeater nennt fünf entscheidende Bedingungen für kollaborative Kreativität:

  • Diversity is king, participants need to think differently and have different knowledge.
  • Give people ways to contribute. They need really simple ways to add their piece of information.
  • Connect people with each other by using the most suitable technology
  • The most important one: participants must have a shared sense of purpose and an individual sense of pay-off. Use a mascot or something.
  • Communities need to have some element of structure to make decisions.
  • [aufgezeichnet von Ernst-Jan Pfauth]

Am Ende seiner Rede spricht Leadbeater eine Frage an, die auf geheimnisvolle Weise im Herbst 2008 wieder aktuell geworden zu sein scheint. Ist das alles von Dauer? Oder übernehmen die Kräfte der Beharrung irgendwann wieder die Macht? In den Redaktionen führender deutscher Tagezeitungen scheint die Hoffnung noch nicht ausgestorben, das Internet werde irgendwie schon wieder verschwinden.

Is the Internet going to be this brief moment of collaboration, a weird, wacky moment where people want to share? Or is this a permanent change? Leadbeater closes by referencing Sir Tim Berners Lee, who was recently asked whether our social ambitions were too grand for the web. He offers the advice, the danger is not that we ask too much of the internet, but that we ask too little. [aufgezeichnet von Ethan Zuckerman]

Morgen beginnt in Amsterdam die PICNIC. Fischmarktleser haben heute noch die Chance, sich einen 10-prozentigen Rabatt auf den Ticketpreis zu sichern. Auf drei weitere Ereignisse der nächsten Wochen möchte ich heute gern hinweisen.

  • Vom 30. September bis 1. Oktober findet in Hamburg der Community Summit 2008 statt. Kernthema sind die organisatorischen und operationalen Fragen beim Community-Management. Unter den Referenten: Jörg Blumtritt (Burda Community Network), Felix Petersen (Plazes), Marco Ripanti (ekaabo) und Stephan Uhrenbacher (Qype). Mit dem Code MR-200 wird das Ticket gleich 200 Euro günstiger.
  • Am 30. September endet die Bewerbungsfrist für den Webfuture Award von Hamburg@work. Gesucht werden innovative Ideen von Existenzgründern, kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Hamburg und der Metropolregion zum Thema E-Commerce, Web 2.0 & Social Communities. Für den 1. Platz gibt es 15.000 Euro Preisgeld. Die Preisverleihung findet am 19. November statt.
  • Vom 10. bis 12. Oktober findet in Berlin das zweite Educamp statt. Schwerpunkte sind E-Learning und die Nutzung der Web-2.0-Anwendungen in der Schul- und Hochschulbildung. Das Educamp bietet ein Forum für Unternehmer, Professoren, Lehrer und Studenten.

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Falls nicht, dann habe ich einen Tipp: "If you don't 'get' Facebook and Twitter, read this NY Times article". Im Gegensatz zu deutschen Leitmedien wie Spiegel Online und Süddeutsche hat sich NYT-Autor Clive Thompson intensiv mit dem Thema befasst, es selbst ausprobiert und jemanden gefragt, der sich mit so etwas auskennt.

Das Ergebnis ist eine gut lesbare Mischung aus Hintergrund und Anekdoten. Facebook-Newsfeed und Twitterstream schaffen eine neue Form digitaler Nähe - Leisa Reichelt hat dafür den Begriff ambient intimacy geprägt, bei Clive Thompson heißt das ambient awareness und trägt ein Paradox in sich:

Each little update -- each individual bit of social information -- is insignificant on its own, even supremely mundane. But taken together, over time, the little snippets coalesce into a surprisingly sophisticated portrait of your friends' and family members' lives, like thousands of dots making a pointillist painting. This was never before possible, because in the real world, no friend would bother to call you up and detail the sandwiches she was eating.

Social Media ermöglichen digital vermittelte Beziehungen zu sehr viel mehr Menschen als in der analogen Welt. Doch mit steigender Anzahl unterscheiden sie sich in ihrer Intensität von herkömmlichen Beziehungen - es sind schwache Bindungen, weak ties. Dieser Begriff lief mir erstmals in den neunziger Jahren über den Weg. Er ist aber weiter älter. Thompson:

Sociologists have long found that "weak ties" greatly expand your ability to solve problems. For example, if you're looking for a job and ask your friends, they won't be much help; they're too similar to you, and thus probably won't have any leads that you don't already have yourself. Remote acquaintances will be much more useful, because they're farther afield, yet still socially intimate enough to want to help you out. Many avid Twitter users -- the ones who fire off witty posts hourly and wind up with thousands of intrigued followers -- explicitly milk this dynamic for all it's worth, using their large online followings as a way to quickly answer almost any question.

Lesen!

Mein Twitter ist übrigens hier. Bei Facebook finden Sie mich dort.

Illustration: Peter Cho, New York Times

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