Seit Langem halten sich Gerüchte, Google plane einen Facebook-Konkurrenten. Dementsprechend groß war die Aufregung, als der einflussreiche Softwareentwickler Tim O'Reilly kürzlich twitterte:

"I've seen google circles, and it looks awesome"

Wenig später machte er einen Rückzieher, löschte den Tweet und relativierte das Gesehene.

Und trotzdem: Google arbeitet derzeit intensiv an den Social-Features seiner Produkte, insbesondere den Google Profiles, die seit Monatsbeginn in einem neuen Design daherkommen und mehr Platz für persönliche Angaben bieten. Zum Beispiel beim Beziehungsstatus: Anders als Facebook, das dafür Jahre brauchte, bieten die Google-Profile von Anfang an eine große Auswahl an Möglichkeiten, u.a. auch "Einfach".

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Ein tückische Falle. Denn wer hier - glücklich ob seiner unkomplizierten Partnerschaft - den vermeintlich richtigen Status wählt, kommt daheim schnell in Erkärungsnot. Dafür genügt die Umstellung der Standardsprache auf Englisch.

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Einfach - Single - Es ist kompliziert.

Die soziale Revolution ist in den letzten fünf Jahren in fast alle Bereiche des Lebens vorgedrungen. Nur Arbeitsleben und Büro haben sich, Xing und Co. zum Trotz, noch recht wenig sozialisiert. Enterprise 2.0 ist zwar ein mächtiges Schlagwort, aber nach wie vor ein Nischenthema.

Doch nun schickt sich eine neue Generation digitaler Werkzeuge an, das Arbeitsleben zu revolutionieren. Was Yammer für Twitter, das ist Podio für Facebook - die Business-Variante. Entwickelt unter dem Codenamen Hoist, ist Podio seit ein paar Wochen unter neuem Namen unterwegs.

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Seit August ist Tommy Ahlers als CEO und Investor an Bord. Er hatte 2008 seine Firma ZYB für 31 Mio. Euro an Vodafone verkauft und ist nun in die Welt der Start-ups zurückgekehrt. Was ist Podio?

Podio is a social work platform with the ambition to change how we all work. In Podioʼs eyes, we shouldnʼt have to adapt to our work tools, and thatʼs why Podio is developing tools that adapt to us, and not the other way around.

Jeder Nutzer kann bei Podio eigene Apps einrichten (entwickeln wäre zuviel gesagt). Zu den ersten 2.000 Apps gehören Themen wie CRM, Besprechungsplaner, Prozessunterstützung oder Recruiting. Podio setzt auf das Netzwerk-Paradigma und auf einfache Zusammenarbeit über Unternehmens- und Organisationsgrenzen hinweg.

Was Podio von Ansätzen wie Google Apps/Docs radikal unterscheidet:

Instead of just copying existing PC-era applications and making them available on-line, Podio is innovating key work applications i.e. a calendar that understands time, a contact manager that automatically stays up-to-date, and a task manager integrated into everything you do. Podioʼs ambition is to change how people work.

Podio ist im Moment nur auf Einladung zugänglich, soll aber noch in diesem Jahr starten. Kasper Hulthin, einer der Gründer, stellt Podio in einem Workshop am 14. Oktober im Betahaus Hamburg vor. Noch sind einige Plätze frei.

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dann hat ihn Flipboard in der vergangenen Woche geliefert: Der Nachrichtenkonsum verschiebt sich weg von den klassischen medialen Knotenpunkten hin zum persönlichen Netzwerk. Dabei bewahrheitet sich jener berühmte Satz eines unbekannten Studenten: If the news is that important, it will find me.

Flipboard ist eine iPad-App, die aus dem kontinuierlichen Strom von Neuigkeiten von Twitter und Facebook das Fleisch extrahiert: die Links. Auch zwanzig Jahre nach der Erfindung des Web sind die Hyperlinks seine heißeste Ware. Und mit dem Trend zur Echtzeit übernehmen die Links die Rolle des Nachrichtentickers. In den Echtzeitlinks steckt der Nachrichtenwert.

Flipboard bereitet die Artikel hinter den Links auf ansprechende, angenehm konsumierbare Weise auf - wie eine Zeitung oder ein Magazin. Es ist nicht die erste Anwendung, die so etwas versucht, und es wird auch nicht die letzte sein. Der Gedanke liegt einfach auf der Hand. Etwas Ähnliches leistet zum Beispiel Feedly, eine Erweitung für Firefox und Google Reader.

Als das Web anfing, sich zu beschleunigen, war RSS der Treiber. Die wirklich einfache Syndizierung (Really Simple Syndication) standardisierte den Nachrichtentransport und rationalisierte ihn. Nutzer konnten nun mit einem RSS-Reader (wie Google Reader) Dutzende oder gar Hunderte von Websites auf dem Radar behalten, ohne sie alle Naselang besuchen zu müssen. Statt dass der Nutzer zur Website ging, kam die Nachricht zum Nutzer.

RSS allerdings konnte sich niemals wirklich flächendeckend durchsetzen, weder bei den Nutzern noch auf Seiten der Medienhäuser. Unter den Nutzern sind es bis heute eher die Geeks, die sich mit RSS anfreunden können. Und während zwar Blogs standardmäßig einen RSS-Feed publizieren, tun sich klassische Medienhäuser nach wie vor schwer mit dem Kontrollverlust. Viele bieten nur verkrüppelte Feeds, schlimmstenfalls nur mit Überschriften und Links.

Doch für Überschriften und Links gibt es inzwischen ein anderes Medium, das RSS den Rang abgelaufen hat: Twitter. Der Kurznachrichtendienst scheint mit seinen 140 Zeichen wie geschaffen für Überschriften und Links. Klingt die Überschrift interessant, genügt ein Klick, um zur Quelle zu gelangen.

Flipboard dreht diese Logik einen Schritt weiter und holt zusätzlichen Inhalt wie Bilder und Textexzerpte direkt von der Zielwebsite. Damit sind wir im Prinzip wieder dort, wo wir vor RSS schon einmal waren. Und im Unterschied zu RSS kommen die Feeds nun nicht nur von Websites, sondern auch von Menschen, die Links zu ganz unterschiedlichen Websites publizieren.

Wem ich auf Twitter folge, entscheidet darüber, welche Nachrichten mich über Twitter erreichen. Auf Twitter ist die Beziehung zwischen Autor und Leser (Follower) asymmetrisch wie in anderen Medien auch. Leser entscheiden sich für Autoren, ohne dass Wechselseitigkeit gefordert wäre. Unter den reichweitenstärksten Twitter-Autoren folgen nur die wenigsten auch ihrerseits sehr vielen anderen Autoren.

Twitter ist deshalb gut dafür geeignet, Nachrichten zu verbreiten, und zwar in Form von Überschriften mit Links. Was die Nachrichtengeber auf Twitter publizieren, verbreiten andere Nutzer durch Mechanismen wie Retweets weiter. Auf diese Weise erreichen mich über Twitter auch Nachrichten, die ich sonst nicht gesehen hätte.

Die Nachrichtengebung auf Twitter ist somit höchst individuell, ohne sich allerdings vom großen, allgemeinen Nachrichtenstrom völlig abzukoppeln. Bedeutende Ereignisse finden, solange ich einer gewissen kritischen Masse an Nutzern folge, ihren Weg auf jeden Fall zu mir. Gleiches gilt im Grundsatz auch für Facebook. Zwar ist die Freundschaftsbeziehung dort immer symmetrisch, bedarf also der Zustimmung beider Seiten. Doch kennt Facebook inzwischen auch asymmetrische Beziehungen wie bei Twitter.

Flipboard ist nicht mehr als eine ansprechende Oberfläche für die individuellen Netzwerke von Twitter und Facebook. Doch es zeigt, wie die Bedeutung dieser Netzwerke für den individuellen Medienkonsum immer weiter wächst - und dass auch das iPad kein Heilsbringer für die Verlagswelt sein muss.

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Another promising start-up that recently caught my attention is strings.com or maybe just strings. Their pitch sounds as follows:

Strings is a social tracking and filtering platform that allows you to share and uncover experiences that are relevant to you. Strings incorporates strong privacy controls, easy filtering, and tracking support that allows your actions on and offline to automatically identify personalized trends worth following.

First of all, the name is way too generic, news and coverage about strings are hard to find. They launched in February and managed to get on stage at Web 2.0 Expo, but that's all I know. Who is the founder? The site gives me no idea. They don't have a pressroom either.

The sign-up process is old-school - you have to create just another account, no Open ID, Google, Facebook, Twitter or whatsoever. This is lame, but there might be a reason for this. After the sign-up, strings allows you to create "trackers" for the usual suspects like YouTube, flickr, Foursquare, Twitter, last.fm, but also for purchases at Apple, eBay and the like. For some trackers, you have to provide your login data, which is lame too, but again there might a reason for this.

Why I am completely at a loss with strings is the social part - that's missing. I've no idea how many people use strings, but it's clear that I can't find my peeps. There is no way to import my friends from other services like Twitter or Facebook. Without friends, the whole thing is pointless.

And the design isn't very pretty anyway.

[Hat tip to Denkzelle]

What is Twitter?

Daniela Patrzek, freie Journalistin, hat mir ein paar Fragen zu Twitter gestellt. Ihre Fragen und meine Antworten möchte ich den Fischmarktlesern nicht vorenthalten.

Seit wann twittern Sie?

Mein erstes Konto stammt vom 17. April 2007. Im Juni 2007 habe ich angefangen, regelmäßig zu twittern. SinnerSchrader twittert seit dem 28. August 2007.

Wer in Ihrem Hause ist - außer Ihnen - offiziell für das Twittern zuständig?

Offiziell niemand. Inzwischen twittern aber sehr viele Kollegen, und einige davon nutzen Twitter auch dienstlich. Wie Telefon, Fax, Mail oder Blogs. Die offiziellen Twitterkonten füttern wir im Team.

Warum haben Sie sich dazu entschlossen, Twitter zu nutzen? Was erhoffen Sie sich davon?

Damals, weil es neu, interessant und cool war. Dann habe ich den Spaß und schließlich auch den Nutzen entdeckt. Heute ist Twitter ein Kommunikationskanal irgendwo zwischen Mobiltelefon, SMS, Mail und Blog: immer dabei, kurz & knapp, schnell, dynamisch und voller interessanter Links.

Wie sind Ihre bisherigen Erfahrungen? Taugt Twitter zur Neukundenakquise bzw. zur Kundenbindung? Warum?

Meine Erfahrungen haben mit Neukundenakquise und Kundenbindung nix zu tun. Twitter taugt vor allem zur Kommunikation. Und zwar mit den Leuten, deren Tweets ich lese und die meine Tweets lesen - was nicht unbedingt deckungsgleich ist. Sprich: Ich lese Tweets von Leuten, die meine Tweets nicht lesen und umgekehrt. Den Twitter der next conference lesen über 600 Leute, die sich so über die Konferenz auf dem Laufenden halten.

Wie hoch ist der Aufwand für Ihr Twitter-Engagement?

Stark schwankend. So hoch wie der Aufwand für Kantinengespräche.

Wie sieht das inhaltliche Twitter-Konzept aus? Was twittern Sie?

Auch das schwankt stark. Was mir einfällt, was ich relevant finde, was meinen Twitterlesern gefallen oder nutzen könnte. Ich füttere Twitter automatisch mit meinen Leseempfehlungen aus dem Google Reader und meinen Reiseplänen aus Dopplr. Twitter ist eine Art Lifestream ohne Anspruch auf Vollständigkeit, der mal kräftiger und mal weniger kräftig sprudelt.

Clay Shirky hat nach seiner gestrigen Konversation mit Charles Leadbeater seine Keynote weggeworfen und aus den Trümmern eine neue gebaut. Oder jedenfalls sagt er das. Nach der Rede von Genevieve Bell über Secrets and Lies müssen da Zweifel erlaubt sein.

Doch einem Weltklasseredner wie Shirky traue ich durchaus zu, dass er sich fix auf sein Auditorium einstellen kann. Auf der PICNIC präsentierte er heute viereinhalb Herausforderungen, die jeder kennen sollte, der sich mit Social Media befasst.

(1) Designprobleme sind soziale Probleme

In grauer Vorzeit des Web 1.0 mag es so gewesen sein, dass (zumindest gedanklich) die Community zuerst da war und dann begann, mit Hilfe von Software etwas zu teilen: Gedanken, Fotos, Videos - was auch immer. Heute ist es umgekehrt. Im Zeitalter des Web 2.0 kann jede URL ihre eigene Community werden.

Shirky illustriert diese These am Beispiel von flickr. Dort kann es passieren, dass aus der Diskussion um ein einziges Bild ein ganzes Tutorium über ein fotografisches Spezialgebiet wächst. Dort bilden Freunde der Schwarzweißfotografie eine Gruppe, die sich strenge Regeln gegeben hat: Jeder, der dort ein Foto publiziert, muss sofort die beiden Fotos davor kommentieren.

Nicht flickr ist die Community, sondern die Freunde der Schwarzweißfotografie auf Twitter. Und sie geben sich ihre Regeln selbst, kontrollieren die Einhaltung und entwickeln die Regeln weiter. Softwaredesign kann da wenig beitragen - außer nicht im Wege zu stehen. Was gar nicht so wenig ist.

(2) Weniger Features sind mehr

Social Software ist die einzige Softwarekategorie, in der spätere Produkte weniger Features haben als frühere. Mit einem simplen Tool wie Blogger wird heute mehr im Web publiziert als mit den hochgezüchteten Contentmanagementsystemen dieser Welt. Twitter hatte beim Start zwei Features, heute sind es sechs.

Bronze Beta ist eine von Fans der TV-Serie Buffy selbst getragene Website, die praktisch gar keine Features hat - aber dafür einen umfangreichen Satz an Regeln.

(3) Es gibt nicht den Nutzer

In Social Media gibt es eine Normalverteilung mit wenigen, sehr aktiven und vielen, wenig aktiven Nutzern. Die Grafik sieht aus wie der berühmte Long Tail. Und die beiden Nutzergruppen unterscheiden sich erheblich.

In der Wikipedia sind mittlerweile Schutzmechanismen eingebaut, mit denen sich die wenigen Aktiven gegen häufig wiederkehrenden Missbrauch der vielen Eintagsfliegen wehren können. Mehr und mehr Artikel können nicht mehr von jedem dahergelaufenen Vandalen bearbeitet werden. Es ist die gute, alte 80/20-Regel, die hier wieder einmal gilt.

Wie überhaupt in die Wikipedia mit der Realität, die sie abbilden soll, auch die Konflikte dieser Realität einwandern: Der Artikel über Pluto hat einen enormen Überarbeitungsschub erlebt, nachdem Pluto aus der Liste der Planeten gestrichen wurde. Und bei Galileo Galilei wurde ein bald 500-jähriger flame war ausgetragen, der mit der katholischen Kirche zu tun hat.

(3.5) Auch Designprobleme werden global

Der Künstler Aaron Koblin hat den Mechanical Turk von Amazon dafür verwendet, eine 100-Dollar-Note in zehntausend Elementen für jeweils einen Cent kopieren zu lassen. Das Internet macht es möglich, auf globaler Ebene zusammenzuarbeiten. Damit gibt es auch Designprobleme von nie gekannter Größe.

You could say that Aaron had 10,000 people working for him as in a way he did - he only payed them a penny - but they were working to collaborate with him and each other. If this were a real company then that would put him high up the list of employers with a large staff. The largest groups in the world that are working collaboratively are working like this. What we are seeing now is spontaneous conditions of labour springing up. The Division of labour is spontaneous and there is a spontaneous division of motivation. No-one who runs a large company with a management structure cannot understand this. [aufgezeichnet von Lucy Hooberman]

(4) Veröffentlichen, um zu handeln

Die britische Bank HSBC holte sich eine blutige Nase, als sie Studenten erst zinsfreie Überziehungskredite anbot und dieses Angebot einige Zeit später zurückzog. Die Studenten fühlten sich betrogen und nutzten Facebook, um Druck zu machen. Die Bank musste einlenken.

Beispiele dieser Art gibt es zuhauf, aber immer dreht es sich darum, irgendetwas zu stoppen. Wie sieht es mit gemeinschaftlichem, kreativen Handeln aus, wenn es nicht darum geht, irgendetwas zu verhindern? Handeln ist der schwierigste Teil der globalen Zusammenarbeit. Das leuchtet jedem ein, der Getting Things Done gelesen oder schon einmal einen G8-Gipfel genauer angesehen hat.

socialmedian.JPGEs sieht nicht nur delicious aus, sondern ähnelt auch digg: Social Median. Der neue Social Bookmarking Service bietet altbekanntes: z.B. favorisierte Webseiten zu markieren und anderen den Fund innerhalb einer Community mitzuteilen. Neu dagegen ist, dass bei Social Median News Networks zu bestimmten Themen im Mittelpunkt stehen. Alles ist möglich von Apple über Social Networking bis YouTube. Bei von Nutzern selbsterstellten Netzwerken können nicht nur die Themen, sondern auch die Art und Anzahl der Quellen bestimmt werden. So geeky ist das gar nicht.

lifestream-logo.jpgDie Beta-Version von Lifestream.fm ist live. Mit dem Feed-Aggregator kann der Nutzer die eigenen Aktivitäten und die seiner Freunde im Web jederzeit im Blick behalten.

Lifestream.fm tritt gegen Friendfeed mit einer deutschen Version an und unterstützt im Vergleich zu Friendfeeds 41 gleich 56 Services. Darunter sind z.B. die deutschsprachigen Seiten Plazes, Qype oder Photocase. Wie Friendfeed hat Lifestream.fm eine Kommentarfunktion, die Suche über alle Streams und eine Adobe Air Application.

Fischmarktleser können Lifestream.fm exklusiv testen! Bei Interesse bitte per Kommentar melden.

matt_twitter.JPGUnd genau das wird Twitter zum Verhängnis, meint Don Reisinger. How twitter could be worth nothing in a year vs. how twitter could be worth a billion in a year.

Twitter doing anything is fun. Aber auch der fliegende Wal kann einen nicht mehr aufheitern. Der häufige Ausfall der Seite hält sich kontinuierlich, dennoch verlieren treue Anhänger nicht den Mut. Selbst Zweifler sind mittlerweile fleißig am twittern. Ein Vorteil, der sich auszahlen kann, so der Silicon Alley Insider:

Twitter should take full advantage of their messaging platform, user base and user disposition to lead in the P2P mobile payments space.

Aber macht sich Twitter, gerade weil es kein Person-to-Person Bezahlsystem hat, nicht unbezahlbar? Anstatt nur auf die Haben-Seite zu schauen, argumentiert Reisinger, sollte Twitter viel mehr investieren, um die Messaging-Plattform stabil zu halten und damit auch ihre Community. Ansonsten werden viele flügge und Friendfeed wird den Markt verändern.

Am Vorabend der reboot10 geschah der größte für die TV-Übertragung einer Fußball-EM anzunehmende Unfall: Das Bild vom Halbfinale Deutschland-Türkei fiel aus. Wie unter der Lupe zeigt dieser Ausfall die Schwäche zentralisierter und zentral kontrollierter kommerzieller Systeme.

Denn erstmals bei einer Sportveranstaltung hat die Uefa sämtliche TV-Sender dazu verpflichtet, das von ihr und damit dem Veranstalter selbst produzierte Fernsehsignal zu übernehmen. Das zentrale Sendezentrum in Wien war offensichtlich unzureichend mit Notstrom versorgt, sodass ein Gewitter durch kurze Stromunterbrechungen den sofortigen Reboot der Sendesysteme auslöste.

Der Trend zur Zentralisierung und Kommerzialisierung der Fußballübertragung ist nicht neu. Doch noch bei der WM 2006 durften ARD und ZDF das zentral produzierte Signal um eigene Bilder ergänzen. In diesem Jahr liefen auch diese Bilder über das Wiener Sendezentrum.

Free ist anders. Das Leitthema der diesjährigen reboot wird, auf den ersten Blick überraschend, sehr stark auf Unternehmen bezogen. Enterprise 2.0, so weit das Auge reicht. Kein Wunder: Nach der Webzwonullszene und den interaktiven Konsumenten, die sich mit Social Networks angefreundet haben, sind die Unternehmen die letzte Bastion des einsnulligen Webs.

Wenn Web 1.0 das nach überlieferten Prinzipen wie zentraler Kontrolle und und beschränktem Zugang organisierte Web war, dann ist das heutige Web free im Sinne der reboot10. Hier in Kopenhagen trifft sich heute und morgen eine Szene, die sich auf den Marsch durch die Institutionen Unternehmen vorbereitet.

Der Sendeausfall gestern hat die Verwundbarkeit hochprofessionalisierter, kommerziell betriebener Mediensysteme gezeigt. Trotz aller Unzulänglichkeiten sind Twitter, Qik & Co. heute schon schneller und emotional stärker als das sich selbst zu Tode hochgerüstete TV.

Wir werden sehen, ob heute wenigstens das TV-Bild stabil bleibt. Das Konferenz-WLAN hat bislang jedenfalls funktioniert.

Die gestrige Stevenote habe ich bei MacRumorsLive.com auf dem E61i verfolgt, während ich etwas gegessen, Fußball und Tagesschau gesehen und die Kinder ins Bett gebracht habe. Das automatische Nachladen hat meistens funktioniert.

Neben Nettigkeiten wie iPhone 2.0 und MobileMe ließ His Jobness auf der großen Bühne auch Loopt präsentieren. Loopt zeigt auf dem Mobiltelefon an, wo sich meine Freunde gerade aufhalten und was sie dort tun. Ein social network to go, sozusagen. Bis jetzt allerdings nur in den USA erhältlich.

Wir Europäer haben andere Mittel und Wege zum gleichen Zweck und Ziel. Als da wäre

  1. Plazes, der Klassiker ortsbezogener Dienste aus deutschen Landen, schon 2004 von Stefan Kellner und Felix Petersen gegründet und seitdem mehrfach gehäutet. Plazes erfasst meinen aktuellen Aufenthaltsort und teilt ihn der Weltöffentlichkeit mit, insbesondere aber meinen dortigen Kontakten. Seit etwa einem Jahr stellt Plazes außerdem die Twitter-Frage: "What are you doing?"

    Der twittereske Aspekt ist allerdings bis jetzt eher unterentwickelt, denn anders als bei Twitter fand sich für Plazes keine Community, die dort zu kommunizieren gedenkt. Der technische Kern von Plazes ist die Software Plazer, die meinen aktuellen physischen Netzzugang erkennt und einem konkreten geografischen Ort zuordnet.

    In der nächsten Iteration, derzeit in der Closed-Beta-Phase (mehr dazu hat Stefan Kellner auf der next08 gesagt), wird Plazes sich neben gegenwärtigen und vergangenen stärker auf die zukünftigen Aufenthaltsorte fokussieren. Die Reise- und Terminplanung im Web 2.0 ist jedoch bis dato eher die Domäne von
  2. Dopplr, einem Reiseplanungswerkzeug für häufig reisende Geschäftsleute mit webzwonulligen Ambitionen. Dort lege ich Reisen an und sehe die Pläne meiner Mitreisenden, was mehr oder weniger spontane Treffen durchaus erleichtert. Plazes und Dopplr sprechen bis jetzt nicht miteinander, was schade ist, da Plazes meinen derzeitigen Aufenthalt kennt und Dopplr meine Pläne. Dieses und ähnliche Kommunikationsprobleme zu lösen ist
  3. Fire Eagle angetreten. Der Feueradler von Yahoo nimmt meinen Aufenthaltsort entgegen und verteilt ihn an andere Dienste weiter, natürlich mit allem nur denkbaren Datenschutzklimbim. Fire Eagle fliegt derzeit nur auf Einladung, spricht aber bereits mit Plazes (auf der Eingabeseite) und Dopplr (auf Eingabe- und Ausgabeseite), zwei von bis jetzt zwölf Anwendungen in der Galerie. Dazu gehört auch
  4. Brightkite, ein location-based social network. Auch eine Art ortsbezogener Twitter, ähnlich wie Plazes, dem ich allerdings selbst sagen muss, wo ich bin. Brightkite erfährt zwar von Fire Eagle, wo ich mich gerade aufhalte, fängt allerdings mit dieser Information bis jetzt reichlich wenig an. Und da Brightkite sich noch in geschlossener Beta befindet, ist auch mein Freundeskreis noch recht überschaubar.

Der Nutzen all dieser schönen Dienste steht und fällt mit den aktiven Nutzern, die sich dort tummeln. Je höher der Durchdringungsgrad in meinem persönlichen Umfeld, desto größer der Nutzen für mich. Dieser Zusammenhang ist indes trivial und gilt für alle Internetinnovationen seit der Erfindung der E-Mail.

Fire Eagle könnte das Drehkreuz für alle ortsbezogenen Webdienste werden. Plazes hat momentan den größten Funktionsumfang in unserem Vergleich und bietet fast alles, was entweder Dopplr oder Brightkite auch anbieten. Nur in punkto Community schwächelt Plazes nach wie vor.

Ob Friendfeed das nächste große Ding ist oder nicht, ist zwar eine spannende Frage. Wir in Deutschland müssen uns aber vorerst nicht damit beschäftigen.

Denn erfahrungsgemäß benötigen solche bahnbrechenden Technologien ein Jahr für den Weg über den großen Teich. So brauchte Twitter - gestartet 2006, groß herausgekommen 2007 auf der SXSW und der next07 - bis zur re:publica08, um die hiesige Webszene zu durchdringen.

Und auch Friendfeed - gestartet 2007, groß herausgekommen auf der SXSW in diesem Jahr - wird bis zur re:publica09 brauchen, um im deutschen Sprachraum Fuß zu fassen. Das ist nicht weiter schlimm, sondern entspricht deutschen Tugenden wie Gründlichkeit, Fleiß und Disziplin. Nur nichts überstürzen, erst einmal prüfen, gründlich überlegen und sorgfältig planen.

Schauen wir uns in der Zwischenzeit einmal an, wie Friendfeed meine Webmediennutzung verändert hat.

Am 19. April 2008 hat Friendfeed den Google Reader als Startseite auf meinem E61i verdrängt. Twitter hatte das übrigens nicht geschafft. Und das, obwohl Twitter eine sehr brauchbare und von mir intensiv genutzte mobile Version hat und Friendfeed keine, von fftogo.com einmal abgesehen.

Warum Friendfeed? Friendfeed liefert Neues, Interessantes und Spannendes - die Micromemes des Tages - von meinen Netzbekannten. Nicht nur, was sie bloggen oder twittern. Sondern auch, was sie bei del.icio.us speichern und im Google Reader interessant finden. Nebenbei erfahre ich noch, welche Musik sie bei last.fm mögen oder was sie auf den Amazon-Wunschzettel setzen.

Facebook hat das Konzept Newsfeed popularisiert, aber Friendfeed dreht das Rad ein gutes Stück weiter. Bis jetzt sind aggregiert Friendfeed 35 Dienste - weit mehr als Facebook. Und Friendfeed hat Kommentare zu jedem Link. Hört sich trivial an, fügt aber eine neue Interaktionsebene hinzu.

Denn erstaunlicherweise wird bei Friendfeed eifriger kommentiert als an der Quelle selbst. Es ist eine höchst kommunikative Umgebung. Dazu trägt ein simpler Trick bei: Jeder neue Kommentar bringt einen Link inklusive des Diskussionsfadens (Thread) wieder auf die Startseite zurück. Erfreuliche Nebenwirkung: Die heißen Geschichten stehen immer vorn.

Für mich ist deshalb jetzt Friendfeed Pflicht. Twitter und Google Reader streiten sich um den zweiten Rang in meiner Mediennutzung. Die Nase vorn hat bis dato Google Reader, weil dort alle Informationsströme zusammenlaufen. Denn selbstverständlich hat Friendfeed einen RSS-Feed. Und ebenso selbstverständlich habe ich den im Google Reader abonniert.

Facebook übrigens hat in letzter Zeit deutlich nachgelassen. Friendfeed hat zwar eine Facebook-Anwendung, aber Facebook wird bis jetzt nicht von Friendfeed aggregiert. Besteht da ein Zusammenhang?

Hier mein Profil bei Friendfeed.

Die Zukunft des Musikgeschäfts

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Dr. Stefan Glänzer, Gründungsinvestor und früherer Executive Chairman von last.fm spricht nach seinem next08-Vortrag über Musik als Bestandteil von Kommunikation und stellt die These auf, dass Musik in Zukunft für jedermann frei zur Verfügung stehen wird. Die Musikindustrie müsse sich neue Einnahmequellen neben dem klassischen CD-Geschäft erschließen, so die nicht ganz neue Schlussfolgerung Glänzers.
Er verweist auf den einzelnen Musiker als kreative Quelle des Musikgeschäfts und spricht über eine neu entstehende Kultur des Musikschaffens durch die neuen Möglichkeiten rückkanaliger mobiler Aufnahme- und Distributionsgeräte. last.fm basiere auf dem Motto "get realtime", so Glänzer.

Bereits zur next07 sprach Glänzer über individualisiertes Radiohören.

Auf der next08 hat Stockflock eine neue Finanz-Community gestartet. Auf Stockflock publizieren und vergleichen Profis und Privatanleger ihre Strategien, Tipps und Portfolios. Anders als in klassischen Finanzforen wird auf Stockflock deutlich, wie gut der Tipp war: Die Wertentwicklung und Vorhersagepräzision werden ausgewertet und sind für jeden sichtbar.

Stockflock ist eine hundertprozentige Tochter der Sixt e-ventures GmbH und richtet sich an zwei Zielgruppen: Portfolioverwalter stellen auf einer anbieterneutralen Seite ihre Kompetenz und Anlagestrategie unter Beweis, Privatanleger lernen durch den Austausch von Wissen und Erfahrungen voneinander. Das Resultat für alle Beteiligten ist eine unabhängige, selbstverantwortliche Investitionsstrategie.

Einer der ersten Community-Mitglieder von Stockflock ist Erich Sixt selbst. Er stellt auf der Website seine wichtigsten Investitionen vor, erklärt, welche Märkte er für besonders interessant hält und lässt alle Nutzer an der Wertentwicklung seines Portfolios teilhaben.

Projektleiter Alexander Beyer hat Stockflock auf der next08 vorgestellt. Das Video der Session ist jetzt online.

Stockflock/Sixt ist ein Kunde von SinnerSchrader.

My favorite Panel of the day, expectation-wise: Stowe Boyd meets Steve Rubel. This should be good. So let's dive right in:

rubel vs boyd

Steve Rubel quotes Groundswell & insists that all of us in the industry have, to some degree, tunnel vision: We think that everybody is active in the social media sphere, blogging, twittering, using RSS. However, only 13% (says Rubel) are "Creators", i.e. actively produce content on the web. The rest are rather consumers. A quick check with the audience shows: Even here at next08, only about 15-20% are on Twitter. This surprises me - my Twitter client is going crazy with next08 news.

steve rubel

So what does that mean? It's still to complicated to really put stuff on the web. However, providing easier ways to publish, or even to re-publish information is key. Make it simple to re-publish your stuff! Widgets are one way to go, simple embed codes are another. Of course there's many others, too.

Rubel speaks of faint signals that pose challenges. Attention crash is a major one: We can't really keep up with the hundreds of emails. (I imagine Stowe Boyd has a thing or two to say about this.) Digital curators who pre-filter information can help fight information. While it's a great term, this idea seems a bit oldschool, at least in the sense that curators could be replaced by collaborative filters. Talking of collaboration, this is another trend Rubel sees: The internet has been, is, and will be used in more and more collaborative ways. Think pledgebank. Rubel points out one problem of online collaboration, though; When our info lives in the cloud, be prepared for data leak. We're talking about technological solutions, which are never perfect. At some point, some of your data will leak.

Some good points there - let's see what Stowe Boyd replies.

Enter Stowe Boyd">Stowe Boyd, author of /Message, with an apology: Years of blogging, he says, have transformed him and his presentation style. In order to follow his presentation, we'll all have to transform as well, we need to become active participants. (Now isn't that a neat trick to kick off your presentation? Heh.) But Boyd makes his point: The web has changed tremendously from the solitary, a-social web 1.0 to the inherently very social web 2.0 world.

stowe boyd

Memorable slide: "Social = Me First". That's not to say, Boyd stresses, that folks out there are selfish. But everybody is naturally to some degree self-centered, people define themselves through relationships with other people. "And that's good!"

"The Web is no democracy, but it's not a hierarchy." Boyd keeps slinging out these slides that are just so sticky. The web has tribal characteristics: Friendships & relationships change - whether you call it "continuous partial friendships" (D. Weinberger) or "niche friendships" (Boyd), some friends we only bond with over very specialized, fractured, long tail-ish relationships. This ties right into Boyd's next point, which is also one of his favorite topics: The Web of Flow (as opposed to email). Tools like Twitter, lifestreaming, workstreamer, friendfeed, just to name a few, they work very different from the old point-to-point, a-synchronous way of communication. Good example: His kids simply refuse to use voicemail - it's too slow, too time-intense, doesn't tie into their daily life flow. "If it's important, it'll resurface", they think. Good point, eh?

Good stuff - keep an eye on Stowe Boyd's vendetta against email and pro flow tools!

Als ich 1994 meine ersten Schritte im Internet unternahm, faszinierte mich das Usenet mit seinen schon damals unzähligen Diskussionsforen und seiner eigenen Diskussionskultur. Eher abseitige Themen wurden auf Mailinglisten diskutiert, und für den kurzen Schnack gab es IRC und talk.

Dann kam das Web, mit ihm neue Gespräche in Webforen und bald darauf auch Blogs. Mit den Blogs kamen Kommentare, Trackback und RSS und damit die Möglichkeit, den Debatten mittels Feedreader zu folgen, ohne das Blog selbst besuchen zu müssen. Damit war wieder der Stand erreicht, den das Usenet zuvor bereits geboten hatte, allerdings auf einem neuen Niveau.

Die nächste Generation von Konversationswerkzeugen trat 2006 mit Twitter auf den Plan. Sie hat neben RSS auch Programmierschnittstellen, die neue Möglichkeiten für die Netzgesprächskultur bieten. Das Wanderungstempo der Gespräche im Netz hat sich damit dramatisch erhöht.

Hatte Twitter bereits einen Teil der zuvor auf Blogs geführten Debatten angezogen (jenen nämlich, der sich mit Statements von maximal 140 Zeichen Länge führen lässt), so folgen nun in immer kürzeren Abständen Plattformen, die Debatten geradezu magnetisch anziehen.

  • FriendFeed zeigt die Lifestreams seiner Nutzer auf einer Plattform. Da jeder Eintrag kommentiert werden kann, hat sich bereits eine lebendige Diskussionskultur entwickelt. Früher in Kommentaren auf Blogs geführte Debatten wandern zu FriendFeed ab.
  • AlertThingy ist ein Programm, das FriendFeed auf den Desktop holt - wie zuvor Twitterific oder Twhirl für Twitter, Feedreader für RSS oder Newsreader für das Usenet. Es nutzt dazu die Programmierschnittstelle von FriendFeed.
  • fav.or.it ist ein Feedreader der nächsten Generation (noch in geschlossener Beta), der verspricht, die Kommentare seiner Nutzer wieder auf die Blogs zurückzubringen - anders als FriendFeed und
  • Shyftr (steht für Share Your Feeds Together), ebenfalls ein webbasierter Feedreader, der wie FriendFeed Kommentare auf der eigenen Plattform erlaubt.

Für manch altgedienten Blogger mögen das aufregende Entwicklungen sein, die mit einer gebührenden Portion Argwohn betrachtet gehören, doch letztlich ist es nicht mehr als die weiterziehende Karawane, der die Hunde nachbellen. Ob im Usenet oder bei Shyftr - die Gespräche im Web sind auf einer stetigen Wanderung und finden immer dort statt, wo ihre Teilnehmer sich gerade wohlfühlen. Sie gehören allen und niemandem.

Die Technik ändert sich, die Menschen bleiben gleich.

Heute erreichte mich diese Mail:

Date: Fri, 28 Mar 2008 13:29:41 +0100
To: "Recke, Martin"
Subject: Rückmeldung

Hallo Martin,

Herr O. B. bittet dich darum dich bei ihm über ?? Twitter ?? zu melden.

Gruß

S.

Twitter ist eindeutig auf dem Weg zum Massenkommunikationsinstrument, wie zuvor Mobiltelefon, Mail und Instant Messaging.

Seit gestern ist der Microbloggingdienst Pownce frei zugänglich. Bislang war eine Einladung nötig, um Pownce auszuprobieren. Mit Pownce hatte ich mich vor einigen Monaten etwas näher beschäftigt.

In meinem Winkel des Web ist Pownce bis jetzt nicht so richtig angekommen. Meine 23 Freunde dort haben auch schon länger nichts mehr von mir gehört, jedenfalls nicht über Pownce.

Pownce scheint es bis jetzt nicht gelungen, zum Liebling der Early Adopter zu werden. Diese Rolle bleibt Twitter unbestritten. Aber wer weiß, vielleicht ändert sich das ja jetzt, nachdem Pownce offen ist.


Pownce-Gründerin Leah Culver im Interview mit the next web

2008 verspricht ein aufregendes Jahr zu werden. Es ist kaum elf Tage alt, und schon ist jede Menge passiert. Das Jahr begann mit viel Lärm um nichts. Werbung bei Xing - wo ist das Problem? Falsch war einzig und allein das Timing. In der nachrichtenarmen Zeit so kurz nach dem Jahreswechsel ist jeder dankbar, wenn er was zu schreiben hat. Ein paar Wochen später (oder früher) hätte kein Hahn danach gekräht. So musste Lars Hinrichs zurückrudern und einen kleinen Teil der Xing-Profile künftig werbefrei lassen. Macht auch nix.

Still und leise startete zum Jahresbeginn die Youngtimer-Community carsablanca.de ihre öffentliche Beta. Damit meldet sich Peter Kabel zurück, seines Zeichens Gründer der Agentur Kabel New Media, die das Krisenjahr 2001 nicht überlebt hatte. Carsablanca ist eine Beteiligung von b-to-v, charmant gemacht, mein Profil dort noch etwas unausgereift. Aber wer weiß, was noch kommt - ich sehe vor meinem geistigen Auge schon die Pressemitteilung: SinnerSchrader arbeitet für Peter Kabel...

Apropos Autocommunity: Das bei uns realisierte kleine Autoportal aus dem Hause Sixt ist unlängst für seinen ersten Award nominiert worden. Yahoo! kürt die Entdeckungen des Jahres 2007 und lässt über die Gewinner per Online-Voting abstimmen. Carmondo steht in der Kategorie "Schlau für lau" auf der Liste. In der Jury sitzt u.a. Nico Lumma. Ich habe allerdings noch nicht verstanden, wozu es eine Jury braucht, wenn die Nutzer abstimmen.

Matt Balara, Designer bei SinnerSchrader, hat sein Blog radikal reduziert. Wenn jetzt der Hintergrund noch grau wäre, dann sähe es fast aus wie die ersten Websites, die ich 1994 auf Netscape gesehen habe. Der legendäre Browser wird in Kürze das Zeitliche segnen.

Yvonne Neubauer, seit Mitte Dezember bei uns als Volontärin Online Conversations, schreibt von Anfang an auch im Netz. Und twittert, wenn auch noch etwas zaghaft. Herzlich willkommen von dieser Warte!

Der Fischmarkt begrüßt dieser Tage seinen Abonnenten No. 3.000, und da sind die treuen Leser, die mehr oder weniger täglich direkt hier aufschlagen, noch gar nicht mitgezählt. Euch und Ihnen allen sei nicht verschwiegen, dass seit dieser Woche die Registrierung für die next08 zum unschlagbaren Freundschaftspreis von 190 Euro möglich ist. Das Kontingent ist begrenzt, die Nachfrage bereits hoch.

Die Sensation des Tages ist aber zweifelsohne Jürgen Klinsmann als Trainer beim FC Hollywood Bayern. Das Wochenende ist gerettet.

Ein paar Mal werden wir noch wach,
heißa, dann ist Stockflocktag.

Kurz vor den Weihnachtsferien kündigt die Finanzcommunity Stockflock ihr baldiges Erscheinen an. Ein Jahrzehnt nach wallstreet:online schickt Stockflock sich an, als Last Mover das Thema neu zu denken und mit einem frischen Konzept an den Start zu gehen.

Stockflock ist ein Projekt von Sixt e-ventures und wird realisiert von SinnerSchrader. Alexander Beyer ist der Projektmanager bei uns - und künftig bei Sixt, denn im neuen Jahr tritt er in Pullach zum Dienst an. Dazu von dieser Stelle viel Spaß und Erfolg!

Allen Fischmarktlesern frohe Weihnachten und ein glückliches Jahr 2008! Der Fischmarkt schließt, so nichts dazwischen kommt, bis zum 6. Januar seine Stände.

"Facebooks FBML/FQL wird der Standard für Social Networks werden", prophezeite Nico Lumma im Sommer. So kann man sich irren. Mit einem über Monate hinweg vorbereiteten Coup hat Google die Networkingbranche geeint und mit OpenSocial einen anbieterübergreifenden Standard etabliert. Oder wenigstens ins Leben gerufen. Ob zum Schaden für Facebook, darüber sind die Auguren noch uneins.

Aus Deutschland sind immerhin zwei Anbieter gleich zum Start dabei. Mit Xing war zu rechnen, kündigt doch Lars Hinrichs seit Jahren Monaten eine Programmierschnittstelle an, mit der Dritte kontrolliert auf Xing-Daten zugreifen können. Bezeichnend ist jedoch für den traurigen Zustand des Reichweitenkönigs StudiVZ, dass dort weder das Vorbild Facebook kopiert noch OpenSocial adaptiert wird.

Stattdessen ist der Eventplattform amiando eine echte Überraschung gelungen: Das Münchner Startup ist beim Start dabei. "In wenigen Wochen" will amiando eine eigene Anwendung vorstellen. Für die Eventorganisation bietet OpenSocial einiges Potential. Denn das Thema Events ist für die meisten Nutzer zu schmal, um dafür ein Profil auf einer separaten Plattform zu pflegen.

Mit OpenSocial bieten sich nun zwei Wege für die weitere Expansion an: amiando kann sich Präsenz auf anderen Plattformen verschaffen oder Daten von anderswo integrieren, zum Beispiel um die Nutzerprofile aufzuhübschen. Zunächst geht amiando den ersten Weg, aber prinzipiell sind beide Wege sind möglich und sinnvoll.

In der neuen Welt von OpenSocial zeichnet sich eine gewisse Arbeitsteilung ab. Auf der einen Seite stehen die großen Plattformen, auf denen sich die Nutzer registriert haben. Hier liegen die Profildaten und die Adressbücher mit den Kontakten der Nutzer. Auf der anderen Seite befinden sich die Anwendungsentwickler. Dort liegt der Fokus bei Funktionen, Unterhaltung oder Information.

OpenSocial ist der Marktplatz, auf dem sich beide Gruppen treffen. Hier tauschen sie Profil- und Kontaktdaten gegen Funktionen, Unterhaltungs- und Informationsformate. Plattformen wie MySpace oder Xing bereichern sich nach dem erfolgreichen Vorbild von Facebook um zusätzliche Funktionen, ohne sie selbst entwickeln zu müssen. Entwickler bekommen Zugang zu großen Nutzergruppen, ohne sie selbst rekrutieren zu müssen.

Das Web 2.0 steht vor einer Konsolidierungswelle. Wenn ich heute meinen Firefox starte, gehören die ersten zehn bis 15 Karteireiter nur den sozialen Netzwerken, angefangen von Google Mail und Reader über Twitter, Jaiku, Pownce und Brabblr bis zu Facebook, StudiVZ, Plaxo und Xing sowie upcoming.org und wevent. Einige davon sind bereits auf Facebook präsent, auch wenn die Einbindung im Detail häufig noch zu wünschen übrig lässt.

Meine Adressbücher sind heute auf diversen Systemen verteilt, von Outlook und Mobiltelefon über Google Mail und Xing bis zu Facebook, Twitter und Plaxo. Auf keinem einzigen System habe ich ein wirklich vollständiges Adressbuch.

Mit OpenSocial beginnt nun eine neue Runde, die das Gesicht des Web stark verändern wird. Was TCP/IP für Computernetze und XML/RSS für Nachrichten, Informationen und Konversationen waren, kann OpenSocial für Profildaten, Kontakte und Funktionen werden - ein universelles Austauschformat. OpenSocial kann es dem Nutzer ersparen, die immer gleichen oder wenigstens ähnlichen Daten über Profil und Kontakte wieder und wieder in neue Umgebungen einzupflegen, nur um sich für einfachste Funktionen bei der hundertfünfzigsten Plattform zu registrieren.

In dieser Konsolidierungswelle werden wir weniger spektakuläre Unternehmensübernahmen sehen als vielmehr fluide Nutzungsszenarien auf den großen Plattformen und schnelle Karrieren kleiner, aber wendiger Startups mit lustigen Nischenthemen.

Doch zuvor muss OpenSocial erst einmal ausgerollt werden. Derzeit scheint es da noch ein paar kleinere Sicherheitsprobleme zu geben.

In der Zwischenzeit interessiert mich eine Frage, auf die ich noch keine Antwort gefunden habe: Wer ist, neben Xing und amiando, in Deutschland sonst noch an Bord? Welche Pläne gibt es? Wer kündigt was an? Bitte Kommentar oder Trackback hinterlassen.

Google wird morgen eine Allianz annoncieren, die sich anschickt, die Spielregeln im Social Networking neu zu definieren. Zusammen mit LinkedIn, hi5, Friendster, Plaxo, Ning und Xing (und vermutlich noch weiteren Mitspielern) antwortet Google auf die Herausforderung von Facebook und dessen offener Plattform für die Anwendungen Dritter.

Im Kern geht es um drei Programmierschnittstellen für den Austausch von Profildaten, Kontakten und Aktivitäten über die Grenzen einzelner Netzwerke hinweg. OpenSocial geht damit weit über die Möglichkeiten von Facebook hinaus und verspricht, dem Konsumenten im sozialen Web sehr viel mehr Kontrolle über seine Daten und Kontakte zu geben als bisher.

Für hiesige Nutzer ist eine gute Nachricht, dass Xing ebenfalls an Bord ist. Ich für meinen Teil habe dort nach wie vor einen sehr großen Teil meiner relevanten Kontakte und finde dort inzwischen auch Leute, die ansonsten bislang die Finger von solchen Sachen lassen.

Wie sich OpenSocial zu OpenID verhält, bleibt abzuwarten. Auch OpenID kann Profildaten austauschen. Ob OpenSocial auch Authentifizierung (Login) bietet, ist mir bis jetzt nicht klar. Falls ja, dann wäre das wohl das Ende von OpenID.

Die große Frage bleibt natürlich: Werden Facebook und MySpace mitspielen?

Das Thema auf dem Fischmarkt: Micropublishing. Heute: Wie finde ich Freunde? Und was schreiben die da?

Bis vor kurzem war es bei Twitter praktisch unmöglich, irgendjemanden zu finden. Jetzt gibt es immerhin eine einfache Suchfunktion und einen Adressbuchabgleich, wenn auch bis jetzt nur mit Gmail. Doch die Suchfunktion hat ihre Tücken bei Leuten, die statt ihres echten Namens ein Kürzel, einen Spitznamen oder einen nom de guerre verwenden.

Der Adressbuchabgleich wird immer mehr zum Standard für Social Software. Die meisten Dienste beschränken sich allerdings auf einen simplen Import mit anschließender Einladungsmassenmail - social spam, sozusagen. Twitter hingegen sagt mir, wie übrigens auch Facebook, wer aus meinem Adressbuch bereits dort ist. Diese Menschen muss ich nicht erst überzeugen, und zudem kann ich direkt sehen, was sie schreiben.

Micropublishing

Denn das ist ohnehin die große Frage: Was gibt es bei Twitter & Co. eigentlich zu lesen? Wenn context king ist, was ist dann mit dem content? Klare Sache - der Inhalt ist genauso alpha oder bestenfalls beta wie die Plattformen, auf denen er publiziert wird. Wir erleben gerade einen übergroßen Betatest.

Das inhaltliche Spektrum reicht vom persönlichen Befinden über Hinweise auf Blogeinträge oder aktuelle Ereignisse bis zur Live-Berichterstattung und Mitteilungen über die Verrichtung der Notdurft. Es ist alles dabei. Was ist daran spannend? David Berlind vergleicht Twitter mit Bloomberg oder Reuters:

Investors subscribe to these services and sit in front of giant consoles as editors from these organizations spit out one-liners at them — one-liners with material information to investors — in near real-time. In other words, if there’s a reporter at a financial briefing for some public company and an executive of that company makes an important forward looking statement, that statement will appear on the consoles of thousands of investors within seconds of it being uttered.
On the investor side, there’s a stream of these one-liners about everything that’s important to them flowing by their consoles like a river. The secret sauce is not just in the business process (a chain of talented writers and editors who feed the system), but also in the infrastructure that facilitates that process: a proprietary infrastructure that, as far as I can tell, has been completely cloned by the likes of Twitter and Twitter-competitor Pownce.
Publishing one-liners takes only as long as it takes to type the one-liner. Subscribing to a source of one-liners the way an investor might subscribe to Bloomberg’s information services takes only seconds as well. Whereas Bloomberg puts a sophisticated system in the hands of an exclusive group of people on a private network, Twitter and Pownce make such a system available to everyone on the Web.

Dieses Potential von Twitter, Pownce & Co. wird bis dato nicht annähernd ausgeschöpft. Wie sollte es auch? Es hat einige Jahre gebraucht, bis Blogging so weit war, wie es heute ist. (Und der deutsche Sprachraum hinkt dem angelsächsischen immer noch und mit immer größerem Abstand hinterher.)

Micropublishing bringt neue Möglichkeiten für den Einzelnen, aber auch für Gruppen, Projekte, Unternehmen und Institutionen. Welche das sind, dazu demnächst mehr an dieser Stelle.

Ein Nachtrag zur StudiVZ-Testwoche. Der Vollständigkeit halber. Bis jetzt erschienen:

Welche Alternativen hätte StudiVZ zu seiner derzeitigen Strategie, die auf schnelle Expansion in neue Märkte, Profitabilität und minimale Investitionen in Technik und Produkt setzt? Der Schlüssel liegt bei den Investitionen und erfordert eine 180-Grad-Wende weg von kurzfristiger Profitabilität. Was wäre zu tun?

Fischmarkt testet StudiVZ

  1. Markenwechsel: StudiVZ braucht einen neuen Namen, um in neue Nutzersegmente (Schüler, Alumni) und andere europäische Märkte expandieren zu können, ohne jeweils unter einer anderen Marke auftreten zu müssen. StudiVZ muss zu einer Marke werden - und die studentische Subkultur zurückdrängen, um neue Nutzergruppen anzusprechen.
  2. Technik und Produkt: StudiVZ muss den Rückstand zu Facebook aufholen, die fehlenden Features nachbauen und das Produkt auf den heutigen Stand bringen. Und sei es nur, um sich für den noch für 2007 angekündigten Start eines deutschsprachigen Facebooks zu wappnen.
  3. Offene Plattform/API: StudiVZ muss seine Plattform nach dem Vorbild von Facebook öffnen. StudiVZ muss die von Facebook gesetzten Standards Facebook API, Facebook Query Language (FQL) und Facebook Markup Language (FBML) implementieren.

Und warum? Um dem Schicksal zu entgehen, das droht, falls die heutige Strategie beibehalten würde: dem Weg vom Star zur Cash Cow eines Medienkonzerns - oder zum Exit*.

* Exit im Sinne von Ausstieg aus einer Beteiligung, nicht im Sinne von Exitus.

StudiVZ-Testwoche beim Fischmarkt. Letzter Tag und vorläufiges Fazit.

Die Erfolgsgeschichte des StudiVZ handelt von atemberaubend schneller Expansion in einer genau umrissenen Zielgruppe. In etwa 18 Monaten gelang es, so gut wie alle deutschsprachigen Studenten auf der Plattform zu verzeichnen. Heute sind 2,9 Millionen Mitglieder registriert - mehr als es Studenten in Deutschland gibt.

Die Zielgruppe ist also ausgeschöpft, und folglich richtet sich der Expansionsdrang nun in jene europäischen Länder, die noch nicht von einer anderen Studentenplattform besetzt sind. Und für die Schüler gibt es den Ableger SchülerVZ mit über einer Million Nutzern.

Fischmarkt testet StudiVZ

Seit der Übernahme durch Holtzbrinck ist neben die schnelle Expansion ein zweites Ziel getreten: das schnelle Geld. Der neue StudiVZ-Chef Marcus Riecke ist angetreten, um für den Medienkonzern endlich Geld zu verdienen. Am Ende dieses Jahres oder Anfang des nächsten soll es soweit sein.

Technisch und funktional liegt StudiVZ mittlerweile um Lichtjahre hinter Facebook zurück. Doch das scheint für das Management kein Problem zu sein: "Wir glauben nicht, dass für die Nutzer automatisch mehr Wert entsteht, wenn man die Seite mit noch mehr Technik belädt", sagt Marcus Riecke.

Und Technik-Chef Dennis Bemmann meint: "Für Facebook gibt es inzwischen Tausende neue Applikationen. Aber eine, die richtig praktisch ist und einen Mehrwert bietet, habe ich noch nicht gesehen." Was nur bedeuten kann, dass er entweder nicht richtig hingeschaut hat oder leugnet, was er gesehen haben muss.

Die heutige Strategie von StudiVZ lautet also:

  • Schnelle Expansion in neue Märkte mit jeweils anderen Marken.
  • Schnelle Profitabilität in Märkten mit De-facto-Monopolstellung.
  • Keine Investitionen in Technik und Produkt, die zu Lasten der Profitabilität gehen würden.

Ist diese Strategie richtig, verspricht sie Erfolg? Es kommt auf die Definition an. Wenn Erfolg heißt, die gewonnene Nutzerbasis früher oder später für teures Geld an Facebook zu verkaufen und bis dahin kleine operative Gewinne zu erwirtschaften, dann ist die Strategie vielleicht richtig. Vielleicht, weil es keine Garantie gibt, dass Facebook nicht aus eigener Kraft den europäischen Markt erobern wird.

Die Strategie von Facebook ist eine diametral andere:

  • Schnelle Expansion in neue Märkte mit der eigenen Marke.
  • Keine Profitabilität zu Lasten der Investitionen in Technik und Produkt.
  • Schnelle Weiterentwicklung von Technik und Produkt durch die Öffnung der Plattform für Drittanwendungen.

Schon der Name gibt Facebook einen enormen strategischen Vorteil gegenüber StudiVZ, denn er lässt Raum für eine weltweite Expansion. StudiVZ müsste sich erst umbenennen, was zwar möglich ist (siehe Xing), aber den Charakter der Plattform stark verändern würde.

Facebook ist ein Markenprodukt, StudiVZ hingegen auf dem besten Wege vom Star zur Cash Cow eines Medienkonzerns - oder zum Exit.

StudiVZ-Testwoche beim Fischmarkt. Der vierte Tag.

Wer wie ich als Neuling durch StudiVZ irrt, dem fällt schnell auf, welch überragende Bedeutung die Gruppen haben. Es gibt je nach Quelle fast oder mehr als eine Million davon.

Und weil StudiVZ im Vergleich zu Facebook außer Unmengen von Profilen und Fotoalben nicht viel zu bieten hat, drückt sich in den Gruppen der kollektive Spieltrieb der verzeichneten Studenten am kräftigsten aus. So war es auch kein Zufall, dass Aimaq Rapp Stolle Interactive mit den Namen von drei skurrilen und relativ mitgliederstarken Gruppen Werbung für StudiVZ zu machen versuchte.

Fischmarkt testet StudiVZ

"Meine Gruppenliste sagt mehr über mich aus als mein Profil", heißt eine Gruppe mit 21.451 Mitgliedern. Und recht hat sie, schließlich lässt sich per Beitritt zu einer Gruppe das eigene Profil am schnellsten und einfachsten individualisieren. Bei Facebook kann ich unzählige Anwendungen hinzufügen und mein Profil per Drag & Drop umbauen - nichts davon bietet StudiVZ. Außer eben - Gruppen.

Eine Gruppe ist schnell angelegt. Da gibt es kaum Unterschiede zwischen Facebook und StudiVZ. Es überrascht nicht, dass Facebook auch diesen Vorgang inzwischen elegant weiterentwickelt hat. Ich kann dort sehr einfach meine Friends einladen und damit die Gruppe bevölkern. Der gleiche Prozess bei StudiVZ ist kompliziert und langsam.

Meine neue Facebook-Gruppe hat schon 20 Members. Bei StudiVZ sind wir bis jetzt erst zu viert. Aber das wird sich wohl noch ändern.

Facebook hat übrigens, nur am Rande bemerkt, echte Links nach außen. Das ist irgendwie praktischer als die toten, nicht klickbaren URLs im StudiVZ.

Die Fischmarkt-Gruppen bei Facebook und im StudiVZ

StudiVZ-Testwoche auf dem Fischmarkt. Der dritte Tag.

Warum ist denn Dein Profil privat, wurde ich gestern gefragt. Das kannte ich so von Facebook, war meine Antwort.

Mein Profil dort ist nur für meine 66 Friends und meine beiden Networks sichtbar, also für die immerhin 54.536 Mitglieder im Network Germany und die 571 Mitglieder im Network FU Berlin. StudiVZ kennt gar keine Networks, wie ich sie von Facebook kenne. Die Suche nach "FU Berlin" liefert ungefähr 299 Treffer, aber das können ja nicht alle sein. Oder?

Fischmarkt testet StudiVZ

Heute morgen habe ich mein StudiVZ-Profil wieder geöffnet. Das scheint dort die Grunderwartung zu sein - alles ist offen. StudiVZ bietet sehr viel geringere Möglichkeiten für die Konfiguration der Privatsphäre als Facebook:

  • Die Kontaktdaten sind immer nur für Freunde sichtbar. Nicht einstellbar.
  • Ich kann einstellen, ob ich als Besucher auf den Seiten anderer Leute sichtbar sein will oder nicht. Das kann ich bei Facebook gar nicht sehen und also auch nicht einstellen.
  • Will ich auf der Startseite anderer Nutzer mit meinem Profil vorgestellt werden?
  • Und wird mein Onlinestatus angezeigt oder nicht, können also andere sehen, ob ich gerade im StudiVZ unterwegs bin?
  • Außerdem kann ich andere Nutzer ignorieren.

Das ist alles. Verglichen damit habe ich bei Facebook detaillierte Möglichkeiten, den Grad meiner Öffentlichkeit zu bestimmen. Facebook ist auch in diesem Punkt sehr viel komplexer und weiter fortgeschritten als StudiVZ.

StudiVZ gibt mir mit einer simplen Anmeldung im Prinzip fast uneingeschränkten Zugriff auf alle Profile. Es ist also eher eine Art Telefonbuch, eben ein Verzeichnis im Wortsinn, und ein Micropublishing-Werkzeug für eine definierte Zielgruppe.

Mich erstaunt, dass StudiVZ nach den Debatten der letzten zehn Monate in Sachen Privatsphäre nicht sehr viel von Facebook gelernt hat. Die Plattform fasst sich auch in diesem Punkt sehr viel gröber an als ihr großes Vorbild. Das mag Gründe haben, die ich noch nicht kenne. Aber es bleibt doch bemerkenswert.

StudiVZ-Testwoche auf dem Fischmarkt. Heute der zweite Teil.

Meine Immatrikulation - ja, so witzig sind die Jungs - bei StudiVZ war kein Problem. Eine Matrikelnummer wird nicht gefordert, noch nicht einmal eine universitäre Mailadresse. Facebook hat immerhin eine Mailadresse meiner ehemaligen Hochschule abgefragt, um jenem Uni-Network beitreten zu können.

Die ersten Freunde sind schnell gefunden. Trotz meines fortgeschrittenen Alters kenne ich den einen oder anderen Studenten, und selbst Freunde und Bekannte aus der Schulzeit sind schon vereinzelt auf StudiVZ vertreten. Schmerzlich vermisse ich sofort den sagenhaften Mini-Feed von Facebook, der mich über das Tun und Lassen meiner Friends dort auf dem Laufenden hält.

Fischmarkt testet StudiVZ

Die Basisfunktionen sind mir allesamt von Facebook vertraut. Sie sehen auch genauso aus, vom im Vergleich zum ruhigen Blau etwas penetranten Rot einmal abgesehen. "Poke" heißt hier "Gruscheln", sonst ändert sich nix. Der bemüht studentische Jargon von StudiVZ macht mir klar, dass ich auf StudiVZ nichts zu suchen habe.

Die Plattform fühlt sich insgesamt eher hakelig an. Zum Beispiel liefern "Zurück"-Buttons häufiger mal nicht die erwartete vorige Seite, sondern springen irgendwohin zurück. Und die Popups mit Hinweisen wie "Nachricht wurde verschickt!" nerven auch.

Der Adressbuch-Abgleich, in meinem Fall mit Gmail, funktioniert zwar und meldet mir auch zehn Bekannte bei StudiVZ - sagt aber nicht, welche das sind. Ich kann dann immerhin Masseneinladungsmails an mein gesamtes Adressbuch verschicken. Gut, eine Erklärung für die rasante Verbreitung wäre damit gefunden: user-generated spam.

StudiVZ fehlt alles, was Facebook in jüngster Zeit interessant und spannend gemacht hat: ein aussagekräftiger Newsfeed auf der persönlichen Startseite und zahllose Anwendungen von Dritten.

Facebook kann damit sehr einfach und sehr stark personalisiert und zugleich mit anderen Webdiensten verbunden werden. Der umzäunte Garten von Facebook ist dadurch in einer Richtung (von außen nach innen) sehr offen. In der Gegenrichtung (von innen nach außen) gibt es bislang erst wenige RSS-Feeds und die klassische Nachricht per Mail.

Bei StudiVZ: Fehlanzeige. Keine Anwendungen, keine RSS-Feeds. Dafür aber Leute in Hülle und Fülle. Die Stärke von StudiVZ ist die unglaublich hohe Durchdringung der Zielgruppe. Wer mit Studenten zu tun hat oder kommunizieren will, der kommt in Deutschland nur schwer an StudiVZ vorbei.

Mein Profil bei StudiVZ ist hier.

Fischmarkt testet StudiVZ

Kann das sein? Es ist die nach (von der IVW gemessenen) Seitenabrufen größte Website in Deutschland, und ich kenne sie nicht von innen? Ist die Tatsache schon hinreichend gewürdigt, dass diese gewaltige Menge an Seitenabrufen hinter Schloss und Riegel einer digitalen Gartenmauer stattfindet? Und was ist überhaupt so spannend an StudiVZ?

Zuerst gehört habe ich von StudiVZ aus dem Munde von Lukasz Gadowski, einem der frühen Investoren, im zeitigen Frühjahr 2006. Von phänomenalem Wachstum war damals die Rede, vom US-Vorbild Facebook und vom ominösen Gruscheln, einem der eingebauten viralen Effekte von StudiVZ. Auf dem T-Shirt der next10years vom Mai 2006 steht "studivz" in der zweiten Reihe von oben.

Skandale und Skandälchen pflastern den Weg vom Startup zum Holtzbrinck-Unternehmen und Seitenabrufmilliardär. StudiVZ ist ein Facebook-Klon, kämpfte zeitweise mit technischen Unzulänglichkeiten und geriet im Herbst 2006 ins Visier eines gewissen Don. Und erst jüngst machte StudiVZ Schlagzeilen mit wenig geschmackssicheren Werbevideos.

Heute hat Marcus Riecke, zuvor bei Ebay, Bertelsmann und Lycos tätig, den Chefposten bei StudiVZ übernommen. Zeit also für eine Bestandsaufnahme: Was kann StudiVZ, wo sind die Stärken und Schwächen? Und vor allem: Wie sieht StudiVZ im direkten Vergleich mit Facebook aus?

Und Zeit für einen Selbstversuch: Ich werde mich bei StudiVZ immatrikulieren, mein Profil einrichten und mir Freunde suchen. Zu bemerken ist schon ein erster Unterschied zu Facebook - die Sprache. StudiVZ pflegt schon vor dem Zauntor einen eigenen Jargon. Ich gehöre nicht zur Zielgruppe, das steht wohl fest.

Bei Facebook bin ich übrigens hier zu finden. Falls Sie dort Kontakt aufnehmen möchten. Und bei StudiVZ? Dazu morgen mehr an dieser Stelle.

Mal Vorbild sein?

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fellowweb.jpg

Was rät man der 16jährigen Nichte, die nicht weiß, was jobtechnisch aus ihr werden soll? Soll sie doch mal Fellowweb in den Browser eingeben und auf einer Internetplattform für Berufsanfänger landen. Die will der beruflichen Orientierungslosigkeit von Jugendlichen entgegenwirken und bei Berufs- und Studienwahl helfen.

Und man selbst kann als Berufstätiger auch gleich noch Vorbild sein, eine Mentorenfunktion übernehmen nämlich und bei Fellowweb das eigene Profil "spenden" – das den eigenen Bildungsweg samt Zufriedenheit aufzeigt.

Vielleicht hilft das tatsächlich beim Finden von Interessen und Stärken – was das Anfänger-Hauptproblem zu sein scheint. Ich geh' jedenfalls spenden.

Facebook News Feed

Eines der zentralen Elemente von Facebook: der Newsfeed, sozusagen der Herzschlag des persönlichen Facebook-Netzwerks

Facebook ist zur Zeit mit Abstand das heißeste Thema im Web. In den USA vielleicht noch das iPhone - wir Europäer dürfen darauf noch etwas warten. Robert Scoble, eine Art Robert Basic in groß und amerikanisch, sieht den Dingen ins Auge:

Expect to hear a lot more Facebook news. Unless you got something more interesting for us all to pay attention to. Microsoft? Google? Yahoo? Helllllllloooooooo.

Facebook taxiert seinen eigenen Wert auf schlappe 8 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: YouTube ging für 1,65 Mrd. Dollar an Google.

Und doch erreicht mich nach wie vor die Frage, wozu Facebook denn nun gut sein soll und was es so spannend macht. Ein paar kurze Antworten steile Thesen:

  1. Facebook ist ein Social Network wie MySpace, aber ohne die Nachteile von MySpace. Facebook hat seine ursprüngliche Nische - Studenten an amerikanischen Colleges - verlassen und ist auf dem Weg zur universalen Plattform. Facebook ist nicht nur für Teens spannend. (Sorry, MySpace.)
  2. Facebook hat seine technische Plattform geöffnet. Vielleicht noch nicht weit genug, aber immerhin weiter als alle anderen Webgiganten. Ausgenommen vielleicht Amazon. Xing redet darüber schon seit langem, aber liefert bislang nicht.
  3. Facebook ist dadurch eine attraktive Plattform für alle nur erdenklichen Dienste von Dritten. Ein kleines Beispiel: Wer seine Reisen auf dopplr hinterlegt und die dopplr-Erweiterung für Facebook installiert, zeigt damit auch dem Facebook-Netzwerk, wohin die Reise geht - und macht ganz nebenbei auch dopplr selbst einem größeren Publikum bekannt. Jede intelligente Facebook-Erweiterung gibt dem Nutzer die Möglichkeit, eine Plattform seiner Wahl zu nutzen und trotzdem bei Facebook präsent zu sein. Es ist eine Art RSS zum Quadrat.
  4. Facebook ist jetzt schon unglaublich flexibel. Es ist eine neue Art von Micropublishing, diesmal mit sichtbarem Auditorium - Blogger kennen bestenfalls ihre Kommentatoren, aber nicht ihre Leser. Facebook kann Rolodex, Outlook-Kontakte und LinkedIn oder Xing gleichzeitig ersetzen. (Sorry, Lars.) Naja, noch nicht für jedermann. Aber das Potential ist da, es muss nur noch genutzt werden.
  5. Facebook (und Social Networks insgesamt) sind das neue Fernsehen. Und diesmal kennen wir die Akteure persönlich. Jedenfalls einige.

Klingt wie Hype 2.0? Oder Bubble 2.0? No. Eher wie Renaissance 2.0!

I've been talking to people lately about how Facebook Platform is the most important thing that's happened on the Internet in the past five years, possibly the past ten... surpassing the development of AdWords and the birth of social networking in general.  People sort of look at me like i'm stoned / crazy, but i don't think so (okay, maybe the latter... but i quit toking over 20 years ago).  Now we're about to see it get even more amazing.  The emergence of a whole ecosystem of new apps built on the social graph is just over the horizon.
We're not in the middle of Bubble 2.0 -- rather, we're in the middle of Renaissance 2.0.  Northern California is Italy.  Palo Alto is Florence.  San Francisco is Venice.  Sequioi Capital (or Peter Thiel & Reid Hoffman) are the Medicis.  Ev, Biz, Ben, Mena, Matt & Toni are the Gutenbergs. And Mark Zuckerburg is Da Vinci.  Bene, molto bene :)

Wird Facebook in Europa, gar in Deutschland abheben? Wir werden sehen. Noch sind die meisten Europäer auf Facebook in der Experimentierphase.

Und Google? Wird der Entwicklung sicher auch nicht tatenlos zusehen.

Wir können uns auf ein paar interessante Jahre freuen.

8apps.com
Social networking is designed to be unproductive - except on 8apps.

Mit diesem griffigen Satz aus der Feder von mashable-Autor Pete Cashmore wirbt 8apps.com um Beta-Tester. Vor einem halben Jahr waren drei der schon im Namen angekündigten acht Anwendungen am Start, jetzt sind es vier:

  • Handshake, das social network
  • Orchestrate für Aufgabenlisten und dergleichen
  • Blueprint für Brainstormings
  • Pinpoint für Termine aller Art

8apps ist nach wie vor by invite only, aber der Fischmarkt hat weder Kosten noch Mühen gescheut und kann seine Leser einladen, solange der Vorrat reicht. Bitte einfach in den Kommentaren Interesse anmelden.

Der 8apps-Pionier im deutschen Sprachraum scheint Oliver Gassner zu sein, der allerdings auch noch nicht so genau weiß, was damit nun anzufangen wäre. Vielleicht könnte ich damit meine Arbeit organisieren?

8apps erinnert auf den ersten Blick an 37signals und die diversen Produktivitätswerkzeuge wie Basecamp, Highrise & Co. - allerdings mit dem Unterschied, dass hier alles auf einer Plattform stattfindet. Fehlt nur noch die Facebook-Anwendung.

Allerdings scheint die Entwicklung schon seit Monaten zu stagnieren: Der letzte Eintrag im 8apps-Blog datiert vom 1. März. Und auch bei den erkennbar durch 37signals inspirierten 8apps-Machern von Jonkenpon sind im März die Lichter ausgegangen.

Unbedingt lesen: Facebook for the Enterprise = Facebook von Dennis Howlett

Facebook and Twitter are unquestionably the platforms du jour and flavors of the month.

Der Hype der Woche, keine Frage. Aber es ist mehr als Hype. Es geht um die Frage, wie wir unsere Kontakte im Netz pflegen, auf welchen Plattformen wir unsere Gespräche führen, Beziehungen aufbauen und mit anderen interagieren.

Und dabei geht es keinesfalls nur um eine nette Freizeitbeschäftigung, sondern um unser aller Kerngeschäft. Jason Wood schreibt (Hervorhebung von mir):

After spending some time building up my Facebook Profile and talking to colleagues about its power as a platform, my mind began racing about how Facebook (and other popular social networking sites like MySpace) is potentially disruptive in a way that many corporate focused "platforms" really aren't. I've spent a fair amount of time dissecting Salesforce.com's AppExchange, and SAP's SDN, and WebEx Connect; yet none of these hold the power that Facebook has, in my view.

Plattformen wie Facebook und Twitter verändern das Geschäftsleben selbst. Das ist ihre zerreißende und Unruhe stiftende (engl. disruptive) Kraft. Dennis Howlett meinte Ende Mai:

I am convinced now more than ever that the MySpace Facebook generation are going to obliterate a lot of what we understand about business today. Much of what my generation of business people understand about business is based on applying command and control hierarchies that folk like my friend Sig Rinde abhor.

Und heute:

That was a month ago. Today, I see a combination of Twitter and Facebook as having the potential to replace 90% of the email I receive while improving my personal productivity.
I think Facebook is to “Online Communications World” what Amazon is to Online Shopping. An almost complete, somewhat open platform.

Wie Amazon ist Facebook gerade dabei, aus seiner anfänglichen Nische (hier Bücher, da Studenten) herauszuwachsen und sich sehr viel breiter aufzustellen - und damit seinen Wirkungskreis erheblich zu vergrößern. Thomas Otter hört die Signale:

There is a message in this for us enterprisey software types. Fun is a user requirement.

Loïc Le Meur ist einverstanden.

Warum habe ich eigentlich kein Konto bei StudiVZ, aber eines bei Facebook?

Jimdo

Jimdo könnte die erste deutsche Facebook-Anwendung sein. Zumindest ist den Jimdo-Machern bei unseren ehemaligen Bahrenfelder Nachbarn Northclick und auch mir keine andere bekannt. Matthias Henze schreibt dazu:

Eine Jimdo-Page ist die perfekte Ergänzung zu einem Social-Community-Profil. Auf einer eigenen Page können die User mehr Informationen über sich, ihr Hobby oder jedes andere Thema darstellen als es auf einer Profilseite möglich ist. Die derzeitige Applikationen fügt der Profil-Seite einen Screenshot der eigenen Jimdo-Page mit Link hinzu. So können die Besucher der Profil-Page schnell zu der Jimdo-Page mit den weiterführenden Informationen wechseln. Weitere Verknüpfungen mit Facebook sind derzeit in der Entwicklung.

Übrigens auch bei Qype, wenn ich die Worte von Stephan Uhrenbacher richtig interpretiere. Hier geht es direkt zu Jimdo bei Facebook.

Nachtrag: Und da ist sie schon, Qypeface, die Qype-Anwendung für Facebook. Gefunden bei Herrn Lumma. Nun stellt sich doch die Frage, wer früher da war.

Qypeface

Zweiter Nachtrag: Jetzt lese ich auch im Qype-Blog von Qypeface:

Damit ist Qype einer der ersten deutschen Startups, welche eine Facebook Application am Start haben. Diese werden wir natürlich nach und nach weiter ausbauen.

Viel Erfolg!

Dritter Nachtrag: Die erste deutsche Facebook-Anwendung war wahrscheinlich mabber chatrooms. Ich Dummerchen.

mabber chatrooms

Mehr zum Thema weiß Robert Basic.

Unter den Social Networks (lies: MySpace, LinkedIn, Xing, StudiVZ, Qype & Co.) gibt Facebook momentan den Takt vor. Die Plattform hat mindestens zwei Dinge richtig gemacht:

  1. Der Name ist generisch genug, um die Wandlung der einstigen Studentencommunity zur offenen Plattform für alles und jedermann mitzumachen. Kein Namenswechsel erforderlich (vgl. openBC und StudiVZ).
  2. Facebook hat das Zeug zum Social Operating System, denn es lässt sich programmieren. Auf Facebook laufen schon mehr als 1.000 Anwendungen aus allen erdenklichen Bereichen. Der aktuelle Hit ist iLike - natürlich mal wieder Musik. Dank Facebook wächst iLike in atemberaubendem Tempo.

Last, but not least: Facebook ist MySpace in nahezu allen Belangen überlegen. Nur bei den Nutzerzahlen liegt MySpace noch vorn: Facebook hatte im Mai nach eigenen Angaben 27 Millionen aktive Nutzer, MySpace zählt derzeit 170 Millionen Nutzerkonten - und ist keineswegs auf dem absteigenden Ast.

iliketotallyloveit

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Bitte, was?! iliketotallyloveit.com ist eine Social-Shopping-Website, die vier Studenten aus Bremen just gelauncht haben.

Auf der communitybasierten Website stellen Nutzer Artikel online, die sie 'cool', innovativ, besonders schön oder einfach nur seltsam finden. Immer mit Link zu einem Onlineshop.

Ob ein Produkt 'loved' ist oder nicht, zeigt sich schnell: Jeder kann alles bewerten, und je mehr Bewertungen, desto höher die Chance, dass der Artikel es auf die Startseite schafft.

Zunächst einmal hat es iliketotallyloveit in die Wired geschafft. Die fragt „What’s wired this month“ und sagt über das Ding mit dem komischen Namen:

„You won't find mainstream goods here - mostly doodads you didn't know you wanted but suddenly like totally need."

Eigentlich ist die Site ja ein digg.com-Klon – aber ein ziemlich sympathischer! Enjoy.

Kollektive Intelligenz, die zweite

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Mag. Michael Schuster beim Elektrischen Reporter

„Wir verwenden Hierarchien, endlose Ordnerstrukturen, unübersichtliche Datenbanken und vor allem Email um zu kommunizieren und zusammen zu arbeiten. Ist es nicht an der Zeit, unsere Arbeitsweise zu überdenken und unsere Tools an die Herausforderungen anzupassen?“

Fragt das österreichische Startup System One und bietet als Lösung eine web-basierte Plattform an, die die Basistechnologien aus den Bereichen Social Software, Semantic Web und Information Retrieval verbindet.

Die Plattform soll Menschen in Unternehmen helfen, Informationen leichter zu finden, sie zu sammeln und neu zu ordnen, gemeinsam daran zu arbeiten und Information zu verteilen. Das klingt einfach – ist es auch, und hat enormes Potential:

„Es ist die spielerische Einfachheit und die dahinter stehende vernetzte Komplexität, die uns staunen und schmunzeln lässt. Systemisches Denken, umgesetzt in ein multifunktionales Interface im Browser.“

Techcrunch meint:

"The UI is as beautiful as the concept; it’s very simple to understand and use, the kind of thing that non-technical users won’t be scared of at all. ... Many people really like online collaboration and document development systems, but security has been a major impediment for enterprise use. The option of getting a SystemOne box on site could be a great solution to that problem. ... the fundamental concept of SystemOne is great."

Auch dahin lohnt ein Blick: System One experimentiert mit Prototypen: Retrievr z.B. findet flickr Bilder visuell durch einfache Zeichnungen.

Kollektive Intelligenz

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shapeshifters.net (Screenausschnitt)

"if you are a professional creative and believe that globalisation can have a human face you have come to the right place."

The right place heißt in diesem Fall Shapeshifters.net, globaler Marktplatz für kleine Kreativ-Unternehmen.

Gleichgesinnte verschiedener Kontinente können dort ihre Produkte und Services innerhalb ihrer Peer Group diskutieren. Um die Qualität der Kommunikation hochzuhalten, haben dank „Invitation-only“-Politik nur Eingeladene das Recht, Beiträge zu posten: Jeder kann alles lesen und kommentieren – schreiben kann nur, wer von einem bestehenden Nutzer empfohlen wird und dem Code of honour zustimmt.

Praktisches Beispiel dieser schönen Anwendung: Frauen aus Costa Rica erhalten zur Herstellung von Trend-Produkten aus Abfall Beratung vom anderen Ende der Welt, nämlich aus Neuseeland.

„Wir messen uns daran, wie viele Interaktionen wir in der realen Welt zustande bringen“, verrät Erich Pöttschacher, Gründer und Eigentümer von shapeshifters.net, bei brand eins. „Im Meet-Space Meat-Space, nicht im Cyber-Space. Wenn wir nur Kommunikation um der Kommunikation willen erzeugen, sind wir gescheitert.“

Demnächst soll es Publikationen über außergewöhnliche KreativunternehmerInnen weltweit und ihre Unternehmen geben.

Und in 20 Jahren? Will Pöttschacher so etwas wie die Nachrichtenagentur Bloomberg für eine andere Form von Wirtschaft sein.

Was ist Social Software? Alles, was Spam anzieht. Diese Definition - sie stammt nicht von mir, aber ich weiß auch nicht mehr, wo ich sie gelesen habe sondern vermutlich von Clay Shirky - wird jetzt von den technischen Überresten des im Januar eingestellten Crispynews bestätigt.

Immerhin, den RSS-Feed gibt es noch. Und so sieht er jetzt aus:

Die Reste von pick!t im Google Reader

Dann werde ich ihn mal abbestellen.

Spiegel-Gespräch mit den MySpace-Gründern (Ausriss)

Die Beletage der meistbesuchten deutschen Websites fängt nach Ansicht des Spiegel offensichtlich bei Platz 15 an. Deshalb müssen sich die MySpace-Gründer Tom Anderson und Chris DeWolfe im Spiegel-Gespräch von Frank Hornig vorhalten lassen, dass MySpace in Deutschland erst auf Platz 16 steht (nachdem DeWolfe erwähnt hat, dass MySpace in .de nach drei Monaten bereits 2,5 Millionen Mitglieder hat).

Der Spiegel über MySpace

Hingegen berichtet Marcel Rosenbach, der zwei Spalten weiter rechts den Holtzbrinck-Manager Konstantin Urban zitiert, StudiVZ habe es "aus dem Nichts" schon "unter die Top 15 der meistbesuchten deutschen Seiten geschafft" - mit über einer Million Mitgliedern, also etwa halb so vielen wie de.MySpace.com.

Der Spiegel über StudiVZ

Spätestens die StudiVZ-Übernahme durch Holtzbrinck hat, soviel ist klar, das Thema Community auf die Agenda gesetzt. Zumindest in der Variante Bubble 2.0: letting the community do all the work while you collect the money.

Mehr zum Thema heute in der FAZ:

Cellity (Testimonial)
Die Mobiltelefonkostensparer von Cellity haben jetzt einen richtigen Webauftritt mit Testimonial und allem Drum und Dran. Außerdem startet die geschlossene Betatestphase. Und das Blog versprüht Startupatmosphäre.

(Und wer sich fragt, warum Sarik Weber gerade jetzt vor dem Börsengang von openBC sein neues Projekt gestartet hat, der kann sich mit einem Blick in den Börsenprospekt beruhigen. Er gehört zu den veräußernden Aktionären, die insgesamt bis zu 831.781 Aktien abgeben werden.)

Die Schnäppchensucherplattform dealjaeger.de startet am Freitag. Mehr dazu im PR-Ticker und demnächst auf dem Fischmarkt.

Die nicht enden wollende Liste der Peinlichkeiten bei StudiVZ ist die Trumpfkarte der Haderer und Zauderer, sich eben nicht mit Social Software zu beschäftigen. Und dieser Flurschaden geht weit über das Wirkungsfeld von StudiVZ hinaus. Weiter im themenblog...

Spiegel-Gespräch mit Jaron Lanier (Ausriss)

Zwar etwas kurzfristig, aber sei es drum: Am Donnerstag findet das 2. Dresdner Zukunftsforum statt. Der prominenteste Sprecher ist Tim O'Reilly. Doch den größten PR-Coup haben die Veranstalter mit Jaron Lanier gelandet, der gestern im Spiegel vor dem gefährlichen Glauben an die Weisheit der Massen warnte.

Derzeit wird die Vorstellung immer populärer, das Kollektiv könne nicht nur Zahlenwerte wie einen Marktpreis ermitteln, sondern verfüge als eine - gern Schwarmgeist genannte - höhere Intelligenz über eigene Ideen, ja sogar über eine überlegene Meinung. Eine solche Denkweise hat in der Geschichte schon mehrfach zu sozialen und politischen Verheerungen geführt. Mir bereitet die Vision Sorgen, nur das große Ganze, das Kollektiv sei real und wichtig - nicht aber der einzelne Mensch. Das war der Fehler in allen totalitären Ideologien, vom Nazi-Regime über Pol Pot bis zu den Islamisten.

Das Interview hat völlig zu Unrecht bislang kaum Verbreitung in deutschsprachigen Blogs gefunden. Bis dato hat es neben dem Veranstalter-Blog selbst nur das Bildblog (!) erwähnt. (Was daran liegen könnte, dass der Text nicht im Netz verfügbar.)

buchpfade.de

Soziale Software dient vor allem einem Zweck - der Eheanbahnung. Wer sich bei buchpfade.de registriert, wird demzufolge gleich nach seiner Verfügbarkeit auf dem Heiratsmarkt gefragt: "Sag ich nicht", "Single" oder "In einer Beziehung" lauten die Alternativen.

In nur fünf Tagen und Nächten, so die Selbstbeschreibung, entstand buchpfade.de als

unternehmerisches Experiment des Center for Digital Technology and Management (CDTM) der Technischen Universität München (TUM) und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

Die Idee ist simpel: Was last.fm für Musik ist, will buchpfade.de für Bücher sein. Nutzer stellen dort ihre Bibliothek zusammen, bewerten Bücher, bekommen Empfehlungen und finden Gleichgesinnte ("Buchgefährten") mit ähnlichen Beständen im Regal.

An manchen Stellen scheint die Site noch etwas buggy zu sein, aber die Oberfläche ist anmutig, die Idee gut und die Ausführung für den Anfang gar nicht schlecht. Vorgestern wurde buchpfade.de auf der Systems vorgestellt, und die ersten 108 Nutzer sind schon registriert.

Qype Toolbar

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Die bekannte Qype-Cloud gibt es jetzt auch für den eigenen Blog. Damit zieht man für seine Site immer den aktuellesten Stand der Qype-Bewertungen in ein kleines, beliebig zu plazierendes Fenster. Derlei Fusion-Food heißt heutzutage Mash-up, und auch der Themenblog wird sich die nächsten Tage anschließen.

Die Aussage an dieser Stelle soll aber eine andere sein: Wie immer, wenn etwas echten Mehrwert bietet, einfach ist und gut funktioniert, macht ein Tool oder Feature schnell die Runde. So auch am Beispiel des Qype-Tools in der deutschen Bloggerszene zu sehen. Wie, was und wo die Qype-Cloudbar wirkt, ist wunderbar bei folgenden assoziierten Blogs zu sehen.

basicthinking.de
buzzingo.de
sichelputzer.de
lumma.de
hauptstadtblog.de
accept.blog.de
sommer.blog.de
ute.kulando.de
wo-gibt.de
blogrolle.net
fachschaft1b.blog.de
blogsburg.de
blogrolle.net
meingedankenchaos.blog.de
teddykrieger.blog.de
bildungsszene.de
blog.michaelhuebl.de
problematik.net
eselchen.blog.de
dieinteressantestewebsiteallerzeiten.wo-gibt.de
eddykrieger.blog.de
nextnexus.de
blog.bankingclub.de
Arno Klein Weblog
myshoppingbag.de

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Weitere Details und technische Infos

Pixelsebi erklärt beim Barcamp-Wochenende Berlin, was die Probleme dabei sind, dass Plattformen wie Myspace, Studio, Facebook oder OpenBC unsere Netzwerk und Kontaktdaten in zentralen, nach außen nicht offenen Systemen speichern: Bei einem Wechsel im Leben, wenn man beispielsweise nicht mehr Student ist, müsste man 'migrieren' und verliert sein Netzwerk oder muss es mühsam im neuen Service abbilden. Ähnlich verhält es sich, wenn ein Dienst eingestellt wird oder jemandem verkauft wird, dem die Nutzer nicht vertrauen.

Mikroformate zur Abbildung von Netzwerken und Kontaktdaten, beispielsweise FOAF hCard und XFN, würden Möglichkeiten bieten, diese Informationen in universeller Art abzubilden und sie an einem Speicherort eigener Wahl miteinander zu vernetzen. Auch die Kontrolle darüber, wer welche Daten einsehen kann, wäre wesentlich besser gegeben als aktuell.

Die Plattformbetreiber sind natürlich an einem solchen dezentralen System nicht interessiert. Andererseits würde eine solche Dezentralisierung die Annahme solcher Social Networks stark beschleunigen und wäre im Interesse der Nutzer, die so wesentlich einfacher ihre Kontaktdaten (Mail, mehrere IM-Systeme, mehrere Netzwerke, Blogleserschaften etc.) miteinander abgleichen könnten.

Auch aus Sicht von Unternehmen wäre so etwas spannend, denn auch sie wollen ihre sozialen Netzwerke überblicken können, sei es nach außen, zu Lieferanten und Kunden, sei es – was Sebastian nicht ansprach - nach innen ins Unternehmen selbst. Gerade für markenzentrierte Netzwerke wäre eine solche plattformübergreifende Zugangsweise sehr wertvoll.

"Dapper" beispielsweise hat eine Technologie entwickelt, um nach Eingabe einer URL das Profil, das dazu passt, in Bausteine zu zerlegen, und man kann aus diesen Bausteinen wieder ein "Profilkonstrukt" rekonstruieren. Problematisch ist solches 'Screen Scraping' natürlich aus rechtlicher Sicht, aber an sich zeigt es den Bedarf, der für einen solchen Dienst gibt, der Profildaten vernetzt.

Die Diskussion bewegt sich zwischen Fragen von Copyright und Urheberrecht an den Daten in solchen Plattformen und der Frage, ob dezentrale Systeme vertrauenswürdiger sind als zentralisierte Angebote unter Firmenkontrolle. Was "verrate" ich über meine Freunde, was die eventuell gar nicht veröffentlicht haben wollen? Wie genau wird authentisiert, ob jemand, der behauptet, ich zu sein, auch die Wahrheit sagt?

Dienste wie 'ClaimID' bieten schon Vernetzungsdienste für Logins bei verschiedenen Netzwerken und übernehmen so zentrale Vernetzungsaufgaben.

Bei People Aggregator hingegen kann man - allerdings mit einem schwer benutzbaren Interface - alle Schnittstellen zu verschiedenen Identitäten bei verschiedenen Diensten zur Verfügung stellen.

Zu diesen neuen übergreifenden Identifikationsansätzen soll es eine separate Session geben.

Mythos Schwarmintelligenz

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Wikipedia wird nicht von vielen, sondern wenigen geschrieben. Mehr zur Frage, wer das Internet vollschreibt, auf Themenblog.de.

Qype, die lokale Suche und Empfehlungs-Website mit Sitz in Hamburg, gibt den Abschluß ihrer ersten Finanzierungsrunde bekannt. Die Venture-Capital-Unternehmen Advent Venture Partners und Partech International finanzieren gemeinsam mit einem Kreis Angels einen deutlich siebenstelligen Betrag (Anm.: Qype ist Kunde der SinnerSchrader PR).
Die Originalmeldung im Wortlaut.

Preview von Xing

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Lars Hinrichs und ein paar Leute aus seinem Team haben heute Mittag in kleiner Runde den OpenBC-Nachfolger Xing vorgestellt. Xing ist anders als viele vielleicht ob des neuen Namens erwarten keine Revolution, sondern eine Neubestimmung des vertrauten und überaus erfolgreichen OpenBC-Themas. Die Relaunch-Ziele waren eine transparentere und einfacher zu bedienende Website, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der mittlerweile 1,5 Mio. Nutzer besser als die etwas in die Jahre gekommene gerecht wird. Der im alten Namen getroffene Fokus auf "Business" erwies sich laut Lars als derart hinderlich, daß auch hier eine Aktualisierung Not tat. Zwar spreche man "Professionals" an, die aber nicht notgedrungen auch "Business" machten. Als Beispiel nannte er den akademischen Sektor.

Soweit ich das sehen durfte und beurteilen kann, werden die an sich selbst gestellten Ansprüche voll erfüllt, wenn es denn Ende November endlich losgeht. Xing wird übrigens angeblich von Englischsprachigen mehr wie "ßing", also mit scharfem s, ausgesprochen. Die größten Probleme scheint es teamintern derzeit dabei zu geben, von "Xing" und nicht mehr von "OpenBC" zu reden - hier hatten alle drei Präsentatoren des kleinen Workshops noch so ihre Probleme ;-)

Neben dem Offensichtlichen, dem Namen und dem Redesign, sind die wahren Veränderungen unter der Motorhaube zu finden. Hier habe man sich mit dem Anschluß an aktuelle technische Standards (CSS, Ruby, etc.) eine Basis für viel kürzere Innovationszyklen geschaffen. Wer also vom Feature-Virus befallen ist, wird sich auf das Jahr 2007 vertrösten lassen müssen. Freuen wir uns erstmal auf eine schöne Einführungskampagne und viel Gesprächsstoff darüber, wie Deutschlands Referenz in Sachen Social Software sich weiterentwickelt.

26.9. / Ergänzung
Das erste wirklich Gehaltvolle zum Thema "Bewährt sich Xing als Wortmarke?" habe ich bei Kreisrot gefunden.

Digitaler Frischfisch

Der interaktive Konsument revolutioniert das Marketing. Ein Blog von SinnerSchrader.

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