Ein Nachtrag zum DMMK (Live-Blogging Teil 1, Teil 2 und Teil 3)

Der Kommunikationswissenschaftler Norbert Bolz kam gestern in seiner Keynote zur Verleihung des Deutschen Multimedia Awards auf ein Thema zu sprechen, das uns auf dem Fischmarkt auch schon beschäfigt hat: die Konvergenz der Geschäftsmodelle von Amazon, Ebay und Google. Irgendwann, so war unsere These, werden die drei großen Internetunternehmen mehr oder weniger das Gleiche tun.

Mit Bolz können wir nun sagen: Sie tun bereits heute das Gleiche - sie stellen Verbindungen her. (Man kann das auch Networking nennen.) Bolz beruft sich auf den Soziologen Mark Granovetter ("The Strenght of Weak Ties"). Anhand der Stärke der schwachen Verbindungen erklärt er die Netzwerklogik mit ihren beiden Basisoperationen Embedding (Verknüpfen) und Decoupling (Auflösen). Beides ist nötig, damit Netzwerke aller Art funktionieren und sich entwickeln können.

Nun kommt die AEG-Troika ins Spiel. Bolz fragt, worin der eigentliche Mehrwert liegt, den Amazon, Ebay und Google schaffen (und damit Geld verdienen).

  • Google stellt Verknüpfungen zwischen Daten (Informationen) her. Google automatisiert die Netzwerkarbeit durch Algorithmen. Maschinen machen die Arbeit, Menschen arbeiten nur daran, die Algorithmen zu verbessern.
  • Ebay verkauft keine Produkte, hat keine Lager und keine Logistik. Ebay stellt Verknüpfungen zwischen Menschen her, die den Austausch von Ware gegen Geld erleichtern oder erst möglich machen.
  • Amazon verkauft zwar reale Dinge, schafft aber den eigentlichen Mehrwert mit automatisch generierten Empfehlungen und dergleichen. Bolz nennt dies "Marketing der Präferenzen". Auch hier geht es um Verknüpfungen - zwischen Produkten.

Alle drei schaffen Linking Value. Man kann natürlich zu Recht einwenden, dass auf dieser Abstraktionsebene fast jedes Geschäftsmodell identisch scheint.

  • Massenmedien verbinden die Realität mit ihrem medialen Abbild und umgekehrt. Journalisten stellen Verknüpfungen zwischen Nicht-Medien her.
  • Rechtsanwälte stellen Verknüpfungen zwischen Konfliktparteien und den Instanzen der Konfliktbeilegung her.
  • Supermärkte stellen Verknüpfungen zwischen Produzenten und Konsumenten her. Sie verknüpfen Konsum mit Absatz.
  • Keltereien stellen Verknüpfungen zwischen landwirtschaftlichen Produkten und ihrer saftförmigen Vermarktung her.

Dennoch gibt es ein Differenzierungsmerkmal: Die AEG-Troika schafft Mehrwert auf digitale Art und Weise. Und zwar vollständig. Das unterscheidet sie von Massenmedien (bis auf weiteres schaffen dort Menschen den Mehrwert, nicht Algorithmen), Rechtsanwälten, Supermärkten und Keltereien.

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Ein Deutscher Multimedia Award in der Kategorie E-Commerce für das Ladies Special von HLX und die SinnerSchrader Studios. Glückwunsch!

Online-Werbung 2.0. Wichtiges Thema. Marco Seiler von Syzygy zitiert Mediennutzungsstudien, denen zufolge wir inzwischen zehn Stunden am Tag Medien nutzen - aber mehrere parallel. Wo bleibt da die Aufmerksamkeit für Werbung?

DSL treibt die Nutzungsdauer in die Höhe. Der Kreis regelmäßiger Nutzer wächst rasch. Dagegen verlieren regionale Abo-Tageszeitungen an Reichweite, und der durchschnittliche Spiegel-Leser wird immer älter. Dank Internet. Auf der MSN-Homepage sind mehr Nutzer als die sieben größten Tageszeitungen in den USA zusammen erreichen.

16:08
Bekanntlich hinken die Online-Werbeausgaben hinter der Nutzung (15 Prozent an der gesamten Mediennutzung) her. Im Jahr 2005 waren es 4,4 Prozent der Brutto-Werbeausgaben insgesamt. Und das Aufmerksamkeitsniveau ist online höher als zum Beispiel beim Fernsehen.

In Großbritannien werden in diesem Jahr voraussichtlich schon 13,2 Prozent der Werbeausgaben online ausgegeben. Der Vorsprung gegenüber Deutschland beträgt Lichtjahre, sagt Seiler.

16:13

Die Online-Werbeformate sind natürlich ein Teil des Problems. Seiler zeigt ein paar Beispiele. Kreativität? Qualität? Er zitiert Reinhard Springer. Kreativtrends kommen aus der nichtklassischen Werbung.

16:17
Christian Bachem fragt, wie wir das "2.0" in Web 2.0 und Werbung 2.0 verstehen sollen. Sein Thema: Das große Online-Versprechen und wie es gebrochen wurde. DMMK 1996: Paradigmenwechsel der werblichen Kommunikation. One-to-One statt One-to-Many. Pull statt Push. Dialog statt Monolog. Relevanz statt Irrelevanz. Partnerschaft statt Autorität.

Das waren Zeiten.

16:23
Allerlei Mäusekino-Banner haben dieses Versprechen gebrochen, ja komplett ignoriert. Das Versprechen konnte mit damaligen Mitteln gar nicht gehalten werden. Aus dem alten Denken herausgeholfen hat uns der Crossmedia-Ansatz. Klassische Werbungtreibende wurden angeregt, Onlinewerbung zur Stützung einzusetzen. Und deshalb über das Wie nachzudenken.

Bis 2002 war das Medium weder für die Masse der Nutzer noch für die Werbungtreibenden relevant. Doch das Trojanische Pferd Crossmedia hat dies geändert und komplementäre Ansätze gefördert. Das Internet rückt inzwischen immer mehr ins Zentrum crossmedialer Kampagnen. Beispiel: die Einführung des 1er BMW.

16:30
Das Ende der Aufmerksamkeitsökonomie. It's not just eyeballs anymore, stupid! Wieder DMMK 1996: Der Nutzer und seine Interessen stehen im Mittelpunkt.

Jetzt gibt es substanzielle Geschäftsmodelle. Die Euphorie von 1998/1999 basierte auf dem alten Paradigma der massenmedialen Aufmerksamkeitsökonomie. Das neue Paradigma lautet Beteiligungsökonomie. Dafür steht Web 2.0. Das Mitmach-Web.

Internet 2.0: Das Internet ist das erste etablierte digitale Medium. Nun werden die etablierten Medien digital. Musik, Fernsehen (und bald weitere Medien) werden den Prinzipien der Onlinewerbung unterworfen. Fernsehen wird Pull statt Push. Es wird messbar und personalisierbar.

Das alte Versprechen wird langsam wahr.

16:37
Markus Frank von MSN referiert die Sicht von Microsoft. Natürlich steht auch hier der Nutzer im Mittelpunkt.

Steve Ballmer ist inzwischen drei Tage pro Woche mit dem Thema Advertising beschäftigt. Die klassischen Produkte müssen mit maximal zwei Tagen Aufmerksamkeit seitens des Chefs auskommen.

Die Fansite aida-fans.de hat zwischenzeitlich die offizielle Unternehmenswebsite verdrängt.

16:47
Rupert Murdoch hat gewarnt.

Die Microsoftvision: MSN ist reichweitentechnisch einmal pro Monat Wetten, dass und wird ausgebaut. Die zweite Hälfte ist Microsofts Antwort auf Web 2.0: Windows Live. Alles auf einer Plattform. (Habe ich das nicht heute schon einmal gehört?) Nächste Schritte: Office Live, Xbox Live.

Und dann gibt es natürlich auch Microsoft Werbung 2.0. Web, PC, Mobil und IPTV, Windows Live, Office Live etc. pp.

Jetzt spricht Steve Ballmer in seiner vehementen Art: Microsoft ist jetzt Advertising, Advertising, Advertising.

17:12
Die erste wirkliche Diskussion im Anschluss an die Referate.

Auffällig, wie die Konzernvertreter (Telekom, Microsoft, Intel) hinter den anderen Referenten zurückbleiben. Der Zuhörer merkt, dass sie gezwungen sind, die jeweilige Unternehmenslinie vorzubeten. Ganz anders Sören Stamer, Christian Bachem oder Marco Seiler - sie können sagen, was sie wollen. Da kommt mehr Farbe ins Spiel.

DMMK, die zweite

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Und schon geht's weiter. Diese Sitzung handelt vom digitalen Heim. Kein neues Thema, wie der Moderator bemerkt. Zuerst spricht Reiner Kreplin, Intel-Veteran. Seine Rede droht ebenfalls eine Sales-Präsentation zu werden. Die Folien sind in englischer Sprache.

Eine neue Ära der digitalen Unterhaltung? Es gibt da eine neue Technologie namens Viiv. Deren Ziel ist es, die getrennten Welten von Unterhaltungselektronik und PC zu vereinigen. Der ganze Krempel mit verschiedenen Fernbedienungen und zahllosen Kabeln zwischen diversen schwarzen Kisten voller Unterhaltungselektronik soll durch bessere, leichter zu bedienende Technik abgelöst werden.

Die Box, die er jetzt zeigt, nennt er Silent Lifestyle System - geräuschlos, da ohne Lüfter, obwohl PC-Technik drin ist. Ein anderer Ansatz: Flachbildschirm mit eingebauter Technik dahinter. Nur drei Anschlusskabel: Ethernet, Strom und noch eins.

14:18
HD und HD-TV scheinen wichtig zu sein. Zehn Millionen HD-Fernseher und Displays sollen in den letzten zwölf Monaten in Europa verkauft worden sein. Mir wird's hier zu technisch.

Intel will ein Ökosystem aus neuen Diensten und Plattformen. Klingt alles ganz nett, aber wann ist es im Handel?

Jetzt spricht Marc Schröder von der Telekom.

14:26
Triple Play heißt das Spiel: Telefon, Internet, Fernsehen. Aus einem breitbandigen Kabel, das auch das alte zweipolige Kupferkabel hinter der Telefondose sein kann.

Alle (fast alle) investieren in Triple Play. Umsatz bis 2010: eine Milliarde Euro. Markttreiber: qualitativ hochwertige Unterhaltung.

Nach wie vor schauen die Leute fern. Das Nutzungsverhalten hat sich nicht geändert.

IP rulez. Alle Medien sprechen das Internet-Protokoll. Medien und Geschäftsmodelle konvergieren. Die Telekom sieht sich als Aggregator von Content. Sie bündelt Angebote, macht Pricing und Inkasso, klebt eine magentafarbene Marke drauf.

Nun der Konsument, der Programmgestalter wird. Der aktive Nutzer.

Sein Geschäftsmodell: Konvergenz made by T-Home. Erfolgsfaktoren: Infrastruktur, Qualität und Services, starke Inhalte, Partner und Marke.

14:32
Jetzt kommt das neue V-DSL-Netz ins Spiel. Das Thema hatten wir hier bereits.

Die IPTV-Plattform der Telekom soll offen und diskriminierungsfrei sein. Im Basispaket sind 100 TV-Sender und 1.000 Stunden Material auf Abruf enthalten. Bezahlfernsehen kann zusätzlich gebucht werden - zum Beispiel die Premiere-Bundesliga.

Content wird auf dieser Plattform besser geschützt, sagt Schröder.

Auch dieser Vortrag gleicht eher einer Telekom-Vertriebspräsentation.

14:39
Sören Stamer von CoreMedia spricht. Er hat seine Folien kurzfristig geändert, weil alles schon gesagt worden sei. Nun ist jedoch die alte Präsentation auf dem Rechner, und der Techniker muss erst den USB-Stick anschließen...

Internet = vernetzte Computer? Falsch. Es sind vernetzte Menschen. (Das hat der Google-Referent heute auch schon gesagt.)

Empfänger sind Sender und umgekehrt. Content wird in Mengen produziert. Unmengen an Speicherplatz. Bald gibt es Festplatten, wo schon alle jemals produzierten Filme drauf sind. Hmm. Bandbreite bis zum Abwinken.

Aufmerksamkeit wird knapp. Der Kampf um Aufmerksamkeit wird härter.

14:44

Google: Information at your fingertips. Die Vision von Microsoft, implementiert von Google. Soziale Netzwerke entfalten Sprengkraft. Die Geschichte vom Laptop Guy. Virale Effekte sind die stärkste Waffe. Sören Stamer erklärt openBC: Die Neugier, wer auf mein Profil geklickt hat, treibt die Nutzer dazu, zahlende Kunden zu werden.

Kommunikation treibt alles. Stamer zitiert Luhmann: Soziale Systeme sind Kommunikation.

14:52
Die digitale Präsenz wird Teil der Persönlichkeit. Selbstdarstellung, weil es die anderen auch tun. Für Image geben Menschen viel Geld aus. Image - wen kenne ich, wie wirke ich und welche Musik höre ich?

Die Zahlungsbereitschaft ist prinzipiell hoch. Internet muss nicht kostenlos sein. Wir alle zahlen für SMS.

Das wertvollste Gut sind die Nutzerprofile. Wer mag was? Welche Mails schreibt er? Die Refinanzierung über Werbung nach dem Google-Vorbild wird zahlreiche Firmen kaputtmachen.

Datenschutz war gestern. Die Menschen geben ihre Daten freiwillig raus. Personalisierte Werbung skaliert. Bei Google. Angst vor Kontrollverlust droht. Der Junggesellenabschied seines Bruders wird, da in Bild und Ton digital dokumentiert, ihn sein Leben lang verfolgen. Im Internet.

Suchen Sie Bilder bei Google mit "my ex-girlfriend".

Stowe Boyd
: Soziale Netzwerke schaffen Märkte.

15:11
Zwischenzeitlich ging das WLAN nicht mehr, und der Akku war auch leer... Den letzten Vortrag - es ging um sprach Joel Berger von MTV - habe ich deshalb verpasst. Nun folgt die Diskussion.

15:26
Kurzes Zwischenfazit: Den besten Vortrag bislang hielt für meine Begriffe Sören Stamer. Kaum Sales, dafür der große Überblick.

Die Telekom hingegen macht das, was sie auch vor zehn Jahren schon gemacht hat: Sie kündigt tolle, neue Plattformen an und sieht sich als irgendetwas, was sie nun mal nicht ist. Oder jedenfalls noch nicht.

Kaffeepause.

Wieder in der pompösen eindrucksvollen Landesvertretung Baden-Württemberg. Björn Ognibeni ist auch schon da. Anders als im Vorjahr gibt es WLAN und also DMMK-Liveberichterstattung, soweit möglich.

Das erste, was ich vom Kongressprogramm gesehen habe, war ein seltsam uninspirierter Vortrag von AOL-Deutschlandchef Charles Fränkl über Web 2.0. Auch AOL ist jetzt Web 2.0. Sehr schön.

Jetzt aber spricht Gregor Gründgens von Coca-Cola. Und damit der Gastgeber für ein Vertreter des Unternehmens, das die Wohngemeinschaft im Herzen des alten Westberlin finanziert. Aber dazu später mehr.

Updates folgen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge.

11:59
Coca-Cola sieht neue Wettbewerber: neben Pepsi jetzt auch Klingeltöne oder MP3-Downloads.

Coca-Cola hat alle Interaktionsangebote auf dem Cokefridge zentralisiert. Der digitale Kühlschrank befindet sich gerade im Übergang vom Promotion- zum Permission-Programm ("for our pleasure"). Dort sind mehr als eine halbe Million Menschen registriert. Und es geht in Richtung Relationship-Programm.

12:01
Jetzt zeigt er einen dreiminütigen Trailer. Ok.

Über zwei Millionen Codes aus Flaschendeckeln und dergleichen sind inzwischen auf Cokefridge eingelöst worden.

Freedom of speech steht auf der aktuellen Folie, und Gründgens deutet Probleme an.

12:06
Die virtuelle Währung heißt Coins. In jedem Deckel steckt ein individueller Code, was die Möglichkeiten für Gewinnspiele und dergleichen (zur "Useraktivierung") dramatisch erhöht im Vergleich zu früheren Zeiten, als Codes noch nicht individualisiert sein konnten.

12:12
"Wir verkaufen Coca-Cola." Dialog und individuelle redaktionelle Inhalte sind hingegen nicht das Kerngeschäft. Interessanter Punkt.

Das gesamte Cokefridge-Konzept ist ein Kundenbindungsprogramm.

Der inhaltliche Fokus ist sehr breit, da die Zielgruppe ebenfalls sehr breit ist. Der Cokefridge besetzt bestimmte Themen zu bestimmten Zeitpunkten. Gründgens sieht Verbesserungsmöglichkeiten über das Feedback der Nutzer. Mehr Interaktion mit der Community ist gewünscht.

Cokefridge ist eine Entertainment-Plattform. Das klingt plausibel.

12:15
Jetzt folgt etwas Klartext zum Thema Freedom of speech. Blogging zum Beispiel ist auf der Plattform heute noch nicht möglich, aber denkbar. Aus den knappen Worten wird deutlich, dass Coca-Cola hier noch Arbeit vor sich sieht.

Gleich spricht Sarik Weber von openBC.

12:23
Was macht ein Vertriebschef, wenn der Vertrieb eigentlich von alleine läuft? Gute Frage, die aber ohne Antwort bleibt. Was jetzt folgt, scheint eher die Standardpräsentation von openBC zu sein. Weber erklärt das kleine Einmaleins von Netzwerken und Social Software. Eine kleine Spitze gegen AOL kann er sich nicht verkneifen.

Auf die Frage, wer Mitglied bei openBC ist, hebt fast der ganze Saal die Hand. Nach aktiven Mitgliedern gefragt, bleiben etliche Hände unten. Spannend wäre jetzt gewesen, nach zahlenden Mitgliedern zu fragen.

12:29
Etwas Statistik über die Nutzerschaft. Jetzt die Features von openBC. Den Suchagenten kennt kaum jemand. Ich auch nicht.

Sind Sie sicher, dass der erste Eintrag bei der Google-Suche nach dem eigenen Namen wirklich der richtige ist? Gute Frage.

Wie schafft man es, mit 2.200 Kontakten in Kontakt zu bleiben? Sarik Weber schreibt Geburtstagsmails. Täglich mehrere. Ganz wichtig.

12:37
Jetzt kommen Success Stories. Das heißt, es folgt massives Namedropping. Thorsten Hahn (Bankingclub) hat eine Gruppe auf openBC mit 14.000 Mitgliedern, die er verlinkt hat mit einem externen Netzwerk. Keine Details.

Den dritten Vortrag hält Christian Hieber von ipodfun.de.

12:47
Die Besucherzahlen von ipodfun.de liegen etwa auf dem Niveau des Cokefridge. Die Site entstand als quasi-Blog im Jahr 2001, kurz nach der Ankündigung des ersten iPod. Heute ist ipodfun.de ein Newsportal mit Community. Warum kommen die Besucher? Neben Tipps & Tricks ist es die Community als soziales Umfeld, die Bindungskraft hat.

Es gab Community-Podcasts bis zu einer Minute Länge, die jeder Nutzer hochladen konnte. Es gibt freie Software und Shareware zum Download, kommerzielle Software hingegen nicht.

12:53

Mit den Nutzerdaten machen sie gar nichts. Es gibt keinen Newsletter, keine Mails, nix dergleichen.

Inzwischen verdienen sie Geld, obwohl das anfangs gar nicht geplant war. Umsatz kommt über "passende" Affiliate-Programme, Banner ("in Maßen"), Zubehörverkauf im eigenen Webshop und Sponsoring von Teilbereichen oder Aktionen herein.

Die Werbung soll inhaltlich passen und den Nutzer nicht belästigen, lautet die Devise. Keine Popups oder andere aggressive Werbeformen.

13:00
Web 2.0 fordert die etablierten Strukturen heraus. Die aktuelle Version steht schon seit zwei Jahren im Netz, relativ lange für eine Website. Wahrscheinlich zu lange.

Eine nette Tagcloud zeigt, was für Hieber in Zukunft eine webzwonullige Community alles können muss. Aber vielleicht, sagt er auch, muss ipodfun.de gar nicht alles selbst anbieten, sondern kann Elemente von anderswo integrieren. Web 2.0 eben.

Sehr sympathischer Vortrag. Entwaffnend in seiner Offenheit.

13:09

Das WLAN wackelt etwas. Außerdem ist die Zeit eigentlich vorbei und die Diskussionsrunde demzufolge recht kurz. Moderator Johannes Jagusch stellt die Zehnjahresfrage: Was macht Ihr Unternehmen in zehn Jahren? Next 10 Years.

Christian Hieber macht wahrscheinlich wieder etwas völlig anderes. Sarik Weber rechnet mit einem erweiterten Fokus für openBC. Und Gregor Gründgens sagt, dass er es nicht weiß. One-to-One-Marketing wird ein Thema sein. Und das Web wird wohl weiterhin überraschend bleiben.

Jetzt gibt es Essen. Später mehr.

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Das gelbe Strippengewimmel wird bald unser Firmennetz.

Neuer Rechner, neues Glück. Und natürlich muss etliches installiert werden. Mit dieser Meldung beglückte mich heute Google Desktop:

Lesen Sie die nachfolgenden Ausführungen sorgfältig durch. Es handelt sich nicht um das übliche Blablabla.

Wie Verlage denken: Pointoo

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pointoo_fischmarkt.gif Holtzbrinck will es wissen. Nach blog.handelsblatt, kiwoo und Germanblogs nun also Pointoo. Weiterlesen auf Themenblog.

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Auch auf der Baustelle.

... hat beste Chancen in Berlin. Details.

TheNextWeb.org Am 7. Juli - ja, das ist schon nächste Woche - tagt in Amsterdam The Next Web Conference. Wieder geht es um Web 2.0, wieder sprechen interessante Referenten.

Und auch die Promotion ist ziemlich Web 2.0: Es gibt schicke Badges, und Studenten können Banner bauen, um Eintrittskarten zu gewinnen.

Ein paar Details auf next10years.com

Peter Kabel (Foto)

Seit seinem Einstieg bei JvM/Next musste er sich eine Menge Kritik anhören. Und auch mit Kleinbloggersdorf legte er sich gerne mal an.

Jetzt aber die gute Nachricht: Dem heutigen Kontakter ist zu entnehmen, dass

der nicht zu Scholz & Volkmer gehörende Teil des Internet-Etats

von Mercedes-Benz auf den Spuren des Klassik-Etats zu JvM wandert.

Damit dürfte nun auch Peter Kabels Mannschaft bei JvM/Next ausgelastet sein.

Ob es das ist, wozu Kabel seinerzeit angetreten ist? Aus der Pressemitteilung vom 20. Januar 2005:

Durch die Neugründung wollen die Hamburger nicht nur Synergien aus den Bereichen Internet und CRM nutzen, sondern auch neue Geschäftsfelder erschließen, wie sie angesichts zunehmender Marktdurchdringung breitbandiger Netzwerke entstehen. Gute Chancen sieht Jung von Matt in der erweiterten Dimension des Internets, wie sie durch die Digitalierung von TV derzeit entsteht und in den Bereichen Mobile und Games.

Wir werden sehen.

Foto: Heiko Hebig

Unglaublich. Kam gerade über den Ticker. Mercedes-Benz wechselt die Leadagentur. Statt S&J jetzt JvM. Nach 16 Jahren ist eine der längsten und stolzesten Kunde-Agentur-Allianzen beerdigt. Die Beziehung hielt genauso lange wie die Kanzlerschaft von Kohl, war aber ungleich kurzweiliger. Unser aufrichtiges Mitgefühl geht an die beste und beständigste Werbeagentur, die Deutschland je hervorgebracht hat und bei der durch den Etatverlust jetzt wohl einige Jobs in Gefahr sind.

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Mit einer paar Tagen Verspätung, aber genauso herzlich: Gratulation zum ersten Spreadshirt-Shop im echten Leben. Viel Erfolg!

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Schade nur, dass dieses Werk eines unbekannten Künstlers schon sehr bald in der Versenkung verschwinden wird. (Gefunden auf der Baustelle, die demnächst unser Büro sein wird.)

Tags bedrohen Verlage mehr als Blogs

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Das hat die Damen und Herren anwesende Journalisten und Verlagsleiter beeindruckt. Daß zwei Mädchen mit ihrem vollkommen harmlosen Video 6 Mio. Abrufe und 6 tsd. Kommentare bekommen. "Und, liebe Kollegen, wann hatten Sie das letzte Mal 6 Mio. Leser?" Es waren nur ein paar Anwesende, die über den Witz von Ewald Wessling lachten.

Was ich gestern bei der Presseclub Hamburg / G+J-Veranstaltung gelernt habe: Ausgerechnet das Tagging bedroht das zentrale Selbstverständnis der Medien, der "Navigator in der Informationsflut" zu sein. Aber warum auch sollten nicht Millionen Menschen besser in der Lage sein zu wissen, was wichtig ist und was nicht, als eine Handvoll Journalisten.

Stattdessen starren die Medien ausgerechnet auf Blogs. Selbst inhaltlich ist das nur teilweise berechtigt - schließlich schreiben 99 von 100 Bloggern vollkommen kostenlos und ohne jegliche Einnahmen. Damit ist eine vergütete Qualität kaum auf Dauer zu haben. Aber was machen die 1 Prozent Erfolgreichen? Sie gründen Zeitungen. Irgendwie kommt dann doch wieder alles am Kiosk zusammen.

Statt auf Blogs, also auf Inhalte, zu achten, geht es laut Dr. Wessling eher darum zu verstehen, wie die Menschen heute ihre Informationen organisieren. Für Verlage geht es also vielmehr um Wikipedia und Del.icio.us als um BoingBoing oder Myspace. Sagt Gruner+Jahr.

Mehr dazu auch in der FAZ: Amerikas Zeitungen suchen zündende Geschäftsidee.

Spam, Spam, Spam

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IP-Adresse: 207.226.162.162
URL: http://celexa-1b386.drugshelponline.com/celexa-effexor-verse.html
Überschrift: celexa effexor verse
Weblog: celexa effexor verse
Auszug:


Es ist unerträglich. Wie im Krieg. Unsere Blogs im Dauerbeschuß. Alle Luken sind erstmal zu. Und obwohl Movable Type recht zuverlässig Spam ausfiltert, kommen ständig welche durch. Bei vier gleichzeitig betreuten Blogs kann einen das ganz schön aufhalten.


Man mag sich gar nicht ausdenken, wie bedrohlich Spam für sensible Öko-Systeme alá Wikipedia, del.ico.us oder Qype ist. Ist den Spammern eigentlich bewußt, daß ihr Schmarotzertum eine Kommunikationskultur zerstört und damit ganze Unternehmen bedroht? Aber wahrscheinlich ist es wie bei allen Schmarotzern, die die Natur hervorgebracht hat: Erst, wenn der Wirt ausgeblutet ist, wissen sie, daß er mehr nicht hergibt.

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Ein Blick ins Erdgeschoss. Hier wird demnächst eine Kaffeetheke samt Maschine stehen. Links geht es in einen der drei Besprechungsräume auf dieser Etage.

Die Konfis können übrigens von heute an reserviert werden. (Natürlich erst für die Zeit ab Einzugstermin.) Da kauft man natürlich die Katze im Sack.

Apropos Scobleizer

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Er bringt mal wieder brilliant auf den Punkt, was Kommunikation 2.0 ausmacht:

Did you miss that I turned into an international news story that has gotten more attention than everything Microsoft announced at its big TechED conference this week?

How did I do that?

I talked with the grassroots FIRST. Against the advice, by the way, of a lot of PR people (they wanted me to break the news to Walt Mossberg or someone "important" first — they thought that's how I was going to get the biggest story going).

They all are wrong. I almost bought into it too. In fact, I did. On Saturday I talked with maybe 20 people and said "can you wait until Tuesday to talk about it?" I wanted to give the story to the Wall Street Journal too. Not to mention I wanted to tell my coworkers before the story hit. I didn't get that chance and I'm lucky, in hindsight, that I didn't. Because the story started on the grassroots first it got far far bigger than if I broke it on a big newspaper.

It's a lesson I'll never forget again.

Read it!

Zwei Kollegen kamen gestern, unabhängig voneinander, an meinen Schreibtisch. Beide sind zweifelsfrei absolute Profis in ihrem Spezialgebiet und nutzen selbstverständlich das Internet für ihre Arbeit - anders geht es gar nicht.

Der Erste fragte nach der Blogsoftware, die wir für den Fischmarkt einsetzen. Er hatte sich gerade diesbezüglich im Netz umgesehen. Movable Type jedoch war ihm kein Begriff, und den Namen Wordpress hatte er auch noch nicht gehört.

Ist ja auch nicht weiter schlimm und gehört sicher noch nicht zur Allgemeinbildung. Wir kamen dann über das Bloggen im Allgemeinen, den Nutzen für Unternehmen im Besonderen und die Frage ins Gespräch, wer eigentlich Blogs liest und wie man sie am besten abonniert.

Ich zeigte ihm unsere Nutzungsstatistik, wir verglichen die Zahlen mit den verschiedenen Unternehmenswebsites und warfen einen Blick in die Abonnentenzahlen, die Feedburner uns ausweist. Fazit: sinnerschrader.de hat nach zehn Jahren ein stabiles Grundrauschen, gespeist aus dem allgemeinen Interesse am Unternehmen. Der Fischmarkt hingegen zeigt eine anhaltende Wachstumsdynamik und liegt inzwischen gleichauf. (Und in diesen Zahlen sind die 500 RSS-Abonnenten noch gar nicht enthalten.)

Unser Gespräch endete damit, dass ich ihm das Whitepaper von Paul Beelen - der geneigte Leser kennt es womöglich bereits - zur Lektüre empfahl, um gerüstet zu sein für künftige Debatten darüber, was das mit dem Web 2.0 eigentlich alles soll.

Kurze Zeit später der Zweite. Er hatte das Handelsblatt gelesen und einen Artikel von Thomas Knüwer über Robert Scoble gefunden, besser bekannt als Scobleizer. Von dem hatte er noch nie etwas gehört.

Was ihn aber wirklich elektrisierte, war diese lakonische Notiz:

Sein Weblog Scobleizer (http://scobleizer.wordpress.com) ist auf Platz 38 in der Rangliste der meistverlinkten Blogs weltweit.

Da gibt es eine Rangliste? Großes Staunen. Ich zeigte ihm Technorati und wie man dort den Scobleizer findet. Und siehe da: Inzwischen ist er schon auf Platz 34. Denn die Nachricht, dass er Microsoft verlässt, ging nicht nur durch die Presse, sondern vor allem durch die Blogosphäre - und hat ihm zahlreiche neue Links und damit den Aufstieg im Ranking beschert.

Jetzt wollten wir es natürlich wissen: Fischmarkt - Platz 14.464, Themenblog - Rang 43.966, Next 10 Years - Position 28.515. Und selbst der Mediabrief in seinem relativen Schattendasein ist zu finden.

Noch größeres Staunen. Woher weiß Technorati davon? Ich erzählte ihm, dass unsere Software automatisch eine Nachricht an Technorati schickt (ein Ping), wenn ein neuer Artikel veröffentlicht wird. Weshalb Technorati weiß, was passiert, und selbst unbekannte Nischenblogs zuverlässig auffindet.

Alles keine Raketenphysik, würde ein dritter Kollege jetzt sagen, seines Zeichens Doktor der Physik. Und trotzdem noch lange kein Allgemeingut. Selbst in einer Internetagentur.

Weshalb ich mir jetzt vornehme, auch scheinbar selbstverständliche und längst bekannte Dinge hier aufzuschreiben. To whom it may concern.

Die neuen Qype-Features

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Qype ist gerade erst 10 Wochen online und schon heute kaum mehr mit der Startversion zu vergleichen. Vor allem in den letzten zehn Tagen hat das Qype-Team diverse neue Features gelauncht.

In der Summe zeigen sie, wo es hingeht mit Qype: eine lokale Suche, klar. Aber nicht nur für Adressen und Dienstleister, sondern für die Menschen aus meinem Eck. Nie war es einfacher, Gleichgesinnte zu finden, die nur zwei Straßen weiter wohnen.

Wer ist wie ich?
Seit heute prangt auf jeder persönlichen Seite ein fescher Schieberiegel "Qyper, die taggen wie ich". Wer den Regler nach links auf "Mainstream" setzt, erhält alle Mitglieder angezeigt, die bestimmte Schlagworte (Tags) genauso oft und gerne benutzen wie man selbst. Bei mir wäre das beispielsweise "Ottensen". Richtung "Tellerrand" verschoben, sucht Qype nach den seltener genutzen Tags. (Die Begriffe sind noch nicht final.) Welche Tags der Suche zugrunde liegen, sieht man in der Tagwolke daran, daß sie rot gefärbt und gelb unterlegt sind.

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Lieblingsplatz markieren

Mein persönlicher Favorit. Endlich bin ich auch im Internet überall dort präsent, wo ich mich sowieso ständig aufhalte. Lieblingsplatz eben. Mit dieser Funktion läßt sich wunderbar ein "virtueller Tresen" aufbauen. Also: wer ist auch öfter mal im Reh? Bitte Flagge zeigen (nein, ausnahmsweise mal nicht die deutsche). Die Lieblingsplätze schreien natürlich danach, recht bald mit einer Dating-Funktion angereichert zu werden.
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Besucher sehen

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Für wen schreibt man eigentlich den ganzen Kram? Wie jeder weiß (auf jeden Fall jeder, der einen Premium-Account bei OpenBC hat), ist niemand interessanter als derjenige, der sich für mich interessiert. Endlich weiß man auch das: Ich bin es für bislang rund 400 Leutchen gewesen, die ich zudem noch angezeigt bekomme und deren Site ich besuchen kann.


Guy Kawasaki war dort und ist begeistert:

Quite an experience. Talk about evangelistic people—I haven’t seen this kind of evangelism since the early Macworld Expos.
Seine Rede gibt es als MP3. Die Bilderserie oben ist auch von ihm.

Oder auch kräftig angeheizt hat Google das seit langem virulente Thema GBuy (oder wie auch immer das Google-Bezahlsystem am Ende heißen mag). Passend zur Ebay Live 2006, die heute endet, lässt Google via Forbes (und Analyst) verlauten, dass GBuy am 28. Juni starten soll.

28. Juni? Passend zum DMMK? Immerhin hält dort Nikesh Arora, Vice President European Operations von Google mit Sitz in London, eine der Keynotes.

John Battelle ist skeptisch:

Given how important this particular launch is to Google, I am sure it will be a good product, not the spaghetti against the wall we sometimes see. However - and as odd as this might sound - I am not sure the world is ready to trust Google with its payments. I sense the overall cultural vibe on Google is that it's gaining too much power.

Die E-Commerce Times hat ein breites Spektrum von Einschätzungen zusammengestellt. Bei Google Base ist das Bezahlsystem schon seit geraumer Zeit am Start. Vor kurzem machte es unter dem Namen Google Checkout die Runde. Ach ja, und gestern war das Thema auch bei Heise.

Vier Wochen war die hiesige Bloggerszene in größter Erregung. Der Grund: Vier bekannte Blogger testeten den Opel Astra im Auftrag des Herstellers. Ich habe einen der Tester, Felix Schwenzel von wirres.net, für den Themenblog dazu befragt, wie das Projekt bei ihm, bei Opel und bei seinen Lesern ankam. Interview lesen: Klick.

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Ein Blick auf die Fassade. Wie Sie sehen, sehen Sie nichts.

Und so soll es aussehen, wenn alles fertig ist.

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Man muss nur den richtigen Suchbegriff nehmen, und schon liegt die WM vor Web 2.0. Wie sich das gehört. (Und nicht etwa umgekehrt wie neulich.)

Nicht zu verpassen: Markus Breuer verfasst nach einem Jahr Pause wieder seine Notizen aus der Provinz des nördlichen Süd-Ostwestfalen. Zum Beispiel mit der Frage, was der Sinn von Web 2.0 ist.

Philipp Schindler, Nordeuropa-Chef der Internet-Suchmaschine Google, legt via FAZ den deutschen Medienunternehmen "eine Art Kriegserklärung auf den Eichenschreibtisch" (Peter Turi).

Und Mark Pohlmann mag Unternehmen, die sich selbst kritisieren.

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So viele Kunden erwartet arena bis zum Start der Bundesliga-Saison am 11. August. (Sie sind nicht, wie Kollege Themenblogger schreibt, schon jetzt gewonnen.)

Bis dahin sind noch einige Klippen zu umschiffen. Einige davon schildert ein Portrait von Senderchef Christoph Bellmer in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Jedenfalls weht bei arena wieder einmal der kräftige Wind des Aufbruchs. Und kommt als veritabler Sturm in der Halle der Studios an, die an der Web-Front arbeiten.

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Ab Sommer haben wir ja eine neue Adresse. Und wenn ich aus dem Fenster schaue, dann ist das wohl ziemlich bald.

So sieht es dort übrigens derzeit aus.

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Jetzt geht's los! Nein, nicht was jetzt jeder denkt. Sondern mit den Web-2.0-Kongressen in Deutschland. Im Oktober findet schon wieder einer statt. Mehr dazu bei next10years.com.

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Mit angeblichen Verlusten Eindruck schinden - das können sie wirklich, die geistigen Eigentümer. Jüngstes Beispiel ist die an China gerichtete Protektionismus-Drohung des EU-Handelskommissars Peter Mandelson.

Europäische und amerikanische Unternehmen beziffern ihre Verluste durch Raubkopien auf umgerechnet mehrere Milliarden Euro.
Und in der Tat nennt der Commercial Piracy Report der IFPI beeindruckende Zahlen: Demnach wurden 2004 insgesamt 1,5 Milliarden Raubkopien verkauft, was einen Markt von 4,6 Milliarden US-Dollar ergebe. Diese einfache Rechnung unterstellt also pro CD 3,07 Dollar Verlust. 34 Prozent aller produzierten Scheiben sind laut IFPI Raubkopien.

Diese Kalkulation basiert auf den Verkaufspreisen für Raubkopien. Sie zeigt vor allem eines: Es gibt eine Nachfrage nach Musik auf Silberscheiben, die von der Musikindustrie nicht bedient wird, weil ihre Preise zu hoch sind. Westliche Ladenpreise liegen beim Vier- bis Fünffachen der Raubkopierer-Tarife.

Selbst wenn unterstellt würde, dass die gesamten 4,6 Milliarden US-Dollar in den Erwerb legaler Produkte flössen, dann würden dafür nur gut 300 Millionen Stück verkauft. Es bliebe also eine unbefriedigte Nachfrage nach fast 1,2 Milliarden Scheiben.

Es muss aber angenommen werden, dass ein großer Teil der besagten 4,6 Milliarden US-Dollar nicht für die Produkte der Musikindustrie ausgegeben würde, falls es keine Raubkopien mehr gäbe. Denn wären die Konsumenten in diesem Fall bereit, die verlangten Ladenpreise zu zahlen? Wohl kaum. Insofern ist diese Zahl reine Fiktion.

Meister dieser Betrachtungsweise sind jedoch die Deutschen Phonoverbände. Sie schrecken nicht davor zurück, dem Gesamtumsatz der Branche in Deutschland (2005: 1,746 Milliarden Euro) einen fiktiven Umsatz mit kopierter Musik ("illegale Musikangebote im Internet und Musikkopien auf Rohlingen") von 6,3 Milliarden Euro gegenüberzustellen - Faktor 3,6. Geht's noch?

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Auch Kongressveranstalter, zumal mit der Erfahrung und dem Standing eines Thomas Madsen-Mygdal, haben ein Distinktionsbedürfnis. Die reboot, in diesem Jahr schon in der achten Auflage, ist kein Web-2.0-Event. Na sowas? Themenblogger Mark Pohlmann war dabei. Hier sein Bericht.

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Das meldet der Haltungsturner. Sehr schön erklärt: der Weg zum eigenen Blog und die Basisbegriffe ("Posts" und "Blogs").

Die Vorgeschichte bei Exciting Commerce. Und Robert "Thinking" Basic hat Probleme mit der Policy.

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Schon im Februar hat Paul Beelen ein Whitepaper namens Advertising 2.0 veröffentlicht, das trotz einiger Schwächen im Detail eine lesenswerte Einführung ins Thema aus Werbe-, Marketing- und Mediensicht bietet. (Nico Zorn wies gestern darauf hin.)

Eine Passage aus dem Papier:

Advertising has long been based partially on something called information-asymmetry. The company knows more than the consumer, and uses this information to seduce a target group or to correct a common perception by manipulating a market. Simplified, if a company knows its products are being seen as technically inferior by many consumers, it might want to address that problem in an advertising campaign. The effect such a campaign would have on isolated consumers is far higher than the effect it will have on a hyper connected market, as each individual is now able to tap from the knowledge of a huge base of consumers, who probably came to the conclusion the products were technically inferior even before the company knew it. In other words, information asymmetries have been ‘mortally wounded’ by today’s connecting technologies.
In fact, one might say that hyper connected individuals are less likely to be influenced by advertising. Also, hyper connectivity leaves no room for mistakes,nor does it allow advertising to lie or to omit the truth. Therefore, advertising will need to adapt and learn to communicate with consumers in a fair, transparent way. Consumers now have access to information they didn’t have access to before, and they will use it to judge advertising campaigns, and invalidate them whenever possible.

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Die lang erwartete Readers Edition der Netzeitung ist da. Erste Stimmen aus dem Netz:

Die Idee ist gut, warten wir ab, ob die Welt dafür schon bereit ist. (Johnny Haeusler, Spreeblick)
Es ist ein sehr, sehr spannendes Projekt, das extrem viele wache Augen benötigt. Funktioniert es, setzt es vielleicht sogar international einen Maßstab. (Thomas Knüwer, Indiskretion Ehrensache)
Zumindest die ersten bereits eingereichten Artikel lassen gutes hoffen… (BloggingTom)
Das Layout wirkt sachlich, aber nicht unschick. Und auch nicht so unaufgeräumt-durcheinander wie bei vielen Newsseiten. (Robert Basic, Basic Thinking]

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Kongresse, Kongresse, Kongresse. Wer noch nicht genug hat, kann Ende dieser Woche den Online Marketing Gipfel 2006 in Wiesbaden besuchen. Das Verhältnis von Anzug- zu Jeansträgern dort wird reziprok zur reboot sein. Ein paar Gründe für die Reise:

  • Bernd M. Michael, zuletzt durch seine Ansprache zum New Media Award positiv aufgefallen, spricht gleich nach dem Grußwort über "Online Kommunikation – Stammspieler oder nur Reservebank?".
  • Christian Magel stellt simyo vor ("Generationenwechsel im Mobilfunk: simyo - Die Erfolgsstory mit Pure play Internet").
  • Markus Krechting referiert über "Neckermann auf dem Weg zur E-Commerce-driven Company - Die Zukunft liegt im Internet".
  • Tim von Törne präsentiert Skype zum Thema "Internettelefonie und eMarketing - wie bringt man diese Bereiche zusammen?".
  • PR-Blogger Klaus Eck darf das Thema Web 2.0 ("Chancen und Risiken") vertreten.
  • Und schließlich Martin Oetting: "Online Marketing Trends: Marketing im 21. Jahrhundert - Dank kollektiver Intelligenz"

Marc Andreesen, Oliver Sinner und Otto

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Fünfter und letzter Teil der mehrteiligen Serie zum zwanzigjährigen Bestehen der Page und zum zehnjährigen Bestehen von SinnerSchrader. Teil 1: Computersozialisierung bei Horten, Teil 2: Ein seltsames Protokoll, Teil 3: Schülerzeitung goes DTP, Teil 4: Ein vorlauter Leserbrief

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Marc Andreesen beendete 1994 meine DFÜ-Leidenschaft. Zehn Jahre zuvor war ich das erste Mal online, zuerst mit dem C64 und einem DIY-Akustikkoppler, später mit Ataris und Intels sowie schnellen Modems. Abgesehen von den aufgehübschten Einstiegsseiten bei Compuserve und AOL blieb es aber im Kern - wie es bis dahin gespreizt-preußisch hieß - Datenfernübertragung. Texte und Dateien wurden von A nach B bewegt.

Andreesens Netscape-Browser verwandelte hingegen den Bildschirm in ein universelles Medium: Der Nutzer bewegte sich nun von A nach B nach irgendwohin. Der Computer hatte in meinen Augen seine Bestimmung gefunden, gleichzeitig Werkzeug und Medium zu sein.

Das ganze Jahr 1995 verbrachte ich wie im Rausch damit, Websites zu entwickeln, meine Professoren sahen mich selten und wenn, dann um am Monatsende in der Uni Onlinekosten zu sparen. Anfang 1996 hielt ich es für eine gute Idee, den Otto Versand als Kunden zu gewinnen.

Mein dortiger Ansprechpartner hieß Oliver Sinner, und eine Woche nach unserem ersten Kennenlernen schmiss er seinen Job und ich mein Studium; wir gründeten die Sinner + Schrader GbR. Wir erzählten allen, Online-Shopping sei die Zukunft, aber eigentlich wollten wir nur irgendwie dabei sein.

Auf der CeBIT 1996 planten wir unseren ersten richtigen Kunden zu gewinnen, denn Otto entwickelte sich nicht so wie geplant. Und irgendwie funktionierte es. Wir lernten Stephan Schambach kennen, der keine Lust mehr hatte, Next-Computer in Jena zu verkaufen, sondern einen Narren an der Diplom-Arbeit eines seiner studentischen Mitarbeiter gefressen hatte.

Frank Gessner, so sein Name, hatte eine Shopping-Software fürs Web entwickelt, der er augenzwinkernd Intershop nannte. Wir waren sofort begeistert und bekamen kurzerhand den Auftrag, das gesamte Benutzerinterface zu überarbeiten und leckere Demo-Shops zu entwickeln. Stephan Schambach erhielt Risikokapital und wir konnten Mitarbeiter einstellen.

Mit der Intershop-Referenz gelang es uns, die ersten großen Versandhändler zu überzeugen, ihre Verkaufsplattformen von uns entwickeln zu lassen. Und mit den Händlern kamen die Banken, Touristiker und Telekommunikationsunternehmen, denn sie alle wollten künftig direkt übers Web ihre Geschäfte abwickeln.

Aus unserer GbR wurde 1997 eine GmbH und zwei Jahre später die SinnerSchrader AG. Dreieinhalb Jahre nach Gründung war aus der 2-Mann-Firma eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit 70 Mitarbeitern geworden.

Heute entwickeln in Hamburg und Frankfurt rund 140 Mitarbeiter für Kunden wie die Deutsche Bank, comdirect, TUI, E-Plus, Tchibo oder die Süddeutsche Zeitung webbasierte Marketing- und Vetriebsplattformen. Und seit diesem Jahr steht auch wieder unser Startkunde Otto auf der Kundenliste.

Derweil erfindet sich das Web in diesen Monaten neu. Hohe Bandbreiten, ubiquitäre Verfügbarkeit und offene Standards sorgen für ein interaktiveres und leistungsfähigeres Web. Nie waren digitale Medien spannender!

Ende

SZ-Mediathe
Die SZ-Mediathek hat ein neues Gesicht. Neu auf der Startseite: die Topseller, täglich frisch. Und die aktuellen Rezensionen aus der Süddeutschen, das Alleinstellungsmerkmal schlechthin.

T-Mobile hat einen schönen neuen Claim: einfach näher.

Einfach? Da war doch was. Hier die Antwort:

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Inspiriert von Steve.

Passend dazu:

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Der Hamburger Dialog, der eigentlich das norddeutsche Gegenstück zu Medienforum NRW und Münchner Medientagen sein will, erlebt ein PR-Debakel. "Lustloser Auftakt" schreibt die Welt in die Unterzeile des Kongressberichts von Martin Ax. Der Schweizer Verleger Michael Ringier sprach demnach vor gerade einmal 40 Zuhörern über Strategie und Schröder, "lau und lustlos" habe sich die Medienstadt Hamburg präsentiert.

Statt 1500 wie in den vergangenen Jahren hatten sich nur 1200 Teilnehmer angemeldet, und auch die gingen offenbar nur sporadisch ins CCH. In den Lounge-Bereichen herrschte zum Teil gähnende Leere, auch bei attraktiven Fachthemen blieben manche Säle halb leer. Eine Hamburger Agenturchefin faßte den Eindruck vieler Teilnehmer so zusammen: "Das Programm ist fachlich besser als vor einem Jahr. Aber die Atmosphäre ist deprimierend."
Die Suche nach den Ursachen fördert eine angebliche "Kongressmüdigkeit" zu Tage, induziert durch ein Überangebot an Tagungen und Kongressen. Puh, da haben wir ja noch mal Glück gehabt, dass diese Müdigkeit nicht schon drei Wochen früher ausgebrochen ist.
Andere Organisatoren warfen sich gegenseitig vor, daß der Hamburger Dialog zu nüchtern, zu emotionslos, zu wenig inszeniert sei.
Wer weiß?

Oberpeinlich allerdings Ole von Beust, der den Kongress eröffnen durfte:
Unverblümt gab von Beust zu erkennen, daß er sich nicht mehr ganz sicher sei, ob Hamburg wirklich noch die deutsche Medienhauptstadt sei. "Bei den elektronischen Medien sind wir es ja leider nicht mehr", sagte er vor 400 Zuhörern.
Ein Hammer! Bloß gut, dass Martin Ax aufgepasst hat:
Das stimmt so nicht, Herr Bürgermeister. Nur im TV-Bereich ist Hamburgs Rolle fraglich. In den Wirtschaftszweigen Internet, Hörfunk, Filmproduktion und Videospiele ist Hamburg ebenso führend in Deutschland wie bei den traditionellen Print-Medien.
Und im Kongressbereich wird Hamburg spätestens 2007 die Führungsrolle zurückerobern - mit "Next 10 Years 2007". Das sind wir Hamburg, unserer Perle einfach schuldig.

Digitaler Frischfisch

Der interaktive Konsument revolutioniert das Marketing. Ein Blog von SinnerSchrader.

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